1. Marktwert, Aussehen, Geld - Liebe?

    Hallo zusammen,
    ich lese hier sehr gerne aber eine Frage habe ich. Ich habe mir bevor ich hier gelesen habe noch nie Gedanken über meinen "Marktwert" gemacht. Ich habe mich einfach verliebt. Ich habe mir auch nie Gedanken darüber gemacht, das ich mich nicht in X verlieben darf weil er zu toll ist und Y lieben muss. Das geht doch auch gar nicht. Denke ich. Ich kann ja nicht wirklich beeinflussen in wen ich mich verliebe. Hier wirkt es teils so, das manche sich denken: Also ich will eigentlich eine Frau um die 25 mit heisser Figur, die bekomme ich nicht, also muss ich mich in etwas erreichbares verlieben.
    Wie geht denn sowas? Das ist doch dann eine Vernunftsbeziehung. Entweder ich verliebe mich, habe das Kribbeln im Bauch am Anfang, oder nicht.
    Könnt ihr dieses Rätsel mal für mich aufklären? Denn wenn ich den eigenen Marktwert berücksichtige oder Aussehen und Geld, das klingt so als könnte ich beeinflussen in wen ich mich verliebe..

    w 37
     
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  3. Guten Morgen liebe FS,
    vergiss ganz schnell diese Gedanken und das, was du gelesen hast. Das ist nicht die Regel, aber gibt es eben. Du hast deinen eigenen Marktwert, der dich ausmacht und das strahlst du aus. Bewahre dir deine Gradlinigkeit und Natürlichkeit im Denken, dann hast du die größten Chancen, dem Mann zu begegnen, der zu dir paßt. Ich gehe nicht davon aus, dass du ein Handelsabkommen eingehen willst, wo es schwergewichtig um Äußerlichkeiten, Status, Bildung geht, aber weniger um Herzensbildung. Das ist sicherlich ein schönes Beiwerk, wenn das andere stimmig ist, mehr nicht.
    Liebe lässt sich nicht steuern, berechnen und erarbeiten. Es gibt immer noch etwas zwischen Himmel und Erde, was wir Menschenskinder nicht ausloten können und das ist gut so.

    Alles Liebe für dich.....Pia
     
  4. Mindestens 95% des Verhaltens eines Menschens sind unterbewusst. Sich da mit den restlichen knapp 5% hinzustellen und zu sagen, "bei mir ist das total anders"
    ist müssig. Sie können NICHT beeinflussen in wen sie sich verlieben. Liebe ist ein biochemischer tief vergrabener "Reflex". Die Umwelt kann sich nur attraktiver
    machen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sie sich in jemanden verlieben.
    Wenn ich 20 Kilo weniger wiege, steigen meine Chancen, dass sie sich in mich verlieben. Und wenn ich George Clooney bin kann ich die 20 Kilo auch durch Charme wettmachen. Marktwert ist existent, aber fluide und durch verschiedene
    Dinge erreichbar. Was attraktiv ist definiert aber ihre Umwelt (Evolution).


    Die Werbung macht Milliarden mit dem Mantra "ich entscheide was schön ist". Leider nicht. Die Umwelt entscheidet das für sie. Das ist wieder typisch "leugnen
    wir doch mal die Biologie, sie passt mir nämlich nicht." Der Natur ist das aber herzlich egal.

    Beim Autofahren, Klavierspielen und Backen machen sie den Großteil auch unterbewusst. Sie wissen wie Mehl in die Schüssel kommt. Das heisst selbstverständlich nicht , dass sie das Mehl nicht aktiv auf dem Küchenboden verteilen können, wenn ihnen der Sinn danach steht. Das ist kein Gegenbeweis gegen das Unterbewusstsein.
     
  5. Man kann nicht beeinflussen in wen man sich verliebt, aber zerstören wir mal alle Romantik: Es ist nicht so, dass es nur eine vom Schicksal auserwählte Person gibt in die wir uns verlieben können. Wir können uns sehr häufig verlieben. Wenn ich den Pool an Menschen verändere (Marktwert anpassen) kann ich auch in diesem Pool Menschen finden in die ich mich verlieben kann. Insofern kann man das sehr wohl steuern, in dem man einfach die Gruppe wechselt. Ob wir uns verlieben hängt einfach auch davon ab, ob wir der Sache ein Chance geben. Man liest ja oft solche Sachen wie "er, sie, es war am nfang garnicht so toll, aber es hat sich entwickelt.". Ich gehe sogar soweit zu behaupten dass sich jeder Mensch in jeden 10ten bis 20ten Menschen des favorisierten Geschlechts verlieben kann. Ich denke dass das sogar niedrig angesetzt ist, da sich dabei bei Annahme statistischer Unabhängigkeit, die Biochemisch allerdings nicht gegeben sein wird, kaum Paare finden würden.

