1. Ist der Wunsch nach Zusammenleben im fortgeschrittenen Alter „pubertär“?

    Vor gut 2 Jahren habe ich(w47) meinen Freund(m63) kennengelernt und war sofort sicher:der ist es- endlich! Ich habe viele kurze(1-2Jahre) Beziehungen gehabt, auch 2 mal 5Jahre waren dabei. Ich habe einen 13jährigen Sohn.Verheiratet war ich nie.
    Er war zweimal verheiratet, einmal 10Jahre in jungen Jahren, dann später 20 Jahre, er hat 3 erwachsene Kinder. Seit 5 Jahren ist er geschieden.
    Ich habe direkt zu Beginn unserer Beziehung immer wieder betont, daß ich einen Lebenspartner suche, mit dem ich auch zusammen wohnen möchte. Das hat er abgenickt und gesagt, er könne sich vorstellen, von seinem Wohnort wegzuziehen. Da ich beruflich total ortsgebunden bin, habe ich ihm das direkt anfangs gesagt(bin durch Erfahrung klug), da wir 70km, also 50min Fahrzeit auseinander wohnen.
    Wir haben uns immer von Samstag Mittag bis Sonntag Abend gesehen, da er bis Ende letzten Jahres noch gearbeitet hat. Mir war das immer zu wenig, ich bin ein Nähetyp und leide bei so etwas. Aber schließlich kann man in unserem Alter ja nicht nach kurzer Zeit zusammenziehen, daher habe ich das gerne gemacht.
    Mit Beginn diesen Jahres ist er in Rente gegangen, angeblich auch, damit er“mal bis Montag“ bleiben könne.
    Nun hat sich herauskristallisiert, daß er meinte: von Sonntag auf Montag.
    Ich habe ihm oft gesagt, daß ich leide und mit ihm zusammen sein möchte. Mehr.
    Er will auf gar keinen Fall zu mir ziehen, weil er sagt, das wäre das Haus von meinem Sohn und mir. Da er selbst in einem sehr großen eigenen Haus lebt, könne er sich nicht vorstellen, in eine Wohnung hier zu ziehen, ohne sein soziales Umfeld.
    Ich habe vorgeschlagen, er könnte doch von Freitag Abend bis Montag Abend bei mir sein(Di und Do hat er einen Job) und in ein paar Jahren, wenn mein Sohn größer ist, würde ich die extreme Pendelei eben auf mich nehmen und zu ihm ziehen.
    Daraufhin hat er festgestellt, daß dafür seine Gefühle wohl nicht ausreichen und er das nicht will. Er glaube überhaupt nicht mehr an Ehe und Zusammenwohnen.Die Beziehung ist beendet.
    Ich bin fassungslos und wütend. Wir hatten eine tolle Zeit,passen gut zusammen und haben viel gelacht. Guter Sex, alles passt- in diesem Alter ein Weltwunder. Und er tritt es in die Tonne.
    Muss ich das verstehen?!
     
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  3. Nein, liebe FS, Du musst das nicht verstehen, aber Du solltest das -auch in Deinem eigenen Interesse - akzeptieren. Du hast Deine Wünsche klar formuliert, hast Kompromisse gemacht, er nicht. Finde den Fehler! Lass ihn ziehen, Du bist 16 Jahre jünger als er, was ich wiederum nicht verstehen kann;)), genieße Dein Leben! Ich wünsche Dir alles Gute
     
  4. Nein Dein Wunsch ist NICHT pubertär, ganz im Gegenteil. Es ist besonders schmerzlich und unlogisch, da Dir Dein Freund ja anfangs ganz andere Dinge mitgeteilt hat, eben dass er sich einen Umzug/Zusammenziehen mit Dir vorstellen kann. Du hattest ihn ja extra gefragt und man verlässt sich ja dann auch auf die Aussage, zumal von einem erwachsenen Mann.

    Nein, zu verstehen ist das nicht. Aber Du solltest Dir eingestehen, er will Dich nicht, jedenfalls nicht so wie Du ihn willst. Das ist zwar traurig, aber besser jetzt die Info/Einsicht als Dein restliches Leben mit jemandem zu verbringen, der nicht ganz klar und aus vollem Herzen "Ja" zu Dir sagt.
    Kopf hoch und sei es Dir wert ihm nicht nachzutrauern, denn wenn es gepasst hätte, wäre er ja bei Dir.

