1. Glaubt ihr an Gott oder an eine andere übernatürliche Kraft?

    2009 war für mich gesundheitlich und finanziell ein schweres Jahr, ich habe/hatte oft das Gefühl dass mir nur beten hilft. Aber auch das hat mir nicht wirklich geholfen. bin w, single
     
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    • # 1
    • 11.12.2009
    • Gast
    Kurz und knapp: nein

    Alex
     
  3. [mod]
    [mod]Ich bin mir aber sicher, dass es für deine Probleme eine Lösung gibt, zumindest für das finanzielle. Wenn du unabhängig von deiner Titelfrage deine Probleme näher erläuterst, können wir vielleicht Denkanstöße geben. Ansonsten ist Beten ein ganz schlechter Berater. Insofern glaube ich nicht an den Vater, den Sohn und den heiligen Geist.
     
    • # 3
    • 11.12.2009
    • Gast
    Sorry, aber meine Antwort heißt NEIN.
    Christen seid nicht aufgebracht - aufgebracht bin immer ich wenn sich vor den Gutgläubigen ein Mensch hinstellt (sei es Banker, Pfarrer oder Manager) der glaubhaft machen möchte, er "sieht" mehr als andere. Nur in der Wirtschaftkrise waren auf einmal keine Prognosen mehr möglich !
    [mod]
     
    • # 4
    • 11.12.2009
    • Gast
    nein, es wäre zwar schade wenn das Leben mit dem Tod zuende wäre, aber ein omnipräsentes Wesen dass alles steuert? neeeee, nicht wirklich.
     
    • # 5
    • 11.12.2009
    • Gast
    meine buchempfehlung: "existiert gott?" von hans küng.
    meine erfahrung ist jedenfalls, dass der glaube berge versetzt. der placeboeffekt ist der beste beweis. wir können nicht beweisen, dass es gott gibt, aber auch nicht beweisen, dass es ihn NICHT gibt.
    wenn es eine "schöpfende kraft" gibt, und ich habe sie nicht genutzt, dann habe ich vielleicht etwas sehr wesenliches versäumt.
    wenn es sie NICHT gibt und ich habe an diese gute kraft geglaubt, dann habe ich trotzdem nichts verloren, sondern nur gewonnen. vorausgesetzt, ich bin nicht irgendwelchen kirchlichen doktrinen gefolgt, sondern meinem wahrhaftigen und liebevollen empfinden.
    jedenfalls denke ich, dass diese kraft hauptsächlich in unserem innersten zu finden und nicht zu unterschätzen ist.
    wenn du sorgen hast gesundheitlicher und finanzieller art, wie du schreibst, so fange zuerst an, das positive zu denken, alles andere reißt dich herunter und hilft dir überhaupt nicht. ich war selbst in schweren situationen und hätte verzweifeln können. mir half zu denken und zu vertrauen, dass es immer ein stück besser wird, egal wie es im moment aussieht.
    lies aufbauende bücher, suche dir einen guten psychotherapeuten, gehe in bibelkreise. liebe grüße, manuela
     
    • # 6
    • 12.12.2009
    • Gast
    Jein.

    Direkt an ein Wesen weniger, aber zumindest dass alles vorherbestimmt ist. Ich sehe das aus der wissenschaftlichen Perspektive. Jedes Atom düst im Universum so rum und knallt gelegentlich auf ein anderes, wodurch seine Bahn beeinflusst wird. Ist wie beim Billard. Und da auch alle Lebewesen aus Atomen bestehen, werden auch sie beeinflusst. Wüsste man von jedem Atom die Position, die Richtung und Geschwindigkeit in die es weiter flitzen wird, dann könnte man alles vorherberechnen. Das Wetter, die Lottozahlen, wann ein Blatt vom Bauum fällt und auch die Handlungen und Reaktionen von Lebewesen.

    Wer oder was für die Naturgesetze und den Urknall zuständig war?
    Vielleicht eine bernatürliche Kraft, aber es kann natürlich auch anderen Ursprung haben.

    Glauben ist nicht ganz meins. Ich halte nicht viel von glauben. Von daher betrachte ich möglichst alles objektiv und teile Unwissenheit in Möglichkeiten mit gleicher Wahrscheinlichkeit ein.
     
