1. Nicht „gemacht“ für Affäre/Sexbeziehung?

    Hallo,
    Komme gleich zum Thema:
    In den vergangenen 2 Jahren lernte ich (W) immer nur Männer kennen, die hauptsächlich auf der Suche nach „Spass/Keinen Verpflichtungen/Affären“ waren. (An den anderen, die durchaus beziehungswillig gewesen wären hatte wiederum ich kein Interesse)
    Jedes Mal (nun der 4.) habe ich mich darauf eingelassen, da mir Sex/körperliche Nähe auch sehr wichtig sind und ich (als Single) nicht darauf verzichten mag. „Locker“ ist grds. kein Problem für mich, ich bin nicht der Typ Klette, habe ein eigenständiges Leben und Hobbies..
    Ich stelle nur jedesmal aufs Neue fest, dass ich mit dieser Art der Beziehung dann doch nicht glücklich bin, und jedesmal enttäuscht bin weil man sich mehr Aufmerksamkeit (Nette Worte, Komplimente, mal zusammen Essen gehen..) erhofft auch wenn die Absichten vorher geklärt waren.
    Männer sagen sie wollen nur Sex, ich gehe drauf ein und bin enttäuscht, wenn es wirklich nur das ist.

    Wenn ich mit jemandem schlafe muss dieser jemand schon eine ganze Reihe an Kriterien erfüllen, da liegt es doch auch Nahe, dass man sich nach der körperlichen Verbundenheit auch emotional „bindet“ und sich früher oder später verliebt?
    Wie kann man das denn trennen?

    Es muss doch auch irgendetwas zwischen „liebloser“ Sex und Hochzeitsglocken geben.

    Ich denke langsam, dass diese Affärengeschichten einfach nichts für mich sind weil ich Gefühle und körperliche Nähe nicht trennen kann und ich es lassen sollte um mein Herz zu schützen auch wenn das vorerst auf Kosten meines Sexlebens geht.
     
  2. Und was ist deine Frage?

    Dein Resümee hast du doch schon gezogen:

    Handele einfach danach. Dann wirst du auch bessere Männer in dein Leben ziehen. Wenn die Männer billig an Sex kommen, wollen und brauchen sie keine "schönen Gespräche". Der Mensch schätzt nunmal Dinge mehr, für die er sich anstrengen muss.

    Hinzu kommt die männlichr Doppelmoral. Wenn du durchblicken lässt, dass du leicht für schnellen Sex zu haben bist, scheidest du als Beziehungspartnerin aus. Wer will schon eine Frau, wo vielleicht schon die Kumpels dran waren und wo die Gefahr besteht, dass sie fremdgeht? (Wenn Männer das Gleiche tun, ist es was gaaanz anderes...)

    Du kannst Liebe und Sex offenbar nicht trennen. Musst du auch nicht, du solltest es dir nur aus Selbstschutz eingestehen und danach handeln.
    Es wird sich besser anfühlen.
     
  3. Du solltest darauf schon gar nicht eingehen! Das ist eine alte Langspielplatte, Männer wollen Sex, Frauen Kinder, das war immer so, ist auch so und wird auch immer so sein! Niemals wirst du mit deiner Handlung glücklich sein können, da du dabei das Gefühl bekommst, ausschließlich dafür benutzt worden zu sein, da würde ich als Frau freiwillig auf Sex verzichten!
    Für mich eine total falsche Einstellung, du wirst mit dieser Einstellung niemals den richtigen Mann finden, du wirst immer nur an Männer geraten, die ausschließlich nur an Sex mit dir interessiert sind, nicht mehr, nicht weniger, diese Männer werden und wollen sich aber niemals verlieben, sie sind deshalb ständig unterwegs neue Opfer zu finden und die gibt es genügend in unserem “freien“ Land, der Weg muss umgekehrt sein, erst kennenlernen, sich mit dem Kennenlernen verlieben, erst dann viel später Sex! Ein Mann, der das nicht mitmacht, ist immer der falsche Mann, der ist rein sexuell unterwegs.
    Letztendlich hast du dich für lieblosen Sex dem Mann her gegeben!
    Ich verstehe Frauen nicht, die sich für solche Typen hergeben, sich nach solchen Typen reißen, der Preis dafür ist für solche Frauen irgendwann verdammt hoch, dass sie sogar keinen Sex mehr mögen, auch nicht mit einem ernsthaft interessierten Mann!
     