    Insofern ja, ich kann nach oberflächlichen Marktwertkriterien vorfiltern und wenn ich eine bestimmte kritische Masse an Bewerbern mit diesem Marktwert kennengelernt habe, habe ich gut Chance mich in dieser Gruppe in jemanden zu verlieben. Wobei natürlich bestimmte Eigenschaften dieser Gruppe ein verlieben erschweren oder unmöglich machen kann. Verlieben ja/nein ist im Prinzip auch nur eine Rechenaufgabe und man kann es sich natürlich auch selbst schwer machen in dem man Gruppen wählt deren Gruppenmitglieder nicht häufig auftreten und sich dadurch die Chancen verschlechtern.
     
  6. Hallo Merci77!
    Mir geht es genauso wie Dir.
    Ich (seit 17Jahren in Beziehung) lese hier auch ganz gern und wundere mich über die ganzen (angeblich wichtigen) Regeln,die Dauersingles beachten (sollten).
    Wahrscheinlich haben wir beide ganz einfach nicht die Spielregeln der Partnersuche in SB verstanden. ;-)

    w,50
     
  7. Die aller meisten Paare sind aber nun einmal nicht bis über beide Ohren in einander verliebt! Viele Paare respektieren sich nicht einmal, sondern sind nur liiert, weil sie nicht alleine Leben wollen und der jeweilige Partner das beste ist, was der jeweils andere aufgrund seines Marktwertes bekommen kann.

    Natürlich dürfen Sie sich auch in George Clooney verlieben - solange Sie ihn nicht mit Avancen belästigen, ist das kein Problem. Problematisch werden solche Ambitionen erst, wenn das Objekt der Begierde Sie ob Ihres geringen Marktwertes ignoriert und Sie trotzdem einschlägige Aktivitäten entfalten. Das ist dann Belästigung!
     
  8. Ich sehe es so, dass Menschen ÜBERHAUPT KEINEN Marktwert in Sachen Beziehung haben, denn sie sind keine Waren oder werden auf dem Sklavenmarkt verkauft. Vielleicht hat man - eher festangestellt- auf dem Arbeitsmarkt wirklich einen Marktwert, der sich über berufliche Fähigkeiten und den Lebenslauf definiert. Hier wähle ich aber einen Mitarbeiter, der mit dem von mir bezahlten Gehalt sein Leben finanzieren will nach seinen Fähigkeiten aus. Dafür "vermietet" er mir sozusagen seine Lebenszeit und sein Können. Ein Partner sollte sicher ein paar Vorleiben und Kriterien erfüllen, damit verlieben möglich ist. Ich hab mich aber noch nie in einen Beruf verliebt. Sicher sind gemeinsame Freizeitgestaltungen und Urlaube auch schwerer zu haben, wenn einer wenig Geld hat und der andere ihn nicht "finanzieren" will. Aber auch das hätte dann wenig mit Liebe zu tun. Mit Liebe zu tun haben für mich Eigenschaften die einen emotionalen Wert haben: Den Anderen zu pflegen wenn er krank ist, es zu sehen und ihn zu unterstützen, wenn es ihm/ihr mal nicht gut geht und tolerant zu sein. Keine Liebe hingegen ist es sich an der einen oder anderen auftretenden Speckrolle hochzuziehen und dann rumzurennen und den anderen zu diskriminieren und umtauschen zu wollen.
     
  9. Selbstverständlich darf jeder seinen Partner nach den Kriterien aussuchen, die für ihn wichtig sind. Derjenige muss sich dafür auch bei niemandem rechtfertigen. Allerdings muss man dann, wenn lieben und geliebt werden eher eine untergeordnete Rolle spielen auch realistisch bleiben wenn das Leben seine Schattenseite zeigt und der Partner, der aus anderen Gründen als aus Liebe mit einem zusammen ist, sich dann verabschiedet. Das ist dann die logische Konsequenz. Dann zu verbittern und einen Pauschal-Hass gegen das andere Geschlecht zu entwickeln ist lächerlich und zeugt von einem Unvermögen zu Eigenreflexion und Verantwortung für eigene Entscheidungen zu übernehmen.
    Beleidigungen und Abwertungen gegenüber allen Übrigen kann man sich allerdings in eigenen guten Zeiten gerne sparen. Denn einmal ist das absolut unnötig, was soll das? Und des Weiteren ist das Leben ist erst zu Ende wenn es zu Ende ist und bis dahin kann sich das Glück täglich wenden was am eigenen "Marktwert" viel ändern kann.
     
