1. Gibt es noch eine Chance?

    Vor vier Wochen hat sich mein Freund (40) nach zweijähriger Beziehung ohne Vorwarnung getrennt. Wir führten eine harmonische, liebevolle Beziehung. Doch vor 5 Monaten wurde ich krank und musste mich in Therapie begeben. Dazu kam noch eine starke psychische Belastung durch meinen Arbeitsplatz und noch eine Weiterbildung mit Abschlussprüfung. Ich lief in dieser Zeit am Limit und konnte aufgrund der Therapie keine Nähe zulassen da ich von ständigen Schmerzen geplagt war. Dadurch habe ich zu viel Ballast bei meinem Partner abgeladen und habe die Beziehung vernachlässigt. Mein Freund war die ganze Zeit für mich da. Im Mai war die Weiterbildung abgeschlossen, eine neue Arbeitsstelle gefunden und die Krankheit überstanden. Endlich war alles geschafft und wir hätten uns wieder um unsere Beziehung kümmern können.

    Doch für meinen Partner war das alles zu viel und er trennte sich ohne Erklärung von mir. Ich bat um ein klärendes Gespräch in dem er mir sagte, dass seine Gefühle nicht mehr da wären (nicht mehr wie am Anfang) was auch immer das heißen soll. Ebenso reiche es nicht mehr für ein Leben. Er brauche Zeit. Er hat den Kontakt seit 3 Wochen komplett abgebrochen. Wir haben immer noch die Schlüssel zu unseren Wohnungen und auch die persönlichen Sachen sind noch beim Ex. Ich befinde mich zurzeit hin und her gerissen. Zum einen sind seine Aussagen klar und deutlich und zum Anderen habe ich Hoffnung auf eine zweite Chance. Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Bin um jeden Input aus Eurer Lebenserfahrung dankbar.
     
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  3. Das ist fies, feige und scheinheilig, charakterschwach! Lass die Finger von ihm, solche Menschen wollen andere leiden sehen!
    Lass es dabei, er tut dir nicht gut!
    Lass das regeln durch eine dritte Person!
    Solche Situationen mit Erfahrungen sind tausendfach bekannt, nein es gibt keine 2. Chance, das Kind ist in den Brunnen gefallen, mache Schluß damit, vergesse ihn, schau nach vorn, lerne daraus!
     
  4. Wenn du schon an eine Chance denkst, obwohl er gesagt hat, es reicht ihm, dann bist du sehr ignorant und hast nichts verstanden. Es wäre vielleicht erstmal hilfreich, wenn du die Ursache findest, warum es so schlecht lief.
    Die Ausbildung in hohem Alter, der Stress, Schmerzen, Gejammere, Therapie, keine Nähe mehr. Er hat bei diese Schikanen immer freundlich reagiert und solche Leute sollte man nicht unterschätzen! Die denken sich ihren Teil und dann kommt plötzlich der Cut, wenn man es überstrapaziert. Und diese Leute kommen dann auch nie wieder zurück.
    Ihn jetzt unbedingt zurück haben zu wollen, versteh ich nicht. Das spricht für Abhängigkeit und dass du mti einem Partner zusammen sein willst, der nichts für dich tun kann, den du aber gezwungenermaßen ausnutzen würdest.
    Richte doch erstmal dein Leben. Wie läufts mit der neuen Arbeit nach der Ausbildung?
     
  5. Hallo Schneggel
    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich habe sehr wohl verstanden um was es geht. Ich kann seine Reaktion auch sehr gut verstehen. Es war eine sehr harte Zeit und ich habe nicht nur gejammert sondern jeden Tag gekämpft um die Situation zu verbessern. Das habe ich schlussendlich auch geschafft. Leider ist die Beziehung auf der Strecke geblieben. Nett war ja noch, dass er gewartet hat bis ich die Prüfungen abgeschlossen habe. Das seine Gefühle weg sind dafür kann er nichts. Ausgenutzt habe ich ihn keinesfalls. Was ich nicht verstehe, ist das er uns nachdem alle Probleme gelöst sind uns keine Chance mehr gibt. Den eigentlich passen wir sehr gut zusammen. Mit Abhängigkeit hat das nicht sonderlich viel zu tun. Es ist der Mensch an sich der mir viel bedeutet. Auch aus dem Grund das er in dieser schwierigen Situation für mich da war! Dabei sehe ich das gute im Manne.
     
  6. Ich finde, dass er nichts falschgemacht hat. Er hat Dich in schwierigen Zeiten nicht einfach fallengelassen. Als es Dir wieder besser ging, hat er sich getrennt. Das ist doch bis dahin ganz in Ordnung!

    Quatsch, wie kündigt man Denn seine Trennung an?
    Doch wohl gar nicht.

    Sie konnte stieß ihn auch körperlich zurück. Macht eine Frau das mehrfach und wiederholt, ohne für Ausgleich zu sorgen, ist für mich der Ofen aus.

