1. Beruf Professorin abschreckend für Männer?

    Habt Ihr einen Rat für mich:
    Ich (w, Anfang 50) habe eine hübsche Figur, lange Naturlocken, sehe 5-10 Jahre jünger aus, bin gesund und fit, zuverlässig und treu, habe Spaß am Sex, kann gut auf Leute zugehen. Da sollte es vielleicht nicht unmöglich sein, einen netten Partner zu finden.
    Allerdings scheine ich ein großes Manko zu haben: Ich bin Professorin, und auch noch in einer Hardcore-Männerdomäne.

    Meine Erfahrungen beim Dating sind die folgenden:
    - Ich könnte sofort was mit Männern haben, die nur auf schnellen Sex aus sind, kommt aber für mich nicht in Frage.
    • -Männer, deren Job deutlich weniger prestigereich ist, finden mich attraktiv, solange ich nur lieb lächle und nicht viel sage. Wenn irgendwann rauskommt, was ich beruflich mache, kommt ganz schnell die Frage "was willst Du denn mit jemandem wie mir??" Aber ich brauche doch keinen Ernährer!
    • Männer, die sozusagen "in meiner Liga spielen" (Promovierte, Professoren, Ärzte, u.ä.) und in meiner Altersklasse sind, suchen Frauen, die 10-20 Jahre jünger sind als ich und eher keine eigene Karriere haben, und sie bekommen diese anscheinend auch. Klingt sehr pauschal, ist aber meine persönliche Erfahrung. Die sind immer gleich weg, sobald mein Beruf rauskommt.
    • Sonstige Akademiker, mit denen ich vernünftig reden kann, sind in dem Moment auch regelmäßig weg.

    Anfangs bin ich offen damit umgegangen, was ich mache, aber ein zweites Date bekomme ich immer nur, wenn ich es nicht sage.
    Die Reaktionen sind immer von der Art:
    • "Wow, Professorin? Und auch noch für xxx? So siehst Du gar nicht aus!"
    • "Du meinst, so wie ein echter Professor an der Uni??"
    • "Ich bin ja erleichtert, dass Du nicht auch noch habilitiert bist" (letzteres von einem promovierten Arzt mit erfolgreicher Praxis),
    • "Es ist so ungewohnt, mit einer Frau über Technik zu sprechen..."

    Zur Zeit habe ich ein paar hoffnungsvolle Kontakte, aber die haben (noch) keine Ahnung von meinem Beruf. Ich habe mich da rumgedrückt mit "bin im öffentlichen Dienst". Ich hasse es aber, mich so zu verbiegen.

    Wie finde ich bloß einen Partner, der mir hinreichend intellektuell gewachsen ist und kein Problem mit meinem Beruf hat?

    Muss ich es so lange verstecken, bis jemand gemerkt hat, dass ich (trotz Intelligenz) eine tolle Frau bin?
     
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    • # 1
    • 23.07.2015
    • Gast
    Haha, liebe abcd1, ich kann Dich so gut verstehen.

    Letztlich macht es keinen Sinn, wenn er nicht mit deinem Status zurecht kommt. Du kannst Dich nicht künftig immer kleiner machen als Du bist, nur damit er sich nicht bedroht fühlt.

    Ich würde beim Online-Dating von Anfang an ganz offen damit umgehen. In SB werden anfangs die harten Fakten abgeglichen.Männer, die durch deinen Beruf abgeschreckt sind, sind für Dich nicht geeignet. Auf diese Weise kannst du dir verlorene Zeit sparen.

    Im RL kann ich mir eher vorstellen, dass dich ein Herr, der sich eigentlich keine Professorin an seiner Seite vorstellen kann, privat über längere Zeit kennen lernt, und so auch seine Vorurteile aufgibt.

    Viel Glück.
     
    • # 2
    • 23.07.2015
    • Gast
    Ja mußt du! Wo ist das Problem? Andere haben ganz andere Leichen im Keller, von denen sie nichts erzählen.

    Dass dir das Verschweigen gegen den Strich geht, verstehe ich 100%ig, denn eigentlich solltest du stolz sein und deinen Beruf nicht verschweigen müssen. Wenn du die Stichprobe aber nicht drastisch verkleinern willst, hast du keine andere Wahl. Männer haben Schiß vor gebildeten, mächtigen und reichen Frauen.
    Ich verschweige meinen Beruf und mein Vermögen anfangs auch immer und mache mich "kleiner". Wenn du jemanden etwas länger kennst, ist das outing aber kein Problem, denn es gibt ja wirklich Schlimmeres als eine Frau mit gehobenem Beruf oder Anwesen mit riesigem Pool und auffällige Cabrios in der Garage.
    Über diese "Makel" sehen Männer dann hinweg, wenn schon länger eine auch erotische Verbindung besteht :). Dann sind ihnen solche "Makel" doch lieber als verschwiegene Schulden, Süchte, Krankheiten o.ä.
     
  3. Wenn du bei Treffen auch so mit Eigenlob um dich wirfst, dann verstehe ich die Fluchtreflexe der Männer sehr gut.
    Wie du hier schreibst lässt dich sehr, sehr unsympathisch rüber kommen.
    Ich glaube, dass du hier Ursache und Wirkung etwas durcheinander bringst. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt deine Erfolglosigkeit nicht an deinem Job!
     
  4. Um es kurz zu fassen: Die Selektionskriterien bei der Partnerwahl sind bei Männern und Frauen halt sehr unterschiedlich. Männer suchen tendentiell: Jung, gesund, schön, wenig Vorgeschichte, treu, für Frauen ist dagegen bei Männern auch beruflicher Erfolg und sozialer Status wichtig (neben vielen anderen Eigenschaften, aber ich wollte hier die Unterschiede hervorheben).

