1. Bemuttern - ja oder nein?

    Hallo liebe Frauen und Männer,

    ich wollte mal nach eurer Meinung zur "Bemutterung" lesen.

    Es gibt ja Männer die das überhaupt nicht mögen und andere, die das wiederum sehr gerne mögen.
    Nun muss mal festgestellt werden, was eine Bemutterung überhaupt bedeutet?

    Ist es schon als Bemutterung zu bezeichnen, wenn die Frau den Mann erinnert, sich warm anzuziehen, seine Lunchbox zubereitet, ihm warmen Tee ans Bett zu bringen, schauen dass er nicht zu viel Alkohol trinkt, auf seine Gesundheit achten, etc. Oder ist das eben nur ein Zeichen dass der Mann einem wichtig ist? Das man sich um ihn sorgt und das beste möchte.

    Ich habe viele Artikel gelesen dass (viele) Männer es überhaupt nicht leiden können, wenn die Partnerin, wie eine Mutter sich um den Mann kümmert. Habe mit meinem Freund darüber gesprochen und er meinte, ganz im Gegenteil, er liebt es, weil er weiss, dass er gut aufgehoben ist und er mir viel bedeutet. Wir "kümmern" uns beide um den jeweils anderen - komplette Balance hier.
    Mir macht es auch Freude ihm sein Mittagessen für den nächsten Arbeitstag vorzubereiten, ein Obst, Schokolade und Vitamine gehören da auch rein. Wie eine Mutter beim Kind?

    Wie seht ihr das? Was ist Bemuttern und wann wird es zu viel?

    Gibt es denn wirklich Männer die alles selber machen möchten und es nicht mögen wenn die Frau sich um sie "kümmert"?
     
  2. Wenn dieses Komplett-Rundum-Sorglospaket täglich 24/7 praktiziert wird, ist das aus meiner Sicht bemuttern. Nach 10-20 Jahren hast du einen Mann "herangezogen ", der nicht in der Lage ist, sich eine Stulle zu schmieren.
    Wenn er für dich abwechselnd das gleiche macht, (Brot und Klamotten.. .;-))) schrecklich, sorry)
    dann kann man das mit viel good will noch als wechselseitiges Kümmern betrachten.
    So wie du das praktizierst, hat das was von Mama. Sehr sexy.
     
  3. Wenn dir jetzt 20 Foristen hier antworten, das wäre zuviel und weitere 20 schreiben her damit! - was machst du dann?

    Das könnte nämlich genau das Ergebnis sein. Also finde heraus, was DEIN Partner mag - und was DU bereit bist zu geben bzw. zu vernachlässigen.

    »Alexi« würde ich jedenfalls nicht befragen!
     
  4. Die Frage ist viel zu pauschal!
    Bei einem gemeinsamen Ausflug habe ich es gerne, wenn sich die Frau z.B. um den Picknickkorb kümmert (dann ist auch das richtige mit!) und ich um alles andere. Das ist aber eher Arbeitsteilung als Bemutterung. Kochen genauso, entweder gemeinsam oder einmal der, das andere mal der. Haushalt etc. ebenso. Es ist auch egal, wer welche Wäsche wäscht, es beruht auf Gegenseitigkeit.

    Fast durchwegs ja und auf Dauer der Killer einer erotischen Beziehung (ausg. teilweise die Lunchbox und der Tee bei schwerer Krankheit/hohem Fieber)!
    Und: Das Beste wollen ist nicht das Beste tun! Aber wie Du selber erlebst, ist da jeder anders. Und deshalb auch nicht zu pauschalieren.
    ErwinM, 50
     
  5. Na ein bisschen bemuttern gehört schon irgendwie dazu. Naja- ne Lunchbox hab ich nie gemacht, weil meine Freunde sowas nie hatten oder wollten - von der Sache her finde ich es aber einen kleinen Liebesdienst. Man kommuniziert ja auch in einer Partnerschaft und da kann er dir ja sagen, ob er sich über deine Aktionen eher freut oder nicht.
    Warm anziehen? Naja - das könnte auch bevormundend gemeint sein - manche mögen das vielleicht nicht.
    Solange man nicht grundsätzlich die "Mama" ist, finde ich ein bisschen umsorgen wie Tee ans Bett völlig okay und süß.
    Allerdings sollte es sich die Waage halten, so dass er auch etwas für mich tut.
    Wenn ich nur Mama bin (Wäsche machen, kochen, putzen, seine Termine mit-koordinieren, Playstationzeit limitieren und ihm sage, wann er ins Bett gehen soll), wirds für beide anstrengend.
    Ich glaube, dann leidet auch das Sexleben.
    Wie schon JLo sang: "I´m not your mama".