    Aber er konnte da nicht reagieren (wie denn auch; es wären doch nur Vorwürfe gewesen!), denn sie war nunmal krank und er hätte die FS in dieser Zeit sonst ganz aus der Bahn geworden.
    Also hat er sie anständig begleitet, so dass sie nun beide ein neues Leben mit anderen Partnern beginnen können.

    Am Ende hat er ihr auf ihren Wunsch auch eine gute Erklärung geegeben, warum es so gekommen ist, wie es kam, so dass sie die Chance hat, sich zu korrigieren (oder auch nicht).
    Das ist alles ganz anständig gelaufen. Die FS darf sich nicht beschweren.
     
  7. Liebe FS, ich habe sowas ähnliches auch schonmal erlebt, auch wenn bei mir die Beziehung nur 1 Jahr ging. Damals erkrankte mein Vater schwer und mich hat das so aus der Bahn geworfen dass ich eine völlig andere Partnerin wurde, anhänglich, überängstlich und grundsätzlich eher depressiv wegen der Krankheit meines Vaters. Mein Freund war unglaublich lieb und unterstützend, hat alles für mich getan und alle nervigen Verhaltensweisen toleriert, aber nach ca. 5 Monaten hat er mir auch relativ plötzlich gesagt dass er nicht mehr weiss ob er mich noch liebt. Rückblickend kann ich ihn verstehen, ich war auch nicht dieselbe Frau, die er kennengelernt hat. Und ich habe nach dem Tod meines Vaters Jahre gebraucht um wieder "normal" zu werden.

    Ich glaube es liegt daran, dass es keine Augenhöhe mehr gab in der Beziehung, und selbst wenn sie dann, wie bei euch, wieder da ist, ist es oft schon zu spät. Gefühle kommen leider nicht unbedingt wieder wenn sie mal ganz weg waren. Da kann man es nur akzeptieren und den anderen ziehen lassen, so schmerzhaft das auch ist.
     
  8. Weil es vorbei ist. Weil seine Gefühle weg sind. Deswegen gibt er dir keine Chance mehr. Meistens nach schweren Krankheiten oder anderen grossen Krisen scheitern Beziehungen daran. Das ist eigentlich fast normal. Du solltest abschliessen. Es ist vorbei.
     
    • # 7
    • 23.06.2019
    • Frau
    Ich kann mir nach deinem Eingangspost noch nicht so richtig vorstellen, um welche Krankheit es sich bei dir gehandelt hat und inwiefern und warum du deinen Partner während deiner Krise zurückgewiesen, bzw. die Beziehung vernachlässigt hast, obwohl er dich ja unterstützt hat und du seine Unterstützung auch gebraucht hast, oder nicht? Normalerweise schweißt eine solche Situation Partner doch besonders zusammen ...
    Wie müssen wir uns das also vorstellen?

    Zwei Jahre Beziehung sind noch nicht all zu lang. Die ersten zwei Jahre gelten in Beziehungen als die Phase, nach der sich herausstellt, ob die Beziehung eine längere Zukunft hat, oder nicht.
    Vermutlich hat sich für deinen Partner während deiner Krise eine Seite an dir gezeigt, die er bis dahin an dir noch nicht kannte und die ihm klar gemacht hat: So ist sie auch, das gehört zu ihr, aber das kann oder möchte er nicht dauerhaft oder immer wieder mal ertragen.

    Vielleicht aber war für deinen Partner auch schon vor deiner Krise und auch nach ihr, bei weitem nicht alles so paletti, wie du es darstellst.

    Nach seinen Ansagen und seinem Verhalten zu urteilen, denke ich, er will diese Beziehung nicht mehr. Selbst, wenn ihr sie jetzt noch mal etwas aufwärmen solltet, würde es nicht lange halten. Er wäre ab jetzt höchstens noch halbherzig bei dir. Das würde dich auch verletzen.


    w54
     
    • # 8
    • 23.06.2019
    • Frau
    Aber natürlich kann man eine Trennung ankündigen! Ich kenne es eigentlich nur so, dass Trennungen NICHT unerwartet kommen.
    Ich habe in früheren Beziehungen z.B. zum Partner immer wieder gesagt:
    Dieses und jenes (konkret benannt natürlich) ist für mich total unbefriedigend, macht mich unglücklich, kann ich nicht ertragen, will ich so nicht ... und, ich weiß nicht, ob ich unter diesen Umständen weiter mit dir zusammen sein will, mich unsere Beziehung dauerhaft glücklich macht. usw. usf., oder so ähnlich.
    Das wurde dann durchaus als Warnschuss in Richtung Trennung verstanden.
    In meiner letzten Beziehung hat mein Partner immer wieder zu mir gesagt, dass er dauerhaft keine LAT-Beziehung leben möchte (für die ich allerdings meine Gründe vorbrachte) und wenn ich nicht mit ihm zusammenziehe, wird er sich eines Tages trennen ... So kam es dann auch.

