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Einladen lassen oder selber zahlen?
Einladen lassen oder selber zahlen? (Kategorie: Partnersucheblog)
Wichtig ist, dass Sie sich dabei wohl fühlen. Folgen Sie einfach Ihrem Bauchgefühl...

Jeder kennt den heiklen Moment: Man sitzt mit seinem Date beim ersten Treffen im Café, Restaurant oder Bistro. Gläser und Teller sind leer, alle Zeichen stehen auf Lokalwechsel oder Aufbruch. Fehlt nur die Begleichung der Rechnung. Man denkt: "Soll ich einladen oder warten, ob der andere zahlt? Vielleicht machen wir einfach halbe halbe…"

Dieser Moment führt bei ersten Treffen oft zu Unsicherheiten. War das Treffen nett und ein zweites liegt in der Luft, möchte man schließlich einen guten Eindruck hinterlassen. Eine feste Rollenaufteilung gibt es heute nicht mehr: Vorbei die Zeiten, als die Einladung auf Kosten des Herren ging – und damit auch die Klarheit, die Handlungssicherheit bot. Frauen konnten sich am Ende eines Dinners entspannt zurücklehnen und kein Mann musste fürchten, durch eine Einladung dominant zu erscheinen oder den Eindruck zu erwecken, sich die Gunst der Frau kaufen zu wollen. Auch heute gibt es immer noch zahlreiche Männer, junge wie ältere, die gern Gentleman-like die Rechnung übernehmen. Wer das Bedürfnis hat, nach einem schönen Treffen sein Gegenüber einzuladen, der sollte es auch tun. Großzügigkeit finden viele schließlich angenehm und positiv.

Wichtig ist aber, vorher zu überprüfen, ob der Impuls auf einem stimmigen Gefühl beruht. Fühlt man sich eher unfreiwillig dazu veranlasst? Zum Beispiel, weil der Kellner die Rechnung unbedacht platziert, das Gegenüber erwartungsvoll guckt und keine Anstalten macht, nach dem Portemonnaie zu suchen. Dann nämlich sollte der Mut aufgebracht werden, die Rechnungstrennung anzusprechen. Das beugt dem Ärger über ungenierte Ansprüche der Begleitung vor oder über sich selbst, sich nicht abgegrenzt zu haben. Davon abgesehen: Getrennte Rechnungen sind kein Fauxpas mehr. Und es wäre falsch, daraus fehlende Sympathie zu interpretieren. Viel entscheidender ist die Atmosphäre des Treffens: Hatten Sie sich etwas zu sagen, war das Miteinander lebendig und hat sich der erste Eindruck bestätigt?

Wer die Einladung im Vorfeld ausspricht und das Restaurant wählt, sollte wissen, dass damit häufig die finanzielle Verantwortung verbunden ist. Jedenfalls nimmt der andere das meist so an. Geht die Initiative von beiden aus, gibt es keine Regeln. Wer eine Einladung von der Qualität des Treffens abhängig macht, sollte sich innerlich für diesen Moment gut wappnen und seine Einstellung deutlich aussprechen. Wenn die andere Seite die Einladung ablehnt, ist das kein Indiz für den Abbruch des Kontaktes. Oft wollen Frauen so unabhängig bleiben und sich der Rolle der Beschenkten erwehren. Wer von sich weiß, dass er sich durch eine Einladung unterschwellig zu einer gewissen Höflichkeit verpflichtet fühlt, sollte stärker darauf achten, seine Grenze zu behalten und sich finanziell zu behaupten.  Aber denken Sie daran: Wenn es gut läuft, erinnert sich niemand mehr an die erste Rechung…


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117 Antworten zu “Einladen lassen oder selber zahlen?”

  • Doro sagt:

    Wer bezahlt beim ersten Treffen ist aus meiner Sicht als Frau echt schwierig. Ich bin schon einige Male damit ins Fettnäpfchen getreten. Es fällt mir nicht schwer, mich einladen zu lassen. Auch fühle ich mich dadurch nicht zu mehr verpflichtet. Jeder übernimmt dafür doch die eigene Verantwortung. Aber ich musste das auch erst lernen. Früher war ich angepasster. Ich fand es unverschämt, nach einem ganz netten Treffen, bei dem mir aber klar wurde, es gibt keine Fortsetzung, die Einladung anzunehmen und mich anschließend zu verabschieden. Ich verhielt mich höflicher. Doch ich kann nur an alle appellieren, sich klar abzugrenzen und das auch zu zeigen, Einladung hin oder her

  • Jana sagt:

    Ich halte mich für zeitgemäß und emanzipiert.
    Aber bei einem ersten Date, gehört es für mich durchaus zur "alten Schule", dass der Mann bezahlt.
    (Mit der Ausnahme, dass er finanziell schlechter gestellt ist als ich.)
    Später im Beziehungsalltag, ist mir finanzielle Unabhängigkeit sehr wichtig. Dann hole ich gern die Brötchen zum Frühstück. :)
    Also Männer: Bei einem Date könnt ihr uns ruhig einladen. Und wenn ihr nicht sicher seid, dann fragt uns einfach. Wir beißen nicht. ;)

  • margret sagt:

    Für mich stelle sich an und für sich gar nicht die Frage, wer beim ersten Treffen mein Essen bezahlt: das bin selbstverständlich ich selbst. Wenn ich vorher partout keine Gelegenheit habe auf die getrennte Rechnung hinzuweisen, dann hole ich, wenn es zum Bezahlen geht, verdeckt zum Kellner meine Geldbörse hervor. Beim normalen Italiener "um die Ecke" hätte ich keine Hemmungen, direkt zum Kellner zu sagen "getrennt bitte". Wenn mein Gegenüber allerdings – glaubwürdig nett und ehrlich formuliert – mich unbedingt einladen will, dann ist das für mich OK und dann diskutiere ich das Thema auch nicht weiter.
    Zum ersten Treffen z.B. in ein Luxus-Lokal zu gehen, finde ich aber auch nicht angebracht und würde eine solche Verabredung auch nicht akzeptieren.

  • WinnyG sagt:

    hmmmmmm, muss man sich nicht immer die Frau "kaufen", wenn man als guter 50er durch das Liebesleben taumelt?

  • veralinde sagt:

    …. muss man ganz bestimmt nicht, es soll ja auch angeblich noch ein paar geben, die eine Einladung zum Essen nicht automatisch als Verpflichtung zu was weiss ich … verstehen. Sind wir "Damen" schon so weit, dass man sich nicht einmal mehr unbeschwert zum Essen einladen darf? Wie arm.
    Fühlen wir uns tatsächlich schon im Zugzwang, nur weil ein Mensch mal ausgegeben hat um – übrigens auch selbst – einen schönen Abend zu haben. Sind wir tatsächlich so eingebildet, von unserer eigenen Wichtigkeit derartig erfüllt, dass Männer, die schlicht und einfach traditionell denken, entsprechend höflich sind, nicht mehr von uns als ein echt gemeintes "Dankeschön"erwarten? Scheint so. Schade.
    veralinde

  • ThomasF. sagt:

    Zahlen oder nicht, der Moment ist für mich auch immer schwierig. Von meiner Grundeinstellung her lade ich gern eine Freundin oder gute Bekannte ein. Aber eine fremde Frau, die ich zum ersten Mal treffe, von der ich nicht mal weiß, ob sie nicht 5 Dates pro Woche hat, nein… Obwohl ich mich dann meist etwas schlecht fühle. Vor allem wenn es mir wirklich Spaß gemacht hat und mir die Frau gefällt…da lade ich sie nicht ein. Vielleicht aber beim zweiten Date, wenn sich gegenseitiges Interesse abzeichnet.

    LG
    Tom

  • domino sagt:

    der erste Date- beim Essen. Warum nicht?
    Zahlen- das Thema! Wir sind keine Teenies mehr und da gibts auch die "alte Schule" nicht, dass "Mann "zahlt. Emanzipation gegen Etikette?
    Nein; da tut es der klare Menschenverstand! Das sieht ganz einfach aus: ich zahle als Frau erst mal selbst. Wenn was anderes passiert, ist das die Frage der Feinfühligkeit zum Gegenüber. Es gibt Männer, denen das wirklich wichtig ist- das kann man herausfühlen und auch akzeptieren- ohne schlechtes Gefühl für irgendwelche Erwartungen. Und das zweite Date? Wenn es denn stattfinden sollte, ist man sich eh schon näher/interessierter.
    In dieser Situation treffen zwei "Verdiener" zusammen. Dann teilt man sich das halt zukünftig auf: mal zahlt ER; mal SIE. Klappt wunderbar, fair und keiner fühlt sich ausgenutzt- die Situation ist zu DER Zeit eh schon ne andere………..
    lb G Domino

  • Mike sagt:

    Ach Thomas F, mit Verlaub, das ist doch peinlich.
    "Aber eine fremde Frau, die ich zum ersten Mal treffe, von der ich nicht mal weiß, ob sie nicht 5 Dates pro Woche hat, nein… ". Wir suchen den Partner fürs Leben, das ist, wenn man es auf 50 Ehejahre hochrechnet, eine 1 Mio EUR Entscheidung und Du schaust auf 20, 50 oder 100 EUR?

    Ich bitte den Ober um die Rechnung. Sie sagt: "Kann ich das übernehmen?" Oder "Können wir uns das teilen?". Dann ich: "Das ist lieb von Dir, aber ich möchte das übernehmen, wenn ich darf, das war ein schönes Essen (Gespräch, Treffen etc.) mit Dir." Sie: "Dann bin ich das nächste mal dran." Ich: "OK, aber ich lade Dich auch dann gerne ein." Punkt – basta.

  • celestefabrie sagt:

    Niemand kommentiert hier uber andere Nationalitäten:
    Wir haben auch Griechen, Italianer, Amerikaner usw mit anderen Sitten und oft werden die auch beleidigt, wenn eine "emanzipierte" Frau fürs Essen oder für den Kaffee bezahlt. Erst fragen "Darf ich..!" Nur eine Tipp, Ladies.

  • Michele-Marie sagt:

    Ich erwarte gar nicht, dass ein Mann beim ersten Treff automatisch zahlt. Ich nehmen lieber als erste mein Portemonnaie aus der Tasche und schaue nach dem Kellner. Wenn der Mann es ehrlich meint, wird er etwas sagen, ob er es übernimmt oder nicht. Ansonsten zahlt jeder seinen Konsum selbst. Für mich keine Pflicht, sondern eine nette Geste.

  • edeltraudmaure sagt:

    wenn ich mit freunden auf einen cafe gehe, zahlt jeder selbst. beim ersten date in einem cafe lege ich beim bezahlen die geldtasche sogleich auf den tisch und bedanke mich nicht weiß gott wie überschwänglich, wenn der herr den "verlängerten" zahlt. wenn der herr mich allerdings wohlmeinend auffordert, doch dies und jenes – kuchen, weitere drinks – auch so wie er auszusuchen und ich das gar nicht tue und dann bleibt nur mein kaffee, dann wundere ich mich schon, wenn er den nicht "großzügig" mitnimmt, besonders, wenn er ganz besonders von mir eingenommen zu sein scheint und alle hebeln in bewegung setzt, dass mehr draus wird. ist mir 2x so ergangen und dann folgten noch tolle mails, die mich aber dann nicht so überzeugten, weil ich das "nicht bezahlen" des cafes als mangelnde aufmerksamkeit verstand. wie würde es später damit ausschauen, würde man von demjenigen blumen am valentinstag bekommen, würde der sich für irgendwas bedanken. frauen meiner lebenserfahrung wissen, worauf ich anspiele, auf aufmerksamkeiten im alltag.

  • Thomas sagt:

    Ich hab schon so einige erste Dates hinter mir, und in zwei Fällen hab ich die Mädels auch eingeladen beim Restaurantbesuch. In beiden Fällen gab es hinterher Absagen. Es gab auch Absagen in Fällen, in denen ich die Mädels nicht eingeladen habe. Über die beiden ersten Fälle habe ich mich hinterher mehr geärgert und hatte mit der "Verarbeitung" des schlecht gelaufenen Kontakts mehr zu tun, deswegen habe ich es mir abgewöhnt, die komplette Rechnung zu bezahlen.

    Ich muss aber zugeben, dass ich die Bezahlsituation schon als etwas heikel empfinde. Insbesondere dann, wenn sie vor dem Erscheinen des Kellners noch keine Anstalten gemacht hat, ihr Portemonnaie aus der Tasche zu zücken. Wenn der Kellner dann fragt "Geht das zusammen?", dann sollte man vielleicht nicht unbedingt sagen "Sind Sie verrückt!?", sondern lieber sachlich aufzählen, welchen Teil der Rechnung man bezahlt.

    Ich versuche, solche Situationen gänzlich zu vermeiden, indem ich erst gar keine Restaurants für das erste Date vorschlage. Alstervergnügen (wer in HH wohnt) und insbesondere Weihnachtsmarkt eignen sich viel besser dazu. Und da holt halt mal der eine, mal die andere zwei Glühweine.

    Den Fall, dass *sie* die komplette Rechnung übernehmen wollte, hat es übrigens noch nie gegeben (nicht dass ich das erwarten würde …).

    Die Regelung, dass jeder 50% der kompletten Rechnung übernimmt, könnte für ihn nach hinten losgehen. Meistens essen wir Männer mehr oder gönnen uns noch das eine oder andere Bier hinterher. Deswegen bezahlt sie dann meistens mehr, als sie eigentlich verzehrt hat.

  • Nico sagt:

    Mike, mit Dir würde ich ausgehen;-) Du machst alles richtig!

    Aber im Ernst. Was ist an dem Thema schwierig? Es handelt sich um ein Date mit einer potenziellen Lebens-Partnerin! Man muss beim ersten Date ja nicht gleich ins Sterne-Restaurant oder überhaupt "Essen" gehen. "Nur" etwas trinken zu gehen ist für das erste Date und ich denke, jede Frau absolut o.k.. Außerdem sieht jede Frau es gerne, wenn "er" einen Vorschlag für den Treffpunkt ausspricht und dann hat "Mann" es ja selber in der Hand in welchem Kostenrahmen sich der Abend bewegen wird.

    Wenn ich mir vorstelle der Kellner kommt mit der lächerlichen 30 Euro Rechnung und mein Date-Mann erwartet, dass ich die Rechnung mit ihm teile – dann war das mein letztes Date mit diesem Mann. Sorry, da bin ich altmodisch.

    Frau darf sich gerne später "revanchieren" wenn es zu weiteren Treffen kommt und eine Gegeneinladung vornehmen, aber beim ersten Date sollte "Frau" kein Portemonnaie benötigen.

