1. Die Kinder und die neue Freundin - wann soll ein Kennenlernen stattfinden?

    Hallo in die Runde,

    ich bin gerade ein wenig ratlos. Vielleicht habt Ihr Erfahrungen und könnt mir einen Tipp geben.

    Zur Vorgeschichte:
    Vor einigen Monaten hat mein Mann mich von jetzt auf gleich verlassen. Er hatte seit einigen Monaten eine Affäre in einer anderen Stadt und sich auf ihr Ultimatum hin gegen uns entschieden.
    Wir, das sind meine beiden Kinder (5 und 8) und ich.
    Er ist auf meinen Wunsch hin sofort ausgezogen und ich habe eine Anwältin kontaktiert.

    In den ersten Wochen zählte nur sie. Die Kinder hat er zähneknirschend betreut, wenn es nicht anders ging. Wenn er dort war, gab es kaum Kontakt zu den Kindern. Meine Arbeit und die Betreuung habe ausschließlich ich organisiert, in Sachen Kindsunterhalt spielt er noch immer auf Zeit, das Trauma der Kinder habe ich aufgefangen: Tägliche Szenen beim Abgeben in der Kita, Fragen beantworten, Ängste und Nöte auffangen und beruhigen und einen halbwegs normalen Alltag gestalten.

    Er hat inzwischen eine Wohnung in der Nähe, fährt alle paar Tage aber hunderte Kilometer zu ihr, vernachlässigt dadurch alles andere (Job, Kinder, Alltag) und wird immer angespannter.

    Inzwischen können wir vernünftig miteinander reden. Das wiederum scheint für sie ein Problem zu sein. Sie will über jeden Kontakt zwischen uns informiert werden, verlangt, dass er noch öfter zu ihr fährt und verlangt permanente Liebesbeweise, obwohl ich deutlich gemacht habe, dass die Ehe für mich vorbei ist.

    Und will sie plötzlich unbedingt die beiden kennenlernen.
    Da sie sich bislang geweigert hat, zu ihm zu kommen, soll das Ganze dort stattfinden - und bitte gleich ein ganzes Wochenende.
    Die Kinder dagegen verwehren sich komplett dagegen. Ich habe ihnen gesagt, dass es ok ist, wenn sie neugierig sind (obwohl es mir ehrlich gesagt den Magen umdreht). Sie wollen aber nicht. Ihr Vater hat ihnen dagegen gesagt, dass er das trotzdem will. Als Effekt wächst bei beiden wieder die Anspannung. Und der Ton zwischen meinem Mann und mir verschärft sich wieder.

    Ich bin der Meinung, dass so ein Kennenlernen behutsam ablaufen sollte und die Kinder durchaus mitreden dürfen, ob sie das überhaupt wollen. Außerdem knappsen beide noch an der Trennung an sich. Und ich halte den Zeitpunkt für richtiger, wenn er sich sicher ist, dass diese Beziehung auch wirklich ernst ist. Er erwähnte neulich, dass er nicht weiß, wie sich das Ganze weiterentwickeln wird. Sie selbst ist wohl alleinerziehend und gewährt dem Vater ihres Kindes nur bedingt Umgang, angeblich aus gutem Grund. Für mich war und ist es dagegen keine Frage, dass mein Mann trotz im Leben seiner Kinder präsent bleibt.

    Ich jedenfalls habe bezüglich dieses Treffens irgendwie kein gutes Gefühl. Wie würdet Ihr reagieren? Habt Ihr einen Ratschlag für mich, wie ich mit der Situation umgehen soll?

    Danke schon mal im Voraus für Eure Antworten!
     
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  3. Ich habe leider keinen Tip für dich, ausser das Treffen zu verbieten, sprich die Kinder nicht gehen zu lassen.
    Ich könnte gerade kot.......wenn ich höre, wie egoistisch Menschen mit den Gefühlen von Kindern umgehen.
    Tut mir leid für dich und ich drücke dir die Daumen für deine Zukunft.
     
  4. Passt so irgendwie nicht. Die Beziehung war über längere Zeit nicht in Ordnung und Du hast ihn, völlig zu Recht, sofort rausgeworfen, als Du von der anderen Frau erfahren hast(?)

    Wäre es besser, wenn er umzieht? Sein Job, sein Alltag, seine Anspannung sind ja nun nicht wirklich Dein Problem. Klar, dass er langsam mitbekommt, dass es nicht nur angenehme Folgen hat, seine Familie irgendwie im Stich zu lassen. Und irgendwie klingt eine AE, die sich weigert, auch mal zu fahren und Ultimaten stellt, nicht wie der dauerhafte Traum eines Mannes.

    Nachvollziehbar. Sie merkt, wie zahllose Affären, dass sie zwar ein willkommener Anlass war, aber nicht unbedingt eine Dauerlösung. Er merkt, dass der Alltag mit ihr auch nicht einfacher ist als mit Dir. Vermutlich eher im Gegenteil. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen...

    Ist aus meiner Sicht eindeutig, ich sehe das wie Du. Rein rechtlich hilft Deine Anwältin weiter.

    Dann sollte sie ja Verständnis haben, dass Du das mit dem Umgang aus gutem Grund auch so handhabst. Ich vermute, Dein Exmann hat da keinen besonders guten Fang gemacht...
     
  5. Liebe FS, erstmal möchte ich Dir ein ganz großes „Lob“ aussprechen für Deine Reflektiertheit und Besonnenheit. Alles, was Du hier schreibst bezüglich Deiner Gedanken und Vorstellungen kann ich zu 100% unterschreiben. Entscheidend ist, was Eure Kinder möchten! Für mich persönlich wäre es komplett verantwortungslos, die Kinder über ein WE aus ihrem häuslichen Umfeld zu zerren, gerade in diesen stürmischen Zeiten. Leider verstehe ich da Deinen Mann nicht wirklich. Für mich hört sich das seitens der Freundin Deines Mannes nach puren Machtspielchen an, momentan sollten Eure Kinder hier überhaupt keine Rolle spielen. Bitte bleibe bei Deiner Einstellung, ich drücke Dir ganz feste die Daumen!
     
