1. Jetzt ein bisschen mehr als 2 Monate getrennt und immer noch am trauern. Was tun?

    Hey ihr, ich bin jetzt seit ein wenig mehr als 2 Monaten getrennt. Ich merke selbst, dass es bergauf geht und es mir auch schon besser geht, aber die Gedanken an meinen Ex kommen immer wieder. Wir waren 1 Jahr und 8 Monate zusammen und ich weiß ihm geht es schon wieder richtig gut. Er hat die Beziehung beendet, weil seine Gefühle nicht mehr gereicht haben, weil es mit uns beiden einfach nicht funktioniert hat. Aber ich kann den Schritt noch nicht gehen, dass ich das alles hinter mir lasse. Ich bin sauer auf ihn, weil ich die letzten 2 Monate der Beziehung alles darein gelegt habe, damit wir das schaffen. Habe gekämpft und alles für ihn und die Beziehung gemacht und jetzt weiß ich, eigentlich habe ich alleine gekämpft. Er hat die Beziehung schon lange vor Ende aufgegeben. Ich glaube er war einfach zu feige sie zu beenden. Das tut so sehr weh, das zu realisieren. Ich bin sauer, dass er noch den letzten Urlaub mit meiner Familie mitgenommen hat. Sich komplett hat einladen lassen und ihm ziemlich sicher da schon klar war, dass es aus ist. Er hat nichts versucht. Mir keine Zärtlichkeiten geschenkt und Gespräche abgeblockt oder dann nur gesagt, wie nah wir denn am Ende dran sind/ wann das Ende denn nun kommt. Und ich bin diejenige, die da jetzt drunter leiden muss. Ich muss ihn leider regelmäßig durch Hobby und Uni sehen und da gibt es auch kein Weg dran vorbei.

    Manchmal habe ich das Gefühl, ich will nicht loslassen. Ich will das nicht aufgeben und gehen lassen, weil ich so viel dafür gekämpft habe. So viele Dinge würde ich ihn gerne an den Kopf schmeißen, aber das würde ich nie machen, weil ich weiß es hilft mir nichts. Bis gestern hatte ich innerlich noch die Hoffnung, er leidet auch noch. Aber das tut er nicht mehr. Stattdessen fühlt er Mitleid, weil es mir nicht gut geht. Sowas erfährt man ungewollt durch den selben Freundeskreis. Er zieht los lernt neue mädels kennen vor allem online ich erfahre sowas und es war so ein großer Rückschlag. Ich kann das noch nicht so wirklich obwohl ich es will. Habe auch wen kennengelernt, weiß aber, dass ich emotional noch nicht dazu in der Lage bin. Zumindest rede ich mir das ein.

    Ist es normal so lange zu trauern und zu leiden? Ist es normal, dass ich es mir selbst nicht zugestehen kann abzuschließen? Ich zwinge mich immer wieder dazu an ihn zu denken. Das er glücklich ist und sein Leben lebt, weil er schon in der Beziehung abgeschlossen hat und ich bis zur letzten Sekunde gekämpft habe. Mir ist bewusst die Trennung ist das einzig richtige. Ich wollte mich auch trennen, weil ich gemerkt habe von ihm kommt nichts mehr. Er hat innerlich aufgegeben und das macht mich nur kaputt. Aber ich konnte nicht. War zu abhängig. Aber das alles weiß mein Kopf. Mein Herz irgendwie nicht. Habt ihr Tipps, wie ich es schaffe mich nicht so unter Druck zu setzten und das alles langsam einfach zu akzeptieren?
     
