1. Arbeitslosigkeit und Fernbeziehung. Wie damit umgehen?

    Habe vor ca.3 Jahren über beim Onlinedating einen redegewandten und sympathischen damals 56jährigen Mann kennen gelernt, mich in ihn verliebt, obwohl klar war, dass es wegen der großen Entfernung Berlin-Rheinland "nur" eine Fernbeziehung sein würde. Ich habe einen festen Job in Berlin, er teilte mir ein paar Wochen nach dem 1.Treffen mit, dass er von Hartz4 lebt...die Probleme werden jedoch nicht nur wg.der Entfernung immer größer: er hat so gut wie gar nichts, kann deswegen auch nicht umziehen, alle Jobversuche scheitern, wir streiten uns immer öfter wg.der Finanzen, ich unterstütze mal gerne, aber fühle mich irgendwie ausgenutzt, hingehalten, weil er keinen Job findet. Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Ich mag ihn schon, weiß aber nicht weiter...
     
  2. Die Seite wird geladen...

  3. Liebe FS,

    du schreibst nicht was er beruflich vor seiner Arbeitslosigkeit gemacht hat, aber ab Mitte 50 wird es schwierig einen neuen Job zu finden. Je länger er raus ist, umso geringer wird die Wahrscheinlichkeit auf einen neuen Job.

    Er ist jetzt mindestens 4 Jahre arbeitslos, außerdem mit einem Alter von 59 Jahren 3 Jahre vor der vorzeitigen Rente. Bei Arbeitgeber steigt seine Beliebtheit damit nicht gerade.

    Ich weiß, es ist schwierig, aber versuche für seine Situation Verständnis aufzubringen. Ihr werdet es nur damit schaffen. Wenn ein Partner arbeitslos ist und H4 bezieht, ist das immer eine enorme Belastung für die Partnerschaft.
    Ich denke er meint es nicht böse, wenn du dich manchmal ausgenutzt fühlst. H4 sichert nur das Existenzminimum, damit hat er kaum finanziellen Spielraum. Nicht umsonst gibt es gesellschaftlich und politisch die Diskussion ob, die Zahlung nicht viel zu niedrig ist.

    Ich habe aus ähnlichen Gründen mal das Dating mit einem Mann abgebrochen. Er war sowieso schon nicht der Traummann, aber der H4-Bezug hat mich zusätzlich enorm abgeschreckt. Ich bin aber mit meinen 33 Jahren auch noch ein paar Jahre jünger und möchte meinen Plan vom Einfamilienhaus und einem angenehmen Lebenstandard nicht aufgeben. Das geht nur mit zwei Gehältern. Er war damals 36 glaube ich und schon seit ein paar Jahren und wohl auch noch zukünftig H4-Empfänger.
     
  4. Das sind sehr schwierige Voraussetzungen, liebe @Mimihope, du weißt es selbst. Du wirst dich zunehmend »schuldig« und gleichzeitig »ausgenommen« fühlen - dein Partner wird Schuldbewusstsein entwickeln.

    Ich habe mich vor Jahren genau aus diesen Gründen frühzeitig von einem Mann getrennt. Ich wollte nicht die Großzügige sein, die ihn damit automatisch, gewollt oder nicht, ständig in seine finanziellen Möglichkeiten zurück schickt. Erniedrigend für ihn, egal, wie ich mich verhalten habe.
    Ich hätte das anders gesehen, wären wir unbefangen (d.h. mit ähnlichem Einkommen) schon über Jahre zusammen gewesen ... und dann hätte er seinen Job verloren. Bei vorhandener Liebe hätte ich geteilt, ohne zu rechnen. Wobei nicht sicher ist, ob er das auch angenommen hätte.
    Aber unsere Zuneigung (ich rede nicht von Liebe!) war noch frisch, ich erklärte ihm mein Dilemma, schluckte seines hinunter und verabschiedete mich.

    Selbst wenn dein Freund mit deiner Hilfe nach Berlin zieht: er wird auch hier deine (große!) finanzielle Unterstützung brauchen. Sich vielleicht noch schlechter fühlen, weil er dann in eine noch größere Abhängigkeit rutscht, denn ihm werden damit alle seine bisherigen Sozialkontakte zusätzlich entzogen. Ein bisschen viel Verantwortung für dich, meinst du nicht?
     
  5. Hi,
    Wie oft könnt ihr euch denn sehen?
    Wenn es nach 3 Jahren noch kein Ergebnis gibt, dann denke ich auch, so richtig will er nicht umziehen, sonst hätte er sich irgend etwas gesucht, nur um zu dir zu kommen.
    Mein Vater hat mit 60 noch einen ungelernten Hilfsjob bekommen, natürlich extrem schlecht bezahlt und körperlich extrem hart, aber er wollte etwas finden und schaffte es, auch in einem anderen Bundesland. Seit dem denke ich, alles andere sind nur Ausreden, wenn man wirklich ein Ziel vor Augen hat, schafft man das.
    Wenn dein Partner (?) so redegewandt ist, liegt allerdings die Vermutung nahe, dass er viele Tätigkeiten wie z.B. Kellnern ablehnt, weil das unter seiner Würde wäre - das zeigt doch, dass du es ihm nicht wert bist. Gerade in Berlin sollte es in jedem Alter möglich sein, einen Job zu finden, natürlich falls er mal Manager war wird er an frühere Gehälter nicht anschließen können.

    w35
     
  6. Dafür kann er in dem Alter nicht unbedingt etwas. Allerdings hast Du das doch schon längst gemerkt. Dauernder Streit ist kein gutes Zeichen. Wenn es keine Perspektive gibt, bleibt wohl als Konsequenz nur, dass er zu Dir zieht oder Du Dich trennst.
    Ich würde nach Deiner Beschreibung eher zu letzterem tendieren.
     