  6. Ich hatte die Kinder meines damaligen Partners nach 10 (!) Jahren kennengelernt! Und da waren sie ben selber schon Erwachsene und alles war weniger dramatisch.

    Die Fronten sich doch geklärt: Die Kinder wollen nicht und der Mann auch nicht so recht. Er will sein frisches "Glück" genießen.
    Ich würde hier mit Reden aufhören.


    Dann ist doch alles gesagt. Warum zwingt man die Kinder zu etwas, das sie nicht wollen? Sage "NEIN, die Kinder wollen nicht" und fertig. Brich den Kontakt ab! Mich beschleicht das Gefühl, der Mann ist ein Pfropf, und will dir die Kinder entziehen wegen der anderen Frau. Ich würde ihm sagen, die Schelle hat nicht mehr alle und soll sich verpi**en. Telefonhörer auflegen. Er kann weiter sein Umgangsrecht haben und der Rest interessiert dich nicht. Werde härter/konsequenter, aber bleib höflich!
    Lass dich nicht von deinem Mann maßregeln, der sich von einer fremden Frau dirigieren lässt! Der hat doch gar keinen eigenen Willen!

    [quot]
    Ich bin der Meinung, dass so ein Kennenlernen behutsam ablaufen sollte und die Kinder durchaus mitreden dürfen, ob sie das überhaupt wollen. [/quote]
    Die Kinder sind in in 5 Jahren selbst groß und in der Pubertät oder fast Erwachsen, da brauchen sie ohnein nicht mehr die Partner der Eltern kennenlernen. Also kann man die Jahre auch so über die Runden bekommen.

    Da bist du aber inkonsequent in so einer Situation und deswegen kann man es mit dir machen!

    Verstehe ich nicht? Wo wollt ihr euch trefen? Der Vater hat Umgangsrecht und das kann er normal ausführen. Egal ob die Frau dabei ist oder nicht. Da können sie sich ja kennenlernen. Was noch? Mir wäre das zu doof. Ich würde deinem Mann "Tschüss" sagen.
     
  7. Deine Kinder wollen sich nicht mit der Dame treffen. Damit ist das Thema geklärt.

    Dein Exmann hat sich einen Drachen geangelt. Sein Problem, nicht Deins!

    Lass Dich weiterhin professionell beraten und lerne loszulassen.

    Das schaffst Du auch...

    m, 39
     
  8. Wenn die Kinder das nicht wollen ist es ein muss das zu respektieren, was dein Mann möchte, ist vollkommen uninteressant und wenn es dir den Wagen umdreht, warum gibst du deinen Kinder noch eine gute Empfehlung, auch wenn die Kinder das gar nicht wollen, du solltest nicht hinter deinem untreuen Mann stehen, sondern vielmehr hinter deinen Kindern, den Kinder tut es nicht gut, wenn das nicht so ist! Unter diesen Umständen würde ich meine Kinder nicht zu seiner Freundin prügeln.
     
  9. Hallo, Du hast mit Deinem Mann das Sorgerecht über die beiden Kinder. In Deinem Haushalt haben die Kinder Ihren Lebensmittelpunkt. Du entscheidest nach Rücksprache mit dem Papa , wann die neue Freundin Deines Exmannes die Kinder sehen kann, oder auch nicht.
    Zeige Stärke, sei eine Löwin. Die Frau manipuliert Deinen Examen, willst Du, dass Sie auch die Kinder manipuliert ? Das geht mit Geschenken ganz schnell.
     
  10. Naja ich weiss, dass magst du nicht hören. Aber, er ist der Mann, den du dir als Vater deiner Kinder ausgesucht hast. Wenn er kleinlich und doof ist, dann war er das auch schon früher, du wolltest es nur nicht wahrhaben. Was ich tun würde? Ihn in Ruhe lassen und das was er bereit ist, zu tun mit den Kids, aber wohlwollend begleiten. Was hat es dich denn zu interessieren, wen sie im Haus des Papas kennenlernen? Nichts, gar nichts. Warum diskutiert ihr immer noch Eure Meinungen miteinander wie ein altes Ehepaar? Ich weiss, wovon ich rede. Bei meinem Ex und mir wurde es erst entspannt, als ich mich komplett rausgehalten habe. Mein Kind bekam auch gleich die Neue vorgesetzt - so what? Dann hoffe ich für mein Kind, dass sie nett ist zu ihr. Ich durfte damals beim Abholen meines Kindes jedes mal im Winter die Übergabe auf der Strasse machen, icv durfte von ihr aus seine Wohnung nicht betreten. War nicht schön für mich. Aber egal, bin ich halt vorher im Strassengraben pinkeln gegangen, hatte immer 2 x 1 h Anfahrt u. Rückfahrt. Heute ist die Ex Vergangenheit, wir sind oberflächlich befreundet und alles ist gut zwischen Ex und mir. Was ich sagen will: Nicht mehr einmischen.
     
  11. Offenbar scheint das Verhältnis zu deinem Mann nicht allzuschlecht zu sein, wenn er dich über den Stress mit seiner Neuen ins Vertrauen zieht.

    Daher würde ich ein ruhiges Gespräch mit ihm anstreben, in dem du deine Sichtweise erklärst.

    Nämlich dass du grundsätzlich nichts dagegen hast, du es aber für verfrüht hältst, da die Kinder es einerseits selbst nicht wollen, andererseits die Trennung erstmal gerade verarbeiten.

    Führe ihm vor Augen, dass ein zwanghafter Besuch nicht dazu führen wird, dass die Kinder ein gutes Verhältnis zu der Frau entwickeln werden und dass sie ihm als Vater das hingegen nachtragen werden.

    Frage ihn, ob es ihm das wert ist, dem Wunsch seiner Freundin zu entsprechen.

    Und ganz vorsichtig würde ich anklingen lassen, dass es offenbar auch von Seiten der Freundin nur ein taktischer Schachzug sein könnte, um ihn an sich zu binden.