  4. Ich glaube an die Kraft und Energie in mir die mich auch in schweren Zeiten weiterkämpfen lässt...
     
    • # 8
    • 12.12.2009
    • Gast
    "Übernatürlich" ist doch relativ. Für eine Fliege z. B. ist ein Computer auf jeden Fall übernatürlich. Ihr Instinkt sagt ihr, dass da eine besondere Macht ist, elektromagnetische Schwingungen, eine besondere Stahlung, ein besonderes Licht. Sinn, Zweck, Aufbau und Funktionsweise eines Computers könnte sie niemals verstehen. Ihr Fliegenhirn ist dafür nicht gemacht. Für sie ist ein Computer eben "übernatürlich". Wir Menschen sind einer solchen Fliege sicher näher als der ultimativen Intelligenz - wenn es die überhaupt gibt.
    Nun zu Deinen Problemen. Der christliche Glauben liefert einige Erklärungen für das Elend, unter dem wir oft leiden: Gott prüft die Gläubigen um ihr Mitgefühl und ihren Charakter zu stärken. Die genauen Bibelstellen kann Dir jeder Geistliche nennen. Das kann man umgangssprachlich auf den Satz reduzieren "Was Dich nicht umbringt, macht Dich stärker". Die Stärke zum Überleben musst Du aber in Dir selbst finden. Ob Du glaubst, dass sie aus der Natur kommt oder von Gott oder vom großen Spaghettimonster ist dabei zweitrangig.
    Viele Menschen, die in Gesundheit und Wohlstand leben, verbringen ihre Tage unzufrieden und unausgefüllt, weil ihnen die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. So gesehen sollten wir für jeden "Regentag" dankbar sein. Er lässt uns den Sonnenschein wieder neu und dankbar erfahren. In welche Richtung sich dann die Dankbarkeit wendet ist auch wieder individuell verschieden. Wichtig ist, dass wir sie empfinden. Auch wenn es profan klingt: Halte durch, kämpfe für Dich selbst und bleibe/werde stark.
    In der Buchhandlung oder im Internet findest Du außerdem Bücher zu dem Thema "Krankheit/Schicksal als Weg/Chance", z. B. von Rüdiger Dahlke.
    Viel Glück!
     
  5. Ich glaube nicht an Gott oder übernatürliche Kräfte.
    Beten oder allgemeiner gesprochen Meditieren löst Deine Proble sicher nicht, es hilft Dir allenfalls, sie zu ertragen und Kräfte für eine Lösung zu finden. Auf ein "übernatürliches Wunder" warten bringt Dich nicht weiter.
     
    • # 10
    • 12.12.2009
    • Gast
    @4 Wenn schon Fremdwort: Omnipotent...

    Gott ist ja gerade nicht omnipräsent. Alles andere als telegen.
     
    • # 11
    • 12.12.2009
    • Gast
    ich ( w, 29) denke schon, dass es etwas gibt was Führung bedeutet
    ob eine höhere Macht allerdings nicht nur ein Gleichgewicht im allgemeinen im Sinn hat oder ein einzelnes leben Bedeutung hat? Der Glaube kann helfen anzunehmen, eine Wunschbox ist da wohl leider nicht....
     