    Alles Liebe und viel Glück beim Finden des "Richtigen"! (er war es leider nicht)
     
  5. nein musst Du nicht verstehen. Das ist halt das alte Lied von unterschiedlichem Nähe und Distanzbedürfnis. Du wolltest mehr, er weniger. Vlt gibt es auch noch eine andere Frau, oder er hat noch andere "Vorlieben". Wenn Männer diese "Vorlieben" nicht ausleben können, kommt immer "die Gefühle reichen nicht aus" weil das eine abolute Killerphrase ist. Du hast Dich unter Wert verkauft, mach das bei der nächsten Beziehung bitte nicht mehr! Dein Ex ist 16! Jahre älter als Du, vlt schaust Du Dich nach einem Gleichaltrigen um, der ist u.U. auch noch etwas beweglicher, in jeder Hinsicht. Trotzdem verstehe ich Deinen Kummer sehr gut. Betrachte dieses Beziehung als Lernerfahrung. Das nächste Mal schaust Du genauer hin! Alles Liebe und Gute für Dich :)
     
  6. Hi,
    das tut mir sehr leid, blöd gelaufen. Da du selbst ja der Nähemensch bist, mache ich es kurz: Nein, zusammenziehen ist überhaupt nicht pubertär!

    Ihr tickt in der Hinsicht verschieden, und er machte dir Hoffnungen, es gab ein paar Missverständnisse, und jetzt nach vielen Gesprächen hast du gemerkt, dass er wirklich anders tickt. Ein bisschen verstehen kann ich ihn auch, wenn man ein großes Haus hat und im Ort viele Freunde, dass es einem da besonders mit Ü60 schwerfällt, wegzuziehen. Ü60 soll kein Vorurteil sein, sondern nach meiner Erfahrung wird man mit jedem Lebensjahrzehnt gesettleter und starke Veränderungen werden immer schwieriger, natürlich auch mentalitätsabhängig. Evtl. spielt auch noch ein wenig männliches Revierverhalten mit hinein, dass nach Ansicht mancher Leute frau eher zum Mann zieht als umgedreht, aber ich will den Bogen der Klischees nicht überspannen.
    Dass jemand, der ein eigenes Haus hat und finanziell abgesichert ist, Zusammenziehen nicht mehr "nötig" hat, halte ich für den Hauptgrund. Es ist dann rein eine Frage des Bedürfnisses nach Nähe oder nach LAT. Wer weniger Geld hat, muss teilweise aus Not zusammenziehen bzw. kann sich dadurch erst mehr Urlaub etc. gönnen wegen der Spareffekte.
    Also bleiben bei euch nur noch die Gefühle, aus denen heraus man sich für oder gegen entscheidet, und dein Sohn könnte evtl. noch ungewollt Reibereien hervorrufen, so hat dein Ex es ja formuliert. Hier im Forum gab es schon Threads, wo heranwachsende Söhne sich einfach mit den neuen Männern nicht vertrugen, es gab immer wieder Spannungen, vielleicht hat dein Ex da schon schlechte Erfahrungen gemacht?

    Leider passt euer Nähe-Distanz-Bedürfnis nicht, und das ist in einer Beziehung m.E. einer der Schlüsselfaktoren. Also solltest du versuchen, die Beziehung zu verarbeiten und damit abzuschließen, er hat sich ja schon getrennt.

    w35
     
  7. Liebe FS,
    das ist natürlich sehr hart und ich verstehe deine Wut und Fassungslosigkeit. Aber leider ist das auch im Alter nicht anders als in jungen Jahren: Man weiß nie genau, ob er der andere das genauso sieht wie man selbst. Ob der andere einen genauso liebt oder sich auch eine Zukunft mit einem wünscht. Für dich war es eine supertolle Beziehung, für ihn war sie wahrscheinlich ganz nett, aber eben nicht die große Liebe und daher hat er es beendet. Nach zwei Jahren ist ja häufig auch der Zeitpunkt, an dem die Verliebtheit weicht und dann entweder echte Liebe nachkommt, oder man die Beziehung prüft und feststellt, nein, das ist es doch nicht für mich. Leider können beide da zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen...


    w, 35
     
  8. Zu deiner Eingangsfrage: Nein, es ist ganz sicher nicht pubertär! Ich kenne viele Leute, die auch im höheren Alter mit einem neuen Partner zusammenziehen.
    Aber dieser Mann wollte das nicht. Er wollte generell nicht mehr Nähe. Eineinhalb Tage pro Woche guten Sex und nette Freizeitbegleitung reichten ihm. Wahrscheinlich hättest du das früher erkennen können, aber ich mache dir keinen Vorwurf. Im nachhinein ist man immer schlauer.

