1. Ist man für andere verantwortlich ?

    Hallo Foris,

    Wenn man sich in einen liierten Menschen verliebt - z.b. weil man das anfangs gar nicht weiss - dieser sich ebenfalls verliebt und man merkt, dass man die Macht hätte, den anderen zu einer Trennung zu bewegen:

    Hat man für diesen Menschen eine Verantwortung ? Für sein Leben, für seine Familie ?

    Bin auf eure Meinungen gespannt.
     
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  3. Du hast für dich die Verantwortung, ob du mit der "Macht", ihn zu einer Trennung zu bewegen, leben kannst.
    ER wird diese Verantwortung für sich selbst tragen müssen, ob du es wert bist, das er seine Familie verlässt und was er damit anrichten könnte.
    Allerdings weiss ich nicht, wie seine Beziehung/Ehe momentan funktioniert, wenn er sich in eine andere verlieben kann.
    Wenn er ein Mann mit eigenem Denken ist, wird ihm keine "Macht" reinreden können.
     
    • # 2
    • 02.03.2015
    • Gast
    Wenn man anständig ist, hat man eine Verantwortung.
    Stell dir nur vor, jemand veranlasst deinen geliebten Partner und Vater/Mutter deiner Kinder zu so einem Schritt. Dann beantwortet sich deine Frage von selbst. FALLS sich die liierte Person aus eigenem Antrieb entscheidet, ihre Ehe zu beenden und ihre Familie zu verlassen, sieht das vielleicht anders aus. Vielleicht.
    Ich mache einen riesengroßen Bogen um Vergebene; als ich mal gemerkt habe, dass ich im Begriff war, mich zu verlieben, wurde der Bogen noch viel größer: Ich habe die Firma gewechselt und mir einen anderern Arbeitsplatz gesucht.
     
  4. Da musste ich jetzt echt schmunzeln. Liierte Männer haben Affären, sie trennen sich aber in der Endkonsequenz seltenst. Wer das, ich nehme an Du bist eine Frau in dieser Situation, nicht weiß und denkt, sie hätte die Macht, ist schlicht naiv. Ich persönlich würde mich nicht mehr im Spiegel ansehen können, wenn ich etwas mit einem liierten Mann hätte. Für mein Handeln bin ich verantwortlich. Ich würde mir nie anmaßen, zu behaupten, ich hätte Macht über einen anderen Menschen und von daher stellt sich die Frage nicht.
     
    • # 4
    • 02.03.2015
    • Gast
    Nein, Du hast keine Verantwortung für fremde Menschen! Aber es stellt sich doch die Frage, was Du mit so 'nem Windei willst, den Du mit Leichtigkeit zur Trennung bewegen kannst... so einen will doch keine normale Frau.Da kann man doch weder Achtung vor haben, noch irgendetwas Positives für empfinden (vor allem dann nicht, wenn auch noch Kinder im Spiel sind!), solche Menschen sind einfach nur Trash und für die Tonne... von daher würde ich mir an Deiner Stelle die Mühe dieser sicherlich ego pushenden Herausforderung ersparen... kann mir nicht vorstellen, dass Du so' nen Menschen wirklich in Deinem Leben behalten möchtest, da geht's ja nur um die Eroberung, oder?
     
    • # 5
    • 02.03.2015
    • Gast
    Ich finde, du solltest deine eigenen Grundsätze befolgen, und er seine. Wenn er seine Familie aufs Spiel setzen würde, dann würde er das tun - mit dir oder mit der nächsten die sich anbietet. Das ist Charaktersache.
    Bedenke aber, dass sich das Wesen eines Menschen nicht ändert. Was er jetzt seiner Familie antut, macht er später auch mit dir. Beim zweiten Mal fällts ihm sogar leichter...
     
  5. Das ist das ewige Dilemma der hellen und der dunklen Seite der Macht. Auf der hellen Seite nimmt man außschließlich Rücksicht auf Andere, fast altruistisch und auf der dunklen Seite macht man was man will ohne Rücksicht auf Verluste.

    Das wahre Leben ist ne Grauzone irgendwo dazwischen und du musst das machen, was du mit deinem Gewissen vereinbaren kannst. Da du diese Frage schon stellst, denke ich mal du solltest es nicht machen.

