Ohne Vorwarnung, ohne Ankündigung. Er ist einfach weg. Fluchtinstinkte bei Männern sind nichts Neues. Im alten Rom gingen Männer auf Feldzüge, heute ist es ein Last Minute-Urlaub mit einer Anderen.
Aber warum nehmen Männer Reißaus? Eine komplizierte Frage und eine, die sich nicht pauschal beantworten lässt, denn es kann diverse Gründe geben:
Viele Männer kriegen Angst vor der unausweichlichen Veränderung, die eine Vaterschaft mit sich bringt. Dann gibt es Männer, die das Kind nicht wollen und Flucht für sie der einzige Ausweg zu sein scheint. Auch gibt es Männer, die vor ihrem inneren Auge sehen wie die Beziehungskette zuschnappt und sie plötzlich feststellen müssen, dass die Frau am Ende der Kette, die Mutter ihres Kindes, für immer an sie gebunden sein wird. Zum ersten Mal nehmen sie ihre Partnerin genauer unter die Lupe und merken, dass sie sich ihr Leben anders vorgestellt haben. Flucht ist vorprogrammiert. Zuletzt gibt es auch die Männer, die vielleicht einfach oberflächliche Tunichtgute sind: Die Freundin entspricht nicht mehr dem gängigen Schönheitsideal und die Beziehung scheint zu ernst zu werden.
Ja, es gibt sie wirklich: Männer, die sich kein Kind "anhängen" lassen, sondern in letzter Sekunde die Flucht ergreifen. Es gibt genauso Frauen, die die Kinderkarte ausspielen, wenn alle anderen Beziehungsstrategien scheitern. Aber: Das sind nicht die Regelfälle. Es sind die Ausnahmen.
Wie soll man sich verhalten, um sich vor solch einer "Ausnahme" zu schützen? Mein Tipp: Herz aus, Verstand ein! Wenn man jemanden wirklich liebt, muss man keine Angst haben, ihn mit ruhigem Verstand zu betrachten. Wenn man das nicht will oder kann, sollte man darüber nachdenken, was das über das eigene Verständnis von Liebe, Beziehung und Vertrauen aussagt. Vor allem wenn ein Kind im Spiel ist: Spielereien sind in Ordnung, solange nur man selbst und der Partner verletzt werden können. Aber Kindern sollte man so etwas ersparen. Sie sind nicht in der Lage, Entscheidungen zu treffen und sind auf das Miteinander Ihrer Eltern angewiesen.
So, und jetzt bin ich auf Ihre Meinung gespannt …
Hallo,
ich möchte mich als Beispiel nehmen!!!
Ich wurde während einer geplanten Schwangerschaft nach einer über 5 Jahre andauernden Partnterschaft gegen eine vollbusige Blondine eingetauscht (liebe Blondinen: Bitte nicht böse sein, aber der Schmerz sitzt nach über zwei Jahren noch immer sehr tief)!
Mittlerweile befindet er sich in der Trennungsphase mit der o.g. Frau und möchte wieder in das "Familiennest" zurück! Für mich ist jedoch der Ofen aus. Ich habe mein Leben und das meines Kindes sehr gut im Griff!
Anfangs hat man immer das Gefühl, es so richtig vergeigt zu haben, dem Kind einen Vater an die Seite zu stellen. Aber nachdem mein Kind seinen Vater nur sehr flüchtig kennt, weiß ich, ihm fehlt nichts!
Nur die derzeitige finanzielle Situation und die knappe Zeit für sich selbst sind wirklich hart für mich. Aber ich bin eine starke Frau, die (fast) immer positiv denkt und ab Oktober beginnt eine neue Zeit für mich, denn da fange ich an zu studieren!
Es gibt immer einen Weg und Zeit heilt Wunden!
Abschliessend möchte ich nur noch laut in die Welt rufen:
Lieber Gott, ich danke Dir von Herzen für mein Kind! Es ist das Beste, was mir in meinem Leben hätte passieren können!
Hallo ihr Lieben,
mir (29) ging es genauso. Wir waren insgessamt vier Jahre ein Paar. Erst kam unser Sohn (4), dann die Tochter (3) und ein Jahr später unsere zweite Tochter (1,7). Anfang Januar 2008 hat er, nachdem er vom Kind erfahren hat, einfach das Weite gesucht. Einen Schwangerschaftsabbruch lehnte ich ab. Ich bin vier Monate vor der Geburt in eine größere Wohnung gezogen. Im September 2008 kam meine Lisa zur Welt. Wir vier sind total happy. Die Kiddies sind so artig und ich habe es sogar geschafft, über einen Fernlehrgang mein Abitur nachzuholen (Note:2,3). Nachdem ich über das Netz einen anderen Mann kennengelernt habe, kam der erste wieder an. Aber der Ofen ist aus! Ich bin dankbar für die Kids und den tollen neuen Mann. Also: Traut Euch auch, alleine euren Weg zu gehen!