    Also, ich würde mal behaupten, es ist allgemein eher üblich, die Trennung anzukündigen, als, sie nicht anzukündigen.


    w54
     
    • # 9
    • 23.06.2019
    • void
    Da können mehrere Faktoren zusammenkommen. Ihr wart 2 Jahre zusammen und 5 Monate und vielleicht auch schon ein bisschen vorher hast Du Stress gekriegt. Nach ca. 1,5 Jahren sagt man, seien die Schmetterlinge weg und es würde sich zeigen, ob die Verliebtheit zu einer festen Bez. führt, weil mehr Passendes als Unpassendes zwischen den beiden entdeckt wurde. Also möglicherweise war der Zeitpunkt zur Entscheidung gekommen und die wäre vielleicht schon nicht positiv ausgefallen. Aber genau zu diesem Zeitpunkt auch begann alles um Dich zu kreisen. Krank mit Therapie, psychische Probleme, Belastung durch den Arbeitsplatz und noch Weiterbildung. In der Zeit wirst Du was ganz anderes im Kopf gehabt haben, als Dich zu fragen, was Deinen Partner glücklich macht.

    Vielleicht war das alles zu viel, vielleicht war auch vorher schon die Frage da, ob er sich das so für immer vorstellen kann. Immerhin ist er auch in einem Alter, in dem sich mancher zu fragen beginnt, was er bislang so vom Leben hatte und was er sich aber mal vorgestellt hat.

    Vorab: Ich weiß nicht, wie es bei euch war.
    Meine Gedanken dazu: Ich würde auch nicht klagen, wenn ich jemanden wie Dich in dieser Lebensphase unterstützen müsste, aber ich würde danach total ausgelaugt sein, weil ich mich so auf Dich eingestellt hätte die ganze Zeit, ohne mich selbst an der Bez. "aufladen" zu können. Das, was Du als das Gute im Manne siehst, wird ihn ziemlich fertig gemacht haben. Ich weiß nicht, ob Du weißt, wie es ist, wenn man einen Menschen unterstützt, der das erlebte, was Du in den letzten Monaten durchlebt hast.
    Das ist kein Vorwurf, aber das Denken, dass der andere das aus Liebe mal locker eben verpackt und danach lächelnd zur Tagesordnung übergeht, weil er sich als "starke Schulter für eine Frau" lebenserfüllt fühlt, ist völlig an der Realität vorbei gedacht. Ich bin zwar ne Frau, aber ich denke, Männer leiden genauso darunter. Man merkt gar nicht, wie man immer mehr und mehr von sich aufgibt, damit der andere gestützt wird, dauernd Rücksicht nimmt, nicht mit eigenen Bedürfnissen ankommt. Vielleicht habt ihr nicht zusammengewohnt, so dass er ab und an woanders Energie tanken konnte. Deswegen konnte er Dich so gut stützen, bis die Krise vorbei war.
    Es ist auch so, dass es leider was verschieben kann, wenn einer den anderen lange stützen muss. Der eine wird der Patient, der andere der Pfleger-Therapeut. Aber vielleicht denkt nur der Patient an Liebe dabei, der andere macht es zwar, weil er kein A. ist, wünscht sich aber doch mehr Leichtigkeit und Lebensfreude in seiner Bez..
     
  9. Liebe Fs,

    mir fallen 2 Gründe ein:
    1. 5 Monate Dauerkrise ist eine hohe Belastung für eine 2-jaehrige Beziehung. Da stimmen die Relationen von schönem Beisammensein und für den anderen da sein nicht. Zieht man die Bilanz über die Beziehung, fällt diese nicht gut aus. Bei 20 Jahren gute Beziehung wäre das anders ausgegangen.

    2. Mit 40 hat er einige Lebens- und Beziehungserfahrungen. Da kann es gut sein, dass er mit Deinem Krisenmanagement nicht einverstanden war. Du fandest, dass Du Dich selber ausreichend gekümmert hast. Er kann denken, dass Du zu viel bei ihm abgeladen (gesundheitliche und Jobprobleme) hast ist zum Ergebnis gekommen, dass er Dich zu schwach findet.

    Wer ein paar unerfreuliche Beziehungen dieser Art hatte, dem langt es irgendwann mal mit "Frauen unterstützen" und der will keine Chancen mehr geben.

    Ich finde auch, dass er sich sehr fair verhalten hat, abzuwarten bis Deine Krise vorbei ist und Du die Prüfung geschafft hast.
    Daher kannst Du die Trennung jetzt nur akzeptieren und bedauern, dass ihr euch nicht in einer besseren Zeit begegnet seid.

    Zeig Deine Souveränität und tauscht die Dinge aus, die ihr in der Wohnung des jeweils anderen habt und gebt die Schlüssel zurück.
    Das verstehe ich nicht: wenn Schluss ist, dann lasse ich meinen Wohnungsschluessel doch nicht beim anderen.
     