    Gruß
     
    • # 7
    • 02.03.2015
    • Kain
    Rein normativ betrachtet liegt unserem Verständnis von ethisch-moralischem Handeln idealtypischerweise die Berücksichtigung sämtlicher Standpunkte eines Konflikts zugrunde. In der Theorie solltest Du also bei der Frage nach dem "Wie verhalte ich mich richtig?" Deine eigenen Bedürfnisse nicht über die der anderen stellen. Aus diesem Konzept heraus ergibt sich also zwangsläufig eine Verantwortung für Deine Mitmenschen.

    In der Praxis, und da muss man sich meiner Meinung nach nichts vormachen, ...
    • ... fällt den meisten Menschen das Verlassen der subjektiven Perspektive aus verständlichen Gründen ausgesprochen schwer. D.h. in der Regel werden eigentlich nur die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt. Alle anderen sind zweitrangig bis egal.
    • ... wirkt, so zumindest mein Eindruck, moralisch-ethisches Handeln komplett unsexy. Irgendwie scheint das aus der Mode geraten oder es war niemals wirklich attraktiv.
    • ... haben diejenigen, die in erster Linie ihre eigene Bedürfnisbefriedigung zum Ziel haben (ich will nicht "egozentrisch" oder "rücksichtslos" schreiben, weil negativ konnotiert) meiner Erfahrung nach ein deutlich glücklicheres Händchen (nicht nur) in Liebesangelegenheiten.
    Mein Eindruck ist, dass Ethik und Moral auf dem Papier bei einer breiten Masse gut ankommen, d.h. als "richtig" und "gut" verstanden werden, in der praktischen Umsetzung aber zu viele persönliche Nachteile mit sich bringen, als dass man ihre Handlungsanweisungen wirklich umsetzen könnte.
     
  6. Liebe Peach, du bist in diesem Leben für DEINE Taten verantwortlich. Wenn du dich in einen verheirateten Mann (vor allem mit kleinen Kindern) verliebst kannst du es nur vor deinem eigenen Gewissen verantworten ob du diese Familie zerstörst indem du dich mit diesem Mann einlässt.

    Wenn es dir egal ist, du vollkommen emphathiebefreit und skrupellos bist wirst du es tun. Aber wenn du ein emphatischer, einfühlsamer Mensch mit einem Gewissen bist wirst du die Verantwortung übernehmen nichts mit diesem Mann anzufangen. Du wirst dich in die Ehefrau und Mutter der Kinder hineinversetzen können und dich fragen wie du dich fühlen würdest wenn eine fremde Frau deine Ehe und Familie zerstört.
    Verantwortung zu übernehmen bedeutet für mich als christlichen Menschen nach dem Maxime zu leben:" Was du nicht willst was man dir tu - das füg auch keinem anderen zu."
     
  7. Hallo Peach,

    die Frage habe ich mir aus gegebenem Anlass auch schon gestellt. Ich bin prinzipiell der Ansicht, dass man auch die Folgen für andere mitbedenken sollte. Nicht nur aus moralischen Gründen, sondern auch dahingehend, wie sich das Zerbrechen einer Familie auf die neue Beziehung auswirken kann.

    Ich habe einen ähnlichen Fall vor Kurzem selbst erlebt: Habe einen alten Schulkameraden wiedergetroffen, er mittlerweile mit Familie und Kindern und weit weg wohnend. Es hat wieder gefunkt, wir waren jedoch nicht intim miteinander. Auch wenn wir eine Weile überlegt haben, sind wir doch übereingekommen, dass das zu nichts Richtigem führen kann. Das schlechte Gewissen und auch die finanziellen Auswirkungen würden wie ein Schatten über allem hängen. Und was, wenn die neue Beziehung schiefgeht? Dann steht der Mann mit kaputter Familie da und nichts ist gekonnt.

    Jeder Fall ist natürlich anders, und wenn die alte Beziehung die Hölle ist, fällt es sicher leichter. Aber trotzdem: Wenn Kinder da sind, geht es nicht mehr nur um das eigene Glück. Auch wenn aus der Beziehung nach Jahren vielleicht die Luft raus ist, sollte man abwägen, ob ein paar neue Schmetterlinge im Bauch den Schaden, den man anrichtet, wert sind.