    Jegliche Vorwürfe ihm gegenüber dass er sich nicht um die Kinder kümmert, würde ich in diesem Gespräch strikt vermeiden. Denn sonst will er dann damit beweisen dass er sich um die Kinder kümmert, ohne Rücksicht auf Verluste.

    Ob du rein rechtlich Möglichkeiten hast, ihm das zu verbieten, weiß ich nicht, das musst du dir Anwältin fragen.

    Eine friedliche Lösung bei der er ein Einsehen hat, ist aber sicher die bessere.
     
  12. Davon abgesehen wie du es findest. Dein Ex kann die Wochenenden mit den Kindern so gestalten, wie er es will. Solange er sie nicht gefährdet. W57
     
  13. Ich kenne die Situation und es ist letztendlich auch nach hintenlosgegangen.
    Für die Neue Partnerin.

    Kompromiss mit meinem Exmann war allerdings, dass sie nicht sofort als neue Partnerin vorgestellt wurde.

    Deshalb gingen die ersten Treffen in Ordnung, bis die Jungs einen Kuss mitbekommen haben.

    Kinder brauchen ihre Trauerphase und die kann kein Elternteil "verkürzen".

    So wie Deine Kinder reagieren, wende Dich an das Jugendamt.
    Nicht um anzuschwärzen etc sondern um ein mediirtes Gespräch zu bekommen, mit dem Vater.

    Letztendlich kann er keine anderen Menschen dazu benutzen, seine Bedürfnisse zu stillen.
    Hier könnten die Seelen der Kleinen in Gefahr sein.

    Gut ist bei so einer Mediation, man kann Dir nicht mehr unterstellen, die Kinder zu beeinflussen.
     
  14. Vielleicht hilft Dir meine persönliche Erfahrung. Nach der Trennung von meinem Mann hatte er relativ schnell eine neue Freundin. Wir sprachen darüber und ich sagte ihm, dass er ein kennenlernen bitte behutsam machen soll. Er darf mir mir einer Meinung. Ich war immer positiv meiner Tochter gegenüber, da die neue Freundin nicht der Trennungsgrund war. Warum sollte ich auch negativ sein. Irgendwann ist meine Tochter übers WE zu ihm und ich bekam von ihr mitten in der Nacht eine Nachricht, das Abends die Freundin gekommen wäre und jetzt das ganze WE bleiben würde. Er hat weder sie gefragt, noch mir das erzählt. Meine Tochter würde vor vollendete Tatsachen gestellt. Das hatte zur Folge, das meine Tochter die Freundin akzeptiert, mehr aber auch nicht. Sie ist froh, wenn sie nicht zu Papa muss....Sie ist sauer, das sie mit ihren 12 J nicht um ihre Meinung gefragt wurde. Auch jetzt ist die Freundin 24/7 bei ihm, es findet keine Zeit statt in der er mal mit ihr etwas alleine unternimmt.
    Ich habe versucht zu Reden, habe es aber mittlerweile aufgegeben. Er findet sein Verhalten gut. Ich habe es aufgegeben und lass es so weiterlaufen bis wahrscheinlich meine Tochter irgendwann lautstark ihre Sichtweise darstellt oder bis ihm einfällt, kein Interesse an seiner Tochter zu haben. Ich habe versucht etwas zu ändern und hatte keinen Erfolg. Männer (Nicht alle!!) sind in sowas sehr egoistisch. Meine Tochter hat deswegen kein Vertrauen mehr in ihn und ist enttäuscht.
     
  15. Meines Erachtens völlig falscher Ansatz. Wenn die Kinder beim Vater bleiben wollen und nicht mehr zurück zur Mutter wollen oder nicht in die Schule gehen möchten, gilt dann auch das entscheidend ist was die Kinder wollen?

    Macht zeitnah eine verbindliche Umgangsregelung beim Gericht oder Notar. Du bestimmst dann was ihr in deiner Zeit unternimmt, der Mann entscheidet, was er in seiner Zeit unternimmt. Ganz einfach.

    Grüße

    Chris
     
  16. Hallo @Sonnenblume77,

    wie du bin ich der Ansicht, dass dein Mann sich zuerst sicher sein sollte, dass seine neue Beziehung wirklich ernst ist, bevor die Kinder seine aktuelle Freundin kennenlernen. Da er das offensichtlich selbst noch nicht weiß, sollte er - vernünftigerweise - damit warten, wie sich das Ganze weiterentwickelt.

    Ganz klar, dass ein Kennenlernen behutsam ablaufen sollte und die Kinder gefragt werden sollten, ob sie das überhaupt wollen. Es fällt mir schwer nachzuvollziehen, dass man Kinder von 5 und 8 Jahren dazu nötigen will, jemanden zu treffen, den sie nicht treffen wollen.

    Was ist das für ein Vater, dem es wichtiger ist, was seine Freundin ihm diktiert, denn sie besteht ja auf das Kennenlernen, als das, was für seine Kinder angenehmer wäre?

    Wie wäre es, mit den Kindern gemeinsam über diese Angelegenheit zu reden und dabei darauf zu achten, dass es in einer guten Atmosphäre geschieht?

    Die Kinder sollten den Eindruck haben, dass hier kein Täter - Opfer - Gespräch zwischen ihren Eltern stattfindet, sondern spüren, dass sie euch beiden wichtig sind, dass ihr Vater sich freuen würde, wenn sie seine neue Freundin kennenlernen, du nichts dagegen hast, - sie aber zu nichts gezwungen werden.

    In Kampfstellung zu gehen wird nichts bringen, denn er müsste dir ja nicht sagen, wann seine Freundin ihn besucht und könnte sie einfach an einem Wochenende kommen lassen, wenn die Kinder sowieso bei ihm sind.

    Dein Mann hat sich dir gegenüber nicht gerade gentlemanlike verhalten, indem er dich und die Kinder von einem Tag zum anderen verlassen hat. Falls du den Eindruck hast, dass er ähnlich rücksichtslos mit den Kindern verfahren will, um seine egoistischen Motive und die seiner Freundin in den Vordergrund zu rücken, und du dabei kein gutes Gefühl hast, solltest du mit deiner Anwältin sprechen.
     
