1. Informieren, warum bedeutet es für den Einen Stress und für andere Freiheit?

    Jeder denkt ja, dass seine Art normal ist und deshalb die Lösung so einfach.
    Aber bei einem Thema, komme ich gerade bei Männern regelmäßig in eine Diskussion: frühzeitig informieren.
    Übrigens auch mit meinem besten Freund.

    Ich antworte, wenn man mir eine Frage stellt. Geht natürlich nicht immer sofort aber doch zügig.
    Sorry hier ist Stress, melde mich wenn ich raus bin/Abends/ morgen etc.
    Und darauf kann der andere sich verlassen.
    Klappt etwas nicht oder nicht pünktlich, informiere ich in dem Moment wo ich das weiß.
    Hat man gesagt: lass uns am Wochenende sehen, geh ich spätestens Mittwoch in den Austausch.
    Damit können alle planen und keiner kommt in die Warteposition.
    Umgekehrt brauch ich das auch, dann weiss ich, ich habe Zeitfenster um etwas anderes zu machen.

    Das schliesst nicht aus, anzurufen und fragen ob man spontan Zeit hat.
    Aber sagt jemand, ich habe Zeit ab 11h und meldet sich nicht von sich aus um zu sagen wird 16h fühle ich mich meiner Freiheit beraubt.
    Denn so hätte ich zb mich mit einer Freundin zum Frühstücken verabreden können.

    Mit meinen Freundinnen und weiblichen Bekannten, habe ich da nie Stress ( klar hat jeder mal was vergessen).
    Die machen es wie ich und fluchen genau so, wenn Mann das nicht tut.
    Und mittlerweile führt dieses: nicht informieren bei einigen sogar zur Trennung.
    Die häufigste Antwort der Herren: zu hohe Erwartungen, zu druckvoll etc.

    Das Thema stresst so aber automatisch Beide.

    Bei mir ist es im Moment der Grund, keine feste Beziehung einzugehen.
    Die Freundschaft+ ist inniger geworden und vorallem er, spricht von verliebt und Beziehung.
    Als Witwer ist er AE und eine Tochter ist durch die Pubertät erst jetzt richtig in die Trauer gegangen.
    Logisch dass ich da jetzt nicht auftauche, völlig falscher Zeitpunkt.
    Ich weiss auch das das alles stimmt...wohnt ja nah dran.
    Aber seine Art zu kommunizieren oder zu informieren, dass ich Treffen etc planen kann, ist für mich Stress. Und dabei will er mich sogar oft sehen auch ohne Sex.
    Zuerst kam, dass er ja 23Jahre sowas nicht brauchte.
    Jetzt sehe ich, macht beiden Stress so oder so und passt nicht.
    Ich gehe innerlich nicht weiter bzw nicht mal die Freundschaft+ kann so funktionieren.

    Aber warum ist es so schwer?
    Eigentlich war nur mein Exmann ein informierer und braucht es bis heute.
    Bei anderen muss ich immer fragen, bis ich mich fühle wie die sesamstrasse.
    Ich beziehe meine Frage jetzt nicht auf diesen Mann, sondern sehe es bei so vielen: Frau und Mann haben da Stress.

    Warum und wie löst man das?
     
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  3. Vielleicht liegt es daran, dass viele (vielleicht besonders Männer) es unglaublich anstrengend finden, Texte zu formulieren und zu schreiben, oder extra anzurufen. Außer im beruflichen Bereich, denn da wird das ja ganz direkt und offensichtlich belohnt durch Gehalt und Anerkennung. Im privaten Bereich ist der Lohn wohl entweder für viele nicht so leicht erkennbar oder ist demjenigen gleichgültig - der Lohn ist eine gute Beziehung. Keine gute Beziehung ohne gute Kommunikation! Dazu gehört selbstverständlich das Informieren z.B. über Terminänderungen.
     
  4. Das finde ich (aus aktuellem Anlass) eine gute Frage.
    Für mich sind das einerseits Opportunisten, die Dinge unverbindlich lassen, damit sie bei besserer Gelegenheit was anderes finden. Aber mir ist das beim Daten auch vermehrt aufgefallen (wobei ich wette, dass es auch solche Frauen gibt).
    Ich finde das einfach respektlos. Ich hatte dieses Jahr mehrfach Fälle in denen Männer kurzfristig absagten, dann sagten “nächste Woche auf jeden Fall”, um mich erst danach zu informieren, dass sie gar keine Zeit hatten, im Urlaub waren, etc.
    Das zeugt mir von mangelndem Interesse.
    Natürlich kann man das ansprechen, wenn einem die Beziehung wichtig ist, und sehen ob sich was ändert und ansonsten die Beziehung beenden.
     
  5. Für den anderen bedeutet das nicht-Informieren Freiheit-er muss sich ja nicht festlegen.
    Einziger Weg daraus zu kommen-nicht mehr verfügbar sein für den anderen. Sprich, wenn keine rechtzeitige WE Planung kommt, hast du eben schon was anderes vor. Wenn der ausgemachte Anruf um 20 Uhr nicht kommt, bist du ab 20:30 nicht mehr erreichbar.
    Diskussionen bringen nichts.
    ich finde es traurig zu lesen, dass dein Witwer dich nicht nur für Sex sehen will.Demnach bedeutest du ihm auch als Mensch etwas, aber muss man darüber schon froh sein? Ich sehe, dass du dich hier sehr zurücknimmst, sehr viel Verständnis hast für ihn, aber hat er das auch für dich? Immer wieder sehe ich, dass sich Frauen um den Mann rumwickeln, ihm alles recht machen wollen, keine Ansprüche und Bedürfnisse stellen, während sich der Mann rauspickt was ihm passt.
     
