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Ewig lockt der Flirt – und ewig bremst die Schüchternheit
Ewig lockt der Flirt – und ewig bremst die Schüchternheit (Kategorie: Flirtblog)
Die Schüchternheit ablegen und einfach loslegen mit dem Flirten - Erfolg garantiert!

Mit einem Kloß im Hals und feuchten Händen lässt es sich nicht gut flirten. Schüchternheit ist eine effektive Flirtbremse.

Haben Sie sich mal die Frage gestellt, wie viele Flirtgelegenheiten hierzulande wohl pro Tag im Sande verlaufen, weil einer der beiden sich nicht traut, den anderen anzusprechen? Die Zahl dürfte immens groß sein. Sicher haben Sie selbst schon entsprechende Situationen mit unliebsamem Ausgang erlebt. So was verdrängt man gerne, nicht wahr?
Extreme Schüchternheit wird von Therapeuten auch als Soziale Phobie bezeichnet. (Vor einiger Zeit (23.06.2009) erschien in der Rheinpfalz wieder einmal ein Artikel zu diesem Thema.) Sozialphobiker sind davon überzeugt, vorauseilend negativ bei anderen anzukommen, vor allem, wenn es ums Kennenlernen geht. Sie meinen, ihre Nervosität mitsamt den körperlichen Erscheinungsformen wäre wie ein offenes Buch für die Umwelt. Daher bleibt man gewöhnlich unter sich – beziehungsweise eventuell langfristig Single. Die soziale Isolation zieht meistens leidvolle Symptome nach sich, etwa Depression oder Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit.
Was Betroffene meistens nicht merken: Durch den "Selbstschutz" gerät man in einen Teufelskreis: Je mehr Isolation, desto weniger soziale Kontakte. Und schon wird die eigene Wahrnehmung bestätigt, aber lediglich durch das (unbewusst) selbst provozierte Muster "sich selbst erfüllende Prophezeiung".
In dem Artikel wird der Angstexperte Borwin Bandelow zitiert. Seine Mut machende Überzeugung: Schüchternheit verliert sich im Alter von selbst, und zwar durch Lebenserfahrung. Wem das zu lange dauert, sollte gleich mit Konfrontationsübungen aufwarten. Sie entstammen der Verhaltenstherapie und sind sehr effizient. Der Wissenschaftler empfiehlt, nicht zu kneifen, sondern sich ins öffentliche Leben zu stürzen.
Tatsächlich kann man schrittweise seine sozialen Ängste abbauen, indem man sooft wie möglich den Small Talk mit Unbekannten sucht. Das kann man eigentlich den ganzen Tag machen: Morgens beim Bäcker, später in der Mittagspause, abends im Restaurant.
Übung macht den Meister. Ach ja: Wer ständig über sich und seine Außenwirkung nachdenkt, kann mal Entspannungsübungen ausprobieren, um ein realistisches Körpergefühl zu entwickeln. Tatsächlich kümmern sich die Mitmenschen ja gerade nicht um Betroffene. Meisten geht übertriebene Schüchternheit auch auf das Konto von negativen Erfahrungen mit Mitmenschen. Wer sich entsprechende Ursachen bewusst macht, wird sich schnell darüber klar, dass Angst vor bestimmten Menschen (Situationen) nur besteht, weil man das Ursprungserlebnis auf neue(!) Konstellationen überträgt.

Fazit: Man sollte nicht den Kopf hängen lassen! Wer sich selbst nicht helfen will (beziehungsweise kann), kann auch mal ein paar Gespräche mit Verhaltenstherapeuten führen. Aber bedenken Sie: Gerade diese Therapeuten arbeiten mit Konfrontationsmethoden – und das ist auch gut so; die sind nämlich bei Sozialer Phobie am wirkungsvollsten.


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