    Aber Dinge tun, damit es ihm gut geht, das nennt man Liebe.
    Wenn ich anfange, ihn zu kontrollieren (geh früher ist Bett, geh nicht spät aus, komm nach Hause, zieh was anderes an, trink keinen Alkohol...) wird es schon schwieriger.
     
  6. Also, erstmal ist es für mich nur "bemuttern", wenn nur einer das die ganze Zeit für den anderen macht. Kümmern sich beide um sowas, machen für den anderen was zu essen, sagen "Bind dir einen Schal um", machen sich Sorgen - dann ist das ja kein Mutter-Kind-Verhältnis, da es nicht die gebende Person und die nehmende gibt.
    Ist es aber so, dass nur du dich um ihn kümmerst und er halt so fröhlich vor sich hinlebt, wäre das für mich persönlich nichts. Ich und mein Freund machen solche Dinge gegenseitig. Nicht die gleichen; also er kocht mir häufig was und erinnert mich daran, meine Schlüssel mitzunehmen; ich schicke ihn zum Arzt und bemutter ihn, wenn er krank ist, bring ihm kleine Geschenke mit usw. Immer nur einseitig geben wär mir nichts. Ich bin mir ja aus dem Grund nicht mal sicher, ob ich das bei einem Kind auf Dauer könnte.
    Es gibt aber sicher Männer, die das toll finden; wobei ich da immer bisschen Sorge hätte, dass das so unselbstständige Muttersöhnchen sind. Und wenn dann noch ein echtes Kind dazukommt, dann wird das häufig problematisch, da der Mann sich dann gekränkt fühlt, weil die Frau sich mehr ums Baby kümmert und er dann auch zu wenig mithilft, weil er es gar nicht gewohnt ist. So seh ich das jedenfalls im Umfeld ab und zu.
    Sehr gute Freunde von mir führen auch eine Beziehung, bei der er direkt von zuhause mit ihr zusammengezogen ist, wo seine Mutter alles für ihn gemacht hat, und sie schmeißt eigentlich den Haushalt, macht ihm aufwendige Schnittchen für die Arbeit, ruft ihn morgens an, damit er aufsteht. Für mich wäre das nichts, aber sie sind glücklich. Er ist ihr sehr dankbar und himmelt sie an im Gegenzug. Da ist nur für mich auch die Frage, wie das wird, wenn sie dann ihren geplanten Nachwuchs bekommen.

    w, 35
     
  7. urgh, liebe FS, sollte das ein Mann von mir verlangen, würde ich ihn retour zu seiner Mutter schicken. Es gibt aber tatsächlich Menschen, die finden das toll und fühlen sich geborgen und bemuttert. Ich bin ja nun schon ein paar Jahre selber groß, sobald ich solche Tendenzen bei meinem Mann entdecke, die er dann tapfer leugnet, stelle ich ihm immer in Aussicht, ihn zu seiner Mutti zurück zusenden. Das findet er dann total lustig. Also, wenn es für euch passt, warum nicht. Jeder Jeck ist anders. Ich find´s furchtbar, aber das bin ja ich.
     
  8. ... ist das jetzt wirklich ernst gemeint oder die Hitze?
    Als ich Anfang 20 war wurde gesellschaftlich das Zeitalter der Frauen ausgerufen und jetzt 33 Jahre später solche Fragen? Ich fasse es nicht!
    W53
     
  9. Ich finde schon dass liebevolle Fürsorge dazu gehört.
    Problematisch wird es wenn Augenhöhe fehlt oder es einseitig ist.
    Also die Frau zB Verbote ausspricht oder "bestrafendes Verhalten" an den Tag legt. Oder der Mann wie ein Bub nur die Liebe "konsumiert" ohne Wertschätzung oder dass er sich einbringt.
    Ich denke ein Unterschied ist auch: Kinder haben ein Recht auf Fürsorge. Bei PartnerInnen ist es ein Geschenk.
    Vorausgesetzt es hat kein entmuendigendes, abwertendes oder erzieherisches "Geschmaeckle"...
     