  6. Liebe Pixi, du bist doch eine von den "Altweisen" hier.Tag für Tag wird hier dasselbe geschrieben-wer ernsthaftes Interesse hat, als Partner, Freund, Bekannter, der bemüht sich. Für alle anderen bist du maximum bequem. Das liegt nicht an unterschiedlicher Kommunikation, sondern an mangelndem Interesse. Ich hatte einen platonischen Freund, der weit weg wohnt und in Gießerei arbeitet, also schwere Anzüge trägt.Ausserdem hat er zeitintensives Hobby und ist ehrenamtlich engagiert. Er fand immer Zeit, mir zu antworten oder selber zu schreiben. Wenn es länger keine Antwort kam, dann wusste ich-er kann jetzt nicht antworten. Unsere Freundschaft ging in die Brüche, weil seine Gefühle im Wege standen. Ich kenne es auch anders-drei Wochen Ghosting, weil Mann Stress hat. Oder manch eine Freundin, die den Weg zum Telefon nicht findet und erst zwei Tage später antwortet. Oder gar nicht. Zerbrich dir nicht den Kopf, sondern setze den anderen die gleiche Prioritäten wie sie dir. Antwortet jemand spätestens am Abend nicht oder früher, wenn es erforderlich ist, dann rutscht dieser Mensch ganz nach hinten, bis er das Gegenteil beweist.Wer bis Donnerstag nichts ausmacht, bekommt kein WE mit dir. Bei spontanen Treffen musst du eben nachsichtiger sein, aber reguläre Planung bedeutet Wertschätzung deiner Zeit. Überlege, wer dies in deiner Umgebung betreibt und handle dementsprechend.
     
  7. Liebe Pixi,

    Ich bin da ganz genau so gestrickt,komme pünktlich , plane rechtzeitig , mag zwar Spontanität, aber mich stresst so ein Verhalten auch immens.

    Ich habe dafür keine Erklärung.
    Außer die, so wurde es von meinem besten Freund geäußert, und ich nehme es als plausible Hypothese - Mann hatte das alles schon über Jahre hinweg und heute möchte er seine Freiheit.

    Für mich auch der Hauptgrund, warum es bei uns nur eine platonische Freundschaft ist - ich war mehrfach vor Sprachlosigkeit gesessen, Termine wurden vergessen, und auch dies
    - er meldete sich dann entweder gar nicht oder um 14h00...
    Kenne ich.

    Mit mir macht es etwas, und so führe ich keine Partnerschaft.

    Heute ist es so, dass ich seine Termine nur noch als verbindlich nehme, wenn sie explizit von ihm bestätigt sind. Ein paar mal war ich dann anderweitig verplant - ich ziehe dann eine verbindliche Anfrage der vagen Option vor. Seitdem ist es deutlich weniger geworden.

    Früher kannte ich zwar auch Menschen, die so "spontan" waren, mein Großer ist auch so - Grummel - aber in Partnerschaften nie.

    Und damit ziehe ich für mich das Fazit, dass der Partner bei so einem Verhalten eben nicht wichtig genug ist, und mir das für eine Partnerschaft nicht reicht.

    Liebe Pixi, fühl Dich umarmt.
    Irgendwann möchte man jemanden wirklich wichtig sein, und dies spüren.
    Auch wenn es schmerzt, man ist zwar diesen Personen durchaus wichtig, da sind auch Gefühle da, aber sie reichen nicht.

    Alles Gute
    W,49
     
  8. Nach meinen Erfahrungen hat man Stress, wenn es nicht passt, in den meisten Fällen passt der Partner ganz einfach nicht, man will das aber nicht wahrhaben und macht weiter mit diesem Stress, da bin ich lieber alleine, bevor ich ständig solchen Stress habe.
     
  9. Das kann ich sehr gut verstehen. Das ist absolut nachvollziehbar und eine Verabredung sagt man entweder ab oder kündigt eine Verspätung an. Das ist doch das mindeste, was man erwarten kann. Dies sollte eigentlich für jeden erwachsenen Menschen klar sein. Von der anderen Seite kann diese "informieren" auch einwenig ausufern und eine Dimension erreichen, die letztendlich mehr oder weniger unter der Kategorie "Überwachen" fallen würde. Warum ich es so denke, möchte ich erklären: Diese Diskussionen habe ich auch immer wieder mit meinem Mann geführt bis meine Mutter den WhatsApp für sich entdeckt hatte. Plötzlich war ich die Person, die immer anhören müsste, wie unpünktlich und unzuverlässig ich sei. Ich bekam jeden Tag mehrere Nachrichten von meiner Mutter und dann haben ALLE meine Tanten auch den WhatsApp entdeckt und haben zusammen eine Gruppe erstellt und unglücklicherweise haben sie mich auch in ihre Gruppe eingefügt und ab da an habe ich plötzlich eine andere Sicht über das Thema "Informieren" bekommen.
    Ich habe ein an sich sehr stressiges Leben. Die Kinder, mein Haushalt, meine Hobbys, mein Beruf, und vieles mehr beschäftigen mich rund um die Uhr und manchmal möchte ich einfach nur in Ruhe gelassen werden. Es bedeutet nicht, dass ich meine Mutter nicht liebe und keine Gefühle für sie habe aber ich kann nicht rund um die Uhr nur für sie da sein. Wenn ich im Stau stecke oder auf der Autobahn unterwegs bin, kann ich nicht anhalten und meine Mutter eine Smily schicken, damit sie informiert ist. Das muss ich aber sehr oft machen, weil sonst ich wieder endlose Diskussionen mir anhören muss über die Prioritäten im Leben und ob ich sie liebe oder nicht. Das hat mir eigentlich die Augen geöffnet und seit dem führe ich auch keine Diskussionen mehr mit meinem Ex über seine Pünklichkeit :).
     
  10. Hm, liebe FS, das tut mir sehr leid für dich, dass du dich mit solchen Themen auseinandersetzen musst.

    Ich bin bei sowas relativ konsequent, wenn ein Mensch das 3 Mal mit mir macht, ziehe ich mich aus Beziehung/ Freundschaft zurück. Ich will solche Unverbindlichkeiten nicht in meinem Leben haben, denn wie du schon sagst, das stresst nur unsinnig. Ich bin immer versucht, die Stressfaktoren aus meinem Leben zu eliminieren, bevor sie aktiv werden. Ich habe zum Glück nur verbindliche Menschen in meinem Umfeld.

