1. Kinder oder keine Kinder?

    Liebes Forum,
    ich habe nun schon viel gelesen und geschrieben, und möchte nun zum ersten Mal selbst eine Frage stellen. An Frauen mit Kindern, Frauen ohne Kinder und gern auch Männer... Woher wusstet ihr, dass ihr Kinder wollt oder nicht wollt?
    Ich bin nun fast 36, Beziehung seit vier Jahren läuft sehr gut, Arbeit, Leben allgemein - es gibt grad keine Baustellen. Ich bin rundum glücklich und fühle auch keine Leerstelle oder den Wunsch nach einer Veränderung. Ich und mein Freund haben das Kinderthema eine Weile vor uns hergeschoben und immer gesagt, ja, später können wir uns das gut vorstellen. Er ist sowieso erst Ende 20. Nun stellt sich aber langsam durchaus eine Dringlichkeit ein. Ich dachte neulich, ich wäre eventuell schwanger und unsere Reaktion war beiderseits Schock und nur ein Gefühl von "bloß nicht!". Dabei haben wir vorher immer gemeint, wenn es passieren würde, wäre das schon okay. Wir waren dann also einigermaßen überrascht, dass keiner von uns beiden irgendwie Freude empfunden hat.
    Jetzt beschäftigen wir uns mit dem Thema noch einmal sehr stark. Ich möchte es ungern immer weiter rausschieben und dann mit Anfang 40 lauter Komplikationen haben, sollte ich dann noch ein Kind wollen. Ich wünschte, ich hätte eine eindeutige Tendenz. Ich war nie ein besonderer Kindermensch; selbst als Kind habe ich mich lieber mit Erwachsenen unterhalten. Babys lassen mich völlig kalt, mein Freund ist da immerhin schneller angetan. Ich stelle mir den Alltag mit kleinen Kindern eher wie ein Gefängnis vor, bei dem man sich selbst quasi aufgibt und auch für die Partnerschaft kaum Zeit hat; so wirkt es auf mich zumindest bei befreundeten Paaren, die absolute Wunschkinder haben. Ich kenne leider auch Arbeitskolleginnen, die sagen, hätten sie vorher gewusst, wie anstrengend Muttersein ist, hätten sie sich wohl anders entschieden, obwohl sie ihre Kinder lieben. Das ist nicht grad ermutigend. Auf der anderen Seite gibt es natürlich Dinge, die mich daran interessieren würden: Einem Kind etwas beibringen, vorlesen, sehen, wie es sich entwickelt und lernt; eine Verbindung sehen vom geliebten Partner und sich selbst im Kind; eine Familie zu haben (ich bin geschwisterlos); und vor allem die Erfahrung, die man sonst im Leben eben nicht hat, und die sicher etwas sehr besonderes ist. Manche gehen darin ja auch völlig auf. Ich weiß nur nicht, ob die positiven Seiten ausreichen, den Verlust der Unabhängigkeit auszugleichen, also für mich persönlich. Wie wird das bei mir, bei uns sein? Möchte man unbedingt Kinder, nimmt man vieles in Kauf. Aber kann ich das? Vor allem, wenn es eben kein gesundes Kind ist, sondern krank, eine Behinderung hat o.ä.? Oder bereue ich es später, keine Kinder zu haben? Ich denke, mein Freund wäre ein toller Vater; nur bei mir als Mutter bin ich mir da sehr unsicher. Es wär noch einfacher, wenn mein Partner eine klare Tendenz hätte, der eiert aber auch so rum.
    Daher bin ich gespannt auf andere Erfahrungen.

    w, 35
     
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  3. Liebe @mokuyobi, ein bisschen kann ich deine Zerrissenheit nachvollziehen. Ich würde wohl, an deiner Stelle, versuchen, mich komplett auf »reset« zu stellen, wobei ich genau weiß, dass dies nicht einfach ist. Aber in sehr schwierigen Situationen (und die Entscheidung für/gegen ein Kind wäre für mich eine solche) gönne ich mir manchmal ein oder zwei Privatstunden bei meinem großartigen, früheren Therapeuten.

    Denn dann helfen mir nicht die Gespräche mit Freunden - die sind und können nicht neutral sein. Dann brauche ich jemand, der behutsam mit mir zusammen meine Zweifel, meine Trauer, meine Wünsche oder was auch immer freischaufelt.

    Wenn du es also schaffen könntest, wirklich neutral - fast neben-dir-stehend - deine Wünsche und Ablehnungen zu betrachten, wäre dir schon viel geholfen. Da ist auf der einen Seite das, »was die Gesellschaft erwartet«, nämlich eine Familie. Das wird als die Norm angesehen. Auf der anderen Seite deine berechtigte Sorge, mit einem völlig veränderten Leben (und das wird es MIT einem Kind sein) genauso glücklich zu sein wie bisher.

    Aufzählungen und Berichte von anderen, wie sie ein oder mehrere Kinder in ihr Leben einordnen ohne das Gleichgewicht dabei zu verlieren, werden dir nicht weiterhelfen, denn: wir sind alle unterschiedlich!

    Ich habe mich nach dem ersten Kind (das nicht gezielt gezeugt wurde, aber gefühlsmäßig sofort freudig aufgenommen wurde) sehr jung sterilisieren lassen. Aus verschiedenen Gründen und mit der durchaus vorhandenen Sorge im Nacken, das später zu bereuen - denn mein Ziel waren immer 3-5 Kinder. Dann tröstete ich mich damit, es gäbe später sicher die Möglichkeit, medizinisch diese Blockade zu umgehen.
    Ich habe diesen Schritt NIE bereut, obwohl ich Kinder nach wie vor toll finde.

    Vielleicht sollte ich aber erwähnen, dass ich alle diese Entscheidungen immer zusammen mit meinem Partner getroffen habe, nie gegen ihn! Und DAS wäre bei dir sicher auch wichtig!
     