    • # 8
    • 08.03.2015
    • Kain
    Der Begriff "Marktwert" und alles was darum gesponnen wurde mag im Hinblick auf Menschen unterkühlt und abwertend klingen. Trotzdem lassen sich gewisse, der Partnersuche zugrundeliegenden Mechanismen, die eben durch diesen Begriff umrissen werden, nur schwer leugnen.

    Je besser eine Person aussieht, je besser sie gebildet ist und je besser sie verdient, desto höher die Wahrscheinlichkeit auf eine Reihe von Interessenten.

    Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich nicht, dass individuelle Persönlichkeitsmerkmale bei der Auswahl vollkommen unter den Tisch fallen oder all jene, die nicht so nahe am Ideal liegen, fortan ein trost- und hoffnungsloses Leben im Tal der Einsamkeit fristen müssen. Das Modell gibt lediglich Aufschluss über mögliche Chancen auf einen/eine PartnerIn.

    Im Gegensatz zu Dir glaube ich also schon, dass sich "Liebe" anhand verschiedener Kriterien berechnen lässt. Zumindest deren Wahrscheinlichkeit.

    Bevor über mich hergefallen wird, bitte ich zu berücksichtigen, dass ich die Regeln nicht gemacht habe. Ich bin selbst nur ein einfacher Bauer auf dem Brett.
     
  10. Diese Marktwerte sind lediglich abstrakte Messgrößen, die jedoch keinen Einfluß auf die individuellen Geschmäcker haben. Irgendwelche Marktwerte haben doch mit Liebe nichts zu tun.

    Wer für mich wichtig, bedeutungsvoll oder liebenswert ist, bestimmt mit Sicherheit nicht sein Marktwert.

    Wie jemand schon schrieb, befinden wir uns hier nicht auf dem Vieh- oder Sklavenmarkt, wo es um Kosten-, Nutzen- und Gebrauchswerte geht. Ich kann eine Vorstellung von dem haben, was ich mir vorstelle, aber definiere das nicht über irgendwelche Marktwerte, am wenigsten womöglich über meinen.

    Was nützt es mir, wenn ich marktwertmäßig sehr begehrt bin, "bezahlbar" wäre, aber mich das Angebot nicht interessiert? Nichts.

    Für mich haben z. B. sehr selten vorkommene Frauentypen einen Reiz, aber nach gängigen Wertmaßstäben haben sie nur einen "geringen" Marktwert. Mir ist das völlig Banane. Mir gefallen sie, auch wenn damit mein eigener "Marktwert" ins Bodenlose sinken würde.
     
  11. Ich habe mich auch schon in eine junge Dame verliebt, von der ich behaupten würde, dass sie weit außerhalb meiner Liga gespielt hat. Ich war total in sie verknallt. Leider hatte es zu einer Beziehung nicht gereicht, obwohl sie mich sehr mochte.

    Man kann das Verlieben nicht steuern. Die FS hat in meinen Augen absolut Recht.

    Aber es stimmt eben auch, dass eine gute Beziehung ohne Verliebtheitsgefühle möglich ist. Man kann einen Mensch lieben, ohne in ihn verliebt zu sein ("Chemie", "Schmetterlinge im Bauch"). Schließlich ist die Verliebtheit bei den meisten Paaren sowieso nach ein paar Jahren verflogen und trotzdem bleiben viele zusammen, weil sie sich sehr mögen und gut miteinander auskommen.

    Wobei es darauf ankommt, welche Art von Beziehung man möchte: Eine langfristige Beziehung, die auf Familiengründung ausgelegt ist (dann spielen die Verliebtheitsgefühle eine untergeordnete Rolle, weil sie sowieso nur in der Anfangsphase da sein werden). Oder eine kurzfristige Beziehung, die auf Triebbefriedigung ausgelegt ist (dann ist die Verliebtheit sehr wichtig). In unserer Gesellschaft bekommt letztere Beziehungsform ein immer größeres Gewicht...
     
  12. Man kann sehr wohl sein "Beuteschema", sprich seinen Traumtypen finden, nur es dauert, man sollte Ausdauer, Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit haben - nur leider haben das die meisten nicht und...

    nehmen aus Torschluß am Ende einen Partner, welcher mit den einstigen Ansprüchen nichts gemein hat - eine mehr oder weniger unzufriedene Beziehung ist da vorprogrammiert.
    Im Hinterkopf spuckt ewig der Gedanke....eigentlich wollte ich ja was anders...

