1. Gibt es heutzutage noch Platz für Liebe und erfüllte Partnerschaft im Leben?

    Hallo liebe EPFLeser,

    Heute stelle ich mir wie so oft die Frage, die oben steht. Ich weiß nicht, eigentlich sollte ich Glücklich sein, dass ich Trennung und Umzug gut überstanden hab und ich einen neuen Partner an meiner Seite hab. Wenn da nicht dieses Pätchigedöns wäre, was mehr als belastend ist. Warum hat verbindliche Partnerschaftlichkeit, sich freuen aufeinander, gemeinsame Zeit für ein Miteinander so wenig Stellenwert? Jeder rennt und hastet für seine Selbstbestätigung. Die vermeintliche Liebe steht hinten an. Gibt es noch Gegenbeispiele? Gibt es noch Geschichten hier die Mut machen, dass es auch anders geht?
     
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  3. Deine Headline drückt schon aus was bei dir los ist. Du hast den falschen Partner an deiner Seite, oder vielleicht sogar ein ganz falsches Lebensmodell. Vielleicht bist du alleine besser und zufriedener als in einer Partnerschaft. Es wird dir in deiner jetzigen Situation auch nicht viel weiter helfen wenn ganz tolle Gegenbeispiele geliefert werden.

    Du must deine Segel richtig setzen um an dein Ziel gelangen. Schau was dich glücklich macht und nicht was andere glücklich macht.
     
  4. Natürlich gibt es heutzutage noch Platz für Liebe und erfüllte Partnerschaft. Wenn Du Dich danach sehnst und dasin Deiner Beziehung nicht findest sondern euch "Selbstbestätigung" wichtiger ist, danngabt ihr bei der Partnerwahl falsch gewählt.

    Zeit für Selbstbestätigung hat überhaupt nichts mit Patchwork zu tun. Bei Patchwork und über 2 Familien verteilte Elternaufgaben hat man halt insgesamt weniger frei verfügbare Zeit. Das muss Dir doch klar sein, wenn Du einen Mann mit Kindern wählst.
     
  5. Hi,
    das klingt ja wie eine alte Frau. Diese Probleme wird es immer geben, und es war schon immer schwierig, in einer Beziehung glücklich zu werden, geschenkt wird einem nichts. "Früher war alles besser" kann auf keinen Fall das Motto sein.
    Deine Frage ist extrem allgemein gestellt. Du müsstest schon deine konkrete Situation schildern, um darauf eingehen zu können.
    "Jeder rennt und hastet" - nun, du hast in deinem Umfeld vielleicht mehr gehetzte Leute und eine selektive Wahrnehmung. Mit 40 hat man nun mal eine andere mentale Vorbelastung als wenn man mit 20 frisch und frei sich in Beziehungen austobt und vorsichtig herumschnuppert. In mittlerem Alter hat man schon schlechte Erfahrungen gemacht, die nimmt man als Ballast in neue Beziehungen mit und man hat schon seine Filter, durch die man Partner und die Welt betrachtet. Eine Trennung, gerade wenn Kinder involviert sind, ist halt nicht locker-flockig wegzuschieben, die macht ja etwas mit dir.

    Hier gibt es immer mal wieder fröhliche Geschichten, ich glaube @Vikky hat um die Rente herum tatsächlich noch mal geheiratet, @frei scheint auch in einer guten Beziehung zu sein (lies dir deren Posts durch) etc. Aber mit kleinen Kindern sind die Anforderungen und vor allem die Prioritäten ganz andere, da stürzt man sich nicht blind verliebt auf den Partner und verbringt ganze Wochenenden im Bett. Man hat einfach eine Verantwortung, die man bei der ersten Beziehung nie hatte.
    Genauso könnte ich manchmal ja auch jammern, warum ich nicht mehr einfach so mit Freunden Party und Urlaub und Ausflüge wie früher haben kann, na ab einem gewissen Alter muss man sich mit den verschobenen Parametern im Leben abfinden, Job&Familie&mehr Organisationskram fordern eben ihre Tribut...

    w35
     
  6. Wenn Du von Pädchigedöns redest, dann hat Dein Partner wohl Kind(er)?
    Und Du bist damit nicht glücklich?

    Auf jeden Fall hat Patchwork mit Deiner Headline nichts zu tun.