    Alles Gute!
     
  8. Kurzfristig vielleicht schon.

    Aber stell Dir vor, Du bist solch ein rücksichtsloser Mensch und hinterlässt auch entsprechende Spuren. Es gibt aber eine Tochter, die Du wirklich liebst - ihr gegenüber bemühst Du Dich um halbwegs faires Verhalten.
    Sie durchschaut Dich aber. Als Du wieder einmal einen fiesen Schachzug ihrem Bruder gegenüber startest, beschimpft sie Dich und redet kein Wort mehr mit Dir.

    Ich möchte mich nicht so fühlen, danke, brauche ich nicht.

    Liebe FS, ich hätte mir selbst nicht ins Gesicht sehen können, wenn ich die Zerstörung einer Familie forciert hätte.

    Zieh Dich zurück. Wenn die Ehe wirklich bereits ruiniert und es zwischen Euch wirklich die große Liebe sein sollte, wird der Mann sich trennen und sich danach wieder bei Dir melden. Danach!
     
  9. Die beste Macht, die du hast ist eigentlich ihn in Frieden zu lassen. Jede Frau wünscht sich einen Mann, der sich freiwillig für sie entscheidet und nicht dazu von aussen veranlasst wurde.

    Dieser gebundene Mann muss für sich selbst klären, ob er glücklich oder unglücklich ist in der derzeitigen Beziehung, und ob er mit seiner Freundin über die Probleme die Bedürfnisse und Konflikte spricht. Er muss vor allem wissen, ob er seine Freundin immer noch liebt und alles dafür gibt, dass sie wieder zusammen glücklich werden.

    Angenommen du kannst ihn tatsächlich veranlassen, die Beziehung deinetwegen aufzugeben, so weisst du nicht, ob du gerade in einem Augenblick aufgetaucht bist, wo sie nur eine vorübergehende Krise hatten aber die Liebe zwischen den beiden noch vorhanden ist. So könnte es dir passieren, dass er vielleicht einige Monate später wieder zu ihr zurückkehrt, weil er ja aus der Distanz erkennt, dass er sie immer noch liebt.

    Was ich an deiner Stelle tun würde, wäre mit ihm ein ernsthaftes Gespräch führen und ihn ermutigen, zuerst für sich selbst zu klären, ob er seine Freundin noch liebt, ob sie nur eine Krise haben und ob sie zusammen bleiben wollen.

    Wenn er dabei für sich selbst feststellt, dass die Beziehung tatsächlich nicht zu retten ist, dann könnte er zu dir aus freiem Herzen kommen. Aber bedenke: du könntest nur das Sprungbrett in sein neues Leben sein, ein neues Leben später mit einer anderen Frau zu führen - wie eine Zwischenhaltestelle sozusagen. Und ich glaube nicht, dass du das sein möchtest.
    Das ist was ich beachten würde!
     
  10. Ich denke, das zwar jeder gerne & eindringlich an das Gewissen anderer appelliert - besonders dann wenn er derjenige ist, der von den Folgen negativ betroffen wäre/ist..
    aber man in letzter Konsequenz sich immer selbst am nächsten ist und sein (egoistisches) Wollen & Wünschen zielstrebig verfolgt.. es einem folglich relativ egal ist um den der da auf der Strecke bleibt.
    Indem man so denkt und diesbezüglich auf andere schließt ("Er würde genau so handeln wäre er in meiner Situation"), lässt dann letztendlich auch sein Tun rechtfertigen.
    Du musst mit deiner Entscheidung und allen darauf folgenden Konsequenzen leben können. Seien es Gewissensbisse, die Rache der Ex (zB Kinder aufhetzen etc.)
     
  11. Mag sein, ich hätte die Macht, eine unglücklich gebundene Frau für mich zu gewinnen. Dennoch würde ich mich schäbig fühlen, wenn ich davon Gebrauch machte. Denn ich hätte dann immerzu das Gefühl, ihr voreingenommene Ratschläge erteilt, sprich: sie zu meinem Eigennutz manipuliert zu haben.

    Keine gute Basis für eine Beziehung auf Augenhöhe.