  7. So sehe ich das auch und habe in der Familie einen ähnlichen Fall.
    Liebe FS,
    wenn man bereit ist Abstriche zu machen und einfach nur arbeiten möchte um finanziell nicht auf den Staat angewiesen zu sein, dann findet man Arbeit! Auch mit 60 Jahren. Aber man muss eben Klinken putzen gehen und viele Bewerbungen schreiben bzw. sich vielleicht durch Probearbeiten beweisen.
    Was macht dein Freund um Arbeit zu finden? Ich könnte mir auch vorstellen wie @Hammel schreibt, dass dein Freund viele arbeiten einfach rigoros ablehnt, weil er gar nicht wirklich will oder eben einfach keinen einfachen Job machen möchte.

    Auch seine Aussage, dass er nicht umziehen kann, ist falsch! Ein Umzug wird vom Amt nämlich bezahlt und seine Leistungen bekäme er in der neuen Stadt weiter. Es ist halt mit Aufwand verbunden, man muss sich kümmern, Anträge ausfüllen, Nachweise und Kopien bringen usw, das kostet Zeit und Nerven. Da lassen dann doch viele Menschen einfach alles wie es ist, weil man müsste ja was dafür tun.

    Ich bin mir nicht sicher ob dein Freund wirklich etwas ändern will bzw. gerne zu dir ziehen möchte?
    Ich denke er merkt gerade, dass dich die Situation zunehmend stört und wird sich im klaren darüber sein, dass ein Einzug bei dir noch mehr Stress (für ihn) bedeuten würde.

    Vielleicht liege ich auch total falsch, aber meiner Meinung nach sind das alles nur Ausreden.

    Wärst du denn zufriedener wenn er bei dir wohnen würde? Was versprichst du dir davon?
     
  8. Was meinst du damit, dass er so gut wie gar nichts hat?
    Möbel, Kleidung, Geld? Wenn er kaum was hat, müsste er eigentlich ganz leicht umziehen können. Mit nur einem Koffer quasi, ohne irgendwelchen Ballast. Er kann jederzeit umziehen, wenn er will und seine Leistung kann er überall in der BRD beantragen.

    In seinem Alter einen Job zu finden, ist sicher nicht einfach. Immerhin ist er kurz vor seiner Rente. Dass ihr euch immer öfter wegen Geld streitet, ist was anderes und ich frage mich, wieso?

    Ihr habt doch beide getrennte Finanzen. Er hat mit deinen nichts zu tun und du nichts mit seinen. Dass einer sich u.U. nicht so viel leisten kann wie der andere, ist auch bei Paaren so, die beide erwerbstätig sind und ein unterschiedliches Einkommen haben.

    Ist es vielleicht das, was dich zunehmend stört, sein Status und dass er nie mehr Geld als den Mindestsatz haben wird?

    Fakt ist, dass viele Menschen ganz schnell unverschuldet in den Bezug von Alg II kommen können. Aufgrund von Krankheit, durch betriebsbedingte Kündigungen, Firmen melden Insolvenz an und müssen ihre MA entlassen, wobei viele der Entlassenen kurz von der Rente stehen. Nach 1-2 Jahren endet in der Regel Alg I und für diejenigen, die bis dahin nichts Neues gefunden haben, meistens sind das die älteren Arbeitslosen, beginnt der frustrierende Alltag im Bezug von Alg II.

    Ich wundere mich, dass er online auf Partnersuche war. Normalerweise kommen Leistungsbezieher in der Warteschlange auf dem Amt ins Gespräch und lernen sich so kennen. Das hat den Vorteil, dass man weiß, worauf oder auf wen man sich einlässt und Enttäuschungen, wie jetzt bei ihm vielleicht mit dir, bleiben einem erspart. Wahrscheinlich bist du sein einziges Highlight in seinem ansonsten so tristen Leben.

    Dass er in seinem Alter noch einen supertollen und hoch bezahlten Job findet, ist wenig realistisch. Damit wirst du dich abfinden müssen. Trotzdem solltest du ihn nicht unterstützen, denn das ist nicht deine Aufgabe als Partnerin. Falls du allerdings große Pläne für die Zukunft hast, Haus, schöne Urlaube, keine finanziellen Probleme, wirst du diese mit ihm wohl nicht verwirklichen können.

    Es gibt allerdings Hartz IV ler, die wieder mehr Geld zur Verfügung haben, wenn sie in Rente kommen, weil sie, bevor sie ins Arbeitslosengeld II gefallen sind, gut verdient haben.
    Weißt du denn, was er vorher beruflich gemacht hat?
     