  4. Ganz genau!!! Sehr gut beschrieben.

    Ja! Frag dich warum du unbedingt immer Sex haben musst, und nicht mal ein paar Monate darauf verzichten kannst. Ist es echt das körperliche oder sind es andere Bedürfnisse dir du mit Sex befriedigen willst??? Schau mal bei YouTube von Christian Anders Das Glück jenseits der Sinnesfreuden, ist aber für Fortgeschrittene ;)
     
  5. Wenigstens ehrlich. Da darfst du auch nichts anderes erwarten.

    Du schreibst im Zusammenhang mit dem Sex das Wort "lieblos". Nun frage ich mich - nein, besser dich: Wie kann man sich freiwillig auf Liebloses einlassen? Da kannst du seelisch dran kaputt gehen.

    Du möchtest auf Sex nicht verzichten und nimmst dafür Lieblosigkeiten in Kauf. Schütze besser dein Seelenleben.
     
  6. Zwischen Sex pur und Hochzeitsglocken gibt es ganz viele Schattierungen. Du bist für dich selbst in der Verantwortung, das herauszufischen, was dich glücklich macht.
    Es gibt Männer, die Langzeitaffairen mögen, welche, die mehr oder weniger fest mit einer Frau zusammen sind, aber Wert auf die eigene Wohnung legen, es gibt Wochendmänner usw .... die Bandbreite ist gross und du musst für dich herausfinden, was dir zusagt.
    Die Zeit dafür sehe ich als wichtige Investition in deine Zukunft.
     
  7. Du hast geschrieben es gab auch Männer, die es ernst mit dir meinten und eine feste langjährige und verbindliche Partnerschaft wollten.

    Die Frage ist nur: warum stehst du oder fliegst du auf Männer die nur Sex wollen und das auch dir offen ins Gesicht sagen, wo du doch inzwischen -hättest du nur einem dieser anderen Männern eine Chance gegeben - möglicherweise eine glückliche und befriedigenden Partnerschaft mit Sexualität gelebt.

    Hast du schon immer oder bereits in der Kindheit die Erfahrung gemacht, dass du etwas liefern oder geben oder auch leisten musstest, um auch emotionale Zuwendung zu bekommen? Hattest du das Gefühl gehabt, dass du als Kind so wie du bist mit deiner kleinen Persönlichkeit geliebt wurdest?

    Die Tatsache, dass du bis jetzt tatsächlich - hättest du nur einem dieser Männern eine Chance gegeben - eine rundum, befriedigende und beglückende langjährige Liebesbeziehung hättest, aber es nicht wolltest, sollte für dich event. ein Anstoss sein, eine Therapie zu machen und die unbewussten Motiven deines letztlich schädigenden Verhaltens aufzudecken.
    Es nützt nichts, wie dir @Joggerin sagt, das einzustellen und dich nie wieder auf Affären einzulassen, denn offensichtlich ist es dein unbewusstes Verhaltensmuster dich auf solche Männer einzulassen. Etwas unbewusstes veranlasst dich dazu; die Frage ist nur was es ist?

    1) hast du insgeheim das Gefühl, du hättest nicht verdient glücklich zu sein?
    2) denkst du über dich du bist nicht gut und liebenswert genug, dass ein Mann dich als ernste Partnerin will, womit event. ein sehr schwaches Selbstwertgefühl zusammenhängt?
    3) glaubst du du hättest eine Mann nicht genug zu bieten als Frau und Partnerin? Dass du ihm nicht gerecht werden könntest? Die Erwartungen an eine Partnerschaft nicht erfüllen könntest

    Bedenke: mit einem Mann, der dich wollte und es mit dir ernst meinte hättest du auch die Sexualität regelmässig leben können aber nicht nur das, sondern genau das wonach du dich immer sehnst. Emotionale Geborgenheit, Nähe, Zärtlichkeit, Verbindlichkeit und Verantwortung, ernsthaftes Interesse an dir als Person.

    Ich glaube nicht, dass du es alleine schaffst aus diesem Dilemma herauszukommen. Erst wenn dir die unbewussten Motive (mit Hilfe einer Therapie) bewusst werden, wirst du einen anderen Weg gehen können und Männer anziehen, die dir nur gut tun und mit denen du auch richtig glücklich werden kannst.
     