    • # 12
    • 12.12.2009
    • Gast
    @ Fragestellerin: Eigentlich wollte ich in diesem thread nicht antworten, aber jetzt ist es ein Bedürfnis.
    Wenn ich mir die vorherigen Antworten ansehe, wundert mich nichts mehr.
    Nicht, daß ich intolerant wäre, aber wenn viele so denken, ist es kein Wunder, daß alles den Graben ´runter geht.
    Ich bin auch nicht gläubig im Sinne von Religionen, das ist sehr viel Manipulation, Machtausübung und Meinungsaufdrängen einiger, die wenigen, die wirklich versuchen, irgendwelche uralte und echte Lehren, die nichts festlegen wie Bestrafung o.ä., zu leben und anderen damit zu helfen, gehen dabei unter.
    Es gibt etwas, manche nennen es Gott, Licht, Quelle, Allah, Buddha oder sonst wie, aber sie meinen das gleiche.
    Es ist niemand mit Rauschebart, als Kind habe ich den lieben Gott oft mit dem Nikolaus verwechselt, es ist in uns selbst und in allen Dingen, eben das Göttliche.
    Für den Naturwissenschaftler, der nur alles gelten läßt, was zähl-, meß-, beweis- und wiegbar ist: Quantentheorie, Feinstofflichkeit, Materie ist verzögerte Energie etc.
    Oder Spiritualität, auch in vielen Dingen der Psychologie nahestehend.
    Wirtschaft ist Psychologie - wenn viele negativ denken, wird es sich manifestieren, wie diese sogenannte Wirtschaftskrise, die auch nur geschieht, um zum Umdenken zu bewegen.
    Immer, wenn eine Gesellschaft zu dekadent wurde, regelte das Leben diesen Absturz, sei es durch Krieg, Notstand oder andere Ereignisse, die etwas bewirkten.
    Das Lernen hört aber nicht auf....
    Und einigen geht es ja nicht schlechter, ja, viel besser als anderen - muß auch einen Grund haben, oder? Hat es: Fülledenken, Vertrauen...
    Die Welt ist so, wie du sie siehst, also bist Du verantwortlich, wie die Welt zu Dir zurückkommt, was Du ausstrahlst, ziehst Du an, Gesetze der Anziehung und der Affirmation - an was du glaubst, wird geschehen.
    Andere aber, die sagen, nein, sowas gibt´s nicht, haben das nicht verstanden.
    Wer meint, in einer harten Welt zu leben, wird die Welt hart erleben, wer meint, Geld ist schlecht oder zu wenig vorhanden, wird immer Mangel daran haben, denn er steht ihm negativ gegenüber, und Geld ist nichts Schlechtes, wie viele gute Dinge kann man damit tun, ja, überhaupt, wer im Mangel lebt ( Neid, Eifersucht, Angst, Minderwertigkeit ), wird Mangel um sich herum haben ( keine Ehrlichkeit, Armut oder "gerade so über die Runden kommen", Falschheit, Betrug, Untreue etc. ).
    Wer aber in Fülle lebt, wird Fülle haben ( Wünsche, Freunde, Ehrlichkeit, Reichtum, in welcher Form auch immer, Gesundheit, Glück etc. ), dabei kann nicht definiert werden, wie das auszusehen hat, es kommt einfach, und zwar in der genau richtigen Form, wie man es selber nicht besser gestalten könnte.
    Wer Angst hat, zieht das Ereignis, vor dem er Angst hat, an.
    Wer zerstört, wird zerstört werden.
    Wer verletzt, wird verletzt werden.
    Ist das nicht die größte Gerechtigkeit? Daß wir uns selbst korrigieren für Dinge, die wir getan haben, die Wertung nur in uns selbst stattfindet?
    Unser Leben selbst gestalten können?
    Das kann man ewig so fortführen.
    " Es gibt keinen Gott, er würde sonst das alles, was sich abspielt, nicht geschehen lassen..."
    Gott läßt geschehen, weil er uns liebt, und darum will, daß wir selbst lernen..