    Aus diesem Grund hast Du ein Problem. Du willst einen Mann mit für Frauen hohem Marktwert ("intellektuell gewachsen"), womit Du bereits mit vielen anderen Frauen konkurrierst. Aber Du selbst hast (aus Männersicht) möglicherweise keinen vergleichbaren Marktwert mehr auf dem Partnermarkt. Wie Du selbst geschrieben hast: Erfolgreiche Männer nehmen lieber eine deutlich jüngere, wenn sie die kriegen. Der Grund ist einfach: Da ist der hohe Marktwert des erfolgreichen Mannes mit dem hohen Marktwert der jungen Frau vergleichbar.

    Aber um auch mal etwas nettes zu schreiben :). Ich hätte kein Problem mit Deinem Beruf, auch Intelligenz würde mich nicht abschrecken. Aber es wäre halt nicht ausschlaggebend für die Entscheidung. Wenn ich zwischen zwei ansonsten gleichen Frauen wählen müsste, würde ich aber die intelligentere bevorzugen.

    Hast Du schonmal versucht, ein Stück weit "nach unten" zu daten? Vielleicht kannst Du Männern ihre Angst auch nehmen, indem Du privates und berufliches stark trennst oder das Ganze mit einem gewissen Humor rüberbringst. Oder Du triffst Männer an Orten, wo sie sich ebenbürtig/dominant fühlen dürfen - z.B. auf der Tanzfläche ;-).
     
    • # 5
    • 23.07.2015
    • Gast
    Ist auch meine Erfahrung, ohne Professorin zu sein. Sieh Dir die doch mal an, was die für Partnerinnen haben: meist Hausfrauen (viele aus den Ostblockländern) oder Verwaltungsdamen, Frauen die sich anpassen können an seine Karriere.
    Und ganz ehrlich, nachdem ich eine Menge Professoren kennengelernt habe aus einem Hardcore-Fach: Nee danke.
    Kann man nicht pauschal sagen, es gibt ein paar sehr tolle. Aber per se den Titel Professor als eine Werbung für sich zu sehen, bei dem Verhalten, das die manchmal an den Tag legen und dieser Arroganz beim Umgang mit anderen Menschen? Insbesondere die emotionale Intelligenz ist bei den Leuten manchmal im Minusbereich. Benehmen auch nicht vorhanden, dafür enorme Eitelkeit.

    Das ist allgemein eine Männerkrankheit. Auch mit einem Professor wird Dir das passieren, insbesondere denjenigen, die eine sehr viel jüngere Frau suchen. Aber die hauen auch gleich ab, wenn sie erfahren, dass Du auf einer Ebene bist, weil Du durchschauen kannst, was "Professorsein" eigentlich ist. Nichts, was für eine Partnerschaft wichtig ist, was aber bei Leuten ohne Titel Eindruck schinden soll und es bei sehr viel jüngeren Frauen auch tut.

    Nicht "trotz Intelligenz", sondern "trotz Prof-Titel". Es wird nicht Deine Intelligenz sein, die abschreckt, es sei denn, Du definierst Deinen Selbstwert stark darüber und musst es dauernd "beweisen" vor anderen. Ich sehe auch nicht, dass Doktoren weniger intelligent sind als Professoren.
    Ich würde erstmal sagen, ich arbeite an der Uni. Es zeigt, dass Du es für eine Beziehungsfindung nicht so wichtig findest, Prof zu sein. (Frage: Macht Dir das manchmal Spaß, andere damit zu beeindrucken? Dadurch stellst Du eine Distanz her, die für Partnerfindung bei einer Frau tödlich ist, auch wenn ich es ungerecht finde, weil vergleichbare Männer angehimmelt werden.)


    w, 45
     
    • # 6
    • 23.07.2015
    • ak18
    Wenn du einen Partner suchst, der dir in deiner Fachkompetenz gewachsen ist, wird es wohl eng. Wenn du jemanden suchst, der ähnlich wie du eine große Tiefe in einem engen Bereich erreicht hat, gibt es auch nicht so viele.

    Wenn du einen intelligenten Mann für das Leben neben dem Beruf suchst, mit dem du eine ausgeglichene Life - Work - Balance haben kannst, solltest du dir vielleicht überlegen, dein Suchspektrum über Akademiker hinaus zu erweitern. Oder hast du damit ein Problem?

    Sehr wahrscheinlich gibt es Männer, denen es egal ist was du bist, weil sie wissen was sie dir zu bieten haben. Und wenn es das ist, was du brauchst, dann zeig es ihnen.

    Und schon hast du eine Partnerschaft auf Augenhöhe.
     
  5. Gerade bei der "gleichen Liga" gibt es vielleicht noch ein weiteres/anderes Problem!

    Ich selber haben im Bereich Elektrotechnik und Informatik mehrere Abschlüsse (Inland/Ausland) und in einer Disziplin auch einen Hut. Den Informatik Abschluß habe ich an einer extrem forschungsstarken Universität in Kalifornien gemacht. (zu einer Zeit, als man hierzulande unter einen Master einen Skalvenhalter verstand und aus Bologna hauptsächlich die Souce stammte ;))

    Durch das Studium drüben habe ich erfahren, wie high endig Wissenschaft sein kann und wie dooof ich eigentlich bin. Dort gibt es Professoren, deren Niveau ich niemals in meinem Leben erreiche (dennoch gib es auch dort Blinsen unter den Profs!). Im Nachhinein verblieben aber nur wenige Professoren meiner Uni in D (eine TU), die ich fachlich noch wirklich ernst nehmen kann!

    Darunter ist keine Frau!


    Nehmen wir mal an, Du wärst Professorin auf meinem Fachgebiet. Dann müsstest Du fachlich besser sein als ich! Klar, oder? Ich selber würde nämlich keine Professur annehmen, weil ich einfach zu dooof bin!

