1. Er nennt es Beziehungs-Burnout. Kann man die Beziehung noch retten?

    Hallo zusammen, ich brauche mal dringend Rat.
    Ich und mein Freund sind nun seit ca. 9 Monaten zusammen und zu Beginn war er der absolute Traummann: Er war sehr aufmerksam, lud mich zum essen ein, zum Billardspielen, ins Kino, wollte so viel Zeit wie möglich mit mir verbringen usw. Eigentlich war mir klar, dass ich mit diesem Mann so lange wie möglich zusammen sein will. Nun ist es aber so, dass es vor etwa 2-3 Monaten langsam bergab ging: Er will nichts mehr unternehmen, Nähe (ausser Sex) will er gar nicht, es gibt nie Komplimente, keine Aufmerksamkeiten, er will auch nicht mehr mit mir an ein Event wo wir zusammen geplant hatten (wir gehen jetzt getrennt, jeder einfach mit seinen Freunden) und halt noch vieles mehr. Er sagt zwar, dass er mich wirklich sehr liebt und dass er zufrieden ist, aber ich fühle mich durch all das total ungeliebt. Bis vor einer Woche hatten wir dann auf meinen Wunsch hin etwas Abstand und ich habe mir dadurch eigentlich erhofft, dass er merkt, was er an mir hat und dass er mich vermisst. Das war aber gar nicht der Fall. Die Trennung stand dann zum Gespräch, was ich aber sehr schade gefunden hätte, weil ich mir sicher bin, dass diese Beziehung wirklich halten könnte.
    Nun ja er erklärte mir daraufhin, dass er das noch in jeder Beziehung hatte. Die Gefühle waren zwar noch da aber den Rest, der halt auch einfach zu einer Beziehung gehört, fehlte und ansonsten beendete er immer die Beziehung.
    Nach dem Gespräch haben wir abgemacht, dass wir es noch mal unvoreingenommen versuchen und ich ging wirklich sehr positiv gestimmt an die Sache ran. Von ihm kam jedoch nur Negatives. Keine Änderung und nichts.
    Liege ich da falsch, dass ich der Meinung bin, dass wenn man etwas nicht verlieren will man sich Mühe gibt? Dass man halt mal über den Schatten springt und wirklich versucht sich zu bessern bzw. eine Lösung zu finden? Weil momentan fühlt es sich so an, als würde nur ich mir Mühe geben und an der Situation arbeiten und das ermüdet mich und macht mich wirklich traurig.

    Was würdet ihr in so einer Situation tun? Gibt es Hoffnung die Beziehung zu retten oder ist es schlussendlich nur verschwendete Zeit. Weil ich komme wirklich an meine Grenzen, denn alleine alles versuchen zu retten ist wirklich frustrierend.

    Danke schon mal!
     
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  3. Liebe tamsay,

    um es kurz zu machen, ich würde mich trennen.

    Denn: er sagt dass er das bisher in jeder Beziehung hatte, das klingt nach bestimmten Mustern, die nicht aufgearbeitet sind, er müsste vermutlich mal eine Therapie machen.

    Und dieses Beispiel, dass ihr zu nem Event, wo ihr eigentlich als Paar hingehen wolltet, jetzt jeder mit seinen Freunden hingeht, noch nichtmal als große Gruppe, find ich echt Horror. Das ist keine Beziehung mehr, eher ne WG mit Sex.

    Ausserdem würde ich auf seine Taten achten, und nicht auf das was er sagt. Was bringt es dir wenn er sagt, dass er dich liebt, aber er verhält sich überhaupt nicht so?

    Du willst ihn nicht fallenlassen, weil er zu Beginn dein Traummann war, oder? Und wie kommst du zu dem Schluss, dass diese Beziehung wirklich halten könnte? Denn alles was du sonst schreibst klingt nicht so...

    Es ist ja auch nicht so, dass du nicht schon viel versucht hättest zu dem ich sonst hier so raten würde, auch die Woche Pause find ich ne gute Idee. Das wird nix mehr. Er will nicht mehr, und ich schätze mal, dass er zu bequem ist das ganze zu beenden, und will halt den Sex noch ne Weile mitnehmen. Tut mir leid, aber das ist meine Einschätzung.

