Klarer Fall: Die meisten Singles haben mehr oder weniger Angst, wenn ein Gesprächseinstieg mit einem interessanten Menschen in der Luft liegt. Aber es kommt natürlich darauf an, Furcht zu überwinden.
Mit der Angst ist das so eine Sache: Einerseits ist das angeborene Potenzial nützlich, es hilft uns zu überleben. Furcht hält uns davon ab, Dinge zu tun, die unser psychisches oder physisches Wohlergehen gefährden würden. Auf der anderen Seite kann Angst aber auch hinderlich im Alltag sein. Nämlich dann, wenn sie irrational ist und den Betreffenden und/oder sein soziales Umfeld einschränkt.
Nimmt Angst extreme Formen an, spricht man auch von einer sogenannten Angststörung. Es gibt eine Angststörung, die in Hinsicht auf unser Hauptthema hier im Flitblog sehr relevant ist: Nämlich die sogenannte Soziale Phobie.
Wohl die Mehrheit der Singles verspürt ein mehr oder weniger unangenehmes Gefühl, wenn es darum geht, mit Frau oder Herrn Unbekannt auf Tuchfühlung zu gehen. In extremen Fällen leiden die Betroffenen unter starken sozialen Ängsten – und kriegen in relevanten Situationen kein einziges Wort heraus.
Extreme soziale Ängste führen zu körperlichen Erregungszuständen: Der Puls beschleunigt sich, das Herz beginnt zu rasen, die Atmung wird flacher. Dann meint man, der Andere würde einem die Angst sprichwörtlich ansehen.
Doch natürlich sind solche Katastrophengedanken in der Regel unangebracht. Es kann daher in einer verheißungsvollen Situation schon viel nützen, die gerade erlebte Angst kritisch zu hinterfragen. Hierzu muss man Neubewertungen vornehmen, die letztlich das emotionale und körperliche Angsterleben regulieren. Ein entsprechender Denkirrtum à la „Ich werde bestimmt gleich rot und der Andere wird das peinlich finden“ heißt dann übersetzt: „Stopp! Ich werde vielleicht gleich rot, aber der Gesprächspartner muss das gar nicht peinlich finden!“ Und aus einer Wahrnehmungseinbahnstraße wie „Mir wird gleich ein Kloß im Hals stecken!“ wird dann: „Unsinn! Hol’ tief Luft und überwinde dich!“
Ein solches kognitives Training kann dazu beitragen, dass man nach außen hin souveräner wirkt. Auf der anderen Seite sind sportliche Betätigungen vor dem Besuch einer Flirt-Location sinnvoll. Trick 17 sozusagen. Denn nach dem Auspowern fehlen dem Körper Ressourcen, um später vor dem Ansprechen ein übertriebenes Stress-Level zu konstruieren. Das heißt, man wird durch Ausdauersport automatisch entspannter.
Ganz „weg“ bekommt man soziale Ängste natürlich nicht. Sie sind nämlich evolutionären und auch gesellschaftlichen Ursprungs, das heißt, tief in unserer Hirnmatrix eingesenkt. Doch man kann soziale Furcht überwinden! Trauen Sie sich!