  8. Hallo,

    schön dass du das hinterfragst! Sex und Liebe ( besser gesagt Emotion ) kann man nicht trennen! Das ist unmöglich. Bei jeder Aktion die wir durchführen, bekommen wir eine bestimmte Empfindung oder Emotion. Wir sind menschlich und deshalb wird es auch niemals mechanischen Sex geben können, so wie das von der Pornoindustrie vorgelegt wird. Beim Sex sind wir also selbstverständlich auch emotional mit der Person verbunden, aber diese Verbindung hört sofort auf, sobald es keine Intimität mehr gibt. Was meinst du, warum Paare die sich trennen, immer auch eine sexlose und generell antikörperliche Beziehung geführt haben, meistens sogar jahrelang? Gäbe es noch Berührung, wäre die Liebe intakt. Liebe FS, lass dich nicht irre leiten! Es gibt kein Schwarz oder Weiß! Du bist einfach an Männer interessiert, die kein Interesse an dir haben. Passiert. Und ist auch nicht schlimm. Du hast offenbar hohe Erwartungen ( wer hat das nicht?! ) aber in dem Fall, wenn du endlich eine stabile Partnerschaft haben möchtest, musst du deine Erwartungen ein wenig runterschreiben und bereit sein, Abstriche zu machen. Wenn es um Oberflächlichkeit en geht, erst Recht. Man muss lernen, was Priorität hat und immer langfristig zu handeln, wenn man langfristig glücklich sein will. Gib Acht auf dich und Alles Gute in deinem Leben :)
     
  9. Du weisst doch was Du willst!
    Jetzt musst Du es nur noch formulieren.
    Mir haben ehrlich gesagt die vielen online Kontakte im letzten Jahr geholfen, immer schneller, immer klarer zu formulieren was ich will, um möglichst die "Falschen" nicht mal zu daten.

    Meine jetzige frische Beziehung hab ich gleich beim ersten Schriftverkehr aufgeklärt, dass ich nur an verbindlicher, treuer und respektvoller Beziehung interessiert bin ergo weder für Affären noch Vielecke verfügbar bin.
    Das macht es leicht und der andere weiss dann auch woran er ist.
     
  10. Ich war mein ganzes Leben lang der Typ, der nur in Beziehungen Sex haben konnte und wollte. Darum habe ich auch niemals dem entgegen gehandelt. Damals wäre ich genau wie du nicht in de Lage gewesen das zu trennen. Ich hatte letztes Jahr eine rein sexuelle Form der Affäre. Ich habe niemals all die emotionalen Erwartungshaltungen an diesen Mann geknüpft, die du beschreibst. Mir hat es gezeigt, dass Menschen Sex und Liebe sehr klar trennen können. Die einen mehr (er war so einer) die anderen weniger. Etwas das ich davor niemals nachvollziehen konnte oder wollte. Mein Horizont hat sich diesbezüglich erweitert und ich habe eine schwarz/weiß Zone aufgelöst. Trotzdem würde ich es nur dann wieder so machen, wenn mir der Mann sympathisch (nicht so sehr, dass ich mich verlieben könnte) ist und er mich maximal respektvoll behandelt. Ich hatte damals Glück, denn er war so einer. Er hat mir nie das Gefühl gegeben mich nur zu benutzen. Jedenfalls nicht mehr als ich ihn ;-) Das machte für mich den alles entscheidenen Unterschied zwischen liebloser Triebabfuhr und Freude am Sex aus. Du sollst etwas lernen, stelle deine eigenen Regeln auf und Handel dann nicht entgegen diesen. Willst du Sex?! Dann habe Sex und beschränke es darauf. Dann hat die Frau, die sich eine romantische Beziehung wünscht Sendepause. Sei froh um die gradlinigen Männer, die dir nicht vorgaukeln es ginge ihnen um etwas anderes. Du weißt woran du bist....bei ihnen. Weist du auch, woran du bei dir selber bist?!
     
  11. Wo lernst du denn die potenziellen Partner kennen? Disko usw. Ist es dir nicht möglich evtl. Kandidaten aus der Ferne unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn du Sex liebst, kläre doch erst mal die Absichten von ihm.
     
  12. Ich käme mit ONS, Affären oder Vielecken nicht klar. Ich würde leiden. Vielleicht auch weil ich immer gerne das haben will was ich nicht bekomme und Schwierigkeiten habe dafür dankbar zu sein was ich habe.

    Verschiedene Menschen haben mir im realen Leben von ihren entsprechenden bewussten Erfahrungen (daher sie wurden nicht getäuscht) berichtet. Letztlich haben die meisten dies nur phasenweise gelebt und beendet weil es sie am Ende mehr geschmerzt als erfreut hat.

