Lustige Spiele, jede Menge Alkohol, rund um ein geselliger, unbeschwerter Abend - wer hier nicht flirtet, ist selber Schuld.
Singles aufgepasst! Wer seinen besten Kumpel (die beste Kumpeline) am Junggesellenabschied begleitet, kann sich vor allem auf eins freuen: Auf viele Möglichkeiten zum Flirten.
Vor Kurzem stand ich mit meinem Freund Steven (Name geändert) am Heidelberger Hauptbahnhof. Ich wartete auf die restlichen Teilnehmer seines Junggesellenabschieds. Und die kamen dann auch. Kollektive Vorfreude war angesagt. Insgesamt bestand die Gruppe aus 17 Männern, die alle einen ereignisreichen Abend eingeplant hatten. Und selbstredend habe ich – ausschließlich aus Flirtblog-Publikationsspezifischen Gründen – die vielen Flirt-Situationen, die sich dann ergaben, mitgemacht. Scherz beiseite, ich kann rückblickend sagen: Jeder, der gerne flirtet, muss so einen Abend "mitnehmen". Hierfür spricht vieles.
Schon alleine die Gruppe selbst zieht überall dort, wo sie hinkommt, Aufmerksamkeit auf sich, egal welchen Club, welche Kneipe man betritt. Das mag zum einen daran liegen, dass die Gruppe offensichtlich durch das gleiche Outfit auffällt und gute Laune verbreitet, andererseits weiß jedes unfreiwillige Publikum: Jetzt gibt es was zu sehen. Denn wie Sie selbst wissen, muss der Bräutigam in spe verschiedene Aufgaben ausführen, die auf den ersten Blick ziemlich peinlich sind. In unserem Fall durfte sich Steven als Verkäufer versuchen. Er konnte auf seinen (stets gefüllten) "Kampfgurt""zurückgreifen und infolgedessen kleine Schnäpse an die Frauenwelt verticken. Aber auch Süßigkeiten, Kondome (ein Muss) und sonstigen Kram hatten wir dabei. Zu guter Letzt musste er auf seinem T-Shirt mit der Aufschrift "Nie wieder Single" 20 Kussabdrücke vorweisen. Hierzu konnten schließlich nette Damen, die den Spaß mitmachten, überzeugt werden.
Nun, alles klappte vorzüglich – und bei allen Beteiligten sprudelten die Glückshormone. Schon ein kurzes Gespräch mit einer reizenden Person reicht hierzu bekanntlich aus. Fazit: Das war nicht mein letzter Junggesellenabschied (als Teilnehmer). Noch ein Tipp an alle, die so eine Veranstaltung als Haupt-Akt noch vor sich haben: Nicht am Anfang zu viele alkoholische Getränke konsumieren! Ich kannte mal eine Braut in spe, die an ihrem Junggesellinnenabschied unter anderem Brause-Bonbons in Penisform an den Mann bringen musste. (Ja, der "Kampfgurt" war auch dabei.) Jedenfalls war sie nach zwei Stunden schon fast jenseits von Gut und Böse, weil sie sich häufig dazu überreden ließ, einen Schnaps mitzutrinken. Sie torkelte irgendwann auf einen grau-melierten Herren zu, der in einem Klub alleine an einem Tisch saß; sie sagte: "Woll'n Sie was kaufen? Hier, ich habe noch Schwänze zum Lutschen." Was sie nicht bemerkte: es handelte sich dabei um den Oberbürgermeister einer süddeutschen Großstadt. Er nahm es mit Humor.