    Nun steckst du aber mit solch einem in einer Liebesbeziehung. Auch bei so etwas rate ich zu bedingungsloser Konsequenz, auch wenn es schmerzhaft werden kann: sag ihm das halt genau so, wie du es hier geschrieben hast, und wenn er sich nicht daran hält, dir mitzuteilen, wenn es später wird, oder dir bei Verhinderung rechtzeitig Bescheid zu geben, geschweige denn, dich mal in seine Planung einzubeziehen, tja, dann musst du Konsequenzen ziehen.
     
  11. Ihr Lieben, es ist mir durch den Witwer noch einmal aufgefallen aber ich erlebe das auch um mich herum, in Beziehungen die schon länger laufen.

    Er hat genug Dinge getan, dass ich mich wertgeschätzt fühle.
    War im Krankenhaus, einkaufen und meldet sich täglich, versucht auch mich oft zu sehen und wenn spontan zum Weihnachtsmarkt.
    Hier ist es nur so, dass es nicht vorzeitig organisiert wird.
    Er kann zb sonst freitags nie, es war eher der Samstagabend.
    Er weiss das, teilt es nicht mit und ich war so Freitag verabredet und Samstag ging von ihm aus nicht.
    Oder wenn er unterwegs ist ...eigentlich immer mit Töchtern und nicht Party, meldet er sich nicht. Da stell ich auch keine Frage an ihn.
    Aber irgendwann möchte ich wissen, ob zb der Sonntag klappt oder nicht.
    Diese Art wird sich auch nicht ändern, wenn ich offiziell bin...Organisation 0.
    Ich muss nicht betteln aber nerven oder mich völlig anpassen.
    Und deshalb wird es nicht funktionieren.
    Ich habe gehandelt, er versteht traurig die Welt nicht aber ich bin deshalb innerlich zurückgegangen.

    Aber wie gesagt, dass Thema schwirrt um mich herum auch.
    Und es gibt genervte Freundinnen, die regelmäßig darüber Krach bekommen und so kommt es zum Riss.

    Ich sag es mal so....Frau soll fragen, organisieren und am besten eine Glaskugel haben.

    Lebt man zusammen, ist das einfach aber wenn nicht, funktioniert es nicht mit frühzeitig und jeder fühlt sich unwohl.
    Ich habe letztens zu einer Freundin gesagt: als Urmenschen haben die Männer sich bei der Jagd nur Zeichen gegeben.
    Steht man daneben geht's ja, nur man steht ja da nicht.

    2 Bekannte werden sich deshalb trennen, denn beide sind schon zu genervt, dass in der Zeit wo man Schönes machen sollte, diskutiert wird. Und die sind schon 3-4 Jahre zusammen, haben nur zu Anfang mitgemacht.
    Das hab ich ja gar nicht vor...

    Nur ist es nicht traurig, dass Dinge scheitern, nicht wg böser Dinge sondern "nur" deshalb?
     
  12. Ach Pixie, warum so unentspannt?
    Muss denn unbedingt das WE auch noch streng im Zeittakt sein? Durchgeplant bis zum Geht - nicht - mehr?
    Bei uns geht das entspannt - pünktlich muss nur sein, wenn es entsprechend ausgemacht ist. Weil eine Veranstaltung pünktlich anfängt. Ein Tisch reserviert ist. Man anderen Menschen Pünktlichkeit versprochen hat.
    Habe ich Freitag nachmittag eine Besprechung, die voraussichtlich gegen 17 Uhr beendet sein dürfte, es wird aber 18 Uhr ... ja und? Sie hat ja einen Schlüssel. Und wenn sie noch mit Schwester oder Freundinnen spontan Kaffee trinken mag - so what.
    Zu manchen Parties kommen wir auch bewusst später - sie hat gelernt, dass der langweilige Teil dann vorbei ist, wir immer noch was zu Essen bekommen und Getränke auch noch reichlich da sind.
    Stress ist hausgemacht - gerade am WE mag ich kein Sklave von Telefon und Uhr sein. Natürlich lasse ich sie nicht im Regen warten, aber ein Anruf? Daheim in der warmen Wohnung ? Eigentlich egal, ob der um 20 Uhr oder um 21 Uhr erfolgt.
    Daher machen wir nur ca. Zeiten aus - privat . Und wenn ich eine Stunde später dran bin, kann es eben sein, dass ich einen Zettel finde "Bin im Sport" . Unkompliziert ist wunderbar.
     
  13. Das ist eine Typsache. Ich glaube, da Kompromisse zu finden, ist immer schwer. Bei Gefühlen beiderseits sollte es aber möglich sein darüber grundsätzlich zu reden und dann eine Mitte zu finden. Wenn beide etwas nach- und sich Mühe geben.
    Mich nervt das schon bei Freundinnen. „Ja, ich komme vorbei!“ dann höre ich ewig nichts, schreibe eine Stunde später „ach ja, bin noch nicht mal zuhause“. Warum schreibt man das dann nicht?? Manche sind so, manche nicht. Bei meinem Partner fänd ich das auch furchtbar; ich will mein Wochenende gern bisschen planen und muss daher grob wissen, wann wer Zeit hat. Ich versteh dich also sehr gut.

    W,35
     
  14. Was ist denn bei dir los? Dieser eine Satz sagt alles aus.

    Bei anderen muss ich immer fragen, bis ich mich fühle wie die Sesamstrasse.

    Halte dich doch einfach mal zurück. Kann es sein das du dein Umfeld manchmal mit deiner Art auf die Nerven gehst. Den Eindruck habe ich mal so von dir. Immer alles schön verplant, auch den Wochenenden bis spätestens Mittwoch muss alles klar sein. Easy going bitte. Oder fällt es dir schwer kurzfristig alleine ein Sinnvolles Wochenende zu gestalten.Hast du dir schon mal Gedanken gemacht warum DU immer alles nachfragst. Evtl. weil die anderen nicht wirklich Bock auf dich haben? Ich will dich nicht verletzen, als Frau schon mal gar nicht. Ich möchte dir nur meine Sichtweise darstellen. Weil du weißt ja, jeder meint seine Art ist die Richtige. Schönen Sonntag.
     
