Was tun, wenn man eigentlich einen Partner hat, aber plötzlich jemand Neues das Herz im Sturm erobert?
Es gibt dieses neudeutsche Wort: "Umverlieben". Wenn ich das lese, zieht sich bei mir alles zusammen. Nicht nur, weil es eine schreckliche Wortschöpfung der Generation "Seifenoper" ist. Auch, weil ich nicht glaube, dass Liebe und Zweitliebe wirklich funktionieren.
Kann man beide Lieben? Gleichzeitig? Ich stelle mir Liebe wie einen Schnellzug vor. Wenn er Fahrt aufnimmt, überlebt man den Absprung nicht und bleibt deshalb drinnen. Wenn man aber von einem Zug zum anderen springen kann, war das mit Sicherheit kein ICE.
Was tut man aber, wenn man sich verliebt, obwohl man vergeben ist?
Ganz einfach, man wird jemandem wehtun. Egal was man tut, es kann nicht mehr ohne Herzblut zu Ende gehen. Eigentlich ist es eine soziale und romantische Katastrophe. Man wird entweder verzichten und sich (womöglich sogar der neuen Liebe) das Herz brechen oder man wird der Partnerin sagen, dass man eine andere liebt. Im schlimmsten Fall. Obwohl die Beziehung, die man führt, wunderbar funktioniert. Die Entscheidung zwischen zwei Übeln. Welchen der beiden Wege man gehen will, ist da jedem selbst überlassen. Ich persönlich halte ja viel von Loyalität. Eine fast vergessene Tugend unserer Zeit. Und es hat schon Edles, Charakterstarkes, wenn man sein eigenes Herz bricht und beim Partner bleibt. Wegen dem gemeinsam Aufgebautem.
Aber seien wir ehrlich: Liebe ist ein Tyrann. Sie wird uns selten diese Wahl wirklich lassen. Sie wird brennen und uns verzehren, mit Tagträumen und Hoffnungen quälen, bis man dem Neuen nicht mehr widerstehen kann. Das verspricht in seiner Unbekanntheit und mysteriösen Art ja ohnehin soviel mehr als das Alte. Meistens werden wir unserem Partner wehtun und das Abenteuer wagen. Das kann man Egoist oder Romantiker nennen. Letztlich ist das mehr Schwäche als einem Lieb ist. Die Äpfel im Garten des Nachbarn sehen immer leckerer aus.
Sind sie aber nicht immer.
Da steckt gaaanz viel wahres drin! Vor allem zum Schluss, der Quintessenz nämlich dieses Blog-Beitrags! Egal aus welchen persönlichen Beweggründen auch immer – ob egoistischer oder romantischer Natur – stellt dieser Trennungsgrund ganz klar eine Charakterschwäche des "Umverliebten" dar!
Man kann sich nicht verlieben, wenn man schon verliebt ist. Das macht das Herz gar nicht mit (es sei denn, man nimmt Doppelherz
Wenn man sich verliebt, dann ist das Herz gerade frei und man steckt vielleicht noch in einer alten Beziehung, die längst nur noch eine bloße Hülle ist…
Das ist doch totaler Quatsch, dass "Umverlieben" eine "Charakterschwäche" darstellt (Kommentar Emu). Sowas kann nur jemand behaupten, der noch nie in solche einer Situation war. Das kann aber schneller passieren, als einem lieb ist. Dem zweiten Kommentator kann ich dagegen nur voll zustimmmen: Man verliebt sich doch nur um, wenn es in der alten Beziehung nicht mehr stimmt!
Musste spontan an den Song "Was soll das" von Grönemeyer denken: "Zu einer betrogenen Nacht hätt ich vielleicht nichts gesagt. Hätt mich zwar schockiert. Wahrscheinlich hätt ichs noch kapiert. Aber du hast ja…gleich auf Liebe gemacht!"
Schon ein mieses Gefühl ausgetauscht zu werden. Zumal sich der zweigleisig Fahrende viel länger mit der Situation beschäftigt hat und in Ruhe "Pro und Contra" abwägen konnte. Während dem anderen ordentlich vor den Kopf gestoßen wird (es sei denn, er ist auch zweigleisig unterwegs)!
