ElitePartner Magazin
Kategorie | Sexualitätsblog


“Flex Suite”: Das zweite Schlafzimmer
“Flex Suite”: Das zweite Schlafzimmer (Kategorie: Sexualitätsblog)
Ist allein schlafen unromantisch oder einfach gesund?

Irgendwie haben wir ja alle schon einmal dieses Thema gehabt: "Wie halte ich es mit dem zweiten Schlafzimmer zu Hause?"

Spätestens zu Beginn einer neuen Beziehung wird man gefragt, zu welchem Lager man sich zählt: Zu demjenigen der eisernen "Wir schlafen zu zweit!"-Verfechter oder aber demjenigen der postmodernen Alleinschlafvertreter. Oft stehen sich diese Lager unversöhnlich einander gegenüber, weil daran zentrale Fragen der Paarbeziehung geknüpft werden: "Liebt er/sie mich dann noch?" "Denken dann alle, wir haben keinen Sex mehr?" oder "Wie schaff ich's dann von dem einen ins andere Zimmer?". Fest steht jedenfalls: Der Trend setzt sich fort, wie schon vor einigen Jahren die "National Association of Home Builders" in den USA festgestellt hat. Bis zum Jahre 2015, schätzt man dort, sollen dann über 60 % der amerikanischen Haushalte mit einem zweiten Schlafzimmer ausgestattet sein. Und da wir in Europa ja bekanntlich immer dem amerikanischen Trend folgen, wird das dann sicher mit ein paar Jahren Verzögerung auch in den westeuropäischen Ländern so sein.

Der Hintergrund der ganzen Angelegenheit wird sozialpsychologisch, aber auch wieder evolutionspsychologisch, hergeleitet. Was den ersten Erklärungsansatz betrifft, wird auf das unerträgliche Schnarchen und die höchst individuellen Schlafgewohnheiten vieler Zeitgenossen hingewiesen, die einfach vom Partner auf Dauer nicht zu ertragen wären. Außerdem sei es zu gechlechterübergreifenden Rollenannäherungen gekommen; sowohl Mann als auch Frau müssen Arbeitsteilung und Haushaltsführung bewältigen und sind demnach inzwischen gleichberechtigt, auch was den Stress angeht. Damit haben sie auch gleichermaßen ihre nächtliche Ruhe verdient. In Bezug auf die Evolutionspsychologie scheint das Argument unwiderlegbar, dass offenbar Frauen mit einem Mann im Bett schlechter schlafen, weil sie unbewusst – eben evolutionsbedingt – auch im Schlaf die Verantwortung für den Partner mit übernehmen (Frauen sind für die Beziehung zuständig!), wobei der Mann wohl insgesamt mit seinem Weib im Bett besser schläft – er fühlt sich dann eher beschützt und aufgehoben. Dieser schreienden Ungerechtigkeit kann dann natürlich nur ein extra Schlafzimmer ein Ende machen.

Trotzdem zögern aber viele, diesen Schritt zu tun. Abgesehen einmal davon, dass doch wohl sehr viele Menschen gar nicht die Möglichkeit haben, ein zweites Zimmer herzurichten. Und sollte man dann auf der Coach im Wohnzimmer schlafen? Na ja. Vor das Entscheidungsproblem werden also wohl eher die Besserverdienenden gestellt. Aber auch die bleiben möglicherweise mit einem schlechten Gewissen vor ihren eigenen romantischen Beziehungsvorstellungen zurück. Dem haben die Amerikaner abgeholfen: Sie nennen das zweite Schlafzimmer nicht "Schlafzimmer", sondern "Flex Suite", zu deutsch "Flexibler Palast". Da drin möchte man dann doch eigentlich auch wieder zu zweit schlafen, oder?


Ältere Beiträge
/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

Zur Kategorie Sexualitätsblog
Zur Magazin Startseite

Artikel kommentieren

E-Mail

wird nicht angezeigt (Pflichtfeld)
Name

wird angezeigt (Pflichtfeld)
Kommentar

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen,
wenn der Inhalt unseriös ist oder sich nicht konkret auf den Artikel bezieht.
Code Eingabe