    Ich habe ein Beuteschema Mann und bleibe diesem auch treu, meine beiden EX fielen in dieses Raster und ich verliebe mich nunmal nicht in jemanden der diesem Beuteschema nicht gerecht wird, somit gebe ich auch offen zu, dass ich persönlich es nicht nachvollziehen kann wenn jemand schreibt, ich stand immer auf groß und dunkel und sportlich, jetzt bin ich aber mit klein, blond und unsportlich liiert. Hm...na dann viel Glück. Meins wärs nicht.

    Zwei ehem. Freundinnen von mir ging es ähnlich, sie fanden erst mit Mitte 30, eine Anfang 40, den Mann, den sie wirklich wollten, begehrten und toll fanden und sind heute mit diesen verheiratet.

    Es ist Humbug zu glauben, den Traum-Partner gibt es nicht, den gibt es, es gilt nur, die Ausdauer zu haben ihn zu suchen.
     
  13. @Kain

    Innerhalb meiner Zielgruppe besitze ich einen sehr hohen Marktwert. Außerhalb dieser womöglich auch, aber diese interessiert mich nicht. Was nützt mir also ein hoher Marktwert? Es kann ebenso gut auch sein, daß ich eine Zielgruppe habe, wo ich einen sehr niedrigen Marktwert besitze. Wie hoch ist der Marktwert eines Buschmannes in Deutschland? Wie hoch ist dieser in einer Heimat?

    Eine mich begehrende millionenschwere Barbiepuppe hat für mich gar keinen Marktwert. Ich für sie möglicherweise schon. Der millionenschweren Barbiepuppe wird ihr Marktwert wahrscheinlich auch piepegal sein, wenn sie nur einen ganz bestimmten Männertyp sucht. Womöglich kann dieser Männertyp so gar nichts mit ihr anfangen.

    Diese Messgrößen sind rein theoretischer Natur und haben nichts mit Empfindungen und Zuneigungen zu tun. Was ich nicht schon alles gehört habe. "Ich bin doch viel mehr wert als die! Was willst Du denn mit der? Die ist doch nichts für Dich!" Ich glaube, da dann hat jemand dann seinen Wert gewaltig überschätzt.

    Kann man den Marktwert irgendwo öffentlich machen? Also so eine Art Produktbeschreibung? Wer in solchen Kategorien denkt, darf sich auch den Vorwurf gefallen lassen, ein Narzisst zu sein.
     
    • # 13
    • 08.03.2015
    • Gast
    Ich denke, wenn man sich wirklich verliebt und nicht projiziert, dann ist es eine beidseitige Anziehung, falls der andere auch lieben kann.

    Oft wird ja das Gefühl überlagert von anderen "Bedingungen" an den Partner, wie Geld, Status, was sagen die Verwandten zu ihr/ihm, entspricht er dem gängigen Schönheitsideal oder wird man schief angesehen, weil er 5 Kilo zu viel wiegt etc.

    Wenn man das alles weglassen würde, würde man auf die geanze Person und nicht nur auf die Oberfläche reagieren. Womit Clooney z.B., der nicht mein Typ ist, obwohl ich ihn auch schön finde, wieder rausfällt bei vielen Frauen.

    Es muss die richtige Art sein, nicht nur das Aussehen oder gar Geld oder der Status. Die letzten drei Dinge sind "Marktwertgrößen", die "richtige Art" eine Kompatibilität der Menschen.
    Wer mit Marktwertkriterien rangeht, der verzettelt sich halt, weil er dabei sein Aussehen "richtig" einschätzen müsste, was keinem richtig gelingen kann, verzweifelt wird, weil sein Doktortitel bei der angebeteten Person nicht zählt usw.

    Ich würde mich nie nach den objektiven Schönheitsmerkmalen verlieben können, weil ich z.B. Stupsnasen unattraktiv finde. Es wäre aber kein Hinderungsgrund, wenn ich mich total hingezogen fühlen würde pheromonisch gesehen.
    Bleibt nun die Frage, wenn jemand für mich total gut riecht, tu ich das dann automatisch auch für ihn? Ich bin mit meiner Aussage am Anfang davon ausgegangen.
     
  14. Hallo Blackdog,
    ja ich bin auch seit 18 Jahren in meiner Beziehung und lese gerne hier. Ich denke ich habe die Spielregeln auch nicht verstanden. Vielleicht ist man wenn man in langer Beziehung ist so naiv, das man zu weit weg vom Haifischbecken Singelleben ist. Und sich wundern würde wenn man wieder müsste. Noch eine Sache, würde ich erfahren das ein Mann mich genommen hat weil er meinte sein Marktwert reicht für mehr nicht, dann wäre ich sehr verletzt. Ich will niemals der Spatz in der Hand sein..

