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On /-Off Beziehungen
On /-Off Beziehungen (Kategorie: Trennungsblog)
Verlieben, lieben, entlieben, verlieben, lieben, entlieben... ein teuflischer Kreislauf, in dem sich manche "Nicht"-Paare befinden.

Beziehungen bilden sich, Beziehungen zerbrechen. Leute heiraten, lieben sich, betrügen sich, trennen sich und kommen mit anderen Leuten zusammen. Alle Menschen versuchen doch letztendlich nur, ihre eigene Hollywood-Romcom zu inszenieren, egal wie verzweifelt das wirkt.

Aber bei einigen wechseln die Hauptrollen nie. Paare, die sich immer wieder trennen und doch wieder zusammen kommen sind etwas Bizarres. Beim ersten Mal glaubt man ja noch an das Happy End einer Liebesbeziehung. Beim dritten Mal will man glauben, dass die beiden sich einfach etwas schwer tun. Danach sitzt man als Freund daneben und wundert sich nur noch, wie lange so was dauern kann. Nach wie vielen Trennungen ist es zur Routine geworden? Ich selber bin nicht unschuldig, mit solchen Merkwürdigkeiten meinen Freundeskreis auf Trab gehalten zu haben. Es ist eine neuartige Beziehungsform. Alle sind so locker drauf, dass man eigentlich dauerhaft in völliger Verkrampftheit lebt.

Warum also? Vielleicht ist es ein Moment, an dem man glaubt, Dinge würden in Ordnung kommen. Ein Moment, in dem man glaubt, etwas Besonderes zu haben, den man nicht loslässt. Weil es zu schmerzlich ist diese Hoffnung loszulassen. Weil man Hoffnung gerade braucht? Egal wie teuer erkauft. Wie ich bereits früher erwähnte: Hoffnung ist ein Verräter.

Oft ist es einfach der Charakter beider Beteiligter. On-Off-Beziehungen werden oft von Leuten geführt, die Wahrheiten als lästige Feinde ihrer eigenen Weltsicht betrachten.

In jedem Falle ist es die ungesundeste Sache der Welt vor lauter "Lockerheit" in einem ständigen Zwischenzustand zu leben. Man hat ja auch durchaus Partner zwischen den Partnerschaften. Das ist zwar nicht selbstverständlich, aber Menschen die zu On/Off-Beziehungen neigen, leiden meistens auch an der Unfähigkeit alleine zu sein (persönliche Statistik). Sie streiten sich, trennen sich, kommen wieder zusammen. Irgendwann hören ihre Freunde nicht mehr zu. Der andere Partner wird abgestumpfter. Alles fühlt sich weniger spannend an. Es wird profan. Und kaum fehlt emotionale Resonanz. Kaum ist aus dem großen Drama eine sachliche Geschichte in Grautönen geworden, hören sie dann plötzlich auf. Niemals als Paar. Immer getrennt.

Die Menschen, die ich traf, die solche Beziehungen hinter sich hatten, die waren meist für immer beschädigt. Im verzweifelten Ringen um seine Illusionen macht man vielleicht mehr von ihnen kaputt, als man sollte.


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14 Antworten zu “On /-Off Beziehungen”

  • LadyAnna sagt:

    Die anscheinende Lockerheit, die ewige Verkrampfung ist, paradox aber wahr.
    Kein Freund der Welt sollte sich bereit erklären, sich mit so einem Paar hin zu setzen und zu versuchen zu kitten, was nur die beiden alleine kitten könnten! Die Zeit muß sein, für beide Betroffene sich alleine hin zu setzen und ihren Unmut, ihr im moment unglückliches Dasein gegenseitig zu äußern. Lösungen zu finden und sich sachlich einzugestehen was machbar und was aussichtslos ist. Als Freund kann man da höchstens nur Vorschläge machen in Richtung einen Fragebogen als Leitfaden zur erstellen und Anleitung dazu zu geben. Entweder es geht was zu verbessern oder man trennt sich. Oft genügt da schon für eine gewisse Zeit eine räumliche Trennung. In der man weder trauern noch resignieren sollte, erst mal wieder zu sich selber finden. Dann kann man mit seinem Partner wieder telefonischen Kontakt auf nehmen und ihn zwanglos zu schönen Dingen einladen, ohne dass man "Altes" an spricht. Werden die erkalteten Gefühle nicht wieder lauwarm schon gar nicht mehr heiß, muß sich halt jeder eingestehen, dass auch diese Art der momentanen Lösung zu keiner Wiedervereinigung führen läßt, aber es macht es wesentlich leichter, die Trennung dann ganz zu vollziehen. Sollten die Gefühle langsam wieder warm und wärmer werden, muß es daran gehen die Zusammenführung intressant zu gestalten. Auf keinen Fall zurück ins alte schon fast abgeschlossene Leben, denn da geht diese neu gewonnenene Gemeinschaft dann entgültig kaputt.