    Alles Liebe dir
     
  4. Burnout im Arbeitsleben kommt von einer lang andauernden Überforderung, die auf zu hohen Ansprüchen (an sich selbst) beruht. Und in Eurer Beziehung ist es das Analoge.

    Etwas auf Abstand zu gehen, die Dinge ruhen zu lassen, nichts überstürzen, war genau der richtige Ansatz. Die Erholungspause war nur nicht lange genug. Meinem Bauchgefühl nach, kommt Dein Freund bestimmt emotional zurück und will die Beziehung fortsetzen, sobald er sich regeneriert hat. Das kann aber Monate dauern.

    Mein Rat wäre, keine Trennung ins Auge zu fassen, sondern sich auf längere Zeit etwas Abstand voneinander zu gönnen und nur noch locker Kontakt zu halten. In der Zeit kann man sich Affären gönnen und die Seele baumeln lassen. Dann klappt es auch wieder mit der beidseitigen Anziehung.
     
  5. Also; wenn es ihm immer so geht nach seiner Aussage (was war denn seine längste Beziehung?), dann liegt es wohl an ihm und dann verabschiede dich von diesem beziehungsunfähigen Menschen. Für eine Beziehung muss und will man eigentlich dauerhaft was tun. Sonst kann man es gleich lassen.
    Generell sinkt natürlich die Verliebtheit und man macht irgendwann auch wieder mehr mit anderen Leuten. Aber liebevoll miteinander umgehen usw. ist doch normal. Selbst in meiner schlimmsten Beziehung gab es das nach fünf Jahren noch.
    Hake ihn ab.

    W, 35
     
  6. Hier liegt der Knackpunkt. Das ist sein Beziehungsschema. Und das wirst Du nicht ändern. Du kannst Dich aber noch eine ganze Weile mit ihm quälen, was aber auf das gleiche hinauslaufen wird: die Trennung.

    Ich pflege ja immer den Rat zu geben, sich die Beziehungsvergangenheit eines Menschen anzusehen. Und ich denke, das wirst Du als Lernerfahrung mitnehmen.

    Ob das nun ein qualvoller Todeskampf werden wird, oder kurz und heftig, das hast Du in der Hand. Ich wünschte, ich hätte mich vor Jahren an meine eigenen Worte gehalten. Es wäre mir viel erspart geblieben. Mach Du es besser !!!
     
  7. Was, bitte schön, willst Du denn da retten?

    Der Mann sucht ein unverbindliches Betthäschen und macht ansonsten sein Ding. Ich würde ihm schlagartig seine Freiheit vollständig wieder geben - garantiert quälst Du Dich sonst nur Wochen und Monate herum und die Geschichte geht eh schief. Tu Dir das nicht an!
     
  8. Da wurde schon einiges richtiges dazu geschrieben.
    Sein Verhalten kommt mir vor wie die erste Stufe einer Mondrakete - volle Kraft voraus für wenige Minuten, dann ausgebrannt und abgeworfen (da kommt ja auch der Begriff burn-out her). Jetzt eine Frage an Dich: Ist er genau deswegen Dein Traummann gewesen, weil der so Vollgas gegeben hat?
    Jetzt zu ihm: Er wird sein Verhalten ändern müssen, es ist ihm ja schon mehrmals passiert. Er soll sich "umbauen" auf einen solarbetriebenen (= Liebe) Plasmaantrieb, die laufen fast ewig mit kleinem, aber konstantem Schub. Mit anderen Worten, er sollte an sich arbeiten (Leidensdruck ist offensichtlich vorhanden) oder sich auch helfen lassen.
    Was euch beide betrifft: Höchstwahrscheinlich wird das nichts mehr mit euch.
    ErwinM, 50
     
  9. Es gibt solche Menschen, die nur in der Verliebtheitsphase Gas geben können, aber leider ihre Bemühungen nicht aufrecht erhalten. Dass es dauerhaft nicht so bleibt, wie in der ersten Zeit, ist jedem klar. Aber wenn der Partner sich plötzlich komplett anders verhält, ist das einfach nur verletzend.
    9 Monate scheint so eine typische Zeit zu sein (selbst schon erlebt) und danach wird alles zurück gefahren.