    Vor dem Schmerz habe ich Furcht aus diesem Grund habe ich einige entsprechende Chancen an mir vorbei ziehen lassen.

    Mir bringt der Akt allein auch zu wenig echte Nähe. Würde ich mich doch auf ONS spezialisieren müsste ich parallel Kuschelabende besuchen. Dies kommt mir aber schon jetzt unecht vor.
     
  13. Achso, finde den Fehler.
    Zu diesen verschmähten Typus gehörte ich auch mal. Interessanterweise stellte ich dann viel später fest, dass sich diese Situation mit zunehmendem Lebenalter von Frau und Mann sich immer mehr weg von Deinem Typ und hin zu mir drehte.
    So bin ich letztlich an meine heutige Partnerin gekommen, die diesen Prozess vor dem Du stehst auch durchmachen musste.

    Tja, hast Du eben bis dahin keinen Sex und keine Beziehung.

    Vielleicht klärt das auf die Dauer Deine Gedanken und Neigungen.
     
  14. Vielen Dank für alle Kommentare, hab mir jeden Einzeln verinnerlicht und kann mich gut darin erkennen.

    Ja, warscheinlich rührt dieses Verhaltensmuster aus einem geringen Selbstwert - einerseits denke ich Ja ich habe kein Problem damit ich habe ja auch Spass an Sex und andererseits habe ich wohl das Gefühl dass ich für Männer “alleine” ohne Sex nicht liebenswert bin.
    Die meisten lerne ich online kennen, wenn die Absichten offen liegen treffe ich mich vorerst immer zu einem sexlosen Date und habe dabei dann oft das Gefühl mich dafür “entschuldigen” zu müssen dass die Armen nur mal was trinken oder Spazieren gehen müssen mit mir. Total lächerlich, ich weiss.
    Oder ich befürchte wenn ich nicht auf dieses Affärending einsteige die Männer garnicht mehr an mir interessiert sind.
    Und ich erst über Sex an sie herankomme und hoffe, dass sie danach auch mehr wollen.
    Ich brauche auch viel Körperkontakt und kuscheln und fühle mich dann emotional verhungert wenn er nach dem Sex wiedermal sofort aufsteht um sich anzuziehen/wegzugehen/in die Küche Junkfood essen geht whatever.

    Das fühlt sich so schlecht an.
     
  15. In meiner Singlezeit habe ich solche Herren bereits beim ersten Date abgeschossen. Das interessante dabei war, dass keiner von diesen Möchtegern Lovern die Eier in der Hose hatte Klartext zu sprechen und direkt zu sagen, dass Sie nur ein bisschen Spaß auf Zeit haben wollen. Der Versuch kam eher als ganz "lockere" unterschwellige Frage daher :,, Was hältst du eigentlich von Menschen die erstmal eine Affäre eingehen?" usw...
    Meine Antwort darauf war immer:" Ich bin werder Mutter Theresa, noch bin ich auf der Suche nach einem Mann, der gleich morgen mit mir vor den Altar tritt. Ein Mann der mich allerings geistig nicht berühren kann, der wird es auch nicht schaffen mich ins Koma vögeln zu können! Und nur diese Art von Sex beanspruche ich!":)
    Und zum Abschluß stellte ich dann auch noch logisch und sachlich fest, dass ich ja mit einer halben Armee schlafen müsste, bis ich den einen finde, der es wirklich drauf hat und ich schlicht und ergreifend einfach über zu wenig keine Zeit verfüge um einen derartigen Marathon laufen zu können!
    Spätestens an dieser Stelle konnte ich regelrecht dabei zusehen wie sich das beste Stück einiger Herren imaginär direkt nach innen krümmte.

    Also merke:
    NUR Sex kannst du insbesondere als Frau immer haben. Du könntest dir praktisch ein Schild mit entsprechender Aufschrift um den Hals hängen und würdest tausende von freiwilligen für diesen Akt finden. Dafür musst noch nicht einmal ein einleitendes Gespräch führen! Offenbar ist aber genau das der Fehler bzw. das Problem, weil du nicht konsequent klarmachst, was bei dir geht und was nicht geht und das bereits schon bei der ersten Begegnung!
    Echte Intimität, tatsächlich sinnliche und leidenschaftliche Berührungen die nicht nur dein Körper, sondern vielmehr deine Seele empfängt, sowie echte Zuneigung, wirst du von einem Mann der lediglich dein Geschlechtsteil für seine Zwecke benutzt, ganz sicher nicht bekommen.
    Es gibt einen großen Unterschied zwischen:" Du bist so geil" und "Am liebsten würde ich dich in mich rein tun können, damit ich dich immer bei mir haben kann"! Letzteres kann man nur äußern wenn man einem Menschen auch emotional voll zugewandt ist.

