Alles vorhanden. Und trotzdem allein? Das Phänomen ist keine Seltenheit.
Was kann der Grund für die Einsamkeit unserer Gesellschaft sein? In meine Beratung kommen nicht selten schöne, erfolgreiche, aber einsame Singles mit den Worten: Warum hält keines meiner Verhältnisse länger als drei Monate? Was mache ich falsch? Bin ich beziehungsgestört? Ich fühle mich einsam und allein!
Ich möchte die Dinge nicht verallgemeinern, aber eines liegt ganz klar auf der Hand: Leider hat die Emanzipation der Frau nicht nur Positives beschert. Die Rollenverteilung ist nicht mehr deutlich definiert. Eine moderne Frau ist heute unabhängig – beruflich, finanziell – manchmal auch emotional und sexuell sowieso. Anfangs ist das für einen Mann sehr spannend, dann schlägt irgendwann der normale Alltag zu und ein Mann fühlt sich nicht mehr als der Held oder Retter. Und sind wir doch mal ehrlich: Das möchte ein Mann doch sein. Soll er auch, so war es mal gedacht. Heute gestaltet sich das moderne Leben in der Tat anders. Frau kann alles alleine.
Beim kleinsten Anlass wird sich getrennt, jeder Partner hat seine eigene schöne Wohnung, sein eigenes Einkommen, seinen eigenen Freundeskreis und eine Trennung ist flott vollzogen. Alles ist möglich, alles ist erlaubt. Leider schleicht sich dann zur Folge die EINSAMKEIT ein. Vielleicht war es doch schöner und einfacher, mehr Respekt vor dem Partner zu haben und zusammen halten zu müssen. Waren unsere Großeltern wirklich alle unglücklich, weil sie weniger Möglichkeiten hatten, abhängiger von einander waren, und sich nicht ruck zuck trennten?
Um einen neuen Partner kennen zu lernen, muss man in der heutigen Zeit noch nicht einmal vor die Tür gehen. Nein, ganz bequem vom Schreibtisch aus kann man bei den verschiedensten Singleportalen seine Wünsche für den Traumpartner eingeben. Die mögliche Enttäuschung kommt erst später, wenn der Traum nach dem X. Treffen doch nicht erfüllt wurde.
Ich beobachte eine neue Entwicklung: Die jüngsten meiner Klienten steuern eine andere Verhaltensweise an. Sie möchten wieder ein festes Verhältnis, es wird sich wieder verlobt, geheiratet und auch Kinder sind wieder erwünscht. Das lässt doch hoffen, weniger schöne, einsame, erfolgreiche Singles zu beobachten.
Schade, dass Sie Ihren Beitrag auf das Klischee, Männer seinen emotionale
Wenn die Emanzipation als Begründung dafür herhalten muß, daß Frauen heute Männer verlassen können, ohne sich um deren Schicksal kümmern zu müssen, dann tut dies dem Gedanken der Gleichberechtigung sicher keinen Gefallen. Nicht immer gehören zwei dazu, wenn eine Frau nach 25 Jahren ihren Mann verläßt, der sie durch Dick und Dünn begleitet hat, von dem sie Hilfe und Unterstützung erfuhr und der dann mit dem Hinweis auf die eigene Weiterentwicklung verlassen wurde. Ich bin wirklich gespannt, wieviele Jahre eine solche Verletzung noch schmerzt; es kommt immer darauf an, wer Täter, wer Opfer ist, das allein zählt. Und dies hat mit überkommenen Rollenverhältnissen einfach gar nichts zu tun, sondern ist, gelich von wem, moralisch zutiefst verwerflich und verabscheuungswürdig.
Wer redet hier von emotionalen "Holzköpfen"? Es gehören immer zwei dazu. Als beruflich erfolgreiche Frau, die nicht schnell in Abhängigkeit gerät, nicht den großen Beschützerinstinkt, sondern eher den Eroberungsgedanken anspricht, verfliegt das Interesse nach der Eroberung oft recht schnell. Und dann sitzen wir wieder da.. am Rechner und die Suche beginnt erneut.
Schön, erfolgreich, einsam
Ich bin der Meinung, dass jeder sein Schicksal selbst in der Hand hat bzw. jeder seines Glückes Schmied ist.
Was meine ich damit ?
Auch selbst seit sechs Jahren alleinerziehend ist es wichtig nur für sich selbst zu klären:
Welche Erwartungen habe ich an eine neue Beziehung ?
Stimmt diese Erwartung mit der Erwartung des neuen Partners überein ?
Ist das geklärt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer längeren Beziehung zu rechnen. Auch die Bewältigung von Krisen gehört dazu, da bin ich "altmodisch". Wie heißt das Versprechen vor dem Traualtar: "Ich verspreche dir die Treue in guten und schlechten Tagen".
Wie wäre es, wenn wir uns an dieses Versprechen öfters erinnern würden ?
Ich begrüße es sehr, dass die jungen Leute die alte Tradition "Verlobung, Heirat" wieder für gut heißen.