  10. Das kommt auf den Zeitpunkt an. Und auf den Nachdruck. Auch der Tonfall spielt eine Rolle. Wenn der Mann schon mit Schirm in der Tür steht, kann so ein „nimm einen Schirm mit!” durchaus negative Gefühle bei ihm auslösen. Noch schlimmer sind aber Kommandos, die ihm die eigene Urteilsfähigkeit absprechen: „mir ist kalt, zieh dir bitte was an.”
     
  11. Falsch. Nach 20 Jahren ist der Mann es leid, mit der Frau über das richtige Schmieren einer Stulle zu diskutieren, sondern denkt sich: wenn du eh alles besser weißt und besser kannst, dann mach es halt meinetwegen, das erspart uns den Streit.
     
  12. Das was Du beschreibst ist in meinen Augen bemuttern. Er ist alt genug zu wissen, ob es draußen kalt oder warm ist. Da braucht es keinen Hinweis deinerseits.
    Das mit der Lunchbox verstehe ich, wenn man schon dabei ist für sich selbst etwas zu richten, ist das ok. Heißer Tee ans Bett? Mmmhh..kann Frau machen - muss aber nicht sein.
    Ich denke eine ausgewogene Balance muss gegeben sein. Wenn beide jeweils für den anderen was machen, ist das ok. Wenn er sich aber irgendwann darauf ausruhen sollte und nur dich machen lässt, ist dies nicht ok. Dann züchtest Du dir ein großes Baby ran, der verlernt hat auch etwas zu tun. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, das dich das dann in 10 Jahren total nerven wird.
    Es darf halt eben nicht selbstverständlich sein für deinen Gegenüber.
     
  13. Ich würde unterscheiden: Einen Liebesdienst erweisen, zB Essen machen, Tee kochen bei Krankheit, die Lieblingsschoki mitbringen ist liebevolles Kümmern.

    Ihm Vorschriften und Vorwürfe machen hinsichtlich Alkoholkonsum, Klamottenwahl etc., wo er sich wie ein infantiles Kind fühlt, ist nervendes Bemuttern, was keiner gern mag.

    Schau doch auf dich selbst... mochtest du es, wenn Mutti sagte: 'setz die Mütze auf und pass auf der Straße auf'?
    Oder hast du da genervt die Augen verleiert ? "Jaha...Mutti"

    Das geht Männern nicht anders.

    Faszit: weibliches Kümmern ja, ihm alles aus der Hand reissen und Vorschriften machen: nein.
     
  14. das ist für mich schon eine 100% Bemutterung.
    Wenn meine Mutter so mal mit mir umgegangen wäre..lach...
    ne Spaß beiseite ;)
    Wenn das altruistisch und freundlich rübergebracht wird..das heißt nicht erwartet wird, das der Mann dann weniger Alkohol trinkt, sich eine Jacke anzieht oder auch nein sagen kann beim Essen das extra für ihn gekocht wurde, dann haben vermutlich die wenigsten Männer etwas dagegen.
    Wenn allerdings die Frau meckert und nölt, wenn der Mann nicht spurt, ist das eine Bevormundung, die sowohl Männer als auch Frauen ätzend und einschränkend finden.
    Die Frage ist, wie geht ein Paar damit um.
    Ich finde es echt nervig einen Mann an der SEite zu haben, den ich an eine JAcke erinnern muss, damit er nicht krank wird, oder ähnliches.
    ICh bin schon beschäftigt genug mit mir selbst.
    Da komme ich mir wirklich vor als hätte ich einen Sohn und keinen Mann und
    Sprich: ich mag es nicht..wenn ich was sage genervt, weil es zb kalt ist und er halb nackt rumrennt und ich weiß, das er sich schnell erkältet...
    ..mein Mann verzichtet dann gerne auf meine Bemutterungsgemeckeransagen ...reagiert aber wie ein gescholtenes Kind und stampft wütend und grimmig dreinschauend davon.
    Die Stimmung ist dann erst mal schlecht.
     