    Ich verstehe das du dich nach Zärtlichkieten sehnst, aber es sind Zärtlichkeiten die du in deinem Alltag vermisst und mit bloßem Sex allein, ganz sicher nicht hergestellt werden können.
    Fang an auszutrahlen was du wirklich willst und verhalte dich auch danach, denn nur so wirst du auch die Männer anziehen, die KEINE Affäre mit dir beabsichtigen.
     
  16. Mach mal halblang.
    Als Mann in den Zwanzigern und Dreißigern stehst Du hormonell ganz schön unter Druck. Du willst dann eine Freundin, möglichst attraktiv optisch reizvoll mit der Du Dich auch ausleben kannst.
    Mann kann dann auch gar nicht verstehen, dass es für die Frau so anders sein sollte, wie die denke die den Mann beherrscht.
    Du hast ja auch keinen Klartext gesprochen, was Du möchtest und fühltest, oder ?

    Diese Männer sind also nicht so böswillig, wie Du glaubst, sie können sich nur nicht in Dich als Frau hineinversetzen, habe andere Ziele.

    Das Problem ist meistens, dass Frauen in diesem Alter sich ebenfalls nicht in Männer hineinversetzen können und ihnen deshalb böse Absichten unterstellen, anstatt sie vernünftig aufzuklären, dass sie eben anders ticken, anders programmiert sind, Beziehungen um der beziehungen willens wollen.

    Ich weiß, das ist eine bittere Wahrheit und ich finde, man sollte die Jugendlichen in dieser Richtung gegenseitig deutlicher aufklären.
    MIR hätte das damals sehr geholfen.
     
  17. Ach - die "armen" Männer. Statt sofort ran zu dürfen, sollen sie tatsächlich etwas mit dir unternehmen ...

    Der obige Satz ist nun keineswegs böse von mir gemeint. Ich bin eher betrübt, denn es liest sich so, als hättest du wirklich null (!) Selbstwert. Möchtest du denn nicht als Mensch liebenswert sein? Das ist doch viel wichtiger und besser als seelenloser liebloser Sex mit Typen, die danach aufstehen und gehen. Ich glaube, du musst ganz dringend an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Ich schrieb das ja schon vor einigen Tagen: Irgendwann gehst du sonst dran kaputt.
     
  18. Im MDR lief diese Woche „Sind wir alle unterkuschelt? - Warum wir mehr Berührung brauchen“, ist noch in der Mediathek abrufbar. Ich habe es nicht gesehen aber ich glaube in deinem Thread geht es auch um dieses Thema.

    Sex bekommt man heute schneller als andere „Berührung“, daher ist Sex ein Suggorat für andere Berührung. Ich glaube ein Grund für diesen Trend ist, dass sexloses Kuscheln wesentlich emotionalisierter als Sex ist bzw. noch stärker als Sex emotionale Verbindung schafft.

    Als Kind emotional unter- aber auch überversorgte Menschen meiden diese Form von Nähe. Den Überversorgten wurde in ihrer Kindheit mit übergriffiger Nähe die Luft zum Atmen genommen. Sie wollen sich nicht wieder in so eine emotionale Enge begeben. Vielleicht waren sie selbst ein Suggorat für partnerschaftliche Nähe.

    Den Untervorsorgten wurde vermittelt, dass sie es nicht Wert sind Zuneigung zu bekommen. Sie entwickeln entweder einen Leistungsgedanken um Nähe zu bekommen (sie leisten dann mit Sex) oder sie befremdet die Idee von nichtsexueller Nähe. Sie empfinden diese als unmännlich, verweichlichend oder weibisch. Letztere vermissen am wenigsten nichtsexuelle Nähe und fliehen regelrecht vor ihr. Manche Menschen denken tatsächlich, dass Kuscheln Müttern mit ihren Kindern oder sogar nur den Töchtern vorbehalten ist.

    Nicht jeder leidet unter diesem Defizit. Sex funktioniert halt bei dem einem mehr, bei dem anderen weniger gut als Suggorat anderer Nähe. Purer Sex lässt sich ja auch einfacher als andere Nähe kommerzialisieren.