    Er tritt es in die Tonne, weil eure Beziehung für ihn nicht dieselbe Bedeutung hatte wie für dich. Es war für ihn keine Liebe, sondern wie gesagt eine angenehme Möglichkeit seine Wochenenden zu verbringen. Das tut mir sehr leid für dich:-(
     
  9. Erst jetzt ist das Grundlegende eingetreten, worüber man sich vorher keine tiefen Gedanken gemacht hat.

    Vor 2 J hat er Dich kennengelernt, wollte Dich beeindrucken, war verliebt und berufstätig. Er wusste nicht, ob es überhaupt mit Euch weitergeht und wie lange es hält. Dein Kind war damals 10-11 J, man kannte sich kaum und nachdem man auch lange Zeit allein war und sich eine liebevolle Partnerin & erfüllende Beziehung wünscht, mag man sich auch vieles vorstellen können (auch wo man der Held sein kann).

    Ein bisschen, was wäre wenn, eher träumen, doch nicht ernsthaft darüber brüten, weil die Situation ist in weiter Ferne.

    Jetzt in der Situation forderst Du zu recht, sein Versprechen ein, zu Dir zu ziehen bzw. die gem. Paarzeit von Sa Mittag auf Mo Abend auszudehnen.

    Er merkt jetzt, dass er nicht möchte. Er will weiterhin jedes WE mit Dir verbringen, aber ansonsten sein ruhiges Rentnerleben leben in seinem Haus, in seinem gewohnten Umfeld, mit seinen Gewohnheiten, Freunden, Nachbarn.

    Dein Haus ist mit Deinen Dingen eingerichtet, dein Sohn ist 13 J und lebt im Haushalt, Du bist noch lange Jahre berufstätig und ständig auf Achse. Das alles hat er hinter sich. Er hat sein eigenes Reich, nach seinem persönl. Geschmack, freie Zeiteinteilung, ausschlafen können, nebenbei Jobben, sich nicht um Kinder kümmern, einfach wenn man allein sein möchte, seine Tür zu machen.

    Ihm war es früher wohl nicht so bewusst. Er hatte früher ein langes Ehe-/Beziehungsleben geführt, daher auch der Gedanke, das dies wieder möglich wäre, als Theorie; doch jetzt besteht für ihn keine Notwendigkeit mehr dazu. Er findet mittlerweile das LAT-Modell und die WE-Bez. für sich erfüllend, die ihm genügend Freiraum und Ruhe bietet. Das ist ihm bewusst geworden, als die veränderte Situation eintrat und Du nun eine Entscheidung für Dein Wohlbefinden wolltest. Da hat er einfach gemerkt, dass er das doch nicht so freiwillig und freudig aufgeben möchte.

    Ihr findet jetzt keinen Konsens, weil wenn er Deinen Wünschen entspräche, fühlt er sich nicht wohl, weil es nicht das ist, was er auch möchte und Du fühlst Dich nicht wohl, wenn es so weiterläuft wie bisher.

    Auch in 5-10 J wird sich deine Welt nicht sehr verändern, Dein Sohn wird wahrscheinl. in Deinem Haus wohnen, mit Euren Dingen, die Dir was bedeuten, Du bist weiterhin berufstätig und an den Ort gebunden.

    Theoretische Frage: Bis Du selbst Rentnerin und Dein Kind ausgezogen ist, also Du mit ihm auf gleichen Nenner, wäre es für Dich denkbar, dass Du zu ihm ziehst in sein Haus? Auch wenn Du Dir dies jetzt gut vorstellen kannst, erst in der Situation 10-20 J später, wirst Du wissen, wie Du Dich entscheidest.

    Seine Aussage vor 2 J war Zukunftsmusik.

    Und leiden lassen möchte er Dich weder weiterhin, noch sich selbst unglücklich fühlen, etwas aufzugeben (Haus, Freunde, Freiheit, seinen Hausrat, seine Erinnerungen, seine Ruhe, etc. - halt all die Dinge, welche er mit seinem Ort und Haus verbindet), was er eben jetzt nicht mehr möchte.
     
  10. Doch, auch das kommt vor.

    Warst Du glücklich in der Beziehung, von Sa Mittag bis So abend erscheint wirklich etwas unterkühlt, da kommt man ja kaum aus dem Bett raus. War das nicht nur eine Affäre für ihn, kann das sein?

    Er hat dich leider hingehalten, das tut mir leid für Dich, dass er auch zufällig die zwei Tag so wählt, dass er am Montag wieder weg muss, stimmt das wirklich, logischer wäre er würde zwei Tage hintereinander arbeiten. Viele pendeln auch täglich so viele Kilometer, Du würdest es letztendlich auch auf dich nehmen.