  15. Liebe Pixie, ja dann soll es so sein. Ich würde mich für diesen Mann bzw. für niemanden anderen in die Warteschleife begeben. Wenn es dann eben nur mit spontanen Treffen sein soll, dann ist es eben so. Ihm scheint es ja nichts auszumachen. Richte Dir Dein Leben so ein, dass es Dir passt. Ggf. musst Du Dich eben auch "Männertechnisch" umorientieren. Von unzuverlässigen Menschen halte ich grundsätzlich nichts. Die sind nichts anderes als Zeiträuber.
    Wenn Du auf solche Bekanntschaften nicht verzichten möchtest, dann triffst Du Dich mit diesen eben nur noch spontan, wenn es sich eben zufällig ergibt.
     
  16. Es ist richtig, dass Männer tendenziell anders kommunizieren. Das erlebe ich auch im Beruf, zumindest in mehrschichtigen Hierarchien mit männlichen Führungskräften. Sie machen sich weniger Gedanken, ob der andere mit ihren Angaben auch klar kommt. Selbst Führungskräfte schreiben beispielsweise als Treffpunkt: "Haus 5" Ja und, welcher Raum? Geht es um "Details", haben viele da einfach nicht ihre starke Seite. Das wollen aber Menschen mit autoritärem Führungsstil oder egozentrischem Wesen nicht sehen oder hören.

    Aber: Es gibt durchaus auch Männer, die sehr zuverlässig und pünktich sind oder es sich zu Herzen nehmen und darüber nachdenken, was der andere denn meint bzw. womit er nicht klar kommt.

    Liebe Pixi, in deinem Fall sehe ich es jedoch so:
    Wenn es um Details in der Kommunikation geht, kann es sein, dass dein Freund da tatsächlich Schwierigkeiten hat, sich in dich einzufühlen. Aber zum einen geht es ja wohl nicht um Details, wenn der eine vom Vormittag oder gar um elf spricht und der andere dann kurz vorm Peng mit 16 Uhr um die Ecke kommt. Zum anderen könnte er sich nach dem ersten, zweiten oder spätestens dritten "Missverständnis" die Mühe machen, dich zu verstehen. Weil es ihm wichtig ist, dich zu verstehen und damit es auch dir gut geht.

    Genau an dem zweiten Punkt scheint es jedoch zu hapern. Entweder kreist er grundsätzlich nur um sich oder er achtet dich nicht genug oder beides zusammen.

    Mein Tipp: Du hast dir genug Gedanken gemacht, das Gespräch gesucht und zweifelst schon, ob es an der Mann - Frau- Thematik liegt. Also an dir, weil du eine Frau bist. Nein, es liegt nicht an dir. Du kannst nur die Konsequenzen ziehen, wenn du dich nicht mehr wohlfühlst mit dieser fruchtlosen Kommunikation. Also dich mit anderen verabreden, sobald du was Schönes mitbekommst. Egal ob es Mittwoch, Freitag, Sommer oder Winter ist. Und sollte ein Wochenende nicht verplant sein, dann plane spätestens Mittwoch was Schönes für dich. Mit ihm oder ohne ihn.

    Es ist übrigens kein reines Männerthema. Ich habe eine weibliche Bekannte, die fragt gern Samstagvormittag, ob ich abends oder Sonntag was vorhabe. Manchmal kam das wie gerufen, weit überwiegend war ich verplant. Ihre Chancen: 1:5. Sie ist die absolute Ausnahme und wird eine Bekannte bleiben. Bei einer anderen Frau stelle ich gerade die Freundschaft (sie nennt das so, für mich ist es nur eine Bekanntschaft) in Frage. Wir konnten uns nach ihrem spontanen Zufallsprinzip in der ganzen Weihnachtszeit nicht einmal treffen, obwohl ich sie wirklich gern gesehen hätte und was vorgeschlagen habe. Ein von ihr geplantes Vorhaben für das neue Jahr über ein verlängertes Wochenende hängt in der Luft, sie wollte sich auf keinen Termin festlegen. Inzwischen ist es bald Februar, wir haben uns seit drei Monaten nicht mehr gesehen und wir, also sie, hat nicht mal ein kleines Treffen geplant. Da fehlen mir Achtsamkeit und Wertschätzung, sowas tut mir selbst in einer Freundschaft weh und dann gehe ich lieber.
     
  17. Liebe Pixie,
    Danke für das schöne Thema und gleich die Antwort: nein, es ist nicht schade, dass "Dinge" daran scheitern, denn es sind ja keine schönen Dinge die da scheitern sondern sie haben lange Zeit mindestens einem sehr schlechte Gefühle und Unsicherheit verschafft, daher zu Konflikten geführt.

    Ich finde es wunderbar, dass Du es als Freiheitsberaubung beschreibst, wenn Du Dich dem vermeintlich schlechten Zeitmanagement des Mannes anpasst.
    Nur ist es so, dass
    1. nicht der Mann Dich Deiner Freiheit beraubt, sondern Du selber indem Du Dich ihm anpasst und wartest. Du wirst zur Mutti, die auf den bockigen Jungen wartet.
    Eine gleichwertige Partnerin zeigt ihm nach dem ersten Versetzen, wo der Hammer hängt und geht mit ihm exakt genauso um - versetzt ihn beim nächsten Mal, statt die "traurige, alles verzeihende Mutti" zu geben.
    Die ist nämlich unsexy, weil er ja immer ankommen kann, wenn es ihn im Schritt zwickt. Legt die Frau ihn trocken, rafft er ganz fix, dass die Mutti-Regeln nicht wirken sondern dass er mit einer Frau anders umgehen muss.

    2. er garkein schlechtes Zeitmanagement hat (bekommt er im Job doch auch hin). Er setzt Prioritäten und seine Priorität bist nunmal nicht Du. Dir ist der Mann deutlich wichtiger als Du es ihm bist. Daher begibst Du Dich in den Wartekerker während er in bestem Zeitmanagement das tut, was für ihn attraktiver ist als mit Dir zusammen zu sein - das ist die bittere Wahrheit, vor der Du lueber die Augen verschließt.

    Frag' Dich mal, warum Deine Freundinnen so zuverlässig sind und Männer in Deinem Umfeld so unzuverlässig. Ich würde mal tippen, dass Du bei Frauen eine sehr gute Menschenkenntnis hast und Dir nicht alles bieten lässt, während Du von männlicher Zuneigung sehr abhängig bist und Dir auf der Nase rumtanzen lässt - wie auch Deine Freundinnen, denen es genauso geht.

