Immer wieder höre ich dieses Argument: Frauen auf Partnersuche bevorzugen Männer, die bereits Kinder haben. Der Gedanke dahinter ist, dass Väter bereits bewiesen haben, dass sie bindungsfähig sind und willens, Verantwortung zu übernehmen. Ist das wirklich so?
Was ist mit den vielen gescheiterten Beziehungen, bei denen die Väter sich aus dem Staub machen und die Restfamilie, sprich: Frau und Kinder, einfach im Stich lassen. Häufig müssen die Frauen den Unterhalt, der ihnen oder ihren Kindern zusteht, sogar per Gericht einklagen.
Das betrifft nur sozialschwache Schichten, wenden Sie ein? Das stimmt so nicht. Mit dem Ende einer Beziehung wollen Männer aller Berufe und Schichten häufig am Liebsten alles Vergangene hinter sich lassen. Dazu gehören leider oft auch Frau und Kinder. Die monatlichen Zahlungen mögen rechtzeitig auf dem Konto sein, doch was ist mit der Zuwendung für die Kinder oder die Unterstützung der Ex in manchen Dingen? Das ist oft Fehlanzeige oder auf ein gesetzlich verordnetes Mindestmaß reduziert.
Und selbst wenn sich ein Mann nach der Trennung um seine Kinder kümmert. Was bedeutet das für die neue Beziehung? Doch nur, dass er weniger Zeit hat, sich in diese einzubringen. Dass er oft hin und her gerissen ist und in echten Gewissenskonflikten steckt, wenn die Interessen der neuen Beziehung mit denen der Kinder nicht vereinbar sind? Das gilt ganz besonders, wenn auch mit der Neuen Kinder da sind. Von den finanziellen Belastungen mal ganz zu schweigen.
Mal ehrlich: So pauschal lässt es sich einfach nicht sagen, ob ein Vater wirklich die bessere Wahl ist. Das muss man wirklich von Fall zu Fall und Situation zu Situation entscheiden. Was ist denn mit den vielen Männern, die noch keine Kinder haben und sich sehnlichst welche wünschen? Davon gibt es nämlich auch in allen Altersklassen genügend wirklich tolle Exemplare und es wäre doch schade, die alle auszusortieren.
Nicht alle, aber die allermeisten Leute aller Schichten, machen es sich oft unglaublich leicht und brandmarken den Mann als "kinderfeindliches Monster" oder "einer der vor der Verantwortung flieht". Reale Fakten sind aber, dass es meist die Frauen sind, die trotzt Kinder die Beziehung beenden weil der Nachbar, Kollege oder Vereins-Freund es im Bett besser "brachte". Oft ist es tatsächlich so das die Väter in Wirklichkeit oft sehr darunter leiden, wenn er mit der Trennung auch die Kinder verliert. Dazu kommt, dass es für Männer die sehr gerne dazu bereit sind auch eine Frau mit Kindern als neue Partnerin zu akzeptieren oft ein unklakulierbares Risiko ist, sich auf eine "Restfamilie" einzulas-sen. Denn oft werden sie nur dazu ausgenutzt, "ergänzend" zu den Unterhaltszahlungen des Vaters, weitere Annehmlichkeiten zu finanzieren. Ist erreicht was erreicht werden sollte, dann entdeckt die Mutti plötzlich, dass "wir leider garnicht zusammenpassen", insbesondere dann, wenn er den Wunsch nach einem eigenen Kind äußerte. Für den sehr enttäuschten Mann, erweist es sich dann oft als sehr teuerer Spaß, für eine gewisse Zeit lang Daddy gewesen zu sein. Wie er sich danach fühlt, dass interessiert niemand, denn von ihm erwartetz man, dass er "Manns genug" ist das Ganze einfach locker und leicht als "Schicksal" anzusehen. Besser ist es also man(n) läßt die Finger von Frauen die "Alleinerziehende" sind und nimmt sich eine Frau die sich sehr nach Kindern sehnt, dass ist viel einfacher und kann viwel, viel schöner und glück-licher werden.
Na, hier erzählt doch ein frustrierter Mann, dem der Laufpass gegeben wurde seine persönliche Story…So ein Quatsch, alle Alleinerziehenden über einen "Kamm" zu ziehen. Ich bin z.b. mit einer alleinerziehend gewesenen schon lange sehr,sehr glücklich!
Es kommt doch auf den Mensch oder die Frau an und wer ein bisschen Menschenkenntnis hat, weiß dass es von jeder Sorte welche gibt, bei Weiblein wie Männlein. Jeder tickt anders…
Lieber Herr M. Steiner,
Irrtum, ich bin weder frustriert, noch wurde mir ein Laufpass gegeben, sondern ich kenne die Sachver-halte, aus meiner fast 24 Jahre langen täglichen Praxis in der Beratungsstelle der PRO-FAMILIA und CARITAS. Natürlich soll/darf man nicht alle Frauen über einen Kamm scheren, vollkommen richtig. Es gibt aber neutrale Studien/Statistiken, die belegen, dass es tatsächlich ein erhebliches Risiko für einen Mann ist, sich auf eine Beziehung mit Alleinerziehenden einzulassen. Sollte ich alle meine Praxis-Erfahrungen in einem Buch zusammenfassen, dann …….. Denn wenn Probleme in der Beziehung auftreten, dann rennen viele Frauen ein-fach davon, anstatt sich gemeinsam mit dem Partner um eine Lösung zu bemühen und nicht alle, aber viele Frauen hinterfragen nicht, wie es den Kindern dann ergeht, sondern, anstatt sich um eine Problemlösung zu bemühen, lösen sie das Prob-lem durch den Gang zum Scheidungsrichter. Es gibt für nahezu jedes Problem auch eine gute Lösung, aber wo kein Wille ist, da ist auch kein Weg. Der neue Mann einer Alleinerziehenden, ( nicht alle, aber sehr viele ) geht also tatsächlich ein relativ hohes Risiko ein. Fragen Sie Betroffene, ja hören Sie sich um in Ihrer Gegend, es gibt genug unglückliche, aber deutliche Beispiele, reale Fakten, die für sich sprechen. PS.: Ich bin sehr frauenfreundlich, ich habe keinen Grund sie schlecht zu machen, aber die Wahrheit muß bleiben, so und/oder so.
