...kuscheln ist auch okay. Allerdings kommt es auch auf die Beziehung an und wie der Partner damit umgeht.
Zweimal pro Woche – so oft haben aktuellen Studien zufolge die erwachsenen Deutschen Sex. Was? Sie nicht? Keine Sorge, denn bei genauerem Hinsehen zeigt sich nämlich ein ganz anderes Bild.
Die Uni Göttingen befragte in ihrer Studie 13.500 Männer und Frauen, wie häufig sie in den letzten vier Wochen Sex mit ihrem Partner hatten. 5,6-mal so lautet der Mittelwert. Aber: Manche Paare haben wesentlich häufiger Sex, andere deutlich weniger oder gar keinen. Gerade einmal 25 Prozent, also nur ein Viertel kommt auf zwei sexuelle Begegnungen pro Woche. Immerhin 17 Prozent der Befragten gaben zu, den vergangenen Monat gänzlich ohne Sex verbracht zu haben. Diese Zahlen werden von einer Leipziger Studie ebenfalls bestätigt. Und darüber hinaus fand diese heraus, dass zehn Prozent der Befragten in den Altersgruppen 30, 45 und 60 Jahre in ihrer jeweiligen Beziehung im gesamten Vorjahr lediglich ein bis zehnmal intim mit ihrem Partner gewesen waren.
Die Schlussfolgerung der Forscher lautet: Die sexuelle Zufriedenheit nimmt innerhalb der ersten zehn Jahre einer Beziehung kontinuierlich ab. Danach pendelt sie sich auf einem recht niedrigen Niveau ein. Viele Paare haben auch innerhalb ihrer Partnerschaft wenig bis keinen Sex und das über einen längeren Zeitraum hinweg. In unserer übersexualisierten Gesellschaft ist das allerdings ein Tabuthema, über das kaum jemand freimütig sprechen mag.
Und nicht alle empfinden es als wirklich großes Problem. Man hat sich arrangiert und lebt damit. Manchmal reichen schon kleine Anstöße, um der eingeschlafenen Sexualität wieder neue Impulse zu geben: Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Intimitäten. Schaffen Sie eine erotische Atmosphäre für diese Begegnung. Es muss dabei nicht unbedingt zum Verkehr kommen. Oft reicht es fürs Erste vollkommen aus, sich gegenseitig zu streicheln und zu liebkosen. Alles Weitere ergibt sich dann meist von allein. Nehmen Sie dabei aber in Kauf, dass es zunächst ungewohnt oder gar peinlich sein könnte. Dennoch bringt Sie eine solche Begegnung einander wieder näher. Falls alles nichts hilft und die Enthaltsamkeit zum Problem wird, empfiehlt sich der Gang zum Sexualtherapeuten.
Wie oft = Leistungsdruck!!
Sex ohne Leistungsdruck ist genußvoll. Es gehört aber noch viel mehr dazu, Liebe geben und nehmen zu können.
Selbstliebe; sich selbst so anzunehmen wie Frau/Mann ist, mit all den kleinen und großen Schwachstellen, die irgendwo zwischen Kopf (vor allen Dingen im Kopf) und Fuß an uns haften.
Den Körper mit Achtung und Respekt sehen und betrachten, bewußt ansehen, schon damit beginnt Erotik.
Liebevoll miteinander umgehen. u.u.
All das ist wertvoller, genußvoller,…mein Gegenüber mit Wertschätzung begegnen schenkt ein vertrauenvolles Miteinander
Dieses Gerede um wie oft und Alter und all dieses leere Gesabbel ist doch Unsinn im Quadrat.
Es geht doch einzig darum, wie ein Paar Liebe empfinden und sich gegenseitig bekunden will. Wenn in der Partnerschaft ein Partner ein ausgeprägtes körperliches Erlebnisbedürfnis mit seinem Partner befriedigen will, weil es seine Natur ist oder er/sie den Partner einfach tief liebt und es so zeigt/beweist, so sollte der Gegenpol der Beziehung (also der Partner) auf ähnlicher Ebene gepolt sein…ansonsten geht das komplett aneinander vorbei. Bedürfnisse bleiben unbefriedigt.