Ich denke sehr wohl, dass man als Mann 2 Frauen lieben kann. Ich stecke momentan genau in einer solchen Situation. resp. mein Freund, hat mich aus diesem Grund verlassen, da er sich nun doch für die neue entschieden hat… leidet aber selber auch noch sehr unter unserer Trennung, wir hatten eine wunderbare Beziehung ohne jeglichen Probleme. Er hat sich nicht neu verliebt, weil in unserer Beziehung etwas nicht mehr stimmte, sondern weil er nicht mit dem Gedanken leben konnte, dass ich nie Kinder haben werde mit ihm, da er schon 2 hatte und für ihn alles abgeschlossen war. Für mich war dies all die Jahre nie ein Problem, er wurde damit nicht fertig, und konnte so Gefühle für jemand anders entwickeln… wie unfair das Leben manchmal nur sein kann.
Ja, so ist die gute Moral: Die neue Liebe einfach sitzen lassen und zurück zum Altbewährten. da weiß man(n) was man(n) hat. Ausserdem kurbelt das vielleicht den häuslichen Sex mal wieder an. Die Gefühle der ausgenutzten Liebhaberin – egal !! Die taugt ja eh nichts und ausserdem wusste die ja, daß es eine ‘richtige’ Beziehung gab.
P.S.
Das kann man(n) dann alle paar Jahre wiederholen – immer wenn’s Daheim wieder etwas nachzulassen droht ….
Loyalität – Jawohl !!!
Ja, weil die so tolle "Alte " Lliebe wie blöd, verletzt gelitten, hat – sich wie ein gequältes Tier gewunden und ewige Wochen mit dumpfen Gefühlen den wunderbaren Alltag an sich vorüberziehen liess. Mein Herz hat gebrannt und mein Körper war ein einziger schwerer Stein. Seinen Koffer hätt ich vor ihre Tür schmeissen sollen hinter der er ihre Wohnung renoviert hatte und danach einfach zurück kam……..
Man kann das noch toppen.
Mein letzter Partner hat sich für seine Neue, die eine ganz alte Exex, ist entschieden. Und das blitzartig innerhalb von ein paar Tagen. Schön, dass er mich nicht lange hat zappeln lassen. Aber über ein Jahr mit mir – war wohl nichts wert. Es gab zwar Streit, aber für mich auch noch Hoffnung. Die ist jetzt natürlich zerstört. Akzeptieren sollte man es, weh tut es aber trotzdem extrem.
Genau das mache ich grade durch. Mein Nochmann (gehe davon aus) hat mich wg einer 10 jahre jüngeren sitzen gelassen. Er konnte dem neuen nicht wiederstehen. Ja, es schmerzt immer noch sehr. Ich nenn es egoistisch! Aber das es Schwäche ist… ja stimmt, kann man so auch sehen hätte. Ja, wir hätten weiter um unsere Beziehung kämpfen können, so wie er sich vor einen Jahr gegen die andere und für mich entschieden hatte. Nun konnte er aber die Finger nicht von der neuen lassen… also Schwächling! Er wohnt nun bei ihr, ist glücklich und ich sitze in unserem Nochhaus, wo er mit der neuen einziehen wil, mit unserem Sohn und heule mir wg ihm die Augen aus… Ich liebe ihn noch immer!
Ja ich bin gerade in 2 Situationen. Meine Beziehung wurde beendet durch eine andere Frau. Ich muss ganz ehrlich sagen zunächst tut so etwas immer weh. Andererseits bin ich froh, denn jedes Ende hat eine neue Zukunft. Wer weiss, wofür es gut ist. Ach ja, und dann noch die Entfernung, hatte jetzt 2 Fernbeziehungen. Dadurch, dass man den Partner seltener sieht, geht viel Gefühl verloren. Bin der Meinung das so etwas klappt, wenn man sich zuvor schon länger kannte. Ich lasse in Zukunft die Finger davon.