  • LadyAnna sagt:

    Ausreden wie …unser Haus, unsre Kinder, unser Beruf…ist alles kein Hinderniss, denn wenn es zur entgültigen Trennung käme, wäre das Thema sowieso präsent, das Thema der totalen Umorientierung.W enn wir uns alle eingestehen, dass wir zwar gemeinsam gesteckte Ziele erreichen und erreicht haben, aber doch persönliche Ziele darin verloren gegangen sind, so ist es doch ein wahres Glück, nach einer zeitlich begrenzten räumlichen Trennung in der man feststellt, man gehört noch immer zusammen, die Chance eines Neufanfangs richtig wahr zu nehmen.
    Die persönlichen Ziele des Einzelnen durch einen kompletten Neuanfang miteinander, JETZT verwirklichen zu können. Nur unsere blöden Gefühle hindern uns daran, so sachlich zu denken und vorzugehen. Wenn sich jeder sagt, ich muß die Angst ihn/sie ganz zu verlieren einfach beiseite schieben, denn wenns so kommt, kann keiner was ändern. Könnten wir uns eine neue Beziehung (räumliche vorübergehende Trennung) besser vorstellen, besser nützen um zu uns selber wieder zu finden. Um einmal das zu tun, was man schon Jahre vermisst hat und wenns nur endlich mal die Haare ab und rot färben (nur ein Beispiel) ist… warum tun das Leute erst immer wenn sie entgültig getrennt sind????

  • LadyAnna sagt:

    Warum sagt eigentlich keiner was zu den alt eingefahrenen Familienpsychologen, die Leute genau noch so dämlich beraten wie vor hundert Jahren???
    Ehen, die ihre Probleme mit solchen Institutionen wieder auf Vordermann bringen wollen, haben doch schon verloren, wenn sie sich da an melden!!
    Schon alleine das Unding, erst mal jeden für sich alleine zu sprechen und zu beraten.
    Jedenfalls haben mir meine eigenen Ratschläge, die ich hier schrieb, in meinem Falle sehr geholfen, ohne langes hin und her zu einer guten Lösung für beide zu kommen.Obwohl ich keine Psychologin bin. Alleine nur die Tatsache, dass ich mir weder selber noch dem anderen weh tun muß, über Tatsachen, die nun mal einfach plötzlich da waren. Hat es mir möglich gemacht, so zu handeln. Alles andere wäre Selbstzerfleischung.

  • uedes sagt:

    Ich habe so eine Nummer 30 Jahre mit gemacht und möchte nun endlich den "Schlußstrich" ziehen, es ist verdammt schwer…….

  • Mandelauge sagt:

    Wenn in einer Beziehung der berühmte "Wurm"drin ist, ist sie auch meistens nicht mehr zu retten. Eigenschaften oder Verhalten des Partners stören und es liegt an einem selbst, dies zu verdrängen und auf bessere Zeiten zu hoffen, die im Übrigen nie mehr kommen werden, oder seine Konsequenzen zu ziehen. Wer nach der Trennung sagt, er möchte nun doch wieder zum Partner zurück, ist meiner Meinung nach ein Selbstzerstörer. Er traut sich wahrscheinlich nicht zu, zu sagen was er will und ist es sich nicht wert, glücklich zu sein. Da gibt es so ein schönes, aber treffendes Beispiel: Wenn ein Mensch viele Jahre seines Lebens im Gefängnis gesessen hat und er kommt endlich raus in die Freiheit, dann kommt er mit der Freiheit nicht mehr klar und sehnt sich…nach der Zeit im Knast!!!!