Die Emanzipation soll als Sündenbock herhalten? Wollen wir Frauen wieder zurück in die Abhängigkeit und Unmündigkeit, nur weil dadurch die Trennungsquote sinkt? Ich für meinen Teil bin lieber als Single glücklich, als in einer Beziehung unglücklich, die ich nur aufrechterhalten muß, weil ich vom Partner (wirtschaftlich/sozial) abhängig bin. Ich kenne viele ältere Paare, bei denen sich die Frauen trennen würden, wenn sie finanziell die Möglichkeit hätten. Haben sie aber nicht, da sie noch in der "alten Rollenverteilung" – Mann bringt das Geld heim, Frau macht den Haushalt – leben. Natürlich war die Scheidungs- und Singlequote früher niedriger, aber das die Menschen deshalb glücklicher waren, bezweifle ich.
Die Frau, mit der man Pferde stehlen kann, gehört auch zu den Männerträumen. Und diese starke Frau scheint in der Populärkultur immer häufiger zu werden. Man vergleiche z.B. die schwachen, ja schwachsinnigen, Bond-Frauen von vor 30 Jahren mit den heutigen Bond-Kolleginnen.
Es gibt Grund zur Hoffnung. Ich würde mir aber wünschen, dass mehr Frauen sich trauen würden, ihre Stärke zu zeigen.
Wehe, wenn wir unsere Stärke zeigen!!!! Dann heißt es gleich von den Männern: Du dominierst mich! Ich kann so meinen Mann nicht mehr stehen (psychisch und physisch)!!
Man könnte fast versucht sein Euch Männern das alte Haremsmodell anzubieten, für jeden Zweck, jede Stimmung und für jede Lage eine andere Frau. Da sag noch mal einer, wir Frauen wüßten ja nie was wir wollten.
Ja, das läßt hoffen.
Leider hat unsere Generation, die Generation, die die letzte Emanzipation voll mitbekommen hat, das nicht sehr gut hinbekommen: Trotz gleicher Rechte auch die Menschen mitzunehmen.
Frauen und Männer haben unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche, aber auch welche, die sie nur zusammen erfüllen können.
Ich suche und wünsche mir einen Mann, der mich liebt und unterstützt – bei aller Selbstständigkeit! Ich kann allein zufrieden sein, aber glücklich bin ich nur mit einem solchen Mann an meiner Seite. Und ich?! Was kann ich einem Mann geben?! Zwischenmenschliche Liebe, das Gefühl, daß ich "ihn" akzeptiere & respektiere, ich ihm vertraue! Er mich glücklich machen kann.
Jedoch stelle ich nun die Gegenbewegung, die E-Frauzipation, bei den Männern fest. Kaum einer, der sich für eine (= seine) Frau entscheiden will. Lieber sich selber glücklich machen (statt eine Frau), das ist heute die Devise?! :-/
Miteinander wie Ying & Yang erscheint mir noch immer die Lösung, jedoch …
… wo finde ich mein Pendant, meinen Seelengefährten?!
Es ist ganz genau so, wie im Blog beschrieben, ich kann das aus meiner persönlichen Erfahrung mehrfach berichten: Anstatt Konflikte auszutragen, diese Zeit durchzustehen und die Beziehungskrise gemeinsam zu überwinden, geht man Konflikten aus dem Weg, hat seine schicke eigene Wohnung und trennt sich sehr schnell. Man flieht sozusagen vor den Problemen anstatt ihnen in die Augen zu sehen. Emanzipierte Frauen merken gar nicht mehr, wie sie sich – scheinbar berauscht durch die ach so tolle Karriere – selbst ins "Aus" befördern, was erfüllte Partnerschaft, Familienleben und Kinder angeht und mit Mitte Vierzig kommt die große Reue, die Sinnlosigkeit all ihres Geldes, der Häuser kommt bitter an die Oberfläche. Während dessen hat "Mann" sich eine liebevolle, familienorientierte Dame aus Russland oder Polen geangelt und alle Zukunftsträume des einst hoffnungsvollen Mädchens von damals weichen großer Bitterkeit. Frauen in Deutschland, ist es das wirklich wert?
Ich befürchte sogar, dass die Studie bzw. Recherche stimmt. Viele Männer wollen klassische Rollenverteilungen. Da sollte eine Frau zwar beruflich agieren, jedoch sind für extrem erfolgreiche Männer eher Frauen von Bedeutung, die abends zu Hause warten und nicht von Termin zu Termin jagen. Ich selbst kann mich als Akademikerin idendifizieren und solche Gedanken der männlcihen Welt nachvollziehen. Ausserdem hat es etwas sehr positives, den eigenen Mann zu bewundern.
an Peter:
Ich bin so eine "Dame aus Russland". An den russischen Universitäten sind mehr Frauen immatrikuliert als Männer. Auch in den technischen Lehrgängen. In Russland hatte ich nie Probleme damit, mir einen ebenbürtigen Partner zu finden. Die Akademiker wollen dort kein "Heimchen am Herd". Mein erster Ehemann war Diplom-Chemiker wie ich. Ich weiß noch, wie ich ihm vor jeder Prüfung beim Lernen helfen musste. Nun stehe ich jetzt vor dem Problem, dass die deutschen Akademiker lieber eine ungebildete Frau haben wollen. Es ist bitter, da ich in meinem ganzen Leben noch nie etwas mit einem Nicht-Akademiker zu tun hatte.