Ja, das ist das Thema bei mir, Meine EX-Frau hat mich sitzen gelassen. Sie konnte dem Neuen nicht widerstehen und ich weiß bis heute noch nicht von Ihr warum dies so gekommen ist. Ich hätte um meine 17 Jahre alte Beziehung gekämpft, aber sie hat mir keine Chance gelassen. Das schlimmste an so einer Trennung ist immer, dass man sich, nachdem meine Ex schon ein halbes Jahr vorher fremd gegangen ist und zu Hause immer noch das "fürsorgliches" Frauchen gemimt hat (gemeinsamer Urlaub, noch ein neues Auto), total ausgenutzt und hintergangen fühlt. Es ist jetzt ein Jahr her und schmerzt immer noch sehr. Man kann es sich einfach machen und es Schwäche nennen, aber da finde ich, macht man es sich zu einfach. Das man sie als Schwächling sehen kann, ja vielleicht. Ich bin aber der Meinung das es zu einem grossen Teil daran liegt, wie sich die eigenen Eltern und Verwandschaft benimmt. Bei ihr sind Vater und Mutter jetzt schon zum Teil in dritter und vierter Beziehung. Und Ihr Bruder in der Zweiten. Wenn man es so vorgelebt bekommt aus der eigenen Familie, dann ist das der größte Fehler, denke ich. Das sollten sich meiner Meinung nach alle einmal überlegen die Kinder haben. Man kann natürlich immer den einfachsten Weg gehen und sich trennen, aber man tut doch nicht nur dem Partner sondern auch seinen Kindern weh. Und das sehe ich als traurig an. Ich wünsche allen eine neue Beziehung, in der man nicht hintergangen wird! LG Thomas
Wie wahr Thomas! Die Vorbilder spielen schon eine Rolle aber auch die Moralvorstellungen. Dank der 68er sind Selbstverwirklichung, "offene Beziehungen" und eine gesunde Portion Egoismus gängige Lebensideale.Auch Liebe wird so zu einer Art Konsumprodukt.
Ich selber habe in alle Richtungen leidvolle Erfahrung gesammelt und festgestellt, dass es oft an Verantwortungsgefühl füreinander mangelt. Die Seele bleibt dann böse auf der Strecke und die Verletzungen sind tief!!! Für mich wurde die Liebe meines Lebens zum wahren Alptraum.
Egal wie sich entschieden wird: Verluste gibt es für alle Beteiligten. Außerdem macht ja Liebe bekanntlich blind und schaltet das Unangenehme – auch beim aktuellen Partner- einfach aus.
Trotzdem bin ich der Meinung, das es alle Male besser ist, etwas Neues zu wagen als alte – oft Potjomkinsche Fassaden – neu zu kitten. Vernünftige Menschen arbeiten vorher an ihrer "alten" Beziehung anstatt sie einfach zu zerbrechen. Man kann immer andere Betrügen – sich selbst aber nicht auf Dauer. Wer das tut, wird krank.
Vielleicht ein kleiner Trost: alles was ausgeteilt wird, Gutes wie Schlechtes, kommt auch wieder zurück – du weißt nur nicht wann und ohne Leid keine Glückserfahrung.
Danke extrastark und freerider,
ich denke auch, dass man sich nur neu verlieben kann (äh umverlieben), wenn in der bestehenden Beziehung die Luft raus ist. Habe das kürzlich selbst erlebt und den Mann meines Lebens kennegelernt, der leider schon lange verheiratet ist und eben wegen dem Altbewährtem und Aufgebautem und der Tochter bei ihr bleibt. Heul’, flenn, echte Liebe ist manchmal wirklich grausam. Wenn er sich für mich entscheiden würde, hätte das meiner Meinung nach nichts mit Schwäche zu tun. Geh’ dahin, wohin dein Herz dich trägt! Würden das mehr Menschen machen, wären doch viele glücklicher, oder nicht? Ich gebe die Hoffnung nicht auf! Lieben Gruß an alle Liebenden von der Bergziege
ich denke, "umverlieben" kann man sich nicht – wenn man sich plötzlich "neu" verliebt, dass ist die "alte" liebe höchstwahrscheinlich bereits erloschen. ich hab mich total in einen neuen mann verknallt, obwohl ich meinem freund noch nicht gesagt habe, dass ich nicht mehr mit ihm leben will.