  10. Hallo FS,
    gleiches hat sich bei mir zugetragen. Nur ich war an der Stelle deines Partners.
    Meiner wurde nach drei Jahren krank, mit Rücken-OP, EU-Rente beantragt usw. Genau zu diesem Zeitpunkt hätte ich mich trennen sollen. Hab ich aber nicht, weil ich nicht Schwein sein wollte. Wir waren weitere drei Jahre zusammen, in denen sein Leben wieder in die richtige Bahn kam. Relativ gesund, Rente genehmigt, Nebenjob. Da hab ich für mich beschlossen, jetzt ist er wieder gefestigt, jetzt trenne ich mich. Das Ende vom Lied war sein Spruch: Jetzt hast du mich also drei Jahre aus Mitleid behalten...
    Wird mir garantiert kein zweites Mal passieren.
     
  11. Also gibt es noch eine gewisse Chance. Ich verstehe zwar einiges nicht ganz, vor allem welche Krankheit du hattest und wie sich diese auf die Beziehung ausgewirkt hat. Dein Freund hat dir in deiner schweren Zeit viel gegeben. Er hat sich nicht weggeduckt. Jetzt hat er sozusagen eine schwere Phase - vielleicht etwas überspitzt ausgedrückt. Gibst du ihm jetzt etwas? Nein. Wenn du ihn noch willst, dann tu etwas. Du bist wieder auf dem Damm. Zeig ihm, dass du ihn noch willst, dass du wieder über den eigenen Tellerrand hinaussehen kannst.
    Dass bei ihm noch Gefühle da sind, ist sehr gut möglich. Und wenn er sieht, dass auch von dir wieder Energie kommt und dass du nicht nur nimmst, tut sich bei ihm vielleicht noch was.
     
    • # 13
    • 24.06.2019
    • Roby
    Genau! Und wenn er nach dieser Erpressung immer noch nicht spurt, würde ich Ihm noch mit der Bratpfanne, alternativ mit Nudelholz oder Fleischklopfer bedrohen.
    Mensch Meier, bei Manchen möchte ich nicht der Partner sein müssen.
    Und @INSPIRATIONMASTER - Du bist doch sonst derjenige, der konsequentes Verhalten fordert. Der Mann trennt sich korrekt und nachvollziehbar (sorry @Frühlingssturm, aber Du hast die Beziehung an die Wand gefahren, da Du sie als Pufferzone und deinen Partner als Stoßdämpfer und Blitzableiter mißbraucht hast), macht also genau das was Du ständig als einzige Lösung predigst, und Du bezeichnest Ihn als fies und gemein...
    Das muss ich jetzt nicht verstehen?!

    M/46
     
  12. Das hatte ich nicht gemeint, aber OK. Kann man so sehen

    Mal ganz abgesehen davon, dass man mit Trennungen nicht droht (dann kann man sich m.E. auch gleich trennen), halte ich es für nicht für zielführend, den Partner mitzuteilen, dass man sich morgen oder zu einem anderen Zeitpunkt, vorraussichtlich trennt.

    Entweder man trennt sich gleich, oder man lässt es und redet dann auch nicht davon. Das sehe ich überigen beruflich wie privat ähnlich.

    Aber auch dieser Ansatz hätte der4 FS nichts gebracht. Das Ding ist durch.
     
    • # 15
    • 24.06.2019
    • void
    Es klingt wie Erpressung und es kann auch als Druckmittel benutzt werden zur Manipulation, aber dass was so empfunden wird, liegt manchmal auch am Empfänger.
    Wenn der so abhängig ist von der Beziehung, dass er nicht mehr ohne leben kann, dann kann der "Erpresser" ja alles fordern, auch die totale Anpassung. Aber auf der anderen Seite kennen doch auch viele die Situation, dass sie reden und reden und reden und der Partner oder die Partnerin sich nicht ändern im Verhalten.

    Es gibt Dinge, die man nicht ertragen kann in einer Beziehung. Und wenn der andere "zu einem Ohr rein, zum anderen wieder raus" praktiziert und nur von der Tapete bis zur Wand denkt (also, dass sein Partner alles nur so dahinlabert) und gar nicht begreift, dass es mit ihm so nicht geht als Partner, dann bleibt als letzter Versuch nur, ihm drastisch klarzumachen, dass man die Nase voll hat. Und dann fallen auch diese Sätze, die Du als Erpressung siehst.

    Wenn sich zwei autonome Menschen gefunden haben, die eine Beziehung erwachsen betrachten (also nicht als Elternersatz oder allumfassendes Paradies, für das man nichts tun muss, und damit sich oder ihre Faulheit auf den anderen ablädt), denke ich, dass die schon bei normaler Kritik und einer Ansage begreifen, dass sie was ändern sollten. Sie wissen, dass er sowas nie dahersagen würde, weil er gern labert, bzw. wenn sie selbst sowas sagen, ist es nichts, was den anderen total einengen würde oder verbiegen soll, sondern ein Problem mit seinem Verhalten angesprochen wird und der andere sich bemühen wird.
    Das sind natürlich Idealvorstellungen, ich denke, jeder ist irgendwo unerwachsen und jeder fordert irgendwo spezielle Anpassung, die ein anderer vielleicht nicht fordern würde. Aber es gibt Menschen, die sind beziehungsunerwachsen, alt, lernunwillig (weil sie nicht einsehen, was an ihrem Verhalten für den anderen zu ändern) und mitunter auch arrogant (stellen sich und ihr Verhalten nie in Frage). Die würden selbst, wenn der andere geht, noch denken, dass es dessen Schuld sei, er hätte ja toleranter sein können und sich anpassen an sie, weil SIE recht haben und alles richtig machen.