  4. Hallo, mir ging es in deinem Alter wie dir. Ich wollte auch nie Kinder. Keine Angst - wenn du wie ich Kinder einfach nur nervig findest und keine Lust hast, dich mit ihnen zu unterhalten und zu spielen, wird sich das auch später nicht ändern. In unseren Generationen gibt es zum Glück genug Leute, die ebenfalls keine Kinder haben. Ich habe meine Entscheidung, keine Kinder zu bekommen, nie bereut.
    W 49
     
  5. Die allermeisten Männer mit Ende 20 möchten sich da nicht festlegen, das überträgt sich auch auf dich!
    Dann solltest du das auch nicht machen!
    Das ist die absolute Wirklichkeit daran gehen auch die meisten Beziehungen kaputt! Ich kenne einige Beziehungenspaare ohne Kinder, die sind wesentlich stabiler und gehen sorgsamer mit sich um. Viele Paare mit Kinder vernachlässigen sich und ihre Beziehung.
    Wenn eine Frau nur für die Kinder da ist, bleibt der Mann auf der Strecke, das wollen aber einige Frauen nicht wissen! Lese doch einmal für längere Zeit die hier genannten Themen.
    Diese Erkenntnis unterschreibe ich blind, habe ich auch sehr oft gehört und entspricht der Wahrheit, einige Frauen werden dagegen angehen, sollen sie doch.
    So ist das nun mal!
    Mit deiner Einstellung zum Kind solltest du es nicht tun, und bedenke auch, dass keine Beziehung so bleiben muss und dann...dass dein Partner mit Ende 20 eiert ist mir klar, denn er hat im Grunde genommen noch lange genug Zeit für dieses Thema! Schau dir einfach die vielen Mütter an, die überfordert sind, geh auf Kinderspielplätze und beobachte sie. Lass dich keineswegs von außen beeinflussen, du wirst sonst sehr unglücklich werden, ein Kind zu haben ist eine Entscheidung, die man nicht mehr rückgängig machen kann, es ist alleine deine ganz persönliche Entscheidung! Hier zu fragen, wirst du sicher mehr Zuspruch bekommen!
     
  6. Wir haben zwei Kinder. Würde die Ehe gut laufen würde ich sogar ein drittes nehmen. Obwohl es teilweise zum irre werden ist und einige Nerven kostet. Aber das kommt total auf den Menschen an. Ich wollte schon immer Kinder. Schon als ich selbst ein Kind war. Da gab es keine Diskussion. Hätte ich keine bekommen können, dann hätte ich adoptiert. Aber so ist eben nicht jeder.

    Meiner Meinung nach solltet ihr es drauf ankommen lassen. Gerade wenn ihr schon darüber nachdenkt. Ihr werdet euch wundern, wie sich die Sicht darauf ändert wenn das Kind erst da ist. Je älter du wirst, umso anstrengender wird es für dich/euch in der Regel. Und wenn wir ehrlich sind, sind eigentlich unter normalen Umständen nur die ersten Jahre so sehr stressig. Sind die Kinder erst in der Schule und halbwegs selbstständig, dann sieht die Welt wieder ganz anders aus. Natürlich gibt es auch einige Momente in denen wir denken - ohne Kinder könnte man auch viele tolle Sachen machen. Aber die schönen Momente mit Kindern überwiegen. Schon Tage wie Weihnachten sind mit Kindern Gold wert. Und ich denke je älter man wird, umso dankbarer wird man sein das man Kinder hat. Die Wahrscheinlichkeit zu bereuen das du keine Kinder bekommen hast ist groß. Die Wahrscheinlichkeit, das du es bereust das du sie bekommen hast, geht gegen Null!
     
  7. Geht mir genauso, hatte diesbezüglich ebenfalls mal einen Beitrag gestartet und bin froh, dass ich "erst" 30 geworden bin und das Thema noch etwas rausschieben kann. Gerade wenn ich in Mütterforen mitlese oder mal einen Beitrag bezüglich Kinder(erziehung) in allgemeinen Frauenforen lese, schreckt mich die Vehemenz mit der viele Frauen ihr eigenes Leben komplett aufgeben und das auch von allen anderen Müttern erwarten eher noch zusätzlich ab. So kann und will ich nie sein.
    Kann dir daher nicht wirklich helfen aber bin ebenfalls auf die Antworten gespannt.
     
  8. Naja, der Schlüssel für dein Problem liegt an seinem Alter.
    Ein Kinderwunsch steht und fällt mit dem richtigen Mann und die Lebensumstände müssen auch passen.
    Ganz ehrlich kann ich sagen nach einer Ehe und 2 Kindern, dass man als unabhängige Frau mit einem Kind sehr schnell vollkommen abhängig von seinem Partner wird, weil man alleine mit Kind total aufgeschmissen ist - beruflich, finanziell und emotional.
    Kinder sollte man als Frau nur mit einem Mann bekommen, auf den man sich 100% verlassen kann und der Familie zu 100% will.
    Überreden geht total nach hinten los, halbherzige Familiengründung geht immer nur zu Lasten der Frau.
    Wenn dein Freund erst 29 ist und noch keine Familie gründen will, bei dir aber die biologische Uhr tickt, dann wird das das Ende Eurer Beziehung sein.
    Er eiert nicht rum, er möchte jetzt kein Kind, aber er kann dir nicht sagen, dass er mit Ende 30 eins will, weil er dich nicht verlieren möchte.
    Es gibt da jetzt nur Pest oder Cholera, Skylla und Charybdis:
    1: Du bekommst ein Kind, obwohl er es nur halbherzig will. Eure Beziehung wird nicht so laufen, wie du es dir wünschst, du wirst dich alleine gelassen fühlen, die Verantwortung fürs Kind wird eher dir angelastet und irgendwann bricht er aus - entweder Beziehungskrise oder andere Frau.
    2. Du bekommst kein Kind: Eure Beziehung wird noch eine Weile gut laufen - dann bist du 40 und die Uhr tickt, vielleicht wirst du unzufrieden oder ihm Vorwürfe machen, dass er dich nicht heiraten will, keine Kinder (mit Dir) will. Er hat in 5 Jahren aber noch alle Zeit der Welt für eine Familiengründung und wenn du es nicht wirst, dann eben die Nächste.
     