    Nein, ich würde mich aus genau diesem Grund zurückziehen und auch keine Aussagen ultimativen Charakters treffen („melde Dich, wenn Du Dich von ihm getrennt hast”). Wenn die Frau Stil hat, wird sie wissen, daß ich etwas für sie empfinde und deshalb auch noch geraume Zeit ungebunden bleiben werde. Sie mag dann selbst entscheiden, ob sie uns eine zweite Chance gibt.

    Du fragst nach Verantwortung. Natürlich trage ich für das Lebensglück der Frau, mit der ich mich liiere, eine Mitverantwortung. Das hat aber nichts damit zu tun, ob sie sich für mich von einem anderen getrennt hat, denn auf diese ihre Entscheidung trachte ich so wenig Einfluß wie möglich zu nehmen. Schließlich möchte ich nicht eines Tages hören: „du bist schuld, daß ich jetzt nicht mit dem anderen glücklich sein kann.”
     
    • # 14
    • 02.03.2015
    • void
    ER zerstört seine Familie, wenn sie überhaupt eine gute Familie ist.

    Nein, liebe FS, Du bist nur für Dich und Deine Taten verantwortlich. Und dazu gehört nicht, andere erwachsene Menschen unbedingt vor irgendeiner Entscheidung zu bewahren, wenn diese Menschen ihre Entscheidung gut finden. Wenn Dein verheirateter Freund nicht mehr in seiner Familie sein will, ist das SEINE Entscheidung, er ist kein kleines Kind mehr, das nicht weiß, was es tut, oder unmündig.
    Das wird gern so formuliert, als sei der Mann nicht denkfähig und die böse Geliebte würde seinen kleinen Verstand behexen, dass er - der Zombiegewordene - nun alles tun muss, was die Frau will. Das ist SEINE Entscheidung. Und nun kommt das "aber":

    Wenn Dir von dem Mann vermittelt wird, DU hättest es in der Hand und müsstest nur sagen, er solle die Familie verlassen, dann würde er es tun, dann halst Dir der Mann die Verantwortung für sein Handeln auf und macht Dich dann auch verantwortlich, wenn aufgrund seines eigenen Verhaltens eure Beziehung schlecht läuft und er seinen Schritt bereut.

    Das muss von ihm kommen und er muss zu seiner Entscheidung stehen. Und wie hier bei den anderen schon anklang, wenn Du ihn manipulieren kannst, dass er alles hinschmeißt, willst Du mit so einem zusammen sein? Einem Warmwechsler, der eine Frau braucht, die die Strippen zieht und dadurch nie merkt, dass er selbst den Wunsch hatte, mit ihr zusammen zu sein?
    Nebenbei denke ich auch, dass es sein kann, dass er nur so tut, als könntest Du das. Wenn Du ernst machst und sagst, er solle sich trennen, musst Du erstmal gucken, ob dann nicht tausend Gründe kommen, warum die Trennung gerade jetzt nicht geht.
     
    • # 15
    • 02.03.2015
    • Gast
    Bei einem direkten Duell zwischen Ehefrau und Geliebter verliert weit überwiegend die Geliebte. Vor diesem Hintergrund hört sich Dein "dass man die Macht hätte, den anderen zu einer Trennung zu bewegen" für mich nach Voodoo-Puppe und Liebestränke an und ich frage mich, woher Du die Macht hättest. Manipulation ist immer ein schlechtes Mittel, weil es immer bedeutet, dass einer mehr liebt als der andere und die Beziehung nicht auf Freiwilligkeit sondern Zwang und Täuschung beruht.

    Ich würde weniger nach Verantwortung fragen sondern mehr nach Empathie. Wenn Du einen Menschen liebst, willst Du, dass es diesem geliebten Menschen gut geht.
    Die Frage ist also, ob es dem Mann aufgrund der Trennung wegen Dir besser geht - langfristig gesehen. Ich weiß nicht, ob es ihm gut geht, wenn er sieht, dass es seinen Lieben schlecht geht oder er in Gewissenskonflikte gerät.
    Deine Verantwortung als liebende Frau wäre, dass ihn die Beziehung mit Dir langfristig glücklicher macht.