    Einzige Ausnahmen: 1. Frau hat Mann im Vorfeld belogen (ist plötzlich verheiratet, hat auf einmal drei Kinder von drei verschiedenen Männern oder ist in Wirklichkeit gar keine Frau…) oder 2. Frau benimmt sich total daneben (betrinkt sich bis zum Verlust der Muttersprache, prügelt sich mit dem Servicepersonal o.ä.).

    In diesen Fällen Männer, aber nur in diesen Fällen – ist es sogar aus meiner Sicht absolut o.k. die Rechnung zu teilen.

  • Mike sagt:

    Klar, Nico. Aber dass die Frauen sich in Deiner Begleitung betrinken und die Ober verprügeln macht mir Sorge ;-) )

    Im Ernst, ein teures Lokal beim ersten Date ist doch sowieso unklug. Man trifft sich bei Tageslicht und geht ein wenig zusammen im Park spazieren und redet. Händchenhalten ist erlaubt. Dann sucht man sich ein Tischen im Schloßcafé, wo nicht gerade alle Ohren am Nachbartisch mithören, und trinkt einen Milchkaffee. Wenn schon Essengehen angesagt ist, dann ein raffiniertes Nudelgericht und ein Glas Chianti Classico beim Italiener, das kostet nicht die Welt und lenkt nicht vom Unterhalten ab. Und ja Nico, da sind wir uns einig, der Mann zahlt, no arguments please.

  • Birgit sagt:

    Wenn ein Mann mich einladen möchte,sehe ich trotz Emanzipation darin gar kein Problem und fühle mich auch nicht verpflichtet, und ich möchte auch nur dann eingeladen werden,wenn mein Begleiter keine "Gegenleistung" erwartet.
    Eventuelle Unsicherheit, ob die Frau eine Einladung möchte, beseitigt "Mann" vor dem Wink nach der Rechnung einfach mit der Frage: Darf ich dich einladen?
    Völlig daneben finde ich es, die Frage der Bedienung "Zusammen?" abzuwarten und dann schweigend zu warten, was sich tut. Ein Fauxpas, der mich total abtörnt.
    Wenn ein Mann nicht einladen möchte, so soll er den Mut haben,"getrennt" zu antworten.

  • Heike sagt:

    Also, ich finde es sehr charmant, wenn der Mann beim ersten date die Rechnung übernimmt. Nicht nur, weil ich Großzügigkeit schätze (ich selber lade auch sehr gerne ein; nur nicht beim ersten date). Ich verstehe dies auch als einen Akt der Höflichkeit; auch wenn das vielleicht etwas altmodisch klingt. Gerade weil ich eine sehr selbständige, selbstbewusste Frau bin, die sich ihren Drink oder ihr Essen durchaus selber leisten kann, schätze ich es sehr, wenn der Mann hierbei souverän und selbstbewusst auftritt. Das macht ihn für mich unglaublich sexy:-)

    Leider gehörte ich früher auch mal zu der Sorte Emanzen, die sich bevormundet fühlte, wenn Mann ihr in den Mantel helfen wollte, die Tür aufhielt oder im Restaurant die Rechnung übernahm. In meinen Augen haben wir uns da selber etwas genommen; nämlich das reizvolle Spiel zwischen den Geschlechtern. Und wir haben die Männer ganz schön verunsichert, was diese Diskussionen hier ganz deutlich macht. Das tut mir leid und ich möchte mich an dieser Stelle dafür bei allen verunsicherten Männern entschuldigen. Ich plädiere dafür: Lasst die Männer doch endlich wieder mal Männer sein! Und liebe Männer: Habt den Mut dazu!

  • Mike sagt:

    Birgit sieht es völlig richtig, "Mann" sollte sich keine Peinlichkeiten bei der Bezahlung leisten, indem er wartet. Richtig Fettnapf auch der Satz "Ach laß nur, ich buch’s auf die Geschäftskarte, hast Du mal ‘nen Euro Trinkgeld?" Grrrr.

    Heike, wunderbar gesagt! Und Du brauchst Dich nicht bei uns Männern zu entschuldigen, wir waren nur kurz irritiert, nicht verunsichert. ;-)

    Bei der Emanzipation geht es um die Gleichberechtigung der Geschlechter. "Manieren aber sind geprägt von der Überzeugung der Ungleichheit [...]. Der Höhergestellte ist immer der andere." Sagt Asfa-Wossen Asserate.

    Mein Fazit: Der Mann hat die Pflicht, die Rechnung zu begleichen, und die Frau hat kein Recht, es einzufordern. Ladies, wo und wann gehen wir essen?

  • Kate sagt:

    Mensch Leute, ihr habt Probleme! Ich würde vorschlagen, nach einem wohlschmeckenden Essen, guter Unterhaltung und heißen Blicken, verschwindet jeder separat auf die Toilette und klettert durchs Fenster raus, dann erübrigt sich das Problem, hahahahaha :-) (Pardon, kleiner Scherz um das ernste Thema etwas aufzulockern:-)

  • Carmen sagt:

    Sorry, aber ich kann das Gerede echt nicht mehr verstehen. Wir Frauen wollten doch die Emanzipation, haben lautstark danach geschrien. Heute wundern wir uns, dass der Herr nicht mehr einfach unseren Kaffee bezahlt, dass er uns nicht mehr in den Mantel hilft, dass er uns nicht mehr die Autotür aufhält usw.
    Was wollt Ihr?
    Wir haben uns das alles irgendwie selber verscherzt, würde ich mal so sagen.
    Vielleicht sollte man sich auch wieder weiblicher geben, die Jeans beim Date in den Schrank lassen und sich mal wieder ein Kleid anziehen. Dann werden wir vielleicht wieder als Lady behandelt. Aber möchte Frau das?

  • Andrea sagt:

    Ich lebe als Nichtschwäbin in Baden Württemberg, und da sind die Herren in der Regel froh, wenn selbst eine 10-€-Rechnung geteilt wird. Das ist kein Vorurteil – das ist erlebte Realität. ;-)

  • Emmy sagt:

    Erstmal Hallo an alle, die hier etwas dazu geschrieben haben. Ich finde das Thema zur Zeit sehr interessant, weil ich nach langer Zeit allein wahrscheinlich vor diesem Problem stehe. Ich selbst bin ja der Meinung, dass Frau ihre Rechnung beim ersten Date selbst übernehmen kann, schon um eventuellen weiteren Gedanken und Vorhaben nicht zuviel Spielraum zu geben – auch wenn man sich symphatisch findet – das kann man bei weiteren Dates dann noch klären. Aber, was mache ich, wenn ich vor einem Date stehe mit jemanden, den ich bereits vor 40 Jahren kennen gelernt habe und wir uns durch Zufall auf irgendeiner Seite (keine Singleseite) hier im Internet wieder gefunden haben? Ich möchte ihn ja auch nicht unbedingt "verletzen" mich aber auch nicht festlegen lassen, denn in 40 Jahren ist bei jedem viel passiert.

  • Katrin sagt:

    Im Restaurant, Cafe oder Kneipe lasse ich mich gern und generell, ganz ladylike einladen. Auch empfinde ich es als unpassend, wenn mich mein männlicher Begleiter an den Kosten der Rechnung beteiligen möchte. Den treffe ich bestimmt nicht wieder!
    Da ich selbst sehr gern koche und einen Verehrer bei mir zu Hause gern mit exzellentem Essen und guten Getränken verwöhne (die ich selbstverständlich bezahle), brauche ich hinsichtlich der anfallenden Kosten kein schlechtes Gewissen zu haben.
    Wenn der Mann selbst nicht so gern kocht, möchte ich einfach das Gefühl geniessen, von ihm in einem Restaurant kulinarisch verwöhnt zu werden, so wie ich es eben umgekehrt bei mir zu Hause für ihn mache.
    Deshalb: beim Ausgehen zahle ich nie!

  • Hanjo sagt:

    Sofern mein Date und ich nicht mehr konsumieren, als MIR die gemeinsame Zeit wert ist, habe ich das bessere Erstgemeinschaftsgefühl, wenn ich sie einladen darf. Sollte ich allerdings ihren Wunsch spüren, ihren Teil der Rechnung selbst zu übernehmen, achte ich dies als Aktion auf gleicher Augenhöhe, die ich ohnehin partnerschaftlich anstrebe. Auch damit kann ich zeigen, dass es mir zwar an Großzügigkeit nicht mangelt, ich aber mein Gegenüber nicht ihrer Entscheidungsfreiheit zu berauben trachte. Ob der Kontakt danach abbricht oder fortgesetzt wird, ist für mich für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

  • Maria sagt:

    Ich musste gerade schmunzeln, als ich den Kommentar gelesen habe, man solle doch die Jeans und die Turnschuhe (oder so ähnlich, sorry, falls ich es falsch zitiere) im Kleiderschrank lassen. Ich bin immer weiblich angezogen (bin über 30, Südländerin und ziehe seit ich aus dem Twen-Alter raus bin überhaupt nicht gerne Jeans und Turnschuhe an). Nun wurde mir von einem Mann, den ich in einer SB kennengelernt habe, der bei jedem Date von selbst die Rechnung übernommen hat (habe ihn nicht darum gebeten) und der selbst älter ist als ich doch tatsächlich gesagt, ich sei so wenig "stylish", ich solle doch mal Jeans und Turnschuhe tragen. *schmunzel*
    Um zur Ausgangsfrage zurück zu kehren: Ich finde es schön, als Frau eingeladen zu werden (vielleicht auch, weil ich aus einem Kulturkreis komme, in dem das selbstverständlich ist). Ich sehe und praktiziere das ähnlich wie Katrin.

  • Sabine sagt:

    An Thomas F.
    Also bin sehr überrascht, um nicht zu sagen bestürzt. So habe ich das noch nie gesehen, daß ein Mann meinen könnte, man würde sich als Frau möglicherweise mit 5 Männern pro Woche treffen.
    Finde ich ziemlich diffamierend. Schließt er von sich auf andere?

  • Katharina sagt:

    5 Dates in einer Woche!? Nicht schlecht, was uns Frauen unterstellt wird. Habe irgendwie grundsätzlich ein Problem damit, mich mit Internetbekanntschaften zu treffen. Vielleicht genau deswegen, weil Männer denken könnten, dass Frauen die im Internet sind mind. 5 Dates pro Woche haben…Und selbst wenn, die Männer machen es mindest doppelt so schlimm. Aber wir kommen vom Thema ab….Denke auch das man beim ersten Date als Frau wenigstens "anstalten" macht um nach dem Portomonaie zu greifen. Wenn dann der Mann die Rechnung übernimmt ist es gut, wenn nicht, dann ebenfalls. Spätestens nach dem Verlassen des Lokal, denke ich auch nicht mehr daran, dass ich mich evtl. unwohl fühlte, dass er die Rechnung übernommen hat. Also egal wie es läuft, wenns ein wiedersehen gibt, geräts in Vergessenheit, wenn es keines gibt ebenfall. Also lasst uns nicht drüber nachdenken, sondern es einfach tun. Auf zum Date.

  • Conny sagt:

    Mike…Nico…

    Toll..ihr zwei scheint ja richtig tolle Männer-Exemplare zu sein. Finde ich gut, die Einstellung, und das hat überhaupt nichts mit dem finanziellen Part zu tun. Klasse. Also falls ihr noch die Frau fürs Leben auf einen Milchcafé sucht…lächel

  • Mike sagt:

    Ach Conny, Richard Gere ist zwei Monate älter als ich und auch wenn ich natürlich viel besser aussehe, wer will schon mit so einem Oldie beim Milchkaffee gesehen werden ;-)

    Das Thema "Wer bezahlt?" wurde ja hier ein paar Mal mit Großzügigkeit in Verbindung gebracht. Dazu eine Erfahrung. In einer Phase meiner Partnersuche buchten meine neue Partnerin und ich last-minute eine Woche Kreta zu zweit. Obwohl es uns beiden finanziell nicht gut ging, habe ich ein paar Tage später entschieden, dass ihre Kinder (16m und 18w) doch mitreisen sollten, beide hingen ziemlich durch. Weil ich es vorgeschlagen habe, habe ich konsequenterweise für eines ihrer Kinder Flug und Hotel AI übernommen (meine Kinder sind älter, wohnten bei mir, wollten aber schon lange nicht mehr mit einem Elternteil verreisen). Das Buchen der zusätzlichen Plätze klappte und es war ein wunderbar harmonischer Urlaub. Unsere Beziehung ging ein Jahr später auseinander, aber noch heute bin ich glücklich darüber, damals das Konto überzogen zu haben. Wenn hier also einer der Herren anfängt mit "eigentlich bin ich immer großzügig, aber …", dann, Mädels, kloppt ihn in die Tonne.

  • Anita sagt:

    1. Teil
    Ich lese mit einem Schmunzeln eure Zeilen und versuche eure Bewehgründe nachvollziehen zu können. Ich denke die Entscheidung, wer die Rechnung übernimmt wird geboren aus der Stimmung die beide verbindet. Ist für mich die Situation beklemmend mit einem Mann möchte ich die Rechnung selbst übernehmen um Distanz zu vermitteln und dies habe ich bis jetzt nur bei einem Date vollzogen.
    Sich einladen zu lassen ist auch ein Zeichen sich fallen zu lassen in der Anwesenheit des anderen. Du darfst für mich zahlen, sorgen.

    In den Zeilen vernehme immer wieder das Wort

  • Anita sagt:

    2. Teil
    Ich zücke mein Portemonnaie, wenn die Kellner kommen und sehe den Mann mir gegenüber in die Augen. Er wird sehr viele Pluspunkte sammeln, wenn er diskret für uns beide bezahlt. Weshalb?! Sehr einfach zu entschlüsseln, wenn wir andere Diskussionen auf dieser Plattform verfolgen. Ein Mann suchst sich eine gleiche weit entwickelte (finanziell/intellektuell/Gefühlsleben) Frau, oder eine die

  • Mira sagt:

    Danke Mike,
    danke für den tollen Satz "können wir uns es teilen?" Das macht alles wesentlich leichter!!!
    Der passt ja für alle-für die die sich altmodisch oder emazipiert vorzeigen wollen,und die, die nicht "umsonst" oder au jeden Fall zahlen mögen!
    Gruß :)

  • Otto sagt:

    Ich habe vor 15 Jahren eine Frau zum Essen eingeladen. Darüber ärgere ich mich heute noch. Frauen sind generell sehr knauserig; ich bin noch nie von einer Frau zu einem Kaffee eingeladen worden. Männer wissen, daß Großzügigkeit bei Frauen gut ankommt, deshalb sehe ich an den Nachbartischen immer nur die Männer zahlen.