    Das Materielle ist im wohl auch wichtiger, er will weiterhin Hausherr bleiben, möchte sich bei dir nicht einordnen, auch ein Problem des Alters, da ist er nicht mehr so flexibel.

    Tut mir sehr leid für Dich, vielleicht findest Du jemanden mit weniger Altersunterschied, eventuell einen Jüngeren, Du bist im besten Alter!

    Alles Liebe!

    w, 46
     
  11. Pubertär ist dieser Wunsch nicht. Abgesehehen vom Kostenmanagement richtig sinnvoll ist er aber nur wenn eine Familiengründung geplant ist. Dein Freund würde einiges aufgeben.

    Auch meine Freundin würde gern zusammen ziehen, obwohl sie sich weniger Zeit für Beziehungspflege nimmt als ich. Bei Euch ist wohl dein Freund distanzierter.

    Meiner Freundin ist klar, dass jeder von uns Beiden ein eigenes Schlaf- und Arbeits-/Wohnzimmer braucht. Ich bin dagegen der Meinung, dass wir dies bereits in der LAT Konstellation haben und dafür keine teure Wohnung mieten müssen. 3 km zwischen unseren Wohnungen sind kein Hinderungsgrund sich mehrfach in der Woche zu sehen, wenn man das tatsächlich will. Wenn man dies nicht will, ist Zusammenziehen noch unsinniger.
     
    • # 10
    • 12.03.2019
    • frei
    Müssen musst du gar nichts und du verstehst es ja auch nicht.
    Ich schon.
    Für deinen Freund war es schön so wie es war.
    Und du hast offenbar die ganze Zeit gesagt, dass es dir zu wenig ist.
    Und verschiedene Vorschläge zur Abhilfe gemacht. Dabei leider nicht gehört, dass er dir ebenso verschiedene Abfuhren erteilt hat.
    Beispiel: er kommt von Samstag Mittag bis Sonntag Abend. Du willst mehr und sagst, 'bleib doch bis Montag'. Er sagt 'ok, ich bin jetzt in Rente, ich bleibe bis Montag'. Du denkst 'ahhhh', er aber hat die 36 Stunden / Woche nur nach hinten verschoben, weil er mehr nicht will. Das hast du wirklich nicht verstanden ?

    Du hast weitergebohrt. Er ist dir ausgewichen. Dann deutlicher geworden. Und dann hat er das, was du gemacht hast, was er sicher als Druck empfunden hat, nicht mehr ausgehalten. Was soll er denn machen, außer sich zu trennen ?
    Was man ihm aber sehr gerne vorwerfen kann, ist, dass er dich zu Anfang der Beziehung belogen hat, als er sagte, auch er wolle mit einer Frau zusammen ziehen. Wahrscheinlich hat er gedacht, er läßt es einfach mal so laufen, denn wenn er gesagt hätte, wie es wirklich ist, hättet ihr euer Kennenlernen ja nicht vertieft.

    Alle meine Exen haben sich von mir getrennt, weil ich mich zuwenig mit ihnen treffen wollte...ach ja, natürlich auch, weil ich zu wenig Sex wollte.
    Und nun geht es seit bald fünf Jahren gut mit einem Mann, der ebenso wenig Zeit mit mir verbringen will wie ich mit ihm.
    Wir sind beide Einzelgänger und dazu kommt, dass er ganz viel an seinen Autos schrauben will und ich sehr gerne meiner Erwerbstätigkeit nachgehe.
    Wir wohnen ca. 40 km auseinander. Zusammenziehen werden wir nicht, das haben wir in unserem allerersten Telefonat ( online gefunden ) klargestellt.
    Ich fahre am Samstag Nachmittag hin, am Abend zurück.
    Er kommt am Sonntag Morgen zu mir und fährt am Abend zurück.
    Oder umgekehrt.
    Wir haben selbst die Übernachtung abgeschafft, Sex auch schon lange.
    Aber wir schmusen viel und sind auch füreinander da.
    Wir treten als Paar auf und empfinden das auch so.
    Ja, das was wir miteinander machen ist sehr wenig, aber es ist genau das, was wir wollen und gut finden.
    Dein Freund scheint auch so einer zu sein. Er wird es aber schwer haben, eine Frau zu finden, die genau das will, denn das ist sicher selten.
    So selten, dass alle über das, was mein Freund und ich haben, den Kopf schütteln, hier im Forum auch.