  9. Ich persönlich kann dir nur sagen, wie es mir ergangen ist:
    Ja, ein Sohn wäre schon ok, wenn er schon mit 16 auf die Welt käme, im Grunde ein Abziehbild vom jungen Tom wäre und gut genug, um in die Formel 1 zu kommen ..... ok, stop. Mit einer solchen Hypothek zu leben muss scheisse sein.
    Ich habe die Realität gesehen und wusste dann endgültig: Nein, ohne mich. Freunde von mir wurden Vater - mit ungefähr Anfang bis Mitte der 30 er. Erstens wurden nicht alle Kinder Söhne - zweitens waren die alle einfach klein und haben rumgeschrieen. Drittens konnte man nix damit anfangen. Viertens haben sich die dazugehörigen Mütter sehr oft verändert - nicht wirklich in Richtung attraktiv und sexy. Und fünftens waren auch die Männer in Hobby und Beruf etwas eingeschränkt .....
    Da war mir endgültig klar: Für mich ist das nichts. Also habe ich konsequent Informationen über eine Vasektomie eingeholt. Und diese auch ausführen lassen.
    Mir fehlt heute nichts. Und ich bin fast 60. Die Tochter meiner V ist über 20, also auch aus dem Kleinkindalter raus. Ich mag sie - aber eben auch deshalb, weil sie eine sympathische Persönlichkeit ist. Und kein schreiendes Bündel im Frotteeanzug ....

    Ihr habt euch eure Antwort im Grunde gegeben - keinerlei Freude über eine mögliche Schwangerschaft spricht Bände. Im Grunde wisst ihr beide, was ihr wollt. Ihr gesteht es euch nur noch nicht ein.

    Alles Gute
    Tom
     
  10. Liebe FS, diese Frage ist eine der schwersten, die eine Frau sich stellen muss, so sie nicht von vornherein eine klare Haltung hat. Ich selber, obwohl Mutter, tendiere zu: lass es sein. Ich muss auch sagen, dass ich , hätte ich die Zukunft vorhersehen können, auf keinen Fall ein Kind bekommen hätte, auch wenn ich meine Tochter von Herzen liebe. Es ist nunmal nicht alles eitel Sonnenschein. Und nein, das ist nicht das Beste, was mir passiert ist. Es ist schön, aber es gibt auch Sorgenkinder, die nie wirklich glücklich und selbständig werden, die krank werden, für die du ewig sorgen musst. Das wird bei der Entscheidung leider immer vergessen oder verneint. Und leider kommt das auch gar nicht so selten vor. Versteh mich nicht falsch, ich bereue es nicht, meine Tochter bekommen zu haben, aber alleine wäre das Leben durchaus angenehmer gewesen. In einem so anonymen Forum kann ich das einfach schreiben, keiner kennt mich, deshalb bin ich ehrlich. Es hat Vor-und Nachteile. Wenn du dich fragst: soll ich oder soll ich nicht, so lass es. Wenn´s kein Ja ist, dann ist es ein Nein.
     
  11. Letztlich ist das eine Frage, die nur Du selbst beantworten und entscheiden kannst. Ich bin in Deinem Alter und habe die Frage für mich schon vor längerer Zeit zu 99% für "kein Kind" beantwortet. Du solltest allerdings bedenken, dass Dich eventuell ein Großteil des Umfelds oder der Foristen dahingehend "berät", dass ja eigentlich jede Frau ein Kind will und es später bereut, wenn sie keins hat. Diese völlig unzutreffende und auch sehr veraltete Sichtweise solltest Du nicht zum Maßstab Deiner Entscheidung machen!

    Ich mag mein Leben wie es ist und will es nicht wg. eines Kindes ändern. Die Kinder meiner Freundinnen mögen mich und ich komme gut mit ihnen klar (babysitte auch mal), aber der Gedanke, Kinder längere Zeit um mich zu haben reizt mich nicht im geringsten-im Gegenteil. Ich habe auch kein Interesse, dass ich in irgendeiner Form etwas von mir weitergeben oder jemandem etwas beibringen muss. Insbesondere letzteres kann man auch bei Kindern von Freunden oder ehrenamtlich, wenn das Bedürfnis hinreichend groß ist.

    Das sind in etwa Aspekte, die Du auch genannt hast. Vermutlich ist bei Dir noch die Angst, dass der deutlich jüngere Freund in 3-5 Jahren doch ein Kind will und sich dann ggf. eine jüngere Frau sucht. Das ist ein Problem, das ich nicht fürchte und das für Dich ebenfalls nicht der Maßstab sein sollte.

    Übrigens der auch gerne genannte Aspekt, dass man ohne Kinder im Alter einsam sei, ist pauschaler Unsinn. Ich besuche meine Eltern mehrmals im Monat, obwohl wir 50km entfernt wohnen. Ich habe mehrere Freundinnen, die - obwohl die Eltern in der gleichen Stadt wohnen- nicht mal mit den Eltern Weihnachten feiern und sonst auch kaum Kontakt haben. Meine Eltern haben auch mehrere 100 km von ihren Eltern entfernt gewohnt, so dass ich meine Großeltern nur ca.1-2 Mal im Jahr gesehen habe.

    Die entscheidende Frage ist: Willst Du Kinder um ihrer selbst Willen? Nicht wg. des jüngeren Freundes, gesellschaftlichem Zwang, weil die meisten Freunde welche haben (wodurch dann manchmal Freundschaften versanden) oder wg. Angst vor Einsamkeit. Dein Posting klang eher nach diesen Gründen. In dem Fall würde ich es lassen. Damit würdest Du eher Dich (u.ggf. ein Kind) unglücklich machen und eine Gewähr für eine lange/dauerhafte Beziehung sind Kinder ja auch nicht. Häufig ist das Gegenteil der Fall.
     
  12. Ich kann Dich verstehen!
    Ich bin auch 36 und der Gedanke an Kinder beunruhigt mich mehr als der Gedanke an Kinderlosigkeit.
    Obwohl ich es nicht ausschliesse.