Irina
@all
Ich gehöre zu den Akademikerinnen, die sich mehrfach "nach unten" entschieden haben, weil es für mich menschlich kein "unten" gibt, weder für Männer noch für Frauen. In jüngeren Jahren waren alle Menschen für mich a priori gleich und jeder hatte seine Bestimmung und seinen/ihren menschlichen Wert und Achtung verdient. Im Prinzip denke ich heute noch genauso, in meinen Beziehungen habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass die Gegensätzlichkeit, die reizt und auch anspornt, irgendwann ins Gegenteil umkippt, wenn mensch die Erfahrungen nicht mehr teilen kann, weil beide unterschiedliche Dinge miteinander vergleichen, verschiedene Sprachen sprechen. Dann geht sogar irgendwann der Reiz der Erotik flöten, weil die auch die gegenseitige Achtung voraus setzt. Ich konnte mir nie vorstellen, es allein zu schaffen – bisher – und jetzt sehe ich, dass es geht.Sicher tut es weh, abends nach Hause zu kommen und niemanden zu haben, der mich ohne später Dankbarkeit zu erwarten, weil er sich mal wieder nicht genügend gebauchpinselt fühlt, in die Arme nimmt – mir wirklich zuhört und weiß wovon ich rede. Das können auch Freunde nicht ersetzen. Ich sehne mich nach einer Partnerschaft auf Augenhöhe, und da ist die finanzielle Situation nicht ausschlaggebend. Leider sehen das tatsächlich viele Männer immer noch anders. Ich achte den, der mich achtet, aber ich bin eine Frau, die auch mal gern beschützt und gestützt werden möchte. Es muss diese Männer doch noch geben; haben sie nur Befürchtungen, sich zu artikulieren? Statistiken glaube ich nur bedingt, weil der Mann, der Gefühle und Achtung zeigt, immer noch von der meist männlichen Allgemeinheit skeptisch betrachtet wird und unter großem Druck steht. Letztlich bleibe ich tatsächlich lieber allein, als in die tradierte Rolle zu flüchten, die ich eh nicht mehr ertragen könnte, weil ich weiß, dass sie zumindest Frauen oft sehr weh tun kann.
Was mir bei der ganzen Diskussion auffällt ist, dass die Damen wirklich sehr indifferent handeln. Auf der einen Seite wollen sie vollkommen unabhängig sein, auf der anderen Seite soll der Mann die alten Rollenmuster (Beschützer…) weiterhin bedienen.
Mir drängt sich die Feststellung auf, dass man als Mann eigentlich es nur falsch machen kann. Wenn man(n) selbst sich durchsetzen will, ist man der alte Macho, der abgelehnt wird. Und wenn man(n) sehr nachgiebig ist, dann ist es der emanzipierten Frau auch nicht recht, weil sie keinen Schwächling an ihrer Seite akzeptiert.
In meinem Leben hatte ich immer nur ein Ziel: Ich wollte ein ganz normales Leben führen. Ohne dabei an finanzielle Unabhängigkeit, beruflichen Erfolg und Emanzipation zu denken. Allerdings verlief mein Leben bisher ganz anders.
Ich hatte gescheiterte Beziehung nach der anderen.
Warum? Weil ich ein ganz normales, harmonisches Leben führen wollte, meine Ex-Partner jedoch nicht.
Aus verschiedenen Gründen. Nach einer richtig schweren Lebenskrise, musste ich mein Leben in die Hand nehmen um nicht am Kummer zu zerbrechen. Und nun bin ich eben beruflich erfolgreich, finanziell unabhängig. Das habe ich alles alleine geschafft, ohne Unterstützung eines Partners. Ich habe mir das so nicht gewünscht. Das manche erfolgreiche Frauen einsam sind, so wie ich, liegt daran, dass wir uns nichts mehr vom anderen Geschlecht gefallen lassen wollen und gelernt haben, kontra zu geben. Das bekommt den Männern nicht (Ich kommentiere das jetzt aus meiner Sicht, als Frau.) (Es gibt auch Männer, denen es so ergeht.) Man will ja alles richtig machen, auch in einer Beziehung. Meistens klappt es dann nicht, und man beendet lieber eine Beziehung, als dass man eine gemeinsame Lösung findet. Dann fühlt man sich imStich gelassen, unverstanden. Für viele ist es doch heutzutage viel bequemer, keine Kinder zu haben, machen was man will, ohne Kompromisse. Da will sich nicht mehr jeder einfach so binden. Man könnte ja noch was verpassen. Da fehlt der Kick in einer Beziehung, die normal verläuft. Anstatt zufrieden damit zu sein, dass man "Zuhause" ist. Einsame Singles sind nicht immer freiwillig einsam. So wie ich. Ich frage mich auch, was mache ich falsch? Bin ich beziehungsgestört? Ich habe darauf noch keine Antwort gefunden.