    w 51
     
  12. @piaffe20
    Dieser Mann will keine Partnerschaft mit dir! Vermutlich auch mit keiner anderen Frau mehr. Er ist enttäuscht vom Leben und den Frauen. Er schätzt seine Privatsphäre und sein Leben in seinem großen Haus. Er hat alles, was er zum Leben braucht. Warum in aller Welt sollte er jetzt umziehen in seinem hohen Alter? Das ist sein Zuhause. Alles was er sucht ist ein wenig Wärme und Nähe, ein paar Kuschelstunden. Dafür ist er bereit 1 Tag in der Woche zu investieren. Mal ehrlich, andere alleinstehende alte Männer gehen 1xdie Woche zu einer Prostituierten. So ähnlich kannst du dir seine "Gefühle" und die "Beziehung" zu dir vorstellen. Dieser Mann ist viel zu alt für dich! Er will nicht mehr der Zahlesel sein für eine Frau und Kleidung, Urlaube, neue Möbel bezahlen... Er braucht seine Ruhe im Alltag!
     
  13. Vielen lieben Dank für Eure tollen Antworten.
    Es tut gut, es sich einfach von der Seele geschrieben zu haben und ein bisschen Trost zu lesen....
    Danke.
     
  14. Nein, musst Du nicht. Ich wundere mich aber, dass er die Beziehung auf diese Art beendet und vermute, dass er die Beziehung anders gesehen hat als Du. Aus irgendeinem Grund möchte er nicht mehr Nähe haben. Seine Entscheidung ist dann konsequent und auch Dir gegenüber fair.
     
  15. Hallo FS,

    dein Partner hat dich gelinkt. Er hat schon sicherlich am Anfang gewusst wie oft er dich sehen will, aber dir anderes versprochen. Ich finde das eine ganz miese Nummer, die er abgezogen hat. Da er jetzt sogar in Rente ist, will er nur ab Sonntag bis Montag bleiben? Also sieht es für dich nicht gerade besser aus. Fakt ist: er will nicht mehr Zeit investieren.

    Das mit dem Zusammenziehen und dem Haus ist eine Ausrede. Er genießt es mit dir eher eine Affäre zu haben. Bei dieser kurzen gemeinsamen Zeit ist es einfach für mich keine Beziehung. Ich hatte schon eine solche Beziehung und habe daraus gelernt. Du bist Nähemensch wie ich und ich verstehe dich voll und ganz. Dir ist das zu wenig. Du hast vermutlich dir vermutlich einen Distanztypen geangelt oder aber er liebt dich nicht wirklich. Er hat ja schon bewiesen, dass er längere Partnerschaften/Ehe vermutlich mit gemeinsamer Wohnung/Haus hatte.

    Ich glaube dir bleibt nichts anderes übrig, als in dich zu gehen und dich zu fragen was genau das bei euch ist. Trete für deine Bedürfnisse ein und ziehe dann auch Konsequenzen.
    Ich würde keine Zeit mehr mit einem Typen vergeuden, der ein so ganz anderes Nähe Bedüfrnis als ich hat.
     
  16. Warum lässt du es nicht so wie es ist. Das ist gar nicht so schlecht. Unter der Woche hast Du deinen Job und dein Kind und Haushalt und am WE kommt dein Freund zu euch und ihr habt eine schöne Zeit. Ein Zusammenziehen ist wirklich auch in älteren Semester schwierig. Ich weiß selber auch nicht, ob ich dafür bereit wäre. Ich liebe mein Haus und meine Nachbarn schätze ich sehr. Es sind einfach soziale Kontakte, die seit Jahrzehnte zusammengewachsen sind und es ist extrem wertvoll und ist nicht zu unterschätzen.
    Ich kann deinen Freund verstehen. Ich glaube, dass du dir nicht sicher bist, ob es mit euch langfristig klappt sonst würdest du nicht so darauf pochen mit ihm zusammenzuwohnen. Sei einfach unabhängig und habe dein eigenes Leben und lasse deinen Freund dort wo er ist. Er ist eben nur ein Teil von deinem Leben. Nicht mehr und nicht weniger. Dann bleibt er dran. Ansonsten wirst du irgendwann selbstverständlich für ihn und Selbstverständlich ist die dumme Cousine von langweilig.
     
  17. Da steht "die Beziehung ist beendet". Daher ist eh schon alles vorbei.
    Und wenn man am Anfang der Beziehung seine Karten auf den Tisch legt, dass man nämlich gern zusammenziehen möchte, oder Kinder haben, heiraten, was auch immer, und der andere stimmt zu, dann fühlt man sich natürlich später hintergangen, wenn der andere das doch nicht will. Es ist schön, dass du das so siehst, aber die FS sieht das eben anders, und muss da nicht umgestimmt werden, wenn zusammenziehen ihr Wunsch ist. Oder was wäre, wenn dein Freund immer gesagt hätte, getrennt wohnend gefällt ihm, aber plötzlich will er dann unbedingt zu dir ziehen und akzeptiert deine Einstellung nicht?
     