    Wenn es den anderen verbiegen würde, so sollte der gehen, statt erst noch zu versuchen, sich zu verbiegen. Aber wenn es einzusehende Dinge sind, gewinnt man dadurch, dass man sich ändert, weil es einen erwachsener macht im Umgang mit anderen Menschen.

    Man kann es auch umdrehen. Manche regen sich ja auch auf, dass sie keine Chance bekommen haben, sich zu ändern. Oder dass der andere nach 4 Dates sagt "passt nicht", weil er keine Lust auf diese Änderungsversuche und den Ohrendurchzug hat. So wollen sie es dann auch nicht.
     
  13. Ja schon. Den Nutzen hatte er aber ja trotzdem.

    Deswegen war Dein Handeln nicht falsch.
    Ist er wirklich immer noch so undankbar?
     
  14. Ob derjenige, der eine Zeitlang unterstützt werden "muss" auch wirklich so einfach darüber denkt ?
    Eventuell ist man tatsächlich so gefangen in seinen Problemen, das man den Partner gar nicht mehr wahrnimmt, nicht an sich heranlässt - allerdings würde man dann auch nicht die helfende Zuwendung des Partners empfinden können und Dankbarkeit spüren.

    Niemand schafft es wohl, immer nur der Gebende zu sein, die starke Schulter - jedoch, es gehört für mich auch zu einer Partnerschaft dazu, schwere Phasen gemeinsam durchzustehen.
    Vielleicht kommunizierte er seine eigenen Belange zu wenig - aus dem Gefühl heraus, Rücksicht nehmen zu müssen ?
    Mit dem Gefühl, "mir wird das grade alles zuviel" - ich brauche jetzt Zeit für mich, um mich selbst nicht zu verlieren" - darf/muss ich auch einen "schwachen" Partner konfrontieren dürfen.
    "Du bist mir unglaublich wichtig - aber ich mir auch ... " Ist dies nicht auch Basis einer Partnerschaft ?!

    Gerade, wenn es schwierig wird, trennt sich die Spreu vom Weizen ... - zeigt sich, wie tief man wirklich miteinander verbunden ist ...

    Meine langjährigste Freundin erkrannte an MS - ihr Mann steht felsenfest hinter hier ... meine Arbeitskollegin trägt seit Jahrzehnten die psychische Erkrankung ihres Mannes mit - natürlich herrscht nicht immer eitel Sonnenschein und es gibt etliche Momente, in denen sie von ihren Partnern gestresst/genervt/überfordert sind (wie in jeder anderen Beziehung auch) ... dennoch wird die Liebe nie in Frage gestellt und Kraft auch ausserhalb der Beziehung getankt.
    Wohlgemerkt : dies sind Beispiele für gravierende Situationen, an denen sich nichts ändern wird, die eher schlechter, als besser werden !
    Bei der FS waren es "nur" Monate ...
    Sie hat sich durchgeboxt - mit seiner Unterstützung (erkenne ich durchaus an) - warum er sie jetzt "fallen lässt" verstehe ich absolut nicht.
    (Er könnte jederzeit in eine ähnliche Notlage geraten - ... vielleicht mit einer neuen Partnerin, die am Ende dann auch sagt ... "meine Gefühle sind irgendwie weg ... " !?! )

    Weder eine Erkrankung noch äussere Umstände wären für mich jemals ein Grund gewesen meinen Partner zu verlassen.
    Solange er sich nicht - offensichtlich ,- auf mir ausruht und alles, dafür tut (wenn erwünscht selbstverständlich mit meiner Hilfe) die Situation zu verbessern.

    Eine "Dankbarkeit", dass er mit der Trennung so lange wartete, bis das "Schlimmste" überstanden war, um dann den Schlusstrich zu ziehen - würde ich nicht empfinden. Ganz im Gegenteil - das Gefühl : "endlich habe ich mich aus dem Loch gegraben, um dann sofort in ein Neues zu stürzen" - wäre für mich schwerer zu ertragen, als wenn er während meiner Krise die "Segel gestrichen" hätte ...
     
  15. Ich denke, du unterschätzt, dass meist Entwicklungen - auch Krankheiten - schleichend vorgehen.
    Es hat wohl so einiges für ihn nicht gepasst, aber da er dich mag, wollte er dich nicht in schwierigen Stunden zusätzlich belasten. Du hast nicht einmal bemerkt, was in ihm vorgeht ....
    Eine Chance gibt es fast immer, allerdings kann eine Chance auch so winzig sein, dass ein neuer Anfang sinnvoller ist. So sehe ich das bei euch
     
  16. Hallo Ihr Lieben

    Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Einiges von mir zur Erklärung. Ich war mit einem Baugift belastet, welches ich an meinem Arbeitsplatz aufgenommen hatte. Deshalb auch der ganze Ärger mit meinem Arbeitgeber und den Versicherungen voraus auch die Therapie erfolgte. Die Therapie hatte immense Auswirkungen auf die Psyche und ich hatte unerträgliche Schmerzen. So das ich keine Berührungen zulassen konnte.