  • Claudia sagt:

    Armer Otto. Stimmt das wirklich? Ich lade Männer durchaus auch ein, allerdings normalerweise nicht beim ersten Date. Meistens schlägt ja auch der Mann vor, wohin es geht. Ich finde aber Kaffee und Kuchen durchaus okay. Muss kein Dinner sein.

  • Sandra sagt:

    , ja, auch das Risiko, dass Du mal daneben liegst!

  • Mike sagt:

    Die Sonne scheint in den Wintergarten. "Heute gibt es ossobuco zu Mittag", sagt sie und legt zärtlich ihre Hand auf sein Bein. "Weißt Du noch, vor 40 Jahren, bei unserem ersten Date, im Da Mario. Du hast mir gleich gefallen. Als ich zahlen wollte, hast Du
    (a) höflich aber bestimmt abgelehnt.
    (b) das akzeptiert, weil es mir wichtig war.
    (c) halbe-halbe akzeptiert, weil das Augenhöhe widerspiegelt.
    Sie erhebt sich und schiebt seinen Rollstuhl an den hübsch gedeckten Tisch zu den anderen Mitbewohnern.

    P.S. Ich finde, alles außer Alternative (a) ist ein Stilbruch.
    P.P.S. Seniorenheime servieren kein ossobuco, weil das mit den Dritten schlecht zu essen ist ;-) )

  • Violet sagt:

    Hallo Miteinander
    Ich bin der Meinung, ein nettes Café, am besten nachmittags, reicht für das erste Date völlig aus. Da gibt es dann auch keine große Rechnung und Mann muss sich nicht wirklich ärgern, wenn er danach eine Absage bekommt. Ich habe zwar auch schon oft eingeladen, aber ich denke beim ersten Date sollte der Mann bezahlen. Das gehört für mich zum guten Ton. Danach ist alles andere ok.
    Und ja meine Herren, die meisten Frauen möchten unabhängig und selbstständig und was weiss ich nicht alles sein, aber das heißt nicht, dass wir keine Gentelmen mehr wollen. Tür aufhalten und in den Mantel helfen ist wieder in. (oder war nie out)

  • Bernd sagt:

    Leute, Leute

  • Pepita sagt:

    Emanzipation hin oder her, bitte nicht vergessen, dass es sich unabhängig von dem Jahr, in dem wir uns befinden, auch um Männer und Frauen handelt. Ich gehe doch nicht beim ersten Mal gleich groß essen. Und für jeden Mann dieser Welt muss es einfach drin sein, eine Dame, für die er sich interessiert, auf ein Getränk einzuladen. Wenn das nicht drin ist, dann verliere ich den Respekt. Dann fängt er an, mir leid zu tun. Und Prinzipienreiter unter den Herren finde ich sehr schnell ziemlich zickig und unmännlich. Aber ich denke, auch hier findet jedes Weichei seine Emanze… Und jeder richtige Mann seine richtige Frau. Auch wenn es nur bei einem Getränk bleibt. Frauen, die nicht damit umgehen können, dass der Mann zahlt und sich gar gekauft vorkommen, verdienen einen Mann, dem sie am besten die Rechnung bezahlen. Komischerweise kenne ich aber privat keine einzige Frau, die so denkt. Macht fast den Anschein, wie wenn man sich gern nur als knallharte Emanze darstellen möchte. Frausein ist heutzutage doch schwieriger als man denkt.

  • Claus sagt:

    Hallo Anita,
    wenn ich recht verstehe, bist Du 25 Jahre alt? Ich bin beeindruckt, wie weise Du schreibst, mein großes Kompliment an Dich.
    Ciao Claus

  • Gaby sagt:

    Gerade habe ich die Beiträge hier gelesen. Ich bin 50 und hatte demzufolge schon einige Dates und Beziehungen. Bei den Kommentaren von Thomas lief es mir äußerst kühl den Rücken herunter. Es sprechen schlicht Geiz und Kalkül aus seinen Überlegungen und Berechnungen zum ersten Date. Er wird vermutlich genau verfolgen, wie viel die Frau isst, um herauszufinden, wie hoch ihr prozentualer Anteil an der Rechnung sein muss. Dann Guten Appetit!
    Trost und Balsam waren dann die Beiträge von Mike. Danke!

  • Trilliand sagt:

    Der Mann, der Mann, der Mann.
    Das gehört einfach so, genau so, wie die Türe für Frau zu öffnen, etc. Und wenn nicht, dann war das sicher das letzte Treffen. Bei weiteren Dates ist das wieder ganz anders, nur eben: Das erste. Da ist das einfach seine Sache.

  • elke sagt:

    Heute traf ich mich mit einem Mann in einem angesagten Szene-Café und Restaurant zu Kaffee und Kuchen. Die Lokation wählte er aus. Als es ans Bezahlen ging, fragte er- wie mir schien etwas halbherzig- ob er mich einladen dürfe. Habe intuitiv mein Portemonaie rausgezogen und die geschätzte Hälfte dazugelegt. Obwohl ich seit Jahren finanziell unabhängig lebe, fand ich es gewöhnungsbedürftig. Stelle aber im Nachhinein fest, dass es die Distanz schafft, die ich beim ersten Treffen mit einem Fremden bevorzuge. Man ist frei für ein zweites Mal oder nicht… So altmodisch bin ich dann doch, dass ich die Initiative dafür ihm überlassen würde, um dann zu entscheiden, ob der erste Eindruck für ein Wiedersehen ausgereicht hat.

  • Dirk sagt:

    Also ich finde die Diskussion hier ziemlich interessant. Ich hatte mir bisher gar nicht so viele Gedanken ums Bezahlen gemacht, aber in der Tat hat das Thema eine enorme Symbolkraft. Grundsätzlich stimme ich den hier geäusserten Statements zu, dass der Mann ganz Gentlemen-like die Rechnung (zumindest beim ersten Date) selbstverständlich übernehmen sollte, sofern die Dame damit einverstanden ist. Allerdings sollte man dem Mann auch die Freiheit zugestehen dürfen, auf einer Separierung der Rechnung bestehen zu dürfen, sofern der Abend dannn doch nicht so toll verlaufen ist, dass er sie und sie ihn nicht wiedersehen möchte. Das wäre aus meiner Sicht für beide Seiten fair und nur konsequent.

  • Dirk sagt:

    (Forts.)
    Diese Freiheit habe ich mir allerdings nur sehr selten zugestanden, das war sicher ein Fehler. Und das möchte ich gerne an einem Beispiel skizzieren. Ich hatte vor einiger Zeit eine nette Frau kennengelernt, ich fand sie sympathisch, mehr aber auch nicht. Trotzdem haben wir uns über einige Wochen regelmässig getroffen und näher kennengelernt. Ich habe immer bei jedem Treffen – ohne lange darüber nachzudenken – die Rechnung gezahlt, weil sich das als Mann so gehört, dachte ich und ausserdem nicht als Geizhals darstehen wollte. Im Nachhinein habe ich mich einerseits über mich selbst geärgert (dass ich mein eigenes Verhalten nicht hinterfragt habe), andererseits über sie, weil sie ihr Portemonnaie nie gezückt hatte und offenbar erwartete, dass ich sie sowieso immer eingelade. Während dieser Zeit hat sie sich wohl in mich verliebt, bei mir hat’s aber nicht gefunkt. Ich wollte nur Freundschaft, sie wollte mehr. Das war dann ein unlösbare Problem, so dass ich letztendlich den Kontakt abgebrochen habe. Hätte ich nach den zweiten, dritten und weiteren Treffen sie nicht immer wieder eingeladen, dann wäre wohl von Anfang an für beide Seiten klar gewesen, dass nie etwas Ernstes aus uns beiden werden kann….

    An dieser Stelle möchte ich einmal eine Frage an die Frauenwelt stellen. Warum habt ihr mal nicht den Mut und das Selbstbewusstsein, nach einem richtig netten Abend den Mann Eures Herzens einzuladen (vorausgesetzt, ihr wollt ihn wiedersehen), wenn es das erste Date sein sollte? Wo ist das Problem? Ich kann nur sagen, das ist mir bei einer Frau bisher nur ein einziges Mal passiert, und ich hatte mich damals riesig darüber gefreut. Also, liebe Frauen, springt doch auch mal über Euren Schatten. Ich kann mir vorstellen, dass es andere Männer auch gefallen würde.

  • peter sagt:

    unglaublich, über was man so lange diskutieren kann.

  • Mike sagt:

    Wie lange man diskutiert, hängt davon ab, wie geistreich die Beiträge sind, Peter. Ich habe hier viel gelernt über "homo eroticus internetensis". Gerade über Nebensächlichkeiten, von denen man vermuten möchte, sie wären konsensual geregelt, erschließt sich der Partner. Oder wie sonst soll jemand eine Antwort auf die zentrale Frage "Ist das der großzügige Mann mit Lebensart, mit dem ich leben möchte" finden? Bieten Sie ihr noch eine Frühkartoffel zum frischen Spargel an. "Nä, nö" oder "nein, danke, lieb von Dir, Du hast ein schönes Lokal ausgesucht." Kleinigkeiten, die den großen Unterschied ausmachen auf lange Sicht.

  • Reto sagt:

    Hallo Anita,
    deine Kommentare sind echt amüsant zu lesen – wie auch einige andere hier… aber deine hatten das gewisse Etwas, schwarzen Humor.
    Wollen wir mal was trinken gehen – freue mich auf die Rechnung :-)
    Liebe Gruess Reto

  • andreea sagt:

    Touché! Da hat der Mike vollkommen recht.
    So – frage ich als diejenige, die lieber einlädt (ist unverfänglicher…) sich es aber an sich meist nicht unbedingt leisten kann?
    Bewahre ich mir die Freiheit, erscheine zudem arrogant und gebe dem Herren die Rechnung für den Steuerberater mit (1. und letztes Treffen, klar!)
    oder erwarte ich wie eine Dame behandelt zu werden und riskiere es als eine Frau betrachtet zu werden, die ihr Gegenüber finanziell ausnutzt?
    Ich kann Geiz nicht ausstehen – ist doch schon mal ein guter Test.
    Nur – woher weiss mein Gegenüber dass ich auch nicht geizig bin? Derjenige der in den Genuss meiner Kochkunst kommt…
    Trotzdem, ich finde diese Frage berechtigt und schwierig zu beantworten.
    Daher meide ich das Ganze und verschwinde dezent zwischendurch :-) Entweder ist die Rechnung beglichen wenn ich wiederkomme oder man teilt sich das.
    Bei ganz unsympathischen Leuten habe ich früher eingeladen; hat aber nichts genützt, weil die Leute den Affront von jemand, der erheblich weniger Geld verdient, sich einladen zu lassen, schlichtweg nicht verstanden haben. Nur ich habe mich hinterher geärgert…

  • Mia sagt:

    Für mich ist es selbstverständlich, dass der Mann die Frau einlädt.
    Begründung:
    1) Wie der charmante Mike so wahr schrieb: "Bei der Emanzipation geht es um die Gleichberechtigung der Geschlechter." Um die Gleichberechtigung nicht um die Gleichheit.
    Solange es aber keine Gleichberechtigung gibt und in diesem Land eine Frau bei gleicher Stelle bis zu 30% weniger Gehalt bekommt, auch besser sein muss ceteris paribus, um eine Stelle zu bekommen oder befördert zu werden, ist es nur gerecht, wenn die fehlende Gleichberechtigung nicht immer nur der Frau zum Nachteil gereicht.
    Ich war schon früh eine "Emanze", was für mich lediglich heißt, dass ich die gleichen Rechte möchte wie der Mann, wie im Grundgesetz geschrieben. Wieso benutzen es manche als
    Schimpfwort? (Carmen, lese lieber erst nach, bevor du Dummheiten von dir gibst.)
    Trotzdem habe ich mir immer gerne in den Mantel oder das Auto helfen und einladen lassen. Denn ich mochte und meine Begleitung mochte, wenn ich wie eine Lady und er wie ein Gentleman auftrat.
    (Es sei denn der Mann war verletzt, dann bot ich meine Hilfe an.) Auch innerhalb und ausserhalb einer Beziehung war es beim Ausgehen so, es sei denn ich wusste, dass der Mann über weniger Geld als ich verfügte, dann fragte ich aber schon bei der Verabredung, ob ich ihn einladen dürfe.

  • Mia sagt:

    2) Vor ein paar Jahren las ich von einem Versuch mit einem für mich verbluffendem Ergebnis.
    Das Muster war jeweils so:
    Der Mann sollte sich ebenso wie die Frau für eine Einladung einkleiden, Kosmetik besorgen, zum Friseur gehen. Zudem sollte er die Karten für die Oper/das Theater/dem Kino besorgen, sie mit dem Taxi abholen und nach Hause bringen und sie vor der kulturellen Veranstaltung zum Essen in einem guten Restaurant/Bistro einladen.
    Hinterher wurden die Ausgabesummen verglichen und stets hatte die Frau für den Abend mehr ausgeben müssen! (Da Damen-Kleidung, -Kosmetik und -Behandlungen bis zu Vielfachem teurer sind.)
    3) Der Mann bestimmt, wie bereits bemerkt, mit der Wahl des Ortes und der Tageszeit das Preisniveau (übrigens auch von Kleidung und Make up, sowie den Zeitaufwand fürs Zurechtmachen, falls es passen soll).
    4) Es ist seine Entscheidung, wenn er ins Restaurant einlädt, statt (wie ich) selbst zu kochen. (Dies bezieht sich nicht auf die ersten drei Dates.

