Empathische Menschen offenbaren immer auch im Umgang mit Tieren eine „emotionale Intelligenz“.
Liebe Leserin, lieber Leser, Sie erinnern sich bestimmt an Situationen, in denen Sie im Alltag einmal mit einem Tierfreund locker ins Gespräch gekommen sind. Vielleicht ergab sich so ein Small Talk in der Fußgängerzone, in einem Café, usw.
Aller Wahrscheinlichkeit nach war der „Aufhänger“ des Gesprächs das Lebewesen an der Leine, nicht? Stichwort: „Ach, der ist aber süß!“
Ja, Haustiere sind echte Flirtmagneten. Ich erinnere mich ebenfalls an eine entsprechende Situation. Ich führte vor einigen Jahren den Labrador eines Freundes durch die Landauer City. Es war Sommer. Also, ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich noch nie so viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erfuhr. Gut, zugegeben, es ging wahrscheinlich mehr um den Hund als um mich. Zahlreiche Blicke „scannten“ den Labrador (und einige auch den temporären Besitzer). Cool.
Der Labrador war (und ist wahrscheinlich immer noch) ein echter Blickfänger. Hieraus folgt: Wenn Sie Haustierbesitzer sind, flanieren Sie doch öfter mal mit Ihrem Anhang durch die Stadt. Dadurch sorgen Sie vorauseilend für vielversprechende „Gesprächsvorlagen“. Wenn Sie kein Tierbesitzer, aber der Thematik grundsätzlich nicht abgeneigt sind, denken Sie doch mal über die Anschaffung eines Exemplars nach. Im Tierheim gibt es genug hilfsbedürftige Lebewesen, die ein „richtiges“ Zuhause suchen.
Es ergibt sich übrigens in Hinsicht auf die Tierthematik noch ein weiterer Vorteil. Der große Arthur Schopenhauer – den ich während meines Studiums in Landau regelrecht verschlang –, sagte einmal treffend: „Mitleid mit den Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf, wer gegen Tiere grausam ist, der kann kein guter Mensch sein.“
Das heißt, man kann mit Hilfe eines vierbeinigen Freundes an seiner Seite ganz gut „Feldforschung“ betreiben. Denn: Empathische Menschen offenbaren immer auch im Umgang mit Tieren eine „emotionale Intelligenz“. Wenn Sie also auf der Suche nach einem „ganzheitlichen“ Partner sind, der auch Emotionen zeigen kann, testen Sie Singles, die Sie kennenlernen, in Hinsicht auf Ihre emotionale Intelligenz, indem Sie deren Kommunikation mit Tieren beobachten.
Unter uns: Ich hab es damals, als ich meine Frau kennenlernte, auch so gehandhabt. Tja, heute haben wir zwei Katzen; die beiden sind uns zugelaufen und haben bei uns ein neues Zuhause gefunden. Gut so!