    • # 15
    • 27.02.2019
    • void
    Seh ich zwar auch so, aber die Kinder sind doch noch viel zu jung, um zu wissen, was sie in dieser Angelegenheit wollen würden. Sie greifen das auf, was sie emotional mitkriegen, das ist die verletzte Mutter, und daher ergreifen sie Partei für Dich, weil eure Trennung und die nachfolgende Zeit so gelaufen ist, wie sie gelaufen ist. Also denke ich, dass die Frage sie sowieso überfordert.

    Ich verstehe, dass Du den Mann rausgeschmissen hast, denke aber, dass das für die Kinder ein Schock war, den sie noch nicht verarbeitet haben. Trennung von der Partnerin ist was ganz anderes als Trennung als Vater von den Kindern, weil die die Trennung ja nicht wollten. Sie verstehen es nicht in ihrem Alter, was passiert ist, aber wissen, wer "der Feind" ist, also warum der Vater weg ist.

    Ich würde vorschlagen, dass Schadensbegrenzung angesagt ist.
    Wenn Du weißt, dass Dein Ex ein Sturkopf ist und er aber das Recht hat, die neue Situation seinen Kindern aufzwingen zu können, würde ich für die Kinder versuchen, mit ihm zu reden und dabei nicht emotional wegen seines Betruges zu sein. Also er will das ganze WE, ich würde erstmal einen Nachmittag vorschlagen und dabei meine eigene Verletzung versuchen, ganz außen vor zu lassen, und Argumente zu bringen, weshalb es besser ist, Kinder und neue Frau erstmal nur für ein paar Stunden bei einem Ausflug aufeinandertreffen zu lassen. Ganz unterbinden wirst Du es nicht können, dass die Kinder auf die neue Frau treffen, also kannst Du nur versuchen, Dich und Deine Emotionen dem Expartner gegenüber außen vor zu lassen, und dieses Aufeinandertreffen Vater-Kinder-neueFrau möglichst mit zu gestalten.
    Du bist Du und als Partnerin verletzt. Die Kinder sind die Kinder. Versuch, das zu trennen und ihn als Vater und nicht als Partner zu sehen in dieser Angelegenheit, wäre mein Rat, um nicht auch noch selbst Öl ins Feuer zu gießen, dass die Situation für die Kinder noch schwerer wird.
     
    • # 16
    • 27.02.2019
    • frei
    Ich fürchte, dein noch-Mann hat ein Recht, seine Kinder regelmäßig zu sehen, auch später nach der Scheidung.
    Ich fürchte, die Kinder werden erst gehört, wenn sie 14 Jahre alt sind.
    Ich fürchte, ein Gericht würde entscheiden, dass es dem Kindeswohl dient, wenn sie ihren Vater treffen, solange er sich nicht komplett eindeutig abartig verhält, also kindeswohlgefährdend, selbst dann, wenn die Kinder sagen, dass sie nicht hinwollen.

    Es könnte im Übrigen sein, dass sie aus Loyalität zu dir nicht hinwollen. Weil sie miterlebt haben, dass du geweint hast oder so.
    Sie merken es ganz sicher, dass 'es dir den Magen umdreht'.
    Ich denke, dass nahezu alle Kinder Kontakt zu ihrem Vater haben wollen, solange er sie nicht verprügelt oder mißbraucht.
    Und ganz sicher auch, wenn er sich wenig um sie kümmert, wenn sie bei ihm sind, so wie bei euch.
    Sie verzeihen nahezu alles und lieben ihn trotzdem.


    Das war auch für mich ganz schwer auszuhalten.
    Nicht so sehr wegen mir, ich hätte freie Wochenenden super gefunden, sondern weil es mir das Herz zerriß, wenn mein Ex meine Tochter nicht abholte, obwohl er es versprochen hatte.
    Sie war drei Jahre alt und stand eine Stunde fertig angezogen im Mantel und Schuhen am Fenster im Flur und war nicht dazu zu bewegen, ins Wohnzimmer zu kommen.
    Nach einer Stunde dann doch, wollte sich aber immer noch nicht ausziehen, wollte nichts machen, nicht mal auf meinen Schoß. Blieb noch lange in der Hocke in einer Zimmerecke, die Arme um die Knie geschlungen, den Kopf darauf, und wiegte sich vor und zurück.

    Solche Vorkommnisse gab es hunderte über die Jahre, aber dieses war am erschütterndsten. Meine Tochter liebte ihn trotzdem, verzieh ihm immer wieder, machte sich immer wieder Hoffnungen.
    Übrigens habe ich ihm, als er wieder ansprechbar war, erzählt, wie sie gelitten hat, habe das plastisch beschrieben. Ich dachte, er wird blaß und kriegt ein riesen-schlechtes Gewissen. Er sagte aber nur, er könne nichts dafür, er habe das an diesem Tag einfach nicht geschafft und dann hat er wie immer seinen Joker aus dem Ärmel gezogen und was von Depressionen geschwafelt.

    Liebe FS, au wei !
    Sehr schwierige Situation für dich.
    Du selbst bist tief verletzt über die Trennung und mit Recht wütend, dass du dich um alles allein kümmern musst und er nicht mal Unterhalt bezahlt. Aber bitte versuche, das die Kinder nicht merken zu lassen. Das sind zwei verschiedene Themen, wenn sie auch miteinander verknüpft sind.
    Du liebst deine Kinder ganz sicher. Lieben bedeutet, dass du willst, dass sie glücklich sind, auch wenn dich das unglücklich macht.
    Ich würde versuchen, die Besuche zu ermöglichen, zu fördern, die Kinder zu ermuntern. Ich denke, sie wollen ihn treffen.