  • Loreena sagt:

    Ich hatte vor kurzem ein Date in einem Cafe, mit dem ich vorher wochenlang netten E-Mail Kontakt hatte. Wir tranken nur jeder ein Glas Wasser, für jeweils 1,50 Euro. Als die Bedienung fragte, "Zusammen oder getrennt?" sagte meine männliche Begleitung, die ich bis zu dem Zeitpunkt absolut umwerfend fand, ohne zu Zögern "Getrennt". Mir war das so unangenehm, dass ich der Bedienung nicht in die Augen sehen konnte, als ich mein Glas Wasser bezahlte… Ich wertete seine Reaktion als absolutes Desinteresse, vor allem bei dem kleinen Betrag … Es fühlte sich an, als hätte er mir einen Kübel Eiswürfel in den Ausschnitt gekippt… Ich stellte danach das Flirten mit dem Mann, nach dem ich mich wochenlang gerade zu verzehrt hatte, unbewusst ein. Wir waren zwar nach dem Cafe noch ganze eine Weile zusammen in der Stadt unterwegs. Ich sah ihn aber nicht mehr lange an, ich lächelte nicht mehr soviel, und ich gab mir auch unbewusst nicht mehr so Mühe mit der der wechselseitigen Gesprächsführung … Ich war insgeheim total fassungslos, dass mir jemand auf diese Weise indirekt einen Korb gab. Denn ich hatte im Allgemeinen überhaupt keine Probleme, einen Mann um den Finger zu wickeln, den ich haben wollte – bis ich auf IHN gestoßen bin. Mein Fazit der Geschichte: Tipp an die Männer: Ladet die Frau beim ersten Date auf jeden Fall ein, wenn Ihr auf sie steht, vor allem, wenn es sich um einen so kleinen Betrag handelt. Und wenn Ihr nicht auf sie steht? Ladet sie trotzdem ein, um sie nicht zu blamieren, vor allem bei kleinen Beträgen! Es sei denn, sie sagt es selbst, dass sie getrennt bezahlen möchte. Eine gescheite Frau würde auch merken, dass Ihr (nicht) auf sie steht, auch wenn Ihr sie einladet. Und eine Dumpfbacke, die Interesse und Ablehnung nicht voneinander unterscheiden kann, nur weil Ihr sie einmal eingeladen habt, würdet Ihr doch sowieso nicht als Partnerin haben wollen, oder nicht?!

    Gruß,
    Loreena

  • Loreena sagt:

    Zusatz zu meinem Beitrag: Ich habe seit dem Date absolut nichts mehr von ihm gehört. Ob es daran lag, dass er tatsächlich mit der getrennten Rechnung für zwei Gläser Wasser eine deutliche Ansage machen wollte, oder ob eher mein Verhalten den restlichen Nachmittag herausforderte (welches zwar freundlich war, aber mit Flirten rein gar nichts mehr zu tun hatte) kann ich nicht sagen, und werde ich auch nie erfahren. Nachfragen und mich damit völlig zum Affen machen werde ich mit Sicherheit nicht …
    Gruß,
    Loreena

  • Mike sagt:

    Geiz ist auch keine Lösung ;-)

    Die meisten von uns haben eine Trennung hinter sich. Die emotionalen Verletzungen spürt man ein wenig zwischen den Zeilen. Dazu gehört natürlich auch der materielle Abstieg, der praktisch immer mit einer Scheidung verbunden ist. So erkläre ich mir dann Dirks trotzige Ansage, "die Frauen mögen doch mal über ihren Schatten springen und einladen". Oder wenn die kesse Mia die Kosten für ihr Parfüm (Shalimar, Mitsouko, Rive Gauche?) gegen mein EdT aufrechnen möchte. Aber dafür diskutieren wir ja offen. Nur bei dem Herrn in Loreenas wunderbarer Geschichte ist wohl etwas mehr kaputt.

    Tatsächlich habe ich gegen den Rat von Frau Fischbach (Tabuthemen beim Date) immer auch die Scheidung, das Verhältnis zum/zur Ex, das Problem, mit nur einem Einkommen das Studium der Kinder zu finanzieren usw., am Rande angesprochen. Selbsterklärend darf es nicht zum Fachreferat über die Nichtanerkennung negativen Zugewinns im deutschen Scheidungsrecht ausarten, dann wäre die Stimmung hin. Aber wie ein Partner diese existentiellen Krisen meistert, sagt mir doch viel mehr, als ob er vielleicht lieber ins Theater als in die Oper geht.
    Wenn man beim Essen mit einem Augenzwinkern beiderseits feststellt, man sei ja nun "zwar arm, aber frei", dann hilft das trotzdem bei der Frage "wer zahlt?" nicht weiter. Käme gerade jetzt die von IHM bestellte Restaurantrechnung und würde SIE anbieten, dass man sie sich teilt, dann könnte ich mir das in dieser Situation vielleicht sogar vorstellen. Trotzdem begleiche ich jetzt die Rechnung, egal ob es ein zweites Treffen geben wird oder nicht. Ich möchte signalisieren, dass es mir bei aller Ratio nicht um eine kumpelhafte Beziehung geht, bei der man sich jetzt die Rechnung und später das Bett und die
    Hausratsversicherung teilt, sondern um etwas Größeres.

  • Mike sagt:

    Geiz (2)
    Zugegeben sind diese ersten Treffen in einem Café oder beim Italiener eigentlich immer vergnüglich und sehr aufregend oder, wenn es nicht prickeln will, wenigstens anregend. Was, wenn ein Treffen mal nicht so gut läuft? Beim zweiten Rendez-vous mit einer deutlich jüngeren, bildhübschen Frau mit sichtbar hohen Ansprüchen erschien mir das tête-à-tête erneut ein wenig unterkühlt. Ich nahm mir ein Herz und fragte beim Essen, ob das denn was mit uns werden könne. Sie senkte die Gabel, blickte für eine Sekunde von ihren Linguine mit Lachsstreifen in Sahnesoße auf, sagte "Nein, bestimmt nicht" und aß danach mit gutem Appetit weiter. Natürlich habe ich die Rechnung übernommen und sie danach noch 50 km nach Hause gefahren. Hätte sie die Bezahlung angeboten, wäre es bei mir als Demütigung angekommen. Andreea hat so was angedeutet, Loreena auch, und sie haben recht, die meisten Männer sind für solche absichtlichen Gesten blind. Ich wäre es nicht.

    Was ist mit der gutgestellten Witwe, deren Häuschen im Gegensatz zu meinem längst abbezahlt war und deren Kinder nicht mehr studierten, wie sie erzählte. Darf sie wenigstens zahlen? Sie bot es nicht an, ich habe es nicht
    erwartet und hätte es auch nicht akzeptiert. Eine Frau braucht so eine Situation mit einem Mann, der erkennbar keine finanziellen Nöte hat, nicht zu fürchten, die Konvention (der Mann zahlt immer ohne Anspruch auf irgendwas) schützt sie. Man sieht, wie wichtig und nützlich diese konservative
    Einstellung ist. Im Übrigen war ich eine Viertelstunde vor dem Termin am Restaurant, das sie ausgesucht hatte, und mit einem Fünfer als Trinkgeld hat der Ober vorab mein Dutzend orangene, niedrige Freilandrosen als Dekoration auf den Tisch gestellt. Beim Nachtisch fiel ihr auf, dass unser Tisch irgendwie anders aussah als die anderen. Unbezahlbar. Geld ist nicht alles …

  • Anna sagt:

    Meiner Meinung nach MUSS der Mann immer die Rechnung bezahlen. Wegen dieser verdammten Emancipation haben manchen Frauen vergessen, dass die Männer uns erobern möchten (nicht umgekehrt) und dafür verschidene Mittel benutzen. Der Mann, der bei dem ersten Date für mich nicht bezahlt-existiert für mich nicht mehr..Und seine Versuche, sich mit mir nochmal zu treffen lehne ich ab. Es ist einfach sinvoll keinen Abendessen mit dem zu gaben, der dir unangenehm ist.

  • Loreena sagt:

    @Anna. Ich mag Ihre Einstellung. Sie zeigt einen Stolz, den jede Frau besitzen sollte, die etwas auf sich hält. Ich finde, wir Frauen haben in anderen Lebensbereichen schon genug finanzielle Nachteile, da kann der Mann doch wenigstens beim ersten Treffen zahlen… Wer möchte denn mit einem Geizhals zusammen sein, der schon beim ersten Treffen so herum knausert, so wie der Herr in meinem Fall? Wie soll das denn mal später werden mit einem solchen "Prachtexemplar" Mann? Ich war mit demselben Herrn an dem besagten Nachmittag auch noch in einem anderen Cafe, wo wir Eis gegessen haben. Wieder getrennte Rechnung, aber da kannte ich es ja schon vom ersten Mal. Das ist jetzt reine Gedankenspielerei und ausdrücklich nicht ernstzunehmen: Am liebsten würde ich dem Herrn 20 Cent auf sein Konto überweisen, für die Himbeere, die er mir von seinem Eis abgegeben hat. Dafür ziehe ich ihm aber noch 14 Cent für die Waffeln ab, die ich ihm von meinem Eis abgegeben habe und (brüderlich geteilt) 50 % für die Parkhausgebühr, das macht dann noch 2 Euro Abzug, das heißt, eigentlich müsste ich noch Geld von ihm bekommen ;-)

  • Nicole sagt:

    Ich verstehe gar nicht, dass dieses Thema tatsächlich noch Diskussionsstoff bieten kann. Es ist doch ganz einfach: Es ist einfach ritterlich, wenn der Mann beim ersten Date die Rechnung übernimmt und der Frau damit Interesse an einem zweiten Date signalisiert. Sehr gerne nehme ich dann bei Interesse meinerseits auch die Einladung an und revanchiere mich beim nächsten Treffen gern, indem ich die Rechnung übernehme. Sollte ich allerdings schon im Vorfeld wissen, dass ich an einem zweiten Date nicht interessiert bin, zahle ich meinen Teil grundsätzlich selbst.

  • OliKube sagt:

    Jeder zahlt das, was er gegessen/getrunken hat. Punkt, fertig, aus. Du steigerst deinen Wert nicht dadurch, indem du ihr das Date sponsorst. Rational wird sie denken: "Wow, der ist ja echt nett." Du bist damit auf bestem Wege in die Guter-Kumpel-Schublade. Denn ihr instinktives Unbewusstes (und das ist letztlich die entscheidende Instanz, ob "mehr" daraus wird oder nicht), interpretiert deine gut gemeinte Großzügigkeit in etwa so: "Warum bezahlt er für mich? Hat er nichts besseres zu bieten als Geld? Hat er es nötig, mich zu bezahlen? Hm, ist nicht begehrenswert…aber wenn er nett ist, darf er nächstes Mal auch wieder bezahlen."
    Wenn man sich dann näher kennt, ist es kein Problem, mal großzügig zu sein. Aber am Anfang sollte man damit sehr sparsam umgehen, um das Interesse aufrecht zu erhalten. Wenn du ihr den Geldscheißer/Diener/Sklaven/Therapeuten spielst, dann wird ihr instinktives Unbewusstes dich auch als solchen betrachten.

  • Henning sagt:

    Ich gehe eigentlich immer davon aus, das ich bei einem Date die Rechnung bezahle.
    Mag vielleicht altmodisch sein, aber für mich gehört das einfach zum guten Ton. Und das ist unabhängig davon, ob ich ein weiteres Date möchte oder nicht.

  • Caroline sagt:

    Hallo Oli Kube,
    Männer wie Sie tun mir leid. Spannung aufrecht erhalten? So ein Unsinn. Ein Mann, der sich beim ersten Date so ungehobelt verhält, bekommt keine Chance auf ein zweites Date. Niemals.

    Mike hat es genau erfasst. Man kann ein Gentleman sein, auch wenn man kein Grossverdiener ist.

    Einer Frau, die (finanziell) auf eigenen Beinen steht, geht es nicht darum, teuer ausgeführt zu werden. Halte ich für das erste Date sowieso für unangebracht. Es geht darum, zu zeigen, dass man Manieren hat. Und ich denke, dass jeder Mann selbst im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten entscheiden kann, wohin er einlädt. Das kann ein Kaffee oder ein Getränk in einem Café sein, oder ein Eis auf die Hand. Oder vielleicht auch der Abend beim Italiener um die Ecke, der nicht die Welt kostet. Der, der einlädt, entscheidet und hat auch die Rechnung zu übernehmen.

    Beim ersten Date aber erwarte ich, dass der Mann die Rechnung übernimmt. Ohne Diskussion. Er hat mich gefragt, ich schenke ihm meine Zeit, also kann er nicht erwarten, dass ich zahle. Habe ich um das Date gebeten, würde ich auch anbieten, zu zahlen. (Ein Gentleman lehnt das natürlcih ab).

    Liebe Männer, springt über Euren Schatten. Wenn Ihr Euch wirklich Gedanken darüber macht, dass diese 10, 20 oder 50 Euro "umsonst" investiert waren, dann passt die Einladung Eurem Geldbeutel an.
    Liebe Frauen, habt Geld dabei und wartet nicht auf die Einladung. Bestellt nicht unnötig super teure Dinge. Alles im Rahmen, es geht um die gemeinsam verbrachte Zeit. Wenn er anbietet, die Rechnung zu übernehmen, nehmt dankend an. Vielleicht gibt es ja ein zweites Date und ihr könnt Euch revanchieren. Und Geizhälsen besser von Anfang an die rote Karte zeigen.
    Viel Erfolg!

  • Caroline sagt:

    Nachtrag, 2 Beispiele:

    Ich erinnere mich mit Schrecken an ein Date, das einige Jahre zurückliegt. Damals war ich Mitte zwanzig und Berufseinsteigerin. Auf einem Seminar lernte ich einen Mann kennen, der gute 10 Jahre älter war und Bereichsleiter in einer Grossbank war. Er bat mich um ein Date, ich wunderte mich etwas, da ich mich nicht gerade auf Augenhöhe fühlte, stimmte aber zu. Wir trafen uns in einem Bistro auf 2, 3 Glas Wein. Beim Seminar hatten wir uns gut unterhalten, an dem Abend hatten wir uns aber wirklich nichts zu sagen. Der Abend zog sich wie Kaugummi. Ich empfand es als grob unhöflich, dass er auf getrennte Rechnungen bestand (das waren vielleicht 20 oder 30 Mark, nicht der Rede wert, vor allem für ihn nicht) und nicht anbot, mich nach Hause zu begleiten (ich wohnte 10 min zu Fuss weg und es war spät). Egal, dachte ich mir, er hat kapiert, dass ich ebenfalls kein Interesse habe, ein Glück. Am nächsten Tag bekam ich ein Email "Vielen Dank für den gelungenen Abend, das sollten wir bald wiederholen". Ich habe mich nie wieder gemeldet. Ich bin sicher, dass es ihm nicht bewusst war, dass er sich mit seinem Geiz so ins Abseits geschossen hatte, aber das war nicht mein Problem. Jemand mit so schlechtem Benehmen bekommt sicher nicht die Chance auf ein zweites Date, das ist klar.

    Ich war schon öfter in der Situation, die Besserverdienende zu sein. Habe damit kein Problem, aber manchmal kamen die Männer damit nicht klar. Ich kann mir Luxus leisten, muss das aber nicht immer haben. So kam es vor, dass ich in einer längeren Beziehung durchaus auch mal auf ein Wochenende in einem 5 Sterne Resort einlud. Mein damaliger Freund hätte die finanziellen Möglichkeiten dazu nicht gehabt. Er zahlte dann eben ein Abendessen in der Pizzeria o.ä. Finde ich völlig in Ordnung. Es geht nicht um die Höhe des Betrags, sondern um die Geste. Ich revanchiere mich immer gern.