    An sowas scheiterte beim mir schonmal die Anbahnung ...Ok, sie hatte damals nur einen Lehrauftrag und noch keine Professur (inzwischen aber), es war Maschinenbau und es war nur eine FH ...aber sie war z.B. mathematisch nicht so sattelfest, wie sie hätte sein müssen, um zu rechtfertigen, dass sie Studenten unterrichtet. Mathematik ist ja so eine Art Koppelwissenschaft zwischen ihrer und meiner Ingenieursdisziplin und da konnte ich es beurteilen. Sie war echt am "schwimmen"...

    Meiner Meinung nach hat sie sich um den Lehrauftrag (und spätere Professur) bemüht, weil sie in der Industrie nicht bestehen konnte! Tja und es ist keine gute Vorraussetzung für eine Beziehung, wenn der Partner so etwas denkt!

    V.m45
     
  6. Liebe FS,

    leider nur, indem Du es ganz offen und sofort sagst und auf die minimale Minderheit der Männer hoffst, die damit kein Problem hat.

    Mein Job ist nicht ganz so abschreckend wie Deiner, aber fast. Ich fahre zudem noch ein schweres Motorrad, ganz furchtbar.

    Der Meinige sieht trotzdem, dass ich fröhlich, spontan, nahbar und nur dann unnachgiebig bin, wenn es mir wirklich elementar wichtig ist. Er ist völlig entspannt, weil er so viel erreicht hat im Leben, dass er weiß, dass er sich Nichts mehr beweisen muss.

    Selten, aber gibt es. Viel Glück!
     
    • # 9
    • 23.07.2015
    • Gast
    Hallo Frau Kollegin,

    das Problem kann ich gut nachvollziehen, ich habe es umgekehrt auch, denn natürlich will ich auch nicht nur über den Beruf warhgenommen werden, der nicht immer nur "die richtigen" anlockt..

    Auch bei Frauen habe ich manchmal den Eindruck, dass der pure Titel schon etwas "Ehrfurcht" auslöst und ich kann nachvollziehen, dass das Männer dann erst Recht abschreckt. Es ist auch nicht leicht, jemanden zu finden, der einem intellektuell gewachsen ist, das habe ich ebenfalls schon gemerkt.
    Auch mit der gleichen Altersklasse muss ich Dir Recht geben, der Parallelthread mit dem "Sozialprestige" zeigt ja beispielhaft, was Frauen suchen.
    Unter unserer Liga wirst Du kaum Erfolg haben, auch ich muss ehrlich zugeben, ich würde keine Professorin daten, wenn ich selbst nicht mal promoviert hätte (na gut, oder Arzt wäre ;-). Ein Promovierter, der schon mit Habilitierten ein Problem hat, gibt aber ein trauriges Bild ab.

    Was bleibt? Unter den Promovierten und den Professoren suchen. Weiterbildungen, auch zu Didaktik? Kontakte über die Hochschule hinaus suchen (ich bin Dekan und Auslandsbeauftragter, da kommt man etwas rum). Im technischen Bereich habe ich fast nur männliche Kollegen, da dürftest Du als Frau auffallen. Bleibt die Ortsgebundenheit...
    Oder Deinen Beruf so lange "tiefhängen", bis ein Mann gemerkt hat, dass Du auch nur ein Mensch bist und sich dann vielleicht nicht mehr daran stört (da dürfte aber trotzdem noch etwas Schwund vorhanden sein). Dann bleibt das "intellektuelle" Problem. Ich habe aber auch im Fitnessstudio und in der Sauna schon Kollegen von anderen Hochschulen kennengelernt.
    Die Auswahl dürfte insgesamt eher gering sein, aber ich würde da den Kopf nicht in den Sand stecken.

    Viel Glück!

    m, 47
     
    • # 10
    • 23.07.2015
    • frei
    Huch, wieso redest du denn von deinem akademischen Grad, wenn dich jemand nach deinem Beruf fragt ?
    Sage einfach: ich bin Maschinenbauingenieurin ( oder was es auch immer ist ), denn DAS ist der Beruf.
    Ich mache das auch immer so.
    Keine Titel.
    Wenn ich einen Mediziner nach seinem Beruf frage, sagt er, er sei Arzt, nicht 'ich habe promoviert'.
    Wenn du außer der Lehre wirklich gar nichts mehr machst ( was hoffentlich nicht der Fall ist, sonst bringst du deinen Schülern bald was Veraltetes bei ), würde ich trotzdem einfach den ursprünglichen Beruf nennen.

    Ich sage immer, ich sei Architektin, auch wenn ich noch ein bißchen mehr geschafft habe.

    w 48
     
    • # 11
    • 23.07.2015
    • Gast
    • "Ich bin ja erleichtert, dass Du nicht auch noch habilitiert bist" (letzteres von einem promovierten Arzt mit erfolgreicher Praxis),
    In diesem Forum wirst du sicherlich Antworten bekommen ,die vermeintliche Statusunterschiede herausarbeiten zu suchen.
    Prinzipiell schreckt das überhaupt nicht ab.
    Vielen hier scheint die deutsche Standesgesellschaft noch in den Knochen zu stecken. Ein bisschen antiquiert und rückständig.
    Warum bewegen sich Ärzte auf der gleichen "Ebene", wie eine Professorin? Dass die medizinische Promotion eher als schlechter Scherz universitär gilt, sollte dir eigentlich bekannt sein.
    Und: Wie kann man ohne Habilitation Professorin sein?
     