    Übrigens: ich tippe, das mit der Frau hat sich bald erledigt, falls es so ist, wie du es darstellst. Aber das Thema wird bleiben. Er wird andere Frauen haben und er wird seine Kindern treffen wollen.

    w 51
     
  17. Sorry, Tabea, aber das ist ja nun auch Blödsinn. Die Mutter steht bei Kindern immer an erster Stelle, soviele Geschenke kann eine neue Freundin gar nicht kaufen als dass sich dies ändern würde. Mein Exmann hatte nach der Trennung schneller gewechselt als ich gucken konnte. Die Neue hat er kennen gelernt als er ein paar Wochen später mit unserer Tochter alleine Urlaub machte (ob er sie tatsächlich erst im Urlaub kennen gelernt hat, so sicher bin ich mir nicht, aber das war zumindest die offizielle Version). Meine Tochter mochte und mag sie bis heute immer noch sehr, sehr gerne. Ich hatte mit der Frau jahrelang kein Wort gewechselt, musste ich ja nicht, aber ich habe mich für meine Tochter gefreut. Ich habe die damals neue Freundin auch nie als Konkurrentin zum Muttersein gesehen. Erst letztes Jahr hat er eine Andere geheiratet und da läuft es eher sowohl bei ihr als auch bei meiner Tochter so nebenher. Das tut mir für Beide irgendwie leid, aber ich kann nicht wirklich etwas dran ändern, ausser, dass ich wirklich nie schlecht über die neue Ehefrau rede. Ansonsten habt Ihr wahrscheinlich gemeinsames Sorgerecht und Du kannst nur mit ihm reden. Er hat die Kinder in der Zeit und ist dann auch für sie verantwortlich. Vielleicht ist sie ja auch kein Monster, sondern ziemlich nett und ihr Kind ebenfalls. Könnte ja eventuell sein und wäre Deinen Kindern zu wünschen. Was ich damit sagen will, Deine Freundin muss sie wahrlich nicht werden, aber wenn die Kinder sich auch nur mit ihr verstehen, wäre es für alle Seiten einfacher.
    Sie klingt allerdings eher dominant und Dominanz ist bei Patchwork kontraproduktiv.
    W,54
     
  18. Du bist die Mutter, Deine Kinder leben bei Dir .

    Eigentlich sind beide (!) Eltern dafür verantwortlich, dass es den Kindern gut geht, man sollte sich auch zusammen setzen und gemeinsam Wege finden

    Aber hier in diesem Fall würde ich mich deutlich hinter meine Kinder stellen und Nein zum Vater sagen.

    W,49
     
  19. Liebe @Sonnenblume77, ich habe eine sehr ähnliche Geschichte am laufen. Ebenso wie du, habe ich versucht möglichst sachlich zu bleiben, meine Gefühle nicht auf unser Kind zu übertragen und habe emotional aufgefangen als der bisher omnipräsente Vater plötzlich aus dem Leben unseres Kindes verschwand. Ich habe die ganze Zeit versucht, den Kontakt zum Vater zu seinen Bedingungen zu ermöglichen, damit er nicht gänzlich abreißt. Zum Teil gegen den Widerstand unseres Kindes. Der war nämlich ziemlich traurig, zornig und enttäuscht. Mein (noch) Mann hat das alles nicht wahrnehmen wollen oder können. Ebenfalls honoriert er nicht, das ich mich so verhalten habe. Das Gegenteil ist der Fall. Als die Beziehung zwischen ihm und unserem Kind schlechter wurde, war ich daran Schuld. Ich sah mich mit den haarsträubendsten Vorwürfen konfrontiert. Mein Mann hat bis heute nicht verstanden, das der warme Wechsel, das plötzliche physische verschwinden, das sofortige Konfrontieren mit der neuen Frau zu schnell, zu Übergangs- und vor allem zu empathielos von statten gegangen ist. Das ganze gipfelte (nach knapp einem halben Jahr) in einen "Familienurlaub" mit der neuen und unserem Kind. Ich habe versucht ihm zu sagen, das ich es für zu früh halte. Meine Bedenken wurden abgebügelt, mit den Worten das Kind müsse sich nun schließlich daran gewöhnen, das die neue Frau jetzt in seinem Leben wäre. Rückblickend bereue ich das ich nicht stärker interveniert habe, das ich unser Kind immer wieder "gezwungen" habe das "Tempo" meines Mannes mitzugehen. Ich bereue es, dass ich damals die Familienhilfe nicht um Unterstützung gebeten habe. Möglicherweise hätten die Berater dort die Bedürfnisse unseres Kindes besser übersetzen können. Vielleicht hätten sie mir damals schon geraten, unser Kind nicht zum Umgang zu zwingen. Vielleicht hätten sie dem Vater deutlich machen können, das eine Kinderseele mehr Zeit, liebevolles Verständnis und Aufmerksamkeit braucht. Ich würde dir raten dir Rückendeckung von der Familienhilfe zu holen. Nicht unbedingt vom Jugendamt. Das hat bei uns gar nichts gebracht. Zwinge deiner Kinder nicht zum Umgang. Egal was der Vater will. Kinder brauchen Schutz und Loyalität. Um das durchzuziehen brauchst du aber Begleitung, die dir ggf. den Rücken stärkt und auch die Interessen der Kinder vertritt. Sie erkennen eher als die Betroffenen Eltern, wenn es Loyalitätenkonflikte uä. gibt. Es ist auch im Hinblick auf eine ev. gerichtliche Auseinandersetzung von Vorteil. Ansonsten, halte dich raus bei allem was zwischen deinem Mann und den Kindern läuft. Die Kinder werden ihren Weg und Umgang mit der neuen Situation finden müssen. Davor kannst du sie nicht bewahren. Ihr Vater ist wie er ist, sie haben nur den einen.
     
