Katrin

33 Jahre, Sales-Managerin, Düsseldorf

Katrin

33 Jahre, Sales-Managerin, Düsseldorf

„Wir haben eigentlich jeden Dating-Fehler gemacht“

Katrin ist beruflich viel unterwegs. Das ist auch der Grund, warum sich die Vertrieblerin nach einer langjährigen Partnerschaft und zwei Jahren Single-Dasein bei ElitePartner angemeldet hatte. „Es ist nicht einfach, jemanden kennenzulernen, wenn man immer auf Achse ist“, erzählt sie Autorin Saskia Balke am Telefon, während sie im Taxi sitzt, auf dem Weg zum ersten Termin des Tages.

„Die Bahn hatte Verspätung“, entschuldigt sie sich. Doch das macht nichts. Katrin improvisiert einfach, der Taxifahrer darf mithören. Ist ja auch eine schöne Geschichte, das Kennenlernen von Junis! Sie beginnt, als nach vier Monaten Mitgliedschaft ein Portrait von Katrin im Rahmen der neuen Serie Ich! Zeig Profil bei ElitePartner veröffentlicht wird. Nur zwei Wochen später meldete sich Junis bei ihr, der ihr Portrait gesehen hat. Nun sind die beiden seit knapp drei Monaten ein Paar. Wie es dazu kam, erklärt sie gespickt von Zwischenrufen, die an den Taxifahrer gerichtet sind: „Und jetzt die zweite Links.“ Auch Junis und Katrin fanden sich ohne große Umwege.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, online zu daten?

Katrin:  „Ich hatte seit meiner Trennung keine richtige Beziehung mehr gehabt und bin im Januar von Hannover nach Düsseldorf gezogen. Da dachte ich mir: Jetzt muss ein richtiger Neustart her! Ich habe auch eine kostenlose Plattform ausprobiert. Doch da war das Niveau nicht nach meinen Vorstellungen. Ich  habe mir daher ElitePartner bewusst als Akademiker-Plattform ausgesucht. Bei einem kostenpflichtigen Angebot kann man wenigstens sicher sein, dass die Leute ernsthaft auf der Suche sind.“

Wie waren ihre ersten Erfahrungen?

Katrin: „Ich habe zwei, drei interessante Männer kennengelernt, mit denen ich auch immer noch in Kontakt stehe. Das ist ein spannender Austausch, aber gefunkt hat es mit denen nicht.“

Dann sind Sie mit Ihrer Teilnahme an den Single-Portraits in die Offensive gegangen und haben sich dort vorgestellt.

Katrin: „Ja, und das hat sich direkt zwei Wochen später ausgezahlt. Da schrieb mich nämlich ein sehr interessanter Mann an. Junis. Wir haben nur zwei oder drei Mal hin- und hergeschrieben und dann auch schon telefoniert. Das erste Gespräch ging über zwei Stunden. In einem solch langen Telefonat bauen sich natürlich Erwartungen auf, ohne dass man etwas über den anderen weiß. Junis sagt immer: ‚Eigentlich haben wir jeden Fehler gemacht, den man beim Online-Dating so machen kann.“

Wurden die Erwartungen dann in der Realität enttäuscht oder bestätigt?

Katrin: „Als ich Junis dann zwei Wochen später beim ersten Date gesehen habe, dachte ich zunächst: Oje, was ist denn das für ein Typ? Junis ist ein Mensch, der auf den ersten Blick aus dem Rahmen fällt. Er trug rote Schuhe, einen Hut und seine Haare hat er zu einem kleinen Zöpfchen gebunden. Wir hatten einen tollen Abend, an dem sich schon gezeigt hat, dass wir ähnlich ticken. Statt beim Italiener ein Pastagericht zu ordern, haben wir viele verschiedene Vorspeisen bestellt. Damit haben wir den ganzen Laden aufgemischt. Ich bin selbst ja auch eher unkonventionell und habe als Musikerin gearbeitet. Mit extravaganten Künstlertypen kenne ich mich also aus. Mein vorheriger Partner war Kameramann. Eigentlich wollte ich es ja jetzt mal mit einem Normalo probieren. Aber das war wohl nichts! Junis und ich sind dann noch in eine Cocktailbar weitergezogen und es war klar: Wir sehen uns wieder! Bei mir hat es schon an diesem ersten Abend gefunkt.“

Klingt nach einem reibungslosen Beziehungsstart.

Katrin: „Nicht ganz. Nach drei bis vier Wochen erklärte mir Junis, dass er mir da noch was gestehen müsse. Wir hatten einen Ausflug nach Straßburg gemacht und saßen mit Kaffee am Wasser, alles ganz romantisch. Ich dachte: Was kommt denn jetzt? Dann eröffnete er mir, dass er einen dreieinhalbjährigen Sohn hat. Das war schon ein Schockmoment. ‚Du musst jetzt überlegen, ob du damit leben kannst oder nicht’, lautete die Ansage. Ich hatte insgeheim schon befürchtet, dass da noch etwas kommt. In unserem Alter lernt man einfach selten jemanden ohne Altlasten kennen. Und Junis ist ja noch mal zwölf Jahre älter.“

Wie haben Sie sich entschieden?

Katrin: „Mir war klar: Das macht es nicht unbedingt leichter. Diese Konstellation erfordert viel Organisation, denn das Kind ist alle ein bis zwei Wochen bei Junis. Aber das war kein Grund für mich, das Kennenlernen abzubrechen.“

Ein wichtiges Detail… Dabei ist beim Online-Dating ja oft schon bei kleineren Differenzen der Ofen aus.

Katrin: „Ja, da hat Junis auch interessante Erfahrungen gemacht. Die Damen hatten quasi eine Checkliste dabei. Er ist Vegetarier. Ein Date hat da wohl direkt nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten gefragt. Die hat er nicht, dafür aber eine ausgeprägte Leidenschaft für Essen. So wie ich. Ich wohne im japanischen Viertel, da haben wir viel Auswahl, was die asiatische Küche angeht.“

In welchen Punkten passen Sie noch zusammen?

Katrin: „Wir haben einen ähnlichen Humor, wir sind vielseitig interessiert. In unserem Leben passiert immer etwas Neues, bisher gleicht keine Woche der anderen. Wir besuchen Ausstellungen und Konzerte, ich begleite ihn, wenn es ihn beruflich zum Beispiel nach Hamburg verschlägt wie letzte Woche. Und wir fallen beide aus dem Rahmen. Eine besonders hohe Matchingpunkte-Anzahl verbindet uns aber nicht. Ein Glück habe ich bei der neuen Portraitserie ICH! mitgemacht, sonst wären wir uns online vielleicht gar nicht begegnet.“

Haben Ihre Eltern ihn schon kennengelernt?

Katrin: „Ja, und mein Vater hat sein Urteil schön auf den Punkt gebracht: Normal kann Katrin nicht.’“

Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?

Katrin: „Erstmal geht es noch darum, den Alltag zu organisieren, wir sind viel unterwegs. Bald aber auch zusammen: Wir haben über meinen Betrieb eine Reise nach Dubai gewonnen. Dafür mussten wir allerdings angeben, dass wir verlobt sind.“

Ein gutes Omen! Alles Liebe für Sie beide!

Das Interview führte unsere Redakteurin Saskia Balke.

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