Hallo!
Wir waren total happy, doch als die Schwangerschaft mit unserem Wunschkind sichtbar wurde, wurde er komisch. War andauernd weg und dann kamen schizoide Attacken vom Feinsten. Die ersten 4 Wochen nach der Geburt war wieder alles normal, doch dann fuhr er die Attacken gegen das Kind.Ich hatte Angst es mit ihm alleine zu lassen. Er beschimpfte mich nur noch. Ich schleifte ihn zum Psychologen, das brachte nichts. Um das Kind zu retten, trennte ich mich auf Rat der Ärzte. Nach 3 Jahren ist er jetzt hin und wieder mal friedlich, aber ich kann nicht mehr. Als Amiki wird man viel beschimpft. Auch hier bei EP posaunen Herren, dass sie nicht die Sünden eines anderen bezahlen wollen. Bei so einer Geschichte nützt einem auch die höhere Bildung nichts. Jetzt steh ich da als der A. der Nation, lebe von Alg2 und siehe da: mit einem hochbegabten Kind.
Mensch, Eure Geschichten machen mir ja Mut. Ich bin in der Schwangerschaft mit meinen Zwillingsbuben (ein 1jähriges Mädchen hatte ich zu der Zeit schon) das erste Mal von meinem Mann angegriffen worden. Er wurde immer fieser und ich setzte ihn kurz nach der Geburt endgültig vor die Tür). Bereits im Wochenbett rastete er wieder gegen mich aus. Während ich mit 2 Stillbabies und einem 2 jährigen Kind alleine 24 Stunden Schichten schob, vergnügte sich mein Mann in Bordellen…Und natürlich war es dann auch noch meine Schuld, dass er sich so verhalten musste. Es sei wohl angemerkt, dass wir 5 Jahre verheiratet waren, bevor wir Kinder in die Welt setzten. Es ist unglaublich zu begreifen wie jemand zu so etwas fähig sein kann. Mittlerweile sind meine Söhne fast 2 Jahre alt und kommen auch in den Kindergarten, so dass ich nun endlich endlich endlich auch Zeit habe mich mit der Scheidung und der Regelung der Finanzen ausreichend auseinandersetzen zu können,
Da hast du Pech gehabt, der Regelfall ist anders. Schnell wird es einer Frau langweilig, sobald der Mann ein bisschen müde mit den Oberprinzessinhuldigungszeremonien wird. Macht nix, denn der Idiot muss ja zahlen. Euer Szenario entspricht nicht der Normalität.
Andererseits kann eure undurchsichtigen Internetflirtstrategien ein normaler Mann schlecht durchschauen. Der Profi im Briefchen schreiben bringt alles, was ihr wollt. Aber ihr solltet ihn auch verstehen, wenn er auf Dauer keine Lust hat, das zu verifizieren.
Trotzdem Respekt. Du hast es geschafft, dich zu vermehren. Da muss ich erst noch hinkommen.
Alles Gute
Hallo liebe Leute.
Ja, ich kenne das auch. Bin allerdings schon 14 Jahre Mutter von Dreien, wo auch mein Holder während der Schwangerschaft das Weite gesucht hat. Mit Schulden, drei Kleinkindern (drei Kids in knapp fünf Jahren). Aber ich kann Euch sagen, es gibt viele gute Seiten an dieser Situation. Man kann alleine entscheiden, muss nicht immer bei allem Rücksicht nehmen, kann sich beruflich entwickeln und niemand steht einem im Wege. Alles, was fehlt, ist Zeit für mich, die hat man auch nach 14 Jahren nicht, weil sich die Bedürfnisse und Aufgaben mit dem Wachstum der Kinder leider nicht verkleinern, sondern eher noch vergrößern (z.B. Elternbeirat, Elternsprechtage in der Schule, Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte wegen Knochenbrüchen, usw. usw., alles, was man sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen kann.) Aber ich sage Euch, es hat durchaus Vorteile, weil frau alleine entscheiden kann und deshalb nicht auch noch Streitigkeiten auf der Eltern- bzw. Erwachsenenebene sich einstellen und ständig ausgefochten werden müssen. Das, was richtig stört, ist eine Dauer Ebbe in der Kasse. Das kostet Nerven, Gerichtsprozesse und Stress und ist, aus meiner Sicht, der einzige Wermutstropfen, der in dieser Lebenssituation wirklich wehtut. Deshalb: Mut und Zuversicht. Alleinerziehen kann echt super sein und bietet viele Freiräume, die meine "Ehefrauen – Freundinnen" nicht haben. Es grüßt Euch herzlich, Susanne
Hallo,
also bei mir geht das Ganze schon viel zuuuu lange und ich befürchte, dass mich die meisten von Euch nicht verstehen können – wobei ich sagen muss, dass mein "Noch"-Mann nie handgreiflich geworden ist und ich hoffe für ihn, dass er das auch nie wird
Ich bin nach 5 Jahren Beziehung während der Schwangerschaft mit unserem zweiten Sohn betrogen worden. Damals kam er reumütig zurück und ich habe ihn wieder bei mir bzw uns aufgenommen.