lieben tue ich ihn seit sommer nicht mehr, als er die hochzeit abgesagt hat, weil er sich nicht mehr sicher war. diese sache hat alle meine gefühle für ihn ausgelöscht, ich bin geblieben, weil es angenehm ist, nicht allein zu sein und versorgt zu werden. jetzt ist der andere mann in mein leben getreten und ich bin hin und weg. vorsichtigerweise versuche ich es langsam anzugehen und ihn wirklich intensiv kennenzulernen, um nicht etwas bestehendes aufzugeben für was neues das dann nach nährerer betrachtung dann doch nicht passt …
sowas machen normalerweise nur männer, oder? ;O)
Nein Veroni,das ist wohl gleich verteilt. Männer können nur besser umgehen mit der Unterteilung in EHEFRAU und Zweitfrau – hier Geliebte genannt.FRAU hält sich da wie du erst mal unentschieden-aus meiner eigenen Erfahrung.FRAU landet dann dafür zwischen den Stühlen unter Umständen.Die neue Liebe findet es ja wohl auch nicht so toll, wenn da noch jemand ist.
Unehrlich sind beide Varianten, kann man drehen wie man will.Warum bei einem Partner bleiben, den man nicht mehr liebt? BEQUEMLICHKEIT-dem Versorgungsprinzip folgend.
Bitte Mädels verlangt nicht von Männern, was ihr selber nicht bringt: EHRLICHKEIT.
@Bergziege
Bist du auch glücklich, wenn ER sich für die Familie entscheidet?
Hallo Ihr,
in jedem Beitrag steckt immer etwas Wahrheit drin. Ja, in eine intakte Beziehung kann niemand eindringen. Nein, ohne Schmerz bzw. jemandem Weh zu tun geht es nicht (erst recht nicht, wenn man meint, der/die andere hat dieses nicht so verdient.)
Es schmerzt aber auch sehr, wenn man sich dann entschieden hat, viele Brücken abbricht, sich einem neuen Leben öffnet und dann nach kurzer Zeit (2 Monate) selbst verlassen wird. Dieses Gefühl wünsche ich niemanden.
Es ist das größte Glück, das man dann haben kann, wenn es enge Freunde gibt, die einen auffangen.
"Umverlieben" – für mich ein (Un)Wort mit vielen Facetten! Wie soll das in einer intakten Beziehung funktionieren? Gar nicht.
Spätestens wenn man sich in einer bestehenden Beziehung nach neuen (Liebes-)Partnern umschaut, aus welchen Gründen auch immer, sollte es ein Alarmsignal sein, dass in der Beziehung irgendetwas nicht mehr rund läuft. Und genau das gilt es dann selbst herauszufinden, dem bestehenden Partner mitzuteilen und gemeinsam daran zu arbeiten, denn in den meisten Fällen kann eine Beziehung noch gerettet werden. Man muß es nur rechtzeitig erkennen und tun. Stichworte sind hier gemeinsame Weiterentwicklung, Treue, Ehrlichkeit, Loyalität, Respekt, Verbindlichkeit und nicht zuletzt (wahre) Liebe… Werte, auf die einige Menschen (Männer wie Frauen) anscheinend keinen gesteigerten Wert mehr legen oder einfach nicht mehr in der Lage sind, diese Werte zu leben, was aus manchen Vorgängerbeiträgen hervorgeht. Stattdessen scheint es einfacher, bei kleineren oder auch größeren auftretenden Problem die Liebe zum Partner versiegen zu lassen, sich aus einer sicheren Situation nach etwas Neuem umzuschauen. Auf gehts zum/zur Nächsten. In meinen Augen ein trauriger Trend in unserer Gesellschaft.
