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Flirten in der S-Bahn
Flirten in der S-Bahn (Kategorie: Flirtblog)
Wer in der S-Bahn  flirten will, sollte  vor allem eins tun: Schnell handeln, denn sonst ist das Objekt der Begierde schneller weg, als wir gucken können.

Tja, wer kennt das nicht: Man sitzt morgens im Abteil und blättert in der Tageszeitung. Mal kurz nach oben geschaut: Hoppla! Wer sitzt uns denn da gegenüber?

In solchen Situationen geht uns viel durch den Kopf. Bilder werden ausgemalt – wie man mit der Person ins Gespräch kommt. Natürlich ist man sich sympathisch, letztlich werden sogar die Telefonnummern getauscht usw.
Und dann: Bumm! Ist man dann wieder mit seinen Sinnen im Hier und Jetzt und es fällt auf einmal auf: Oh, sie (er) ist weg. Wahrscheinlich an der letzten Haltestelle ausgestiegen. Dumm gelaufen. Das nächste Mal wird's bestimmt anders laufen. Oder auch nicht…
Wer in der S-Bahn gezielt ein bisschen flirten will, sollte in solchen Situationen vor allem eins tun: Schnell handeln. Ich kann nämlich nie wissen, wann der Andere aussteigen muss; und dann wird es sehr schwierig. Hinterher rennen? – Kommt nicht gut.

So, zunächst einige Worte zu den Vorteilen, die diese Location mit sich bringt:
1. Man steht oder sitzt dem Objekt des Interesses gegenüber (oder neben ihm).
2. Für eine gewisse Zeit ist potenziell eine gewisse Zweisamkeit garantiert, es sei denn, ein Konkurrent spricht den Flirt in spe vor mir an – oder ein Handy klingelt.
3. Die Umgebung liefert zahlreiche Anlässe, ein belangloses Gespräch zu beginnen.

Um das Gegenüber zu einem Smalltalk zu animieren, bieten sich verschiedene Vorgehensweisen an. Diese hängen zum Teil auch von Ihren Beobachtungen ab. Vielleicht liest das Gegenüber dieselbe Tageszeitung wie Sie. Dann könnte man in Anlehnung seiner eigenen Interessen sagen: "Entschuldigung, haben Sie schon den Artikel über Politiker X gelesen? Das ist doch der Hammer, oder?" Hat Ihr Gegenüber Interesse an einer Unterhaltung, wird es positiv und ausführlich auf so eine Frage reagieren.
Quasi alles, was die Gruppe in der S-Bahn als Ganzes betrifft, ist potenziell Gegenstand von Gesprächseinstiegen. Hat die Bahn Verspätung, können Sie (gut hörbar) in sich hinein murmeln: "Verdammt, ich komm zu spät ins Büro!" Wieder derselbe Fall: Ist der Flirt in spe gewillt, mit Ihnen zu reden, wird er auf das "Angebot durch die Blume" eingehen.

Noch zwei weitere Tipps zum Testen:
1. Zücken Sie einen Lottoschein und füllen Sie ihn zur Hälfte aus. Dann heben Sie den Kopf. Schauen Sie die Nachbarin/den Nachbarn an und sagen Sie: "Hey, wie wär?s: Du nennst mir noch ein paar Zahlen und wir teilen den Jackpot!"
2. Kramen Sie ein bisschen in Ihrem Mantel herum, zücken Sie dann Ihren Kuli. Und dann – huch! – aus Versehen entwischt er aus ihrer Hand und fällt direkt vor die Füße Ihres Nachbarn. Der wird sich wahrscheinlich bücken und ihn aufheben. Ihre potenzielle Reaktion: "Danke! Jetzt kann ich mein Tagebuch weiterschreiben. Vielleicht etwas über die Deutsche Bahn." Vielleicht springt er auf dieses Gesprächsangebot auf.

Fazit: Nicht zu viele Gedanken in der S-Bahn verschwenden. Lieber schnell handeln. Dann wissen Sie auch gleich, woran Sie sind. Und dann erspart man sich unter Umständen das Erbauen von Luftschlössern.


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5 Antworten zu “Flirten in der S-Bahn”

  • Gerhard sagt:

    Hallo,
    echt super der Tipp! Jetzt habe ich eine Alternative mehr, das Geld für Fahrkarten auszugeben oder in eine Singelbörse zu investieren …

    Danke

  • MaryLou sagt:

    Hm, ich habe das Gefühl, in so kurzer Zeit wird sich niemand auf eine Diskussion einlassen.

    Falls es überhaupt zu einem Gespräch kommt, sollte man ganz schnell auf E-Mail-Adresse oder Handy-Nummer pochen, ansonsten geht der Kontakt in den unzähligen Morgen–S-U-Bahn-Tram-Begegnungen verloren.

  • Stefan sagt:

    Flirten im Bus oder an der Haltestelle klappt manchmal auch. Ich habe dabei eine gute Methode für die Haltestelle gefunden. Da ich den Bus täglich nutze, kenne ich die Abfahrtszeiten an meinen Stammhaltestellen auswendig und bin meistens 3 Minuten vor Abfahrt an der Haltestelle. Wenn eine für mich interessante Frau dort schon wartet, frage ich sie (nach einem besorgten Blick auf die Uhr), ob der Bus der Linie XY schon durchgefahren ist. An der Reaktion kann ich dann schon abschätzen, ob sich ein weiteres Gespräch lohnt. Einmal hatte ich dort ein gutes Gespräch mit einer interessanten Dame und dann passierte etwas eher ungewöhnliches – der Bus kam nicht! So hatten wir dann noch 30 Minuten Gespräch und sind danach noch einige Haltestellen mit den Bus zusammen gefahren. Ein Paar wurde aus uns nicht, aber ich hatte Gewissheit, dass meine Methode funktioniert! ;-) ) Einfach mal ausprobieren, erfordert nicht viel Überwindung.

  • mb sagt:

    Vorsicht aber, habe einen in der UBahn am Freitag kennengelernt und wir haben Telefonnumern ausgetauscht. Stellte aber später fest, dass er eine Freundin hat. Nicht nur Singles fahren UBahn, sondern Fremdgeher auch…

  • Chubaka sagt:

    Ich finde ebenso, dass die Mimik sehr wichtig ist. Ein erster Blickkontakt, bei dem der Blick des gegenüber nicht in einer sofortigen "wegguckaktion" verläuft ist immer eine gute Grundlage.
    Hatte einmal auch einen netten Begenung, als ich auf die S-Bahn gewartet hatte. Grundlage war damals auch der erste Blickkontakt und dann hat sich das Fräulein auf die Bank neben mich gesetzt. Sie hatte so eine große Plastikrolle für Zeichnungen um den Hals und ich bin dann in das Gespräch eingestiegen mit: "Design oder Architektur?" Sie schaute mich erst verblüfft an, grinste dann und antwortete "Design". Die Unterhaltung war echt gut, da ich damals aber noch eine Freundin hatte, wollte ich auch keine Nummer haben. Ich glaube, obwohl wir 10 min quatschten haben wir nicht mal die Namen ausgetauscht. Jedenfalls habe ich mich dann verabschiedet mit "Vielleicht trifft man sich ja mal wieder hier unten"…