  9. Liebe FS,
    wer rechnen kann, ist klar im Vorteil. Der Mann war 56 als Du ihn kennenlerntest und bereits im H4-Bezug, d.h. zu dem Zeitpunkt schon länger als 2 Jahre arbeitslos.
    Nun sind 3 weitere Jahre ins Land gezogen., d.h. er ist mittlerweile über 5 Jahre dauerarbeitslos.

    Was phantasierst Du Dir zusammen, zu glauben, dass er dann mit 59 Jahren noch einen Job findet und auch finden will. Wäre er bereit, jede Art von Arbeit anzunehmen, hättest Du ihn garnicht als Arbeitslosen kennengelernt.
    Er will nicht jeden Job machen, vermutlich in seiner von Dir geschatzen, redegewandten Art mehr "Nein" als "ja" und daher wird sich an seiner Arbeitslosigkeit nchts mehr ändern. Jede Münze hat 2 Seiten.

    Somit ändert sich auch nichts mehr an seiner finanziellen Situation, d.h. ihr werdet euch auch zukünftig nicht öfter treffen können, wenn Du ihm kein Geld schickst.
    H4 ist nunmal nicht auf solche Fahrtkosten ausgelegt. Und natürlich hat er nach so langer Zeit kein Geld für einen Umzug und eine Wohnung in Berlin. Woher soll er das nehmen, wer soll es ihm bezahlen, wenn nicht Du, weil Du Dir einen Benefit davon versprichst?

    Er nutzt Dich nicht mehr aus, als er unser Solidarsystem ausnutzt und mittlerweile hat er garkeine andere Möglichkeit mehr.
    Love it or leave it - was anderes geht nicht. Willst Du unbedingt eine Beziehung und hast keine andere Chance, dann wirst Du ihn mit seinen Rahmenbedingungen akzeptieren müssen. Ändern kann und will er sie vermutlich nicht mehr.

    Was für eine Rente ist das denn, die man als Langzeitarbeitsloser mit 62 antreten kann? - nie davon gehört und ich dachte, dass ich das Sozialsystem recht gut kenne.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 8
    • 14.03.2019
    • Frau
    Du hast ihn im Onlinedating kennengelernt, er wohnt weit weg von dir, er ist seit Jahren arbeitslos - also, eigentlich verbindet euch nichts!
    Trotzdem hast du dich in ihn verliebt.
    Mich würde deshalb interessieren, warum du dich ausgerechnet in ihn verliebt hast.
    Hier würde ich an deiner Stelle auch ansetzen, darüber nachzudenken, also, über die Gründe, warum du dir ausgerechnet eine, in jeglicher Hinsicht "so weit hergeholte" Liebe ausgesucht hast.
    Das ist nämlich vermutlich auch bei dir kein "Zufall".
    Eine "unmögliche Partnerwahl", also eine, die eigentlich nichts werden kann, trifft man z.B., weil man (unbewusst) eigentlich gar keine richtige Beziehung möchte oder kann ... weil man z.B. Angst vor zuviel Nähe hat, oder weil man Angst vor Enttäuschung oder Sitzengelassenwerden hat, oder, oder, oder ...
    Da gibt es viele Gründe. Ich würde auf jeden Fall bei mir selbst schauen, warum ich diesen Mann gewählt habe, obwohl er alles andere als "nahe lag".

    w53
     
  10. Also eigentlich verstehe ich es nicht.
    3 Jahre ist lang.

    In der Zeit hätte er natürlich umziehen können. Denn was kostet ein Umzug, wenn man nichts hat? Eine Autofahrt? Eine Leihgebühr für einen Transporter?
    Er hätte bei Dir einziehen können, also Ihr zusammen?

    Bei dem Arbeitsmarkt findet sich doch etwas trotz des Alters, und gerade in einer Großstadt? Nun, vielleicht nicht der Traumjob, aber im Reinigungsbereich, Service, Hausmeister- / Wachtmeister, Lager?
    Das Arbeitsamt hätte auch ggf. Qualifikationskurse bezahlt, die da noch notwendig wären.
    Jetzt ist er 59, trotzdem ginge es immer noch, oder er geht in die Frühverrentung. Dann hat er nicht viel, aber etwas mehr als Hartz IV, oder?

    Auch das kein Argument gegen Umzug.
    Oder ist es sein soziales Umfeld?

    Also, warum war nie der Gedanke da, er könne doch bei Dir einziehen und sucht sich etwas in Berlin? Eine Initiative Deinerseits?

    Ich denke, der Grund ist der
    - Zitat in der Reihenfolge verändert -

    Es hat nie wirklich getragen.
    Am Anfang sah es noch machbar aus - Du hofftest natürlich auf aktive, reale Jobsuche / Umzug, auf die entsprechende Veränderung.
    Er hatte sicher auch seine Hoffnungen, Vorstellungen.

    Aber jetzt ist die Rosa Brille längst weg, die Gefühle sind bei "mag ihn".
    Einen Beitrag dazu, dass ein Umzug möglich wäre, diese doch kleine Summe (sicher unter 500€) hätte sich Deinerseits gefunden?
    Du hast Bedenken, dass wenn er bei Dir einzieht, Du ihn dauerhaft finanzierst, oder?