    Als ich mir nach meiner Scheidung einen komplett neuen Freundeskreis aufbauen müsste, stellte ich fest, dass Frauen ganz genauso "planlos" sind wie Männer. Nur erkannte ich, dass sie garnicht planlos (schlechtes Zeitmanagement) waren sondern dass sie andere Prioritäten setzten, wenn sie mich versetzten - bei Frauen waren es oft Manner diegenauso waren, wie Du "Deine" Männer beschreibst, immer auf Abruf.
    Ich habe diese "Freundschaften" konsequent in lose Bekanntschaften umgewandelt, denen gegenüber ich genauso unzuverlässig bin wie sie zu mir.
    Meine Freundinnen sind zu mir genauso zuverlässig und transparent wie mein Mann. Alle Freundinnen führen übrigens auch solche Ehen mit großer emotionaler Sicherheit (=Transparenz und Zuverlässigkeit).
     
  18. Auch ein Beispiel, was bei mir und um mich herum zu Unmut sorgt: es wurde nicht gesagt: wir treffen uns um 11h sondern ich habe ab 11h wahrscheinlich Zeit.

    Ich habe genau das mal im Bekanntenkreis gefragt: Alle Frauen fühlten sich um 11h verabredet und halten sich ab da frei.
    Zumindest erwartet Frau bis ca 10.30h die Info, wann es in den nächsten Minuten losgeht.

    Einige Männer sagen: das ist keine ausgemachte Zeit. Es reicht doch, wenn ich mich melde, wenn es klappt.
    16h ist auch nach 11h.
    Bei uns lags an einer kaputten Waschmaschine.

    Also muss Frau immer fragen, um zu wissen wie ihr eigener Zeitplan aussieht.
    Und das wirkt dann klammernd oder überwachend.
    Dabei geht's ja nicht um: antworte sofort oder immer wissen wollen was der andere tut.
    Kommt dann aber so an!

    Die Frage habe ich bei einem Brunch in die Runde geworfen und es gab richtig hitzige Diskussionen.

    Wie doof, wenn unterm Strich beide versuchen sich so häufig wie möglich zu sehen. Und jeder die Welt nicht versteht, warum der andere genervt ist.
     
  19. Es ist nicht "nur" deshalb.
    Es geht um eine grundlegend unterschiedliche Sicht der Dinge.

    Es geht um Verbindlichkeit, ob der Grundfrage, so verstehe ich es,
    und um Kommunikation , wie bei dem Beispiel mit der WhatsApp Gruppe.

    Natürlich darf es nicht ausufern wie in dem Beispiel der WhatsApp Gruppe.
    Aber in einem angemessenen Zeitrahmen zu antworten ist Höflichkeit. Für mich so innerhalb 24 Stunden, privat, ehrenamtlich, beruflich - außer ich bin im Urlaub, dann kommuniziere ich das vorher. Ist es eilig, rufe ich an. Wir sollten uns nichts vormachen, 1x am Tag ist wohl (fast) jeder mal online - die Ausnahmen kennt man, dann kommuniziert man anders.
    Ich sage auch klipp und klar, dass ich nicht permanent online bin, und nicht permanent erreichbar, das nicht erwarte, und nicht leiste - also es gibt die Nuancen zwischen permanent, und angemessen.
    Rechtzeitig Bescheid zu geben bei Planänderungen oder bei absehbaren Verspätungen, muss ich bei Geschäftsterminen auch, oder generell im Job. Da wird es nicht lange toleriert, wenn eine *r notorisch zu spät kommt.

    Auch Terminabsprachen gehören zum Alltag, muss man ebenso permanent. Das ist selbstverständlich.

    Und dann ist das alles beim Partner nicht wichtig, unnötig?
    Jetzt könnte man sagen, wenigstens beim Partner gibt es kein Müssen, man darf sein wie man will, spontan, flexibel... Liebe wäre tolerant.
    Aber die Freiheit des Einen hört immer am den Grenzen des Anderen auf.
    Dieses "nur" hat für mich etwas mit Respekt und Wertschätzung zu tun.
    Das Bedürfnis, frei, ungebunden, spontan, flexibel gegen das Bedürfnis des Anderen nach Zuverlässigkeit, Planbarkeit. Welches Bedürfnis wiegt mehr?
    So spontan geht manches eben nicht.
    Und meist erwartet der Spontane dann durchaus, dass der Andere spontan Zeit hat.
    Ich möchte nicht für 14h00 verabredet sein, und um 15h00 die Nachricht bekommen, dass es leider doch nicht klappt.
    Dieses "Nur" ist respektlos, und es ist zumindest in diesem Bereich mangelnde Wertschätzung.

    Mag sein, dass es für manche tolierbar ist, dass man sich sagt, dafür hat der Andere diese und jene positiven Seiten.
    Bei Freunden kann ich persönlich noch etwas nachsichtiger sein. Wobei ich mich konsequent aus der Warteschleife heraus nehme. Ich plane, und wer verbindlich zusagt, mit dem- / derjenigen wird etwas unternommen. Alles andere nehme ich nur als Absichtserklärung.
    Warten tue ich auch nur noch max. 15min, dann bin ich weg. Ich bin pünktlich.
    Bei manchen gebe ich von vornherein eine andere Uhrzeit an, weil ich die notorische 1/4h kenne.

    Also gibt es durchaus Toleranzen. Wenn ich mich aber gestresst und unwohl fühle, dann ziehe ich meine Grenzen.

    In einer Partnerschaft diskutiere ich nicht über verschiedene Interpretationen von Verbindlichkeit. Entweder es gibt Konsens, oder ich lasse es.
    Das gehört für mich zu den Basics.

    W,49
     
  20. @Tom26 habe ich in meiner Ehe genauso gelebt wie ihr.
    Und von 1-2 Stunden rede ich auch nicht...wenn ihr grundsätzlich zeitlich flexibel seit, alles gut.

    Nur hier und da Leben Kinder mit im Haus, neben Job und Co.
    Es gibt also nicht wie bei Euch nur diese 2 Personen und mehr zu organisieren.
     