  15. Ist es schon als Bemutterung zu bezeichnen, wenn die Frau den Mann erinnert, sich warm anzuziehen, seine Lunchbox zubereitet, ihm warmen Tee ans Bett zu bringen, schauen dass er nicht zu viel Alkohol trinkt, auf seine Gesundheit achten, etc. Oder ist das eben nur ein Zeichen dass der Mann einem wichtig ist? Das man sich um ihn sorgt und das beste möchte.


    Ohjaaaa, für mich ist genau das bemuttern... Ein Erwachsener Mann sollte Wissen was er anziehen muss damit er nicht friert... Sollte eigentlich jeder als Kind gelernt haben
     
  16. Das spielt sich ein - und wie meist sind die Toleranzschwellen der Menschen unterschiedlich.
    Macht sie mir einen Kaffee, weil sie sich gerade einen Tee kocht - für mich völlig ok. Mixe ich Drinks bekommt sie auch einen...
    Ich habe immer von ihren Zigaretten ein paar Schachteln da - weil sie ab und zu vergisst, genug mitzubringen. Dafür bringt sie mir oft Nüsse mit ...
    Solche Dinge halte ich für normal - weil keinerlei Zwang oder Kontrolle dahinter steckt.
    Kälte ist für uns beide was komplett anderes - ich laufe noch im T Shirt rum während sie schon eine Jacke trägt. Müsste ich mich einpacken wie sie es macht - wäre das für mich eine Bevormundung, die ich zurückweisen würde.
    Ich denke, man sollte immer ein wenig davon ausgehen - würde ich wollen, was ich gerade dabei bin, meinem Freund vorzuschreiben ?
    Und ansonsten - wie bei allem - man merke sich, was der andere mag. Und was nicht ....
    Also: Vorschriften nein - kleine Aufmerksamkeiten gerne
     
  17. Ich lehne es ab einen Mann, den ich ernsthaft als Partner und Liebhaber in meinem Leben haben möchte zu bemuttern. Ich schätze Männer, die sich in diese Rolle auch nicht fügen würden, weil sie gestanden für sich selber Verantwortung übernehmen. Ich finde es befremdlich wenn ich Paare so erlebe. Entweder die Frau mutiert zum Mutterersatz oder der Mann, der seiner "Mausi" alles abnimmt, weil sie sich als hilfloses Weibchen gibt. Für mich verschieben sich hier auf ungesunde Weise die Beziehungsebenen. Ich möchte einen Partner auf Augenhöhe und kein zu kurz gekommenes Kind, denn ich mit meiner vermeintlichen Fürsorge überfrachte. ABER wenn sich da zwei gefunden haben, die sich diesbezüglich ergänzen, why not?!
     
  18. In meinen Ohren klingt das grauenvoll..
    Ich bin aber auch sehr freiheitsliebend und emanzipiert und mag auch nur selbständige Männer, die ihr Leben auch ohne Frau gut im Griff haben. Außerdem hab ich viel zu viele Interessen und einen anspruchsvollen Job, da wäre mir das Zubereiten seiner Lunchbox irgendwie zu profan und ganz eindeutig Zeitverschwendung.

    Mag sein, dass Du dieses "Kümmern" jetzt noch genießt, in 20 Jahren spätestens wird das aber nicht mehr der Fall sein. Umgekehrt möchte ich diese Bemutterung auch nicht. Bin ja schon groß und hab außerdem meinen eigenen Kopf.

    Tja und was Männer mögen?! Ich denke, wirklich angezogen im sexuellen Sinn fühlen sich Männer von unabhängigen Freigeist-Frauen, die irgendeine Leidenschaft haben und keine Lunchbox zubereiten. Viele eher schwache Männer ruhen sich aber sicher auch auf so einer Bedienung aus und genießen dann den bequemen Hafen der Ehe. Problem ist nur, dass man nach 10 Jahren keine Wertschätzung mehr dafür bekommt und es gut möglich ist, dass der Mann eine Affäre startet.