    Jetzt bin ich in frischer Beziehung.
    Ich empfinde es als große Erleichterung dass er schon Kinder aus erster Ehe hat.
    So hab ich kein Druck, wie ich es von Exfreunden kenne.

    Wenn Dein erster Impuls ist "bloß nicht" wuerde ichs lassen!
    Das ist doch ne klare Haltung.
    Was die Gesellschaft sagt, ist wurscht.
    Neulich kamen die Ergebnisse einer großen Studie raus: die glücklichste Bevölkerungsgruppe überhaupt sind unverheiratete und kinderlose Frauen! Doch der Muttermythos...noch aus der Nazizeit tradiert.. hält sich hartnäckig.

    Ein Leben ohne liebevolle, vertrauensvolle Partnerschaft fände ich traurig. Aber Kinder sind schlicht viel Arbeit. Um das dann gut und gerne hinzukriegen, sollte Frau vorher den Wunsch haben, denke ich...wie hält man sonst die Belastung, den Schlafmangel, Krankheiten etc aus...?
     
  13. Diese Antwort finde ich aufrichtig und authentisch, so soll man sein, in erster Linie sich selbst gegenüber! Ich kenne viele unglücklichen Mütter, die trotz Mann alles selber stemmen müssen, keine Hilfe haben, meist ist ein solcher Mann auch noch Kind, auch haben es alleinerziehende Mütter sehr schwer in unserer Gesellschaft!
     
  14. Ja, das stimmt natürlich. Alle Freunde haben natürlich ihre eigenen Meinungen und sind nicht neutral. Was mich glaube ich eher erschreckt, war, dass es wirklich ab und zu welche gibt, die sagen, sie würden sich beim zweiten Mal anders entscheiden, und dauerhaft über Jahre so gestresst sind und das nicht genießen können. Ich dachte früher, das sei eher die seltene Ausnahme. Ich denke, das spüren die Kinder ja auch, und das möchte ich bei mir auf keinen Fall. Weiß man nur vorher nie :) Ich kenne auch eine Freundin, die ein absolutes Wunschkind hatte, jetzt total verzweifelt ist. Die hätte diese Möglichkeit vorher weit von sich gewiesen.
    Vielleicht sollte ich - oder eher wir - mal bei einer Beratungsstelle mit einer kompetenten neutralen Person reden. Denn da gebe ich dir natürlich auch recht: Diese Entscheidung würde ich ja nicht allein fällen, sondern das geht meinen Freund ja genau an. Bei ihm denke ich auch, dass sein Hang zu Familie doch noch größer ist als bei mir. (Wär natürlich schwierig, wenn wir uns da entgegengesetzt entscheiden.)
    Wir sind auch beide generell Menschen, die sich schwer entscheiden können. Wenn wir uns einmal entschieden haben, bereuen wir das dann im Nachhinein aber nicht. Daher gibt es vielleicht auch keine "falsche" Entscheidung, nur getroffen werden muss sie mal...
     
  15. Nein, das denke ich eher nicht. Also, wie ich schon geschrieben habe, ist eher er derjenige, der Kindern mehr zugetan ist. Ich bin glaub ich das größere "Problem", da ich da viel mehr Ängste habe als er. Er ist ein Familientyp, hat seine Geschwister großgezogen, war schon mit 24 jemand, der stabile Beziehungen schätzt und gleich zusammenziehen wollte und ich bin eher diejenige, die ihm sagt, er soll mal allein was mit seinen Freunden machen. Alle Freunde von ihm und mir sagen, er wär sicher ein sehr verantwortungsvoller Vater. Er hat bisher noch nie Anzeichen gezeigt von Angst vorm Festlegen mit einer älteren Frau. Das kann natürlich aber noch kommen, das ist mir klar. Mit dem Risiko bin ich die Beziehung auch eingegangen, das lässt sich eben nicht schönreden. Es ist trotzdem die bisher beste, die ich je hatte, er sagt auch, wenn Kinder, dann mit mir. Da nehme ich das Restrisiko eben in Kauf.
    In meinem Bekanntenkreis ist es eher so, dass es die Männerfraktion gibt, die sagt, sie möchte Kinder. Und die sich das mit Ende 20 schon vorstellen können oder konnten und wo teilweise die Freundin noch nicht wollte. Und die anderen, die mit Ende 20 keine Kinder wollten, wollen auch mit Ende 30 jetzt noch keine. Oder die Freundin hat ihnen dann die Pistole auf die Brust gesetzt, dass sie nicht mehr warten kann und jetzt sind sie liebende Väter, die das nicht bereuen (weil sie eben generell ja später mal Kinder wollten). Es kann sich zwar mit dem Alter ändern, aber bei den meisten war das eher so eine Typsache. Unter 25 wollte noch keiner ein Kind, klar. Aber danach war das dann schon recht festgelegt.
    Mein Problem ist wirklich nicht, dass er sich unsicher ist. Das ist grad eher tröstlich; sonst würde ich mich total unter Druck gesetzt fühlen. Der einzige Gedankengang ist eher der, dass wir jetzt sagen, nein, keine Kinder, und er findet das okay und der Wunsch dann in zehn Jahren kommt und er sich trennt. Das kann ich natürlich nicht ausschließen. Daher möchte ich auch erst einmal herausfinden, was ICH für MICH eigentlich will. Wenn ich mich entscheide, keine Kinder haben zu wollen, dann kann ich damit dann auch leben, wenn er dann mit jemand anderem welche hat und ich keine. (Davon abgesehen ist für mich alleinerziehend auch das absolute Schreckensgespenst; müsste ich mich entscheiden, würde ich definitiv sagen: Dann auf jeden Fall KEIN Kind, wenn das schon absehbar wäre.) Wenn ich mich jetzt entscheiden würde, ich will ein Kind und er will nicht, dann müsste ich eben abwägen, ob eine Trennung Sinn macht. Aber so einen dringenden Kinderwunsch, den habe ich ja überhaupt nicht. Wenn, dann nur mit ihm.
     