    • # 12
    • 23.07.2015
    • Gast
    Meine Meinung: suchst du in "gleicher Liga", das scheint deiner Beschreibung wichtig zu sein, können die Männer sicher sehr gut einschätzen, mit wem sie es zu tun haben. Die allfälligen Problem sind glaub nur in deinem Kopf. Für alle, die nicht wissen, was eine Professur an der Uni bedeutet, heisst es, dass sie neugierig Fragen stellen. Ja, das ist doch nur logisch. Wenn du menschlich, hübsch und freundlich bist, ist das Erstaunen der Nichtakademiker umso grösser - aber ganz ehrlich - als "Akademikerin" müssten dir diese Umstände doch klar sein.

    Und, mit Verlaub, sich selbst als 10 Jahre jünger einzuschätzen? Mmh? Du merkst, dein Beitrag provoziert - zumindest Akademiker in deinem Alter :)
     
    • # 13
    • 23.07.2015
    • Gast
    Ja.
    Geht wohl allen Frauen mit gut laufender Karriere so. Ich bin Mitte 30 und habe bereits ein ähnliches Problem.

    Karriere ist beim Mann ein Plus, bei der Frau ein Minus. (Bezogen auf die Partnersuche)
    Daher: Als Frau mit beruflichem Erfolg zu werben, klappt nicht - das hat eher negative Konsequenzen.
    Intelligenz ist nicht das Problem - viele Männer mögen es, herausgefordert zu werden und sich gut zu unterhalten. Die Wenigsten möchten mit den Frauen nur seichte Themen besprechen.

    Keinesfalls solltest du bzgl. deinem Beruf lügen. Allerdings solltest du dich auch nicht als Karrieretier outen. Eine allgemeine Beschreibung - so wie du sie bereits gewählt hast - und das Lenken auf andere Themen ist wohl am Besten.

    Viele Männer wollen eine Frau, die sie beeindrucken können. Sie wollen bewundert werden. Und manche wollen auch umsorgt werden.
    Bei einer Karrierefrau ist das Risiko hoch, dass genau das nicht (gut) klappt.

    Leider, leider... wenn du einen Mann willst, musst du dich so anstellen, dass er das Gefühl hat, dass er dein Hero ist. Mir fällt das auch schwer, vermutlich bin ich auch deshalb Single.
     
  7. Hallo,

    du hast leider nicht geschrieben, welche Männer du für Treffen "aussuchst". Also ob es einer ohne Kinder, mit bestimmter Größe, Statur und Haarpracht etc. sein soll. Kurz und knapp die Sorte Männer, die es sich als etablierte Akademiker samt Attraktivität, was aus ihnen perfekte "Nistgehilfen" macht, tatsächlich bei den 20 Jahre Jüngeren aussuchen können.
    Vermutlich habe ich dort eine Wissenslücke (oder dieser Arzt). Aber ich dachte bevor Dinge wie die Juniorprofessur eingeführt wurden, war eine Habilitation Voraussetzung, um als ordentlicher Professor berufen zu werden.
    In welchem Fach denn eigentlich genau?

    Jedenfalls glaube ich, das viel davon abhängt, wie du den Männer sagst. was du beruflich tust. Zu sagen, dass du an der "Uni so und so" in Forschung und Lehre tätig bist würde absolut genügen. Das gibt alles korrekt wider und du wirfst nicht mit Schlagworten um dich, die jemandem den Eindruck geben könnten, dass du mit deinem Amt dem Mann gegenüber punkten willst. Viele Männer verunsichert es wohl tatsächlich, wenn eine Frau den gleichen oder höheren Status hat als sie selbst. Aber das ist bei den Millionen von Frauen, die einen "Mann zum Aufschauen suchen", und auch schon seit sie 12 waren nur die Supertypen angehimmelt haben, kein Wunder. Jungs steigern, verglichen mit Mädchen, die bisher im Schnitt schon immer besser waren, nicht ohne Grund erst ab etwa 14-16 ihre schulische Leistung. Am wahrscheinlichsten wird ein Mann damit klarkommen, dessen Mutter zumindest einen Hochschulabschluss in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Fach hat/hatte einschließlich der beruflichen Laufbahn.
    Du solltest deinen Beruf jedenfalls bei Treffen nicht weiter thematisieren oder dich auf Diksussionen dazu einlassen. Es ist so, aber du suchst keinen technischen Debattierpattierpartner, sondern einen Lebensgefährten und fertig. Ausgenommen es enspannt sich tatsächlich ein harmisches Gespräch daraus, wobei du den Eindruck hast, dass der Mann den Umstand deiner Interessengebiete begeisternd und anziehend findet.
    Aber dafür sollte es jemand sein, der Forscher um des Forschens Willen und eher arbeitsbedingt Doktor/Professor geworden ist. Und nicht aus Ehrgeiz oder der Karriere wegen. Also jemand, der das gar nicht an die große Glocke hängt und dessen erste Tat mit Erwerb der "Vorsilbe" Dr. oder Prof. es nicht war, sich einen entsprechendes Klingelschild anzuschaffen.

    m36
     
  8. Das finde ich nun wieder überhaupt nicht, einzig über das "jüngere Aussehen" müsste ich da hinwegsehen, aber ansonsten finde ich den Text sehr sympathisch. Die FS ist einfach selbstbewusst, was ihrem Status entspricht und sie in meinen Augen durchaus attraktiv macht. Aber genau die von Dir beschriebene Wirkung wird sie auf eine Reihe von Männern haben, die sich bei einer Frau mit Professorentitel eher unterlegen fühlen.