    W31
     
    • # 18
    • 26.06.2019
    • void
    Also ich finde, sowas wie Lieblingsschokolade mitzubringen oder auch Mittagessen zu machen für den anderen, sind Liebesdienste. Er wird Dir vielleicht mal Dein Rad aufpumpen oder reparieren wie "Papa". Das ist für mich Füreinandersorgen. Und das ist was ganz anderes als das hier:
    finde ich daneben. Einen Partner, bei dem man sagen muss "trink nicht so viel"? Nee. Und die Sachen würde ich nur für ein Kind rauslegen. Ein Erwachsener sollte selbst in der Lage sein, auf seine Gesundheit zu achten. Das ist was ganz anderes, als sich gegenseitig liebe Dinge zu tun.

    Ich hatte sowas auch drauf, gute Tipps zu geben (manche waren wirklich gut) aber zum Glück hat mein Ex immer genervt reagiert, so dass mir mal aufgefallen ist, wie doof so ein Mutterverhalten ist. Dann nimmt er eben das falsche Messer und muss sich abmühen beim Gemüseschneiden oder geht ohne warme Unterhose. Blöd wird es nur, wenn man wirklich sagen kann, dass einer von seinem unvernünftigen Kleidungsverhalten krank geworden ist, und er den anderen dann ansteckt. Da hätte ich auch keinen Bock drauf, aber man kann das zum einen sowieso nicht mit Sicherheit sagen, ob's an der Buxe lag, zum anderen - was soll ich machen, wenn er sie nicht anziehen will?

    Ein Mann, der echte Bemutterung von seiner Partnerin will, will seine Partnerin zu Mami machen und wird dann auch so zu ihr sein, dh. Rebellion, wenn es irgendwann oder in irgendeinem Bereich nervt, dieses ewige Gelaber von "ich weiß, was gut für dich ist". Macht den anderen ja unmündig.
    (womit ich nicht sagen will, dass DEIN Mann das will, denn Du hast ja nicht differenziert, ob er nur die Liebesdinge gut findet oder auch, wenn Du ihm, einem mündigen Erwachsenen, die Alkoholmenge zuteilen willst, als wäre er zu doof, das selbst zu wissen)

    Ja. Ist aber nur eine Sache und vielleicht mag er das. Und in einem anderen Bereich gibt er das zurück, wo Du dann Kind sein darfst. Aber werde nie eine Gouvernante, die entscheiden will, was gut für ihn ist, weil "die Frau" nunmal besser weiß, was "der Mann" braucht. Und vergiss nie, dass jeder Erwachsene für Gesundheit und Körper selbst verantwortlich ist und seinen Brei nicht essen muss, wenn er nicht will.
    Ich glaube, da bleibt auch irgendwann das Sexleben auf der Strecke.
     
  19. Hallo,

    ich finde nicht, dass es Bemutterung ist! Das (Bemutterung) fällt eher in die Kategorie Mutter stillt Baby und füttert es und nimmt es zum Arzt, und so weiter und so fort. Ich hoffe, du hast verstanden was ich dir mitteilen möchte. Es gibt sehr feine Unterschiede, manchmal haarfein, aber fakt ist, dass Bemutterung beim Kind nicht dasselbe ist wie Fürsorge beim Partner! Und ich denke auch nicht, dass es da ein Männerproblem mit Liebe und Fürsorge gibt, das wäre absurd. Im Gegenteil, jeder freut sich doch auf kleine oder große Aufmerksamkeiten, da unterscheiden sich Männer und Frauen rein gar nicht. Aber natürlich, ist alles nur in Maßen in Ordnung, das heißt, wenn der Mann irgendwann mal trotzig wird, wenn das Pausenbrot nicht startklar zum Mitnehmen bereitsteht, dann würde ich mir Sorgen machen, warum er gerade zum Schuljungen mutiert und es für selbstverständlich hält. Ja, das wäre schon sehr merkwürdig ;) . Ansonsten, ist alles gut, solange es eine Balance im Nehmen und Geben gibt, in allen Bereichen! Alles Gute :)
     
  20. Ja, das ist zu 100 Prozent bemuttern.

    Die Frage ist, wie das Paar damit umgeht. Für einen 80jährigen dementen Mann ist das hervorragend.

    Das Problem ist ja oft, dass die Dienste der Mutti aus Bequemlichkeit gerne angenommen werden. "Die Mutti" will Mann aber nicht so gerne vög..ln.
    In diese Falle tappt das Paar und wundert sich, warum es im Bett nicht klappt.