  16. Das freut mich für dich :)
    Ich kenne eine Frau, die bereut, keine Kinder zu haben mit Mitte 70 und alle anderen kinderlosen in dem Alter finden ihre Entscheidung immernoch gut (man könnte auch sagen, man kann ja auch nicht vermissen, was man nicht kennt). Ich kenne dagegen einige Mütter, die das durchaus bereuen. Ich weiß eben nicht, ob die das sonst so offen sagen, gerade zu Müttern, die sehr glücklich mit ihrer Entscheidung sind. Das ist ja in der Gesellschaft natürlich sehr negativ belegt (und wäre ja auch schlimm, wenn die Kinder das mitkriegen würden). Ich denke, wenn man immer Kinder wollte, ist die Chance eher klein, das zu bereuen, weil man die Nachteile eben dafür in Kauf nimmt. Das finde ich toll, wenn das Leuten so geht. Meine Mutter ist auch der allergrößte Kinderfan, hat mit mir drei Jahre gespielt und gemacht und getan aus absoluter Freude am Muttersein und kann Frauen ohne Kinder überhaupt nicht verstehen (daher rede ich mit ihr da auch nicht drüber :D ).
    Ich find es auf jeden Fall toll, wenn man so ganz genau weiß, was man im Leben möchte, egal, was es ist. Beneidenswert!
     
  17. Liebe mokuyobi,

    ich finde die Antwort von @Amytan sehr gut. Vielleicht kannst du ja wirklich mit einem Therapeuten darüber reden. Oder es hilft dir diese komische Vorstellung, dass du auf dem Totenbett liegst, und auf dein Leben zurückschaust, und dann fühlst was du bereust. Also wie wäre es zurückzuschauen mit Kindern, wie wäre es ohne Kinder??

    Ich bin bald 35 und Single und weiss momentan selber weder ob ich Kinder will, noch ob es klappen kann wenn ich sicher bin dass ich Kinder will. Ich hab für mich entschieden es fatalistisch zu sehen: Wenn es sein soll, wird es passieren. Ich weiss, dass ich auch ohne Kinder ein glückliches und erfülltes Leben leben kann, andererseits sehe ich bei Freunden wie toll und erfüllend das Leben mit Kindern ist. Wie gesagt, ich lasse mich da quasi, auch durch meinen Glauben, führen. In meiner letzten Beziehung haben wir es ein paar Mal riskiert, und ich bin rückblickend sehr froh, von IHM nicht schwanger geworden zu sein. Aber dein Freund ist glaube ich echt der richtige für dich. Es wäre von Vorteil wenn ihr beide einen klaren Standpunkt habt.

    Was mir immer noch hilft klarer zu werden, ist ganz viel schreiben...also nicht pro und contra, obwohl ich das auch gern mache, sondern eher so stream of conciousness mäßig alles aufschreiben zu diesem Thema was grad rauskommt. Und das dann auf mich wirken lassen...
     
  18. Ja, das habe ich auch schon gedacht, dass das eine gute Idee wäre. Das werde ich mal machen.
     
  19. Lustig, das haben mein Freund und ich auch schon gewitzelt. Da gibt es auch so eine Geschichte von Kishon: Ein Ehepaar will adoptieren, und überlegt dann immer, dass Babys ja so viel schreien, Kleinkinder haben die Trotzphase, Teenager zicken... Also adoptieren sie einen Erwachsenen :D
    Ich glaube, als Mann hat man den Druck auch nicht so. Erstmal ja mehr Zeit, wenn man sich nicht total sicher ist, weniger Hormone und dann ist diese Muttersein ja durchaus immer so glorifiziert. Ich denke, Männer denken daher später vielleicht auch seltener darüber nach, was gewesen wäre, wenn. Obwohl meine zwei sehr guten männlichen Freunde total im Vatersein aufgehen und mir sagen, Kinder haben ist toll (die haben sich mit der Frau auch alles 50/50 geteilt was Elternzeit, betreuen usw angeht; also jetzt keine Sonntagsväter). Die wussten das aber eben auch vorher schon, dass sie das wollen.
    Ich hätte übrigens auch nichts gegen Kinder beim Partner. Ich datete mal einen, der hatte einen Sohn. Den fand ich toll, der war damals 4. Ich habe gern mit ihm gespielt, er liebte mich. (Ich seh ihn - jetzt 13 Jahre alt - immernoch, da ich mit dem Vater weiterhin befreundet bin, der nun mit seiner neuen Freundin auch nochmal ein Kind plant). Trotzdem hatte ich eben nicht die Verantwortung wie die leibliche Mutter, und ein schreiendes Baby war er auch nicht mehr. Das war bisschen mehr wie eine Tante, und das macht mir durchaus Spaß, wenn es ein nettes Kind ist. Hätte ich Geschwister mit Kindern, das wäre für mich vielleicht ideal. Kann man sich leider nicht backen :)
     
  20. Ja, das fänd ich eigentlich auch ganz gut (sofern ich mich mit den Kindern verstehe).
    Ich freue mich schon, dass es einigen hier auch so geht wie mir. Im Freundeskreis sind die meisten absolut sicher, dass sie Kinder wollen, selbst die Singles (die daran verzweifeln), die verstehen mein Problem nicht so richtig...
     
  21. Interessant.

    Wahrscheinlich hat euch eurer Vater, deinen Bruder und dich über weite Phasen, ebenfalls nur als Last, Störung, Pflicht und Quell freudlosen Lebens gesehen. Du hast dieses Muster ohne jede Reflektion kopiert. @Aries preist so etwas als Weg ins Glück. Na gut es gibt verschiedene Wege ins Glück.

    "weil sie eine sympathische Persönlichkeit ist. Und kein schreiendes Bündel im Frotteeanzug ....", ein Baby ist also unsympathisch? Tja so etwas nimmt man nicht in den Arm und kuschelt und schmusst damit. Da aber auch ein Macker körperliche Nähe braucht vögelt er durch die Gegend. Klar Nähe ist notwendig zum Glück.

    "Erstens wurden nicht alle Kinder Söhne", mmh. Ich danke dafür Gott - denn woher sollten sonst die Frauen kommen die mein Leben auch mit Glück bereichern und mit denen ich kuschele und guten Sex habe.

