Allzu oft passiert es, dass Frauen nach einem viel versprechenden Date vergeblich auf den Anruf des dazugehörigen Herren warten. Denn eigentlich verlief das Treffen selbst ganz gut. Er war aufmerksam, zugewandt und schien interessiert. Also machte frau sich berechtigterweise Hoffnungen.
Und schließlich hatte man ja auch im Vorfeld bereits einige Zeit gemailt und sogar telefoniert.
Dennoch: Wenn er so Knall auf Fall in der absoluten Funkstille versinkt, kratzt das am Selbstbewusstsein. Doch wir rappeln uns dann wieder und wieder mit Durchhalteparolen auf, obwohl wir uns insgeheim doch mit argen Selbstzweifeln quälen. Sind wir nicht attraktiv genug? Wollte er trotz aller gegenteiligen Beteuerungen doch lieber eine Jüngere? Haben wir etwas Falsches gesagt?
Lauter Ausreden
Schwamm drüber. Es hat einfach nicht gepasst. Und er war zu feige, uns das mitzuteilen, also verschwindet er lieber sang- und klanglos. Das ist die eine Erklärung. Die andere könnte sein, dass wir womöglich mit unserem Verhalten eher abschreckend wirkten. Obwohl wir doch alles richtig machen wollten. Leider ist es aber so: Wenn wir auf der Suche nach einem Partner sind, wollen wir uns möglichst großartig und wundervoll präsentieren und machen genau dann vieles ganz unbewusst falsch.
Dummerweise ist es nicht so einfach, ihm danach eine E-Mail zu schreiben und ihn um ein kurzes Feedback zu bitten. Und ein Dating-Bewertungssystem à la Ebay oder Amazon ist wohl doch etwas allzu pragmatisch. Dennoch: Sich damit auseinanderzusetzen, wie man beim anderen rüber kommt, kann sehr aufschlussreich sein.
Fremd- und Selbstbild synchronisieren
Kleiner Tipp: Fragen Sie Freunde und Bekannte, was diese für ein Bild von Ihnen haben. Oft ist es nämlich leider so, dass Selbst- und Fremdbild nicht wirklich überein stimmen. Je näher diese aber beieinander liegen, desto mehr können wir in uns ruhen und desto mehr Kontrolle haben wir auch tatsächlich über den Prozess der Partnersuche. Und umso größer die Chance, dass er dann eben doch anruft.