    Frauen in die sich quasi der Mann entlehrt, der dann ggf. rasch geht, haben es ggf. schwerer mit diesem Ersatzstoff. Einerseits haben sie mit der Penetration auch Nähe bekommen, andererseits fühlen sie sich vielleicht benutzt, denn ein Ausdruck von „ich hab dich lieb“ fehlt dem nur mechanischen Akt und ich denke das Viele nicht primär Sex sondern das Gefühl lieb gehabt zu werden suchen.

    Das dürfte bei vielen Männern anders sein. Männer blicken oft weniger negativ als Frauen auf ONS oder Affären zurück.

    Bei dem einen oder anderen Menschen kann auch der ausgeprägte Wunsch nach Kindern durch seinen Kuschel-Liebhab-Wunsch angetrieben sein.
     
  19. Das macht es für die klettigen Naturen unter den Männern wohl etwas schwierig, genau wie wir anderen mit Frauen, die uns rund um die Uhr mit ihrer Nähe ersticken, nicht sonderlich glücklich sind. Ich bin mir aber sicher, daß da auch welche herumlaufen, die zwar freiheitsliebend, aber dennoch verbindlich sind. Bei denen eine Frau keine Angst haben muß, daß sie gleich mit einer anderen herummachen, wenn man sie ein paar Tage aus den Augen läßt. Die der Frau das Gefühl vermitteln, daß sie nicht nur ihren Körper, sondern auch ihre Wesensart wertschätzen. Vor allem jenen Teil von ihr, der eigenständig bleiben will.
     
  20. Du musst Dein Denken und Handeln umstellen. Begnüge Dich mit nicht weniger als dem allerbesten Mann, der bindungswillig ist. Leider sind es Frauen wie Du, die Pick-up-Artists, Spaßvögeln und Frauenverarschern heutzutage das Leben leicht machen. Weil diese Männer genug Frauen finden, die sich auf unverbindlichen Mist einlassen. Ich beobachte das laufend in meinem Freudinnenkreis.

    Dein Liebesleben ändert sich, wenn Du zur Traumfrau wirst und mit einem Mann ausgehst, der seine Traumfrau finden möchte. Eigentlich wünscht sich sogar fast jeder Mann eine Traumfrau, nur geraten Männer immer wieder an Frauen, die unter ihren Standards daten. Die das Gefühl haben "wenn ich keinen date, bin ich nichts". Die abhängig von Beziehungen sind. So, wie diese Männer abhängig von Selbstbestätigung derart sind, dass sie Frauen aufreißen, benutzen und abwerten (z.B. mit dem Satz "ich will keine Beziehung").

    Nun frage Dich einmal, was eine Traumfrau ausmacht. Es ist nicht das ultimative Aussehen und nicht der tolle Sex. Es ist ihre Würde. Und die machen Deine Kerle kaputt, wie eine Droge einen Menschen zerstört. Die Traumfrau ruht in sich. Sie kann dem Mann etwas geben, ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen und ohne ihm damit "nachzulaufen". Sie ist sogar eine gute und liebenswürdige Frau. Sie ist authentisch, d.h. sie verstellt sich nicht für Männer. Der Mann, der sie kennenlernt, weiß sogleich, dass er mit ihr nicht umspringen kann, wie es ihm gerade Spaß macht. Eine Traumfrau macht keine Spielchen. Sie ist konsequent. Bei einer Traumfrau ändert sich oft auch der Mann. Der Bindungsunwillige ist auf einmal bereit, alles zu geben.

    Schritt eins auf dem Weg zur Traumfrau ist jedoch Abstinenz. Hör erstmal auf zu daten, bis Du weißt, dass Du das ganze Theater nicht brauchst. Bis Du nicht mehr abhängig von Bestätigung in Form von Dates und Sex bist. Was Du da bekommst, ist nämlich in Wirklichkeit keine Bestätigung, sondern entwürdigend und damit ein Hindernis auf dem Weg zur Traumfrau. Erst wenn Du nicht mehr liebesbedürftig bist, findest Du die Liebe. Und sie kommt ohne Wenn und Aber.
     