Ich befinde mich jetzt das erste Mal auf Eurer Seite und habe dieses vielfach von Euch besprochene Problem. Habe mich als Akademiker nach unten orientiert, da ich mir nie etwas aus Titeln gemacht habe und auch "ganz normale" Gespräche führen kann. Leider habe ich meinen Partner wohl nicht so bewundert und gelobt, wie er es brauchte (habe an ihn die gleichen Ansprüche gestellt) – dann hat er sich "nach unten" orientiert und eine kleine Geliebte angeschafft, die ihn bewunderte und nach seiner Pfeife tanzte. Die vermittelte ihm seinen Angaben nach die "Geborgenheit" die er seit Jahren bei mir vermisste. Allerdings hatte diese Geborgenheit einen Nachteil: sie wollte nur jemanden, der ihren Lebensunterhalt finanzierte…(dafür bringt man natürlich jedes Opfer). Das Erwachen war für meinen Partner sehr hart, da er sich doch so begehrt fühlte. Wir wollen es jetzt, angesichts der gemeinsam verbrachten Jahre, die nicht alle schlecht waren, noch einmal versuchen. Aber mein größtes Problem ist das gebrochene Vertrauen – es belastet mich ungemein. Es gibt doch nichts wichtigeres, als sich beim Partner geborgen zu fühlen. Aber unter diesen Bedingungen ist das nicht möglich, man wittert Verrat an jeder Ecke. Einsamkeit ist schlimm – aber vielleicht ist es unter diesen Bedingungen besser, sich dafür zu entscheiden. Mein Partner ist allerdings bemüht und hat dieses Kapitel schon völlig verdrängt – schön, wenn man es kann!
ALSO JUNGS UND MAEDELS
Ich denke, man sollte es sich nicht so schwer machen. Ich bin eine dieser gebildeten erfolgreichen Fráuen und habe es mir schon oft mit Maennern verspasst, weil ich meine Intelligenz gezeigt habe.
Die Loesung ist doch einfach – man sollte seinem maennlichen Partner vermitteln, dass man ihn braucht, ohne ihn hilflos ist (auch wenn man das nicht ist). Manche verstecken ihre Intelligenz.
Darueber gibt es solche und solche – ich kenne sehr sehr viele fuer denen die Familie alles ist. Ich kenne auch viele, die keine Kinder wollen.
Und natuerlich muss man sich als Frau entscheiden, was wichtiger ist: Karriere oder Kinder
Beides zusammen wird auf Dauer schwierig!
Meine Erfahrung geht auch in diese Richtung. Das geht schon mit den E-Mails los. Die ersten Kontakte sind immer freundlich, die Fotos kommen an. Doch sobald ich wortreich tiefergehende Gedanken schreibe, verlasse ich wohl das Beuteschema und bekomme keine Antwort mehr. Da ich mich trotz meines Studiums und meines Berufs weder für unattraktiv noch bröseltrocken halte, machen auch im real life so manche Männer nach dem ersten Anbeißen und Flirten einen Rückzieher. Vielleicht begegne ich ja noch irgendwann demjenigen, der mir standhält. Auch nach dem Ende einer langjährigen Ehe habe ich ihn noch nicht gefunden. Stimmt’s wohl doch, das mit Beuteschema?
Ich (27 seit 8 jahren erfolgreich selbstständig tätig) habe nichts gegen intelligente Frauen aber leider scheine ich mich in den falschen kreisen zu bewegen, treffe sehr selten (eigentl. nie) eine intelligente frau mit Anstand/Verstand die weiss was sich gehört (wobei das meiner meinung nach bei dem Punkt Intelligenz eigentlich inkl. sein sollte) ich hätte aber auch nix gegen weiniger intelligente habe, die aber widerung leider zu oft unüberlegt quersteuern und mich somit ehr blockieren geschäftlich wie privat… Na ja Beziehungssuchender/Familiärer Mann hat
… die eierlegende Wollmilchsau wird gesucht, besonders von uns Frauen heute. Es ist ja nicht so, dass die Frauen früher nicht intelligent waren, sie sind heute nur gebilderter. Und es ist nicht so, dass die Frauen früher keine Macht in der Beziehung hatten, im Gegenteil: sie hatten die finanziellen und sozialen Fäden meist in der Hand. Was sich m. E. heute geändert hat ist die gewaltige Anonymisierung und Mobilisierung in der Gesellschaft. Was früher die Freundinnen, weiblichen Verwandten, Nachbarinnen geleistet haben, nämlich eine Gemeinschaft zu bieten, den Austausch beim Kaffeklatsch, die Beichten bei den Busenfreundinnen sollen heute die Partner leisten und die fühlen sich überfordert. Kann er nicht philosophieren, sollte man einen Arbeitskreis
gründen, liest er nicht gerne: Wie wäre es mit einem Lesekreis? Wenn beide arbeiten, ist es besser sich eine Haushaltshilfe zu leisten ,statt über die Aufteilung der Hausarbeit zu streiten. Ich vermute, dass viele Männer nicht Angst vor intelligenten Frauen haben, sondern es vermissen, nach einem anstrengenden Tag erst mal schweigend nur "ins Feuer zu starren".