    Ein guter Freund hat seine jetzige Ehefrau vor 40 Jahren bei einer Tages-Skifahrt im Skilift getroffen. Es war bei beiden Liebe auf den 1. Blick. Sie behaupten allen Ernstes, dass sie sich aus einem früheren Leben kennen und eine tiefe Verbundenheit vom ersten Moment an gespürt haben. Beide waren damals bereits in 1. Ehe verheiratet ohne Kinder und beide meinen, dass es gute Partner waren, aber sie einfach zu früh geheiratet hätten. Objektiv gesehen haben beide für einen kurzen Flirt im Skilift ihre Ehe beendet, was objektiv gesehen verrückt ist. Da die beiden sich aber bis heute so eng verbunden fühlen, wäre es wahrscheinlich in diesem Fall sogar falsch gewesen, die 1. Ehe aufrecht zu erhalten und nicht zusammen zu kommen.
     
  12. Liebe FS,
    es hängt von den Rahmenbedingungen ab - ist er "nur" in einer Beziehung mit einer anderen Frau oder gibt es da eine Familie mit Kindern.
    Wenn Ersteres der Fall ist, dann ist es seine Sache, ob er sich trennt. Wenn er in dieser Konstellation geht, dann stimmt ohnehin in der Beziehung was nicht und dann bist Du eben der Anlass, es zu beenden. Damit hätte ich weniger Probleme, würde aber mit ihm nur was beginnen, wenn er klare Verhältnisse gemacht hat, d.h. sie und sein Umfeld wissen, dass er sich von ihr getrennt hat, er muss bei ihr ausgezogen sein etc, sonst bist Du die Nebenbei-Affäre und nicht die Beziehungsfrau.

    Wenn Fall 2 vorliegt, dann ist es auch seine Sache, aber Du bist stärker mitbetroffen als Du jetzt glaubst. In dieser Situation trennen sich übrigens die wenigsten Männer wegen ihrer Unterhaltspflichten - so viel zu Deinem "Einfluss" auf den Verlauf der Sache.
    Selbst wenn er es tut, glaub' nicht, dass es spurlos an Eurer Beziehung vorbei geht. Ich kenne keinen Mann, der gut gelaunt mit seiner neuen Partnerin ist, wenn er Unterhalt zahlen muss, die Rücklagen und Altersversorgung gesplittet wurden. Die wenigsten sind finanziell so aufgestellt, dass es keine Rolle spielt, ob sie für 2 Kinder Unterhalt zahlen müssen oder nicht. Und der Zwang zum Verzicht schlägt auf die Stimmung, findet sich ständig im Beziehungsalltag wieder,
    - wenn Du in der Nachsaison preiswert in Urlaub fahren willst, auch nur dann Urlaub bekommst, weil kinderlos und er seinen Urlaub zur Hochpreissaison nehmen und mit den Kindern verreisen muss, d.h. für Urlaub mit Dir weder Zeit noch Geld hat.
    - wenn Du einen ruhigen Abend mit ihm machen willst, aber er muss zum Elternsprechtag oder die Ex ruft wegen Problemen mit den Kindern an
    - usw.
    Das sind die Gründe, warum viele Frauen keine Männer mit sogenannten "Altlasten" wollen. Das Beziehungsleben wird nämlich heftig belastet. Pachwork funktioniert nur im Fernsehen gut und extrem selten in der Realität.
     
    • # 17
    • 02.03.2015
    • Gast
    <Mod.: Nebenthema entfernt.>
    Es geht darum, sich wirklich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen und keine Moralpredigten zu halten. Kennst du den Spruch "der Verstand kann uns sagen was wir tun sollen, aber das Herz kann uns sagen was wir tun müssen" ? Niemand kann sich gegen Gefühle wehren und jeder kann sich von heute auf morgen verlieben. Es kommt drauf an, wie man mit der Situation umgeht. Was soll die alleinstehende FS denn denn tun, wenn sie sich ernsthaft in den Mann verliebt hat und er dasselbe empfindet? Es gibt auch Chancen im Leben, die man ergreifen muss, denn sie kommen niemals wieder. Auf dem Sterbebett wird die FS vielleicht sehr bereuen, dass sie diesem Mann nur aus Moral keine Chance gab. Liebe ist stärker als jegliche Moral und Vernunft und wenn beide sich wirklich lieben werden sie auch zusammenfinden. Denn dann hat seine Ehe sowieso keinen Bestand mehr.
    Aber Klar, du würdest natürlich auf diese große Liebe verzichten, aus Rücksicht auf seine Ehefrau und Kinder. Du würdest ihn wegstoßen und weiter in deiner heilen Welt leben. Wundere dich nicht wenn du eines Tages merkst dass die Welt nicht nur aus Plüsch besteht.
     