    Einen intellektuell passenden, gleichaltrigen Mann zu finden, dürfte schwierig sein, liebe FS, Du schreibst ja selbst, die schauen teilweise eher nach jüngeren Frauen. Einen, der mit dem Beruf klarkommt auch, aber das halte ich nicht für unmöglich. Titel schrecken Männer ab, das hat mit Selbstwertgefühl zu tun.
    Ich würde daher etwas "tiefstapeln", bis die Männer Dich genauer kennen. Und die Männer in möglichst unverfänglichen Situationen kennenlernen, bei denen der Beruf nicht gleich ein Thema ist (Sport, Kultur, ...)
     
    • # 16
    • 23.07.2015
    • Gast
    Ich finde das gar kein Verbiegen. Oder wenn Du sagen würdest, dass Du an der Uni oder wo auch immer arbeitest.
    Ich meine, sagt jemand "ich bin HandwerksMEISTER" oder sagt er nur, welcher Handwerk er betreibt?

    Ich habe das Gefühl, dass dem akademischen Titel von allen Seiten viel zu viel Bedeutung beigemessen wird. (Ich hab während des Studiums Leute getroffen, das ging gar nicht.)
    Das verführt dazu, ihn als persönlichen Wert zu betrachten, mit dem man bei Partnersuche punkten könnte, was aber abtörnend ist, denn es signalisiert, dass man ansonsten vielleicht nichts mehr zu bieten hat.
    Der emotionale Intelligenzquotient ist genauso entscheidend und der Professorentitel doch völlig unwichtig, wenn man sich als Mensch sympathisch bis erotisch finden soll.
    Ich würde es nicht mehr sagen, bevor man nicht weiß, ob man sich richtig mag.

    Wärst Du denn bereit, Deinen Mann zu ernähren, wie das Deine Professorenkollegen mit ihren viel jüngeren Frauen machen?

    Wenn Du wirbst wie ein Mann (denn ja, es gibt einen bestimmten Frauentyp, der auf akademische Titel steht, und der wird auch magisch angezogen von narzisstischen Profs), kriegst Du höchstens einen Mann, der wie eine Frau tickt.
    Hier gibt es einen Thread, in dem Männer schrieben, dass es ihnen völlig egal ist, welche Karriere die Frau hingelegt hat. Sie wollen eine liebe, anschmiegsame usw. usf.
    Du schreibst es ja selbst. Klappe halten und lieb gucken.

    Es gibt auch andere Männer, aber die sind charakterlich und reifemäßig ziemlich weit. Wenn Du bei denen ungefragt kommst mit "ich bin Professorin in einem Hardcorefach!", dann denken die, dass Du Dich deswegen für was Besseres hältst, und gehen aus DIESEM Grund. Also sag gar nichts die ersten Dates. Das hat nichts mit tiefstapeln oder verstellen zu tun, sondern mit der gewonnenen Erkenntnis: "Was ist wichtig für eine Beziehung".
     
    • # 17
    • 23.07.2015
    • Gast
    Männer wollen Frauen, die 10-20 Jahre jünger sind? Weißt du überhaupt, was du da erzählst? Ich meine, wenn man diese Vorstellung aus den Köpfen anderer Leute für sich als Religion übernimmt, wie die Welt zu sein hat, dann ist man im Lebenskampf halt immer der Unterlegene und Depp anderer Leute!

    Kurz und einfach, ja ich habe auch festgestellt, dass nur wenige taugliche Männer herumlaufen, die nicht zu doof als Partner sind: Entweder sind sie gutaussehend und sexuell ausnutzerisch oder unattraktiv und kompliziert/langweilig oder viele "nette" Männer können nur die oberflächliche Hülle einer Frau preisen, das merkt man schon im Erstgespräch: "Hallo Schöne..."

    Demzufolge rate ich dir, Männer dort zu suchen, wo deine Leidenschaften aufflammen, um einen Mann zu finden, der mehr fixiert auf seine Leidenschaften ist und eine Partnerin sucht, die ähnlich wie er ist.
     
  9. Ich finde "Professorin" nichts besonderes. Es gibt zig Berufe, in denen intelligente Frauen arbeiten und "Professorin" ist eben einer davon.

    Vielleicht "bewirbst" du dich zu sehr damit, so dass dein Gegenüber das Gefühl hat, er sitzt nun einem Kollegen oder seinem Chef gegenüber und nicht einer potentiellen Partnerin. Könnte es sein, dass du dich wenig von deiner weiblichen Seite zeigst? Zu forsch reagierst?

    Für Männer hat der Beruf der Frau nicht die allerwichtigste Priorität; sie haben v.a. andere Kriterien, was sie sich von einer Partnerin wünschen. Es gibt immer eine Rechtfertigung, warum etwas nicht klappt, und wenn es das Alter ist, die Figur, der Beruf etc. Ich glaube das nicht; das ist zu oberflächig gedacht. Du bist immerhin in einem Alter, in dem es nicht mehr um gemeinsam eine Familie gründen geht, sondern um einfach eine normale Partnerschaft aufzubauen, Freizeit miteinander zu verbringen, verreisen usw. Das sind ja Dinge, die entspannend sind (im Vergleich zur Kindererziehung). Vielleicht erwartest du da auch zuviel und dein "Gegner" fühlt sich bei soviel Schönheit und Erfolg unter Druck gesetzt.

    Ich kenne dich nicht, würde dir aber raten, zu überlegen, wieso es mit den Männern nicht klappt (denk mal nicht an deinen Beruf). Sie rennen ja nicht alle davon, nur weil du "Professorin" aussprichst. Da muss ja etwas anderes davor gelaufen / gesprochen worden sein. Viel Erfolg!
     
  10. Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht und das muss auch nicht unbedingt etwas mit Deiner beruflichen Position zu tun haben. Das Gleiche kann auch jemandem passieren, der nicht im Hochschulbereich arbeitet und auf jemanden mit einem geringen Selbstwertgefühl trifft.