  • Lepstik sagt:

    Ich kenne diese Beziehungen. Es ist immer so traurig. Entweder läßt die Liebe einen nicht los, weil sie manisch geworden ist. Oder man hat Angst allein zu sein. Beziehungen können wie warme Decken sein. Man hängt nicht an ihnen, aber will sie auch nicht wegwerfen.
    Jetzt rede ich schon wie Sie, Herr Leyendecker.

  • Carmen sagt:

    Oh, ja, ich steckte auch drei Jahre in so einer Beziehung. Ich habe einfach nicht beenden können, er hat nicht beenden können. Es wechselten Leidenschaft und Frust wie die Jahreszeiten. Nichmal eine neue Liebe konnte mich von ihm wegbringen und diese neue Liebe war ein wirklich toller Mann, den ich außerdem dadurch verloren habe. Letzten Endes habe ich dadurch erfahren, dass es sich wie mit Alkoholabhängigkeit verhält – man braucht es, es schadet, aber und ich bin immer noch nicht darüber hinweg. Ich schäme mich vor mir selbst, denn es war auch eine Zeit der Demütigungen und noch dazu habe ich den Eindruck, wertvolle Zeit verloren zu haben, die ich mit einem Menschen hätte verbringen können, mit dem es eine friedliche Beziehung gegeben hätte. Leider habe ich momentan nur das Gefühl, verloren zu haben und ja – es hat mir eindeutig sehr geschadet.

  • Flo sagt:

    Ich bin in solch einer beziehung und ja …ich schaffe es nicht da raus. Wir schaffen es nicht während einer diskussion einfach den anderen weg zu wählen …ich habe das gefühl ich gehe gerade daran kaputt und kann es nicht ändern.

  • baby sagt:

    über solch eine ein/aus beziehung könnte ich bücher füllen. meine güte, was leide ich, wegen einem menschen, der es eigentlich nicht verdient hat, geliebt zu werden.
    es hat mich kaputt gemacht … komischerweise geht es mir immer wenn es gerade auf off ist (wie jetzt) viel besser. aber pfeift er, so folge ich leider wie ein hündchen. ich hoffe, diesmal gewinne ich an stärke.

    das ist das schlimmste was man sich antun kann, wie eine sucht mit rückfallgarantie.

  • Polartatze sagt:

    Seit über einem Jahr habe ich einen sehr lieben Freund, der voll hinter mir steht. Leider hängt mein Herz noch an einem anderen. Mein Verstand sagt mir, dass der jetzige Mann das beste ist, was mir passieren konnte. Jedoch ist es wohl so, wenn Vernunft und Gefühl nicht unter einen Hut zu bringen sind, gewinnt immer das Gefühl. Deshalb bin ich total zerissen und weiß nicht mehr weiter. Habe schon einige Male Schluss gemacht und dann kamen wir doch wieder zusammen. Das beste ist wohl eine Trennung auf Zeit, in der wir uns weder hören noch sehen, damit wir nicht wieder "rückfällig" werden…Hilfe!!

  • love_me sagt:

    Seit ungefähr einem Jahr bin ich auch in einer on-off Beziehung. Eher off als on. Ich habe das Gefühl, dass er der Richtige ist, meine große Liebe…andererseits frage ich mich wie kann jemand meine große Liebe sein, der meine Liebe nicht schätzt und mit meinen Gefühlen spielt?! Er macht mir immer große Versprechungen, die er nie einhält. Nach einem Jahr sollte man meinen man lerne aus seinen Fehlern und falle nicht immer und immer wieder auf die leeren Versprechen rein, doch dem ist leider nicht so. Ich rede mir immer ein…jetzt ist endgültig Schluss…doch er muss nur wieder nett sein und alles was war ist plötzlich vergessen. Meistens hält das schöne Gefühl nur eine Nacht, höchstens einen Tag, denn dann ist ihm alles zu kompliziert und in seinen Augen macht es keinen Sinn! Mit ihm bin ich unglücklich, ohne ihn geht es mir definitiv besser! Wenn man das weiß, warum lässt man sich immer wieder darauf ein?!