    • # 18
    • 02.03.2015
    • Gast
    Die Macht in solch einem Falle auszuspielen ist eindeutig fehl am Platz. Und eigentlich sollten liierte Menschen tabu sein. Aber wie so vieles: Wo die Liebe hinfällt. Und ich möchte tatsächlich auch nur für Liebe sprechen. Grundsätzlich finde ich es unnötig, jemanden um den Finger zu wickeln nur des Abenteuers wegen, der verheiratet/ Familienvater ist. Sollte sich aber aus Gründen eine ernsthafte und ernstgemeinte Liebesgeschichte daraus entwickeln, was kann man dagegen tun? Wenn sich beide ineinander verlieben, da kann die Ehefrau herzlich wenig dagegen machen. Und es gibt genug geschiedene Paare, miit Kindern, die sich im Einverständnis und ich Freundschaft getrennt haben. Sicherlich nicht die Mehrheit, aber ich würde mich immer für eine Trennung entscheiden, als unglücklich zusammenzuleben. Und zur Aussgangsfrage zurück zu kommen: Wenn ich in einer "ernsthaften" Liebesgeschichte mit einem verheirateteten Mann bin, und wir beide zusammensein wollen, nein, da trage ich keine Verantwortung seiner Familie gegenüber - nicht bis zu dem Zeitpunkt, wo ER sich dazu entschliesst, sich zu trennen. Dazu gehören nämlich zwei, er und seine (Ex) Frau, denn das ist die Frau, die die Verantwortung mitträgt und nicht ich,
     

  13. Hi Peach,
    ich habe mich auch einmal heftigst in einen liierten Mann verliebt und den Kontakt daraufhin zu 100% abgebrochen, da ich eine junge Familie nicht zerstören will. Ich würde wieder so handeln, auch wenn mir dieser Mann selbst ein Jahr später nicht aus dem Kopf geht. Es gibt genug Single-Männer da draußen, mit denen es deutlich einfacher ist. Zudem sind die Folgen für die junge Mutter und das kleine Kind/ die kleinen Kinder schwerwiegend, falls er sich trennt. Weiter würde ich auch keinen Mann wirklich wollen, der für eine lodernde Flamme seine Familie überstürzt verlässt, denn das würde er mir dann sicher auch antun. Mit einer Heirat oder einer Familiengründung verspricht man, zueinander zu halten, auch wenn man sich mal fremdverliebt.
    Meist ist es nur die selbstbewusste Ausstrahlung, die verheiratete Männer so anziehend macht, das versuche ich mir vor Augen zu halten. Selbstbewusste Männer findet man daher nicht nur beim Standesamt, sondern auch beim Sport etc. Ein vergebener Mann ist absolut tabu für mich, egal wie sehr ich ihn begehre.
     
  14. selbstverständlich bist Du für Dein Handeln und Deine Motive genauso verantwortlich wie er, und verliebt ist was anderes als Liebe, die wächst im Laufe der Beziehung und hat sehr viel mit Verantwortung zu tun
     
    • # 21
    • 03.03.2015
    • Gast
    Nein, absolut nicht.
    Ich stand schon mehrere Male am Abgrund in Partnerschaften (Alkohol, Drogen, Suizid, Jobverlust, Missbrauch, Geldsorgen, etc.) und mir hat auch keiner geholfen. Es ist also alleine zu packen. Auf den Partner kann und sollte man sich nicht verlassen. Der wird einem zur Not auch nicht helfen, sondern sich eher verdünnisieren, wenn es hart auf hart kommt.

    Andersrum kann man selber schnell in emotionale Erpressung reingeraten, wenn man sich verantwortlich für den Partner fühlt ala "Wenn du mich verlässt, bringe ich mich um..." Kennt man doch alles!