    Eigentlich hast Du entdeckt, dass hinter der Redegewandtheit nur leere Phrasen stehen, und dafür tragen Deine Gefühle nicht.

    Zeit ehrlich zu Dir zu sein.
    Es spielt doch eine Rolle, auch wenn man das mit der idealistischen Rosa Brille nicht wahrhaben mag ,ob ein potentieller Partner ein stabiles Mindesteinkommen hat, bei aller Liebe. Es mag ein Gefälle akzeptierbar sein, aber wenn es zu groß ist, trägt es nicht. (Ausnahme - älterer finanzstarker Mann, jüngere Frau, aber das ist (oft) dann auch ein Deal, unausgesprochen).

    Und ich denke, auch Du wirst zwar Dein Auskommen haben, aber die Kapazität, dass 2 davon leben können, oder dass Du dauerhaft sponsern kannst, Dich dafür selbst weiter einschränken müsstest, hat es nicht.

    Deine Gefühle, und vor allem die Illusion ist längst verflogen.
    Es ist nur noch Gewohnheit.
    Zieh den Schlussstrich.

    Randbemerkung
    Es gibt Paare, die auch längerfristig Fernbeziehung können, da ist aber dann die Kapazität da für regelmäßige Besuche.
    Und irgendwann braucht es immer die Perspektive, an der beide mitwirken.

    W,49
     
  11. Beende es! Einfach weil du sonst in Versuchung kommst, einen autonomen erwachsenen Menschen zu bevormunden. Das muss ja echt nicht sein und schadet letztendlich einer gesunden Beziehungs-Basis. Wobei ich das Problem echt nicht verstehe. Alles beginnt mit einem Job und einer Wohnung. Das kann man überall kriegen.
     
    • # 11
    • 14.03.2019
    • void
    Warum schiebst Du ihm die Schuld zu dafür? Lehnt er dauernd irgendwelche Jobs ab, pumpt Dich dauernd an und sagt "ja, irgendwann bewerbe ich mich", aber es passiert nie was? Oder nervt Dich einfach die Situation und Du denkst, er sei selbst schuld und wolle nicht?

    Wieso streitet ihr auch über Finanzen, er hat keine und über Deine hat er nicht zu bestimmen? Mit so einem Menschen kannst Du eben keine großen Sprünge bzw. nur ganz winzige machen. Wenn Du dauernd stresst, dass er kein Geld hat, zermürbst Du ja alles. Wenn Du willst, dass Dir ein Mann was bietet oder auf dem Finanzniveau ist wie Du, dass er bestimmte "Luxusdinge" wie Einladungen in Restaurants bezahlen kann, ist er der Falsche.

    Ist es so, dass Du Geld gibst, damit auch er Fahrkarten für die Fahrt zu Dir kaufen kann, und das soll dann die "Unterstützung" sein, oder zahlst Du z.B. Mietzuschuss zu seiner Wohnung, damit er nicht raus muss? Mit anderen Worten: Gibst Du "Unterstützung", damit er mit Dir Beziehung führen kann, weil es Dir sonst zu spartanisch wäre oder unterstützt Du, damit er für sich dort besser leben kann? Im ersten Fall finanzierst Du nur Deine Beziehung, weil er nunmal kein Geld hat, wie es Männer auch mit ärmeren Frauen tun, wenn sie sie einladen, im zweiten Fall bist Du das Sozialamt und ne selbstlose Unterstützerin.
     
  12. Hallo
    Ungefähr gleiche Ausgangslage war es auch bei meiner 8 jährigen Fernbeziehung.
    Es fehlte weder an Liebe, noch an Unterstützungen, noch an gemeinsamer Bereitschaft, Kompromisse zu finden.
    Liebe braucht aber eine Zukunft und wenn man in zwei Welten lebt, wird man diese nur in seltenen Fällen auch finden.
    Facit:
    Obschon wie es gewusst haben, konnten wir nicht früher einen Schlussstrich ziehen, was wir heute sehr bereuen: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.......
    Auch wenn es weh tut - gebe Dir eine Chance und werde glücklich in Deiner Welt!
    Switche heute nicht mehr, sondern lebe glücklich als Singel und bin vor allem nicht mehr alleine zwischen seinem und meinem Leben.
    Akira
     
  13. Kleiner Rechenfehler. Ab 63 (+ ein paar Monate?) kann er in Rente gehen und - sollte er dann noch H4 beziehen - wird er es auch müssen, denn soweit ich gehört habe, werden H4-Empfänger in der Regel mit 63 zwangsverrentet. Alles vorausgesetzt er hat irgendwann mal gearbeitet. Aber das sind Details, die in über 30 Jahren wenn ich mal in Rente gehe, wieder anders sein werden. Daher verzeihe mir liebe Vikki, dass ich eine kleine Wissenslücke beim aktuellen Renteneintrittsalter habe.

    Tatsache bleibt jedoch, dass es mit 59 bei der Jobsuche schwierig ist. Jedenfalls auf die "normalen" Stellen. Im geringqualifizierten Bereich kann man vermutlich noch was finden. Das kostet Überwindung, ist aus meiner Sicht trotzdem besser, als vom Staat abhängig zu sein.