    Das ich die Beziehung an die Wand gefahren habe ist mir durchaus bewusst. Welche Fehler, Äußerungen und Zurückweisungen ich nicht hätte tun/sagen dürfen ist mir auch klar. Doch jeder der schon in einer ähnlichen Situation war, kann verstehen, dass man in solchen Situationen einfach nicht anders kann.

    Meinen Ex-Freund mache ich überhaupt keine Vorwürfe. Er hat nur zu meinem Schutz so gehandelt. Doch für mich war es trotzdem ein Schock

    Ich weiss, dass ich einen genialen Menschen verloren habe und das durch meine eigene Schuld.

    Als ich ihn das letzte mal sah, wirkte er unter seiner Entschlossenheit so zerbrechlich und machte mir klar, das er Zeit brauche. Ich denke das ist auch der Grund, weshalb wir die Sachen noch nicht getauscht haben. Ich werde ihn diese Woche kontaktieren und ungezwungen was mit ihm trinken gehen. So entsteht vielleicht wieder eine Entspannung zwischen uns.

    Ich würde ihm so gerne helfen und würde ihm so gerne etwas zurückgeben doch er lässt mich zurzeit nicht an sich ran. Er ist einfach zu sehr verletzt.

    Trotzdem hoffe ich ihm zeigen zu dürfen, dass ich immer noch oder wieder die Frau bin in die er sich mal unsterblich verliebt hatte. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt.
     
    • # 20
    • 24.06.2019
    • void
    Ich würde das so nicht formulieren. Ich meine, mit Baugift kontaminiert zu sein und dann eine anstrengende Therapie machen zu müssen, das ist auch eine große Bürde, die da aufgeladen wurde durch Unachtsamkeit anderer oder Leichtsinn oder einfach Pech.
    Vielleicht gibt es ja noch eine Chance, aber ich denke, er will im Moment wirklich nichts von dem hören, was Du Dir wünschst, weil ich mir denke, dass darunter in den letzten Monaten das litt, was jetzt wieder vorkommen muss: Was er sich wünscht.

    Aber wie schon geschrieben: Es kann auch andere Gründe haben. Eure Beziehung war vermutlich gerade in der Phase, in der sich entscheidet, ob man auf länger zusammenbleibt.
     
  17. Das halte ich für einen Fehler. Eure Anfangsverliebtheit ist vorbei. Er sagte, dass er sich trennen möchte, Abstand will. Dieses "jetzt bin ich wieder ganz toll, lustig, sexy, entspannt,..." was auch immer, scheint mir nicht authentisch.

    Ich würde ihm eher Zeit geben, Respekt zollen, indem ich sein Bedürfnis nach Abstand achte und "Danke" sage. Du bist doch verunsichert, traurig wegen der Trennung und gleichzeitig dankbar für eure schöne Zeit und seinen Beistand. Oder nicht? Du solltest ihn nicht von dir überzeugen wollen, wenn er von Trennung spricht. Du kannst nur dein Bedauern ausdrücken und ihn loslassen.

    Wenn du für ihn die Richtge bist, eure Liebe gewachsen ist, er nur ein wenig Zeit für sich braucht, wird er sich schon melden. Und wenn er für dich der Richtige ist, respektierst du seine Entscheidung.
     
    • # 22
    • 24.06.2019
    • Frau
    Verstehe ich nicht ... Wenn jemand unerträgliche Schmerzen hat und deshalb nicht angefasst werden will, sollte das doch für den Partner selbstverständlich und ohne Vorwürfe akzeptiert werden. Wenn dir dein Partner DAS ernsthaft übelgenommen hat, oder sich deshalb zurückgewiesen gefühlt hat, dann ist er doch ein unerträglicher Egoist, oder fast schon Sadist.
    Wir krank ist das denn, wenn ich meinen Partner, der sich vor Schmerzen windet, noch mehr Schmerzen oder Bedrängnis zufüge, damit ich mein Bedürfnis nach Körperkontakt befriedigen kann.
    Ich verstehe nicht, warum DU dir deshalb Vorwürfe machst. Wenn es wirklich so war, was ich irgendwie nicht so ganz glauben kann, wäre ER doch derjenige, der sich Vorwürfe machen müsste, dich in deiner Not noch so bedrängt zu haben, bzw. Erwartungen an dich stellte, die du nur unter Qualen erfüllen könntest.


    w54
     
    • # 23
    • 25.06.2019
    • void
    Dass man in seinen Problemen gefangen ist, ist mE normal. Das geht gar nicht anders, wenn es nicht was ist, das man weit genug wegdrängen kann, wenn man mit dem Partner zusammen ist.
    Wenn die Krise vorbei ist, DANN merkt man vielleicht, was der andere alles tat, wo er zurücksteckte usw.. Mein Punkt war aber, dass nicht gesehen wurde, was diese Krise mit dem Partner gemacht hat. Das ist ja unabhängig davon, ob man "danke" sagt oder nicht. Und wenn die Bez. noch keine feste Basis hat oder die Krise zu belastend war, denkt der Unterstützer danach vielleicht, der andere kommt nun wieder allein klar, und hat das dringende Bedürfnis, mal ohne die Ansprüche zu sein, die ein anderer hat.

