Letzte Woche war das Thema Trennungsverlierer. Diese Woche stellt sich die Frage nach den Trennungsgewinnern. Gibt es sie?
Menschen, die mit einem Siegesgefühl aus einer Beziehung gehen?
Trennungsgewinner sind beispielsweise Menschen, die sich aus Beziehungen befreien können, die nachweislich schlecht für sie sind. Sie sind aber auch Menschen, die sich aus einer Beziehung heraus positiv verändern. Und sie sind – leider auch – diejenigen, die durch Berechnung den größtmöglichen Vorteil aus einer Beziehung ziehen. Folgende Situation hat sicherlich schon jeder erlebt: Man hat sich an Alltagssituationen, Bequemlichkeiten, finanzielle Sicherheiten und an die sexuelle Komponente einer Beziehung gewöhnt und dann … ist es vorbei. Das Fazit der Trennungsgewinner: "Immerhin, habe ich rausgeholt was ging." Dann gibt es noch diejenigen, die streng nach dem Muster "Ausnutzen, langweilen, wegwerfen." agieren. Ob im Privatleben, im Berufsleben oder aus dem Fernsehen – jedem sind die sogenannten Beziehungsstrategen bekannt. Menschen, für die andere austauschbar sind. Und diese Sorte Mensch scheint es zunehmend zu geben. Es stellt sich nun die Frage, ob dieser Menschenschlag wirklich etwas Schlechtes ist. Man kann schließlich argumentieren, dass Menschen, die sich in einen Beziehungsstrategen verlieben, wissen müssen was sie tun: Wer beispielsweise einen Mann von einer älteren Frau abwirbt, muss doch damit rechnen, selbst im Alter ausgetauscht zu werden. Wer seine Coolness als Beziehungsköder auswirft, muss im Hinterkopf behalten, nicht ewig cool sein zu können. Und wer zu den Menschen gehört, die die Liebe als Spiel betrachten, muss doch akzeptieren können, dass man Spiele auch mal verliert.
Aber zurück zur Leitfrage. Wie wird man ein Gewinnertyp in Sachen Trennung?
Glück spielt hierbei oft eine große Rolle. Ansonsten gilt es, sich an drei Grundregeln zu halten:
1. Verliebe dich nicht. Liebe ist nur dann ungefährlich, wenn man in der Lage ist, sich schnell wieder zu entlieben.
2. Stelle deine eigenen Interessen stets in den Vordergrund.
3. Handle stets so, dass du in den Spiegel schauen kannst.
Zugegebenermaßen ist Punkt drei die schwierigste Regel. Auch ich würde am ehesten hier scheitern …. Aber im Ernst: Gewinnertypen bei Trennungen sind Alptraumpartner! Und ob man ein Trennungsgewinner sein will hängt letztlich davon ab, ob man ein Beziehungsloser sein will. Denn das ist man dann.
Es scheint wohl keine Trennungsgewinner zu geben oder man will sich hier nicht als solche outen.
Also, mir ist es ein wenig peinlich…aber ich denke, um ehrlich zu sein, dass ich imm er ganz gut rauskam aus Beziehungen. Das ist so eine Selbsterhaltungssache, glaub ich. Von daher stimme ich leider Herr L. zu.
Aus meiner Sicht gibt es bei einer Trennung keine Gewinner oder Verlierer. Eine Beziehung ist mehr als die Summe seiner Elemente und hat daher aus meiner Sicht keine Soll und Haben-Seite. Menschen sind soziale Wesen und immer auf der Suche nach Wärme, Liebe, Verständnis, Zuneigung und Wertschätzung und in einer Beziehung kommt es dann darauf an, wie diese Bedürfnisse befriedigt werden. Verlässt ein Partner die Beziehung, hat er die Hoffnung seine Bedürfnisse könnten in einer anderen Beziehung besser befriedigt werden. Jede Trennung ist somit für beide Partner eine neue Chance, den "richtigen" Liebespartner zu finden.