    Kann ich auch nicht bestätigen, ist m.E. wirklich viel zu pauschal gesehen. Da hast Du bisher vielleicht nur eine Teilmenge dieser Liga kennengelernt. Ähnliches gilt für die "sonstigen Akademiker", die potentiell ebenso in Frage kommen. Und nicht zu vergessen alle diejenigen, die Du hier ausgespart hast, die aber vom intellektuellen Niveau her trotzdem in einer interessanten Liga spielen, aber nicht im Entferntesten etwas mit Lehre & Forschung zu tun haben.

    À propos "gleiche Liga": Es macht m.E. wenig Sinn, diese über Berufsgruppen oder akademische Titel zu definieren. Das alles heißt überhaupt nichts, wenn es darum gehen soll, einen Partner zu finden, mit dem man sich auf gleichem intellektuellem Niveau und auf gleicher Wellenlänge bewegen kann.

    Daher würde ich erstmal damit beginnen, "die Professorin" nicht so hoch zu hängen und eher zu schauen, wie der Mensch sein sollte, den Du Dir zum Partner wünscht. Ein Partner, der das ebenso verinnerlicht hat, wird sich in erster Linie für Dich interessieren und erst dann für Deinen Beruf, Deine Titel or whatever. Mit dem level an Prestige hat das übrigens gar nichts zu tun.

    Und, nein: Dies ist kein Plädoyer zum sog. down-daten, sondern vielmehr dazu, sich die Chancen nicht vorschnell durch Klischees zu verbauen und den eigenen Blick auf potentielle Kandidaten lieber zu erweitern. Letzteres gilt übrigens auch für die sozialen Kreise, in denen man sich bewegt. Auch darüber lassen sich die Chancen erhöhen, seinen Wunschpartner zu finden. Bei mir hat das jedenfalls sehr gut geklappt.
     
  11. Dieses Thema wurde hier auch schon mehrfach besprochen. Meine Erfahrung ist genau wie deine: Sex und ein paar Dates mit Männern der gleichen "Liga" waren kein Problem. An Beziehung hatten die Männer kein Interesse. Sie hatten ihre Karriere mit Hausfrau im Rücken gemacht und konnten sich kein anderes Modell vorstellen. Die Männer hier sagen Beruf/Ausbildung/Erfolg der Frau seien belanglos, aber das stimmt nicht. S. auch Lucky Bastard, der deine sachliche Beschreibung als Eigenlob taxiert. Ich habe noch ein weiteres "Handicap", nämlich zwei noch rel. junge Kinder. Ich suche nicht mehr per SB und verbringe lieber Zeit mit Exmann, Familie und Freunden. Die schätzen mich, wie ich bin.
     
  12. Liebe FS,
    hast Du in Deinem Profil als Beruf etwa "Professorin" stehen? Ich wundere mich immer (und denke, das sind vielleicht Fake-Profile), wenn Männer das als Beruf reinschreiben. Die korrekte Berufsbezeichnung wäre ja Hochschullehrerin. Aber so richtig klar ist mir in Deinem Posting auch nicht geworden, ob Du habilitiert bist, vielleicht stellst Du das mal klar?

    Ich finde die Anregungen von #10 daher völlig richtig. Schreib den Beruf Deines Studienfaches und gib bei Nachfragen an, dass Du an einer Uni Dein Fach unterrichtest.

    Auch ich würde beim Kennenlernen eher tiefstapeln, was den Beruf betrifft. Auch wenn er zum Teil vielleicht Deine Persönlichkeit ausmacht (ich lese in Deinem Posting schon großen Stolz, es in einer Männerdomaine so weit gebracht zu haben), so wird der Beruf in einer Paarbeziehung doch eher im Hintergrund stehen. Ich bin Ärztin, habe in meinem Profil promoviert extra nicht angekreuzt und sage auf Nachfragen (die meisten Männer fragen erstmal Fachgebiet und ob ich eine Praxis habe) nur, dass ich als Honorarärztin freiberuflich arbeite. Meist wird nicht weiter nachgefragt. Ich denke, wenn ich gleich alles auf den Tisch lege (Notärztin im Rettungsdienst), fühlen sich Männer mir eher nicht gewachsen. Es ist mir auch nicht wichtig, das bei den ersten Dates loszuwerden.

    Dass Du einen intelligenzmäßig ebenbürtigen Partner suchst, kann ich gut nachvollziehen. Ich denke aber, mit einer akademischen Ausbildung unterschätzt man doch einige, die nicht studiert haben. Mir ist mittlerweile nur noch eine hohe Intelligenz und die damit einhergehende rasche Auffassungsgabe und Neugier wichtig. Das findet sich genauso unter Abiturienten.

    Daher solltest Du vielleicht Deine Zielgruppe überdenken. Und den Beruf mal etwas zurückstellen. Der spielt bei der Partnerfindung (egal ob bei Mann oder Frau) m.E. eine viel geringere Rolle, als man ihm zugesteht.

    w, 54
     
  13. Würdest du die FS kennen, dann stünde dir zu zu beurteilen, ob die Aussagen sachlich sind oder doch vielleicht nicht.
    Dieses permanente "ich sehe so und so viel jünger aus", was übrigen 100% von weiblicher Seite immer wieder kommt, ist einfach nur vermessen und zeigt vor allem eines: ein massives Problem mit dem eigenen Alter. Und es geht in einer Tour mit der Selbstbebauchpinselung weiter.
    Top in einer Männerdomaine und dann den meisten Männern intelektuell so überlegen? Im technisch wissenschaftlichen Bereich (und ich hab viele Jahre genau in dem Bereich verbracht) sind die intellektuellen Überflieger nicht so stark vertreten.
    Eine Professur berechtigt nicht zum Anspruch auf den Traummann. Die FS muss sich dieses Glück/Privileg genau so erarbeiten/verdienen wie Lieschen Müller (sie möge mir vergeben).
    Weibliches Marketing propagiert immer wieder die Angst des Mannes vor erfolgreichen Frauen. Vielleicht sind sie diesen aber oft einfach zu mühsam?
    Ausreden fürs eigene Scheitern sind eben leichter gefunden, als sich mit den echten Ursachen zu beschäftigen. Was nicht bedeuten soll, dass macher Mann nicht mit einer erfolgreichen Frau klar kommt und tatsächlich Minderwertigkeiskomplexe hat.
     