    Denke ich, ja. Manche Menschen können nicht auf sich achten, dass sie nicht selbst aufgezehrt werden während des Unterstützunggebens, manche wissen nicht, WO sie die Grenze ziehen sollen, weil sie nicht einschätzen können, wie ernst es ist.

    Für mich auch nicht. Aber ich habe es erlebt, wie es ist, wenn man immer mehr von sich loslässt für Hilfe für einen anderen. Wenn ich nicht ab und an raus gekonnt hätte aus der Situation, wäre ich wohl kaputtgegangen, weil ich auch keine Grenze gezogen habe und auch nicht gewusst hätte, wo. Am Ende tut derjenige sich gerade dann was an, wenn man mal "versagt". So eine Frau kenne ich auch, die ihre Grenze mal für einen Abend gezogen hatte. Sie war danach nur noch ein Schatten ihrer selbst, bis sie starb.

    Ich glaube, viele Menschen wären schon IN der Krise gegangen, weil sie schneller sagen "ich kann nicht mehr, alles Gute". Und das wäre ja dann, was Du auch richtig fändest, wenn ich das richtig verstehe. Daher kommt der Gedanke an die Dankbarkeit, wenn er geblieben ist, bis die Krise vorbei war. Und: Wenn der Krisler dazu sagt "du hättest doch schon früher mal deine Grenze ziehen können, ich wäre hier und da auch allein klargekommen oder hätte mich deinen Wünschen angepasst", ist das für den Unterstützer natürlich, als hätte er sich selbst vera., weil er dachte, es sei wirklich ernst, und der andere gar nicht auf die Idee kam, wie anstrengend alles gerade mit ihm ist und mehr Selbständigkeit zeigte. Also ich seh die Verantwortung auch bei dem in der Krise, nicht zu glauben, dass das Aufopfern nicht seinen Tribut fordern könnte und mal eben locker aus Liebe und weil man sich wohlfühlt als "starke Schulter" geleistet wurde.
     
  18. Woher weißt Du denn, dass nicht gerade DAS auch ein so empfundenes Problem ist.
    Die FS schreibt ja, dass es IHR wieder viel besser geht.

    Ob sie dadurch für ihren Freund etwas Gutes tun konnte, oder nur still dankbar war, hat sie nicht dargestellt.

    Fest steht, sie konnte das Ruder nicht mehr herumreißen als der spätetste Zeitpunkt eintrat. Nun ist die Sache durch.
     
  19. Es ist nicht schön was dir passiert ist, @Frühlingssturm, mit deiner Krankheit, deinen Problemen auf der Arbeit etc., doch du hast es überstanden.
    Akzeptiere nun, wenn keine Gefühle mehr da sind, ist auch die Beziehung vorbei. Vielleicht bleibt eine Freundschaft, doch ein Liebespaar werdet ihr nicht mehr sein. Schau nach vorne und nicht mehr zurück..
     
  20. In meinem Bekanntenkreis ist etwas ähnliches passiert, allerdings hat die Frau geholfen, als der Mann krank war.
    Der Mann wollte sich für ihre Hilfe auch erkenntlich zeigen und wählte den Weg über ein großzügiges materielle Geschenke.
    Der Mann hat sich überlegt, was die Frau sich wirklich wünscht und braucht und hat sie mit einem recht großen Geschenk überrascht.

    Du schreibst ja, dass Du ihm gerne helfen würdest... braucht er tatsächlich Hilfe? ... und braucht er dann Hilfe von Dir?

    Du willst ihm etwas zurück geben. Du versuchst es über gemeinsame lockete Zeit, Deine Unterstützung usw. Alles schön.
    Letztendlich liegt dem immer Dein Wunsch zugrunde, mit ihm in Kontakt zu bleiben.

    Ich rate Dir zu überlegen, was er sich wirklich schon lange wünscht und was er will.
     
  21. Liebe FSin, ich denke nicht, dass Du die Beziehung an die Wand gefahren hast, ich sehe eher eine starke Persönlichkeit, die alles allein innerhalb kürzester Zeit regelt: neuer Job, Therapie, Abschluss der Weiterbildung. Ihr ward 2 Jahre zusammen und jeder lebt in seiner Wohnung, sollte sich dies in der Zukunft ändern? Ich glaube, dein Ex will zwar eine starke, unabhängige Freundin, die Du bist, aber so richtig den Beschützer spielen kann/konnte er bei Dir nicht; Du brauchst ihn im Grunde einer Krise nicht. Selbst in deiner Krankheit hast Du Stärke bewiesen und Dich durchgebissen, ohne dass du wirklich auf seine Unterstützung angewiesen warst, so hat es Euch auch nicht näher gebracht, sondern eher getrennt. Vielleicht fragt er sich, wann Du ihn mal richtig brauchst, so als mal „schwache“ Frau, wo er auch mal für Dich den Held spielen kann.
     