ACHTUNG: Nicht vorrangig die urtriebigen, sondern die Bedürfnisse des gegenseitigen ERELEBENS und LIEBENS. Kann der Partner dies nicht spiegeln (also zurückgeben), so ist das Resultat Frustration. Einer der Partner (der in dieser Situation eher körperlich orientierte) wird sich zurückgewiesen fühlen. Wird sich nicht angenommen fühlen…ergo: Die beiden passen auf dieser Ebene nur schlechtens zusammen, da Bedürfnisse nicht ausgelebt werden können. Resultat: Fremdgehen…weil man dort körperliche Annahme/Akzeptanz erfährt…oder…trennen. Dann ist die Bahn frei, um einen Partner zu finden, der die Gefühle und Bedürfnisse des Liebesbeweises annimmt und durch Taten bestätigt.
Ist die Gefühlswelt nicht auf halbwegs gleicher Ebene, so bleiben BEIDE auf der Strecke, solange die Beziehung andauert. Einer fühlt sich nicht angenommen und nicht geliebt/verstanden/verlangt…der andere fühlt sich überfordert. Und dies koppelt auf die gesamte Beziehung und den Alltag. Quintessenz: Die Frage ist nicht WIE OFT?, sondern eher: Stellen sich das beide so oft vor, damit die Beziehung als erfüllt gefühlt wird.
Grüße, Christian
Da gebe ich dem Christian zu 100% Recht – habe leider aktuell das Problem, dass auf dieser Ebene Ungleichgewicht herrscht – und untypischerweise will ich mehr als Mann … und ganz ehrlich: es fällt mir schwer, damit klar zu kommen. Zum einen, weil, wie Christian so schön schreibt, man sich angenommen fühlt, wenn man begehrt wird, und man aber auch ebenso damit zeigen kann, wie wichtig der Partner ist … hier muss man definitiv auf gleicher Augenhöhe sein.
…Danke für die Wahrnehmung meiner Interpretation von "Wellenlänge".
Ich habe gerade den Text oben nochmals gelesen, der mich so fassungslos gemacht und zu meiner ersten Kommentierung Anfang März brachte. Dabei kochte mir schon wieder das Blut, wenn ich lese, dass der "Fachmann" (also der Verfasser) davon spricht, es so dann (Zitat:) "empfiehlt sich der Gang zum Sexualtherapeuten". Amen. Nicht jede Diskrepanz in einer Beziehung läßt sich mit dem Therapeuten beheben. Und schon gar nicht, wenn man an den Grundfesten des Individuums herumarbeitet…wo man also beginnt, einen Menschen, dem anderen Menschen hin zu biegen. Bis es passt…..zumindest so lange passt, bis der Verbogene aus seinem therapeutisch auferlegten Veränderungsmuster wieder ausbricht, weil er nicht mehr er selbst ist. Es gibt Dinge, die kann auch der Therapeut nicht gerade biegen, wenn er dabei einen Menschen VERbiegt, um ihn an einen anderen anzupassen…und da sind wir (was den Inhalt des Beitrages oben angeht) wieder am Ziel: Was ist viel, was ist wenig..Ergo, was ist falsch, was ist richtig. RICHTIG IST, WAS BEIDEN GEFÄLLT, IN BEIDEN GEFÄLLIGEN HÄUFIGKEIT UND INTENSITÄT….und falls es nun doch Störvorfälle gibt (Unfälle, Trauerfälle, Sexualstraftaten oder ahnliches, die ein alt angestammtes Muster eines Menschen hinsichtlich seiner Lust stören) – so dann bietet sich ausreichend Grund für einen Therapie-Ansatz. Alles andere…naja….Ihr versteht. Und wenn nicht, dann meine zwei Kommentare nochmals lesen.
Besten Gruß in die erfüllte Nacht
Christian
Ich kann die Meinung von Christian nicht ganz teilen, denn meiner Erfahrung nach spielt die Psyche die allergrößte Rolle bei diesem Thema