  18. Liebe Piaffe,

    Du musst es nicht verstehen. Mag sein, dass er Deine Frage am Anfang schlicht für nicht relevant hielt. Also erstmal Ja sagen, und dann sieht man.
    Oder er log bewusst.
    Tatsache ist, die Partnerschaft hatte für ihn nicht den Stellenwert wie für Dich, es war für ihn genau so genau richtig.

    Für Dich ist es das nicht, und Dein Wunsch ist auch nicht pubertär.
    Es gibt einfach individuelle Nähe -Distanzbedürfnisse.

    Für mich gehört zu einer Partnerschaft auch das Zusammenleben dazu, nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern weil ich gerne nach Hause komme und da ist ein lieber Mensch, der sich freut, und umgekehrt.
    Freiräume kann man sich auch beim Zusammenleben schaffen - ich mag aber spüren, da ist jemand.
    Auch wenn ich für ein 2.Schlafzimmer plädiere, bei meinem Schlafverhalten sicher die einzig sinnvolle Lösung.
    Man kann ja trotzdem mal zusammen einschlafen, oder aufwachen.

    Piaffe,Du hast nichts falsch gemacht.
    Du kannst jetzt nur den Haken darunter setzen, es verarbeiten und Stück für Stück nach vorne schauen.

    W,49
     
  19. Doch. Für mich ist es schlecht. Ich leide 5Tage die Woche. Ich möchte eine Beziehung leben, den Alltag, nach Hause kommen und er ist da. Und jetzt- nachdem ich weiß, daß seine Gefühle nicht fürs Zusammenziehen reichen- will ich gar nichts mehr! Oder soll ich am We trallala machen mit jemandem, der mich nicht liebt?!

    Genau das denke ich auch. Und im Grunde finde ich diese Einstellung zutiefst negativ. Und es verletzt mich, daß er zu mir nicht das Vertrauen hat, daß es bei uns klappen könnte. Ich habe sehr viele schlechte Erfahrungen gemacht- und daraus gelernt. Aber ich nehme nicht die ganze Männerwelt in Sippenhaft!
     
    • # 19
    • 12.03.2019
    • void
    Wäre interessant, was er denkt über euch bzgl. Passung und dem Wunsch nach Partnerschaft. Vielleicht hat er den gar nicht mehr. Vielleicht hat er schon länger gedacht, ohne Beziehung wäre es nicht so "hektisch"?

    Kannst Du nur abhaken. Und es zeigt, dass man sich über solche Dinge keine Versprechungen geben kann.
    Klar muss man sowas sagen. Aber dass der andere dann erstmal "jaja" sagt, und noch gar nicht weiß, wie er das mal irgendwann sehen wird, ist jetzt nicht so ungewöhnlich. Läuft auch öfter mal so mit "irgendwann Kinder wollen".

    Ich denke, dass er das anstrengend fand, aber nie was gesagt hat, dass er das Nähebedürfnis so nicht mehr hat.

    Falls Du das schon oft gesagt hat, BEVOR er in Rente gegangen ist, hast Du dauernd mitgeteilt "ich komme zu kurz, ich komme zu kurz". Das belastet eine Partnerschaft schon. Ich sage nichts gegen das Bedürfnis, aber dauernde Klage zermürbt, zumal es dauernd auch aussagt "ändere was, ändere was".
    Man kriegt das Gefühl, man sei nicht der richtige Partner und der andere sei ein Fass ohne Boden.

    Ich finde das auch normal, ich finde ihn viel zu sparsam. Vielleicht ist es auch das Kind im Haus, mit dem er Probleme hat? Also keine Konflikte, aber das morgens vorm Bad usw.? Bequemlichkeit? Schläft lieber im eigenen Bett?
    Auch ein gutes Angebot.

    Ich denke, der Mann ist einfach zu bequem für eine Partnerschaft geworden. Er hatte das lange Zeit, mit ner Frau zusammenzuleben. Jetzt schätzt er, dass er sich nicht mehr anpassen muss und ist vielleicht auch irgendwie "alt geworden", was Beweglichkeiten im Privatleben angeht. Und das muss er nicht mal von Anfang an gewusst haben, zumal er sicher verliebt in Dich war und sich vielleicht alles mögliche vorstellen konnte.
     