    Gruss
     
  15. Ich möchte das nochmal anhand von zwei Beispielen zeigen: Hier wird gefragt: Ich bin 1,70 gross und wiege 100 Kilo, kann ich je die Liebe finden. Mal so als Beispiel. Und dann kommt die Antwort: Nimm ab und dann eher. Aber wenn ich mich in einen Menschen verliebe, das kribbeln im Bauch habe, dann kann das doch auch bei einer 100 Kilo Frau passieren. Oder ein Mann schrieb von seinen 130 Kilo. Ich denke, wenn sich eine Frau in ihn verliebt, dann wird sie ihn schön finden. Klar, Liebe muss erwiedert werden. Dadurch gibt es nicht so viele Menschen im Leben bei denen sich beide lieben. Auch ich kenne "Vernunftsbeziehungen", in denen alles passt. Aber kein Kribbeln da ist. Am schlimmsten finde ich die Männer die hier schreiben das man sich an seinem Marktwert orientieren soll. ALso wenn man mollig ist als Frau bei molligen Männern suchen. Jetzt mal überspitzt gesagt. Selbst wenn ich als schlanke Frau mit einem Mann zusammen bin der sowas äussert, dann besteht die Gefahr das er auch in dem Kreis gesucht hat den er für erreichbar hält. Ich also nicht DIE FRAU für ihn bin sondern die Beste unter denen die er dachte haben zu können. Und mit verliebt sein und später Liebe hat das nichts zu tun. Weil man eigentlich nicht steuern kann bei wem man Schmetterlinge im Bauch hat. Auf Geld, Ausbildung und anderes habe ich damals nicht geachtet. Bzw es hätte mir nichts gebracht weil ich mich in jemanden verliebt habe der da echt Probleme hatte. Aber es war echt bei mir und anscheinend auch bei ihm.
     
  16. Das denke ich gerade nicht. Für schwierige Zeiten ist es extrem wichtig, das sich aus einer Verliebtheit Liebe entwickelt hat. Ich glaube nicht das man Lieben kann ohne vorher verliebt zu sein.
     
  17. Liebe FS,
    Du kannst nicht steuern, in wen Du Dich verliebst, aber Du kannst steuern, auf wen Du Dich einlässt. Und wenn Du das machst, Dich nicht nur von Deinen Trieben steuern lässt, sondern Deine Lebenserfahrung mit einbeziehst, kannst Du vermeiden, sehr unglücklich zu werden

    Ich tu' mich mit dem Begriff Marktwert auch schwer, nutze ihn aber manchmal, weil alle ihn zu verstehen meinen. Um sich zu verlieben gibt es die Magie des ersten Augenblicks und da läuft viel über äußerliche Attraktivitä.
    Die reine optische Attraktivität reicht nicht aus, es kommen schwer beschreibbare Sekundäreindrücke dazu (Chemie muss stimmen).
    Menschen, welche in diesen Kriterien erst mal bei anderen gut ankommen, haben eine breitere Auswahl, also den sogenannten höheren Marktwert.

    Der Marktwert hat für mich aber eine zweite Komponente, nämlich: nehme ich das Angebot an, muss ich es annehmen oder habe ich die Wahl?
    Ich achte darauf, ein Leben zu führen, welches mir die Wahl ermöglicht, d.h. hohe Bildung, gutes Einkommen, persönliche Weiterentwicklung, eigene Interessen. Damit habe ich keinen Zwang, etwas nehmen zu müssen, was ich nicht wirklich will.
    - Wirtschaftlich brauche ich keinen Mann, da kann er mir keinen Nutzen bringen
    - ich habe aus Erfahrungen gelernt und falle auf verlockende Verpackungen nicht rein. Ich weiß, welche Art von Beziehungen mir nicht gut tun und lasse mich trotz heftigster Verleibtheit auf nichts ein, was mir dann schadet
    - wegen vielfältiger Interessen kann ich meine Zeit gut mit mir selber verbringen: lieber auf dem Sofa mit einem interessanten Sachbuch, als im Bett mit einem langweiligen Mann.
    - ich bekomme aus dem Beruf nicht nur ein gutes Gehalt, was mich absichert sondern auch viel Anerkennung meiner Fähigkeiten und persönlichen Eigenschaften. das gibt mir Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Ich brauche das nicht von einem Mann, damit ich es überhaupt habe.
    - von Familie und Freunden bekomme ich ebenfalls sehr positive Rückmeldungen, d.h. auch hier gilt: keine Abhängigkeit von der Zuneigung eines Mannes und damit ist auch gleich der Standard gesetzt, was er mitbringen muss - weniger als das schon mal nicht, denn das wäre Abwertung und raus wäre er.
    - für guten Sex gbt es Do it yourself. Ist oft besser, als mit einem Mann, der Dir nicht gut tut.