    Moderationsanmerkung: Bitte achten Sie künftig auf eine korrekte Rechtschreibung. Vielen Dank.
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  3. Zwei Monate sind doch nicht lange. Das ist völlig normal. Du klingst auf dem richtigen Weg; Wut auf den Ex ist auch ganz normal und das Gefühl, nicht loslassen zu können, kenne ich auch. Eh du dich versiehst, merkst du, dass du dich gelöst hast von ihm. Natürlich ist es schwerer, wenn man immernoch Sachen erfährt; dann dauert es länger. Aber irgendwann wird er dir egal sein und deine Gedanken richten sich wieder nach vorn. Du hast getan, was du konntest, beim nächsten Mal wirst du aus dieser Erfahrung auch gelernt haben, dass es sich nicht lohnt zu kämpfen, wenn die Gefühle beim anderen nicht reichen, aber auch, dass du jemand bist, der sich um eine Beziehung bemüht. Ich bin sicher, es wird jemand kommen, der dich genauso liebt wie du ihn und dann wirst du froh sein, dass diese Beziehung vorbeigegangen ist. Ich sage das, weil es bei mir genauso war wie bei dir, wirklich fast gleich, nur dass zwischendurch schon einmal eine Trennung wegen zu wenig Gefühlen war. Und jetzt bin ich ihm dankbar, dass er es dann beendet hatte, sonst wäre ich nicht mit meinem wunderbaren Freund zusammen. Alles Gute und viel Kraft!

    W, 35
     
  4. Ich will Dich auf keinen Fall durch meine Geschichte entmutigen. Doch ich denke, eine Trauer um eine Partnerschaft kann durchaus länger dauern. Das hängt immer von der Tiefe der Gefühle und den mit der Beziehung verknüpften Zukunftsvorstellungen ab. Meine grosse Liebe fand ich nicht allzu lange nach der Verteidigung meiner Dissertation, als PosdDoc. Wir waren ein Jahr zusammen, ich habe sie sehr geliebt, wie nie wieder jemanden danach. Daher war ich auch bereit, für sie einen weiten Umzug in Kauf zu nehmen. Das ganze ist jetzt fast 18 Jahre her. Zur Überwindung desTrennungsschmerzes hatte ich etwa ein Jahr gebraucht.
    Kurz nach der Trennung hatte ich es nicht geschafft, nicht laufend an sie zu denken. Da ich beruflich sehr eingespannt war (und noch bin), versuchte ich, mich mit Arbeit und exzessivem Sport 'zuzudröhnen'. Irgendwann habe ich etwas Abstand gewonnen. Nach und nach erst war ich in der Lage, erfolgreich Gedanken an sie zu verdrängen. So absurd es klingen mag, durch das damals begonnene Training habe ich etwas Gutes gewonnen. Noch heute treibe ich sehr viel Sport und erscheine weit jünger, als ich bin. Ich wage sogar zu behaupten, ohne die durch den Sport aufgebaute Kondition wäre es mir nicht so gut möglich, meine Arbeitsbelastung so gut wegzustecken. Meine Empfehlung an Dich ist, zu versuchen, Dich abzulenken, sei es durch Engagement im Beruf, Sport, Freunde. Vielleicht gibt es ja auch in Deinem Leben etwas gutes, dass Du ohne das Ende der Beziehung nicht bekommen hättest. Geh bewusst durch das leben. Wenn Du traurig bist, dann unterdrück nicht die Trauer, sondern versuch diese, durch angenehme Dinge und das Geniessen von Erfolen zu überwinden.
    Jedenfalls wünsche ich Dir viel Kraft und neuen Mut.

    m(51)
     
  5. Hi,
    Lass dir nicht von den Medien ein falsches Bild in den Kopf setzen. Jeder trauert, so lange er will. Man muss nicht immer stark sein und nach außen glänzen. Gib dir Zeit, du sagst doch es geht schon bergauf.
    Dass du jetzt einen entscheidenden Schritt in deiner Persönlichkeitsentwicklung machst, sollte wichtiger sein, denn indem du den Gedanken Freiraum gibst, verarbeitest du das Ganze. Du reflektierst, was seine und deine Fehler waren, da sind zwei Monate echt nicht viel.
    Natürlich, wenn du ein Jahr lang immer mehr ins Grübeln = Vorstufe von leichten Depressionen verfällst, ist das nicht gut, aber da sehe ich keinerlei Anzeichen bei dir.
    Nimm dir Zeit, das scheint heute für immer mehr Leute ein Problem zu sein. Es gibt keinen Aus-Knopf.
    Früher wollte ich auch immer alles sofort, aber inzwischen fahre ich echt gut mit Sprüchen wie "wenn ich es eilig habe, gehe ich langsam."