  20. @Sonnenblume77
    Dein Mann ist durch den Wind und nicht mehr zurechnungsfähig. Grausam, lieblos und verantwortungslos was er da mit einem Kleinkind und einem Schulkind macht! Umso mehr musst du jetzt die Starke sein und strikt bleiben. Ich an deiner Stelle würde beide Kinder zu einem herzlichen männlichen Kindertherapeuten geben. Sie sollten diesen mögen und selbst mit auswählen. Es gibt klasse Kinderpädagogen und Therapeuten. Ihre Interessen und Empfindungen stehen dort im Mittelpunkt. Positiver Nebeneffekt: Du verteilst die Last auf mehrere Schultern und wirst entlastet. Der Fachmann soll aus pädagogischer Sicht etwaige Traumata durch die Trennung festhalten und die Kinderwünsche ermitteln. Was brauchen die Kids jetzt? Dann kann sich dein Mann nicht mehr einfach so darüber hinwegsetzen. So haben deine Kids einen neuen positiven männlichen Ansprechpartner. Es gibt superliebe Therapeuten! Ich koche vor Wut! Wie kann ein Erwachsener sich so respektlos und herzlos und kopflos verhalten?!! Anschließend diktiert deine Rechtsanwältin die neuen Konditionen für einen Umgang mit dem Vater. Z.B. Nur in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung. 14-tägig ein Wochenende und 1x unter der Woche. Notfalls nur unter deiner Begleitung / Aufsicht. Wenn die Besuche ordentlich und zuverlässig eingehalten werden, kann nach dem Trennungsjahr über Besuche beim Papa neu verhandelt werden. Unverbindliche Fern-Affären sind schädlich für das Kindeswohl und nicht erwünscht. So einfach! Erst nach Scheidung und klarer Umgangsregelung kann Kontakt in einer festen neuen Partnerschaft langsam stattfinden. Und nur wenn die Kinder dies auch möchten. Weise ihn auf alle seine väterlichen Pflichten per Rechtsanwalt hin, damit er wieder Respekt hat vor dir. Ja, er muss auch Wäsche waschen, Arztbesuche wahrnehmen, für gesunde Ernährung und kindgerechte Beschäftigung sorgen. Listet alles im Detail auf. Er nimmt Euch nicht ernst. Sei strikt und konsequent. Ich würde meine Kinder nur zu einzelnen abgestimmten Ausflugstagen mit Papa aus dem Haus lassen. Zeitlich begrenzt. Ausflug in den Zoo, Spaziergang, Schwimmbad, Fußballspielen, Einkaufen, Museumsbesuche und Kinderkurse. Und sonst soll er sich zuhause stundenweise kümmern und auch Haushalt erledigen.
     
  21. Wenn das Spiel zwischen Deinem Mann, seiner neuen Freundin, den Kindern und Dir eskaliert, kannst Du, oder wird sich, im Laufe des Scheidungsverfahrens ein(-en) Psychologe(-n) seitens des Jugendamtes einschalten. Es kann dazu kommen, daß richterliche Vefügungen für die Kinder getroffen werden.

    Ich kann Dich gut verstehen. Ich finde, Du hast bisher vieles sehr gut gemacht. Mein Rat an Dich ist, versuche, mit Deinem Mann unbedingt!!!! sachlich und in Ruhe zu sprechen, und nur über die Kinder. Versuche De-Eskalation der Kinder zuliebe, so oft und gut es geht. Vielleicht erreichst Du ihn. Schaue nicht auf deren Beziehung, versuche nur, auf Dich und die Kinder zu schauen und ihn zu integrieren, der Kinder zuliebe. Bleibe fair, was auch impliziert, daß Du die Kröte schlucken mußt, daß er als abgedampfter Ex jetzt ein tolles junges Glück hat (es wird nicht dauerhaft so sein, glaube mir).
    Blende deren Beziehung aus, komplett. Versuche nur, für die Kinder eine Regelung zu finden. Mache sie nicht zu einem Schutzschild für Deine Enttäuschung. Bitte instrumentalisiere sie nicht.
    Biete dem Typen an, was geht, füge Dich, so weit es geht, ohne daß es Dir weh tut oder Du wahnsinnig wirst oder die Kinder Schaden nehmen. Und wenn es zuviel wird, wende Dich an die Anwältin. Du bist die Mutter, und Mütter sind in Scheidungsverfahren übermächtig. Aber Du wirst es mit Psychologen und Richtern zu tun bekommen. Sei darauf vorbereitet.
     
  22. Hallo Sonnenblume,

    ich finde, Dein Mann hat unglaublich unverschämt und unsensibel gegenüber Dir gehandelt. Er hatte monatelang (!) eine heimliche Affaire. Ist aber dabei immer wieder ins traute heimische Nest (vmtl. sogar in Eurer warmes Bettchen) gekrochen!

    Du schreibst, er hat Dich von jetzt auf gleich verlassen: War dies wirklich so? Falls ja: sehr, sehr mies von ihm.

    Umso mehr ist es verständlich, dass DU nun schwer verletzt bist und Eure Kinder nicht zu der "Neuen" lassen möchtest.

    Ich würde Dir - in Deiner jetzigen, wirklich sehr schweren und für Dich sehr ungünstigen Situation - raten: Hals Dir nicht so viel auf, alles (alleine) bzgl. Deiner Kinder und ihrem Wohle entscheiden zu müssen! Ich würde mir an Deiner Stelle hier professionelle Hilfe (Jugendamt, einen Mediator oder eine neutrale Kindes-Hilfe-Stelle) holen und komplett diese bzgl. Umgang entscheiden lassen. Sie können neutral und aus der Sicht des Kindes entscheiden. Dies KANNST DU NICHT! Und musst Du auch nicht!

    Holt Euch objektive Hilfe! Im Sinne der Kinder!

    Und zu Dir, liebe FS: Kümmere Dich jetzt sehr sorgsam und liebevoll UM DICH!
     
  23. Bei mir war es nicht so. Mein Vater hat mich weder körperlich misshandelt, noch war er irgendwie bösartig. Er hat mich schlichtweg ignoriert und konnte nichts mit mir anfangen, hat nie mit mir gespielt, sich um nichts gekümmert. Radfahren lernen, etc, da war immer nur meine Mutter oder Oma und Opa da. Mein Opa stand mir näher und der war nicht arbeiten.