Ich finde zwar das was Echard Willy schreibt auch ziemlich einseitig, kann aber gut verstehen, dass hier auf diesen Artikel so reagiert wird, der Männer, die von der Trennung von Frau und Kindern betroffen sind, sehr einseitig in ein schlechtes Licht rückt.
Leider kenne ich die Situation von innen. Ich komme mit meiner ex-Frau inzwischen gut aus, und wir streiten uns nicht mehr als es sonst in gesunden Beziehungen vorkommt, nachdem zwischen uns das Thema Sex erledigt ist. Ich muss leider feststellen, dass gerade dieser Umstand auf die allermeisten Frauen abschreckend wirkt. Zudem reagieren Frauen reichlich eifersüchtig auf meine Kinder, obwohl sie nur jedes zweite Wochenende und neuerdings ab und zu in den Ferien bei mir sind. Meine Kinder haben das in meiner letzten Beziehung schön auf den Punkt gebracht: “Wir haben dich nur zwei Tage, sie zwölf Tage.”
In der vorhergehenden nachehelichen Beziehung war es ähnlich. Warum also dieser Artikel? Will man es hier den ohnehin schon mit der Trennung von der Familie geschlagenen Vätern noch schwerer machen??? Ich denke dass viele Männer sich aus zwei Gründen von ihren Kindern zurückziehen: 1. Weil die Mutter der Kinder die Beziehung zum Vater hintertreibt. Frauen neigen dazu ihre Verletztheit in Hass gegen ihre ex-Männer zu wenden. 2. Weil neue Partnerinnen die Kinder wegbeißen, wohl um den Mann für sich und potentielle Kinder allein zu haben.
Sehr geehrter Herr Willy,
mögen ihre jahrzehntelangen Erfahrungen richtig sein, aber wir wissen ja nicht, ob die Männer in Ihrer Beratungsstelle die Wahrheit sagen.
Meine Erfahrungen sind nämlich die, dass Männer immer erzählen, die böse Ex hätte sie betrogen usw. Ich habe mir in zwei vergangenen, zum Glück nur kurzen, Beziehungen, mal die Mühe gemacht und bei der Ex angefragt, was denn die wahren Gründe waren, warum die Ehe scheiterte.
Da kamen nämlich ganz andere Dinge zu Tage, die mir Mann natürlich verschwiegen hat, aber die ich bei ihm selber schon bemerkt hatte. Also hat der Mann mich angelogen, bzw. seine verdrehte Wahrnehmung mitgeteilt.
Ich habe noch nie einen Mann kennengelernt, der mir sagte, dass er und seine Frau sich im gegenseitigen Einvernehmen getrennt hätte, oder das er sagte, dass er seine Frau einfach nicht mehr liebte, dass er nicht mehr glücklich war und eine Einigung nicht möglich war.
Da Frauen viel eher bereit sind, an sich zu arbeiten, sich auch therapeutisch helfen zu lassen, kann ihr Argument, dass Frauen vor Problemen weg laufen und daher die Ehe scheitert, nicht stimmen.
Ich glaube eher, dass vor dem “Weglaufen” schon viele Signale der Frau gezeigt wurden, aber die der Mann nicht verstanden hat oder nicht verstehen wollte.
Männer wachen erst auf, wenn Frau die Scheidung einreicht und dann ist natürlich die Frau Schuld. Aber der Verlassene ist oft eigentlich der, der zu erst verlassen hat, ohne es vielleicht selber zu wissen. Vieles läuft ja auch unbewusst ab.
‘Es gibt viele Väter die wirklich bessere Partner sind, aber die meisten Väter, die ich kenne, würden für mich als Partner nicht in Frage kommen, weil sie nicht mal mit sich selbst “partnerschaftlich” umgehen. Das sieht man an Übergewicht, ungesunder Ernährung und der allgemeinen Lebensweise.
@Katrin
Eine typische Antwort und heutzutage häufiger – aus meiner Sicht recht selbstgefälliger – Trugschluß, der alle Beziehungsverantwortung wie auch Selbstverantwortung für eigenes Fehlvehalten von Frauen nimmt.
Das von Eckhard Willy dargestellte ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit richtig – selbst dann wenn man verzerrende Darstellungen der Männer mit einschliessen sollte.
Es hat sich eine sehr perfide und ungute aber menschliche Entwicklung eingeschlichen, die es Frauen ermöglicht, sich zu großen Teilen unbeschadet zu halten. Wendet man(n) den Blick darauf, sieht man die ganze Hässlichkeit, die Menschen so zu bieten haben – diesmal auf weiblicher Seite.
Ich vermute, so etwas passiert immer dann, wenn man Menschen – d.h. Gesellschaft bzw. die soziale Gruppe – dazu Raum “gibt”. Ein Tabuthema, beherrscht von männerfeindlichen Ideologien, den heutzutage auch junge Leute vermehrt zum Opfer fallen.
Ein schlechte gesellschaftliche Entwicklung, für die – nicht nur – aber eben maßgeblich auch Frauen verantwortlich sind, die ihre Wurzeln in ungebremster Selbstgerechtigkeit und ungebremsten wie unverdienten Anspuchsdenken hat und Züge Mitmenschlicher Grausamkeit trägt.