Hallo Rainer,
ich kenne das Gefühl. Habe für meine "große Liebe" alles beendet. Habe meinen Mann verlassen, Haus verkauft etc. und dann hat meine große Liebe plötzlich gemerkt, wie viel ihm seine Freundin und sein Sohn bedeuten und er hat mir den Laufpass gegeben. Ich habe gelitten wie ein Tier, leide auch immer noch. Ich weiß nicht, ob ich nochmals für einen neue Liebe alles aufgeben würde.
liebe ist einmalig – wer da für mehr platz hat .. ist auf der suche oder ist sich nicht sicher … möchte sich optionen offenlassen , .. so oder so liebt er nicht wirklich sondern sondiert das terrain … man läßt sich nur gehen , wenn man sich sicher ist …. seinen ort gefunden hat, an dem man bleiben will – alles andere ist ausrede und dumme augen wischerei …man lügt sich an um es zu erklären – gemäßigt und geschönt … jeder, der behauptet, er könne mit zweien oder sich nicht entscheiden ..blablablubb .. der hat angst vor der wahrheit , .. dass er nämlich nur einen liebt: sich selbst .. am meisten!! und ein tiefes gefühl für einen anderen wird er nie empfinden .. da muss er erst an sich vorbei ..!
Hallo Seiltänzerin,
ich gebe Dir recht. Menschen die sich in die Situation des "Nicht-Entscheiden-Können" bringen zwischen einer langjährigen Beziehung und aufflammenden Gefühlen zu einer neuen Partner/in, denken in der Situation meist nur an sich selber. Im schlimmsten Fall schaffen sie es sowohl die langjährige Beziehung, als auch die neue Liebe zu zerstören. Mein Ex hat unsere 5 Jährige Beziehung beendet, ich habe erst nicht erfahren, daß es wegen einer anderen Frau war. Nach 7 Monaten wollte er wieder zurück, weil mit mir ja alles so unkompliziert war. Ich hatte meine Tür leicht angelehnt, bis ich von ihr erfuhr und er letztlich zurück wollte ohne mit ihr Schluss gemacht zu haben.
So etwas können nur Menschen machen die sich selbst ganz arg nah sind. In meinen Augen kann jemand, der sich anderen Menschen gegenüber so verantwortungslos verhält nie richtig glücklich werden. Viele begreifen leider nicht, daß zu einer Partnerschaft auch mal Tiefen gehört, in denen man kämpfen und durchhalten sollte, bis wieder ein Hoch kommt. Gehen ist die leichteste Methode, nur ist es fast garantiert, daß man immer ein Wiederholungstäter bleibt. Da hier eben die Werte- und Moralvorstellungen auch noch eine Rolle spielen. Man sollte nicht zu viel Zeit damit verbringen so ein Verhalten zu verstehen, auch wenn es einem schwer fällt.
Ich bin mir sicher, dass "Umverlieben" eine Art von Charakterschwäche ist. Vor allem, wenn man in einer Familie steckt. Warum kämpft man dann nicht für seine Familie? Warum gibt man sich dem neuen hin und schmeisst einfach alles weg?
Wie soll ich mich als Mann verhalten? Hätte ich keine Kinder, würde ich meine Frau auf den Mond schiessen und sie alles heissen; aber sie ist und bleibt schließlich auch die Mutter meiner Kinder.
Man will ja weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis auferhalten – zumindest wegen den Kindern…
Wie kann man das, wenn man das "zurückgelassene Opfer" ist?!?
