Es geht um die inneren Werte. Ja, klar. Aber wenn's zwischen den Laken nicht funkt, ist eine Beziehung sinnlos. Oder, Herr Leyendecker?
Menschen haben Bedürfnisse. Und Beziehungen befriedigen gewisse Bedürfnisse. Da werden jetzt eine ganze Menge Leute aufschreien, aber wenn wir uns ehrlich angucken, worum es bei Männlein und Weiblein geht?
Ich sag es so: Man kann die Geigen, romantischen Abendessen, unvergesslichen Sonnenuntergänge und Liebesgedichte komplett streichen und solange zwei Menschen wirklich viel Spaß im Bett haben und sich gegenseitig nicht völlig auf den Geist gehen, haben sie eine gute Zeit. Und eine gute Zeit zu haben konnte noch nie einer Beziehung schaden. Sex ist Teil unserer Natur. Und der durchschnittliche, halbwegs liberale, ansatzweise monogame Beziehungsmensch hat seinen Sex nun mal mit dem Partner. Wenn er darin nicht die Erfüllung seiner Bedürfnisse findet, belastet das die Beziehung. Woran kann das liegen?
Nun, man hört nicht selten von Männern, die sich einfach keine Mühe geben. Zur Verteidigung meines Geschlechts kann ich nur sagen, dass auch Frauen unendlich langweilige "Pflichtturner" sein können. Schlimmer sind wahrscheinlich die Exoten, Perversen und Paradiesvögel. Die plötzlich auf einem Ponyhof leben wollen, aufhören, sich an wichtigen Stellen zu waschen oder die Peitsche mit ins Schlafzimmer bringen. Wenn sie nicht gleich im Bett anfangen, wüste Beschimpfungen auszustoßen, während sie wahlweise gewürgt werden wollen oder einen blutig kratzen. Wenn man das mag, ist alles super. Dann liest man diesen Blog wohl aber auch nicht.
Das Ganze wäre lustig. Wäre es nicht man selbst, dem das passiert. Und unser durchschnittlicher, sich nach Glück sehnender Beziehungsmensch steht dann plötzlich vor der Frage, ob er den Rest seines Lebens mit jemandem zusammen sein will, der ihn sexuell einfach nicht erfüllen kann. Man würde seine eigenen Bedürfnisse aufgeben, um an der Beziehung festzuhalten. So etwas nennt man wohl einen Trennungsgrund.
Hallo
Ist es nicht auch so, dass wenn es in einer Beziehung sowieso "kriselt", dies auch beim Sex tut? Ich lasse einmal die kurzen sexuell orientierten Beziehungen außer Acht. Bei längeren Beziehungen habe ich immer wieder festgestellt, dass es dann im Bett nicht mehr klappte, wenn auch im täglichen Miteinander es einfach nicht mehr gepasste. Da muss ich Markus auf jeden Fall recht geben, dass miteinander reden der beste Weg ist. Wir Frauen neigen leider all zu oft dazu, alles zu zerreden. Und ihr Männer, keine Verbindung zu eurem Verhalten tagsüber und den Bettproblemen zu sehen.
Also Frauen, redet weniger – oder besser- bringt es auf den Punkt! Männer, hört genauer hin – zwischen den Zeilen – und nehmt die Frauen ernst. Wir Frauen unterscheiden nicht zwischen jetzt und später im Bett, sondern sehen den Sex als Abschluss des Tages.
Meine ganz persönliche Meinung: War der Tag gut- ist der Sex am Abend auch gut. War der Tag schlecht- …
Manchmal ist der Sex aber schlecht, weil die Männer nicht kapieren, dass einige Frauen etwas mehr erwarten, als nur Missionar-Stellung und schnell fertig. Die Männer sprechen dann von Verweigerung, wenn die Frau ihnen deutlich zu verstehen gibt, dass sie auf diese Art von Sex keine Lust haben, sondern etwas mehr Zärtlichkeit etc.
Ich habe mich gerade von meinem neuen Freund getrennt und habe genau das erlebt, was in dem Artikel steht. Nach einer Woche des 7. Himmels kam es zur ersten Nacht, es war eine peinliche Nummer. Er zog mich aus und legte sich auf mich drauf, sonst nichts… Ich dachte ok, wir werden die ganze Nacht miteinander verbringen, vielleicht geht es eben beim ersten Mal schnell. Aber danach drehte er sich um und schlief. Am nächsten Morgen verwöhnte ich ihn von oben bis unten, natürlich auch in der Hoffnung, dass er sich beteiligen würde. Aber die Hände blieben verschränkt hinter dem Kopf. Nach vier weiteren Wochen und nochmals 2 maligem Sex habe ich endlich kapiert, dass er kein Interesse an einer anderen Art von Sex hat. Ich glaube, er hat in der ganzen Zeit nicht einmal meinen Busen gestreichelt, geschweige denn, dass er mich zwischen den Beinen berührt hätte. Die einzige Erklärung, die ich finden konnte ist die, dass er gerne Pornos schaut und sich täglich angeblich stundenlang selbst befriedigt. Dazu passt, dass er bei unserem dritten Versuch, während ich ihn mal wieder nach allen Regeln der Kunst verwöhnte (er wieder die Arme hinter dem Kopf verschränkt), meinte, ich könnte ihn doch auch mal mit Doktorspielchen verwöhnen. Daraufhin habe ich einige Tage später Schluss gemacht. So eine Art von Sexualität ist nicht die meine, schon gar nicht, wenn offensichtlich ist, dass er anders nicht kann. Zusätzlich hatte er nämlich auch Erektionsschwierigkeiten und musste auch noch feststellen, dass er es mit der Sauberkeit auch nicht so hatte. So, das musste ich mir jetzt mal von der Seele schreiben. Was ich erlebt habe, war für mich schockierend, denn es geschah ja sofort und ohne die erste Leidenschaft, die dann eben abflaut, weil die Hormone sich zurückziehen.