  20. Ich bin auch fassungslos, wie du als 47-jährige lebenserfahrene Frau annehmen kannst, dass ein 63-jähriger nochmal heiraten und zusammenziehen möchte. Man weiß doch, dass so ein Mann sein Leben gelebt hat und Erfahrungen hat, die bestimmt nicht alle gut waren. Außerdem wäre er dann nicht in dem Alter Single, wenn er so tolle Vorstellungen von solchen Gemeinschaft hätte.
     
  21. Du musst das nicht verstehen, der Mann hat eine große Chance nicht nutzen wollen. Falls es dich irgendwie trösten kann: Im Rahmen deines Angebots wärst du vllt. in 4 Jahren zu einen 67jährigen gezogen und wärest - vor deiner Zeit - Teil des Eintritts in das dritte Lebensalter seinerseits geworden: Viele Sorgen um ihn, eingeschränkter Sex und ein um Ruhe & Harmonie herum getaktetes Leben hätten dich beschäftigt. Nun hat es das Schicksal anders gewollt und vllt. findest du noch einen anderen Mann mit ähnlicher Passung, der selbst Kinder im Teenageralter hat, an Rente keinen Gedanken verschwendet und noch viel - gemeinsam mit dir - im Leben stemmen will. Du liest dich wie eine Frau, die sich bereits in der Resignation und im Altern eingerichtet hat - diesen Effekt sehe ich beim jüngeren Part von Beziehungen mit großem Altersunterschied des Öfteren. Finde zu deinem Alter zurück!
     
  22. Ich glaube auch, dass er für sich herausgefunden hat: alleine Leben in seinem Umfeld ist was er will.
    Keine Kompromisse mehr, keine Absprachen, Ruhe wenn er will, Gaudi wann er will und am Wochenende Lovetime.
    Er weiss Du brauchst mehr und das kann er Dir nicht mehr geben.
    Besser er macht jetzt Schluss, als in 5 Jahren, dann hast Du die Chance auf neues Glück.

    Aber gar nicht fair finde ich: Dir erst zu erzählen er will das Alles und jetzt das Argument zu ziehen: Sorry zu wenig Gefühle.

    Hätte er sich verkneifen können!
    Ein: das passt nicht ...Hätte es auch getan!
     
  23. Tatsächlich hat er in der letzten Zeit mal geäußert, daß wir „vielleicht doch nicht zusammenpassen“. Ich habe diese Äußerung aber nicht so verstanden, daß seine Gefühle nicht mehr da wären. Ich dachte, es sind die äußeren Umstände, die ihn stören. Er hat immer gejammert:“nie kommst Du zu mir“. Tja, das ging eben nur, wenn mein Sohn mal beim Papa war(und das ist nur alle 4Wochen). Er hat mich damit ziemlich unter Druck gesetzt, denn was soll ich denn machen. Mein Sohn ist zwar SCHON 13, aber eben auch ERST 13. Da kann ich nicht am We den ganzen Tag weg sein und das Kind der PlayStation überlassen.
    Ihn hat genervt, daß er sich in mein Leben so „einpassen“ musste. Das hat er öfter kritisiert, ich wäre so durchorganisiert und alles wäre so geplant.
    Tja, alleinerziehend kommt man nur so durch. Erschwerend kommt dazu, daß ich einen zwar tollen, aber ungewöhnlichen(auch von den Arbeitszeiten her) Beruf habe. Auch am We muss ich immer mal ein paar Stunden weg und zu Hause etwas machen. Dafür habe ich oft unter der Woche frei.

    Ja, ich denke auch, er ist im Kopf viel zu unbeweglich geworden. Das war schwer zu erkennen für mich, denn er ist ein unfassbar dynamischer Typ(auch optisch: keine grauen Haare, schlank und drahtig)lustig, aufgedreht, ein Stimmungsmacher. Er wird grundsätzlich mindestens 10 Jahre jünger geschätzt, eine biologische Ausnahme. Wahrscheinlich kommt man deshalb überhaupt nicht auf die Idee, daß er im Kopf eben doch älter ist.
     
  24. Weil sie etwas anderes will. Was ist daran nicht zu verstehen? Sein Lebensmodell ist legitim aber ihres auch. Warum können Menschen nicht einfach akzeptieren, dass jeder seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse hat? Sie hat es von Anfang an klar kommuniziert, er hat gelogen. Bis es nicht mehr weiter ging.
    Es gibt genug Männer, die gerne mit ihrer Partnerin zusammen leben und es gibt genug Frauen, die gerne getrennt wohnen möchten. Dann sollen sich beide einfach den passenden Partner suchen und fertig. Immer dieses: warum bist du so, warum willst du das... Weil es so ist und jeder das Recht hat, auf seine eigene Weise glücklich zu sein. Ganz einfach.
     