    Tatsache ist auch, die FS hat ihn schon als H4-Empfänger kennengelernt. Sie hat angenommen, dies sei kein Dauerzustand. Jetzt ist er es doch geworden.

    Mit seinen klammen finanziellen Verhältnissen muss sie daher entweder klarkommen, oder sich von ihm trennen. Wie ich oben schrieb, war H4 für mich ein KO-Kriterium bei der Partnersuche. Die Lebensverhältnisse sind einfach zu verschieden. Man muss eben wissen, worauf man sich einlässt und dass man in einer Partnerschaft die finanzielle Last für beide komplett (bei gemeinsamer Wohnung) oder zum größten Teil (bei getrennten Wohnungen) alleine trägt.

    Take it or leave it aber nörgel nicht rum, weil er entweder dir das Bezahlen von Kaffee und Kuchen im Lokal überlässt oder lieber zu Hause Kaffee trinken will.
     
  14. Es gibt Hartz IV Bezieher, die Jahrzehnte erwerbstätig waren und ihre Anstellung vor Beginn der Rente verloren haben, was aus verschiedenen Gründen geschehen kann. Betriebe schließen, melden Insolvenz an, entlassen als "sozialverträgliche Lösung" erst mal die älteren Arbeitnehmer kurz vor der Rente etc.
    Solche Entlassungen sind längst nicht immer mit einer schönen Abfindung verbunden. Nach zwei Jahren Alg I fallen die Entlassenen, wenn nicht vorher der Renteneintritt ansteht, in Alg II.

    Solche Hartz IV Bezieher haben einen Anspruch auf Rente und diese kann durchaus höher sein, als der monatliche Bezug von Alg II. Der einzige Nachteil für die Leistungsbezieher ist, dass sie bereits mit 63 ihre Rente beantragen müssen, obwohl damit eine dauerhafte Kürzung verbunden ist, denn wer Alg II bezieht, muss vorrangig andere Sozialleistungen in Anspruch nehmen, um seine Hilfsbedürftigkeit zu beseitigen. Dazu gehört nun mal auch die vorzeitige Altersrente.

    Außerdem gibt es sehr viele Arbeitnehmer, die vorher gut verdient haben, arbeitslos wurden, nach dem Alg I in Hartz IV gefallen sind, zwar wieder Arbeit gefunden haben, allerdings nicht so gut bezahlt wie vorher und deshalb ergänzend Alg II beziehen müssen. Auch diesen steht später eine Rente zu.

    Nicht alle Hartz IV Empfänger haben nie gearbeitet oder arbeiten nicht.
    Auch Referendare müssen kurzfristig diese Leistung in Anspruch nehmen oder Studenten, die nach ihrer Exmatrikulation nicht gleich eine Anstellung finden oder Lehrer, die nur befristet tätig waren, Aushilfslehrer, die in den Ferien entlassen werden und erst nach den Ferien wieder eingestellt werden oder Selbständige, die vorübergehend einen Engpass haben, - nicht zu vergessen, ledige Mütter, die wegen der Erziehungszeit pausieren und danach wieder in ihren Beruf zurückkehren, denn alleinerziehende Mütter bekommen kein Alg I, obwohl sie eine Anwartschaft darauf haben, sofern sie keine Betreuung für das Kind angeben können; um nur einige Beispiele zu nennen. Deshalb kann man längst nicht alle Hartz IV - Bezieher auf dieselbe Stufe stellen.
     
  15. In seinem Alter ist es schon 64+ und ob er dann in Rente gehen kann und das sinnvoll ist ist fraglich, denn langjährig Beschäftigter kann er mit der Arbeitslosenzeit nicht mehr werden und das als Grund für den frühen Renteneintritt nehen - geht bei ihm nur mit Rentenkuerzung, also auch keine Verbesserung seiner finanziellen Situation.


    Es geht hier nicht um Rechthaberei, sondern um richtige Informationen. Es lesen ja mehr mit als hier schreiben und da sind sicherlich welche dabei, denen richtige Info was nützt.

    Für die FS heißt das, dass sich seine Situation in mindestens den nächsten 5 Jahren nicht mehr ändern wird und ob seine Rente mit mehr als 10 Jahren Dauerarbeitslosigkeit über der Grundsicherung liegt ist fraglich - kein Geld wird bei ihm Dauerzustand bis zum Lebensende bleiben. Dass das dauerhaft so bleibt, muss man wissen, wenn man jetzt schon im häufigen Streit wegen Geld ist, weil es entscheidend für "weitermachen" oder "trennen" sein kann.

    Anstelle der FS würde ich nicht mit ihm zusammenziehen. Sie kennen sich kaum, weil sie sich selten treffen und sie streiten immer mehr, obwohl sie nicht zusammen sind.
    Zieht er zur FS, ist diese für ihn unterhaltspflichtig weil Lebensgemeinschaft, d.h. kein H4 mehr für ihn, er hat keine Krankenversicherung mehr wenn sie nicht heiraten etc.
    Das muss man sich sehr genau überlegen. Wer will das für eine unerfreuliche Beziehung?
     