    Hier zeigt sich wieder deine Ich zentrierte Sicht @Tom26 . Unabhängig davon, kannst du mit Frauen tatsächlich nur erobern, Sex und trennen? Wahrscheinlich ja.

    "Viertens haben sich die dazugehörigen Mütter sehr oft verändert - nicht wirklich in Richtung attraktiv und sexy.", tja Frauen sind für dich tatsächlich nur Sex-Konsum-Ojekte. Aber du bist ja glücklich.
     
  22. Vielen Dank für deine ehrlichen Worte. Ich wünsche dir alles Gute!
     
  23. Hey,
    ich wollte ja hier nicht mehr schreiben, aber weil du es bist und ich dich hier so gerne lese, wollte ich dir auch meine Gedanken mitteilen.

    Zunächst hört es sich für mich so an, als ob du das nicht willst-aber Angst hast es zu bereuen. Deine Befürchtung schwanger zu sein, hat dir eher Angst gemacht und dir kein gutes Gefühl gegeben. Steckt da vielleicht hinter der Angst noch etwas anderes? Den Partner nicht mehr für sich zu haben? Außerdem fällt mir auch auf, dass er scheinbar ja auch nicht will. Hast du Angst ihn damit zu verlieren?

    Man verändert sich ja als Paar dann auch. Du schreibst auch, dass du jetzt nicht so von Kindern angetan bist. Wenn du ein Baby oder Kleinkind siehst, empfindest du da irgendwas?
    Bei mir ist es so, dass ich die sooo süss finde und sie gerne im Arm hätte. Ich kann für mich behaupten, dass ich zumindest ein Kind will. Der Partner mit dem das möglich ist, den gibt es aber nicht.

    Weisst du was ich mich auch immer die ganze Zeit frage? Wenn ich oder auch Frauen ab 34/45 irgendwann merken die Uhr tickt, dann wollten wir vielleicht doch nie eigene. Ansonsten hätten wir die vermutlich schon früher. Meinst du nicht? Es ist eher dieses Gefühl "jetzt muss ich, sonst klappt es vielleicht nicht mehr". Dieser Druck geht mir auf die Nerven. Ich mag es auch unabhängig zu sein und meine Freiheit zu haben. Als Kind habe ich mich auch mehr mit Erwachsenen unterhalten.

    Mir ist auch selbst noch eines aufgefallen. Ich mag Babys und Kleinkinder, vor allem wenn Kinder anfangen zu lernen wie laufen/krabbeln und reden. Ich finde die Vorstellung schön ihnen etwas beizubringen. Nur später, wenn sie +6 oder älter sind, da stelle ich mir das nicht mehr so schön vor. Es könnte anstrengend werden. Zudem bin ich reizempfindlich und kann mit Lärm nicht so gut. Die Vorstellung, dass mein Kind mich später ständig behelligt mit Hausaufgaben, empfinde ich als eher beengend.

    Schade, dass man sich hier nicht so durch private Nachrichten austauschen kann. Bist du bei kleiderkreisel?
     
  24. Was mir zu dem Thema noch einfällt: Es ist auch wirklich so ein Charakterding. Wenn man immer Trubel braucht, sehr extrovertiert ist, dann kommt man wohl mit einem Kind und dem Stress, das dieses Leben mit sich bringt, auch besser klar. So bei Freundinnen von mir. Ist man jemand, der eher introvertiert ist, viel Zeit für sich selbst braucht, mal allein sein will und abschalten, ist das dann deutlich kräftezehrender. Das trifft auf mich und meinen Freund voll zu. Mein Vater wollte auch nie Kinder, aus genau diesem Grund. Der verbringt seine Zeit am liebsten lesend allein. Erstaunlicherweise war er dann der beste Vater, den man sich nur wünschen kann. Allerdings hat das vielleicht auch gut gepasst mit meinem Charakter, der ja ähnlich war. Ich hab als Kind stundenlang ruhig vor mich hingemalt und brauchte keinen, der mich beschäftigt.
    Ich könnt vielleicht hoffen, dass sich das vererbt, aber das weiß man eben nie :)
    Diesen Aspekt von Persönlichkeitstypen, auch in Partnerschaften oder Job, finde ich sehr interessant.
     
  25. Bevor du dir überlegst Kinder ja nein.
    Überlege was du für Bedürfnisse hast und wie kompatible diese mit Kindern sind.
    Wer gerne Karriere macht und weite Urlaubsreisen schätzt, braucht viel Fremdbetreuung wie Kita, Kindermädchen und so weiter.... Also auch viel Geld um das Leben so oder so ähnlich weiter zu leben.
    Wenn du da flexible bist und meinst auch in anderen Themen aufgehen zu können... Vielleicht kein Kind?
    Deine Zerrissenheit kann ich gut verstehen.
    Mir geht es genauso... Mit dem Thema zweites Kind.
    Unser Kind ist ein Wunschkubd und wir sehr gerne Eltern... Und gerne auch ein zweites Kind...
    Aber:
    Wir sind um die 40.
    Es ist super anstrengend.
    Nicht bei allen ist es so.
    Aber unser Kind schläft nicht durch u d ist sehr viel krank gewesen... Wir gleich dazu.
    Nichts schreckliches. Also alles soweit in bester Ordnung.
    Nur hatte ich in 11 Monaten 6 heftige Erkältungen, drei mal habd Fuß Mund... Zwei Darminfekte, einen Mageninfekt.. Immer wieder Kopfschmerzen.
    Das schreckt mich wirklich gerade ab.
    Denn da versuchte ich immer nur den Tag zu überstehen ohne in Müll und schmutz unter zu gehen.... Und was Sinnvolles auf den Tisch zu bringen.
    Paarzeit? Vergnügen?
    Fehlanzeige.
    Vieeicht bist du aber auch gesundheitlich weniger anfällig und was sehr gut ist...
    Familie im Hintergrund.
    Die Eltern die ich kenne mit Oma und Opa im Hintergrund die regelmäßig die Kinder nehmen.... Oder Tanten Onkel usw...
    Sind sehr glücklich und kommen zu mehr Paar Aktivitäten.
    Also
    Hättest du jemanden der euch unterstützen kann und will?
    Hast du einen Job der gut Stunden massig reduzierbar ist?
    Odeso viel. Geld das ein Kindermädchen bezahlt werden kann?
    Dann nur zu
     