  21. Dem anderen Zeitfenster von 11 bis 16 h zuzumuten, beraubt den anderen seiner Freiheit.
    Und natürlich möchte wissen,an welchem Tag man überhaupt am WE eine Verabredung hat. Um auch andere Termine zu planen.
    Kennst du überhaupt seine Töchter? Sorry, aber für mich sieht es so aus, als würde er dich in spontane Zeitfenster dazwischen einschieben, aber mit dir nicht fix und verbindlich planen wollen
     
  22. Ja, liebe FS, welche Frau kennt das nicht? Es ist auch typisch, dass mit @Tom26 ein Mann hier schreibt, es "spontan" zu mögen, alle anderen Foristen, meist Frauen, ebenfalls über die Unzuverlässigkeit klagen. Aber ich nehme an, Tom lebt mit seiner Freundin zusammen, da ist das ganz etwas Anderes. In einer langjährigen Beziehung, in der man zusammenlebt und den grössten Teil der Freizeit auch automatisch gemeinsam verbringt, spielt Spontanität eine ganz andere Rolle, ist viel leichter möglich. Aber wenn man nicht so lang zusammen ist, noch sozusagen getrennte Leben führt, dann ist es wichtig, planen zu können, sich verlassen zu können. Gerade im Bezug auf das Wochenende. Wer will alleine zu Hause sitzen, nur weil der Schwarm eine Verabredung kurzfristig absagt und man dadurch keine Zeit hatte, etwas Anderes auszumachen?

    Unmöglich, so etwas. Auch ich habe schon mit so manchem Herren darüber diskutiert und mir wurde vorgeworfen, nicht "spontan" zu sein. Weisst du, was "spontan" hier heisst? Bereit stehen, wenn der Andere Lust hat, springen, wenn der Andere will und still halten, wenn der Andere gerade mal nicht will. Da geht es nur um die Bedürfnisse des Anderen, nicht um die eigenen. Ich weiss aber nicht, ob das automatisch bedeutet, dass man dem Anderen nicht wichtig genug ist. Ich glaube, manche Leute sind einfach so, sie wollen sich vor allem nicht festlegen, nicht mal bei so kleinen Dingen. Stefanie Stahl erläutert so etwas sehr treffend in ihren Büchern. Es ist ein Zeichen der Unverbindlichkeit und Bindungsscheu, die heutzutage Zeitgeist ist.
     
  23. Ihr macht mE den „wenn ich ihm wichtig wäre, dann würde er sich so und so verhalten“-Denkfehler, jedoch hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Ihr nehmt an, dass der Andere eigentlich doch so tickt wie ihr und bei euch wäre es ein Zeichen von „ist nicht so wichtig“, wenn ihr euch so verhaltet, also schließt ihr darauf, dass es für den Anderen auch nicht so wichtig ist. Das ist jedoch ein falscher Schluss, sondern der Andere tickt einfach nur anders oder hat einfach mehr zu tun.

    Bin hier bei Tom26: Ich habe genug Stress bei der Arbeit, da finde ich es anstrengend, wenn Menschen im privaten Bereich höchste Korrektheit einfordern. Nach meiner Beobachtung machen das jedoch nur Menschen, die wenig um die Ohren haben, deshalb ihre wenigen Termine und Aufgaben gut hinbekommen und nicht sehen, dass andere viel mehr zu tun haben und da auch mal etwas unrund läuft. Diese Menschen beziehen das auch noch auf sich („ich bin nicht so wichtig“), dabei machen sie sich damit nur selber klein und das ist unsexy. Wer ständig Beweise braucht, dass er anderen wichtig ist, ist nicht bei sich und - Achtung: böses Wort - bedürftig.
     
  24. Ich habe diese Situationen auch schon öfter erlebt, nicht mit (potentiellen) Partnern, sondern mit Familienangehörigen, Eltern der Freunde meines Kindes, Arbeitskollegen usw.
    Es ist für mich eine Frage der Sozialkompetenz.
    Wenn ich mich in den anderen hineinversetzen kann und verstehen kann, dass ihm seine Lebenszeit auch wichtig ist und er besseres zu tun hat, als auf mich zu warten, werde ich ihn rechtzeitig informieren.
    Wenn sich derjenige kurz vorher plötzlich meldet und zusagen möchte, sage ich dann auch, jetzt habe ich mir schon etwas anderes vorgenommen. Ich kann meine Lebenszeit nicht mit Fragezeichen im Kalender verschwenden.
    Was anderes ist es natürlich, wenn es die Person aus gesundheitlichen Gründen nicht vorher einschätzen kann.
     
  25. Ich für mich muss planen, nicht weil so wenig los ist , sondern viel an vielen Stellen.
    Und dann setze ich Prioritäten.
    Freundschaften, Partnerschaften, Familie, das ist mir wichtig, aber dann jongliere ich oft mit Terminen. Beruf, Ehrenamt mit vielen Abendterminen
    Wenn ich nun freie Zeit für jemanden schaffe, anderes verschiebe, absage und der-/ diejenige dann kurz für knapp absagt - ohne triftigen Grund - oder schweigend nicht kommt, dann bin ich sauer.

    Und es hat insofern mit Wichtigkeit zu tun, dass man sich solche Freiheiten zum Beispiel im Beruf nicht erlauben würde.

    Ich kann alternativ natürlich sagen, ok, ich habe meine Termine und hier habe ich einen Zeitraum für Spontanes, ich habe solche Zeiten, wo ich bewusst nichts plane, und dann ist es für diesen Menschen eine Option.
    Dann sage ich z.B. Sonntags habe ich noch nichts vor... Es kann aber sein, dass wenn sich der-/ diejenige meldet, dass ich dann frühmorgens beschlossen habe, in die Berge zu verschwinden. Und dann bin ich auch nicht erreichbar.

    Das Problem mit spontanen Menschen ist nämlich sehr oft, dass sie davon ausgehen, dass der andere immer erreichbar und verfügbar ist.