    Nein, er hat nicht viel gearbeitet, er war auch noch Lehrer und spätestens um 15 Uhr zu Hause.

    Und so hatte ich nach der Scheidung als ich ca 12 J. alt war auch keine Lust auf Treffen mit ihm, bei denen wir uns nichts zu sagen hatte und er auch nichts mit mir anzufangen wusste. Auch auf seine neue Frau hatte ich später keinen Bock, Typ Oberlehrer.
    Ich habe mich bei ihm nicht wohl gefühlt. Als im Erwachsenenalter er sich dann noch einige Sprüche leistete, die deutlich zeigten, dass ich ihm völlig egal bin und nur ein Kostenfaktor für Unterhaltszahlungen, habe ich den Kontakt abgebrochen.

    Ich denke Kinder lieben ihre Eltern nicht automatisch, sie lieben sie nur, wenn sie sich kümmern und mit ihnen beschäftigen und liebevoll gegenüber verhalten, alles andere sind anerzogene soziale Konventionen a la
    "du sollst Vater und Mutter lieben".

    Ich will nicht wissen, wie viele Kinder ihre Eltern eigentlich nicht lieben, sondern nur aus anerzogenen Schuldgefühlen heraus, sich kümmern.

    Natürlich kann das bei anderen anders sein, aber gerade die geschilderte Situation der Fragestellerin bezüglich der Kinder und dem Vater hat mich doch wieder mal sehr getriggert.

    Ich denke mir auch: was könnte ein Kind einen Vater vermissen, wenn es rein praktisch keine Handlungen/ Riuale/Unterstützung gibt, die tatsächlich wegfallen, die man vermissen könnte?

    Ich bin daher absolut dafür, dass die FS möglichst loyal die Wünsche und das Wohl der Kinder unterstützt.
     
  24. Ich bin überwältigt von Euren Antworten - vielen Dank dafür!

    Ganz klar:
    Ich verbiete ihm keineswegs den Umgang mit den Kindern. Im Gegenteil. Ich ermutige ihn eher dazu, sie im Zweifel auch mal zum Eisessen abzuholen, auch wenn er sie nicht wegen meiner Arbeit zu sich holen muss.
    Aktuell sind sie jedes zweite Wochenende bei ihm. Und an weiteren zwei bis drei Tagen im Monat, wenn ich keinen Babysitter oder eine andere Betreuung während meiner wechselnden Schichten finde.

    Ich manipuliere sie auch nicht, sondern habe ihnen gerade gestern noch einmal gesagt, dass es ok ist, wenn sie neugierig sind und die neue Frau an Papas Seite kennenlernen wollen. Ebenso wie ich ihnen permanent sage, dass ihr Vater sie noch immer genauso lieb hat wie vorher und sich daran auch nichts ändern wird.

    Die Neue weigert sich allerdings, hierherzukommen, (also zu ihm) - und wohnt halt mehrere hundert Kilometer weit weg.

    Und nein - ich lasse es nicht mit mir machen. Bzw nicht gegen den Willen der Kinder.
    Meine Tochter erzählte jetzt auch, dass er ständig mit ihr telefoniert, wenn sie bei ihm sind. Ist ja ok. Aber dabei hat sie auch diverse Details mitbekommen, die sie wirklich nicht in ihrem Ater hören muss.

    Habe nun das Gespräch gesucht. Und wir konnten uns darauf einigen, dass er einem ersten Kennenlernen noch Zeit gibt.
    Ich habe keinerlei Bedarf, das Ganze in einen Krieg auf dem Rücken der Kinder ausarten zu lassen. Im Gegenteil. Ich will eine faire Trennung und Kinder, die damit gut leben können.

    Die Trennung war sicher unvermeidbar und absehbar. Die Situation selbst war aber unsäglich und wurde von ihm quasi vor unseren Kindern ausgesprochen.
     
  25. Ich “prügele” sie nicht dahin.
    Ich will ihnen nur vermitteln, dass sie bezüglich der Trennung meines Mannes und mir in einen Gewissenskonflikt geraten müssen, zu wem sie jetzt “halten” müssen.

    Ich habe mir im November zwei Wochen zum Weinen, Hassen und Selbstbemitleiden gegeben. Meine Gefühle habe ich vor Freunden rausgelassen, oder wenn dir Kinder nicht in der Nähe waren. Natürlich haben Sie meine Bestürzung bemerkt. Aber hier bin auch ich nur ein Mensch.

    Ich bin inzwischen weder bitter noch darauf aus, ihm irgendwas reinzudrücken.
    Ich bin ihm gegenüber höflich und bleibe ruhig.
    Das wiederum bringt ihn aus der Fassung.

    Er ist derjenige, der auf den Kontakt mit den Kindern verzichtet.

    Und ja - wir hatten lange zuvor Probleme. Ich habe jahrelang darum gebeten, dass wir uns Hilfe von außen suchen - das hat er abgelehnt.

    Die Affäre könnte er geheim halten, weil er beruflich oft auswärts unterwegs war und die fünf (sagt er) Besuche bei ihr als Dienstreisen verpackt hat.

    Und wie hättet Ihr reagiert, wenn Ihr die Worte hört: “Sie ist die Frau meines Lebens. Sie geht anders mit Konflikten um als Du. Ich will Dich nicht mehr - ich will sie! Aber ich bleibe erstmal hier wohnen. Und suche mir dann was Neues.”
    ?
     
  26. Ich befürchte, da spielt dann der Gegenanwalt beim Diktat nicht mit. Papa und "die Neue" kommen zu Besuch zu Hause und die strahlende Mami ist mit dabei, um heile Familie zu spielen? Wie soll das funktionieren?

    Der Vater hat eine Wohnung in der Nähe und die FS beklagt ja ausdrücklich und auch völlig zu Recht, dass er sich mehr kümmern sollte, incl . Unterhaltszahlungen.
    Ich stimme zu, dass auch ich zum Kindeswohl warten würde, bis sie die neue Frau kennen lernen und dass auch ich die Entfernung nicht für richtig prickelnd halte, die Nichtbeachtung des Kindeswillens sowieso. Gerichtsfest dürfte da aber gar nichts sein. Da hilft nur vernünftiges Reden, nicht Öl ins Feuer.
    Von Seiten der neuen Partnerin ist es dumm (aber so sind manche Frauen eben), sich so schnell reinzudrängen und von seiner Seite ungeschickt, das gegen den Willen seiner Kinder zuzulassen.