    Außerdem geht mit der Bemutterung immer auch ein Bestimmungsanspruch mit ein. Der Mann hat keine Wahl, entweder er agiert gemäß der Bemutterung, indem er das selbst geschmierte Butterbrot isst, die Jacke anzieht oder weniger Alkohol trinkt, oder er hat Ärger im Karton.
     
  21. Möchtest Du einen Mann, der Dir sagt:
    Iss weniger, Du wirst zu dick, geh wieder zum Friseur, Dein Kleid steht Dir nicht...
    Das ist Bevormundung.

    Aufmerksamkeit gerne. Gegenseitig.

    M, 54
     
  22. Für mich ist das von dir Beschriebene schon klar bemuttern.

    Mein Partner ist ein erwachsener Mann, dem brauche ich nicht sagen was er sich anziehen soll, weil er aus dem Fenster schauen kann, sieht wie das Wetter ist & sich dementsprechend anzieht, dem muss ich keine Lunchbox machen, ich sage ihm sicher auch nicht, wie viel Alkohol er trinken soll/kann oder was er essen kann.
    Ich mache ihn zwischendurch mal einen Kaffee in der Früh, bringe ihm auch mal Tee etc ans Bett wenn er krank ist, klar bringt man sich auch gegenseitig mal kleine Geschenke mit, macht sich eine Freude, kocht sich gegenseitig auch mal was, wenn der andere einen anstrengenden Tag hatte usw.
    Ich mache wirklich gerne kleine Dinge für ihn & will nur sein Bestes, aber ich will nicht ständig Dinge für ihn erledigen oder ständig für ihn mitdenken müssen wie für ein kleines Kind. (Lunchbox, zieh dich warm an, trink nicht so viel Alkohol,...)
    Ich habe ihm ernsthaft noch nie Essen für den nächsten Tag hergerichtet & ich werde damit auch nicht anfangen.

    Mir persönlich würde es nur auf die Nerven gehen, wenn jemand meinen würde sich ständig um mich kümmern zu müssen & ich will auch keinen Mann, um den ich mich ständig kümmern muss.
    Wenn ich mich Rund um die Uhr um jemanden kümmern wollte, hätte ich einen Hund oder ein Kind.
    Kleine Aufmerksamkeiten zwischendurch, ja gerne, ständiges kümmern als könnte er da alles nicht alleine, nein danke.
     
  23. Eins verstehe ich nicht: Wenn du und dein Freund die "Bemutterung" toll findet, interessiert dich die Meinung fremder Menschen? Wir müssen ja nicht mit diesem Teil deiner Persönlichkeit klar kommen.

    Zurück zur Frage: Die Dosis macht das Gift aus. Und in deinem Fall neigst du für meinen Geschmack die kritische Grenze zu überschreiten. Wir alle finden es gut, wenn der Partner sich um die eigene Person sorgen macht. Aber alles in Maße.

    W(26)
     
  24. Liebe FS,

    in deinem letzten Thread
    https://www.elitepartner.de/forum/frage/wieso-kann-er-mit-geld-einfach-nicht-umgehen.80682/

    ging es um deinen Freund, der nicht gelernt hat mit Geld umzugehen, sich verschuldet hat und immernoch der Meinung ist, er könne sich teure Dinge leisten. Aus eigenem Antrieb wollte er sein Verhalten auch nicht ändern, denn er hatte ja dich, die quasi alles zahlte. --> Das ist doch bereits bemuttern. Mütter zahlen für ihre Kinder, sie bekommen nur zusätzlich noch Taschengeld! Hat er das von dir auch bekommen?

    Ihr habt laut deiner Aussage dann mit einer App versucht, seinen Umgang damit zu ändern, so dass er einen Überblick hatte. Und? Hat sich sein Verhalten geändert?

    Meine Vermutung zu deiner jetzigen Frage ist nämlich, dass er dir nun Vorwürfe macht, du würdest ihn bemuttern (was du aber ja vorher schon getan hast, er merkt es nur nicht sofort, da es für ihn "normal" ist). Du bist erneut völlig verunsichert und fragst uns deshalb erneut.