Wir müssen Dinge getrennt machen, wenn es noch Interessantes zum Erzählen geben soll.
Gleichberechtigung heißt nicht Gleichheit, der Erotik kann es manchmal ganz gut tun, wenn die Frau die kleine Prinzessin und der Mann den starken Prinzen spielt! Um sexuelle Bestätigung zu erhalten, Komplimente zu erhaschen, sollte der Mann vielleicht mal auf Macho oder die Frau auf Vamp machen. Viele vom Partner gewünschte Rollen könnten (und sollten?) vielleicht auf andere
Menschen übertragen werden: Kumpel, Handwerker, Näherin, Vertraute/r.
Wofür wir vor allem einen Partner begehren ist doch: Zärtlichkeit, Erotik, Sex, Gemeinschaft, Vertrautheit, Zukunftsplanung. Missbrauchen wir den anderen möglichst nicht als ArbeiterIn, PsychiaterIn u.ä. Weniger Reibung -> weniger Konflikte -> weniger Trennung.
Alles was ich hier gelesen habe, sagt einfach nur aus, dass jeder auf der Suche nach "seinem persönlichen Partner" ist. Was ich kaum gelesen habe, ist die Tatsache, daß jeder Partner in einer Beziehung immer 2 Seiten sehen, verstehen und mitleben sollte. Nämlich seine und die des Partners. Nur so, durch geben und nehmen, kann sich eine dauerhafte Partnerschaft ergeben. Doch heutzutage sind die Menschen zu Egozentrikern geworden und wollen nur noch ihr "Ich bezogensein" ausleben. Kein Wunder, dass so viele Beziehungen zerbrechen. Es ist keine Frage von Intelligenz, Schönheit oder Reichtum sondern von der emotionalen Einstellung. Wer nicht bereit ist auch Kompromisse einzugehen, sollte lieber alleine bleiben, denn es erspart ihm die Trennungen !
)
Ich wäre froh, eine dieser Artikel gewidmeten Frau zu begegnen, die auch noch die emotionale Einstellung mitbringen würde, aber da kann ich mir fast genauso gut einen 6er im Lotto wünschen
cu Wil
Auch ich sehe eine von vielen möglichen Ursachen in einem auf beiden Seiten gewachsenen Anspruchsdenken, weil der Lebenspartner immer mehr Rollen auf einmal spielen und soziale Bereiche abdecken muss, die früher von anderen sozialen Netzen abgedeckt wurden. Zugleich möchte ich aber kritisch anmerken, dass es historisch immer zuerst die Frauen waren, von denen die Kompromisse und das Eingehen auf den Partner gefordert wurde. Wenn sie dazu heute nur noch in Grenzen bereit sind, werden sie leicht als beziehungsunfähig hingestellt. Da gibt es oft noch ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Was für Männer schon lange selbstverständlich ist, ist es für Frauen noch lange nicht …
Wir Jüngeren können jedoch durchaus von den geglückten Ehen früherer Generationen ein paar "alte Tugenden" lernen: nicht vorschnell aufgeben, sondern auch bei Schwierigkeiten aneinander festhalten und gemeinsam erlebte Zeit als eigenen Wert schätzen; eine vertrauensvolle und offene Gesprächskultur pflegen, in der beide Partner sich aufgehoben fühlen, sich den Blick für den anderen bewahren und kleine alltägliche Gesten der Wertschätzung und Aufmerksamkeit pflegen. Behutsam miteinander umgehen. Und immer wieder unser Anspruchsdenken überprüfen.
Ich halte es jedoch für falsch, in erster Linie die Emanzipation der Frauen und nur deren gestiegene Ansprüche dafür verantwortlich zu machen, wenn Beziehungen heute schneller auseinandergehen als früher: oft und gerade sind es auch die Schwierigkeiten der Männer, ihre Bedürfnisse überhaupt zu erkunden und angemessen (!) zur Sprache zu bringen. Und selbst auch mal Kompromisse einzugehen, statt sie nur von der Partnerin einzufordern. Gleichberechtigung hat für mich auch viel mit Wechselseitigkeit zu tun (aber nicht mit Gleichmacherei!) – und Wechselseitigkeit schließt bspw. einseitige Abhängigkeit oder ein Machtgefälle (auf welcher Ebene auch immer) aus.