    Natürlich gibt es Partnerschaften, wo es nicht um Selbstbestätigung geht, wo man sich wertschätzt, man zusammen könnt, weil es Paarqualitäten gibt, wo man Düse ausbaut, und gut pflegt.

    Zum WIR gehört aber für mich auch, den anderen zu akzeptieren, wie er ist.
    Und wenn er Vater ist, dann gehört dies zu ihm, und ist kein Gedöns.
    Klingt eigentlich sehr egoistisch - das was Du wiederum unterstellst, dass es heute üblich sei.
    Lass diesen Mann ziehen, es passt nicht.

    Wie lange warst Du nach der Trennung Single? Es klingt alles sehr dicht.
    Umzug, Trennung, neuer Partner.
    Ging es um diesen Mann oder doch eher darum, bald wieder einen Partner zu haben - Selbstbestätigung?
    Und dann nimmt man halt den Vater, und ärgert sich jetzt über Patchwork?

    Ich weiß doch vorher, was ich will und akzeptieren kann und was nicht.

    W,49
     
  7. Wenn das so ist passt es nicht, in einer solchen Partnerschaft bleibe ich nicht, für mich ist das unnütze Zeit und Energie.
    Wenn du es anders haben willst, du dich danach ausrichtest und den passenden Partner dann auch bekommst, läuft das anders, und zwar so wie du es gerne hättest, wenn es nicht so läuft bist du einfach mit dem falschen Partner zusammen, so einfach sehe ich das.
     
  8. Es ist wohl so, wie man es immer schön im Lehrbuch lesen kann: wenn du alleine nicht glücklich bist, kannst du es auch in einer Partnerschaft nicht sein.

    Ich habe jetzt seit fast einem Jahr eine sehr glückliche Partnerschaft, die beste in meinem ganzen Leben. Aber ich glaub, auch ich bin (jetzt erst)die beste Partnerin, die ich in meinem ganzen Leben bislang war.

    Ich war nie so selbstzufrieden und selbstsicher, wie ich es jetzt bin und das wirkt sich auch auf meine Partnerschaft aus. Mein Partner ist glaube ich auf einem gleichen "Entwicklungsniveau." Jeder kann den anderen so sein lassen wie er ist, will ihn nicht verändern, ist tolerant und selbstsicher genug, um nicht mehr vereinnahmend oder eifersüchtig zu sein. Man kann sich einfach nur am anderen erfreuen, lässt Freiraum, weil man sich selbst auch gut beschäftigen kann, ohne sich vernachlässigt zu fühlen.

    Dies war bei mir natürlich auch einen Entwicklungsprozess, der letztlich damit endete, dass ich irgendwann genau wusste, was ich will und was ich keinesfalls will und dass ich irgendwann nicht mehr bereit war, mich zu verbiegen, um irgendjemanden zu gefallen.

    W 45
     
  9. Klingt für mich alles wie Dein Nickname: konfus.

    Schnell von einer Beziehung in die nächste, Hauptsache nicht alleine?

    Ja, es gibt erfüllende Beziehungen. Den Platz im Leben dafür musst Du aber auch schaffen und eine Beziehung hat etwas damit zu tun, dass zwei Menschen daran bauen. Und ich bin überzeugt, man kann sich nur annähern, wenn man einen eigenen Standpunkt, eigene Ziele und eigene Vorstellungen vom Leben hat und die mit einem dazu kompatiblen Partner umsetzt.
    Wenn man mit zwei Beinen unabhängig im Leben steht und auch den anderen stehen lassen kann.

    „Pätchigedöns“ klingt eher nach ziellos irgendwo reingeschlittert und damit nicht umgehen können. Wenn Du einen Partner ohne Kinder möchtest, dann solltest Du keinen mit Kindern nehmen.
     