    Tom, bei Deinen Beispielen kann man entspannt bleiben, damit kann man doch meist umgehen.
    Aber - genau so passiert - wir hatten eine Verabredung für einen Samstag. Schöner Tag, es war schon mal umrissen, was man machen könnte.
    Dann kommt Freitags eine Anfrage von meinem Bergkumpel, zuverlässig, es ist tolles Wetter, wollen wir. So oft hat er leider nicht Zeit.
    Ok, ich sage ab, schließlich habe ich eine Verabredung.
    Und dann kommt am Samstag morgen auf meine Rückfrage, oh, habe ich vergessen, ich bin nun...
    Für die Bergtour zu spät.
    Natürlich kann man sich auch dann noch einen schönen Tag machen.
    Am "schönsten" ist es, wenn dieses Spontan dann den eigenen Geburtstag betrifft.

    Inzwischen sage ich dann bei diesem sehr zuverlässigen Kumpel zu, es wird immer ein toller Tag.

    Das Thema betrifft nicht nur Männer , es gibt auch Frauen, und aus dem "Wir treffen uns spontan" wird bei Frauen definitiv nie etwas.

    Es gibt ja, vielleicht und nein.
    Bei vielleicht gehe ich inzwischen von einem Nein aus, oder man hat sehr explizit vielleicht gesagt, und beide kennen das Fragezeichen.
     
  26. Ich bin ja mit zwei 19 jährigen Söhnen keine arme AE mehr.
    War ich aber und so habe ich jahrelang organisieren müssen um angemessen Zeit frei zu schaufeln und es geschafft.

    Im Job habe ich genug zu tun, bin zwischen 19.30 oder 20.30 je nach Stau zuhause, teilweise auch samstags.
    Spontan früher gehen geht nicht, braucht auch frühzeitige Organisation des Dienstplans.

    Meine Freundinnen haben kleiner Kinder und müssen eben auch organisieren um freizuschaufeln.
    Er hat ja nicht mal alle 14 Tage kinderfrei, weil es ja keine Mutter mehr gibt.

    Kenne ich alles und somit verstehe ich auch, wenn's mal kurzfristig nicht geht ( Kind krank oder wie bei mir, mal wieder in der Notaufnahme) oder eben nicht lange.
    Und ich verstehe, dass auch meine Freundinnen es organisieren wollen/müssen.
    Und wenn wir mal Kuscheln etc wollen, geht's zzt nur bei mir und ich werfe meine Jungs auch nicht einfach kurzfristig raus...Hier geht ins Kino!
    Er hat auch letztens ein ganzes Wochenende frei geschaufelt, mir das nur nicht mitgeteilt.
    Klar war ich schon verabredet und zwar mit meiner Freundin, die verstanden hatte, ihrer ist wie an den Papawochende beschäftigt.
    Kurz beide waren tief enttäuscht und wir hätten ja nur fragen brauchen.

    Er möchte mich gleich sehen aber da ich nicht in die permanente Warteschleife oder Holschuld will, wird's wohl final sein.

    Meine Freundin ist kurz vorm Mord und von einer anderen weiss ich, dass es einschläft weil sie sich auf: ja nein vielleicht nicht mehr einlassen will und man sich so eigentlich gar nicht mehr sieht.

    Und der Witwer ist allgemein unorganisiert, Job ist bei ihm bis April 70% zuhause.
    Seine besten Freunde Leben nebenan.
    Er war in 23 Jahren nur 5 Tage getrennt von seiner Frau, schon vom ersten Tag lebte man zumindest im Studentenwohnheim zusammen.
    Da wurde eben spontan oder nach dem Rhytmus der Kinder gelebt und so lebt er es weiter.

    Alles verständlich aber eben nicht passend.
     
  27. Ich finde, hier geht es nicht um "spontan" oder "nicht spontan", nicht darum, dem anderen die Freiheit zu nehmen oder auf gemeinsamen Unternehmungen zu bestehen. Es geht darum - wie geht der andere mit meiner Zeit um? Kann ich mich verlassen oder hänge ich in der Luft?

    Von meinem Exmann bekam/bekomme ich auch keine klaren Ansagen. Als unser Kind noch kleiner war und nicht länger allein bleiben konnte, war das sehr störend. Ich habe mehr als einmal darum gebeten, dass er mir sagt wann er es nach den gemeinsamen Wochenenden bringt - er war zu keiner klaren Ansage zu bewegen. Da ich wenig kinderfreie Zeit habe, wollte ich sie natürlich nutzen. Und bekam manchmal am Sonntag eine SMS nachmittags, wenn ich noch am Berg, beim Baden, oder sonstwo war. Da standen sie vor der Tür, teils früher als erwartet. Das tat mir für mein Kind leid und wäre so einfach zu verhindern gewesen. Selbst wenn ich sagte - dann und dann bin ich daheim, kam er trotzdem teils zu früh. Andersherum sagte er auch mal, er käme um 16 Uhr, und dann schrieb er kurz nach 16 Uhr, es wird doch 17 Uhr. Sowas ist doch einfach nur daneben!

    In meinem erlernten Beruf musste ich viel arbeiten, auch an Wochenenden. Mein Ex beschwerte sich darüber. Ich nahm ein WE frei, und er wollte was mit mir unternehmen, aber vorher eine Sportveranstaltung besuchen. Er sagte mir, wann er wiederkäme. Nach dieser Zeit schrieb er, er würde doch noch den Rest anschauen. Und danach ging er mit Freunden dort was trinken. Letztlich war er den ganzen Tag weg, und da wir gemeinsam was geplant hatten, hatte ich mir nichts vorgenommen. Wenn ich das vorher gewußt hätte, vor allem dass ich nur in Etappen Bescheid bekomme, hätte ich meinen Tag ganz anders gestaltet, ohne auf ihn zu warten oder ihn einzukalkulieren. Er hat mein Problem natürlich null verstanden.

    Ich finde klare Ansagen einfach wichtig. Nicht dieses schwammige Herumgeeiere. Verspätungen kann es immer geben, aber jemand, der sich mit mir verabredet und mich dann mehrere Stunden warten lässt, passt nicht zu mir. Wie fände er das umgekehrt? Schlecht? Warum macht er dasselbe dann bei mir? Es stört ihn nicht? Dann ist unsere Einstellung nicht kompatibel.

    Ich bin sehr gern allein, ich brauche sowas einfach nicht.
     