    • # 20
    • 27.06.2019
    • void
    Ich habe das auch lange Zeit nicht gewusst und auch nicht gedacht, bis es hier im Forum mal eine Userin angeführt hat: Gefühle und Emotionen sind was unterschiedliches. (Ich kann es immer noch nicht richtig handhaben und schreibe es sicher oft falsch.)
    Und es können manche Liebe und Sex sehr wohl trennen. Emotionen oder Gefühle? werden sicher beim Sex auftreten, man wird ja befriedigt oder ist frustriert. Aber das hat nichts mit der gefühlsmäßigen Verbundenheit mit dem anderen zu tun. Es sollte, wenn es Sex mit dem Partner oder der Partnerin ist, aber es muss nicht. Sonst würde Selbstbefriedigung auch nicht funktionieren. Es gibt Sex, der ist wie Selbstbefriedigung am anderen, z.B. wenn ein Mann zur Prostituierten geht, ist ihm ihr Orgasmus egal. (mag Ausnahmen geben, aber die haben dann ein ganz anderes Problem, das sie bearbeiten müssten)

    Ich kann bestimmte Dinge ohne das tun, z.B. Spülmaschine ein- und ausräumen.
    Das stimmt so auch nicht, es gibt tatsächlich Menschen, die sagen, dass der Sex bis zur Trennung gut war (wenn ich wüsste, wo er ist, würde ich hier einen Beitrag zitieren). Kann man nun glauben oder nicht, aber ich halte es für möglich.
    Es gibt angeblich auch Menschen, die merken, dass sie einander zu sehr aufzehren in ihrer Beziehung, die hatten auch noch Berührung und Sex bis zum Ende, schafften es aber psychisch nicht mehr.

    Das sehe ich auch so. Für manche bedeutet das leider, einen langen Weg zu sich selbst zurücklegen zu müssen oder auch erstmal zu lernen, emotional unabhängig zu werden, damit sie nicht diese Abhängigkeiten eintauschen müssen gegen Ziele, die dadurch behindert werden.
     
  21. Nein.
    Aber ich denke, ich ernte die Zustimmung der meisten Männer wenn ich allgemein definiere, dass die absolute Traumfrau vor allem attraktiv, sexy, und wenn es geht, charakterlich zugewandt ist (also ein freundliches Wesen hat). Dabei wird quasi vorausgesetzt, dass sie auch das dazugehörige Maß an Selbstbewusstsein aufweist.
    Fertig ist die Traumfrau.

    Der Rest sind Add-on's (z.B. Hohe Intelligenz, Großes Wissen, Vermögen, bestimmte Fähigkeiten ... etc) und sehr individuell. Für mich und die meisten anderen Männer ist auch eine gute Libido ein Kriterium.

    Nichts davon ist selbstverständlich.

    Traumfrauen gibt es wenige, vielleicht auch letztlich gar nicht.

    Wir alle sind selbst in der Partnerwahl Kompromisse und gehen auch solche ein. Daran ist nichts falsch oder schlecht, soviel Selbstbewusstsein sollte jeder Mensch haben.

    Vor allem dieser FS hier.
    Er hat weder das Eine noch das Andere.
     
  22. Ich finde Ehrlichkeit auch am besten! Nicht, weil ich so moralisch einwandfrei bin, sondern weil man doch gegen sich selbst arbeitet, wenn man vorgibt, keine Gefühle zu haben, obwohl es anders ist!
    Außerdem muss das ja nicht gleich heißen, dass man von einer Affäre in eine Beziehung wechselt!?
    Es heißt ja nur, dass man eben Liebe empfindet, sich verliebt hat oder total verknallt ist - was soll es?
    Ist doch schön!
     
  23. Liebe Brown
    Meiner Erfahrung nach sind tatsächlich einige Männer nicht mehr interessiert, wenn Sex nicht in greifbarer Nähe ist. Die Befürchtung ist daher korrekt. Aber meiner Erfahrung nach verliert man auch nicht viel, wenn man so einen Mann "verliert". Da liegt ausser einer halbherzigen Bettgeschichte sowieso nicht mehr drin.
    Habe mal eine Studie gelesen, die nahe legt, dass Männer sich eher vor dem ersten Sex verlieben und bei Frauen tendenziell eher nach dem ersten Sex die Verliebtheitsgefühle kommen.
    Das ist natürlich stark verallgemeinernd, aber vielleicht ein Gedankenanstoss.
     