    w35
     
  6. Hallo liebe NE1234,

    erstmal tut mir das Leid mit deiner Beziehung, dass es soweit kommen musste. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er nach fast 2 Jahren Beziehung auch getrauert hat. Er hat es halt anscheinend nicht so gezeigt. Viele fühlen sich auch als Gewinner nach der Beziehung wenn der Partner mehr trauert, bzw. nicht darüber hinweg kommt. Ich hatte einen ähnlichen Fall, wo ich Schluss gemacht habe und nach einer Woche war bei mir alles in Ordnung und sie kam Wochenlang immer wieder vor meine Haustüre und wollte nochmal reden usw.. Das hat mich, so krank es auch klingen mag, eher kalt gelassen, ja so sogar hab ich da etwas Macht gespürt.

    Ich kann dir nur den Tipp geben, dass dich selber wieder frei geben musst und einfach selber wieder neue Leute kennenlernen solltest. Geh mal mit einer guten Freundin feiern, lasst die Sau raus. Oder melde dich selber in einem Online Dating Portal an.

    Du darfst auf keinen Fall mit dem Ziel durch die Welt laufen, ihm eins auszuwischen, auf dieses Niveau musst du dich nicht geben. Sei einfach selber glücklich und lerne andere Männer kennen. Wenn er das sieht das du wieder lachen kannst mit einem anderen Mann wird er bestimmt merken was er da für eine tolle Frau hat gehen lassen.

    Hoffe ich konnte dir Helfen

    M/26
     
  7. Einfach Liebskummer. Ja , dauert so lange.
    Und ja, er leidet weniger, weil er ja schon länger wusste, das es aus ist und Schlus gemacht hat. Das liegt in der Natur der Sache.
     
  8. Liebe FS, wenn ich das so lese bist Du noch ganz gewaltig in der Opferrolle. Und hast viel gekämpft. Worum denn? Um seine Liebe und für die Beziehung.

    Ist es ein Muster das Du kennst, nämlich um Liebe kämpfen zu müssen?

    Mein Rat an Dich: nimm Dir einen Zettel und dann schreibe auf, was alles in der Beziehung schlecht gelaufen ist und worunter Du gelitten hast.

    Das soll Dir helfen, den Tatsachen ins Auge zu sehen und diese Beziehung vom Sockel zu stossen. Wenn man eine Weile nachdenkt, dann war das gar nicht gut und erhaltenswürdig, abgesehen davon, dass Du Dich da festgebissen hast.

    Und dann überlege Dir, welche Anteile Du an dieser ganzen Misere hattest.

    Und dann wäre es gut, wenn Du lernen würdest, dass man mit niemanden ohne dessen Willen eine Beziehung führen kann.

    Das größte Leid entsteht dadurch, wenn man Partner rekrutieren will, die eigentlich gar nicht wirklich wollen. Meist war schon im Vorfeld wenig Begeisterung zu spüren.

    Wenn Du ehrlich nachdenkst, dann dürfte sich das von Anfang an wie ein roter Faden durch die Beziehung gezogen haben und das Ende war dann auch nicht mehr überraschend.

    Jetzt trauerst Du. Das ist ein Mangeldenken. Irgendwann sollte es Dir gelingen Deine Chancen zu sehen, die sich Dir eröffnen. Einen Partner finden, der ganz und gar ja zu einer Beziehung und zu Dir sagen kann.