Inzwischen hat er seit ZWEI Jahren eine andere Beziehung und lebt inzwischen auch bei ihr. Außerdem hat er aber immer noch enorme Besitzansprüche an mich und ist tierisch eifersüchtig.
Ich habe es bisher nicht geschafft ihn endgültig raus zu schmeißen – auch wenn mein Verstand mir sagt, dass ich es tun sollte. Wenn er dann doch mal Zeit mit den Jungs (die er definitiv sehr liebt) und mir verbringt, dann ist das meist verdammt vertraut und meistens auch entspannt und alles im grünen Bereich. Es macht tatsächlich Spaß und dann geht er wieder…
Jetzt bin ich soweit, dass ich mich hier bei ElitePartner mal umschaue und so ein bißchen am probieren bin, ob ich auf dem "Markt" noch was wert bin.
Aber weh tut es immer noch – manchmal!
Grüßle und vielen Dank, dass es noch andere gibt, wie mich, Anja
Die letzten Einträge sind nun schon fast ein ganzes Jahr alt, ich möchte aber trotzdem noch meinen Kommentar aus gegebenen Anlass aus männlicher Sicht abgeben.
“Viele Männer kriegen Angst vor der unausweichlichen Veränderung, die eine Vaterschaft mit sich bringt. [...] Auch gibt es Männer, die vor ihrem inneren Auge sehen wie die Beziehungskette zuschnappt und sie plötzlich feststellen müssen, dass die Frau am Ende der Kette, die Mutter ihres Kindes, für immer an sie gebunden sein wird. Zum ersten Mal nehmen sie ihre Partnerin genauer unter die Lupe und merken, dass sie sich ihr Leben anders vorgestellt haben. Flucht ist vorprogrammiert.”
Das trifft meine Situation teilweise wohl ganz gut. Seit etwas mehr als zwei Jahren führe ich eine Fernbeziehung mit meiner Freundin. Von Anfang an hab ich erklärt, dass ich in naher Zukunft noch keine Kinder haben möchte. Wir waren uns einig, eine Schwangerschaft zu vermeiden.
Allerdings wurde meine Freundin Ende Januar dennoch ungeplant schwanger. Für mich war klar, dass es das Beste wäre, so früh wie möglich abzutreiben ehe sich die Schwangerschaft groß entwickeln könne (wir sind sofort zum Frauenarzt, als die Regel ausgeblieben ist und wussten deshalb sehr früh Bescheid). Allerdings war meine Freundin hier anderer Auffassung und will nun unbedingt das Kind haben…
Momentan sind wir wieder an unseren seperaten Wohnorten und sie wartet auf eine endgültige Entscheidung von mir, ob ich nun mit ihr zusammenbleiben will oder ob wir getrennte Wegen gehen werden. Ich tue mich sehr schwer. Momentan meine ich, dass es wahrscheinlich vom Verstand her besser wäre, sie nicht mehr zu sehen. Aber andererseits würde es mir wohl das Herz zerreissen, quasi mein eigenes Kind samt einer Frau, die den Rest ihres Leben mit mir verbringen wollte, zu verstossen.
Als kleine Hintergrundinformation: Momentan bin ich mitten im Studium, sie ist allerdings 6 Jahre älter und offensichtlich einen Schritt weiter als ich. Ich fühle mich überrumpelt und habe (berechtigte?) Angst zu viele Dinge zu verpassen.
Könnt ihr meinen Konflikt nachvollziehen?