    Ist oft ein jahre-oder lebenslanger Prozeß, dieses Sichverändern, weil man ja aus dem ganzen eigenen Leben, gerade aus der Kindheit, jahrelange und vertraute Datenbanken entwickelt hat oder durch andere entwicklen hat lassen, die es gilt, zu löschen.
    Heißt konkret, Arbeiten an sich selber, oft mit Heulen und Zähneklappern, weil vieles hochkommt, was vergraben war, und das ist halt vielen zu mühsam und zu unbequem.
    Also, Verantwortung nicht selbst übernehmen, sondern, der leichteste Weg, sie auf andere übertragen, die schuld sind, letztendlich Gott oder andere Bezeichnungen dafür - das ist nicht unbedingt der falsche Weg, aber ein sehr steiniger, es gibt leichtere.
    Typische Aussagen in letzter Konsequenz: Dann ist Gott schuldig, denn er hat mich so gemacht - klar, wieder keine Verantwortung für sich selber, so wird man nicht erwachsen, sondern bleibt ewig ein unmündiges Kind, das nur wieder andere unmündige Kinder anzieht, und es kommt zu Problemen untereinander, wie eben bei unmündigen Kindern, weil man die starken Menschen nicht anzieht, wenn man nicht selber stark ist.
    Göttliches ist nie streng, bestrafend, gleichgültig, bevorzugend, benachteiligend, es schanzt Dir Dinge nicht zu oder versagt sie Dir, es hat kein Schicksal für Dich ausgesucht und zwingt Dich nicht, ein solches zu erleben.
    Es liebt Dich, bedingungslos, egal, was Du tust, aber wer bedingungslos liebt, der manipuliert nicht, weder positiv noch negativ, also ohne jegliche Wertung, und läßt den anderen seinen Weg gehen und seine Entscheidungen treffen, um ggf. eigene Erfahrungen zu machen, das ist Liebe.
    Wir sind immer frei in unseren Entscheidungen.
    Und Gnade ist, wenn ich was beim Zuschauen von anderen lernen kann, ohne es selbst erleben zu müssen.
    Somit sind Krisen und Krankheiten Freunde, die Dich in letzter Konsequenz ( denn vorher hast Du es nicht begriffen, Zeichen dafür waren genug da, glaub´mir ) auf etwas aufmerksam machen, was korrigiert werden muß, aber keine Strafe, es ist vielleicht Korrektur, aber sehr freundlich.
    Sieh´sie als Freunde, und sie werden verschwinden, wenn Du etwas erkannt und transformiert hast, und du wirst ihnen sogar dankbar sein.
    Du selbst hast es in der Hand, wenn Du soweit bist: Gott kommt nie zu spät, aber auch nie zu früh.
    Zu sagen, das ( Göttliche ) gibt es nicht,...damit macht man es sich zu leicht, es kann aber nichts besser werden, wenn man dann meint, alles selber in die Hand nehmen zu müssen und nicht in höheren Sphären zu denken, zu leben, zu handeln.
    Das Bauchgefühl sagt Dir, wann mußt Du etwas selber in die Hand nehmen, wann es etwas Höherem überlassen, etwas für dich zu regeln.
    Ist nicht leicht für jemanden, der sowas das erste Mal hört, gebe ich zu...
    alles so komplex und eigentlich doch so einfach.
    aber sei offen, hab´ keine Angst, vor gar nichts, vor allem habe Vertrauen in die Dinge, egal, wie es läuft, und daraus kommt Stärke, Ehrlichkeit, Mut, Treue und Kraft.
    Ich glaube nicht mehr, ich weiß.
    Und glaube mir, Dein Beten wird gehört, die Dinge arbeiten sofort im Zeitpunkt Deines Betens, besser: Deines Bittens, um Dich glücklich zu machen.
    Du wirst geliebt, überall und jederzeit, in jeder Millisekunde, und spürst Du es, haut es Dich um, so intensiv und stark und wohltuend, daß Du nie wieder allein bist.
    Alles Gute für Dich und viel Vertrauen...und ein besseres nächstes Jahr.