  22. Im Endeffekt muss ich deinem Post zustimmen und zugeben, dass ich hier ein schönes, theoretisches Idealbild vertrete (meine persönlichen Erlebnisse sind leider auch geprägt von "in sich gefangensein" - sowohl ich, als auch meine Partner)

    Allerdings : "dass nicht gesehen wurde" ... wie soll das "Sehen" denn funktionieren ? Niemand kann in den Kopf oder in die Gefühlswelt seines Gegenübers eindringen.
    Emphatie/Erahnen ... vielleicht - bei inniger Verbundenheit oder über Jahre gewachsen - und selbst dann gibt es keine Garantier, dass die "Signale" richtig empfangen werden.

    Letztendlich hängt und steht alles mit der Kommunikation/dem Verständnis der Partner zueinander ... und ihren eigenen Gefühlskonstrukten.
    Als der Vater unserer Kinder über ein Jahr lang aufgrund seiner Bandscheibenvorfälle schwerst krank war - liess er mich überhaupt nicht an sich heran - machte alles mit sich selbst aus ... was mich massivst verletzte.
    Dennoch konnte ich dies aktzeptieren und es verursachte auch keinerlei Bruch in der Beziehung.
    Als ich im vergangenen Jahr einen schweren/beinah tödlichen Autounfall hatte, versuchte ich mich auch aus eigener Kraft wieder aufzurappeln, ihn so wenig wie möglich damit zu belasten.
    Mein Ex unterstützte mich zwar wirklich nach Kräften, hatte aber wohl immer das Gefühl, zu wenig tun zu können - vielleicht hätte ich mich schwächer/hilfsbedürftiger zeigen sollen - sein Selbstbild bedinenen.
    Obwohl ich ihm oft direkt sagte, wie toll ich seinen Einsatz finde - es kam bei ihm nie wirklich an.
    Irgendwann bekam ich beim Ausfüllen des - zigsten Fragebogens zum Unfallhergang einen Heulkrampf ... seine Reaktion war dann : "Du und deine Phsyosen ... stell dich doch nicht so an, wegen dem "kleinen" Unfall " ... Definitiv fühlte er sich überfordert - jedoch real gesehen nicht mit mir - sondern mit seinen Ansprüchen an sich selbst ... vielleicht auch mit seiner Angst vor Verlust ... )
    Letztendlich kommt es nicht von ungefähr, dass sich viele Paare nach oder in Krisen trennen ... blockiert/jeder für sich - kommunikationlos ...
    Nimm Paare, deren Kind verstirbt - anstatt die Qual zu teilen, versucht jeder allein, den Schmerz zu verarbeiten - die Beziehung zerbricht ... völlig paradox ...
     
  23. Ich rate eher dazu, ihn konkret zu fragen.
    Vermutungen über die Wünsche eines Anderen lassen sich unendlich anstellen - müssen sich aber keineswegs mit dessen Bedürfnissen tatsächlich decken.

    Für die hinterfragte Situaton wissen wir es natürlich nicht.
    (Falls es von "ihm" so empfunden wurde - wären wir wieder bei dem Thema mangelnde Kommunikation miteinander ... )

    Mein Gedankengang war eher der an einen Partner, der - bespielsweise - arbeitslos geworden ist, nicht in Bewegung kommt, um sich eine neue Anstellung zu suchen, im besten Fall noch Frust schiebt und seine miese Laune dann stetig an Partner/Partnerin ablädt.
    Die FS arbeitete dagegen massiv an der Lösung ihrer Probleme und bewältigte die Krise.

    Eine absolute Ausnahmesituation, mit massiver Überforderung für beide Seiten.
    Völlig klar, dass du dann erstmal um dich beisst, auch gegen jemanden, der dir nur helfen möchte ...
    Sorry ... als Partner dies einordnen zu können : "So ist sie nur aufgrund der derart heftigen Situation" - relativieren - "dies hat nichts mit mir zu tun" ... ist sicherlich alles andere als einfach, aber durchaus möglich, wenn ich jemanden wirklich liebe.
    Du hast die Beziehung definitiv nicht an die Wand gefahren !
    Gib ihm die Zeit, die er jetzt braucht, rede, wenn er dir die Möglichkeit gibt, offen und ehrlich über die vergangene schwere Zeit für dich/für ihn/für euch ... zolle ihm Respekt und tiefste Dankbarkeit.
    Höre ihm aufmerksam zu, wenn er über seine Empfindungen sprechen möchte.
    Einfach zur "Tagesordnung" zurück - funktioniert nicht ...
    Im besten Fall könnte ihr gemeinsam aufarbeiten und seid euch näher als zuvor.
     

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