  • Chris sagt:

    Das was hier am meisten ins Auge sticht, scheint ein
    Problem des Alters zu sein. So glaube ich, dass Oli Cube bestimmt unter 30 ist und Mike bestimmt über ???? ist (ganz wertfrei ;-) . Zu Caroline kann ich nur sagen: Es verabreden sich 2!!! Leute für ein Date, die sich z.B. über ??? kennengelernt haben – wer nun sagt ICH schenke Ihm meine Zeit, der könnte da was falsch verstanden haben, denn ER schenkt Dir seine Zeit genauso!!!! (Nabel der Welt ausgeschlossen). Ich finde es unpassend zu sagen , dass die Teilung der Rechnung auf Geiz ect. zurückzuführen ist. Ich würde die Rechnung vom 1rsten Date niemals bezahlen – denn das filtert die Damen die Interesse haben – oder nicht – ganz gut raus. Wenn Ihr jemanden habt ( der nichteinmal ) nach dem Geldbeutel sucht, oder sich aufs … verp.. – dann lasst es!!! Möglicherweise spart Ihr ne Menge Geld. Die Frauen die beim 2ten Date die Zeche dann übernehmen sind extrem in der Minderheit!!! Auch wenn viele das hier beteuern! (zu 98,5% werden sie es nicht tun (Erfahrungswert+?). PS -

  • Ingo sagt:

    Ich glaube nicht, dass gute Manieren eine Frage des Alters sind ;-) Dennoch ist das Thema ein wenig heikel. Ich bin eher der großzügige Typ, der nicht auf Euro und Cent alles aufrechnet und eine Frau auch beim ersten Date gerne einlade (völlig egal, wie hoch die Rechnung ist). Die Kunst dabei ist es, die Frau nicht zu bevormunden und bei ihr das Gefühl einer "Schuld" zu erwecken – wenn ich eine Frau einlade, tue ich das freiwillig und erwarte keinerlei Gegenleistung und tue das auch nicht, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Insofern stimme ich mit Mike völlig überein.

  • Lisa sagt:

    Getrennte Rechnungen finde ich extrem unattraktiv. Einen, der das vorschlägt, würde ich kein zweites Mal treffen. Es macht mir nichts aus – und ich habe es schon öfter praktiziert – die zu sein, die beim ersten Mal bezahlt. Allerdings erwarte ich dann, dass er es bemerkt und sich beim nächsten Mal um die Rechnung bemüht. Einer, der sich zweimal einladen lässt, ist ein Geizhals und hat sich disqualifiziert.

  • rainer sagt:

    Ich denke solch’ eine Entscheidung kann man/n auch etwas abhängig machen von der Häufigkeit von eingegangenen Dates. Ich habe bereits von weibl. und männl. echten Date-Profis gehört – wobei schon Männer etwas säuerlich geäußert haben, daß kaum eine Frau davon ausgeht ihren Verzehr zahlen zu müssen. Also sollten die werten Damen, bei allem Respekt, nicht so empanzipiert hier argumentieren – die Realität scheint etwas anders auzusehen.
    Nichtdestotrotz sollte man sich auch überlegen ob man es mit der Menge der Dates nicht übertreibt und Mann sich bei gezielteren Dates so auch wiederum die eine oder andere Einladung erlauben kann. Man trifft ja wohl nicht bevorzugt Frauen en mass sondern gezielt sehr ausgewählte Personen.

    Letztendlich würde ich jedoch je nach Situation fragen: "Darf ich einladen" – wenn mich die Dame interessiert – oder "Darf ich von getrennten Rechnungen ausgehen" – wenn mich die Dame nicht interessiert. Danach darf letztere dann sowieso annehmen, ich sei ein ungehobelter Geselle ;-)
    Halte ich für die ehrlichste und zumindest für mich erträglichste Variante.

  • Tina sagt:

    Nun, ich würde mich bei weitem nicht als altmodisch bzw. damenhaft bezeichnen, doch um es auf den Punkt zu bringen: Wenn der Mann beim ersten Date nicht bezahlt, so hat er schlicht verloren und ich sehe ihn wohl nie wieder… Ein gut erzogener Frauen achtender Gentleman würde es auch niemals wagen, die Frau selbst bezahlen zu lassen. Sogar meine erste große Liebe hat immer bezahlt und das obwohl er "armer" Student war!

  • marion sagt:

    für mich muss ER ein Gentleman sein, d.h., die Tür aufhalten, mir in den Mantel helfen – das liebe ich!! – und auch zahlen (zumindest beim ersten Date – auf Dauer käme mir das unverschämt vor, ihn zahlen zu lassen – es sei denn, er besteht darauf;))

  • Anita sagt:

    Ein Mann sollte die Rechnung beim ersten Mal übernehmen, ansonsten gibt es mit Sicherheit bei den meisten Damen kein 2. Date. Im übrigen fällt mir auch auf dass gerade ältere Männer besonders knausrig sind.
    Oft suchen sie nach gescheiterter Ehe und Unterhaltszahlung eine pflegeleichte Dame zum Nulltarif. Das wollen sie dann gleich mit getrennter Rechnung signalisieren.

  • maxie sagt:

    Also Oli und Chris, ob nun "jung" oder schon etwas älter, es ist eine Frage von Höflichkeit, Sensibilität und Originalität, um dies hier geht. Ihr geht ziemlich leichtfertig um, mit den Anregungen, die Ihr hier gewinnen könntet! ;) Nach so einer spannenden Diskussion, wie sie hier seit einem halben Jahr läuft und mich bereichert/amüsiert hat, macht mir das, was Ihr schreibt nur schlechte Laune. "Ich würde die Rechnung vom 1rsten Date niemals bezahlen – denn das filtert die Damen die Interesse haben – oder nicht – ganz gut raus." – Ach ja? Ziemlich angstbestimmt oder? Hast Du schonmal darüber nachgedacht, Chris, wodurch Interesse so entsteht auf Frauenseite? Recht hast Du allerdings in sofern, dass Frauen nicht von vorn herein alles erwarten sollten, denn richtig, der Mann schenkt ihr auch seine Zeit! Gruß Maxie

  • Mike sagt:

    Im Gegenteil zu dem, was Chris vermutet, sollen ja gerade wir Oldies die Knauser sein, jedenfalls wenn man Anita und der jüngsten EP-Umfrage glauben darf. Erklären und entschuldigen kann ich das nicht. Vielleicht liegt es am Auseinanderdriften der Populationen paarungswilliger Männchen und Weibchen in diesem Segment. Eingedenk seiner Chancen kann er jetzt beim Date sein freudsches Kinder-Ich raushängen lassen und trotzig verkünden "Nein, das habe ich nicht nötig, Deinen Kaffee zahl’ ich nicht!" Wenn sie dann – zu Recht – dankend abwinkt, hat er schon die mail fürs nächste Treffen auf den Weg gebracht. Das mag ja einige Jahre gutgehen und dem einen oder anderen Spaß bereiten, am Ende steht aber doch ziemlich sicher der Absturz. Überhaupt, was will jemand bezwecken, der schon beim ersten Date eine Außenseiterposition, gegen die gesellschaftliche Norm und die hier in den Beiträgen dokumentierte Erwartung der Damenwelt an gentleman-likes Verhalten, bezieht? Soll das seine Unkonventionalität herausstellen, ihn interessant machen? Da lachen ja die Hühner und romantisch ist das – mal ehrlich – auch nicht.

  • Anita sagt:

    Ich denke da sind zum Teil die Frauen selbst schuld.
    Gerade Frauen über 40 bekommen sehr oft so eine Art Torschlußpanik. Sie fühlen sich alt und viele unattraktiv. Was würden sie nicht alles tun um wieder einen Mann zu bekommen. Das spüren natürlich die Gebrauchtmänner in dieser Altersklasse. Sie fühlen sich begehrt und trotz Altlasten, der erste Lack ist auch schon ab. Bauch und Glatze sind inzwischen vorhanden, trotzdem werden sie ungezogen. Ich bin mir sicher in der Kategorie weibl 30 Jahre alt zahlen diese Oldies dann doch wieder.

  • Lydbel sagt:

    Beim Lesen der Kommentare habe ich den Eindruck, dass es bei keinen der Frauen eventuell an Geld mangelt, obwohl wir genau wissen, dass Frauen oft viel weniger bezahlt werden als Maenner, auch wenn sie denselben Job verrichten. Ich schlage IMMER Kafee vor anstatt Dinner. Wenn der Herr dann ein Dinner vorschlaegt und mich einlaedt, akzeptiere ich zwar, und bin bereit, halbe halbe vorschlagen, da die Bezahlung fuer beide nicht in meinem Budget ist.

  • AxelF. sagt:

    Türe aufhalten, in den Mantel helfen, schwere Taschen tragen – "nein, daß kann ich selbst!" Sobald es dann aber um das Bezahlen geht, ist auf einmal wieder der Gentleman gefragt… Na, was denn jetzt? Ja nee, is klar – nach dem Pippi Langstrumpf-Prinzip mach ich mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt. Die Frauenquote ist ein unmissdeutiger Beleg dafür, dass es bei dem was man in Deutschland Emanzipation nennt, nicht um Gleichstellung, sondern um Macht und Geld geht. Und das auch noch auf Kosten aller Weiblichkeit – einfach nur abtörnend (wobei die Mecki- und Schulterpolster-Ära – Gott sein Dank – vorbei ist). Selbst Mütter und Großmütter kommen da kopfschüttelnder Weise nicht mehr mit. Last but not least kein Grund für den bedauernswerten deutschen Mann irritiert zu sein, denn es ist schlichtweg grauenhaft und nicht wirklich ernstzunehmend. Aber was ist?! Mann verdreht sich auch noch und macht den ganzen Schwachsinn mit, anstatt einfach nur straight zu sein und diesem "Emanzipations"-Gedudel Einhalt zu gebieten. Herrje! Im benachbarten Frankreich zeigen euch die Frauen was Emanzipation wirklich ist und wie schief ihre deutsche Pseudo-Variante gelaufen ist, Emma sei Dank. Vive la(!) France! Axel F.

  • heide-helene sagt:

    Beim ersten Date schlage ich meist ein Kaffee vor. Trinke max. 2 Getränke. Liebe Männer, das sollte in eurem Budget drin sein, auch wenns nicht weiter geht.

  • Mela sagt:

    Mit Interesse verfolge ich die Diskussion. Vor längerer Zeit passierte mir folgendes: drittes Date in Hann.. Nach einem Spaziergang und netten Gesprächen zum Essen kurzentschlossen für eine Currywurst und Pommes in einen Imbiss gegangen. Durch vorher ausführliche Erläuterungen hatte mir der Herr klar gemacht, dass er finanziell nicht so gut gestellt sei. Das hatte ich verstanden, meine Rechnungen habe ich immer selbst gezahlt. Als er aber im Imbiss sagte laß mal ich zahle, habe ich mich über die Geste gefreut. Der Betrag war nicht hoch und so hatte ich auch kein schlechtes Gewissen die Einladung anzunehmen. Nachdem wir gespeist hatten verschwand er auf Toilette und kam wieder,als ich bereits gezahlt hatte. Als er dann an den Tisch kam und fragte: können wir gehen, konnte ich es einfach nicht glauben. Warum hat er denn überhaupt eingeladen.

  • Lhian sagt:

    Teil 1:
    Eine wirklich sehr interessante Disskussion über die ich hier gestolpert bin. Ich hatte mit dem Thema auch lange ein Problem. Ich bin nämlich ein Mensch der Wert auf Höflichkeit und Anstand legt. Grundsätzlich bin ich es als Südamerikanerin gewohnt das ein Mann immer bezahlt. Allerdings beharre ich selten auf meinen eigenen kulturellen Vorstellungen sondern versuche auch immer, mich in mein Gegenüber hineinzuversetzen… Viele deutsche Männer scheinen es nun einmal so zu sehen das Frauen die den Mann bezahlen lassen, nur einen Idioten mit Geld suchen. Als ich jünger war habe ich deswegen oft regelrecht darauf bestanden meinen Teil selbst zu zahlen um nicht den Anschein zu erwecken ich sei eine verwöhnte Zicke. Jetzt bin ich Ende 20 und mittlerweile ist mir klar geworden das es das nicht wert ist. Ein Mann, der nicht im Gespräch erkennen kann das mir Geld völlig unwichtig ist, der darf sich gerne ein anderes Date suchen. Ich wünsche mir nicht nur das der Mann bezahlt, ich erwarte es sogar. Nicht weil ich die Prinzessin auf der Erbse bin, sondern weil ich ansonsten keinen Respekt vor ihm als Mann habe.

  • Lhian sagt:

    Teil 2:
    Ich bin durchaus in der Lage für mich selbst zu sorgen und ich bin einem Mann nicht nur eine billige Gespielin sondern vor allem eine echte Partnerin die zupacken kann wenn es nötig ist, egal bei was. Ich kann durchaus schwere Sachen tragen, ich verdiene mein eigenes Geld, kann Lampen montieren und meinen PC programmieren. Ich kann sogar Holz hacken und durch Kampfsport einen Grapscher alleine ko. hauen. Aber wenn ich das auch alles alleine täte, wofür brauche ich dann überhaupt noch einen Mann? Gleichberechtigung gerne – bei Entscheidungen & der Kindererziehung. Aber doch nicht beim Geschlecht(-steil). Ich bin immer noch eine Frau und will einen Mann, einen richtigen Mann. Und der Mann hat nun einmal das Portemonee. Meiner Einstellung nach kommt es einer Kastration gleich wenn man als Frau selbst zahlen will. Ich signalisiere damit dem Kellner das ich diesen Mann nicht für fähig halte für mich zu sorgen. Schlägt ein Mann dagegen getrennte Rechnungen vor, empfinde ich das für mich als Beleidigung. Meiner Meinung nach degradiert er mich damit von der Frau zum Neutrum. Ausnahme ist natürlich, wenn er vorher angekündigt hat das er sich nicht viel leisten kann. In so einer Situation habe ich tatsächlich schon einmal einem Mann mein eigenes Portemonee unter dem Tisch zugeschoben damit er bezahlen und sein Gesicht wahren konnte. Diesen Herren kannte ich allerdings auch schon besser und wir waren gut befreundet.

