Runter von der Flirtbremse und Schweinehund überwinden.
Es gibt viele Singles, die sich als Flirtmuffel bezeichnen. Woher kommt das – und wie kann man sich selbst therapieren?
Mütter und Väter wissen: Schon Babys flirten. Und zwar recht professionell. Als angeboren gilt das sogenannte "soziale Lächeln". Es dient dem Säugling dazu, mit seinen Mitmenschen in positiven Kontakt zu treten. Ein Hinweis auf einen evolutionären Hintergrund.
Wer also sagt, er könne nicht flirten, müsste richtigerweise feststellen: Ich konnte es mal, und irgendwann habe ich es irgendwie verlernt.
Hierzu ein kleiner Ausflug in die Hirnforschung. In den ersten Lebensjahren entwickelt sich das Gehirn langsam "von unten nach oben". Das heißt, zunächst werden die niederen Hirnareale ausgeprägt. Sie sind für die emotionalen Prozesse verantwortlich. Die höheren Areale, die imstande sind, gedankliche (kognitive) Operationen auszuführen, entstehen erst später. Bis zu diesem Zeitpunkt (etwa 4.-6. Lebensjahr) hat das emotionale Gehirn die sozialen Beziehungen, denen man ausgeliefert war, bereits völlig aufgesaugt – es wurde entsprechend geprägt. So kommt es zu bestimmten Erwartungshaltungen in sozialen Situationen.
Durch häufiges negatives Feedback von Seiten der Umwelt kann sich auf emotionaler Ebene, lapidar gesagt, eine Flirtbremse bilden. In zukünftigen Situationen, in denen man mit anderen in Kontakt treten will, kommt das emotionale Gehirn dann vorauseilend zu einer negativen Einschätzung der Lage. Leicht entsteht eine Tendenz zur Vermeidung. Weil nun eine solche Flirtbremse in einer Zeit entsteht, in der die höheren Hirnareale noch nicht vorhanden sind, kann es sein, dass der Betreffende später einmal nicht bewusst an die Ursachen seiner Flirtbremse herankommt. Er hält sich vielleicht demgegenüber für einen Flirtmuffel.
Zu entsprechenden "Umbaumaßnahmen" im Gehirn kommt es noch einmal, und zwar in der Pubertät. Flirtbremsen können auch in dieser Phase entstehen. Wie auch immer die Ursachen von Flirtbremsen aussehen – es kommt letztlich darauf an, sie zu lösen. Ansonsten verzichtet man auf eine wahrhaft beglückende Sache. Als besonders effizient bei der Überwindung von Ängsten haben sich die sogenannten Konfrontationsübungen herausgestellt. Der Betreffende begibt sich dabei in eine Situation, die Angst auslöst, und verbleibt in ihr so lange, bis sich die Anspannung legt. Man kann dabei schrittweise vorgehen.
In Hinsicht auf das Flirten heißt das:
1. Ab jetzt jeden Samstag eine passende Location aufsuchen.
2. An einem bestimmten Abend fünf Personen des anderen Geschlechts nach der Uhrzeit fragen.
3. Irgendwann fünf Personen des anderen Geschlechts zu einem Small Talk motivieren. usw.
Fazit: Jeder kann flirten – das Potenzial ist angeboren. Wer seine Flirtbremsen überwindet, wird automatisch glücklicher. Rückschläge gibt es meistens, aber die sind nicht von Belang.
hallo! ich kann jedem das ebook “hasenkunde” (gibts bei amazon) ans herz legen. auch wenn der titel etwas proletoid klingt, ist das ebook selbst durch und durch voller braucherbarer tipps. mir hats geholfen! ich wünsch euch dasselbe glück!