    Oft verstellen sich solche Leute in der Anfangszeit, langfristig haben sie aber kein Interesse an dir und keine Energie für liebevolles Verhalten.
    So wie dein Freund jetzt ist, ist er wirklich! Er ist passiv, nicht zugewandt, kühl, gleichgültig....

    Ich könnte jetzt noch eine Bindungsunfähigkeit in das Verhalten deines Freundes hineininterpretieren. Diese Menschen wollen nach einer Zeit der Nähe ihre Partner durch schlechtes Verhalten auf Abstand bringen.
    Im Grunde können sie langfristig keine liebevollen Beziehungen führen und müssten spätestens nach einem Jahr wieder mit jemand anderen neu anfangen.
    Es könnte noch viele Erklärungen für sein Verhalten geben. Eigentlich unwichtig.

    Mach jetzt nicht den Fehler, zu hoffen, dass es wieder wie am Anfang wird. Mit dieser Illusion verschwenden manche Jahre ihres Lebens und lassen sich zu viel gefallen.
    Du weißt jetzt wie er wirklich ist und solltest die Konsequenzen ziehen.
     
  10. Von 9 Monaten waren drei Monate schön, seither leidet er an einem Beziehungsburnout - ups. Das ist keine Beziehung, das ist ein Kennenlernen, bei dem recht bald klar wurde, dass es für mehr als ab und zu Sex nicht reicht.

    Für mich wäre die Sache eindeutig: Ich würde keinen Mann wollen, der lasch ist, der nicht ein klares Ja zu mir hat. Wenn ein Mann, den ich gut finde, mich will, kann er mich haben. Wenn er mich nur halbherzig will, stehe ich nicht zur Verfügung.

    Frau 52
     
  11. Kennst Du den Begriff Lovebombing.
    Als "Opfer" wirst Du durchs Lovebombing so eingewickelt, dass Du danach nicht mehr gehen kannst, obwohl er Dir nicht mehr gefällt.
    Lovebombing ist eine Manipulationstechnik.

    Du schreibst, er war zu Beginn ein "Traummann". Du willst ihn wieder als Traummann. Aber kein Mann kann für immer Traummann bleiben, weil jeder echte Mann mal pfurzt und stinkt ;-)
    Das Einladen und Aufmerksam sein, gehört am Anfang dazu. Das lässt aber mit der Zeit ein wenig nach.

    Ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, ob er sich anfangs beim Verführen so unnormal verausgabt und verbiegt, dass er im "Burnout" landet, oder ob er sich jeweils Frauen sucht, die wie Prinzessin ohne Unterbrechung hofiert werden wollen.

    Ihr habt es probiert und schon in den ersten Monaten festgestellt, dass es nicht passt.
     
  12. Beziehungs-Burnout - das habe ich noch nie gehört... Aber interessanter Begriff. Für mich klingt das nach Beziehungsunfähigkeit. Der Kick des Neuen, des Verliebt-seins muss so jemand immer wieder neu erleben, deshalb zieht er sich stets nach ein paar Monaten zurück und holt sich den nächsten Kick.
    Ich fürchte, hier hast du schon verloren. Und das liegt nicht an dir.
     
  13. Er hat Probleme mit Verbindlichkeit. Verpflichtungen stressen ihn. Ich habe einen Ex, bei dem es genauso war. Ich habe es zwei Jahre lang durchgehalten. Es war furchtbar. Wenn jemand so ist, kannst Du ihn einfach nur laufen lassen. Ja, wenn jemand an einer Beziehung interessiert ist, bemüht er sich und lässt es gar nicht so weit kommen. Das ist bei ihm aber evident nicht der Fall. Mache bitte nicht den Fehler, alles auf Dich zu nehmen und retten zu wollen. Du schaffst das nicht allein, und diesen tiefsitzenden Knacks bei Deinem Freund kriegst Du nicht raus. Wahrscheinlich kriegt nicht mal ein Therapeut ihn raus.

    Das Wort Burnout habe ich bei meinem Exfreund auch gehört. Typisch für solche Menschen ist, dass immer andere oder die Umstände schuld sind. Sie sind nicht nur in Beziehungen unverbindlich, sie übernehmen auch keine Verantwortung für ihr eigenes Leben. Nie würdest Du hören: "Das hab ich wohl vergeigt" oder "ich muss mich stärker engagieren".
     