Ich denke Sex, richtig erfüllender glücklicher Sex ist schon möglich, für beide Seiten. Ich habe das selbst so erfahren. In dieser Beziehung mit diesem Mann, wo ich das so erlebe habe, ist die Kommunikation für uns beide sehr wichtig gewesen – Humor, und auch ein gewisser Tiefgang auch. Wenn beide gleich sind, oder identisch, dann kann Sex eine Verschmelzung sein….genaugenommen eine Verschmelzung von Welten. Man denkt es gibt keine Steigerung mehr und trotzdem wird es immer wieder intensiver und schöner. Hier sind Innigkeit, Nähe, Gefühl, Vertrauen, Leidenschaft, Hingabe und Begierde die zentralen Pfeiler. Einfach ausgedrückt: die Chemie stimmt – innerlich, das kann auch die Seele betreffen, und körperlich. Den anderen ästhetisch empfinden und dass das kinästhetische System (schmecken, riechen, fühlen, hören, sehen) passt. Dann ist es einfach gigantisch schön…:-)
Grüsse Patricia
Ja, auch ich habe kennen gelernt wie es ist, wenn Körper – Geist – Seele sich verbinden; auch der Sex war super harmonisch und auch abwechselungsreich.
Tja und dann…. Er hörte einfach auf. Ich versuchte heraus zu finden, was los ist, aber er mauerte. Ich verstand nichts mehr und auch heute weiß ich nicht, was eigentlich passiert ist. Vielleicht ist auch gar nichts "passiert". Ein Freund meinte, mein Freund sei bi. – Ich hatte gedacht, die Liebe meines Lebens getroffen zu haben und "plupp": Alles geplatzt. – Tja, aber der Sex blieb harmonisch und einfach toll.
Bei mir ist es haargenau so gewesen, wie der letzte Artikel alles beschreibt. 2 Jahre lang die absolute super Beziehung, dann immer weniger bis gar nicht mehr. Was passiert ist, kann ich nur vermuten, er hat sich immer heimlich Pornoseiten angeschaut und ich denke, sich da geholt was er braucht. Wissen tu ich es bis heute nicht, wieso es dazu gekommen ist, er mauerte bis zum Ende.
Schade, reden darüber hätte die Ehe retten können!
Mein Freund beklagt sich schon seit längerer Zeit darüber, dass wir eine langweilige Beziehung führen. Ich sehe ihn nur noch 2 mal im Monat. Der Sex sei langweilig. Er wünscht sich, dass ich mit seinem Teil was besonderes mache und sagt gleichzeitig, dass ich es nicht fertig bringe, das konnte nur seine Jugendliebe. Wenn er dies sagt, während ich es versuche, wie kann es dann klappen… Ich bin keine gehemmte Frau und mache vieles mit, weil es auch mir Spass macht. Zudem vermisse ich seine Zärtlichkeit. Nun will er eine Auszeit nach 5 Jahren und ich soll mich melden, wenn ich bereit bin. Ich weiss nicht, wie weiter.
Der absolute Beziehungs- bzw. Sexkiller, ist einfach die Familie. Mein Mann konnte einfach nicht verstehen, dass ich nach meinem Halbtagsjob, Kochen, Putzen, Kinder versorgen, wieder Kochen, den Laden hüten, das bisschen restliche Hausarbeit, abends nicht wirklich Lust auf Sex hatte, sondern einfach nur müde war. Er hat seine 5 – 7 Stunden Arbeit mit seiner drallen sehr jugendlichen Praktikantin abgearbeitet und war zur Bettzeit entsprechend ausgeruht…Nach etwa 2 Jahren Sex ausschließlich während der Werbepause im Fernsehen( 5-7Minuten) und sofortigem Einschlafen des männlichen Partners hatte ich dann die Nase voll! Liebe gar keinen Sex als so was! Er hat es leider nicht mal kapiert, als ich ihm meine Wünsche mit dem Zaunpfahl einbläuen wollte. So was führt unweigerlich zur Trennung. Denn eine harmonische Beziehung mit allem Drum und Dran kann nicht auf dem einen Gesetzt im BGB basieren, dass Sexualität in der Ehe Pflicht ist und beide Partner dies zu erfüllen haben.
Hi,
ich wurde auch gerade verlassen, weil mein Freund meinte, dass die Chemie bei uns im Bett nicht stimmt. Wir waren 14 Monate zusammen und wir hatten sehr wenig Sex, was mich manchmal echt aggressiv gemacht hat, weil ich nicht wusste was das Problem war. Er sagte mir irgendwann, dass er mich nicht anziehend findet und alles so unnatürlich ist. Dabei habe ich mir immer Mühe gegeben. Von ihm kam nicht wirklich viel. Mir war es oft fast wichtiger, dass er am Ende zufrieden war, als ich, obwohl ich diejenige war, die gerade Lust hatte. Er meinte, dass die Probleme seinerseits von Anfang an bestanden hätten und er gehofft hat, dass sich das legt. Es hat alles so super gepasst – wir hatten so viel gemeinsam. Wir wollten auch zusammen ziehen, aber jetzt will er uns nicht mal mehr eine Chance geben. Das finde ich echt hart und komme damit auch nicht wirklich klar. Gefühlschaos im Kopf von es ist besser so, zu warum bekomme ich nicht wenigstens noch die eine Chance
Es ist die erste Beziehung in der ich verlassen wurde – sonst habe ich immer Schluss gemacht… unglaublich wie weh das alles tun kann.
Also der Sex sollte schon stimmen bei frauen! Wenn nicht, hat es keinen Sinn.