    Wie würdest Du das an Stelle der FS handhaben, wenn sie in einem halben Jahr einen anderen Mann kennenlernt? Gehts dann genauso zu? Da kommen doch bei den Kindern völlig beziehungsgestörte Erwachsene raus, das kannst Du doch hier in Deinen eigenen Threads nachlesen.

    Was denn nun? Kontakt oder nicht? Ausziehen oder einziehen? Strikt und konsequent sind anscheinend deine zweiten Vornamen.
    Die FS wird ihr Chanelkleidchen wohl eher selbst waschen müssen. und wenn sie Deine Sichtweise teilen würde, dann könnte ihm eigentlich niemand böse sein, wenn er schnellstmöglich flüchtet. Ganz im Gegenteil.

    Sorry, ich halte hier einzig und alleine ein vernünftiges Gespräch für eine gute Lösung, auch zum Wohl der Kinder. Im Notfall verbunden mit dem Hinweis, dass es ja irgendwann noch eine Scheidung gibt, die in Deutschland für Männer ziemlich unangenehm verlaufen kann, wenn Frau beim Rauswurf so schlau war, alle Unterlagen zu Finanziellem entsprechend zu sichern. Ich bin auch ziemlich sicher, dass die neue Beziehung relativ schnell am Ende wäre, wenn die unwilligen Kinder mal zwei Wochenenden mit zur neuen Frau müssten. Das würde ich nur nicht durchziehen, weil es natürlich für die Kinder unangenehm ist.
    Zum Glück ist die FS vernünftiger und ja hat ja damit auch schon einen sicher sinnvollen Aufschub erreicht.

    Da würde ich empfehlen, mal wieder ein Eis essen zu gehen...
     
  27. Honey du bist die Mutter, du bist mutig stark und einzigartig. Das genau das schätzen und lieben deine Kinder. Ich sage bewusst deine. Nicht eure. Grund, du bist bezzugspersion. Deine Kinder wehren sich gegen das Kennenlernen und gaben dieses mitgeteilt. Weil sie vertrauen auf dich, dass du das hinbekommst. Ich unterstelle jetzt mal angst, weil sie es nicht greifen können. Auch sie müssen sich in die Situation behutsam einfinden. Die wünsche und das wollen deines ex sind irrelevant. Er ist erwachsen, rational denkend, deine Kinder nicht, sie fühlen und stellen diese Gefühle vor an. Es sind Kinder,sie dürfen das, aus vollem Herzen. Meiner Meinung nach, erklär es deinem Ex bestimmend wohlwollend. So was muss wachsen, geht nicht mit der Brechstange. Ich hab es bei uns erlebt, die Kinder geben den Level diesbezüglich an... alles braucheine Zeit... das muss dringend ex auch lernen
     
  28. Im gleichen Moment würde ich ihn unmißverständlich vor die Tür setzen, Schlösser auswechseln, zum Anwalt gehen, mehr gibt es nicht zu tun, alles andere macht das Problem nicht kleiner, sondern viel größer und geht vor allem ausschließlich auf Kosten von dir, wolltest du das ganz bewusst so?
     
  29. Genau deshalb habe ich auch so reagiert.
    Auch im Sinne der Kinder. Zuhause wären die Fetzen geflogen. Das hätte weder ihm, noch mir und schon gar nicht den Kindern geholfen.
    Schlösser austauschen musste nicht sein. Er ist nur noch nach Ankündigung gekommen und wenn ich anwesend war. Und bei der Anwältin saß ich drei Tage später, habe sämtliche Kontenverfügungen und andere relevanten Vollmachten gestrichen. Also diesbezüglich glaube ich schon, dass ich nicht konsequenter hätte handeln können.

    Um es nochmal deutlich zu machen. Ich bin sicherlich derzeit alles andere als der größte Fan meines Mannes und will auch niemanden zurück, der mich so behandelt. Dennoch ist und bleibt er der Vater seiner Kinder. Und dazu möchte ich ihn ermutigen. Die Trennung und unsere Konflikte trenne ich ganz strikt von unserer Elternschaft. Warum sollen die Kinder noch ein weiteres Trauma erleiden, indem sie das Gefühl haben, sich für eine Seite entscheiden zu müssen.

    Das ist mein einziges Bestreben. Niemals würde ich ihm den Kontakt vorenthalten! Aber leider denkt er in seinen eigenen beschränkten Dimensionen, hat in der Vergangenheit bestimmte Absprachen nicht eingehalten und trifft mit knapp 40 in Bezug auf die Kinder fragwürdige Entscheidungen. Er weiß nicht, wann Schulferien ("Sowas musst Du mir sagen!"), setzt die Kinder bei bestem Wochenendwetter bei sich zuhause stundenlang vor die Glotze, überhäuft sie mit Geschenken oder lässt meinen Sohn irgendwelche nicht altersgemäßen Ballerspiele spielen (das gab Ärger!).

    Ich denke, ich bin reflektiert. Aber eben wegen des Wohls der beiden habe ich mich gefragt, ob diese Erfahrungen mich zu verkopft haben, dass ich diejenige bin, die bezüglich einer solchen Art des Freundinnen-Treffens überreagiert. Es beruhigt mich, dass das hier ähnlich gesehen wird.

    @#26
    Ich besitze keine Chanel-Kleidchen. Aber Du darfst mir gern eins schenken ;-)
    Tatsächlich ist mein und unser Leben seit seinem Auszug ruhiger und weniger anstrengend geworden. Gekümmert habe ich mich trotz meines Fulltime-Jobs bereits vorher eh um das Meiste. In soweit stellt sich diese Frage sowieso nicht.
     

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