    Ach und noch eine Frage: wie ist es um Deinen Selbstwert bestellt. So lange Du abhängig von einer Beziehung bist, so lange kannst Du keine gesunde Beziehung führen. Das ist so wie mit dem Alkohol. Alkoholiker sollten nämlich ihre Finger davon lassen....

    Du leidest deshalb so sehr unter der Trennung, weil sie Deine anderen Themen triggert und die dürften tief in Deiner frühkindlichen Phase entstanden sein, das hat immer irgendwas mit Liebesmangel, Zurückweisung, Enttäuschung und Verlust zu tun. Ich bin mir sehr sicher, dass wir da was bei Dir finden, das bearbeitet werden sollte.

    Er kann nichts für Deine Probleme, die musst Du schon selbst lösen. Ein Partner ist niemals ein Therapeut, aber er kann uns sehr wohl unsere Themen aufzeigen.

    Du glaubst, dass es ihm gut geht weil er auf Party macht. Das ist ein weit verbreiteter Irrtum meine Liebe. Die Leute, denen es wirklich gut geht, die brauchen kein hully gully, das ist ja auch nichts anderes wie Betäubung, Leben im Rausch, was genauso wenig funktioniert wie Alkohol. Er inszeniert seinen Lebensstil und Du glaubst, es ginge ihm gut. Dann hat er ja schon mal Erfolg bei Dir gehabt.

    Und zum Schluss mein Buchtipp, die Bibel der Verlassenen von Doris Wolf: "Wenn der Partner geht"

    Viel Glück. Du hast jetzt eine Menge zu tun.
     
  9. Du nennst 2 Monate lange trauern? Sei dir gewiss, das ist überhaupt keine Zeit. Ich bin jetzt seit 1 Jahr getrennt, die Verzweiflung darüber ist gegangen, die Trauer sitzt immer noch tief in meinem Herzen und wird da sicher auch noch eine Weile bleiben.

    Wenn du soviel gekämpft hast, dann zeigt dir das ja schon, dass es keinen Sinn hatte. Spätestens ab da, wo man kämpfen muss in der Liebe, hat man eigentlich schon verloren.

    Es dauert nun mal, um akzeptieren zu können. Da sind 2 Monate eventuell zu kurz. Das kann man vielleicht nach 1-2 Jahren wirklich reflektieren, aber nicht nach 2 Monaten. Das ist ja, als wäre es erst gestern gewesen.

    Annehmen, dass Du jetzt trauerst, ihn immer noch vermisst, aber an dem Zustand auch aktiv nichts verändern kannst. Annehmen und akzeptieren. Aktiv dagegen ankämpfen bringt meiner Meinung nach nix. Ich habe alles versucht, alles und es wird erst jetzt langsam besser, wo ich annehme. Annehme, dass es nun mal eine Shit-Zeit ist jetzt, wo ich traurig bin und ihn vermisse und es schmerzt und das ich da einfach durch muss.

    LG
     
  10. Du trauerst so lange du trauerst. Das ist ein ganz individueller und persönlicher Prozess, für den es keine Vorgaben gibt. Du bist du. Was hältst du denn davon, wenn du ihm einen Brief schreibst, in dem du alles zur Sprache bringt, was dich bewegt. Positives, Negatives. Alles, was dich berührt. Trauer findet in Phasen statt. Google das mal. Wut ist eine unglaublich wichtige Phase. Wenn die mal beendet ist, wird es dir schon etwas besser gehen. Die Phase zeigt deutlich, dass du in der Verarbeitungsphase bist. Der Brief ist nur fiktiv. Für dich. Du sendest ihn nicht ab. Bewahre ihn auf wie einen ganz grossen wichtigen Schatz.