    Carabinieri
     
  6. Nein, ich glaube weder an Gott noch an andere übernatürliche Kräfte oder Wesen. Die menschliche Erkenntnis hat doch klar dazu geführt, dass wir die Einsicht haben, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles mit natürlichen Dingen zugeht. Es gibt keinerlei Anhaltspunkt das dem anders sein könnte.

    Sicherlich gibt es viele Dinge, die wir noch nicht kennen und nicht verstehen. Manche werden wir vielleicht sogar niemals ganz verstehen. Aber sich dafür ein dermaßen unrealistisches Wesen auszudenken, wie die Religionen es treiben, ist wahrlich nicht angebracht. Ich sage mir bei solchen Dingen lieber ehrlich: Ich weiß es nicht.

    Glaube versetzt Berge. Wer es braucht, soll es machen. Freiheit ist ein hohes Gut.

    Ein religiöser Partner käme für mich aber niemals in Frage, insbesondere weil ich niemals meine Kinder religiös erziehen möchte.
     
    • # 14
    • 12.12.2009
    • Gast
    Ohoh Frederika..nur weil man an einen "Gott" glaubt muß man doch nicht gleich religiös leben!

    Ich für meinen Teil habe mir MEINEN Gott so zusammengesetzt, wie ICH ihn gern hätte und nicht wie ihn irgendeine Religion vorschreibt, dass er zu sein hätte. Ich muß deshalb weder in die Kirche gehen, noch an die Bibel glauben. In manchmal ausweglosen Momenten, wo man, wie so oft, aber vollkommen auf sich alleine gestellt ist, tut es gut, sich diesem "Gott" mitzuteilen. Selbst wenn man es mehr als psychologischen Aspekt der Selbstbeeinflussung betrachtet, so sind mir nach dringenden Hilferufen nach oben schon Dinge passiert, die mit klarem Menschenverstand nicht zu erklären sind und auf die niemand hier hätte Einfluß haben können..Nenn es Zufall, für mich waren es diese Dinge die meinen Glauben vertieften, dass es eine Macht gibt, die einem das Leben zwar nicht leichter macht, aber manchmal doch auf wundersame Weise hilft...Es gibt immer weniger, woran man heutzutage noch glauben kann, was wohl scheinbar auch der Grund ist, warum immer mehr Jugendliche den Weg zurück zur Kirche finden. Mir fällt da besonders der Ansturm, besonders der Jungend bei der Pabstweihe ein. Das kommt wohl nicht von ungefähr.

    Liebe Frederika. Ich finde jeder Mensch sollte selbst entscheiden, ob er an einen Gott glauben will oder nicht. Ich verstehe nicht, warum du dir das Recht herausnehmen willst, deinen eventuellen Kindern diese Möglichkeit vorzuenthalten..Ich habe meine Kinder zwar an (meinen) Gott herangeführt, WIE und OB sie daran glauben wollen, überlasse ich ihnen jedoch selbst. Dazu muß man nicht in die Kirche gehen oder religiös leben! Gerade in der heutigen, immer Gefühlskälter, sachlicher und haltloser werdenden Welt, finde ich es traurig, wenn man seinen Kindern nicht wenigstens den Weg dahin zeigt!
    (w47)
     
    • # 15
    • 12.12.2009
    • Gast
    @6: Die Vorstellung, dass die Bewegung aller Teilchen determiniert und im Prinzip vorhersehbar ist stammt noch aus dem 19. Jahrhundert. Die Berechenbarkeit scheitert daran, dass die Position eines Teilchens nicht beliebig genau zu messen ist, Stichwort Unschärferelation. Im übrigen zeigte die Chaostheorie, dass Systeme mit derart vielen Teilchen wie etwa die Gesamtheit der Luftmoleküle in der Atmosphäre prinzipiell - d.h. auch mit noch so leistungsfähigen Computern - nicht berechenbar sind, Stichwort Schmetterlingseffekt. Von der Vorstellung, dass ein derartig plumper Materialismus (Billardkugeln...) die Realität widerspruchsfrei beschreiben kann, hat sich die Physik seit Anfang des 20. Jahrhunderts verabschiedet. Mittlerweile ähneln die physikalischen Theorien teilweise eher Konzepten aus den fernöstlichen Religionen als dem Uhrwerk-Universum Newtons. Ich kann als Lektüre nur Fritjof Capras Buch "Das Tao der Physik" empfehlen.
    Gruß
     
    • # 16
    • 12.12.2009
    • Gast
    Nein, an einen Gott glaube ich nicht!
    Obwohl es irgendetwas 'übersinnliches' geben muß (ich habe eine esotherische Ader).
    Mein Leitspruch ist:
    Immer wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her!
    Das geht schon mein ganzes Leben lang (w45) ..... faszinierend!
     
  7. @#14: Natürlich darf jeder Mensch selbst entscheiden, woran er glaubt. Aber wenn man Kinder religiös oder abergläubisch erzieht, dann haben sie die Wahl des Nichtglaubens in keinem höheren Maße als ein religionsfrei erzogenes Kind die Wahl hat, gläubig zu werden. Der Grundstein zu einem irrationalen Glauben wird in der frühen Kindheit gelegt -- in beiden Richtungen. Kinder vertrauen ihren Eltern und übernehmen gelebten Glauben. Die These von der freien Wahl klingt zwar gut, aber entspricht nicht der Realität.