    • # 16
    • 14.03.2019
    • Frau
    Genauer ist es folgendermaßen:
    Tatsächlich können manche Menschen mit genau 63 Jahren in die Altersrente gehen. Voraussetzung dafür ist aber, dass man 35 Jahre "rentenrelevante Zeiten" angesammelt hat. Der bittere Haken an dieser Rente mit 63 nach 35 Jahren ist, dass die Rente für den Rest des Lebens(!) erheblich gekürzt wird.
    H4-Empfänger werden nur dann zwangsverrentet, wenn sie:
    1.) diese 35 Jahre "rentenrelevante Zeiten" vorzuweisen haben, also überhaupt einen rentenrechtlichen Anspruch auf diese Rente haben.
    Und 2.): wenn ihre Rente höher als ihr Hartz4-Satz wäre.
    Den Politikern ist, mit einiger Verspätung, nämlich auch klargeworden, dass es idiotisch ist, die Leute durch "Zwangsverrentung", welche ja mit erheblicher Rentenkürzung einhergeht, wieder, und zwar dauerhaft, in die Abhängigkeit vom Sozialamt zu zwingen. Dem Leistungsbeziehender kann es letztlich egal sein, von welchem "Amt" sein spärlicher Lebensunterhalt kommt, wenn Rente auch nicht höher ist als H4.

    Außerdem gibt es auch noch die Rente mit 63 nach 45 Arbeitsjahren. Die wird der Mann, um den es hier geht, aber vermutlich nicht bekommen können, da er bestimmt diese 45 Arbeitsjahre nicht erreicht hat.


    w53
     
    • # 17
    • 15.03.2019
    • Frau
    Nein, liebe Vikky, das ist nicht ganz korrekt!
    Nach derzeitiger Gesetzeslage können tatsächlich alle Geburtsjahrgänge mit 63 J. in Altersrente gehen! Also auch die Jahrgänge, deren reguläre Altersrente erst mit 67 beginnt, können mit 63 in Rente gehen - das nennt sich "Altersrente für langjährig Versicherte" und ist an die Bedingung gebunden, dass man 35 Jahre Versicherungszeiten hat, wobei nur ganz bestimmte Versicherungszeiten anerkannt werden und andere nicht.
    Allerdings bekommt man bei dieser Rentenart lebenslange Abzüge, genau: 0,3% pro vorgezogenem Monat der zu erwartenden regulären Altersrente.
    Da Rentenzeiten ab dem 17. Lebensjahr gezählt werden, kann man die erforderlichen 35 Jahre für diesen Rentenanspruch mit 52 Jahren erarbeitet haben.

    Rechnen wir mal im konkreten Fall, um den es hier geht:
    Die FS lernte den Mann kennen, als er 56 Jahre alt war. Da lebte er schon von H4.
    ALG1 bekommt man ab 50 Lj. 15 Monate lang, danach H4.
    Ab 55. Lj. bekommt man 18 Monate lang ALG1, danach H4.
    Erst ab 58. Lj. bekommt man 24 Monate lang ALG1.

    Fazit: Theoretisch kann es möglich sein, dass der Mann, schon bevor er arbeitslos wurde, die 35 Jahre auf dem Rentenkonto hatte, um mit 63 J. mit Abschlägen in Rente zu gehen.

    Übrigens: Jeder bekommt von der Rentenversicherung 1 Mal pro Jahr seine "Renteninformation" nach Hause geschickt.
    Ab 50 ist diese Renteninformation alle paar Jahre sogar noch ausführlicher, d.h. da wird einem das gesamte persönliche Rentenkonto aufgelistet, sowie für jede mögliche "Rentenart" die Information, ob überhaupt und wenn ja - in wievielen Monaten man die Anwartschaft auf diese bestimmte Rentenart erfüllt hätte.
    Ihr müsst euch einfach mal diese Renteninformationen aufmerksam anschauen. ;-)


    w53
     
    • # 18
    • 15.03.2019
    • Frau
    Das stimmt und darauf wollte ich auch schon hinweisen!
    Auf keinen Fall sollte die FS mit dem Mann zusammenziehen! Denn dann wird sie ihn voll finanzieren müssen, da ihr Einkommen sicher den spärlichen H4-Satz für 2 Personen überschreiten wird. Er bekommt dann mit Sicherheit keinen Cent mehr vom Amt.

    w53
     
  16. Ich war 3 Monate mit einem Arbeitslosen zusammen und abgesehen von dem finanziellen Aspekt gab es noch ein ganz anderes Problem: Er war ausgeruht und ich habe Vollzeit gearbeitet. Hieß: Wenn ich müde nach Hause kam, hatte er die ganze Zeit allein zuhause gesessen und wollte unterhalten werden. Mein Bedürfnis nach Sozialkontakten war aber bereits durch Kollegen und Kunden weitesgehend gedeckt und ich wollte erstmal Ruhe haben. Wenn ich zu meinem Pferd fahren wollte, wollte er unbedingt mit, um nicht wieder allein in seiner oder meiner Wohnung zu hocken. Es war echt anstrengend. Als ich dann nach einem Wochenendseminar total erschlagen war, maulte er herum, weil ich nicht so "funktionierte" wie er wollte.
    Auch sein Bekanntenkreis bestand aus Sozialhilfeempfängern. Eine hatte ihre Wohnung an ihn untervermietet und als er einmal die Miete nicht pünktlich zahlen konnte, kam sie mit einer Gruppe und drohte ihn zu verprügeln. Er rief dann panisch bei mir an, ob ich ihm Geld leihen konnte. Nein, ich tat es nicht und fühlte mich wie ein Schwein. Aber den Betrag konnte ich auch nicht einfach so entbehren und ich wußte, er kann mir das Geld nicht zurückzahlen. Da setzte dann doch mein Selbstschutz ein. Danach beendete ich die Beziehung. Auf dieses Niveau wollte ich mich nicht herabbegeben. Verprügelt haben sie ihn übrigens nicht, es war nur eine leere Drohung.
     