    Du schaffst das, good luck
     
  11. Ja das kenne ich sehr gut. Die Situation kommt mir sehr sehr bekannt vor. Mein Ex hat es auch auf die lange Bank geschoben und nicht die Eier gehabt, mit mir zu reden. Auch ich habe viel, vor allem Emotionen, in die Beziehung investiert und kaum was zurück erhalten. Das hat mich auch fertig gemacht. Und genau wie du wollte ich die Beziehung oft beenden, habe es aber nicht fertig gebracht. Ich war auch sehr wütend und enttäuscht. Aber zwei Monate nach Ende der Beziehung sind nun noch keine lange Zeit... Also nimm dir dahin bitte den Druck raus und rede dir nicht ein, du musst nach so und so vielen Monaten drüber hinweg sein. Das ist doch Blödsinn. Jeder trauert anders, jeder braucht unterschiedlich lang. Vergleich dich nicht mit deinem Ex, dass er schon wieder happy ist - er hat halt keine Gefühle mehr, du aber schon. Also brauchst du länger, was auch völlig legitim ist. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Einer von beiden braucht immer länger. Aber vor allem versuche, dich irgendwie abzulenken. Was mir noch geholfen hat, war, meine ganzen Gedanken aufzuschreiben, damit sie erstmal aus dem Kopf verschwinden. Schlussendlich habe ich dann diese Gedanken komprimiert in einem Brief zusammen gefasst und ihn an den Ex geschickt mit der Bitte, mir eine Erklärung zu liefern. Das hat er tatsächlich gemacht und damit konnte ich irgendwie abschließen und zur Ruhe kommen. Ganz verzeihen kann ich es zwar immer noch nicht, aber mir geht es gut so wie es jetzt ist. Wenn dein Ex ein Mann ist, mit dem man grundsätzlich reden kann, dann probiere es aus, falls du denkst, dass es dir gut tun würde. Falls nicht, dann das übliche - kein Kontakt, ignorieren, ablenken, Sport machen, (Hobby wechseln), Freunde treffen, Buch lesen, malen, dir selbst gutes tun, da gibt es so vieles. Rede mit Freunden darüber, auch das hilft. Es ist schwer, aber nicht unmöglich. Es braucht nur Zeit!
     
  12. Immer wieder dasselbe, du bist da nicht die einzige, dein Fall gibt es zum Millionen und ich kann dir folgendes dazu sagen, lerne daraus: Punkt 1: für eine Beziehung für eine Liebe kämpft man nicht. Kämpfen ist zu 99,99% eine einseitige Sache und die endet immer zum eigenen Nachteil. Natürlich hat er dich warm gehalten, hingehalten und die Rosinen rausgepickt, für mich eine ganz fiese miese Haltung. Punkt 2: Sei froh, dass du diesen Typ weg hast, er hat für mich keinen guten Charakter. Wäre ich an deiner Stelle, ich würde ihn egal, wo ich ihn sehe, nicht mehr sehen, nicht mehr wahrnehmen, ich würde mit ihm nichts mehr zu tun haben wollen, da bin ich sehr konsequent, wer mich stark verletzt und gekränkt hat, hat es für mich für immer verspielt, das ist mein Charakter, mein Selbstwert, mein Selbstbewusstsein, mein Selbstvertrauen würden mir das gar nicht zulassen und damit bleibt es, keinen Kontakt, Blockierung, Ende. Auch würde ich mit dem Bekanntenkreis, wo er bekannt ist, keinen Kontakt mehr haben wollen, alles was solche Leute erzählen, würde ich eh nicht glauben, ist nur Wichtigtuerei, aber dazu käme es nicht mehr, dafür würde ich schon sorgen, das wäre wichtig für mich. Ich würde erstmal längere Zeit alleine sein, ca ein Jahr und dann mich wieder auf die Reise machen, alles Gute!
     