    Ich werde meinen Kindern ein Zuhause voller Liebe, Vertrauen und Werten geben, sie zu Anstand und Vernunft erziehen, und zu all dem braucht es beim besten Willen keinen Glauben an nicht-existente Mächte. Wenn man die Vielzahl an Religionen und die Absurditäten verschiedenster Glaubensvorstellungen betrachtet, so wird mir klar, dass sie allesamt menschengemachte Mittel sind, die im positivsten Falle Hoffnung und Halt geben, im negativsten Falle nur Instrumente der Ausübung von Macht und Ausbeutung sind. Nicht mehr und nicht weniger. Religion kann gute Effekte haben, wie auch negative. Freiheit entsteht, wenn man erkennt, dass es keine höheren Mächte gibt.

    Sagt der König zum Kardinal: "Pass auf, halt du sie dumm, ich halt sie arm!"
     
    • # 18
    • 12.12.2009
    • Gast
    Freiheit entsteht, wenn ich sie mir nehme und für mich entscheide, welchen Weg ich gehen will, mit der daraus resultierenden Verantwortung für mich selbst.
    Die freie Wahl ist keine These, sie ist Realität.
    Ich habe sie, wenn ich stark genug bin, sie zu nutzen.

    Carabinieri
     
    • # 19
    • 12.12.2009
    • Gast
    @12: Wieso sollte bitte "alles den Graben runter gehen" weil viele Menschen nicht an Gott oder etwas ähnliches glauben. An Gott zu glauben verbessert höchstens das eigene Leben aber nicht die Welt und umgekehrt macht es die Welt nicht schlechter wenn man nicht an einen Gott glaubt.

    Alex
     
    • # 20
    • 12.12.2009
    • Gast
    Beten will glernt sein, das kann niemand eben mal so; es ist erfordert Übung, also hab Geduld mit Dir!
    Religion oder Spriritualität und eben auch Gebet - vom Herzen, nicht ritualisiert, obwohl manchmal auch das - sind das, was mich hält und trägt. Das hat mit Aberglauben, nicht mal mit Glaube was zu tun, sondern mit Erfahrung. Ich stehe ganz normal mit beiden Beinen im Leben, mit Arbeit, Partner, Familie, Freunden und allem, was dazugehört.
    Gebet hilft eine Menge, wenn man damit vertraut ist; es enthebt natürlich niemanden der aktiven, bewussten Gestaltung seines eigenen Lebens. Dafür kann man aus dem Gebet eine Kraft schöpfen, die viel größer ist als das, was menschenmöglich ist.
    Dass die Religionen sich widersprechen, stimmt nur bei oberflächlicher Betrachtung. Im tiefsten Kern, das wissen alle Menschen, die solche Erfahrungen machen, sagen sie dasselbe aus.
    Kindern gemeinsam mit meinem Partner genau das mitzugeben und vorzuleben ist für mich das Wertvollste, was ich für sie tun kann - allerdings immer nur als liebevolles Angebot, niemals als irgendeine Art von Zwang oder Dogma.
     
    • # 21
    • 12.12.2009
    • Gast
    Aurelia:
    Glaube weder an Gott noch an übernatürliche Kräfte. Einmal mehr wäre es gut, wenn Menschen sich lieber mit den irdischen Dingen beschäftigen würden als Ausflüchte zu suchen. Wem es aber Halt gibt, dem lasse ich den Glauben gerne, solange er nicht auf Missionierungstripp ist. Interessant finde ich nur, dass ich schon mehrmals selbsternannte Gottesfürchtige kennen gelernt habe, die sich mit der Nächstenliebe von Nicht-Gläubigen schwertun...
     
    • # 22
    • 12.12.2009
    • Gast
    Liebe Fragestellerin,
    meine Mutter ist nach der Trennung von meinem Vater sehr gläubig geworden. Als ich dann in einer Situation war, in der ich nicht mehr wußte, wie es weitergehen soll, habe ich mich auch an Gott gewandt, obwohl mir die Frömmigkeit meiner Mutter vorher ziemlich auf den Geist ging. Not lehrt eben beten.
    Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass Gott oft positiv in unsere Familie eingeriffen hat. Es gibt zwar immer Aufs und Abs, auch existenzielle Nöte, aber ich bin überzeugt, dass sich am Ende alles zum Guten wenden wird. Das wünsche ich dir auch. Vertrau einfach.
     