    Es ist immer eine günstige Situation, wenn die Grundbedürfnisse aus anderen Quellen erfüllt werden, sodass es keinen Handlungsdruck gibt.
     
    • # 18
    • 08.03.2015
    • Kain
    Naja, aber da ergibt sich die Antwort auf die Frage doch aus Deiner Beschreibung selbst. Besitzt Du einen hohen "Marktwert", kommst Du inner- und außerhalb Deiner präferierten Gruppe gut an. Das klingt nach einem netten Vorteil bei der Partnersuche. Zumindest kann das nicht jeder von sich behaupten.

    Ich zweifle auch nicht daran, dass es unterschiedliche Geschmäcker gibt. Natürlich kann eine an objektiven Maßstäben gemessene attraktive Person subjektiv trotzdem als uninteressant empfunden werden. Das ist wie mit Schoko- und Vanillepudding: Der eine mags, der andere nicht. Trotzdem gibt es für beide Sorten einen Markt und anhand der Nachfrage kann man die Beliebtheit der beiden Produkte bestimmen.

    Ich weiß, das klingt unterkühlt. Es geht mir aber nicht darum, bestimmte Personengruppen besonders hervorzuheben oder andere niederzubügeln. Ich will lediglich aufzeigen, dass dem Heiratsmarkt ähnliche Prinzipien zugrundeliegen, wie dem ganz gewöhnlichen Absatzmarkt.

    Okay, aber da sind wir ja dann bei Überheblichkeit. Das heiße ich auch nicht gut.

    Nicht zwangsläufig. Schließlich kann man das Konzept ja auch verstehen und anerkennen, wenn man sich nicht zur stark nachgefragten Personengruppe zählen darf.
     
  18. Die Begriffe "Marktwert", "Augenhöhe" usw. stehen für mich einfach sehr plakativ dafür, ob beide bei den Kriterien, die sie für wichtig halten, zusammenpassen.
    Ich lerne eine Frau kennen und verliebe mich sicher in den Menschen, auf der anderen Seite schaue ich mittlerweile schon auch, ob die Partnerin rein "formal" passt.
    Das mag bei jedem anders sein, es gibt sicher auch die Paare, die sich einfach verlieben und alles außer Acht lassen, so wie es einige hier beschrieben haben. Das hatte ich bei meiner letzten Ehe und bin damit auf die Nase gefallen. Also bin ich jetzt etwas vorsichtiger.

    Z. T. übertrieben: mit der arbeitslosen H4lerin ohne Berufsausbildung fange ich keine Beziehung an. 72jährige Frauen interessieren mich nicht für eine Beziehung, auch wenn ich sie menschlich noch so sehr schätze und sie ganz tolle Frauen sind. Eine Frau, die ihre Freizeit damit verbringt, sich intensiv um ihr Pferd und ihren Hund zu kümmern, der viel Aufmerksamkeit beansprucht und im Bett schläft, fällt bei mir raus. Das sind einfach meine persönlichen Kriterien, die bei jedem anders sind.

    Mein "Marktwert" gibt schlicht an, wie viel Auswahl ich dann habe. Letztlich hat Partnerwahl formal etwas damit zu tun, was ich bieten kann und wer dafür bereit ist, mit mir eine Beziehung einzugehen.
    Und aus meinem Marktwert kann ich schließen, dass die 30jährige mit Top-Aussehen, sehr exklusivem Jet-Set-Lebensstil und Posten im oberen Management des elterlichen Betriebes wenig Interesse an mir haben dürfte.
    Mein Marktwert (in dem Fall mein Normalgewicht) erlaubt mir aber, für mich persönlich unattraktive Frauen mit 30 kg Übergewicht auszuschließen. Wenn ich selbst 130 kg wiege ist mein Marktwert so, dass ich mit der Suche nach einer zierlichen Frau die Auswahl ziemlich einschränke.

    Ich habe einfach im Laufe der Jahre auch gemerkt, dass bestimmte Lebenssichten nicht zu meinen passen, ohne jegliche Wertung, ob gut oder schlecht. Und damit ist meine Wahl nicht mehr unabhängig von Einflussfaktoren.
     
  19. Ich betrachte das ähnlich wie Vikky.

    Müssen muß ich gar nichts nehmen. Es ist schlicht eine Frage des individuellen Nähebedürfnisses. Für manchem ist dieses Thema irgendwann unwichtig. Wenn sich was wirklich Interessantes ergeben sollte, kann man sich damit immer noch beschäftigen. Ich will damit nicht sagen, daß mir Frauen nicht wichtig wären, aber eine Partnerschaft brauche ich deswegen noch längst nicht. Dafür muß schon sehr viel zusammenpassen. Da geht es um Liebe, Herz, Verstand, gemeinsame Interessen, ausreichend Zeit füreinander und sonst nichts.