    Jeder Mensch kann das alleine packen! Ich habe es auch geschafft, deswegen sage ich das! Man kann sich nämlich auch zu viel um andere kümmern..
     
    • # 22
    • 03.03.2015
    • miha
    Ich teile die Meinung von Süsse65. Du musst Dir gut überlegen, ob Du damit klarkommen kannst. Ich finde es höchst unmoralisch, geradezu verwerflichst. Eine Ausnähme kann ich höchstens dann sehen, wenn eine Frau Gewalt, Erniedrigung, stets Verletzungen in der Ehe erlebt und da "rausgeholt" wird. Ansonsten eine absolute Katastrophe. Du kannst Dir nicht vorstellen, was da alles kaputt geht. - meine Frau war in einer Klinik und würde von einem Mann umgarnt - er hat sie tatsächlich in eine Beziehung verwickelt. Ich mit unseren 5 kleinen Kindern zu Hause. Ich weiß im Moment nicht, wie das Leben weitergehen soll. Ja, große moralische Verantwortung. Leider sehen das heute viele Menschen viel lockerer.
     
  15. @17 Du hast meinen Beitrag ziemlich abgewertet. Natürlich kann sich jeder Mensch VERLIEBEN und dann ist es verdammt schwer sich da zurückzuhalten, aber sprich doch bitte nicht pathetisch von "GROSSER LIEBE". Wo bitte gibt es denn die große Liebe noch, meistens geht es doch nur um irgendwelche Bettgeschichten mit einem verheirateten Mann und um DIE MACHT die man als Singlefrau hat um den liierten Mann herumzukriegen. Wenn es wirklich die GROSSE LIEBE sein sollte, dann überdauert sie auch ein paar Jahre bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und der Mann aus freien Stücken nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammen sein möchte.

    Du sprichst aus der Sicht einer Geliebten, ICH spreche aus der Sicht einer Familienfrau. Heutzutage wo es kaum noch intakte Familien gibt, muss man die nicht unbedingt auch noch von außen zerstören.
     
  16. Bei allem Respekt: Es gibt auch Fehler im Leben, die nie wieder gut zu machen sind. Ob es wirklich die große Liebe ist, kann man in der Phase doch gar nicht sagen. Schmetterlinge im Bauch bleiben nun mal nicht für immer und auch in die neue Beziehung wird irgendwann der Alltag einkehren. Und ja, es gibt Menschen, die keine Beziehung mit solch fragwürdigem Beginn eingehen würden. Ich gehöre dazu und habe deswegen den Kontakt zu einem Mann, der mir sehr wichtig war, beendet. Man muss sich schon auch Gedanken um die Folgen machen.

    Im Übrigen: Die Welt besteht nicht aus Plüsch, wenn man sich auch von Vernunft und Moral leiten lässt, sondern wenn man denkt, dass die große Liebe alles überwinden kann. Das kann sie eben nicht und ein erwachsener Mensch sollte das eigentlich wissen. Wenn das Zusammensein auf solche Art entsteht, sind emotionale und wahrscheinlich auch handfeste finanzielle Konsequenzen eher die Regel als die Ausnahme. Das ist keine gute Grundlage für etwas Neues.
     
  17. @ 22
    Das Drama, welches sich gerade bei euch abspielt, tut mir sehr leid für euch alle. Aber:
    Die Verantwortung trägt nicht der Mann, der deiner Frau vermeintlich schöne Augen machte. Auch wenn dich das noch mehr schmerzen sollte, weil es einfacher ist, jemand Fremden die Schuld zu geben, als der eigenen Ablehnung ins Auge zu blicken: Sie ist eine erwachsene Frau! Sie ist kein Zombie! Sie wählte zwischen alter Verantwortung und neuer Liebe.

    Ich finde Apfeldieb und void haben es sehr gut dargestellt.
     
  18. Nicht mehr und nicht weniger als für jeden anderen Menschen auch. Ich denke, man kann nicht völlig die Augen davor verschließen, wenn Kindern ein Elternteil entzogen wird. Dieser Verantwortung wird man aber ausreichend dadurch gerecht, daß man den abtrünnigen Elternteil auf diese Konsequenz seines Tuns hinweist und betont, daß es einem gewisse Bauchschmerzen verursacht. Wie das Gegenüber dann damit umgeht, ist seine Sache, und ob man dessen Umgang mit seiner Verantwortung für Schutzbedürftige gutheißen will, noch einmal eine andere.