Nachtrag @Rolf: Ich kenne Deinen Fall ja nicht, aber könnte es sein, dass Du nicht allein Opfer bist? Mir klingt Dein Beitrag ein wenig so, als hätte sich Deine Ex-Partnerin jahrelang bevormundet oder eingeengt gefühlt, Du das aber als Hilfe und Beistand empfunden. Und keiner hat das dem anderen rechtzeitig kommunizieren können oder wollen … Natürlich tut Verlassen-Werden weh, erst recht wenn man lange nichts davon ahnt, aber meist haben wirklich beide einen Anteil daran, und müssen aufpassen, diesen Fehler nicht in der nächsten Beziehung zu wiederholen. Oft ist das leider Sprachlosigkeit und/oder Achtlosigkeit gegenüber den Bedürfnissen des Partners. Hoffe, Du hast den Schock inzwischen überwunden und vielleicht eine neue Partnerin! lg
Ich (Mann) lese bei vielen Profilen den Wunsch nach Lösung gemeinsamer Probleme. Aus meiner Erfahrung kann ich jedoch rückblickend sagen, dass die Aufgabe des Mannes im Wunschdenken der Frauen sich nicht gravierend geändert hat. Die Emanzipation hat einseitige Wünsche der Frauen freigesetzt und das Resultat ist der Rückzug des Mannes. Frauen können heute vieles ohne die Hilfe des Mannes und sehen dies für sich als Vorteil an. Die Konsequenz daraus ist jedoch, daß geschiedene Männer kein Interesse mehr an der Vorsorgeaufgabe mehr haben, da sie im Trennungsfall oftmals als Zahlmeister ohne Zugang zu den eigenen Kindern darstehen. Auch für einen Mann ist das Singleleben zumindest finanziell erheblich interessanter geworden. Dass dabei die emotionalen Wünsche auf der Strecke bleiben und die Angst vor erneuter Bindung im Vordergrund steht, darf man den Männern nicht verdenken. Ich habe immer für meine Partnerinnen gesorgt und auf vieles verzichtet. In Zeiten der Wirtschaftskrise gibt es neben mir viele Männer, die aufeinmal unverschuldet nicht mehr den gewohnten Lebensstandard bieten können. Jedoch zeigt sich mir bei vielen Männlichen Bekannten aufeinmal der Trennungswunsch deren Partnerinnen, die auf Gewohntes aufeinmal nicht mehr verzichten wollen. Welcher Mann geht also noch ein Risiko ein, stellt sich seiner Aufgabe als Ernährer der Familie, oftmals sogar für Kinder der Partnerin aus einer anderen Beziehung, mit der Aussicht, später wieder alleine dazustehen, ohne die Absicherung des Partners. Gleichberechtigung bedeutet nicht nur positive Moglichkeiten für die Frauen, sondern auch im Gegenzug Absicherung der Männer. Das traut sich natürlich kein Mann zu sagen, weil er sofort zerrissen wird und sein Aufgabe ja gar nicht die Versorgung durch die Frau zulässt.
2. Teil
Auf lange Sicht gesehen ist für mich die alte Rollenverteilung die Bessere gewesen. Nicht, weil ich mir das Heimchen am Herd wünsche, sonder weil es klare Richtlinien gab, die mit Wertvorstellungen vereinbar sind. Heute macht es sich jeder leicht und forciert seinen Egoismus, sobald ihm etwas anscheinend genommen wird, was gestern noch normal war. Einschneidende Veränderungen erfordern auch von den Frauen ein Umdenken, denn was nützt einem die schönste und intellegigenteste Frau, wenn die Befürchtung im Raum steht, daß diese sich nicht an die Versprechen am Altar halten könnte.
Mir sprach der Artikel aus der Seele. Ich bin eine wirklich attraktive und erfolgreiche junge Frau. Mein letzter Partner fand das zunächst umwerfend, dann nach einem Jahr kamen die ersten Andeutungen er könne mit meinem Tempo nicht mithalten, es wäre schön, wenn ich mehr Fehler hätte, ihn mehr brauchen würde, wenn er auch mal etwas besser können würde. Nach etwas über zwei Jahren lag auf dem einstmals gemeinsamen Küchentisch ein Brief als ich nach Hause kam, ohne jede Vorwarnung (wir waren am Abend zuvor noch im Kino gewesen), dass er mein Tempo nicht mithalten könne. Er war weg und wie ich später herausfand, bumste er zu diesem Zeitpunkt bereits eine Frau, die nach seiner eigenen einige Wochen zuvor gefällten Aussage den IQ von Bernd dem Brot hat. Ja, hat sie, aber an ihr kann er sein Ego wieder aufbauen, da kann er cleverer sein, mehr verdienen und einfach nur der Held sein, wenn er beruflich mal über Deutschlands Grenzen hinaus kommt. Das war das erste Mal, dass mir bewusst war, dass es ein viel schwerwiegenderes Problem geben könne als sich zu verlieben, sich in jemanden zu verlieben, der mir gewachsen ist.