  • Anna sagt:

    Zum Kommentar von Anita – Frauen, die schon älter sind, suchen krampfhaft einen Mann…
    Das ist sehr vorurteilsvoll und entspricht keineswegs der Realität. Ich glaube sogar, dass die meisten Frauen in einem gewissen Alter beziehungserfahren sind und somit genau wissen, was sie suchen und ansonsten das Leben auch ohne feste Partnerschaft geniessen können.
    Nach meiner pesönlichen Erfahrung, die ich aber nicht generalisieren möchte, ist es fast eher so, dass sich etwas ältere Frauen darauf einstellen können, von Männern (oft jünger) "umworben" zu werden, die eher die "Versorgerin" suchen und wo sich die Frage, wer zahlt bei einem Date, leicht beantwortet – die Frau…
    Bei den ersten Verabredungen ist es für mich selbstverständlich, dass beide jeweils ihre Rechnung bezahlen, es sei denn, es handelt sich um Bagatellsummen, die spontan von Mann oder Frau übernommen werden dürfen.

  • Andrea sagt:

    Wenn ich doch nur ein Mann wäre… ich würde jede Frau kriegen die ich will!!! Die Männer heutzutage wissen schon gar nicht mehr wie man das Herz einer Frau für sich gewinnt. Hier eine kleine Frauenkunde für die Männer: Zum Date einladen, einen netten Abend verbringen, die Rechnung bezahlen (5-10 Euro extra), nach Hause oder zum Auto begleiten, eine Stunde später ne sms hinterher schicken um mitzuteilen das man den Abend toll fand. Fertig… dann läuft das doch wie am Schnürchen! Und wenn’s doch nicht klappen sollte.. geht die Welt auch nicht unter, die 5 Euro machen einen nicht reicher und auch nicht ärmer! Über so was muss man aber auch nur in Deutschland diskutieren ;) Nehmt euch mal ein Beispiel.

  • Ines sagt:

    Ach Andrea, wie muss ich schmunzeln – genau denselben Gedanken habe ich schon länger. Wie einfach wäre es ein Mann zu sein – selbst eine Klassefrau ist nicht schwer zu beeindrucken, wenn man weiss wie.

    Ich muss das sich über Monate entwickelnde Thema jedoch ernsthaft erweitern, denn eine Antwort suche ich schon länger:
    Was ist NACH dem ersten Date? Genauer gesagt: zu Beginn einer Beziehung. Man trifft sich seit einigen Monaten, Gefühle erwachen, die man so nicht erwartet hätte und alles ist wunderbar. Als Frau zahlt man gerne auch mal die Rechnung aus einem schönen Moment heraus und plötzlich scheint daraus Gewohnheit geworden zu sein. Ich bin "leider" so eine Frau, die gerne kleine Geschenke kauft, wenn ihr etwas auffällt, gerne einfach in einer schönen Bar einfach zur Bar geht und bestellt, was beiden am Besten schmeckt (was man ja nach ein paar Monaten durchaus herausgefunden hat) und aus der Laune heraus gerne zahlt.
    Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass das häufig mißverstanden wird und dann zur Gewohnheit wird. Man teilt sich plötzlich immer die Rechnung, die zu Beginn noch vom Mann übernommen wurde und das Zusammenrechnen beginnt. Wer hat was bezahlt. Was ist "fair". Ich kann das nicht Ertragen auf lange Sicht, denn wie Annita so herrlich darlegte: "sich ineinem schönen Moment zu verlieren" einfach zu genißen – das kann man schwerlich, wenn man noch ausrechnet, ob die Ausgaben des Abends denn nun fair geteilt wurden.

    Ganz ehrlich: auf lange Sicht kann ich so eine Beziehung nicht führen. Das hat nichts mit Geiz zu tun aber das wurde ja schon ausreichend dargelegt. Ich will aber meinen Partner, oder potenziellen Partner auf längere Sicht, nicht mit einem zu tief gehenden Gespäch darüber auf den "boden der Realität" zurück holen frei nach dem motto "das war ja sehr schön alles, ich lade dich gern mal ein aber generell finde ich dass der Mann das machen sollte". Oder doch?

  • Stivi sagt:

    liebe andrea,
    das gleiche gilt natürlich auch für uns männer!
    wenn ich eine frau wäre, ich würde jeden mann bekommen, den ICH wollte!
    das ist doch ganz klar – nur frauen wissen wie frauen denken und was frauen wirklich wollen! und bei den männern gilt das gleiche. auf der anderen seite hätten wir alle ja keine herausforderung wenn es nicht so wäre wie es ist – und unser leben würde viel zu langweilig verlaufen! (was vielleicht manchesmal nicht schaden könnte ;-) ) und keine sorge ihr lieben deutschen nachbarn: diese thema wird bei uns genauso diskutiert! es ist für jeden etwas dabei – ich finde es sogar recht amüsant und sehr lehrreich!
    mir persönlich gefällt ja der beitrag von CAROLINE (19.07.09) sehr gut!
    lg stivi (aus wien)

  • mona sagt:

    ich habe zwar noch nicht so viele dates hinter mir, aber wenn ich eins habe, dann treffe ich mich lieber in einem cafe. ein kurzes treffen reicht, um zu entscheiden, ob man sich näher kennenlernen möchte.
    wenn ein mann dann noch nicht einmal 3 euro für einen kaffee (oder evtl. für zwei…) übrig hat, aber trotzdem an einem weiteren treffen sehr interessiert ist, dann verstehe ich die welt nicht mehr…..so etwas wirkt geizig und kleinkariert und ich stelle mir dann vor, wie eine beziehung mit so einem mann wäre…..wenn es zu weiteren treffen kommt, dann ist es selbstverständlich, dass ich auch bezahle.

  • Mike sagt:

    Mit einem Spaziergang und einem netten Kaffee ist man beim ersten Date auf der sicheren Seite. Aufgefallen ist mir, dass diese Variante immer dann zum Zug kam, wenn ich der passive Teil war und mich getroffen habe, obwohl das Profil eher gegen eine gemeinsame Zukunft sprach. Unterschwellig steckte da wohl die Sorge dahinter, sich beim Essen wortlos und pikiert eine Stunde gegenüberzusitzen, obwohl das nie passiert ist, im Gegenteil.
    Für seine Einladung zu einem kleinen Dinner oder Lunch im Restaurant spricht, dass moderne Männer heute gerne und gut kochen. Wenn Signora auch einen Nobile di Montepulciano vom Brunello di Montalcino unterscheiden kann, umso besser. Glückliche Paare wenden sich vermutlich – rein statistisch – mehr Stunden angeregt am Esstisch zu, als zwischen den Laken. Wenn ihr Date ihnen, liebe Zeitgenossen, also den Löffel mit der Vinaigrette fürs Carpaccio auf Rucola zum Probieren in den Mund steckt (zu süß, zu sauer?), ist das ein gutes Zeichen. Und versauen Sie jetzt nicht den Abend, indem Sie auf getrennten Rechnungen bestehen, mein Gott!

  • Andi sagt:

    Verstehe ich das jetzt richtig? Also euch Frauen ist das Geld egal, außer wenn ihr es selbst ausgebt, oder wie? Zweitens ist der Mann geizig, wenn er nicht bezahlt. Die Frau ist normal, wenn sie nicht bezahlt.
    In meinen Augen sollte eine Einladung etwas sein, was NICHT von ihm/ihr erwartet wird, sondern was der Mensch (Frau oder Mann ist EGAL) möchte (FREIwillig), weil ihm/ihr der Moment/die Situation gefallen hat. Wenn es nämlich von ihm/ihr erwartet wird, wo ist da dann die Geste? Es ist schlicht und einfach eine Befolgung einer antiquierten (mMn) Verhaltensregel, nichts weiter. Was sagt das über den Menschen? Es gibt zwei Möglichkeiten, es hat ihm (dem Menschen) gefallen oder er (der Mensch) macht es "Anstand". Was würde euch besser gefallen?
    Ich bin der Meinung, dass bei einem Treffen zweier Menschen beide Menschen gleich sind. Sie schenken sich gegenseitig Zeit und nicht, wie es hier mehrfach geschrieben wurde, die Frau schenkt dem Mann Zeit. Sie tut ihm wohl damit einen Gefallen? Wie überaus großzügig! Jeder der beiden will etwas, aber das hat nichts mit Geld zu tun (hoffe ich). Also lasst das Geld außen vor und bezahlt für das, was ihr in Anspruch genommen habt. (also halbe halbe ist auch nicht sinnvoll, da in den Etablissements, in denen ich verkehre, die getrennte Begleichung der Rechnung ein selbstverständlicher Teil des Services ist.)
    Alles was ein Mensch gibt, muss er (der Mensch) aus FREIEN Stücken tun. Dann zeigt er (der Mensch) euch sein wahres Wesen.

  • Dieter sagt:

    Teil 1:
    Ein sehr interessantes Thema und eine noch interessante Diskussion, die sich hier entwickelt hat. Am besten hat mir bisher der Beitrag / die ersten 2 Beiträge von Anita gefallen, deshalb möchte ich darauf gerne antworten:
    Zum 1. Teil muß ich sagen, daß ich sehr gut nachvollziehen kann, daß man eine Distanz schaffen kann, indem man (besonders als Frau) auf getrennte Rechnungen besteht. Daß das Sich-einladen-lassen ein Zeichen des Sich-fallen-lassens sein soll, diese Meinung teile ich nicht ganz. Aus weiblicher Sicht, hm… – aber überlegt Euch mal, ein Mann würde so denken… In diesem Fall überwiegen eben doch noch oft die altmodischen Wertevorstellungen.

  • Dieter sagt:

    Teil 2:
    Zum 2. Teil von Anita muss ich sagen, es reicht durchaus, wenn die Absicht der Frau vorhanden ist, bezahlen zu wollen (d.h. sie zückt das Portmonnaie). Im Normalfall werde ich immer den Ober um die gesamte Rechnung bitten. Hin und wieder gehe ich nach dem letzten Getränk noch kurz auf die Toilette und bezahle diskret auf dem Weg dorthin, damit die Situation gar nicht erst aufkommt. Ich hatte andererseits jedoch auch schon die Erfahrungen gemacht, daß manche Damen nicht einmal Anstalten machen, nach dem Geldbeutel zu suchen. Dies finde ich wiederum ein wenig vermessen, einfach mal davon auszugehen, daß das Gegenüber einfach die Rechnung übernehmen wird, und das hinterläßt bei mir einen schalen Nachgeschmack (insbesondere wenn dies dann öfter/immer passiert). Das schlimmste was ich in dieser Hinsicht erlebt habe, war eine Frau, die jedes mal kurz bevor die Rechnung kam, auf die Toilette verschwunden ist…
    Zurück zu Anita’s 2. Beitrag: Daß die Rechnung viel von einem Mann offenbart, gar dann auf die Zuwendung in der Liebe zu schließen, finde ich persönlich ein wenig weit hergeholt. Auch ich bin ein Mensch, der sehr gern schenkt, jedoch sollte man (Frau) in eine Übernahme einer Rechnung nicht zuviel hinein interpretieren (Knauseritis).
    Ich persönlich bin dank meiner Eltern ebenfalls ein Gentleman der alten Schule, finde es aber immer wieder imponierend wenn eine Frau selbstbwußt genug ist und die Initiative ergreift.
    Ich bin sehr gespannt, wie diese Diskussion weiter gehen wird…
    viele Grüße
    Dieter

  • Katinka sagt:

    Axel, ich fürchte, die Schulterpolster sind wieder ganz schwer im kommen…
    Wenn ich die Beiträge so lese, habe ich das Gefühl, es geht vielen Männern um eine Kosten/Nutzen Rechnung. Das ist in der Tat sehr deutsch und entspricht leider auch meinen Erfahrungen. Ziemlich deprimierend, denn das ganze Datingtheater ist, meiner Meinung nach, keine Frage der Emanzipation, sondern ein SPIEL!
    Es ist irrelevant, wie es in unserer Gesellschaft aussieht, oder wie die Beziehung in Zukunft abläuft. Bei der Frage nach Anziehung regiert erstmal unser Eidechsengehirn. Dabei ist der Geruch wichtig, die Körperproportionen, Typ etc. Und natürlich auch das ‘Balzverhalten’.
    Sicherlich verliebt man sich langfristig in eine Persönlichkeit, nicht in einen Hüftumfang; und ob es funkt oder nicht, läßt sich auch mit einer übernommen Rechnung nicht bestimmen.
    Man kann aber eine Beziehung auf Augenhöhe führen und trotzdem beim Ausgehen mit einer klassischen Rollenverteilung liebäugeln. Die unbequemen Schuhe und das zu dünne Kleid im zugigen Restaurant trage ich ja nicht für mich, sondern um ‘meinem’ Mann an diesem Abend zu gefallen. Und der hält mir dafür die Tür auf, hilft mir in den Mantel – und bezahlt.
    Getrennte Rechnungen sind unsinnlich. Ein Mann der total großzügig tut, nur weil er zwei Kaffees und evt. noch einen Kuchen bezahlt, gibt ein trauriges Bild ab. Mein Veto: Sie bestellt keinen Hummer, er bezahlt – und er meldet sich auch innerhalb von 24 Stunden, ob es ihm gefallen hat, oder nicht.
    Dafür schreibt sie defintiv zurück (auch wenn sie kein zweites Treffen will, alles andere ist feige), übernimmt dann die nächste Rechnung oder kocht.

  • Nicole75 sagt:

    Ich hatte vor einigen Jahren ein Date mit einem Mann, den ich Silvester in einer Diskothek kennen gelernt hatte. Wir haben uns Silvester nett unterhalten und fast 4Stunden lang geküsst. Wir waren die perfekten Kusspartner. Danach das Date im Cafe. Gut unterhalten- getrennte Rechnungen. Ich fand das Ganze irritierend und wollte wissen warum..Eine erneute Bestellung zum Abschluß von mir für uns 2 mit dem Kommentar: "Keine Angst ich werde es bezahlen." Daraufhin lief er rot an und schaute um sich…Ich kam dann direkt auf das Thema und als ich erfuhr, daß er ein Geld lieber zusammenhält, um 3mal im Jahr in Urlaub zu fahren, war klar: Das wird nix. Es ging um 5 Euro…….