  13. Liebe NE1234,

    ich weiß wie du dich fühlst...die Trennung von meinem Ex ist jetzt 3 Monate her. Diese hat mich leider völlig unerwartet getroffen und ich wurde auch promt durch eine neue Frau ersetzt.
    Ich habe gelitten wie ein Tier. Geweint. Gebrüllt. Getobt.
    Ich dachte auch es würde niemals aufhören und die Gedanken an Ihn würden nicht vergehen. Zu wissen, dass es ihm (vermeintlich) gut geht hat mich fast um den Verstand gebracht...
    Du solltest es dringen unterbinden, dass er Dinge über dich erfährt (das du leidest etc.) und das du solche Sachen über Ihn erfährst. Das ist Unsinn und es geht euch nichts mehr an. Euer Freundeskreis sollte das unbedingt respektieren. Das habe ich auch sofort unterbunden. Denn jedesmal wenn ich etwas von anderen erfahren habe hat es mir wieder den Boden unter den Füßen weg gezogen.

    ABER mittlerweile geht es mir schon viel besser. Das braucht tatsächlich Zeit und es braucht Mut. Du musst den Schmerz zulassen und du musst ihn vergessen wollen. Denn ich habe mich lange dagegen gewehrt und wollte das Ganze nicht wahrhaben. So habe ich mein Leiden leider nur verlängert. Ich habe für mich begriffen, dass ich jemanden verdient habe der mich schätzt und der mich nicht einfach aufgibt. Und das hast auch du verdient. Lenke dich ab und versuche jede schöne Kleinigkeit des Tages zu genießen. Zieh Kraft aus allem was dich zum lächeln bringt. Geh raus, halte dein Gesicht in die Sonne und lächle. Mach dir klar was du wert bist und wie wunderbar du bist.
    Lass auch die Wut zu, aber versuche sie zu verdauen sobald es geht. Denn am Ende frisst Sie dich nur auf. Er ist diese vielen Gedanken und Emotionen, diese viele Zeit die dir durch das alles verloren geht nicht wert. Glaube es mir. Ich wollte das nicht glauben und dachte ich müsste auf meinen Knien rutschen...wie falsch ich doch lag. Finde einen Abschluss und finde dich selbst. Lass zu, dass dein Herz versteht, dass es vorbei ist. Öffne dich für anderes. Für dein eigenes Leben. Du schaffst das! Ich bin mir sicher! Auch ich bin auf dem besten Weg obwohl ich noch vor ein paar Wochen dachte ich müsste daran zerbrechen. Irgendwann stehst du morgens auf und hast nicht von Ihm geträumt. Er wird nicht der erste Gedanke sein nachdem du die Augen geöffnet hast und du bemerkst plötzlich wie es dir immer besser geht. Und wenn du die Veränderung bemerkst, das Strahlen auf deinem Gesicht wieder zurück hast gibt dir das von selbst so viel Kraft und Schub, dass keine Zeit mehr bleibt traurig zu sein.
    Auf www.ihrweg.de habe ich in der Zeit viele Beiträge gelesen. Auch das hat enorm geholfen!
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und viel Sonne im Rücken!
     
  14. Dazu möchte ich sagen, dass das nicht unbedingt stimmt. Oft hat der, der sich trennt, mit den Gefühlen und der Beziehung schon abgeschlossen und fühlt sich danach einfach nur erleichtert. In meinem Umfeld schon häufig gesehen, und auch selbst erlebt. Mein Ex war einfach nur froh und frei nach drei Jahren und hat nie zurückgeschaut. Weil er nach der Verliebtheitsphase nie wirklich geliebt hat. Man muss sich nicht immer einreden, dass es dem anderen heimlich doch genauso schlecht geht, sondern auch akzeptieren, dass das nicht unbedingt so ist. Wichtig ist aber, dann zu denken: Das kann mir jetzt aber egal sein, bzw. dann hat er es auch gar nicht verdient, dass ich ihm so hinterherheule etc. Wenn der andere keine Gefühle mehr hat, weiß man, man kann daran nichts ändern, auch wenn man sich auf den Kopf stellt. Das ist schwer, aber manchmal einfacher, als wenn andere Gründe zum Ende der Beziehung geführt haben. Dort fragt man sich unter Umständen immer, ob man nicht doch noch mal einen Versuch starten könnte, oder sich ändern, oder oder...
     