  28. @Natali5 Kenn ich genau anders. Leute, die viele Termine haben, takten die viel genauer, weil es anders nicht geht. Grad Leute, die Kinder haben - da heißt es dann, ich kann nur zwischen x und y Uhr, denn da schlafen sie und wir können in Ruhe reden oä. Und ich selbst hab am Wochenende oft drei verschiedene Sachen pro Tag: Hobby, Freunde treffen, was mlt dem Partner machen. Und das macht mir Spaß; sind alles Dinge, die ich mag. Aber wenn dann die Freunde mich ewig hängen lassen, obwohl wir da oder da hin wollten, und ich später aber noch zum Tanzunterricht gehe, wo ich die Zeit nicht beeinflussen kann, dann ärgert mich das, denn dann wär ich spontan zu einem anderen Freund, hab aber zuhause die ganze Zeit gewartet. Mich betrifft das nur bei einer Freundin, oder zweien, aber ich seh daher beide Selten. Die haben aber beide mit ihren Partnern und der Familie aus dem gleichen Grund Stress und auch im Job, weil sie keinerlei Zeitgefühl haben. Ich toleriere das bei Ihnen, aber beim Partner wär das schwer.
     
  29. Für die angepriesene Spontanität braucht es ganz bestimmte Bedingungen - vor allem viel zeitlichen Freiraum. Spätestens mit Kindern, Beruf und vor allem bei getrennten Haushalten werden die Zeitfenster für Spontanität eben klein.

    Dazu kommt:
    Die Freiheit des einen endet, wo die Freiheit des anderen beginnt.
    Soll heißen: Wenn ich ganz und gar frei sein will in meiner Entscheidung, wann ich mich für ein Treffen (spontan) entscheide, dann setze ich entweder den anderen in Warteposition oder riskiere, dass der dann ganz spontan schon anderweitig verabredet ist.

    Ich persönlich finde das auch störend und mag meine begrenzte Freizeit nicht so gern auf Abruf verbringen.
     
    • # 28
    • 27.01.2019
    • frei
    Ich kenne dieses Unverbindliche von Männern und Frauen.
    Sie sagen 'ich komme zwischen 10 und 11 vorbei'. Ich muss dann um 10 Uhr zuhause und bereit sein und warte dann vielleicht eine Stunde. Oder auch mehr, das akademische Viertel noch drauf.
    Damit stehlen sie mir meine Zeit.
    Zugunsten ihrer Freiheit.
    Naja, du bist entspannt, wenn du mich warten läßt.
    Ich bin angespannt.
    Ich erwarte nicht, dass jemand sein ganzes WE bis zum geht-nicht-mehr streng im Zeittakt durchplant.
    Er kann das ganze WE spontan machen, was ihm gerade in den Sinn kommt.
    Er soll nur die Verabredung mit mir einhalten, der Rest ist mir wurscht.

    Ich hatte eine Freundin, die deine Haltung hat.
    Ich sagte, sie nehme mir meine Freiheit, wenn ich im Café auf sie warten müsse. Sie sagte, ich nehme ihr ihre Freiheit, wenn sie pünktlich sein müsse.
    Was sage ich an dieser Stelle immer ? Eine Frage der Passung, nicht von Richtig und Falsch.
    Es passte nicht, wir treffen uns nicht mehr ( noch mehr nicht-Passung ).

    Ok, ich bin ein Extremfall.
    Nach 'Verständnis' ist mein dritter Vorname 'Zuverlässigkeit'.
    Ich komme niemals zu spät. Ich sage niemals ab. Ich halte alle Versprechungen ein. Abweichungen liegen im Promille-Bereich und sind wohlstens begründbar.

    Im privaten Bereich akzeptiere ich kleine Abweichungen, weil ich sonst keine Kontakte haben könnte außer zu meinen beiden Müttern, meinem Vater ( bereits tot ) und meiner Tochter.
    Alle so zuverlässig wie ich.
    Vor 24 Jahren wollte meine Mutter mich an einem Samstag um 10 Uhr besuchen und ich war nicht da.
    Es war zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und meine Mutter fuhr ins Krankenhaus. Wo sollte ich auch sonst sein, nicht ? Eine andere Erklärung konnte sie sich nicht vorstellen und sie hatte recht.

    Ok, bei allen anderen Leuten bin ich ein bisschen nachsichtiger.
    Weil ich sonst keine Kontakte hätte.
    Wenn ein bisschen Nachsichtigkeit nicht reicht, beende ich den Kontakt.
    Boah Pixi...ich bin bösartig...ich unterstelle Vorsatz.
    Er konnte dir gefahrlos in letzter Minute den Freitag anbieten, weil er vermuten durfte, dass du da ohnehin nicht kannst.
    So wie ich gefahrlos meinem Freund versprechen könnte, dass wir gemeinsam eine Rucksacktour im Himalaya machen, weil ich weiß, wenn ich es nicht organisiere, kommt es ohnehin nicht dazu.

    w 51
     
  30. Das meine ich: Das sind ja alles keine Aufgaben (= Pflichten), sondern Freizeit. Verstehe mich nicht falsch, ich finde es auch blöd, wenn ich versetzt werden würde. Ich würde dann jedoch unterscheiden zwischen Pflicht, die dazwischen gekommen ist (= Tom26‘s berufliche Besprechung, die länger dauert oder eine eilige Sache, die gerade reingekommen ist und heute noch gelöst werden muss) und Freizeitterminen, die man schlecht plant oder kurzfristig vorzieht, weil es gerade so nett ist. Letzteres geht gar nicht, ersteres ist nun mal so in bestimmten Berufen.

    Aber ich wollte auf etwas anderes hinaus: Wenn man bei allem, was andere anders händeln als man selbst, die Vertrauensfrage stellt (= „bin ich wichtig“), macht man es sich selbst schwer bzw. ist sich seines eigenen Werts nicht sicher genug. Solche Phasen hatte ich auch schon im Leben, in denen ich sehr an mir gezweifelt habe und das Verhalten von anderen sehr auf mich bezogen habe. Seit einiger Zeit wird das besser und seither bin ich viel gelassener bei vermeintlich blödem Verhalten von anderen.
     

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