  14. Du schreibst nicht, wie alt ihr seid. Deshalb gehe ich mal davon aus, ihr seid in den 20ern. Falls ich mich irre, sorry. Ich denke, das ist eine Form der Entwicklung. Ich hätte in den 20ern auch keine lange Beziehung führen können, da war der Weg noch nicht geebnet. Ich wollte mich ausleben und auch bei meiner "großen Liebe" konnte ich endgültig ja sagen, denn es war einfach nicht mein Weg (heute bin ich froh um meine vielfältigen Erfahrungen, ich kann ganze Abende die Mannschaft unterhalten). Ich könnte mir vorstellen, deinem Freund geht es genauso. Eines Tages wird es auch für ihn erfüllend und die richtige Frau sein, aber du bist es nicht. By the way: auf Abstand gehen um ihm zu zeigen dass er dich vermissen soll ist Kinderkram, du hast dir damit selber das Wasser abgegraben, denn jetzt weiß er genau, es geht prima ohne dich. Mach sowas nicht wieder. Keine Spielchen, das ist blöd.
     
  15. Der Typ ist kein Traummann, sondern ein Feigling! Er liebt dich, handelt aber ganz anders. Ich wäre schon längst weg, jede Minute mit ihm ist verschwendete Zeit.

    Ich kanns nur immer wieder sagen: Bei dem richtigen kannst Du nichts falsch machen. Beim falschen nichts richtig...
     
  16. Genau, das will man eigentlich. Von alleine, von innen heraus. Aber nicht durch solche Manipulationsversuche:

    Das ist wirklich sehr kindlich. Weiß doch echt Jeder, dass man niemanden durch Manipulation dazu bekommt, einen stärker zu lieben und sein Verhalten plötzlich um 180 Grad zu verändern. Erwachsen wäre das hier:

     
  17. Beziehungs-Burnout - so ein Blödsinn. Das Wort hat jemand irgendwann mal erfunden, weil man den Tatsachen nicht ins Auge sehen wollte: Es passt nicht oder es reicht eben nicht für eine langwierige Liebe. Und das zeigt sich allein am Verhalten und an der Zeit. Der Mann legt kein dauerhaftes liebevolles Verhalten an den Tag. Und ich bin mir sicher, dass der Mann auch kein echtes Interesse an deinem Wohlergehen hat. Denn das macht kein Mann, der seine Partnerin auch halten möchte. Gilt umgekehrt genauso für eine Frau. Zum guten Beziehungston gehört eben ein liebevoller Umgang. Punkt.

    Ich an deiner Stelle würde die Mühen einstellen und konsequent gehen.

    W (32)
     
    • # 16
    • 06.06.2019
    • Gini
    Nach neun Monaten ist der Drops gelutscht - puh. Glaubst du nicht eure Beziehung zu idealisieren? Nach fünf Jahren finde ich einen Durchhänger für eine begrenzte Zeit akzeptabel. Ich glaube ich würde meinen Partner trotz schwerer Zeit, keiner permanenten Abweisung ausliefern wollen und können. Andernfalls wäre bei mir sicherlich "etwas" anderes im Spiel.
     
    • # 17
    • 06.06.2019
    • void
    Nein und ja. Es gibt Leute, die erwarten, dass das, was ihnen was bedeutet, von allein passiert, dh. der andere es schon richten wird, wenn es schiefläuft. Gerade bei Beziehungen oder Freundschaften kann es so laufen, dass einer passiv bleibt und nur erwartet.
    Aber normalerweise ist das so: Wenn jemandem was bedeutet, steckt er Mühe und Energie hinein.

    Da kannst Du nur Schluss machen. Wirklich - eine andere Lösung gibt es nicht. Ich denke auch, er wollte sich eh nur noch mal auf "Mühegeben" einlassen, weil Du drum gebeten hast. Ihm ist das alles egal, das war es doch auch schon in vorangegangenen "Beziehungen".
    Es ist verschwendete Zeit.
     
  18. Er hört sich kompliziert an! Mein bester Freund ist genau so! Er verliert jedes Mal irgendwann komplett das Interesse. Nur nebeneinander her leben macht er nicht. Er macht direkt Schluss. Er ist bestimmt ein Netter! Ist mein bester Freund auch! Aber für Beziehungen ungeeignet. Ich sag dass ja wirklich nie, aber lass es, trenn dich, du hast viel zu geben, aber versuch bitte nicht ihn zu retten, das wird nicht funktionieren!
     