    Mit dem "Marktwert" kann ich immer noch nichts so richtg anfangen. Was nützt mir ein objektiv hoher Marktwert, wenn meine Zielgruppe darin nicht einmal vertreten ist? Es geht doch nicht darum, für wen ich interessant sein würde, sondern wer mich interessiert. Wenn ich innerhalb meiner Zielgruppe einen niedrigen Marktwert besitze, habe ich Pech. Deswegen wende ich mich jedenfalls nicht einer Zielgruppe zu, in der ich besser ankomme. Auf lange Sicht nützt mir das doch nichts. Das wäre dann eher was für Beziehungssüchtige oder Leute, die meinen, erst durch eine Beziehung etwas "wert" zu sein.

    Der Marktwert drückt doch nur aus, in welchem Umfang ich für andere interessant bin. Was interessiert mich denn, wer sich alles außerhalb meiner Zielgruppe für mich interessiert? Das ist doch die eigentliche Frage. Mich interessiert nur meine Zielgruppe. Alles andere ist unbedeutend.
     
    • # 21
    • 08.03.2015
    • Gast
    Nein, eher den der gewählten Freundin unterschätzt, wenn man schon von Marktwert reden will.
    Du hast ja vorher selber geschrieben, dass es ein Gefühl ist, was heißt, dass es von außen für andere nicht sichtbar sein kann, es sei denn, die betroffene Person steht auf eine bestimmte Oberfläche, so dass man gleich sehen kann, warum wieder dieser Partner gewählt wurde.
     
    • # 22
    • 08.03.2015
    • Gast
    Nun ja, du bist eine Frau und musst dir über Marktwert keine Sorgen machen. Es wird immer Männer geben, die sich gut finden, in jedem Alter, und egal was du machst oder welcher Typ du wirst. Weil es für alle Geschmäcker seine Zielgruppe gibt. Männerüberschuss ist massig.

    Nur bei Männern sieht es anders aus. Sie bekommen tagtäglich Zurückweisung und können es sich schlecht erlauben, ins Blaue hinein zu verlieben. Männer verlieben sich anders und entlieben sich auch schneller. Es gibt nur zwei Sorten Männer, die, die ewig einer Frau nachschwänzeln und der Trottel sind oder die, die ihr Leben fest in der Hand haben und wissen, welche Frau in ihrem Leben taugt und welche nicht. Überhaupt ist Männern verlieben nicht so wichtig. Sex ist wichtig. Freiraum ist wichtig. Ein angenehmes Zuhause ist wichtig. Spaß ist wichtig. Eine Beziehung beschert Männern daher viel mehr Zwänge und Komplikationen.
     
  20. Nein, das erlaubt dir nicht dein Marktwert. Das ist es nämlich...die Äusserung bei der ich mich als schlanke Frau fragen würde ob ich nicht die bin, die du für erreichbar hälst. Aber nur wegen deines Marktwertes nicht nochwas höherwertiges genommen hast. Weil er dafüt zu niedrig wäre...zum Beispiel.. Wenn jemand sowas äussert dann denke ich immer, das er mit dem Spatz in der Hand zufrieden sein muss. Eben mit dem was sein Marktwert hergibt. Aber innerlich lieber was anderes hätte...

    Was anderes ist es zu sagen, das du dich in eine Frau mit Übergewicht nicht verlieben kannst. Da sie schlicht nicht dein Typ ist. Aber wenn du von "deinem Marktwert" sprichst, dann wertest du die Frau mit Übergewicht ab. Du stellst dich über sie.
    Und ab dem Moment wärst du für mich kein geeigneter Partner mehr. Weil du dich über andere Menschen stellst und meinst du hättest was besseres verdient. Und das bekommst du auch. Aber die Frau muss sich dann denken: Wäre sein Marktwert noch höher hätte er eine andere genommen...die Taube auf dem Dach....

    Und du implizierst das du als schlanker Mann einen Marktwert hast, der dir das RECHT auf eine schlanke Frau einräumt. Aber man hat kein Recht auf einen anderen Menschen.

    Ich verliebe mich und der Mensch ist dann meine Nummer eins. In was ich mich verliebe kann ich nicht vorhersagen. Ggf in eine Person mit 20 Kilo Übergewicht. Und dann ist das schön was man mit Liebe betrachtet. Man weiss doch nicht wo die Liebe hinfällt....
     