  14. Das ist durchaus wahrscheinlich. Ich kenne bspw. jemanden sehr gut, der, sofern er an dem entsprechenden Insitiut bleibt, durchaus Chancen hat, einmal dort eine bestimmte Professur zu übernehmen. Ich schätze ihn u.a. sehr als Gesprächspartner, aber trotzdem ist er kein genialer Überflieger, sondern eben einfach ein Mensch mit dem erforderlichen Maß an Verstand, um diese Laufbahn zu verfolgen. Dagegen kenne ich auch Leute ohne Hochschulabschluss gegen die er bezüglich Auffassungsgabe, Denkgeschwindigkeit und Weitblick wirkt, wie eine Kerze gegen einen Halogenstrahler. Jedoch haben diese Leute nicht das geringste Interesse an solch einer Laufbahn, und widmen sich lieber selbstgewählten Aufgaben und Projekten. Ich möchte damit niemanden abwerten, sondern nur aus meiner Erfahrung bestätigen, was du geschrieben hast.
     
    • # 24
    • 23.07.2015
    • Gast
    Kann beides sein, aber ich habe noch keinen einzigen Mann getroffen, der nicht in irgendeinem Bereich ein Problem hatte, dass er überlegen sein wollte. Das ging von Intelligenz bis Karrieremachen und Geld verdienen. Kein Mann hat geweint, dass ich besser kochen, häkeln und malen konnte. Aber das, was sie als ihre Domänen auserkoren haben wie Mathe, Physik, Karriere hatte gefälligst unter ihrem Niveau zu liegen.

    Deswegen muss frau einen Mann finden, der sich nicht über sowas definiert, sondern nur über sich als Mensch. Dazu ist meist leider nötig, dass man mindestens eine tiefe Krise, in der es nach Scheitern aussah, hatte und erkannt hat, dass man mehr ist als seine Fähigkeiten oder Äußerlichkeiten wie Akademikerabschlüsse.

    Genau so eine Partnerin passt auch zu diesem Mann. Deswegen würde auch ich in den lockeren Date-Gesprächen die Berufsbezeichnung angeben und mit Titeln hinterm Berg halten.
     
  15. Also, ich kenne keinen Mann, der eine Frau aufgrund ihres beruflichen Erfolges aussortiert.

    Wer jedoch (egal ob Mann o.Frau) vermittelt, er sei aufgrund des Berufes etwas Tolles oder Besseres ("in meiner Liga", "prestigereich", "intellektuell gewachsen"), der sammelt gewöhnlich keine Sympathiepunkte.

    Das wäre ungefähr so, als würde ein Mann bei einer Frau mit seinen Leistungen in der Modelbranche zu punkten versuchen und vermitteln, dass er sich aufgrund seiner Optik für etwas Tolles hält und er nach einer Frau sucht, die ihm optisch gewachsen ist und in seiner Liga spielt. Und, wenn der Mann sich dann noch beklagen würde, dass Frauen angeblich allgemein Probleme mit schönen Männern haben und er deshalb keine Partnerin findet, dann würde man sich nur noch an den Kopf fassen.

    Kein Mensch wird in der Partnerwahl aussortiert, weil dieser etwas Positives hat. Es wird daher garantiert kein Mann von einer Frau aussortiert, weil er schön ist. Und es wird garantiert auch keine Frau von einem Mann aussortiert, weil sie beruflich erfolgreich ist. Männer und Frauen werden aber dann aussortiert, wenn diese darüber hinaus nicht überzeugen.

    Man macht es sich daher zu einfach, wenn man glaubt, eine positive Eigenschaft wäre die Ursache dafür, weshalb man keinen Partner findet.

    Es hat im vorliegenden Fall daher mit Sicherheit andere Ursachen.

    Und es dürfte eher daran liegen, dass die FS im falschen Markt fischt.

    Wenn z.B. ein objektiv super schöner Mann arbeitslos und ohne berufliche Perspektive ist, dann sollte er trotzdem nicht glauben, dass eine super schöne Frau trotz ihrer Arbeitslosigkeit und fehlender beruflicher Perspektive in seiner „Liga“ spiele bzw. ihm „gewachsen“ sei. Denn die super schöne Frau wird trotz grundsätzlich ähnlicher Eigenschaften in einem ganz anderen Markt „fischen“ und den von ihr gewünschten Mann mit höheren Status bekommen können. Der NUR schöne Mann, der nicht weniger haben möchte, als er selbst „geben“ kann, wird nicht konkurrieren können, da Männer und Frauen nun einmal unterschiedliche Wünsche haben.

    Und da Männern der berufliche Status der Frau ziemlich egal ist, muss die FS mit ganz anderen Dingen überzeugen können, um den gewünschten Mann mit Status zu bekommen. Ansonsten spielen sie trotz ähnlichem Status in unterschiedlichen Ligen.
     
    • # 26
    • 23.07.2015
    • Gast
    Ich würde Dich testen, in einem Gebiet, wo ich mich ein bisserl auskenne und Du viel besser wärest, als ich. Lediglich mit dem Ziel des Erkenntnis-Gewinnes, "Wie reagiert sie auf mich, in Bereichen, wo sie VIEL besser ist, als ich"? "Wie behandelt sie mich, wie geht sie mit meinem Halbwissen um". "Belehrt sie mich, wischt mich weg, oder unterstützt sie meinen Wissensgewinn, durch Erklärungen, in einer Sprache, die ich auch verstehe.

