Machos sind dafür bekannt, dass sie nicht die Kriterien eines treuen Langzeitpartners in sich vereinen.
Schaut man sich die Kriterien der weiblichen Partnerwahl an, so wird schnell klar, dass es scheinbar zwei grundverschiedene Männer-Typen gibt, von denen sich "Frau" angezogen fühlt: den Softie und den Macho.
Vor einer Woche ergab sich im Unterricht (ich bin Lehrer) eine Diskussion über "Männer". Eine Klasse in der ich Ethik unterrichte warf die Frage auf, ob Frauen eher auf "Softies" oder auf "Machos" stehen. Hierzu muss bemerkt werden, dass an unserer Schule ein extremer Überschuss an weiblichen Jugendlichen vorherrscht. Nachdem ausführlich darüber diskutiert wurde, dass "Männer viel komplizierter als Frauen sind", ging es auch schon ans Eingemachte: "Eigentlich müsste es Männer geben, die zugleich Softie und Macho sind. Aber dieser Männertyp existiert nun mal nicht."
Diese beiden Männerbeschreibungen, die diese Schülerin in die Diskussion einbrachte, sind tatsächlich in Hinsicht auf die weibliche Partnerwahl relevant: Untersuchungen haben ergeben, dass viele Frauen während ihres Eisprungs eher die Macho-Typen in Augenschein nehmen. Außerhalb dieses mehrtägigen Zeitraums sind eher die "Kumpel-Karriere-Hausbautauglich-Typen" interessant. Dieses Phänomen wurde meistens evolutionstheoretisch interpretiert: Geht es dem weiblichen Geschlecht um gesunden Nachwuchs, neigt es dazu, sich eher mit "Testosteronis" zu vereinen. Grund: Je mehr "typisch maskuline" Charakteristiken Männer im Erscheinungsbild aufweisen (markantes Gesicht, guter Körperbau, über 1,85 groß), desto höher ist nachweislich ihr Testosteron-Spiegel (Testosteron ist ein Sexualhormon). Bekanntermaßen erleben solche Männer auch mehr One-Night-Stands als "Normalos" oder, nennen wir sie "Softies". Machos sind allerdings auch dafür bekannt, dass sie nicht die Kriterien eines treuen Langzeitpartners in sich vereinen. Hier kommt nun wieder der Softie ins Spiel: Auf ihn kann "Frau" sich verlassen, er bleibt bei ihr und investiert somit seine Ressourcen in sie.
Diese evolutionstheoretische Argumentation wurde verständlicherweise stark kritisiert, da sie das weibliche Geschlecht auf ein reines Instinktverhalten reduziert. Auf der anderen Seite könnte "etwas dran" sein, besonders auf das Thema "Seitensprung" bezogen. Nachweislich wird für einen Seitensprung auf den Männertyp Macho zurückgegriffen. "Frau" weiß anscheinend, dass in diesem Fall der Sex unverbindlich ist und in Hinsicht auf etwaige Nachkommen "gewinnbringend" sein kann. Letztere Motivation ist selbstredend vor allem unbewusst verortet. Es dürfte allerdings wenige Frauen geben, die ihre Partnersuchbilder bewusst erkennen.
Was lernt "Mann" also hieraus? Zeigen Sie in der Partnerschaft (und schon beim Flirt) verschiedene Seiten von sich. "Pendeln" Sie zwischen Softie und Macho. So schlägt man eventuell zwei Fliegen mit einer Klappe!