    • # 23
    • 12.12.2009
    • Gast
    @21, Aurelia: Das habe ich auch gemeint: Wer es lebt, muß nicht missionieren, denn er weiß, das alles gut ist, so wie es ist.
    Und diese göttliche Liebe fragt nicht, ob jemand nichtgläubig ist, fragt gar nichts oder stellt Bedingungen, er wird genau so geliebt, das kann man gar nicht verhindern.
    Das, wovon Du schreibst ( ..gegenüber Nichtgläubigen.. ), ist Heuchelei und hat in dieser Gewißheit nichts zu suchen.
    @20: Genau, Bitte aus dem Herzen heraus, nicht ritualisiert, weil sonst nur leer und ohne Kraft.
    @19: Habe ich so nicht gesagt.
    Ändern würde sich vieles, wenn viele begreifen würden, daß sie für vieles selbst verantwortlich sind, was passiert, daß man Dingen entgegensteuern kann.
    Daß man, so wie man agiert, die Dinge zurückbekommt und, weiterentwickelt, nicht auf Aktionen reagiert, sondern in sich bleibt.
    Wenn man alles sachlich, materiell und emotionslos sieht, wie es so oft ist, hat man auch keine Veranlassung, miteinander gut umzugehen, sondern handelt egoistisch und umbarmherzig, weil man ja in einer nüchternen Welt lebt, die nur Fressen und Gefressenwerden zuläßt und der Zufall letztendlich Schicksal spielt.
    Der "Ungläubige" ist nicht schlechter oder besser wie der "Gläubige", wohlgemerkt, Glauben hier im Sinne der Religionen, aber nur der, der es lebt, der Seines lebt, kann es verwirklichen, unabhängig von seinem Glauben.

    Carabinieri
     
    • # 24
    • 12.12.2009
    • Gast
    At 23 von Aurelia:
    So sehe ich das eben auch. Eine humanistische, gute Erziehung ist manchmal eben menschlicher als die sog. Gläubigen...
     
  8. @#14: "Ich für meinen Teil habe mir MEINEN Gott so zusammengesetzt, wie ICH ihn gern hätte und nicht wie ihn irgendeine Religion vorschreibt, dass er zu sein hätte."

    Das sei dir ungenommen, nur macht es im Rahmen einer solchen Diskussion keinen Sinn, wenn jeder mit seiner eigenen Definition von Gott und Glauben ankommt, weil dann alle aneinander vorbeireden.

    Wer auf die Titelfrage mit "ja" antwortet, der sollte sich schon am christlichen Glauben orientieren, dessen Grundlage die Bibel ist - mit all den Konsequenzen, die daraus folgen. Und wer darüber hinaus ein praktizierender christlicher Glaubender ist, von dem gehe ich davon aus, dass er regelmäßig in die Kirche geht.
     
    • # 26
    • 12.12.2009
    • Gast
    @25, ThomasHH: "....wie ich ihn gern HABE", nicht hätte.
    Den Konjunktiv braucht´s nicht.
    Und die Beantwortung der Frage mit ja erfordert durchaus keine Orientierung am christlichen Glaube, sondern u.a. geht es auch mit Menschlichkeit...

    Carabinieri
     
    • # 27
    • 12.12.2009
    • Gast
    @25; Kein Aneinandervorbeireden - es sind für die Fragestellerin und auch andere ganz neue Denkanstöße und Aspekte vielleicht?
    Die Frage war meines Erachtens nicht auf die Antwort praktizierender kirchengehender Christen und im kirchlichen Sinn beschränkt, sondern allgemein gehalten.
    W (26)
     
    • # 28
    • 12.12.2009
    • Gast
    Irgendein Wissenschaftler ( Einstein ? ) hat gesagt:
    "Gäbe es Gott nicht schon, müßte man ihn erfinden".
     
  9. @#26: In Sachen Konjunktiv wende dich an den Schreiber von #14 - ich habe ihn lediglich zitiert.

    Über den Rest brauchen wir beide wohl nicht zu diskutieren. Wenn ich mir deine anderen Postings hier in dem Thread anschaue, werden wir wahrscheinlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
     

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