ElitePartner Magazin
Kategorie | Flirtblog


Sind Liebe und Eifersucht Geschwister?
Sind Liebe und Eifersucht Geschwister? (Kategorie: Flirtblog)
Eifersucht - angeboren oder anerzogen? Selbst Wissenschaftler sind sich nicht einig.

In so gut wie jeder Beziehung wird Eifersucht irgendwann ein relevantes Thema. Gehört Eifersucht zur Liebe oder ist sie ein Liebeskiller? Antwort: Sowohl als auch.

Stellen Sie sich folgende Situation vor, liebe Leserin, lieber Leser: Eine Ehefrau liegt abends im Bett und schmökert gerade in einem Buch. Irgendwann wird die Wohnungstür aufgeschlossen. Sie schaut auf – vor ihr steht ihr Mann. Er sagt: „Hey Schatz, ich war eben bei meiner Geliebten. Hat länger gedauert. Kannst Dir ja vorstellen warum?“ Sie erwidert (leicht gelangweilt): „Ach so, alles klar, Schatz. Jetzt weiß ich ja Bescheid. Na, wars schön?“ …
Tja, wenn ich diese Geschichte in der Schule, in der ich unterrichte, zu Beginn der Stunde erzähle, kommt es regelmäßig zur emotionalen Reaktionen. Der Grund ist klar: Bei dieser Konstellation scheint etwas nicht zu stimmen. Genauer gesagt, es fehlt nichts Anderes als ein Affekt, ein Gefühl, das jeder kennt: Eifersucht.
Humanwissenschaftliche Autorinnen und Autoren haben sich ausführlich mit Eifersucht beschäftigt, etwa Evolutionstheoretiker, Lernpsychologen, Psychoanalytiker, Tiefen- und Kognitionspsychologen. Dummerweise fehlt den meisten die integrative Perspektive, das heißt, jeder beleuchtet das Phänomen aus Sicht seiner Ausbildungsinhalte.
Einige Beispiele: Peter Lauster (Tiefenpsychologe) hat einmal gesagt, Liebe sei ein „Kind der Freiheit“, und keinesfalls sei Eifersucht ein Ausdruck von Liebe. Der Autor und (kognitive) Verhaltenstherapeut Rolf Merkle konstatiert gar, dass Eifersucht eine „Krankheit“ sei, die ebenfalls nichts mit Liebe gemein hätte.
Auf der anderen Seite ist Evolutionspsychologe David Buss der Meinung, Eifersucht sei schlicht und einfach angeboren, ein natürliches Potenzial, das prinzipiell sinnvoll wäre. Und da wäre dann noch Sigmund Freud, der von drei Formen der Eifersucht sprach. Die erste Art, die sogenannte konkurrierende Eifersucht, sei angeboren, man müsse sich konstruktiv mit ihr auseinandersetzen.
Und jetzt? Wer hat recht? Nun, setze mich seit Jahren mit Eifersucht auseinander und bin zu dem Schluss gekommen: Eifersucht ist (a) angeboren und „schweißt“ ein Paar zusammen, (b) wird durch soziale Modelle (Bezugspersonen) in der Kindheit vermittelt, (c) basiert auf bestimmten Denkmustern mit biografischem Hintergrund und (d) ist manchmal Ausdruck eines kompensierten Minderwertigkeitsgefühls.

So, wenn wir diese „Arbeitsdefinition“ berücksichtigen, erhalten wir ein detailliertes Bild, können und selbst und den Anderen in bestimmten Situationen besser verstehen. Ich tendiere auch zu der Auffassung, dass (mittelstark ausgeprägte) Eifersucht durchaus ihren Reiz hat und vor allem ein Gradmesser der Liebe ist.
Stellen Sie sich nur einmal eine Beziehung vor, die völlig frei von Eifersucht wäre. Schwierig, oder?


Ältere Beiträge
/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

/magazinmagazin/wp-content/themes/elitepartner_rebrush/thumb.php?src=&w=100&h=57&zc=1&q=90
 

Zur Kategorie Flirtblog
Zur Magazin Startseite

Artikel kommentieren

E-Mail

wird nicht angezeigt (Pflichtfeld)
Name

wird angezeigt (Pflichtfeld)
Kommentar

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen,
wenn der Inhalt unseriös ist oder sich nicht konkret auf den Artikel bezieht.
Code Eingabe