    Für den Menschen, mit dem man sich liiert, hat man natürlich schon deshalb eine spezielle Mitverantwortung, weil man ja auch selbst zu Schaden käme, wenn er oder sie Fehler begeht, die man durch Zureden oder Handeln hätte abwenden können.

    Ich denke da an ein eigenes schmerzliches Erlebnis, welches daher rührte, daß ich nicht der Grund für einen Treuebruch sein wollte. Für mich ist eine Beziehung nur auf Basis absoluter Treue denkbar, und hätte sie mit einem Treuebruch begonnen, wäre diese Voraussetzung nicht mehr gegeben gewesen. Ich wollte aber ja eine Beziehung mit ihr.

    Die Frau hat allerdings nicht verstanden, daß ich, bevor es zum Sex kommt, sicher sein muß, daß sie mit dem anderen Schluß gemacht hat. Sie dachte, das läge allein in ihrer eigenen Verantwortung.

    Und so wurde mir/uns mein Verantwortungsgefühl zum Verhängnis.
     
    • # 27
    • 03.03.2015
    • Gast
    sehe ich ebenso- natürlich ist es sehr sehr schlimm für den Partner, wenn sich der andere neu verliebt und Kinder vorhanden sind. Es ist eine Katastrophe. Dennoch gibt es eben keine Garantie auf eine ewige Liebe nur weil Kinder da sind. Wenn die Ehefrau sich in den Mann verliebt hat, war zuvor schon in der Ehe ein Problem vorhanden. Sie war nicht mehr glücklich und hat sich neu verliebt.
    Auch wenn es sich jetzt oberflächlich anhört, aber auch der verlassene Mann hat die Möglichkeit irgendwann eine andere Frau zu treffen, die ihn liebt und kann mit ihr ein neues Leben beginnen. Vielleicht wird er dann glücklicher, als er es je mit der Ehefrau war. Auch wenn es jetzt unvorstellbar klingt, aber ein Mann mit Kindern hat mehr Chancen eine Partnerin zu finden als ein kinderloser Langzeit-Single.
     
  19. Erstmal jeder ist für sich selbst verantwortlich.

    Spruch: Bei allem was Du tust, bedenke stets das Ende.

    Sofern Du einen Menschen zu einer Trennung bewegst, wird er genau das Dir beim ersten Streit vorhalten, wenn Du damals nicht.....dann wäre.....etc. etc.

    Dann frage ich mich auch immer wieder, warum sich freie Menschen ohne Beziehungsprobleme sich einen anderen erwählen mit Problemen dieser Art, so daß man sich wiederum freiwillig in eine problembeladene Beziehung begibt, statt einen Menschen zu suchen, der ebenfalls "ohne" Altlast ist und man sorgenfrei in eine neue Bindung starten kann.

    Man bürdet sich Probleme auf, die man vorher nicht hatte.
    Wie wild ist also jemand auf Probleme, vor allem nicht seine eigenen, sondern die privaten "Lasten" eines andern??

    Es gibt genug Singles, welche schon eine Trennung längst verarbeitet haben oder sich erst jetzt auf den Partnermarkt begeben. Warum immer dieser Krampf mit Vergebenen??

    Für mich ein Rätsel.
     
    • # 29
    • 03.03.2015
    • Gast
    Ich habe vor allem Verantwortung für MICH.
    Und da ich verantwortungsvoll mit mir umgehe, werde ich nie eine Beziehung mit einem liierten Mann eingehen bzw. diese sofort nach seinem Outing beenden.
    Ich will diesen Mist nicht, ich will keine Geliebte sein und ich will mich in den Spiegel schauen können und wissen, dass ich keine Beziehung zerstöre.
    Welche Affaire endet denn wirklich glücklich? Die meisten Affairen zerbrechen, weil der gebundene Teil sich doch nicht lösen kann/will. Und selbst wenn, passiert dem neuen Partner das dann oft in ein paar Jahren selbst.
     

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