    Ich finde, es ist bemuttern. Ich finde, es ist übergriffig. Ich finde, er ist unselbständig (vermutlich durch seine Eltern so erzogen worden --> keine Verantwortung übernehmen). Und ja, ihr passt beide dadurch perfekt zusammen, WENN DU DAMIT GLÜCKLICH BIST!
    Nocheinmal stellt sich die Frage: Bist du es?
    Ich vermute aufgrund deiner erneuten Frage zu ihm und deinem Thema: Nein.
    Ich persönlich würde sowohl bei seinem als auch deinem Verhalten sofort wegrennen. Warum machst du das mit?
     
  25. Wenn es für Euch 2 passt ist doch total egal was andere denken.
    Für mich wäre es nichts - wenn mein Partner mir sagen würde dass ich eien Jacke mitnehmen muss da es kalt wird, er mich daran erinnert das ich genügend Obst esse, mir meine Lunchbox packt und dergleichen, würde ich den Kopf schütteln und mich fragen ob er mich für doof hält.
    Ich bin älter als 7 Jahre und kann mich um mich selbst kümmern.
    Ich will auch keinen Papa, sondern einen Mann als Partner.
    Ich koche gerne und gut und klar kann er die Reste am nächsten Tag mitnehmen, klar bringe ich Sachen mit wenn ich eh in Supermarkt gehe und dergleichen.
    Aber wenn er Babysitter und Kindermädchen erwartet, dann soll er welche anstellen oder zu Mama zurück.
    Ich würde ihn auslachen und helfen packen, das ist sicher...
     
    • # 26
    • 27.06.2019
    • frei
    20 Foristen, 20 Meinungen. Wie könnte es bei einer Frage wie dieser auch anders sein ?
    Hier kommt meine:
    Ich kenne das Wort 'bemuttern' natürlich, würde es aber nicht benutzen. Ich nenne das beschriebene Verhalten eher bevormunden, besserwissen, belästigen, abnerven, aufdrängen...

    Ich möchte mit einem erwachsenen Mann zusammen sein.
    Er ist für die Folgen seines Tuns oder Unterlassens selbst verantwortlich. Ich kündige ihm vorher an, dass ich nicht bereit bin, diese Folgen mitzutragen.
    Ein Beispiel: mein Freund ist wirklich sehr oft krank wegen Erkältung, fehlt sicher viermal pro Jahr eine ganze Woche im Büro, weil er einen Männerschnupfen hat. Ein mal habe ich ihn auf den von mir vermuteten Zusammenhang zwischen diesen Erkältungen und seinem Aufenthalt im Freien bei Minusgraden im T-Shirt und mit nassen Haaren hingewiesen. Er hingegen ist sehr sicher, dass es keinen Zusammengang gibt und eine Erkältung einzig durch Viren ausgelöst werde, ganz egal, wie die äußeren Umstände sind. Man also z.B. als einziger Mensch, der sagen wir mal für ein Jahr in einer Forschungsstation am Nordpol arbeitet, sehr wohl mit nassen Haaren und T-Shirt dort selbst bei -20°C im Freien arbeiten könne, ohne krank zu werden, da ja keine anderen Menschen, also Virenträger da sind.
    Dass er die Viren seit seiner Geburt aber latent in sich trägt, verneint er.
    Ergebnis: er wird oft krank.
    Und das darf er.
    Und ich darf dann wegbleiben, bis es ihm wieder besser geht.
    Und ich darf es ablehnen, mir ein Lamento anzuhören.
    Und ich thematisiere seine Folgen nicht, kein Nachtreten.
    Denn er ist erwachsen.

    Im Umkehrschluss muss ich mir seine Belehrungen, sein Besserwissen, sein Abnerven leider immer wieder anhören und in allen neuen Einzelfällen verbitten.
    Und leider muss ich auch sein Nachtreten zurückweisen.
    Ich würde da aber nicht von bevatern reden, sondern von belästigen.

    Gegenseitige Wohltaten wie Geschenke oder Hilfeleistungen, soweit erbeten und passend, bewerte ich anders: das alles gerne.

    w 52
     
  26. @frei, die FS hatte jedoch zuvor ein Thema hier eingestellt was sie - wie ich verstehen kann - schwer beschäftigt! Ihr Freund ist sehr unselbständig und mir kommt der Gedanke, dass sich da ein Muttersöhnchen und eben Mutter Theresa gefunden haben.
    Er - unselbständig/unerwachsen und sie - Helfersyndrom (mangelndes Selbstwertgefühl, was durch Bemuttern aufgewertet wird). Es passt perfekt zusammen.
    Nur ist die FS scheinbar damit nicht glücklich, sonst hätte sie weder die eine noch die andere Frage hier gestellt.
    Irgendwas passt da nicht und hoffentlich ist die FS so fair und sagt es uns.
     