  17. Warum? Mein Partner war beim Kennenlernen auch H4-Bezieher. Das hat mich doch in keinster Weise beeinträchtigt. Wir wohnen nicht zusammen, jeder ist für sein Zeug zuständig. Heute, wo er arbeitet, ist auch nicht viel anders, außer dass er sich ein neues Auto gekauft hat. Ich wüsste nicht, wo seine finanzielle Situation irgendwas mit mir zu tun hätte.

    Und was hat ihm das gebracht? Ich hätte das nicht gemacht und finde das auch nicht erstrebenswert.

    Also echt mal, wer will denn kellnern? Die angesabberten Geschirrteile anderer wegschaffen? Na super! Da wäre ich lieber arbeitslos.

    Und dann wären sie eine Bedarfsgemeinschaft, das wäre eine ganz schlechte Idee. Vielleicht hat er auch Freunde in seiner Heimat und will die nicht zurücklassen?
     
  18. Wieso soll es in Berlin so einfach sein, in einem Alter ab 55 Jahren einen Job zu finden? Das Einzige was ich mir vorstellen könnte, wäre als Reinigungskraft.

    W Ü55
     
  19. Hattet ihr gemeinsame Unternehmungen? Ich gehe z.B. gerne mal mit einer Freundin ins Café. Einfach so zwischendurch und ohne dass ich überlegen muss, ob ich mir den Kaffee und ein Stück Kuchen überhaupt leisten kann. Kino, Konzerte, Ausflüge etc. kann er sich alles nicht leisten, geschweige denn einen Urlaub. Ich stelle es mir anstrengend vor, immer eine Aktivität zu finden, die kostenlos ist wenn man nicht möchte, dass einer immer für beide zahlt. Wie habt ihr das gemacht oder habt ihr euch nur zu Hause getroffen? Wenn ihr gekocht habt, gab es da Nudeln mit Tomatensauce oder auch hochwertige Zutaten? Wer hat die bezahlt? Doch wohl du? Ich mache gerne Urlaub und lerne andere Länder kennen. Das muss nicht teuer sein, ist aber trotzdem zu viel, als dass es sich ein H4-Empfänger je leisten könnte. Immer für den anderen mitzahlen? Da kann ich verstehen, dass die FS sich ausgenutzt fühlt.

    Das, nur um ein paar Beispiele zu nennen. Bei dem extremen Einkommensunterschied ist es schwierig, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, es sei denn einer zählt für beide.

    Einstellungssache und schade, dass du so denkst. Kellnerin ist ein typischer Schüler- und Studentenjob. Ich habe noch nie gehört, dass das jemandem peinlich war oder er sich geekelt hat.
    Ich finde es eher traurig, wenn Leute so wie du denken. Das erklärt einen Teil der Dauerarbeitslosen. MIR wäre es peinlich von der Stütze zu leben. Ja da ginge ich im Notfall lieber Klos putzen. Ist zwar auch kein toller Job, aber tausendmal besser als von der Gnade eines Sachbearbeiters abhängig zu sein und sich immer rechtfertigen zu müssen.
     
  20. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Wenn Kellnern der einzige Job ist, den er bekommen kann, warum dann nicht? Lieber H4 und der Allgemeinheit und der Freundin auf der Tasche liegen? Komische Einstellung.

    Ja, eine Beziehung, wenn die FS denn eine mit ihm haben will, ist dann eine Bedarfsgemeinschaft. Die Frage ist doch, ob sie sich auf ihn einlassen möchte oder nicht. Und dann ist er eben so, wie er ist.
     
  21. Auf großartige Ausflüge und Urlaube habe ich selbst keine Lust und daher gab es keine, was aber nichts mit ihm zu tun hatte. Und er hat zu Hause einen Beamer + Leinwand, da können wir jederzeit Filme aller Art in Groß anschauen. Das finde ich besser als Kino.

    Wieso "doch wohl ich"? Ich habe gar nichts bezahlt. Wenn wir einkaufen waren, hat er ungefragt für mich mit bezahlt und da ich nicht zu den Leuten gehöre, die nur Bio essen, war das meistens nicht teuer.

    Ich finde es nicht schlimm, wenn andere kellnern, irgendwer muss es ja machen, aber ich wöllte es nicht tun. Ich wöllte auch nicht als Kanalarbeiterin oder Kloputzfrau arbeiten. Man muss sich als H4-Empfänger nicht rechtfertigen; man bekommt ein staatliche Leistung, auf die man Anspruch hat. Das ist nicht verwerflich.
     
  22. Aber doch nur so lange du anderweitig finanziert würdest, z.B. durch einen Partner oder den Staat?

    Oder wolltest du lieber verhungern, statt zu kellnern?