  • mimo sagt:

    hallo,
    Eine On/off-Beziehung ist auf dauer zerstörerisch. Ich lebe selbst seit 7 Jahren in so einer Beziehung. Zudem ist es auch schwierig einen Rat zu geben, weil man weiss wie die Theorie ist, aber zum Schluss machen wir alle die Fehler wieder und wieder… Ich denke, man sollte sich auch profesionellen Rat suchen, weil man sonst auf die Dauer kaputt geht. Wie im Song von den Eagles "Hotel California": You can checkout any time you like, but you can’t never leave!

  • cat4andhorse sagt:

    hallo,
    tja was soll ich sagen…auf der suche nach antworten muss ich wohl auch eine on/off beziehung geführt haben. gerad die dritte trennung…eine ende? die vernunft sagt mir: ja…meine gefühle: nein. ich spüre trotz allem was war, eine tiefe verbundenheit zu meinem derzeitigen expartner. immer wieder habe ich mir in der vergangenheit die frage gestellt, warum ist das so zwischen uns? antworten habe ich gefunden in der literatur. mir hilft es weiter, die dinge zu erkennen – mein eigenes ich zu hinterfragen und parallelen zu sehen, zu meinem expartner und meinen eigenen erfahrungen bzw prägungen in der kindheit…und meinen verlauf des lebens. ja, ja ich weiss, jeder wird sicher jetzt sagen wollen…"immer die kindheit"…aber leute, da ist was dran. einen satz schrieb ich meinem ex nachdem wir, bzw. ich mich trennte."ich wünsche dir freiheit, nicht von mir, sondern von dem objekt, dass ich für dich repräsentierte". psychologisch wertvoll, aber aussagekräftig. ich kann nur eines sagen: wenn jeder bei sich anfängt zu suchen, zu erkunden, fallen einem einige dinge leichter zu erkennen, man findet antworten, für vieles was in beziehungen falsch läuft, der fokus sollte nicht überwiegend auf dem partner gerichtet sein. ich für meinen teil arbeite daran. in diesem sinne allen eine wunderbare liebe!

  • Saskia sagt:

    Liebe Menschen,
    ich lese aus euren Worten,dass ihr sehr leidet.Ich kann dies gut nachvollziehen,möchte euch aber Mut machen,dass dieser Zustand nicht sein muss.Ich selbst habe unbewusst eine solche Beziehung geführt.5 Jahre Leiden,ich war vereint & getrennt und dachte,dass das Leben so sein müsste.In einer Off-Phase,hat er eine andere Frau kennen gelernt,für sie alle seine Prinzipien über Bord geworfen & "sich richtig die Hosen runter ziehen lassen".Aufgearbeitet hat er diese Niederlage mit mir,weil er niemandem so vertraut wie mir.Zunächst werden nun alle denken:"also doch,es hat sich gelohnt!"Meine Meinung ist jedoch:ich habe eine lange Zeit meines Lebens damit verbracht,an einem Menschen zu hängen,der zu wenig Charakter & zu wenig Respekt vor mir hat. Wenn er schwach war,dann wollte er von meiner Stärke profitieren,er hat mich geradezu ausgesaugt. Sonst brauchte er mich nicht,wie die Mama,die ihm die Wunde pflastert.Das hat aber nichts mit einer gleichberechtigten Partnerschaft zu tun.Ein modernes beziehungsmuster?Ich sehe es eher als die Angst der Frau,das gewonnene Selbstbewußtsein wirklich zu leben.Die Behauptung,dass es leicht war für mich wäre schlichtweg falsch,aber ich bin nicht bereit,eine meiner Körperhälften aufzugeben & mich zu verleugnen.Und dem käme der Schritt zurück gleich.Ich habe die Möglichkeit,aber ich möchte sie nicht.Ich bin stark genug,auf meinen eigenen Beinen zu stehen.Und ich bin müde,in jedem Gespräch zu hören,dass er mich nie hätte verlassen dürfen.
    Das Leben ist nüchtern,es ist eigentlich einfach, man muss sich nur manchmal aus der Situation begeben,sie von außen betrachten,unemotionale & ehrlich zu sich selbst sein.Habt Mut,lasst euch nicht hinhalten,seid selbstbestimmt und tragt den Kopf aufrecht.
    Ich selbst habe mich in einen Mann verliebt,der in einer solchen Beziehung steckt.Nicht mit mir,er weiß es auch so nicht,aber ich werde nicht gegen Mühlen kämpfen.Ich werde meinen Weg geradeaus weiter gehen…kommt doch einfach mit!