  27. Danke, @Queequeg
    In Kombination mit deiner anderen Frage, liebe FS, sehe ich dann deutlich mehr Probleme.
    Eure Konstellation ist auf Dauer nicht tragbar.
    Er, der Unselbständige, kann nicht mit Geld umgehen, wenn du nicht wärst, würde er heillos untergehen. Deiner Schilderung nach ist er ein unreifes Kind und du seine Mutti.
    Offensichtlich gefällst du dir in dieser Rolle, aber dann beschwere dich bitte nicht, dass er sich nicht weiter entwickelt!
    Denn das muss er ja nicht, er hat ja dich.
    Die Frage ist eigentlich nur, wer von euch beiden zuerst die Nase voll hat.
    Er, weil Muddi alles besser weiß. Er hält nur die Füße still, weil er wohl ausreichend profitiert.
    Oder du, weil du den Respekt verlierst. Vorausgesetzt, er ist überhaupt noch da.
    Lass mich raten, du willst dich auf Teufel komm raus unentbehrlich machen, stimmts?
     
  28. Mir war die Frage zuerst zu allgemein, als dass ich Lust hatte, was dazu zu schreiben - denn:
    Aber der Hinweis von @Queequeg hat mich dann aufhorchen lassen und ich hab dann auch mal alte Posts gelesen.
    Und was soll ich sagen.... Ich erkenne mal wieder so einiges bekanntes Altes. Hier mein Senf dazu. Ich hoffe, dass er dir hilft.

    FS, du erzählst, du bist Tochter einer Alkoholikerin - hattest keine gute Kindheit. Freunde sind dir nicht wichtig, dein Partner reicht dir.

    Wenn man in einer Alkoholikerfamilie aufwächst, erlebt man als Kind mehrfach, immer wieder, den totalen Kontrollverlust. Du kannst dich einfach nicht darauf verlassen, dass deine emotionalen Bedürfnisse befriedigt werden. Heute ist es so, morgen so, übermorgen wieder komplett anders. Also beginnst du als kleine, unfertige Seele, - um psychisch nicht durchzudrehen - unbewusst - deine Umgebung zu kontrollieren, wo auch immer es geht. Wo es nicht geht, schaffst du eine Traumwelt, in der du die Chefin bist. Kontrolle ist nicht negativ gemeint, es ist eine Strategie um klarzukommen. Und sie funktioniert erstmal.

    Das geht dann im Erwachsenenalter so weiter, dass man sich Partner sucht, die sich kontrollieren / bemuttern lassen - so wie dein Freund.

    Allerdings seid ihr erwachsen. Er braucht einerseits die Kontrolle - andererseits will er sie nicht. Konflikte vorprogrammiert.
    Wenn du deinen Freund wie einen Erwachsenen behandeln würdest, würde die Beziehung sofort auseinander fallen. Er kriegte entweder gar nichts mehr auf die Reihe, oder du würdest feststellen, dass du gar nicht gebraucht wirst. Dass du Probleme hast merkst du auch. Also bastelst du an vielen kleinen Baustellen, anstatt das große Ganze zu sehen.

    Es hatten dir schon viele zur Trennung geraten. Du hattest geschrieben, dass das überhaupt nicht in Frage komme. Du hast, so vermute ich, co-abhängige Strukturen, und ja, Co-Abhängigkeit bedeutet Grenzüberschreitung. Man hat sie erlebt und man lebt das so weiter. Glücklich wird man so nicht. Es ist schwer, das abzulegen und reife Beziehungen zu führen. Ich habe keine Ahnung, ob es jemandem ohne Therapie gelungen ist. Es gibt aber auch die Selbsthilfegruppen für Angehörige von Alkoholikern - das wäre schon mal ein Anlaufpunkt, denn glaub mir, FS, die Beziehungsprobleme der Kinder von Alkoholikern und der Partner von Alkoholikern ähneln sich oft auf frappierende Weise. Und das Bemuttern von Partnern ist eines davon.
     

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