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Menschenkenntnis durch das Flirten fördern
Menschenkenntnis durch das Flirten fördern (Kategorie: Flirtblog)
Steigern Sie ihre Chancen beim Flirten indem Sie ihr Gegenüber besser einschätzen können.

"Ein unreflektiertes Leben ist nichts wert", sagte der alte Sokrates einmal. Sicherlich ist der Mitmensch bei einer solchen Reflexion mit eingeschlossen. Nun ist bekanntlich der Flirt der kürzeste Weg zum anderen.

Lebenserfahrung ist durch fast nichts zu ersetzen. Hierzu gehört auch die sogenannte Menschenkenntnis. Nun stellt der eine oder andere Hobby- und Fachpsychologie neben den allgemeinen Irrationalitäten im "alltäglichen Wahnsinn" auch fest, dass sich die meisten Charaktere für gute und erfahrene Menschenkenner halten. Diese "Tatsache" wird mehr oder weniger vehement vertreten, bei Bedarf.

Dem ist natürlich nicht so. Gerade die Personenwahrnehmung ist ein so komplexer Vorgang – und er wird von Betreffenden gar nicht als solcher reflektiert. Auf der anderen Seite kommen wir oft zu bestimmten Schlussfolgerungen – "Der ist aber arrogant" oder "Die ist aber süß!" – die eigentlich nur etwas mit unserer innerpsychischen Struktur oder unserer Stimmung zu tun haben. Auch das ist uns in der Regel nicht bewusst.
Wer also seine Menschenkenntnis wirklich fördern will, muss jeden Tag aufs Neue einige Homo sapiens in Reichweite studieren. Man muss offen, sein, darf sich nicht zu schnell festlegen. Das ist erwiesenermaßen nicht einfach. Grund: Unser Gehirn läuft im Alltag auf Autopilot. Das heißt, aus ökonomischen Gründen spart unser Denkapparat mittels einer "niedrigen Drehzahl" Stoffwechselenergie.

Dies zieht große Nachteile in Hinsicht auf den Umgang mit unseren Mitmenschen nach sich. Es braucht uns "nur" jemand an einen Fiesling (emotional) zu erinnern ("Das Gehirn vergisst nichts!"), der uns im Kindergarten eine Ladung Sand im Gesicht verteilt hat. Schon spüren wir – "große Menschenkenner", die wir sind -, dass dieser Typ da vor uns irgendwie unsympathisch ist. "Irgendwas stimmt nicht mit ihm!" Quatsch…
Alleine schon die emotionale Einschätzung, die nur auf iner einzigen negativen Erfahrung beruht und – noch wichtiger – unbewusst (!) abläuft, zieht eine negative rationale Einschätzung nach sich.

Entsprechende Vorurteile, die jeder hat, lassen sich in der Regel nur durch zahlreiche persönliche Gespräche (emotional) abbauen. Daraus folgt: Suchen Sie immer wieder Kontakt zu Ihren Mitmenschen, flirten Sie. Wichtig: Reden Sie auch mit Menschen, die Sie auf den ersten Blick nicht so mögen. Vielleicht beruht Ihr erster Eindruck nämlich nur aus einer vorauseilenden negativen Erwartungshaltung, die mit Ihrer Biografie zu tun hat.
Auf der anderen Seite folgt hieraus: Wenn Sie mal einen Korb bekommen, nehmen Sie ihn nicht unbedingt persönlich. Wer das tut, sorgt dafür, dass sein Selbstwertgefühl mehr oder weniger erschüttert wird. In solchen Fällen bringt es mehr, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass man den Anderen an eine Person aus seiner Vergangenheit erinnert hat, die ihm übel mitgespielt hat.
Ich spreche von einzelnen Körben. Wenn Ihnen neun von zehn Menschen, die sie ansprechen, eine Abfuhr geben, dann liegen die Dinge letztlich doch bei Ihnen. Dann sollten Sie sich wirklich fragen: Was kann ich ändern? Und ändern kann man immer etwas. Denn der innere Schweinehund sitzt im Gehirn.


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