    Einmal versuchte ich eine lose Debatte mit einer Chemikerin, die auch Mathematikerin war, über Atom-Aufbau aus physikalischer Sicht zu führen. Eh mit geringer Erwartungshaltung, weil was kann ich der schon erzählen können.

    Das Erste, was sie sagte war "Jaja, die Physiker. Glauben auch immer alles zu Wissen, die Weisheit mit dem Löffel gegessen zu haben. Die verbreiten viel Unsinn".

    Damit war die Sache für mich erledigt. Was soll ich mit der? Die machert mich ständig nieder, wegen irgendwas, zu jeder Zeit. Schnelle Flucht war das Einzige, was mir dazu einfiel.
     
  16. Die Reaktionen der Date-Männer sind vielleicht etwas unbeholfen. Aber aus ihnen geht nicht hervor, dass sie mit deinem Beruf ein Problem hätten.
    Du DENKST, es läge an deinem Prof.-Titel, dass du kein 2. Date bekommst, aber ich wette, es lag bei jedem Mann an was anderm. Dem einen warst Du zu ähnlich seiner Ex, dem andern zu unähnlich der Ex, dem nächsten zu.... und der vierte war sowieso noch nicht frei.

    Und dass alle akademischen Männer schon vergeben wären, ist einfach falsch!
     
  17. Männer stehen untereinander schon im harten Konkurrenz-Wettbewerb. Sei es, wer mehr Einkommen hat, oder höher auf der Karriereleiter.

    Wenn da eine Frau auftaucht, mit gleichen oder vgl. Positionen, dann nagt das am Selbstwertgefühl der Männer. "Was ? Eine Frau ? Auf den gleichen Positionen und Niveau - wie ich ? Oder sogar höher und besser als ich ? Da blamiere ich mich ja als Mann, vor den anderen Männern"

    Es ist immer noch eine Männer-dominierte Welt. Wer da als Frau beruflich Erfolg und Karriere macht, dann soll sie dabei am besten unter Frauen bleiben. (z.B. Chefredakteurin einer Frauenzeitschrift)
    (nach Ansicht der meisten Männer ?)

    Wer aber dabei auch noch in eine Männerdomäne einbricht, wird sich dort kaum Freunde damit machen. Sie wird von den Männern innerlich zähneknirschend geduldet, wenn man keinen Ausweg vor ihr hat.

    Es gibt fast keine Emanzipation, wie diese gebildeten und erfolgreichen Frauen sie gerne hätten, um ihren gebührenden Platz zu bekommen.
    Diese Männer wollen lieber "unter Seinesgleichen" sein.

    Wer als Frau auch noch Lehrerin/Professorin ist - der hat es auch schwer bei Männern. Wer will schon eine Frau, die evtl. gebildeter und klüger ist, als der Mann ? Oder ggf. Besserwisserin wird, und den Mann ständig belehrt ? Und der Mann dann deswegen Minderwertigkeitskomplexe bekommt ?

    Diese Frauen brauchen extrem emanzipierte Männer, die nicht in solchen Männer-Schemas denken. Und mit sich keine Probleme haben, wenn die Frau etwas besser kann, als sie selber.
    Aber solche Männer sind seltener geworden, weil die Frauen ihnen die Emanzipation austreiben (wollen).
    (m,53)
     
  18. Hallo zusammen,
    vielen Dank schonmal für die vielen guten Anregungen!
    Nur kurz zur Klarstellung:
    1. In meinem Profil steht natürlich nicht Professorin o.ä., sondern einfach die Berufsbezeichnung meines Fachs (ist schon schlimm genug, da sehr technisch).
    2. Ich vermeide das Thema meines Berufs bei Dates so lange wie es irgendwie geht. Leider fragen dann doch recht die meisten immer detaillierter nach, wo denn genau, und was genau. Ich mag dann einfach nicht lügen, nach einer Weile haben sie mich einfach festgepinnt. Außerdem findet man mich schon mit Vorname + Stadt, wo ich arbeite, bei Google gleich auf der ersten Seite. :-(
    3. Den Proftitel dränge ich absolut niemandem auf und versuche auch nie, damit jemanden zu beeindrucken; das habe ich nicht nötig. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich den männlichen Kollegen überlegen sei! Warum wird mir das hier vorgeworfen? Ich habe bloß gesagt, ich bin Prof in einer Männerdomäne. Das ist ein Fakt, nicht mehr und nicht weniger. Und was, wenn ich einfach ganz mittelmäßig bin? Ich habe doch nie behauptet, ein Superprof zu sein. Ich bin einfach Prof. Punkt. Schon diese Diskussion hier zeigt wieder genau die Problematik.
    4. Ich wundere mich über die Zweifel, die hier geäußert wurden, "wie gut" ich denn überhaupt bin.Und ob ich denn ein richtiger Prof bin (Thema Habil - bitte doch mal im LHG nachlesen). Ich frage mich, ob man das bei einem Mann auch so angezweifelt hätte.@#7 (Valmont): Ich habe auch einen Abschluss von einer der weltbesten Unis (es ist so, ich übertreibe das nicht). Trotzdem bilde ich mir nicht ein, zur Weltelite zu gehören; einen Nobelpreis werde ich nie mein eigen nennen (als alleinerziehende Mutter??? wie denn?) und ich kenne eine Menge Experten meines Fachs, denen ich nie das Wasser reichen könnte. Je länger man sich mit etwas beschäftigt, umso mehr Demut stellt sich ein.
     

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