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Serie: Mythos Mann, Mythos Frau, Teil 3 – Frauen und kalte Füße
Serie: Mythos Mann, Mythos Frau, Teil 3 – Frauen und kalte Füße (Kategorie: Kennenlernen)
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Männer sind eigentlich ganz prima Geschöpfe und auch Frauen haben ihre Reize. Trotzdem treiben wir uns manchmal gegenseitig an die Grenze des Nervenzusammenbruchs.

Schluss damit! ElitePartner betreibt Aufklärungsarbeit und erklärt jede Woche abwechselnd einen Männer- und Frauenmythos. Alle Mythen, die wir vorstellen, wurden uns von unseren Mitgliedern vorgeschlagen. Vielen Dank dafür! Diese Woche:

Mythos Frau: Warum haben Frauen so schnell kalte Hände und Füße?

Männer behaupten gern, die Jammerei von Frauen über ständig kalte Füße sei reine Wehleidigkeit. Tatsächlich leiden 80 Prozent der Frauen an kalten Füßen. Ursächlich dafür ist der unterschiedliche Wärmehaushalt der Geschlechter. Männer sind bei der Erzeugung von Körperwärme nämlich deutlich im Vorteil.
Diplom-Psychologin Lisa Fischbach erklärt: "Hinter dem Phänomen der kalten Füße und Hände bei Frauen steckt weder ein Mythos noch eine böse Absicht, sondern physiologische Ursachen. Frauen unterscheiden sich von Männern durch den geringeren Muskelanteil in ihrem Körper und durch eine andere Wärmeregulation. Da Muskeln Wärme erzeugen und im Körper speichern, sind Frauen benachteiligt."

Heiße Jäger und kühle Hüterinnen

Als Jäger brauchte der Urzeit-Mann viel Kraft, um den Herausforderungen gewachsen zu sein. Deshalb besteht er zu 40 Prozent aus Muskeln, die viel Energie brauchen. Von dieser wird bis zu 80 Prozent freigesetzt, die dann als Wärme im Körper verteilt werden kann.
"Frauen stellen weniger Wärme her", erklärt Psychologin Lisa Fischbach. "Diese konzentrieren sie im Körperkern, im Rumpfbereich, damit Kopf und die wichtigsten Organe versorgt sind. Ist die Wärme knapp, werden Hände und Füße als erstes auf Sparflamme gesetzt. Das geschieht übrigens auch bei Stress: Da scheint der Kopf zu glühen und die Füße frieren." Damit alles Wesentliche einwandfrei funktioniert, können Füße und Hände auf bis zu eisige acht Grad Celsius herunter gekühlt werden.

Warum ist das so? Die Erklärung geht weit in die Geschichte zurück: Damals war die Frau die Hüterin der Höhle und somit aufs "Herumsitzen" trainiert. Dafür reichten ihr 23 Prozent Muskelanteil. Damit kann sie natürlich weniger Wärme produzieren. Zudem ist der Wärmeverlust höher als beim Mann, weil sie weniger Masse hat. Auch wenn Mann und Frau gleich groß sind, so bringt sie im Schnitt 20 Prozent weniger Gewicht auf die Waage. Weil also das Verhältnis zwischen Körperoberfläche und Masse bei Frauen ungünstiger ist als beim Mann, kühlt sie schneller aus als er.
Aber so dramatisch wie es klingt, ist es dann auch wieder nicht. Im Gegenteil, gibt es einen besseren Anlass, um mal wieder häufiger zu kuscheln? Ist ihr kalt, kann er sich galant zum Kuscheln anbieten und ihr etwas von seiner überschüssigen Wärme abgeben. Das ist nicht nur nett und uneigennützig, sondern auch ziemlich romantisch.

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