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Die Tücken der Online-Sprache
Die Tücken der Online-Sprache (Kategorie: Datingblog)
Eine US-amerikanische Kontaktbörse hat in einer groß angelegten Untersuchung herausgefunden, auf welche Worte im Erstkontakt die Aussicht auf eine Antwort am besten ist. Demzufolge kommen die im Netz so gern und oft gebrauchten Abkürzungen nicht so gut an.

Kein Wunder, schließlich schreiben wir ja womöglich dem Menschen, mit dem wir den Rest unseres Lebens verbringen wollen. Da sollte ein wenig Sorgfalt doch eigentlich obligatorisch sein. Verkneifen Sie sich also lieber das "LG" und schreiben Sie "Liebe Grüße" – so viel Mehrarbeit ist es doch nun wirklich nicht. Ein wenig anders gelagert ist es übrigens hinsichtlich humoristischer Abkürzungen: Lol (steht für "laughing out loud") oder "haha" kommen nicht so schlecht weg, wie man vielleicht meinen sollte. Absolutes No Go ist natürlich schlechte Grammatik. Auch Schreibfehler sollten unbedingt vermieden werden.

Gar nicht schmeichelhaft finden es die meisten, wenn sie im ersten Kontakt auf ihre körperlichen Vorzüge angesprochen werden. Also am Anfang lieber zurückhaltend mit derartigen Komplimenten umgehen. Besser kommen gemäßigte Schmeicheleien an. Gerade Männer sollten nicht so auf den Putz hauen: Wenn er ein bisschen schüchtern rüberkommt, kann er ihr Herz leichter erobern als mit Angebereien. Ganz schlecht übrigens, wenn Sie gleich beim Erstkontakt den zweiten Schritt anmahnen und auf baldigen Telefonkontakt drängen. Online geht es zwar schneller und meistens unkomplizierter mit dem Kennenlernen, aber auch da sollte man nichts überstürzen.

Und dann ist da ja noch die inhaltliche Ebene. Auch hier lauern zahlreiche Stolpersteine. Weder mit Literatur, noch mit Computerspielen werden Sie weit kommen. Weitere unbeliebte Themen: Physik und Tätowierungen – wobei letzteres wohl eher beim konservativen Klientel der US-Börse auf Abneigung trifft. Fraglich, ob das auch für die Konfession gilt: Laut Untersuchung haben Atheisten nämlich eine weitaus größere Chance auf Antworten als Gläubige. Nun ja, vielleicht sollten Sie diese Ergebnisse nicht zu sehr auf die Goldwaage legen. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden. Und frustrierend, wenn auf wohl überlegte E-Mails keine Antworten kommen. Aber das ist nun einmal Teil des Ganzen und wenn Sie die richtigen Worte gefunden haben, dann ergibt sich der Rest ganz von allein.


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3 Antworten zu “Die Tücken der Online-Sprache”

  • Brillenb sagt:

    Zum Thema "schnelles Treffen": Die Erfahrung hat mich hingegen gelehrt, dass zuviel Schreiberei im Vorfeld Erwartungen aufbaut, die beim Date in Nullkommanix zerstört werden können. Das Kennenlernen von Angesicht zu Angesicht ist immer noch der beste Indikator, um festzustellen, ob die Chemie stimmt. (Und wenn wir ehrlich sind, spart man im Falle eines erfolglosen Dates unerhört viel Zeit und kann sich nach neuen Möglichkeiten umsehen ;-) . Meiner Meinung nach der beste Zeitpunkt für ein erstes Telefonat mit anschließendem Treffen liegt nach dem zweiten Schriftwechsel. Wer es ernst meint, hat dann schon ausreichend Informationen über sich selbst preisgegeben, um Neugier auf mehr geweckt zu haben. Und Neugier wiederum ist doch die wirksamste Triebfeder für das Kennenlernen.

  • Beate sagt:

    Ich bin erst seit kurzer Zeit hier in EP und kann demzufolge noch nicht auf einen sehr großen Erfahrungsschatz zurückgreifen, aber vor einigen Jahren befand ich mich in einem sehr (!) ähnlichen Forum und hatte damals diverse Kontakte, in der klassischen Reihenfolge schreiben – telefonieren – treffen und bin immer wieder zu der Erkenntnis gelangt: nach einem kurzen schriftlichen und telefonischen Kontakt sollte man unbedingt Nägel mit Köpfen machen. (Fast) egal, wie schön der andere seine Mails formuliert, wie toll sich die Telefonate anfühlen (und sich dadurch exorbitante Phantasien aufbauen, denn man WILL ja) – der entscheidende Augenblick ist das erste persönliche Treffen, die Mimik, die Gestik, der Geruch…………
    Und dann ist es wie im wirklichen Leben, an der Bartheke, in der Schlange vor der Kinokasse – dieser Augenblick entscheidet, ob man mehr (zulassen) möchte.
    Und darauf bin ich hier nun sehr gespannt, noch hatte ich kein Glück, angeblich sollen auch viel Mogelpackungen unterwegs sein, die man virtuell natürlich super aufrecht erhalten kann :-) – finde ich allerdings sehr schade, irgendwann holt uns die Wirklichkeit ein………

  • Doro sagt:

    Zum Thema "schnelles Treffen". Ich hab meinen Schatz bei einer anderen Agentur kennengelernt. Ich finde, man sollte nicht allzu viele Mails hin und her senden. Besser ist ein persönliches kennenlernen. Beim ersten Telefonat merkt man auch, ob es Sinn macht sich zu treffen. Wir haben gar nicht viel hin und her gemailt, sondern bald telefoniert und uns getroffen. Und haben beim Gespräch gemerkt, daß wir es miteinander versuchen wollen. Das zweite Treffen sollte man möglichst schnell nach dem ersten Treffen machen. Und nun sind wir schon fast 2,5 Jahre zusammen. Viel Glück allen,die noch auf der Suche sind.