  10. Patchwork kann sehr gut funktionieren wenn das alle wollen. Meine Frau brachte 2 Kinder aus einer vorherigen Ehe mit und ist aktuell mit dem zweiten Kind von mir Schwanger. Mit ihrem Ex hat sie mittlerweile ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Er darf die Kinder jederzeit sehen wenn er will. Das gefällt sowohl den Kids, als auch uns und Ihrem Ex inklusive seiner neuen Partnerin. Es müssen nur alle das beste für die Kinder wollen und natürlich darf der Umstand für die Kinder keine Belastung sein. Ich beispielsweise habe einen super Draht zu den Ersten Kindern meiner Frau und die finden mich auch ganz toll und das obwohl sie 11 und 13 waren als ich mit Ihrer Mutter zusammengekommen bin.
     
    • # 9
    • 25.02.2019
    • void
    Für mich klingt das so, als würdest Du beklagen, dass Dein Partner zu viel Zeit für die Kinder und vielleicht auch die Exbeziehung hat. Die Kinder sind ja nun mal da und hoffentlich an seiner ersten Stelle. Das hat aber nichts damit zu tun, dass Dein Partner keine Zeit und keine Energie aufwendet für seine neue Partnerschaft. Wenn jetzt die Kinder Objekte für seine Selbstbestätigung sind, stimmt es natürlich wieder, aber ich kann nicht einschätzen, was genau Du meinst. Also ist Dein Partner nun ein Selbstbestätigungsmensch oder kümmert er sich einfach nur um die Kinder, und Du hättest aber gern, dass er sich nur um Dich kümmert?
     
  11. Ich kann das nicht mehr hören! Immer sind die anderen "bösen Selbstbestätiger" schuld.

    Wie wäre es, wenn du selbst dich mal wohin entwickelst, damit man dich respektieren kann?

    Selbstbestätiger lieben genauso, aber möchten eben einfach nur keine laschen Partner, die nichts zu bieten haben, außer Fernsehn zu gucken. Dafür ist das Leben zu schaden. Übernimm Verantwortung!
     
  12. Nimms mir nicht übel, aber das scheint mir eher, als fixierst du dich auf das falsche Ziel und übernimmst keine Verantwortung, sondern schiebst die Schuld auf die Umstände oder andere Leute.

    1. In heutiger Zeit würde ich keine Kinder bekommen, weil ich das Patchwork-System niemandem zumuten möchte. Die berechenbare Rate an fähigen Vätern ist schwindend gering, weil ich eine allgemeine Unreife im der gesamten Bevölkerung verspüre.

    2. Ich würde mir einen verbindlichen Partner suchen und das ist nicht einer, dem ich nachspringen muss oder um Verbindlichkeit betteln muss.

    3. Liebe hat es noch nie wirklich gegeben. Früher war man aus Zwang und Armut zusammen. Im Gegenteil war Liebe früher noch schlimmer und bestand nur aus Selbstaufopferung, also keine echte Liebe. Die Menschen sind heute klüger und reifer und wissen, dass nicht alles Liebe ist, was sie als Liebe darstellt.

    4. Warum bist du so unverantwortlich und stürzt dich von einer schlechten Beziehung in die nächste Katastrophe? Das ist doch keine Liebe und liegt an deinem eigenen Fehlverständnis für Liebe.

    Du erzählst sehr wenig über dein Zustände, also kann man da wenig helfen.
     
  13. Dann könntest Du ja einen AE-Vater nehmen und natürlich wärst Du seinen Kindern eine perfekt "fähige" Zweitmutter?
    Beziehungen scheitern, weil beide Fehler machen, nicht nur die "unfähigen" Väter. Es ist aber eine sicher lobenswerte und reife Konsequenz, wenn Du Deinen Teil erkennst und deswegen keine Kinder in die Welt setzt.

    Letztlich können wir hier doch alle nur von Erfahrungen aus unserem Leben und aus unserer Umgebung berichten. Deine ist wohl sehr lieblos. Es ist traurig, aber mit der Einstellung wirst Du wohl nie eine erfüllende Beziehung haben können.

    Ich vermute, auch bezogen auf die Ausgangsfrage, manche Menschen haben einfach ein Idealbild im Kopf, bei Frauen typischerweise den Prinzen auf dem weißen Pferd. In diesem unrealistischen Idealbild hängen sie fest, können nicht damit umgehen, dass die Realität eben anders (nicht: schlechter!) ist und beklagen sich dann, dass niemand ihnen das bietet, was sie sich erträumen.

    Und deswegen stimme ich zu:
     

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