  19. Lieber Erwin
    Nein er war nicht mein Traummann weil er Gas gegeben hat sondern weil wir zu Beginn die selben Vorstellungen von Beziehung und Zukunft hatten (wir haben damals oft darüber geredet, waren gleicher Meinung etc.) zudem hat er mich halt auch gut und respektvoll behandelt, so wie ich meine Partner auch immer behandelt habe.
    Er hat schlussendlich eine 180 Grad Drehung gemacht und viele sagten mir, er wäre der typische Jäger aber da muss ich widersprechen, ich hatte es schob mit Jägern zu tun aber bei ihm ist es etwas anderes und ich schätze da auf etwas psychisches.

    Naja aufjedenfall vielen Dank für die Antwort!
     
  20. Ich will nur etwas klarstellen: Auf Abstand zu gehen war kein Spielchen oder Manipulationsversuch oder was weiss ich. Klar hatte ich mir irgendwie tief innendrin gewünscht er würde begreifen was er an mir hat, aber der Abstand war auch für mich gedacht. Besser gesagt für uns beide um uns mal wirklich Gedanken machen zu können, um heraus zu finden was wir wollen und wie es weiter gehen soll. Nachdem man tausendmal dad Gespräch gesucht hat und alles ausdiksutiert hat ist manchmal Abstand die einzige Alternative bevor man so frustriert ist, dass man nur noch Rot sieht
     
  21. Ich weiss was du meinst und ja das Schema passt zu meinem Freund jedoch ist halt der Unterschied, dass er tatsächlich sieht dass er das Problem darstellt. Er kann es irgendwie einfach nicht ändern (was für mich sehr schwer zu verstehen ist). Ich glaube das grösste Problem an dem Ganzen ist, dass ich nicht mal einen Funken Willen spüre, keine einzige kleine Veränderung. Halt einfach nichts. Ich weiss von seiner Kindheit und ich weiss, dass er ganz viele Sachen verarbeiten müsste und ich wünschte, dass er sich Hilfe holt (ganz abgesehen von mir, auch für ihn weil man zwischendurch merkt wie er leidet) aber jemanden zu einer Therapie zu überreden finde ich auch den falschen Weg (bei mir würde man so nie etwas erreichen).
     
  22. Du hältst die "Beziehung" krampfhaft am laufen! BRAVO!


    Unzählige Gespräche & schon alles durchdiskutiert?



    Wenn er nichts mehr mit Dir zu tun haben will, außer Sex, dann bist Du auch nur noch gut genug dafür. Ich bezweifle, dass er Dich liebt; sonst würdest Du Dich nicht ungeliebt, ausgegrenzt & abgeschoben vorkommen. Warum nicht das Naheliegenste, er will Dich nur noch vö****. Es ist keine Beziehung, wenn jemand ausschließlich allein unterwegs ist, sein Ding macht, die Freundin emotional verhungern lässt und auch sonst kein Interesse, außer für ihr Becken, zeigt.


    Das war zu BEGINN und nur Phantasie - was vlt. sein könnte.

    3 M. sind Kennenlernen, KEINE Beziehung! Seitdem Lieblosigkeiten und Du redest Dir den Mund wund, damit Du Stolz behaupten kannst, Du hast eine Beziehung. Nur was für eine? Dein Frust wächst & alle Strategien fruchten im Nichts.


    Er faselt was von Gefühlen & kennt es schon aus seinen Vorbeziehungen; er lebt sein Leben und die Frauen kletten, strengen sich an, verbiegen sich. Er schaut sich das in Seelenruhe an, bis er genug davon hat und es dann trotzdem beendet.


    Dein Problem ist:

    Dieses Konstrukt Beziehung zu nennen & unbedingt aufrecht zu erhalten, trotz das er Dir zeigt, Du bist ihm gleichgültig und der Kontakt seinerseits längst versandet wäre, wenn Du nicht immer erneut versuchen würdest, Kontakt über Sex hinaus zu halten.


    Für ihn ist es bequem, dass nur Du Dich anstrengst; Du willst es Beziehung nennen, dafür wirfst Dich in den Staub.