Habe eine 17-jährige Beziehung loslassen müssen, da ich nicht länger mit ihm unter einem Dach leben konnte. Zusammen haben wir eine Tochter und ein mittelständisches Unternehmen, welches wir beide leiten. Er hat sich vor 1 1/2 Jahren in seine alte Schulfreundin verliebt. Obwohl ich und er wußten, daß seine Gefühle geteilt waren, hat er sogar noch letztes Jahr ein Haus für uns gekauft. Ich bin mit unserer Tochter nach meiner Entscheidung in eine WG gezogen. Fühle langsam die Freiheit, kann wieder atmen. Es gibt im Leben immer Schicksalswendungen – das gemeinsame Geschäft hat uns durch manchen Sturm und Krisen geführt, hat uns wachsen lassen und wie ich dachte, eng miteinander verknüpft. Ich habe gar nicht gemerkt, daß mein Ex-Partner schon lange nicht mehr glücklich (mit mir) war. Er wollte raus und durch die neue Beziehung hat er den Sprung gewagt – trotz der langjährigen Vernetzung mit mir. Es hat so wehgetan, weil man ja glaubt, dass man etwas gemeinsam aufgebaut hat und sonnt sich in Sicherheit! Die Liebe kennt keine Sicherheit, kennt keine Begrenzungen und vor allem kein Gefängnis. In der Zwischenzeit sehe auch ich meinen Ex-Partner kritischer und wenn ich nur die Spur von "Bauchkneifen" bekomme, richte ich den Blich auf mich und tue etwas, was mir gut tut. Diesen Blick nach innen habe ich in den vielen Jahren oft nicht getan, sondern habe manchmal funktioniert; wollte eine gute Partnerin, Mutter und Geschäftsfrau sein. Ihm ist es jedoch genauso gegangen. Aber die Erkenntnis kommt oft erst, wenn es schon zu spät ist. Deshalb ist mein Blick nach Vorne gerichtet. Liebe kommt und geht, aber man sollte die Liebe zu sich selbst nie vergessen.
Denn hätten wir beide mehr auf unsere Liebe geachtet, wäre sie vielleicht auch noch ein Stück länger geblieben…. Wir haben für so vieles gemeinsam gekämpft, aber wenn die Liebe geht, ist der Kampf umsonst geführt. Für Liebe kann man nicht kämpfen – man kann nur loslassen…
Nun stecke ich nach zehn Jahren glücklicher Beziehung in einer Krise und hoffe, dass diese Situation, ohne jemanden weh zu tun, bald wieder in die richtigen Bahnen gerät. Vor 3 Monaten ist mir meine "alte Liebe" nach 20 Jahren wieder über den Weg gelaufen. Unsere kurze Beziehung damals, ist nie richtig abgeschlossen gewesen. Habe ihn zwar nie wieder gesehen, aber das ein oder andere Mal schon an ihn gedacht. Jetzt haben wir uns ein paar mal getroffen und es hat mein Leben total durcheinander gebracht, da ich mich "neu" in ihn verliebt habe. Es ist zwischen uns so vertraut und witzig wie früher, ausser das wir beide eben reifer und älter geworden sind. Das Probleme ist, dass mein Partner und ich uns etwas aufgebaut haben, was uns normalerweise niemand nehmen kann und ich immer noch in ihn verliebt bin. Deshalb kann ich die Meinung (2.Kommentar von extrastark) nicht teilen, man könnte sich nicht verlieben, wenn man schon verliebt ist! In meiner Situation liegt es wahrscheinlich daran, weil es eine "alte Liebe" ist, die einfach wieder aufgeflammt ist (denke ich hätte es nicht zugelassen jemanden ganz neues kennenzulernen) und da ich nur ein Herz habe, haben im Moment zwei Menschen darin Platz. Hoffe nur, dass mich meine Gefühle auf den richtigen Weg bringen. Das Leben kann wirklich manchmal hart zu einem sein!
Ich bin 13 Jahre mit meinem Partner zusammen.
Auch mir geht es so, dass ich seit Jahren nur noch funktioniere, ich aber nicht mehr glücklich bin, leider hat er mir auch schon sehr weh getan, es ist auch ein gemeinsames Haus entstanden während der Beziehung, ich habe ganz viele
Dinge ausprobiert, um die Beziehung zu retten habe es aber meistens allein tun müssen, ich weiß nicht ob er mich überhaupt noch liebt weiß aber einfach nicht, wie ich es schaffen kann mich von ihm zu lösen, weiß jemand Rat?