    • # 13
    • 08.03.2019
    • void
    Trauern ist ja normal und da Du verlassen wurdest, bist Du diejenige, die trauert. Immerhin hast Du schon selbst gesehen, dass die Beziehung nicht mehr gut war.
    "Druck" ist ein gutes Stichwort. Du hast geschrieben, dass Du viel gekämpft hast. Ich denke, Du bist jemand, der viel Energie in eine Sache stecken kann, wenn er was erreichen will. Und nun das ABER: Doch nicht bei zwischenmenschlichen Beziehungen und gegen den Willen des anderen.

    Man kann nicht um einen Menschen kämpfen, der sich gegen einen entschieden hat. Du kannst nur kämpfen, dass Du Dein Studium gut schaffst oder abnimmst, Du kannst kämpfen gegen Deine Eifersucht, Missgunst oder was auch immer, also alles, was Du selbst in der Hand hast. Aber nie um Liebe. Kämpfe niemals um die Gefühle eines anderen, denn erstens klappt das nicht und zweitens versuchst Du dann eigentlich, ihn davon zu überzeugen, dass er mit Dir Vorteile hat. Und die nutzt er dann aus, wenn er wenig Skrupel hat.

    Ich weiß, dass sowas wehtut. Das ist normal. Das ist eine Lektion, die Du gelernt hast und beim nächsten Mal tust Du es nicht mehr. Wenn einer vom Ende quatscht, kannst Du es gleich einläuten, weil das nix mehr wird. Stell es Dir doch mal selbst vor - würdest Du zu jemandem sowas sagen, wenn Du bleiben willst? Man hat doch Angst, der andere geht gleich, wenn man anfängt mit "vielleicht ist es zu Ende" oder "irgendwann ist es zu Ende".

    Dass er noch die Urlaubseinladung angenommen hat, zeigt doch auch eine gewisse Erbärmlichkeit und Stillosigkeit. Ist Dir das bewusst, wie klein sowas ist, dieses materielle Mitnehmen und solche Ankündigungen wie
    ?
    Eigentlich müsstest Du Mitleid haben. Aber ich will Dich nicht auf den Trichter bringen, dass Du Dich nun ihm gegenüber überlegen fühlen sollst. Du warst ihm unterlegen und hast Dir einen abgestrampelt. Das fühlt sich demütigend an. Nur mach nicht den Fehler, Dich als Ausgleich über ihn erheben zu wollen, da fällst Du gleich nochmal auf die Nase, weil Du ihn TROTZDEM siehst, wie glücklich er ist und wie schnell er Dich vergessen hat. Und dann fühlst Du Dich wieder unterlegen und Deine Überlegenheit bricht wie ein Kartenhaus zusammen.
    Das beste ist, sich klarzumachen, was der eigene Fehler war, den Menschen für Dich in ein Neutrum zu verwandeln und die Distanz so groß wie möglich zu halten. Und natürlich zu sehen, wie er so ist und dass das keineswegs begehrenswert ist.
     
  15. Du hast vor zwei Wochen die gleiche Frage gestellt. Du wirst hier keine anderen Antworten bekommen, als "es braucht Zeit". Zum anderen wird sich zwei Wochen später nichts ändern, wenn du nur rumsitzt und a wartest, dass es aufhört. Du musst was tun! Schau im Internet nach verschiedenen Stufen der Trauerbewältigung. Die erste Stufe ist Akzeptanz. Akzeptieren, dass es eine Trennung stattgefunden hat und du leidest. Stattdessen weigerst du dich, sich der Realität zu stellen und versuchst deine Gefühle loszuwerden. Das wird zu Teil funktionieren, aber nur, weil du sie festbetoniert hast. Irgendwann mal werden sie hochkommen oder du bekommst handfeste Depressionen, weil vor lauter Gefühlen, die du unterdrückst, wird deine Seele schwer. Ich habe es selber erlebt und das ist das eckelhafteste Gefühl, was ich erlebt habe - man fühlt sich nach nichts und kann nicht mal weinen.
     
