Und ich glaube, viele Männer finden Frauen interessant, die zahlreiche Rollen spielen können. Also, werden Sie kreativ.
„Männer sind einfach gestrickt,“ sagen die einen, „Versteh einer die Männer“, meinen die anderen. Tatsächlich ist die männliche Partnerwahl häufig sehr ambivalent.
Viele Männer legen bei der potenziellen Partnerin in der Regel einen großen Wert aufs Aussehen. Dies mag auf den ersten Blick vielleicht einen „einfach gestrickten“ Eindruck machen, hat aber, wie so oft, einen tieferen Sinn. Denken wir mal evolutionspsychologisch (und somit unromantisch): Mit einer jungen, attraktiven Frau kann „er“ aller Wahrscheinlichkeit nach gesunde, das heißt, überlebensfähige Kinder zeugen. Klar soweit…
Doch Aussehen ist bekanntlich nicht alles, und so manche „Liebe auf den ersten Blick“ hat sich im Nachhinein lediglich als Strohfeuer herausgestellt. Obwohl wir (Männer) das auch im Prinzip wissen, lassen wir uns dennoch häufig von Oberflächlichkeiten im Alltag manipulieren, täuschen und auch bekanntlich zu irrationalen Verhaltensweisen hinreißen. Ja, was wollen Männer denn dann?
Fragt man männliche Singles, was sie außer einem „attraktiven Erscheinungsbild“ („Aber nicht zu hübsch!“) noch in Hinsicht auf eine optimale Partnerin herbeisehnen, so fallen Begriffe wie „Humor“, „Charakter“, „Intellekt“ usw.
Komischerweise sagen auch solche Kriterien letztlich so gut wie nichts aus. Denn bekanntlich versteht jeder unter dem Wort „Charakter“ etwas anderes, und auch die Art des Humors ist doch sehr individuell. Und schließlich fühlt sich auch der eine oder andere Vertreter des männlichen Geschlechts von gebildeten Partnerinnen in manchen Situationen rasch in die Ecke getrieben.
Das alles klingt bis hierhin recht paradox, oder? Was man hingegen mit großer Treffsicherheit behaupten kann, ist: Ähnliche Weltanschauungen und Zukunftsplanungen wirken sich im Durchschnitt positiv auf eine Partnerschaft aus.
Und noch ein weiteres Kriterium scheint interessant zu sein: Charakterliche Vielfältigkeit!
In meinen Flirtkursen haben viele männliche Singles auf die Frage „Was wollt ihr eigentlich?“ in etwa geantwortet: „Eine Frau, die sich nicht so leicht auf eine einzige Rolle festlegen lässt.“ Den Begriff „Rolle“ finde ich in Hinsicht auf die Partnerwahl sehr wichtig. Tatsächlich zerfällt unsere Identität, unser Ich, in verschiedene Rollen. Wir spielen etwa „Berufs-Rollen“, „Eltern-Rollen“, „Partner-Rollen“. Als Faustformel kann gelten: Wer nur wenige Charakterrollen offenbart, schöpft nicht alle Potenziale aus.
Und ich glaube, viele Männer finden Frauen interessant, die zahlreiche Rollen spielen können.
Ich denke, dass Männer noch einfacher gestrickt sind