  • Isabell sagt:

    Oh was für eine interessante Unterhaltung. Ich hatte nachdem ich einen netten Mann in einer Online-Singlebörse kennengelernt habe und eine ganze Woche nett mit ihm gemailt habe, gestern mein erstes Date mit ihm. Ich muss sagen, ich bin 46 und er 37. Wir gingen in ein kleines Lokal und ich trank an dem Abend der 4 Stunden im Lokal andauerte – vier Pils (= 8,40 Euro). Ich fand den Abend toll und ihn auch, er sagte mir auch, dass ich ihm gefalle und wir hatten jede Menge Spaß. Mir fiel nur auf, dass er sehr nervös war. Als der Kellner kam und fragte "getrennt oder zusammen" sah er die Rechnung an und machte keine Anstalten, so dass ich sofort meinen eigenen Anteil bezahlte.
    Für mich war das ein großer Schock, da ich sein Verhalten als Abwertung meiner Person gegenüber empfand.
    So ein Verhalten interpretiere ich als Nichtinteresse an meiner Person … als Korb. (Gut so was bin ich echt nicht gewöhnt, ich war wirklich total baff)
    Ich gehe nie mit einem Mann beim ersten Date essen, ich achte darauf, dass ich nicht in ein teures Lokal gehe. Ich bin ja kein Luxusweibchen, aber irgendwie erwarte ich doch, dass ein Mann beim ersten Mal die Rechnung übernimmt.
    Da bin ich altmodisch, zumal er wusste, dass ich alleinerz. Mutter bin mit einem Teilzeitjob und nicht so wie er einen Vollzeitjob habe….und natürlich dachte ich den ganzen Abend über, er wäre an mir interessiert….
    Tja, so kann es auch laufen. So hat das an sich schöne Date für mich einen faden Beigeschmack hinterlassen. Schade.

  • Kirsten sagt:

    Mike, Du bist phantastisch! Ich bin erst heute auf diese Diskussion gestoßen und die Passage mit den Rosen ist umwerfend. Mich hättest Du damit jedenfalls sehr beeindruckt – wie peinlich, wenn Du danach auf ein Teilen der Rechnung bestanden hättest. -
    Ich habe schon oft eingeladen und bin oft eingeladen worden. Das gleicht sich übers ganze Leben gesehen sicher aus und ich kann mich nicht entschließen dafür Verbitterung zu empfinden – egal, ob es etwas wurde oder nicht oder hinterher vorbei ging… so genau erinnere ich mich gar nicht. Aber beim ersten Treffen eingeladen zu werden, begreife ich als großzügige Geste, die eine Grundhaltung zum Ausdruck bringt. Und selbstverständlich zücke ich auch mein Portemonnaie. Stecke es dann mit Lächeln und Dank zurück und freue mich über einen "Nichtaufrechner".

  • Mike sagt:

    Kirsten, danke für die Blumen. Ja die Rosen, sie hat sie getrocknet und in eine Vase gestellt. Als ich nach drei Monaten ging, hat sie den Strauß in die Tonne gepfeffert, wie sie mich wissen ließ. "Such is life" (Ned Kelly bei seiner Hinrichtung 1880).
    Zum Thema: Das Schwierige bei den Partnerbörsen ist nicht der Einstieg, das Kennenlernen, Daten, Flirten, Ausgehen, gemeinsame Verreisen, das ich als rauschhaft empfunden habe. Das Problem ist der Ausstieg, hoffentlich glücklich, nach einer Reihe von Versuchen aus etwas, was Heike, Sandra und Katinka ein Spiel nennen und von dem wir doch alle ahnen, dass es das nicht ist. Dazu sind die seelischen Hiebe, die wir austeilen und einstecken, zu grausam. Großzügigkeit und gute Manieren helfen, mit einem Augenzwinkern und ohne Bitterkeit auf diese Jahre zurückzublicken. Wie bleibe ich bei dem anderen in Erinnerung? Als charmanter Begleiter, guter Lover, fürsorglicher Mensch? Oder als Kotzbrocken, Versager, Egoist? Schwer zu sagen. Jedenfalls nicht als Kaffeerechnungs- und Kinokartenhalbierer. Wenigstens das nicht!

  • Kirsten sagt:

    Mike, das führt jetzt zwar vom Kernthema weg (aber dazu ist ja schon sehr viel gesagt worden): Darum geht es doch letztlich im ganzen Leben: Um die Großzügigkeit. Und ich sehe es so, dass diese schmerzhaften Erfahrungen, die "tastenden Versuche", sich Einlassen, versuchen Liebe zu leben und scheitern auch dazu gehören. Wohl dem, der auch hier nicht kleinlich aufrechnet, sondern in Großzügigkeit und Respekt agieren kann. Das ist mir nicht immer gelungen. Wahrscheinlich ist es mit und ohne Elitepartner ein kostbares – und seltenes – Geschenk des Lebens an zwei Menschen, wenn sie sich finden und ein längeres Stück des Weges zusammen gehen können und wollen – und es beiden dabei gut geht… mag pathetisch klingen, aber das ist mein Fazit nach vielen "Beziehungsversuchen".

  • Ute sagt:

    Sehr spannende Diskussion, auf die ich auch jetzt erst aufmerksam geworden bin.
    Ein absoluter "No Go" ist ja auch der Satz: "Ich lade Dich auf EIN Getränk ein" (wenn man zwei hatte) – alles schon mehrfach erlebt.
    Ich lasse mich auch gerne einladen – nicht des Geldes wegen, sondern weil ich es einfach als Teil des Flirts empfinde. Leider bin ich meist an Männer geraten, die sich in dieser Beziehung recht merkwürdig verhalten haben (siehe oben). Sehr irritierend finde ich auch, wenn man bei lediglich einem Kaffee oder einem Glas Wasser auf getrennte Rechnungen besteht und trotzdem sehr an einem weiteren Kontakt mit mir interessiert ist. Ist mir auch schon öfter passiert. Oder dass ein Mann beim ersten Date selbstverständlich die Rechnung übernommen hat, um mir beim zweiten Date dann unmissverständlich klar zu machen, dass ich dieses Mal dran sei, weil er ja beim ersten Mal bezahlt hätte.
    Der größte Abtörner war jemand, der mich zu einer Spritztour an die Ostsee mitgenommen hat, mich mit seinem großen Wagen von zu Hause abholte, am Strand dann unbedingt auf die Anmietung eines Strandkorbs bestand, obwohl ich viel lieber in dem weißen Sand gelegen hätte, was ich ihm auch sagte, und der mir dann auf dem Rückweg – wieder zu Hause vor der Haustür angekommen – eine haargenaue Rechnung aufmachte, was ich ihm für diese Fahrt schulde: Kilometergeld wurde genau ausgerechnet, die Strandkorbgebühr durch zwei geteilt, die Parkgebühr geteilt und der Kaffee aus dem Pappbecher, den er für mich dort übernommen hatte.

  • marion sagt:

    Wow, so viele Kommentare. Dazu meine Erfahrung mit ein und demselben Mann. 1. Date, ich habe großzügig die komplette Rechnung ca. 50 Euro beim Italiener übernommen. 2. Date mit dem selben Mann, es waren 20 Euro zu zahlen, da mußte ich die Hälfte dazuzahlen, nachdem ich vorsichtig nach der Bezahlung gefragt hatte. Ich hatte natürlich gehofft, "er" übernimmt die 20 Euro. Fazit: Der Schwabe war abgehakt.

  • thomas sagt:

    Also wenn ein Mann zu geizig ist die Getränke beim ersten Date zu übernehmen, sollte er gleich zu Hause bleiben. Eine Frau fühlt sich geschmeichelt, wenn man sie einlädt. Das ist alte Schule. Ein Danke von der Frau ist dann ok. Auch wenn nix draus wird. Aber soviel Investition sollte einem Typ jede Frau schon wert sein. Basta.

  • Jessie sagt:

    Wenn der Mann nach unserem Date (bei dem ich nur 1 oder 2 preiswert bzw. bescheidene Getränke hatte) nicht die gesamte Rechnung übernimmt, ganz egal wie viel oder wenig Interesse wir aneinander hatten, hat er (fast) schon keine Chance mehr. Also wie jetzt – Thomas F. – du lädst Frauen, die dir gefallen gerade eben NICHT ein?! Ist das männliche Logik? Absolut nicht nachvollziehbar. Es könnte nämlich ein großer Fehler sein. Kann man(n) es sich nicht eher erlauben Großzügigkeit zu zeigen und damit zu riskieren, dass die Frau sich "unterdrückt" fühlt (lächerlich! Kann frau wirklich sooo blöd sein?!) als Geiz zu zeigen und es sich nur damit vielleicht sofort und für immer zu verscherzen? Würd ich nicht riskieren wollen. Aber wenn man(n) einen Igel in der Tasche hat und das freundlicherweise gleich beim 1. Date beweist, kann frau sich wenigstens freuen, gleich mal Bescheid zu wissen. Also, verstellt euch nicht, Männer! Wenn ihr überzeugte Geizknochen seid – zeigt es uns ruhig GLEICH am Anfang, danke!

  • Kerion sagt:

    Da muss ich jetzt auch mal meinen Kommentar loswerden.
    Also, ich frage einfach, ob ich sie einladen darf. Ich habe für mich rausgefunden, dass das die beste Variante ist. So überlasse ich ihr die Entscheidung, ob sie eingeladen werden möchte. Trotzdem signalisiere ich, das mir veraltete Rollenzuweisungen geläufig sind. :-) )
    Ich denke, so kann man nicht viel falsch machen. Mag sie den Gentlemen der alten Schule, macht man nichts verkehrt. Mag sie lieber ihre Selbständigkeit bestätigen, kann sie es genauso machen.
    Man sollte dann aber auch kein Problem damit haben, eben diese Rechnung auch wirklich zu begleichen, wenn sie ja sagt.

  • anke sagt:

    (1) Kerion, das sehe ich genauso – auf diese Weise kann man(n) doch bei keinem Typ Frau etwas falsch machen. Ich persönlich lasse mich sehr gerne von einem Mann einladen, der mich interessiert, weil ich mich dann gleich von Anfang an verwöhnt und aufmerksam behandelt fühle – schließlich verwöhne ich selbst auch gern und bin aufmerksam! Habe ich kein Interesse an einem weiteren Treffen, sage ich das freundlich und übernehme dann meine Rechnung lieber selbst. Ich habe bei einem ersten Date auch schon selbst eingeladen, obwohl ich kein Interesse an dem Mann hatte, weil er ein armer Student war und bereits die Zugfahrt in meine Stadt hatte bezahlen müssen.
    Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass hier einige Frauen beschreiben, wie sie sich vor den Kopf gestoßen fühlen, wenn ein Mann, von dem man annimmt, er hätte Interesse, nicht einmal eine lächerlich bescheidene Rechnung übernimmt – von dem Argument, Frauen seien aus den verschiedensten Gründen, die hier ja alle aufgeführt wurden, sowieso meist finanziell benachteiligt, mal ganz abgesehen (daran hatte ich noch gar nicht gedacht…) Ich bin nicht geizig und kann mit einem Mann, der geizig und kleinlich ist, auch gar nicht – und die Übernahme der ersten Rechnung ist eine schöne Gelegenheit, das Gegenteil zu beweisen..

  • anke sagt:

    (2) Dazu noch eine Horror-Story aus meiner Erfahrung: Ich hatte mit einem Arbeitskollegen eine erste Verabredung zum Essen kurz nach meinem Geburtstag in einem preiswerten gutbürgerlichen Lokal, das er vorgeschlagen hatte. Er beglich die Rechnung mit den Worten: "Das ist mein Geburtstagsgeschenk". Beim nächsten Mal – wieder in dem selben Lokal – bezahlte ich. Beim dritten Mal zahlte er mit den Worten: "Das nächste Mal bist du aber wieder dran!" Autsch!! (Zum Geburtstag gab es übrigens außer der Einladung auch später nichts weiter – also wäre ich ja strenggenommen beim 4. Mal noch gar nicht unbedingt wieder "drangewesen"..) Eigentlich hätte ich da schon ahnen müssen, das wird nix mit uns. Da war er ja noch frisch verliebt! Unterm Strich war es dann auch immer so, dass wir abwechselnd bezahlt haben, meine Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke und kleinen Aufmerksamkeiten zwischendurch aber häufiger, sorgfältiger ausgewählt und auch kostspieliger waren als die von ihm (nb: wir verdienen gleich viel).
    Deshalb bekomme ich leichte Aggressionen, wenn ich hier einige Kommentare von notorischen Sparbrötchen lese: Jungs, mit Großzügigkeit macht man nie was falsch!

  • Mea sagt:

    Das ist doch keine Frage: der Mann zahlt – ganz klar.
    Ich (w) verdiene wohl gut und bin absolut emanzipiert, aber einen Mann nehme ich nur als potenziellen Partner für voll, wenn er großzügig ist. Ich habe kein Interesse an jm, der im Mangel lebt und glaubt, sich finanziell an 30 Euro zu ruinieren.
    Das ist eine grundsätzliche Lebenseinstellung.
    First date: men pay!

  • Yana sagt:

    Also, meine Meinung zu diesem ganzen Thema "wer bezahlt beim ersten Date" ist: definitiv der Mann.
    Nicht, weil ich nicht emanzipiert genug wäre, aber das gehört sich so. Ich verstehe, dass es nicht gleich ein Sterne-Restaurant-Besuch sein muss. Aber bitte, einen Kaffee für 2,50 und ein Stück Kuchen…wer sich das als Investition nicht leisten kann (und gerne investiert), sollte vielleicht auch keine Dates ausmachen.
    Jedenfalls beim ersten Date muss der Mann bezahlen, ganz klar. Alles was danach folgt, ist dann wieder was anderes. Da finde ich gut, wenn mal der eine, mal der andere bezahlt.
    Aber beim ersten Date "getrennt" zu sagen, wenn der Kellner die Rechnung bringt, ist irgendwie daneben…
    Wenn einem ein Restaurantbesuch eine zu "wertvolle" Investition ist, dann eben ein Kaffee. Egal ob emanzipiert oder nicht, Frauen stehen auf Gentleman.

  • Karin sagt:

    Eigentlich wurde ja schon alles ausführlich zum und über das Thema geschrieben. Und trotzdem möchte ich gerne noch erwähnen, dass es ganz einfach ganz normal ist, dass beim ersten Treffen der Mann bezahlt. Punkt. Alles andere ist eine Beleidigung für die Frau. Beim ersten Date sind ein, zwei Getränke gemeint. Wenn hier ein Mann "rummacht", ist er noch nie ein Mann gewesen und wird auch nie einer werden.
    Das ist Respektlosigkeit einer Frau gegenüber wie es hässlicher nicht geht.
    Frauen ausgenommen, die sich regelmäßig mehrmals pro Woche teuer zum Essen einladen lassen. Bestenfalls jedes Mal von anderen Männern. In diesem Fall ist es Respektlosigkeit den Männern gegenüber.
    Ein MANN kann also nur wie ein MANN behandelt werden, wenn er sich auch als MANN erweist.