  21. @ Gast #21

    Habe ich wohl mißverständlich ausgedrückt. Die Frau hielt sich für besser als meine Freundin. Es steht anderen nicht zu, sich pauschal über andere zu erheben, nur weil sie sich als die Bessere sehen. Das nur zur Ergänzung. Ich muß nicht richtig liegen, aber sie hat eben das, was die andere nicht hat, nämlich das gewisse Etwas.
     
  22. Zunächst mal war es ein Beispiel, vielleicht ein schlechtes und sicher wollte ich niemanden abwerten. Natürlich gibt es kein Recht auf irgendwas, das ist klar. Zwei Sätze drüber habe ich ja auch geschrieben, dass der Marktwert angibt, wie viel Auswahl ich habe. Und in dem Sinne habe ich als normalgewichtiger Mann mehr normalgewichtige Frauen, die sich für mich interessieren als wenn ich selbst 130 kg mit herumschleppe. Damit habe ich mehr Auswahl in der Gruppe, die mir persönlich äußerlich eher gefällt.

    Und ganz kanllhart formuliert ist es auch so, dass Du Dich zwar in George Clooney verlieben kannst, aber dann doch Dieter Müller nimmst, weil Du ersteren nicht bekommst.
    Vermutlich betrachte ich das Ganze schlicht nüchterner als Du.
     
  23. Die Liebe kann jeden (schlechten) Marktwert überwinden.
    Aber um die Liebe zu erreichen, müßte erst mal der (schlechte) Martwert überwunden werden ?
    Lösung: Eine bedingungslose Liebe. Aber das ist eine Rarität geworden.

    Bei Thema Marktwert höre ich über Aussehen, Einkommen, Status etc. Aber kaum über charakterliche Eigenschaften. In was will man sich verlieben ? In einen Menschen, oder nur in dessen Aussehen und Status ?

    Manche Frauen empfanden den Mann zuerst als nicht attraktiv, etc.
    Aber als sie sich in diesen Mann verliebten, war er für sie der schönste Mann der Welt.

    Ich schätze, dass dieses pochen auf Marktwerte diese Leute daran hindern könnte, sich zu verlieben. Obwohl sie es anders glauben. Und meinen: Nur wer die verlangten Marktwerte erfüllt - nur in den könnten sie sich verlieben.

    Während die Einen mit ihrer "Marktwert-Kriterien-Liste" im Kopf weiter auf Partnersuche sind, genießen Andere längst ihre Zweisamkeit.
     
    • # 27
    • 09.03.2015
    • Gast
    Ja ich denke, es ist schon beeinflussbar, wenn man sich zur rechten Zeit am richtigen Ort befindet. Menschen verlieben sich ja eher in Situationen, Zufälle, in ein Lächeln, Aufmerksamkeit, ein toller Blick, ein anregendes Gespräch, etc.

    Mit dem Aussehen oder Gewicht hat das wenig zu tun. Mich hat auch schon mal ein hässlicher Mann zurückgewiesen xD
     
  24. Natürlich spielt der Charakter eine grosse Rolle, aber Fakt ist, dass die erste Anziehung über das Äussere läuft! Finde ich jemanden äusserlich schon nicht anziehend, werde ich seinen Charakter gar nicht kennenlernen, sorry!
    In meinem Fall: Ist MANN übergewichtig, nehme ich ihn einfach nicht als sexuelles Wesen wahr, für mich nicht attraktiv. Ist mir noch nie passiert, dass ich einen Übergwichtigen als attraktiv wahrgenommen habe, warum sollte sich das ändern?
    So hat jeder Mensch eben sein "Beuteschema" - und das muss ja nichts mit der üblichen Attraktivitätsskala zu tun haben.
     
  25. So ist es. Bei dem Mann, den ich in meinem Leben am meisten geliebt habe und ich stolz und glücklich gewesen wäre, seine Frau zu sein, habe ich bei der ersten Begegnung gedacht "Der kann mir absolut nicht gefährlich werden." So sehr ist noch nie etwas auf mich zurückgekommen wie dieser Gedanke.
    Und auch im Übrigen stimme ich Deinem Beitrag uneingeschränkt zu.
    Einfach mal das Herz öffnen und weniger kalkulieren oder mit Scheuklappen durch das Leben gehen. "Beuteschema" verstehe ich bei 20Jährigen, damals hatte ich auch eins, das ist ganz normal. Aber doch nicht bei ü40-Jährigen, die wesentlich mehr Lebenserfahrung haben sollten. Aber - wie immer - das muss jeder für sich selbst wissen und damit auch glücklich werden.
     

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