  16. Liebe FS,
    Dukannst den Trauerprozess eklatant verkürzen, wenn Du dieganzen Onlineverbindungen zu ihm kappst. Die ständigen Push-Nachrichten lassen Dich nicht zur Ruhe kommen.
    Die Begegnungen im richtigen Leben entmythisieren ihn schneller als die geschönte Onlineinszenierung.

    Ansonsten dauert trauern so lange, wie es dauert.
    Er hat sich getrennt, d.h. hat sich lange vorher innerlich darauf vorbereiten können, während es Dich eiskalt und überraschend erwischte. Kein Wunder also, dass er keine Trauerphase hat und schon fröhlich datet.
     
  17. Danke euch allen für die ganzen Rückmeldung. Das stärkt wirklich hier ein bisschen Verständnis, Zuspruch aber auch klare Worte mal zu bekommen.
    Ich versuche schon länger mich viel abzulenken. Habe ein neues Hobby begonnen lerne Leute kennen und bin dem ganzen sehr offen eingestellt. Mein altes hobby, welches sich überschneidet kann ich nicht aufgeben, weil mein Team mir momentan und die ganze Zeit schon den größten Halt gibt und mir viel Kraft gibt. Das will ich mir dadurch nicht nehmen lassen. Generell merke ich aber durch die neuen Türen die sich mir öffnen, dass es mir eigentlich gut tut. Mein Problem ist wirklich, dass ich mich zu sehr unter Druck setzte und die Akzeptanz nicht zulasse oder auch zulassen will. Aber ich werde eure Worte mir zu Herzen nehmen und genau daran arbeiten. Ihr habt ja recht. Egal wie viele schöne Momente es gab. Die ganze Kraft die ich in den ganzen Kampf gelegt habe, hätte nicht sein dürfen. Meine Abhängigkeit auch nicht. Aber das nehme ich als positives daraus und versuche mit der Erkenntnis einen Lernerfolg zu erreichen.
     
  18. Oh Mann, ich kenne deine Situation aus meinem Studium - wobei wir damals 3 Jahre zusammen waren.
    Mein Rat an Dich, wenn es irgendwie geht: Stadt wechseln, Ort wechseln. :) Wenn es nicht für immer geht - man kann ja im STudium auch an einer anderen Uni weiterstudieren, dann mach ein Auslandssemester (Auslandspraktikum oder sowas.
    Und buch nen Urlaub mit einer Freundin oder deiner Mama, um mal rauszukommen und andere Eindrücke zu bekommen. Das hat mir am meisten geholfen, denn alles zuhause erinnert ja an ihn.
    Dass er andere Frauen datet, heißt nicht, dass er nicht vielleicht auch leidet, nur kommen Männer gerne mit anderen Frauen auf andere Gedanken und merken dann erst 6 Monate später, dass das nichts bringt.
    Man sagt ja, dass die Leidensphase mindestens so lange dauert, wie die Hälfte der Beziehung, bei mir war es, wenn ich denn mal Liebeskummer hatte meistens länger.
    Was mir auch geholfen hat war, wenn wir uns getroffen hatten - zum essen oder reden.
    Sag deinen Freunden klipp und klar, dass du KEINE Nachrichten über deinen Ex hören willst, wen er wann angeflirtet hat. Das killt einen.
    Mir hat es geholfen, die Stadt zu wechseln, aber ein bisschen Ausland bringt auch schon was. Sport und Ausgehen haben mir nullkommanull geholfen. das hatten wir früher immer zusammen gemacht.
     

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