Sicherlich erlebten Sie schon eine Situation wie diese, liebe Leserin, lieber Leser: Sie sitzen in einem Café und starren gedankenversunken auf Ihr Handy. Sie möchten Ihrem letzten Flirt eine SMS schreiben, finden aber keinen Anfang - und kein Ende.
Wenn die Handy-Nummern nach einem ersten, zweiten oder dritten Flirt ausgetauscht werden, dann ist das prinzipiell ein gutes Zeichen. Nun gibt es natürlich Singles, die vor dem nächsten wichtigen Schritt – Kontaktaufnahme und Gespräch via Handy – lieber erst einmal eine Kommunikation via SMS starten möchten.
Diesen Weg kann man gehen, wenn man sich nicht gleich traut, mit dem Anderen zu telefonieren; oder aber man schreibt eine nette SMS, um den Stand der Dinge „abzuchecken“. In beiden Fällen sollte man die spezifischen Vor- und Nachteile des SMS-Flirts bedenken. Und davon gibt es einige!
Zunächst zu bedenken ist die Tatsache, dass die Kommunikation in der Regel auf 160 Zeichen begrenzt ist. Daher sollte man keine großen Reden schwingen, sondern eher Wert auf Prägnanz und Kürze legen.
Erfahrungsgemäß kommen (a) „einfache Grüße“ und sogenannte (b) „positive Blitzlichter aus dem Hier und Jetzt“ ganz gut an, so zumindest meine Einschätzung. In beiden Fällen lohnt sicherlich eine humorvolle Anrede, die sich auf die letzte Flirt-Situation beziehen kann. Danach lässt sich etwa Folgendes unzweckmäßig verkünden: „… viele liebe Grüße von der Arbeit [oder Ähnliches]!“
Auf diese Weise erwecken Sie eher beiläufig die Aufmerksamkeit des Anderen. Ihm (oder ihr) wird somit der Ball zugespielt. Dann heißt es: Abwarten. Bloß nicht bedrängen und schreiben: „Was ist denn los? Hast Du meine SMS nicht bekommen!“
Wegen der Sache mit dem „positiven Blitzlicht“. Sie erwecken mit Sicherheit einen interessanten Eindruck, wenn Sie einen SMS-Gruß senden, während Sie gerade eine witzige, freudige Situation erleben. Eine SMS mit dem Inhalt „Springe gleich an einem Bungee-Seil in den Abgrund“ muss es vor diesem Hintergrund nicht gleich sein. Es reicht auch: „Hi, sitze gerade im Kino – gleich geht’s los: freue mich auf Film XY!“
Damit vermittelt man dem Anderen: Mir geht’s gerade gut und möchte dich daran ein Stück weit teilhaben lassen.
Anhand der Antworten, die man bekommt, sieht man recht schnell, ob der Andere darauf eingeht, sprich: Flirt-Motivation entwickelt. Auf dem SMS-Niveau sollte man dennoch nicht „hängenbleiben“, da man doch kleine Missverständnisse in der Regel nicht ganz ausschließen kann. „Reale“ Treffen sollten daher zumindest mal am Horizont sichtbar sein.
Schöner Artikel. Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie so wirklich Gedanken gemacht, wenn ich eine sms geschrieben habe. Vielleicht sollte man auch den Mut haben und einfach anrufen.