    Du tust ihm Gutes, stehst parat für Sex, lässt ihn in Ruhe und schenkst ihm Deine Aufmerksamkeit, bittest um Zeit. Wenn Du dabei nicht Hardcore nervig bist, kann dieses Konstrukt jahrelang laufen, solange Du mitspielst. Manche nennen das Freundschaft+.
     
  23. Liebe tamsay,
    ich kann dir nicht sagen was du tun sollst, ich kann dir auch keinen Rat geben, auch wenn ich das gerne tun würde, nur letztendlich liegt die Entscheidung allein bei dir. Ok jetzt zu deinem Thema.
    Die Lage die du beschreibst kenne ich und das leider wirklich aus eigener Erfahrung, dazu aber etwas später. Dein Freund der sich wie du schreibst wirklich sehr bemüht hat zu Beginn und dich hofiert hat, hat dich leider belogen. All das was er getan hat, all die Mühe die er sich gegeben hat ist nicht aus Liebe zu dir entstanden, eher aus seiner eigenen Angst/Ängste, er ist Beziehungsunfähig nur hat er dir das verschwiegen. Wann er genau damit begonnen hat kann ich dir nicht sagen, wenn man sich deinen Thread durchliest, scheint es sich sehr früh entwickelt zu haben. Du schreibst das die ersten 6 Monate für dich sehr schön waren und du das Gefühl hattest das du diesen Mann sehr gerne halten möchtest. In dieser Zeit wo alles so schön war und für "dich" passend, da war es bereits für ihn unpassend. In der Zeit hat er sich sehr viel Mühe gegeben, aufmerksam, höflich, hat dich ausgeführt, evtl. hat im Bett auch alles gestimmt. Doch wie ich vermute und aus eigener Erfahrung sagen kann war das schon ein Problem, das seinen Ursprung schon seit dem Beginn eurer Beziehung hatte.
    Jetzt nach ca. 9 Monaten läuft nichts mehr zwischen euch außer Sex, doch der kann ja auch nicht so gut sein wie zu Beginn, da er ja nur dann Nähe zulassen kann wenn er mit seinem Dingel-Döngel denkt statt seinem Kopf.
    Ich hatte so eine ähnliche Unfähigkeit und das sogar über eine lange Zeit, und ich wusste nicht woher das kam oder durch was es ausgelöst wurde. Ich kann sagen bei mir war es noch schlimmer, sobald ich das erstemal mit der Frau im Bett war zog ich mich am nächsten Tag zurück und konnte keine Nähe zulassen, geschweige denn nochmal Sex zu haben. Irgendwann aber nervte es mich gewaltig, ich bin wiedermal eine Beziehung eingegangen und es geschah wieder. Es lag nicht an der Frau, sie war äußerst attraktiv, guter Charakter, es stimmte eigentlich alles an ihr, also sprach ich mit ihr darüber. Wir kamen zu dem Entschluss das wir beide diese Beziehung wollen und es mit einer Therapie versuchen, was wir dann auch getan haben. Das Resultat war das es nur an mir gelegen hat, an meiner Kindheit, wie die Therapeutin sagte, mangelnde Liebe in der Kindheit, das war nur einer der Ursachen.
    Nur wie schon geschrieben einen Rat kann ich dir leider nicht geben, auch nicht wie du reagieren sollst oder kannst. Nur eines ist sicher, das du dir großes Leid antun wirst wenn du versuchst eurer Beziehung weitere Chancen zu geben.

    Es gibt kein Beziehungs-Burnout das Wort hat er sich ausgedacht, nur bedenke bitte eines, "Er bringt dich nicht zum Lachen" dann lass es so sein bevor "Er dich zum Weinen bringt",...
    Lg und alles Gute
    Schriftrolle
     
    • # 24
    • 07.06.2019
    • void
    Das käme in dieser Situation dann auch so rüber, als sollte er eine Therapie machen, damit er wieder mit Dir zusammen sein will.
    Sieh Dir lieber die eigenen Dinge aus der Kindheit an, die Du verarbeiten müssen könntest, statt seine.
    Vielleicht sagt er das nur, damit Du Ruhe gibst. So wie Frauen auch sagen, sie müssen sich finden, wenn sie die Beziehung beenden.
    Damit entlastet man den anderen sofort und umgeht lästige Diskussionen, ob der andere was tun kann, sich ändern soll, woran es denn lag usw..