  • Sonni sagt:

    Also, über einige Kommentare von Männern, die herumrechnen, ob es sich lohnt, das Geld für zwei Getränke zu investieren, bin ich echt empört. Ich bin jung, emanzipiert, verdiene mein eigenes Geld, und NEIN, ich lasse mich nicht von irgendjemandem aushalten – aber natürlich sollte ein Mann beim ersten Date bezahlen! Und wenn er die Frau zu Essen einlädt, dann bezahlt er das Essen … und wenn er sie nur auf einen Kaffee einlädt, dann eben den Kaffee. Punkt. Klar kann sich die Frau beim zweiten Date revanchieren.
    NUR: Bei mir kommt NIEMALS ein zweites Date zustande, wenn der Kerl zu geizig oder unhöflich ist, ein paar Getränke zu bezahlen! Das musste ich gerade wieder vor Kurzem erleben. Die Stimmung ist dann bei mir nämlich total im Eimer, und da geht es mir nicht um 5 Euro, sondern ums Prinzip! Ein Mann muss sich doch wenigstens beim ersten Date höflich, männlich und ritterlich verhalten, und wenn er so armselig ist und das nicht schafft, hat er meine Anwesenheit (und die anderer Frauen) auch nicht verdient.

  • irininja sagt:

    Ich hatte vor einiger Zeit eine sehr schöne Begegnung mit einem Mann, ein sehr offenes und intensives Gespräch. In dem wir dann irgendwann genau dieses Thema angesprochen haben. Wer zahlt? Und er erzählt mir, er fühlt sich ausgenutzt, wenn eine Frau einfach nur dasitzt, während er anbietet die Rechnung zu bezahlen. Und er komplett das Interesse verliert, für eine Frau, die für sich bezahlen lässt, ohne den Anstand zu machen. Und es für sich zum Prinzip gemacht hat.
    Meine Antwort war, dass ich genau so ein Prinzip habe, dass ein Mann der nicht für mich bezahlt, kein weiteres Interesse darstellt. Für genau die Gründe, die die Damen hier im Forum dargestellt haben.
    Und so kamen wir beide zur logischen Schlussfolgerung, dass wir niemals etwas miteinander haben könnten, weil unsere Prinzipien unausweichlich verletzt wären.
    So viel zu den Prinzipien, und wie es sein sollte. Oder wie jeder denkt besser zu wissen, wie es sein sollte. Wir haben eine offene Gesellschaft, die Möglichkeiten sind offen in alle Richtungen. Dann lasst uns doch einfach auch mal akzeptieren, wie der andere denkt, ohne direkt zu urteilen.
    Und am Ende, den Erfolg eines Dates nicht vom finanziellen Aufwand, auf egal welcher Seite, zu schliessen.

  • irininja sagt:

    Übrigens, hatte ich mich früher auch ohne Hintergedanken einladen lassen. Und ohne mich verpflichtet zu fühlen.
    Heute versuche ich immer, die Rechnung zu teilen. Insbesondere, wenn ich nicht unbedingt etwas von dem Mann möchte. Um ihm auch ein Zeichen zu geben.
    Aber wenn ein ehrlicher Blick mich unterbricht, mit einem Ton dem man nicht Nein sagen kann, meint, "Darf ich dich einladen?" dann ist mir die Gleichberechtigung und die Unabhängigkeit doch schnauzegal. Und er bekommt dann genau so ein ehrliches Danke zurück.

  • Claudia49 sagt:

    Hier noch ein Text vom Experten zu diesem heiklen Thema:
    Zusammen oder getrennt?
    Ein heikles Thema auch bei der Rechnung. Flirtexperte Damm: "Der Mann muss die Frau nicht immer zwingend einladen. Wenn er interessiert ist, sollte er schon ein wenig Großzügigkeit zeigen, denn damit kann mann bei frau punkten, schließlich ist Geiz – entgegen geläufiger Werbeaussagen – nicht gerade geil. Dennoch sollte Sie nicht automatisch voraussetzen, dass er stets die gesamte Rechnung übernimmt. Das sorgt in Zeiten der Gleichberechtigung häufig für Unmut." Gegenseitiger Respekt zeigt sich in sensiblem Umgang mit diesem Thema. Fazit: Welches die richtigen Signale sind, entscheiden die jeweiligen Situationen und die beteiligten Persönlichkeiten. Wichtig ist: Machen Sie sich bewusst, welches Ziel Sie verfolgen. Nur wer weiß, was er will, kann entsprechende Signale senden – die dann beim Gegenüber richtig ankommen.

  • anna sagt:

    Sorry, liebe Elite-Herren, ein Mann mit Stil lässt es gar nicht erst zu einer peinlichen Rechnungs-Situation kommen.
    Er geht zum Tresen, an die Bar oder zum Kellner und begleicht die Rechnung ganz diskret ohne sein Date in Verlegenheit zu bringen. Was ein Mann, welcher sein Date den Kaffee oder das Bier selbst bezahlen lässt, ansonsten noch für Umgangsformen hat mag ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wer so sparsam ist, ist es mit seinen Gefühlen und Werten ebenso, wer in so kleinen Dingen nicht großzügig sein kann, ist es im Großen erst recht nicht und auf solche Kleinlichkeit kann eine emanzipierte Frau wirklich gerne verzichten.

  • Liebelle sagt:

    Also die Frauen die sich nicht einladen lassen und sich beim ersten Date die Rechnung zahlen wollen, bitte hört auf!! Ihr macht’s den Männer wie Mike so schwer ;)
    Wenn ihr unbedingt Emanzipation raushängen lassen müsst, dann tut das bitte beim 2ten Date! Mike weiter so!
    Dich würde ich daten…

  • Mike sagt:

    Dann aber hurtig Liebelle! Mein Abo läuft in 14 Tagen aus: 7E2BF8D7. Ich stecke schon mal was ein und wir gehen chic essen. After all, it’s only money!
    Cheers Mike

  • Helenchen sagt:

    1) Also ehrlich, man kann doch nicht so tun, als wären wir im luftleeren Raum aufgewachsen. In unserer Kultur war es jahrhundertelang üblich, daß es gegen die Ehre eines Mannes war, wenn sie zahlte. Wenn sie es dennoch tat, dann wenigstens so diskret, daß der Kellner es nicht merkte, indem sie dem Herrn unter dem Tisch das Geld zusteckte. Also tut doch nicht so, als wäre aufgrund von 50 Jahren Emanzipation diese historisch gewachsene Höflichkeitsregel nicht existent!

    Ja, natürlich sollte es finanziell ausgeglichen zugehen – vor allem in einer Partnerschaft. Aber beim ersten Date geht es darum, zu zeigen wer man ist und was für Werte man lebt. Und da ist es natürlich auch von Bedeutung, ob ich gesellschaftliche Traditionen kenne und ehre oder nicht. Sorry, das mag unemanzipiert klingen, aber MIR bedeutet das etwas.
    Natürlich kann ich meinen Mantel alleine anziehen – wie sollte ich sonst als Single klarkommen? Aber ein Mann, der mir durch diese Hilfestellung zeigt, daß er auf mich und mein Wohlbefinden achtet, zeigt mir damit, daß er entweder gut erzogen ist, oder aber, daß ich ihm wichtig bin. Beides gefällt mir. Und ich bin emanzipiert genug, dem Mann meinerseits ebenfalls in den Mantel zu helfen ohne ihn damit kränken zu wollen.
    Ich liebe Männer, die mir zeigen, daß sie für mich sorgen, die mir schwere Dinge aus der Hand nehmen und für mich tragen, obwohl ich es selbst könnte.. schlicht: Männer die aufmerksam und hilfsbereit sind. Die haben einfach sofort einen Stein im Brett bei mir weil ich sofort darauf schließe, daß sie auch sonst aufmerksam und positiv mit mir umgehen werden.

  • Helenchen sagt:

    2) Meine Großmutter gab ihren Töchtern den Tipp, sie sollten mit einem Mann Auto fahren und Tanzen gehen, wenn sie wissen wollten, ob die als Ehemann taugen würden. (Damals gab es noch nicht die Möglichkeit sich so intensiv vor der Ehe kennen zu lernen…) So rücksichtsvoll oder angeberisch, respektlos den anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber oder risikoreich die Beifahrer gefährdend wie er sich als Fahrer zeigt, wird er innerhalb der Ehe mit seiner Frau umgehen. Und wer gut tanzt zeigt, daß er ein gutes Körpergefühl nicht nur für den eigenen Körper sondern auch für den der Dame, für die gemeinsame Körperachse und dergleichen hat, also wird das Eheleben im Bett vermutlich recht erfreulich werden…

    Wir Frauen achten seit vielen Generationen auf KLEINE Signale, die uns zeigen, ob Männer zum Partner taugen oder nicht. Das ist nicht unemanzipiert, das ist einfach nur klug.

    Die berühmten 2 Euro für ein Getränk sind symbolisch dafür, ob dieser Mann für die Frau sorgen wird, oder ob er sich und seine eigenen Vorteile in den Mittelpunkt stellt. Wer behauptet ein Kavalier zu sein, aber beim ersten Date diese kleine Ausgabe nicht leisten mag, gibt die klare Botschaft, daß er zu den Männern gehört, die nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht sind. Es gibt Frauen, die darauf reagieren und die nähere Bekanntschaft meiden. (was ich ihnen nicht verdenken kann.)

    Eine Frau, der es wichtig ist, diese zwei Euro beim ersten Date unbedingt selbst zu zahlen sagt damit ebenfalls eine Menge aus. Wenn ICH das bin, sage ich "mit Dir möchte ich bestimmt keine Verbindung eingehen und deshalb verpflichte ich mich nicht einmal mit 2 Euro zu Dankbarkeit!"

  • Helenchen sagt:

    3) Ich bin gelegentlich von Männern beim ersten Date gefragt worden, ob sie mich einladen dürfen. Diejenigen, denen ich das erlaubt habe, durften es als klares Signal der Sympathie und des Interesses werten.
    Wenn ich darauf bestanden habe, meinen Teil zu zahlen, war es in den meisten Fällen ein Signal, daß ich kein Interesse habe. Selten war der Grund, daß ich um die momentane finanzielle Situation des anderen wußte.

    Ich habe aber auch bereits selbst bezahlt – da hatte der andere eine teure Zugfahrt zum Date auf sich genommen und mein Interesse war nicht groß genug an ihm, als daß ich mich noch gut hätte fühlen können, wenn er diese Rechnung auch noch hätte tragen müssen.

    Davon unbenommen ist es selbstverständlich, daß ich beim zweiten oder dritten Date ebenfalls einlade und mich auf diese Weise für die Kosten des ersten revanchiere.

    Es gibt Männer, die eine Frau, die sich einladen läßt durchaus so interpretieren, daß sie sich auch gern einmal verwöhnen läßt. Und ich vermute, daß so ein Pfennigfuchser, der nicht gerne einlädt, auch nicht gern verwöhnt, sondern eher egoistisch im Genuß ist..

    Wer sich auf ein erstes Date trifft ist in der Kennenlernphase und überträgt selbstverständlich seine Erfahrungen auch auf andere Bereiche. Ich halte das durchaus für legitim. Und so kann ich allen Männern, die sich lieber selbst einladen lassen würden gleich sagen, daß sie zumindest bei mir damit so viele Alarmglocken auslösen, daß es bestimmt zu keinem zweiten Date käme. Ich habe bereits eine Partnerschaft hinter mir, bei der ich im Grunde für sämtliche Kosten alleine aufkam, das passiert mir bestimmt kein zweites Mal.

    Vor noch gar nicht so langer Zeit kam das Thema Gerechtigkeit beim Zahlen ja bereits viel früher auch: bei den Telefonaten. In Zeiten von Flatrate kein Problem, aber vor 15 Jahren konnte man da bereits sehr genau ablesen, wer Pfennigfuchser war und wer nicht…

  • Helenchen sagt:

    4) Noch eine Bemerkung dazu, was die Äußerungen über die Frauen angeht, die ja nicht wüßten was sie wollten – schließlich hätten sie gesagt, sie seien emanzipiert und wollten selbst zahlen und ihren Mantel selbst anziehen usw und jetzt auf einmal wieder andersherum… : DIE Frauen gibt es nicht. Es gibt nur Individuen. Aber egal wie selbständig sich eine Frau fühlt und wie gut sie alleine im Leben klarkommt: zeigt mir eine, die es nicht mag, wenn der Mann, den sie mag, sie aufmerksam und zuvorkommend behandelt. Ich hab noch keine kennengelernt.

    Nur wenn Männer Männer sein können, können ihre Frauen sich wie Frauen fühlen und verhalten. Im Grunde eine ganz simple Regel. Aber ehrlich gesagt, viele Männer hab ich noch nicht kennengelernt. Die meisten entpuppten sich schnell als Jungs oder Männchen.. :-)
    Aber frau soll die Hoffnung ja nie aufgeben…

    in diesem Sinne
    Helenchen

  • En sagt:

    Danke, liebe Anna! So, und nicht anders.

  • JENNY sagt:

    Nie, nie, nie sollte eine Frau bezahlen! Es geht nicht um das Geld, sondern um den Eindruck. Wer nicht bezahlt, hat kein Interesse, die Frau zu beeindrucken. Und das ist selten ein positives Zeichen. Ich kenne Frauen, die, wenn sie mit Männern ausgehen, kein Portemonnait mit sich führen. Ich kann das absolut verstehen…

  • Marion sagt:

    Bin seit ca. 6 Wochen dabei und habe erst 3 Anfragen bekommen, wovon eine unseriös war. Habe auch schon etliche angeschrieben und nie eine Antwort bekommen. Mein Profil wird auch kaum aufgerufen. Bei ElitePartner tut sich also fast nichts. Werde parallel bei friendscout weitersuchen, da habe ich wenigstens ab und zu ein Date…

  • Savertschnig sagt:

    Liebe Herren und Damen, es ist doch so: Wenn man nicht eingeladen wird, auch wenn man selbst beabsichtigt, seinen Teil zu zahlen, macht das keinen guten Eindruck!! Egal wie emanzipiert Frau ist. Man kann sich ausmalen, wie großzügig oder geizig derjenige dann in einer Beziehung ist. Voraussetzen muss ich es auch nicht, dass der Mann mich beim ersten Date einlädt, aber man fühlt sich mehr wert. Also liebe Männer, nicht schüchtern sein! Bei anderen Kulturen fühlen sich die Männer auch beleidigt. LG :)