    Bei dieser Einstellung wundere ich mich nicht mehr über Langzeitarbeitslosigkeit und kann verstehen, dass bei der Agentur für Arbeit die Leistung eingestellt wird oder im Jobcenter sanktioniert wird, wenn Leistungsbezieher sich weigern eine vorgeschlagene Arbeit anzunehmen, bei der sie z.B. die "angesabberten Geschirrteile anderer" wegschaffen müssten, weil sie über keine Qualifikation für eine "anspruchsvollere" Arbeit verfügen.
    Wobei ich auch Leute kenne, die Jobs ausüben, für die sie eigentlich überqualifiziert sind, selbst wenn es nur vorübergehend ist, weil sie nicht arbeitslos sein wollen.
     
  23. Sie können doch einfach getrennte Wohnungen behalten und gut. In einer Beziehung kann man sich normalerweise immer aussuchen, was man finanziell teilt und was nicht. Bei einer Bedarfsgemeinschaft ist man dazu verpflichtet und daher ist es nicht ratsam, zusammenzuziehen.

    Genau, die bösen H4-Empfänger liegen alle der Allgemeinheit auf der Tasche. Weil der Staat mit unseren Steuergeldern ja auch immer so viele total nützliche Projekte umsetzt und wären die gemeinen H4-Empfänger nicht, dann könnte der Staat mit den Steuergeldern noch mehr so toll sinnlose Dinge realisieren, von denen wir alle nichts hätten. Vielleicht noch ein paar Soldaten in irgendein fremdes Land schicken? Oder noch ein wenig die Diäten erhöhen? Oder klapprige Militärschiffe restaurieren?

    Leute zu sanktionieren ist bestimmt eine ganz schlaue Idee, die gehen dann nämlich klauen oder versorgen sich auf andere illegale Weise mit Geld. Aber der Vater Staat hat sich natürlich was dabei gedacht, der weiß ja alles so viel besser.
     
    • # 27
    • 17.03.2019
    • void
    Ich wundere mich, wie schnell immer passiert, dass die Aussage EINER Person, die nicht mal arbeitslos zu sein scheint, wieder diese Vorurteile erzeugt und ALLE Arbeitslosen in einen Topf geschmissen werden. Die Arbeitslosen, die ich kennengelernt habe, waren alle z.B. sehr krank. Aber ich denke jetzt nicht, dass alle Langzeitarbeitslosen sehr krank sind.
    Für mich ist das, als würde ein Mann schreiben "da sieht mans mal wieder, ALLE Frauen wollen sich aushalten lassen", weil eine Frau ohne Partner schreibt, dass sie immer nur eingeladen werden will.
    Das geht nicht gegen Dich, @piepegal , ich seh nur bei ganz vielen Leuten dieses schnelle Vorschießen von Vorurteilen, die so in der Gesellschaft rumdümpeln und dann immer wieder zum Vorschein kommen, bei Leuten, die ansonsten nicht so drauf sind.

    Ich finde nebenbei gesagt nicht, dass man automatisch davon ausgehen kann, dass ein Mann Mitte 50 plötzlich Kellner werden kann. Man weiß ja überhaupt nicht, ob er Übergewicht, Knieprobleme oder sonstwas hat, das ihn am vielen Laufen hindert.
     
  24. Habe ich nicht geschrieben. Ich sehe auch nicht, dass H4-Empfänger pauschal "böse" sind. H4 ist selbstverständlich dazu da, dass die Solidargemeinschaft Menschen unterstützt, die nicht können. Dafür zahle ich gerne.

    Aber es gibt eben Menschen, die nicht wollen. Es steht ja jedem frei, nicht zu kellnern, sondern sich einen anderen Job zu suchen, der gefällt. Alle anderen sind in meinen Augen Sozialschmarotzer. Die werden entgegen aller Vernunft auch von Teilen der Politik unterstützt. Ich bin da anderer Meinung. Eine Reihe von Experten übrigens auch. Wenn Du möchtest, kannst Du für den Zweck ja gesondert spenden.

    Man könnte ja einfach die Steuern senken oder den Soli für alle abschaffen.
     
  25. @void,

    es ist gut, dass wir ein System haben, das Menschen auffängt, die sich in einer Notlage befinden und würde nie behaupten, dass Steuergelder hier fehl investiert wären. Es stört mich allerdings, wenn ich sehe, dass Menschen, die arbeiten könnten, dies aus irgendwelchen Gründen nicht wollen und es als selbstverständlich ansehen, trotzdem einen Anspruch auf staatliche Hilfen zu haben.

    Mit Sicherheit wird niemand dazu gezwungen eine Tätigkeit auszuüben, zu der er nicht (mehr) in der Lage ist. Das mit dem Kellnern war nur ein Beispiel von @Berlinerin73.

    Ich bin jedoch der Ansicht, dass Eigeninitiative das beste Mittel ist, um langfristig aus dem staatlichen Leistungsbezug heraus und auf eigene Füße zu kommen. Wer es sich in der sozialen Hängematte nur bequem macht, hat sein Leben schon aufgegeben.

    Dass Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen hier nicht gemeint sind, steht außer Frage.
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)