  26. Ja, da hast du natürlich wirklich recht.
    Wegen des Freundes ist es nicht mal so das Problem; ich hab mich damit abgefunden, dass der Altersunterschied eine Trennung durchaus wahrscheinlicher macht und genieße eben den Moment. Ein Kind dem Partner zuliebe bekommen, kommt mir auch sehr falsch vor.
    Ich bin, was große Neuerungen betrifft, generell sehr unsicher. Ich zieh nicht gern um. Ich mochte es nicht, dass die Schule endet und das Studium in einer anderen Stadt beginnt; ich hatte Angst vorm Start ins Arbeitsleben. Ich hatte mich für ein Auslandsjahr während der Schule entschieden, dann aber riesige Panik und wär am liebsten nicht gegangen, hatte dann erstmal furchtbares Heimweh. Neulich hatten wir Wahl, in eine andere Stadt zu ziehen. Wir haben beide ewig hin- und her überlegt und haben es dann gelassen, auch ein bisschen aus Angst vor dem Neuen (wie gesagt, da sind wir uns sehr ähnlich). Es wäre wahrscheinlich wirklich gut, mit einem Therapeuten zu reden um ans Tageslicht zu bringen, ob mich wirklich das Kinderhaben so schreckt oder ob das mein Charakter "Auf keinen Fall eine große Veränderung!!!" ist, die mich/uns da blockiert. Das ist so schwer zu beantworten und begleitet mich schon mein ganzes Leben. Darunter gelitten habe ich nur immer kurzzeitig, wenn so eine Entscheidung anstand. Alles, was ich trotz der Ängste dann aber immer durchgezogen habe, war im Endeffekt gut und viel besser als vorher gedacht und hat mich durchaus weitergebracht in meiner Persönlichkeitsentwicklung, im Selbstvertrauen. Aber es war immer so ein Zwang dahinter, den ich mir selbst auferlegt habe, sonst hätte ich nichts davon gemacht. So nach dem Motto "zwei Herzen schlagen in meiner Brust". Und die Kinder-Entscheidung ist eben eine endgültige, alles andere kann man ja immer rückgängig machen, wenn man will. Und wenns schlecht ausfällt, dann leidet ein unschuldiges Kind drunter.
     
  27. Ob die positiven Seiten das Muttersein aufwiegen? Ich konnte nie Kinder bekommen, wurde nie schwanger. Es war ok für mich, da ich so wie ich lebte, glücklich war. Ab und zu nagte es dennoch an mir, dass ich nicht einfach wie andere Frauen schwanger werden konnte. Und dann wurde ich es mit 35, ungeplant, falscher Mann. Es war vom ersten Moment mein Wunschkind, es sollte so sein, obwohl ich 7 Monate lang erbrechen musste, nach der Geburt in Wochenbettdepressionen fiel und bis heute keine typische Mama in vielen Dingen bin. Ich liebe mein Kind über alles auf der Welt und ich geniesse die meiste Zeit mit ihr, nun mit 8 Jahren, aber einige Jahre war es viel Mühe und wenig Genuss. Man gibt sich ein Stück weit auf die ersten Jahre, verschmilzt zu einem gewissen Grad mit dem Kind, um dessen Bedürfnissen rund um die Uhr gerecht werden zu können. Das war eine solche 180-Grad-Wendung in meinem Leben, das hätte ich nicht erwartet. Naive Träume vom Leben als Mutter mit Kind hatte ich bis zur Geburt und dann ist alles so unvorstellbar anders. Dennoch liebe ich mein Kind so arg wie noch niemanden auf der Welt und das Wichtigste, was zählt, dass es ihr gut geht, dann komme ich. Vorher war ich mir selbst das Wichtigste und dann kam lange niemand. Heute geniesse ich es, mit ihr unterwegs zu sein, mit ihr zu kuscheln, stolz auf sie zu sein - ich bin glücklich mit ihr. Arbeit ist es dennoch immer. Ich mache es aber zu 95% gerne und von ganzem Herzen. Aber: Wäre ich nicht schwanger geworden, wäre mein Leben vielleicht noch angenehmer und einfacher verlaufen, jedoch eine gewisse Reife und Erfahrung wäre mir versagt geblieben. Ich denke, ich kann mein Leben in 2 Teile teilen: vor meinem Kind und mit Kind. Es war ein ganz andres Leben ohne Kind. Aber durch sie habe ich lieben gelernt...
     
  28. Ich schreibe jetzt mal nur meine Erfahrung, ohne dass ich mir die schon vorhandenen Beiträge durchlese:
    Ich wusste schon immer, dass ich Kinder will, weniger weil ich einen sehr intensiven Bezug zu Kindern hatte, sondern eher weil es gesellschaftlich im Leben in der Regel immer noch dazu gehört und alle diesen Werdegang (Schule, Studium, Job, Mann, Familie) erwarten.
    Ich gehörte aber nie zu den Frauen, die auf jedes Kleinkind zugehen und dieses "Duziduzi" machen. Das führte manchmal zu merkwürdigen Situationen, etwa wenn ich im Nebenjob an der Supermarktkasse saß, eine Kundin mit Kind vorbeikam und erwartete, dass man sich besonders für das Kind interessierte und mit ihm sprach (diese Erwartungshaltung fremder Frauen verstehe ich übrigens bis heute nicht). Ich bin so nicht und werde auch nie so sein.

    Als ich auf Ende 20 zuging fiel mir beim meinem damaligen Freund aber auf, dass ich, immer wenn ich kleine Kinder sah, diese tatsächlich süß fand und mir für mich Kinder auch tatsächlich vorstellen konnte. Außerdem reagierte ich irgendwann nicht mehr so genervt auf Kindergeschrei.