  25. Hallo Piaffe,
    mir scheint, es gab bei euch ein Kommunikationsproblem. Du hast ihm zwar von Anfang an deine Wünsche mitgeteilt.

    Sich etwas vorstellen können impliziert m.E. noch lange keine Umsetzung. In der Kennenlernphase geht's ja erst mal darum, auszuloten, ob man grundsätzlich die gleichen Ziele hat, bzw. in die gleiche Richtung blickt.

    Erst im Laufe der Beziehung zeigen sich die Macken des jeweils anderen. Und man lernt, was die Lebenssituation des anderen für einen selbst bedeutet. Nach zwei Jahren Beziehung sollte dann auch klar sein, wohin die Reise geht.

    Ihn kann ich jedoch z. T. auch verstehen. Nachdem die eigenen Kinder aus dem Haus sind, mag man nicht wieder von vorn anfangen und in die nächste Pubertätsrunde gehen. Hinzu kommen noch eure unterschiedlichen Nähe-Distanz-Bedürfnisse, die eine Beziehung unmöglich machen. Ich habe jedoch den Eindruck, dass du einerseits diese Warnschüsse nicht gehört (oder nicht hören wolltest?) und trotzdem mehrfach insistiert hast. Er andererseits zu feige war, dir (noch) deutlich(er) zu machen, dass er nicht (mehr) will. Sondern nun versucht hatte, eure Beziehung auszuschleichen:

    Ich kann dir nur raten, bei nächsten Mal auf Zwischentöne und vor allem auf Taten (statt Worte) zu achten. Wenn einer forciert (hier: das Zusammenziehen) und der andere zieht im wahrsten Sinne des Wortes nicht mit, sollte das aufhorchen lassen.

    Falls er doch nochmal bei dir anklopfen sollte, bleibe standhaft.

    Alles Gute!
    W51
     
  26. Ich kenne einige im Umkreis meiner Eltern, die mit über 60 und sogar 70 noch einmal geheiratet haben und zusammenziehen wollten. Nicht alle, aber durchaus einige. Und die waren teils Witwer, teils ist eine lange Beziehung kaputtgegangen, was eben auch mal vorkommen kann. Ich denke zwar, dass die Bereitschaft im Alter oft abnimmt (aber auch bei Frauen), weil man seine eigenen Marotten hat und auch die Macken des Partners mit dem Alter immer ausgeprägter sind; das wollen nicht alle in einer gemeinsamen Wohnung. Aber fassungslos, dass die FS denkt, dass ein Mann das möchte, wenn er das ja auch abgenickt hat beim Kennenlernen...?
     
  27. Hm. Also ich glaube, Alter steht zwar auf dem Papier, ist aber im Grunde etwas völlig Individuelles. Es gibt 50-jährige Männer, die sind uralt. Und es gibt eben über 60-jährige, die wie 50 aussehen und locker aus dem Stand auf die Waschmaschine springen, um an den Stromkasten zu kommen ;-) Auch sexuell hatte ich schon 40jährige, die gegen ihn alte Männer waren. Er spielt und singt in einer Band, fährt Motorrad, trägt Jeans und modische Klamotten....
    Und ich hatte mir das schon sehr genau überlegt - mit ihm und dem Altersunterschied. Ich hatte mich für ihn entschieden, und das hätte für mich auch bedeutet, bei ihm zu bleiben, auch wenn sich sein Zustand verändert hätte. Das kann Dir übrigens mit einem jüngeren Partner auch passieren!
    Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, habe ich wohl übersehen, daß er im Lebensstil eben nicht mehr so beweglich ist/sein will. Allerdings habe ich das auch schon bei jüngeren Männern erlebt, daß die nicht für mich umgezogen wären. Scheint eher ein Männer- als ein Altersproblem zu sein.
     
  28. ich kenne auch viele Paare, die sich spät kennengelernt haben (50+) und zusammengezogen sind. Es sind nicht alle so drauf, dass sie getrennt wohnen wollen. Diese LAT Beziehungen kenne ich nur hier aus Deutschland. In anderen Ländern gibts so etwas gar nicht. Hier will jeder maximal Freiheit und seine eigenen vier Wände...typisch deutsch.
     
  29. Ihr seid in verschiedenen Lebensphasen. Da er so viel älter und Rentner ist fällt es ihm schwer sein Leben noch mal umzumodeln. Das ist das Problem bei so alten Männern. W57
    .
     

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