    Frag Dich mal ehrlich, ob Du gelöchert hast, dass ihr es nochmal versuchen sollt. Und, ob Du vorher viele Diskussionen angestoßen hast und er nie. Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass das Gespräch suchen, wenn es Probleme gibt, falsch sei. Es geht mir nur darum, dass man an der Reaktion schon sieht, ob man nur für sich selbst diskutiert und der andere eigentlich nur seine Ruhe haben will.

    Dein Typ klingt ziemlich gleichgültig. Also war es ihm wohl auch wurscht, dass Du noch mal ne Runde versuchen willst. Er für sich scheint sehr klar, dass er Dich als Partnerin nicht mehr will, macht aber bei Deinem
    mit, weil es Dir so viel bedeutet. Dh. er lässt es zu, ohne dass er es will. Er wollte Dir vielleicht einen Gefallen tun, damit Du nicht so traurig über das Ende bist, oder er wollte sich einen Gefallen tun, denn Du hast eben sehr genervt und er sitzt es aus, bis Du es von selbst erkennst.
    Ich schreib das nicht, um gemein zu sein, ich schreibe das, weil Du selbst von Zeitverschwendung schriebst. Das wird es immer, wenn ein Ding, das man zu zweit machen muss, nicht von beiden gewollt wird bzw. einer nur vorgibt, es zu wollen. Das musst Du an Menschenkenntnis erlernen, wie man solche Leute und Situationen erkennt, sonst verlässt Du Dich auf Worte und übersiehst sämtliche, dagegen sprechende Anzeichen. Die waren auch bei Dir da.

    Du kannst Dir Kummer in Deinem Leben ersparen, wenn Du nicht versuchst, Situationen, in denen einer schon "nein" gesagt hat, noch rumzureißen durch Überredung mit irgendwelchen Argumenten, damit Du doch noch kriegst, was Du willst.
    Leute, die denken, sie könnten andere überreden, sind leicht ausnutzbar, weil man ihnen nur zustimmen muss, und sie rackern sich wieder ab, weil sie tatsächlich glauben, dass jetzt vom anderen dasselbe kommt. Leute, die ein "nein" nicht akzeptieren, sind aber auch anstrengend, weil man mit ihnen diskutieren muss, sie einen überreden wollen. Daher sagt man "na gut", entzieht sich dezent und sie rackern weiter und merken dann von selbst, dass der andere doch weg ist.
     
  24. Leider nützt dir das gar nichts, dass er sieht, das er das Problem darstellt.
    Mein Ex-Freund sagte mir vor der Trennung (leider nicht zu Beginn der Beziehung), dass er beziehungsunfähig sei. Er kann das prima reflektieren. Auch dass es wegen seiner traumatischen Erlebnisse in der Kindheit so ist.

    Aber das heißt noch lange nicht, dass er das Problem deswegen angehen muss oder will. Er selbst hat ja kein Problem damit.

    Auch wenn es nicht das allgemeine Ideal ist; für manche Menschen ist es ok, wenn sie nicht dauerhaft eine innige Beziehung haben. Das muss man dann akzeptieren und beim nächsten Partner genauer hinschauen.

    Dennoch ist so ein Erlebnis für den Partner schmerzhaft. Ich schätze, du wirst noch einige Zeit mit der Verarbeitung beschäftigt sein.
     
  25. Beim Lesen deines Beitrags stellt sich für mich eine (einzige) Frage: Warum tust du dir das an?

    Klar, deine Erzählungen haben das Negative im Focus, aber deine Erfahrungen mit ihm sind doch weit vom dem entfernt, was du eigentlich haben möchtest? Ein Mann ändert sich nicht (wesentlich), daher solltest du dir die Frage stellen: Will ich den Rest meines Lebens so verbringen?

    Du bist so jung und es gibt so viele sicher besser passendere Männer für dich.

    Überlege dir was du brauchst, um ein eigenständiges Leben ohne ihn zu führen. Suche dir eine eigene Wohnung. Informiere ihn, dass du so nicht weiterleben kannst. Kauf dir hübsche Möbel, gehe aus, tue wozu DU Lust hast. Lebe einfach.
     

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