    Mit dem damaligen Freund ist es auseinander gegangen, aber ab da war für mich bei der Partnersuche relevant, dass derjenige auch Kinder haben will. Und naja, wie ich an anderen Stellen schon geschrieben habe, habe ich mit meinem jetzigen Partner und bald Ehemann das Thema Kinderplanung Anfang des Jahres umgesetzt.

    Bei dir hört es sich sich nicht so an, als ob du tatsächlich Kinder willst. Babysitter spielen, vorlesen usw. kannst du auch bei den Kindern von Freunden und Verwandten. Wenn du aber absolut kein Gefühl für Babys entwickeln kannst (sie lassen dich kalt), würde ich es an deiner Stelle lassen. Du solltest nicht zur regretting Mother werden, nur weil dein Umfeld erwartet, dass du Kinder in die Welt setzt.

    W33
     
  29. Hallo @mokuyobi

    mal ganz rational, bezogen auf Job, Geld, Freizeit und Partnerschaft würde sich ein Kind besonders in den ersten Jahren sicherlich nicht positiv auswirken. Auf den ersten Blick könnte man sogar behaupten ein Kind bringt einen nicht wirklich Vorteile. Früher konnte man vielleicht darauf hoffen im Alter nicht alleine, bzw. gepflegt zu werden. Heute wohnt so manches Kind noch nicht mal auf denselben Kontinent wie seine Eltern.

    Trotzdem wünschen sich viele Paare sehnlichst Kinder!? Und diesen Wunsch lediglich als gesellschaftliche Konditionierung abzutun, ist mir zu blöd. Mir ist es vollkommen gleichgültig, wie der Rest der Welt das betrachtet. Es ist mein Leben und meine Entscheidung!

    Ich beispielsweise betrachte Kinder auch ohne nennenswerte Vorteile als Bereicherung und kann mir heute schon gut vorstellen, später ein Kind zu haben. Einzige Bedienung: der Partner muss das ebenfalls wollen. Wenn Beide den Wunsch haben und sich ganz bewusst für ein Kind entscheiden, hätte ich auch wenig Angst mal als alleingelassene Alleinerziehende zu enden, da das Interesse des Vaters am Kind und dessen Erziehung + Betreuung ja bleibt. Jedenfalls war das bei meinen Eltern so. Ich bin Scheidungskind und habe deswegen keine Angst vor Ehe und/oder Kind. Vermutlich weil ich allgemein ein positives Verhältnis zur Familie mitbekommen habe. Meine Familie hat sich halt nur durch meine Stiefeltern erweitert.

    Du hast da schon zwei größere Probleme:
    1. Du weißt selber nicht, ob du ein Kind möchtest.
    2. Dein Partner positioniert sich auch nicht.

    Zum jetzigen Zeitpunkt: Lass es mit den Kindern.

    Zukunft: Du bist weder deine Arbeitskolleginnen, noch Freundin oder sonst welche Bekannte von Forist XYZ, daher kann dir auch niemand versichern, ob du es in 20 Jahren nicht doch bereust kinderlos geblieben zu sein oder eben auch nicht.
    Triff deine Entscheidung erst einmal für dich und dann mit deinen Partner. Auf jeden Fall unabhängig von Dritten dann ist die Chance defintiv höher auch später mit dieser Entscheidung glücklich zu leben.

    Alles Gute.

    W, 26
     
  30. Laut Stern (ich weiß dies ist kein Fachblatt) handelt es sich nicht um das Ergebnis sondern um interpretierende Thesen. Zu diesen Thesen gibt es bereits Analysen die sich mit möglichen Interpretationsfehlern auseinandersetzen.

    Selbst wenn diese Thesen doch recht haben, sind sie für die Frauen die hier über Partnersuche berichten nicht relevant. Wenn diese Frauen glücklich wären würden sie nicht suchen.

    Mein Eindruck ist, dass als Kind erlebte Muster für einen Kinderwunsch noch entscheidender sind als irgend welche Altergrenzen. Menschen mit einer toxischen Kindheit (das muss nicht unbedingt körperliche Gewalterfahrung sein, es kann z.B. auch eine symbiotische Vereinnahmung gewesen sein) fürchten unterbewusst, dass sie es nicht besser als ihre Eltern hinbekommen.

    Diese innere Haltung kann auch ein Aspekt sein warum bestimmte Frauen zu destruktiven Männer, die nicht nur kein Kind, sondern überhaupt keine Beziehung haben wollen, tendieren. Sie wissen, dass es hier zu keiner Familiengründung kommen kann.

    Wenn diese Antikind-Haltung, unabhängig von ihrer Ursache, sehr massiv ist, macht es aber keinen Sinn sich zum Gegenteil zu zwingen. Das Risiko, dass diese Haltung sich negativ ggü. dem eigenen Kind auswirkt ist nicht zu vernachlässigen.

    Ein alternativer Weg zum eigenen Kind scheint auch Beruf der Lehrerin, Erzieherin o.ä. zu sein. Viele Kinder aber keine eigenen. Auch Hunde und andere Tiere die man bemuttern oder beknuddeln kann werden kompensatorisch angeschafft.

    Im Beitrag von Tom geht es weniger um Kinder als um die nur bedingte Verwendbarkeit von Frauen aus seiner Sicht. Ok wenn Frauen das lustig finden stimmt tatsächlich was mit mir nicht.

    Vielleicht ein schlechtes Beispiel. Ich war 30, meine Exfrau war 38, als wir gemeinsam erstmalig Eltern wurden.

    Ein Kollege wurde mit 29, seine Frau mit 40, erstmals gemeinsam Eltern.

    Ich persönlich fände es traurig wenn nach mir nichts mehr von mir ist.
     
  31. Geldlich würde es schon gehen, aber wir verdienen nicht soviel, dass wir Betreuung ohne Probleme immer bezahlen könnten. Immerhin beide gleich viel, wir würden auch beide etwas reduzieren wollen. Aber ja; beide keine Familie in der Nähe, die unterstützen könnte. Ich sehe bei Freunden, wie viel das ausmacht, wenn die Oma einmal die Woche das Kind kommt und die Eltern Zeit als Paar haben. Das ist denke ich ein riesiger Pluspunkt.
     

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