Ich glaube, wir haben uns in der heutigen Gesellschaft so auf Konsum und Wegwerfen eingestellt, dass das Grundmuster der Ersetzbarkeit inzwischen auch unsere Partnerschaften prägt. Das finde ich sehr traurig, trifft aber wenn ich mich umsehe fast überall in meinem Freundeskreis zu. Eine Beziehung ist Arbeit, jeden einzelnen Tag. Den meisten ist dies aber leider nach kurzer Zeit einfach zu viel. Es ist einfacher sich zu trennen als daran zu arbeiten. Nur wenn ich beim Tennis eine schlechte Rückhand habe, dann verbessere ich diese nicht, indem ich den Spielpartner wechsel.
Hallo zusammen!
Spannend, wie viele verschiedene Erfahrungen hier zusammenkommen…
Und noch viel spannender, hier intelligente Frauen zu finden, die ihre Meinung äußern – wieso finde ich die nur nicht im "richtigen Leben".. ??
Ich finde immer mehr Frauen, die beruflich erfolgreich sind, aber meine Ansprüche an soziale Kompetenz und Reflektionsfähigkeit einfach nicht mehr erfüllen…
Ich hab – ehrlich gesagt – "null Bock" auf eine Karrierefrau, die ihre Existenz nur durch ihre überspannt hohen Selbstansprüche auf dem Leistungsniveau rechtfertigt – und die ich dann später als depressive Patientin wiedersehe (die behandle ich inzwischen haufenweise – bin Therapeut).
Seit ich selbst bei Arbeit in einem 90-100h-Job von meiner Ex-Frau "abgeschossen" wurde, habe ich selbst auf die Hälfte reduziert und würde dazu auch so mancher Karrierefrau raten…
Und – Frauen, wenn Ihr bei Eurem teilweise gnadenlosem Erfolgsstreben bleibt und dabei menschlich "versandet" wie es jeder bei dieser Belastung unweigerlich tut (Ihr müsst ja immer noch mehr Energie für gleichen Erfolg aufwenden als die Männer – ist immer noch unfair, oder??) – dann bin ICH jedenfalls nicht interessiert..!
DIE Nummer müsst ihr schon allein durchziehen!
Ihr Lieben,
ich sag dazu mal als Post-Karrieristin das folgende
:
a) Locker bleiben – Ist es nicht einfach so, dass unsere Ansprüche an die Gefühle zu gross sind? Vor 200 Jahren war Liebe etwas, was sehr selten geschah…….
b) Die Statistik ist die Statistik: Von da her gehe ich einfach davon aus, dass es sehr schwierig ist als intelligente, unabhängige, erfolgreiche Frau Liebe zu finden; ich schätze meine Chance liegt so bei 3%?!
c) ………..also warum über die bindungsunwilligen, wenig selbstbewussten Männer jammern; warum über down-daten reden?; frau will natürlich auf Augenhöhe bleiben, das ist legitim……..
Aber dann muss man Konsequenz d) in Kauf nehmen: Sein Leben glücklich und entspannt als Single geniessen; seinen Freundeskreis pflegen; und alles das machen, was man schon immer machen wollte….
Liebe lässt sich nicht erzwingen……..und vielleicht taucht er ja doch bei EP auf – der 3% Mann….
und frau verliebt sich….
Die Gesellschaft kann ich nicht ändern, die Männer kann ich nicht ändern; -meine Einstellung schon.
Ich habe mich entschieden glücklich zu sein – mit oder ohne Beziehung.
LG
Beyond
Im Artikel sollte auch vielleicht erwähnt werden, dass sehr viele junge Männer um die 30 gar keine Beziehung wollen. Und was soll man als Frau dann machen? Die Männer dazu zwingen? Oder sich jemanden suchen, der so alt wie der eigene Vater ist (oder sogar noch älter)?
Mit großem Interesse habe ich (schön, erfolgreich, einsam) die Beiträge gelesen. Was ich bei der gesamten Diskussion nicht verstehe, ist das folgende: worin liegt das Problem, dass Frauen – wie Männer – in ihrem Beruf erfolgreich sind? Für mich hört sich das so an, dass Männer um Ihr Ansehen fürchten müssen, kaum, dass ihre Partnerinnen beruflich erfolgreich sind. Provokativ formuliert: Männer haben Angst, dass Frauen sie überholen und Frauen nicht in der Lage sind, ihren Partner zu achten bzw. Frauen ihnen jegliche Bewunderung verwehren. Wieso denn das??? Wäre mein Partner beruflich erfolgreich, könnte ich doch seinen Erfolg intensiv/ehrlich bewundern, weil ich eine Ahnung davon habe, wieviel Arbeit dahinter steckt. Wäre ich nicht erfolgreich, woher sollte ich wissen, welche Leistung hinter seinem Erfolg steckt?
Im Moment dreht sich alles um die berufliche Seite des Lebens. Doch – mal ganz ehrlich – gibt es außer dem beruflichen Erfolg auch noch andere Dinge, die frau an mann beeindrucken können – das fängt schon damit an, wie seine Umarmung ist oder wie er innerhalb kürzester Zeit hartnäckige Computerviren den Garaus macht, usw. Oder etwa nicht?!?!?
Ich bin (noch) überzeugt davon, dass eine Beziehung klappt, auch wenn beide Partner im Berufsleben stehen! Die Emanzipation ist da, das ist gut so, auch wenn beide Geschlechter ihren Kampf damit haben – das muss so sein, nur so kann sich etwas ändern. Für mich kann ich nur sagen, dass ich in einer beruflich befriedigenden Situation eine echte Partnerin (inklusive Bewunderung für meinen Partner) sein kann. Während ich in nicht zufriedenstellenden Arbeitsstellen eher weniger Bewunderung verteilen kann. Was spricht also dagegen, wenn ich den Tag über (wenn ich sowieso allein zu Hause sein würde) nicht meinen Beruf ausübe, für den ich und die Gesellschaft viel Aufwand betrieben habe, um ihn zu erlernen?
Erst mal möchte ich Mia vollkommen recht geben. Noch bevor ich hier bei EP war, viel mir (fast 50, geschieden) seit Jahren auf, dass die schlauen, studierten Mädels von früher jetzt oft folgende Probleme haben: keinen Job, keinen Mann, keine Kinder und keine Rentenansprüche. Nur einmal habe ich die Nummer von meinem Handy an die 40+ weiter gegen. Nie wieder!!! Leider hat mein eigene Ehe nach "altem Muster" der heutigen Zeit nicht stand gehalten. Wer letztlich "schuld" war, ist auch nicht von Interesse, da staatliche Stellen im vom "bösen" Mann ausgehen, besonders wenn Kinder mit betroffen sind. Die Generation 70+ (Eltern und Großältern) versuchten ja auch noch ihr Weltbild einzubringen (keine Gardinen=asozial). Für meine fast 18 jährige Tochter ist die Emanzipation im Beruf schon selbstverständlich, privat eher noch traditionell, weil mit "so’m schüchteren blöden" will sie auch nichts zu tuen haben. Alles ist im Fluss; müssen wir nur aufpassen, dass unsere Gesellschaft nicht den "Bach runtergeht"
Nun, die Emanzipation war erfolgreich bzw. folgenreich: Die Frauen sind frustriert, die Männer auch. Die Frauen sind wie Männer geworden, behandeln – das war doch bei den Männern so verpönt – sich selber und Sex wie als Ware, banal wie Händeschütteln mit jedem, und jetzt merken sie, dass sich die Männer verabschieden. Ist doch klar! Wir sind ja nicht alle schwul, oder?!
Ich war früher ganz anderer einstellung. hatte anfang meiner zwanziger eine dreijährige beziehung in der mein damaliger partner eindeutig die zügel in der hand hatte. damals war ich sehr unsicher und bewunderte ihn. doch heute, fünf singlejahre und zwei fertige studien später sehe ich das alles anders. ich denke dass das ideal der liebe – wenn man lange darüber nachdenkt – nicht das einzige ist, was einen wirklich "glücklich" macht. jahrelang war ich fest davon überzeugt dass mich die liebe glücklich machen würde. aber heute sehe ich, dass es nicht die liebe zwischen mann und frau ist, die ich tatsächlich "brauche", sondern liebe an sich. eine familie war und ist bis heute mein lebenstraum. doch ich muss mir selbst heute eingestehen, dass ich aufgrund meines bildungsstandes wirklich sehr viele männer ablehne und dass ich mir einen mann auf augenhöhe wünsche, der attraktiv, liebevoll und unterstützend ist. und ich muss mir einfach eingestehen dass die hohen ansprüche, die ich habe, mir wahrscheinlich bei meinem familienwunsch im weg stehen werden. ABER, ich habe beschlossen auf JEDEN fall kinder zu bekommen. egal wie. mit künstlicher befruchtung, einem schwulen mann. adoption. ich komme aus einer äußerst liebevollen, wundervollen familie und habe ein soziales netz, enge freunde und geschwister. darum denke ich dass auch eine alleinerziehende, intelligente frau eine wunderbare, tolle familie – und vielleicht sogar ein vaterersatz – sein kann. besser als viele andere menschen. und ich denke: unser leben haben wir selbst in der hand. die "liebe", dieses romantische ideal aber nicht. darum muss man sich dafür entscheiden glücklich zu werden und seine träume auf sich gestellt zu verwirklichen- ohne in einer dauerwarteschleife sein leben zu verträumen.
Mir ist es gerade schon wieder passiert, dass sich ein Mann deshalb in mich verliebt hat, weil ich stark bin und weil ich mit beiden Beinen fest im Leben stehe. Als unsere Verbindung dann konkreter wurde, ist er gegangen…. Er war der Meinung, ich bin zu stark für Ihn. Manchmal bin ich ganz schön traurig, weil ich finde, der Preis, eine unabhängige und starke Frau zu sein, ist sehr hoch. Andererseits bleibt vielen Frauen auch nichts anderes übrig. Leben müssen wir schließlich von irgend etwas. Aber die Entwicklung an sich finde ich problematisch. Welche Frau ist schon gerne allein???