  24. Natürlich verlieben sich Männer auch beim Sex - gute Nachricht.

    Aber das tun sie nach meiner Erfahrung, wenn sie Angst haben müssen, dass die Frau gleich wieder weg ist, wenn sie in einen Gefühlssturm geraten und das bei ihr nicht spüren, wenn es sich unsicher anfühlt und sie den Impuls spüren "wenn ich nicht umwerfend toll bin, verschwindet sie gleich für immer" - schlechte Nachricht, denn Du, liebe FS, signalisierst ja, dass Du bleiben möchtest, dass Du kuscheln möchtest, dass die Männer bleiben sollen. Sie haben also nicht den geringsten Grund sich für Dich anzustrengen, Dich zu faszinieren, für Dich die Welt zu erobern - sie haben Dich über Dein Kuschel - und Beziehungsbedürfnis ja sicher.

    Tja. Du wirst sicher nicht kurzfristig nur bloße Willensanstrengung zur Freibeuterin mutieren - somit musst Du Dich schützen.

    Ich würde alle coolen Eroberer schlagartig ignorieren und mir die ruhigen Männer ganz entspannt und gelassen einmal ansehen. Da gibt es ganz sicher die eine oder andere Perle zu entdecken, vielleicht erst auf den zweiten Blick, dann aber umso nachhaltiger.

    Viel Glück.
     
  25. Was greifbare Nähe ist, ist relativ.

    Nicht als Ausschlusskriterium sehe ich, wenn sich das vorsexuelle Kennenlernen länger als zwei/drei Dates hinzieht. Ich bin ja nicht unter Druck möglichst schnell Sex zu bekommen und empfinde den Entwicklungsprozess hin zum Sex auch als spannend.

    Bei Ansagen wie Freundschaft ja, Sex nein bin ich situativ aufgestellt.

    Wenn das Verhalten eher ambivalent ist (z.B. erotische Andeutungen parallel zur No Sex Ansage), sehe ich dies Herausforderung für Verführung an.

    Ist die Ansage aber konsequent klar würde ich mich konsequent verabschieden es sei denn ich habe selbst nur platonische Freundschaften gesucht und die Ansage dient nur der Vermeidung von Missverständnissen.
     
  26. Ich habe mich wohl schwammig ausgedrückt.
    Mit "greifbare Nähe" hatte ich etwas relativ Konkretes und Überschaubares im Kopf, nämlich Sex beim ersten bis dritten Date. Meiner Ansicht nach erzeugen innere wie äussere Forderungen in diese Richtung einen unnötigen Druck.
    Dann sind wir uns also einig. Ich wollte übrigens auch keine neue "Norm" schaffen im Sinne von, man sollte zwingend bis zum vierten, fünften Date, oder bis zur Hochzeit mit dem Sex warten. Mir ist einfach der Druck, den die FS empfindet oder dem sie sich selbst unterwirft, sehr unangenehm.
    Mich berührt der Text der FS, wenn sie schreibt, sie fühlt sich bereits nach einem sexlosen Date "schuldig", den Mann gelangweilt zu haben. Bei so was wird der darauf folgende Sex doch gar nicht erotisch aufgeladen? Da wird der Akt doch zu einer Übersprungs- und Beschwichtigungshandlung, der sich an jeden x-beliebigen, attraktiven Mann richten könnte. Sex hat dann ja auch weniger mit dem Mann zu tun, sondern eher mit den eigenen Unzulänglichkeitsgefühlen.
    Mein Appell geht also in die Richtung, dieses seltsame Schuldgefühl zu hinterfragen und auszuhalten, bis man sich ein Bild von diesem Mann machen konnte. Und in sich hinein spüren konnte, ob man überhaupt Lust auf Sex mit ihm hat und ob man sich eigentlich grundsätzlich wenigstens einig ist, ob man in einer Kennenlernphase für eine Beziehung, oder in einer Affäre steckt.
     
  27. Meine Erfahrung als Mann - die Frau, die sich selbst als langweilig betrachtet - die ist es meist auch.
    Auch der Sex ist dann eher langweilig.
    Ich bin ja einer, der für schnell Sex haben plädiert. Aber - keine einzige Frau ist deshalb langweilig, weil sie zunächst nur spazieren gehen will. Sondern höchstens wegen ihrer (fehlenden) Gesprächsthemen dabei.
     
  28. ich kann mir leider nicht helfen, die Männer die ich kennenlerne und nicht nur auf schnellen Sex aus sind interessieren mich einfach nicht. Ich bin wirklich nicht oberflächlich aber was nützt es jmd weiter zu daten wenn von meiner Seite Null Anziehungskraft besteht und ich mich gelangweilt fühle. Ich will einen Partner zu dem ich in gewissen Maß aufschauen kann, den ich bewundere und kein Hündchen das mir hinterherläuft.
    Insgeheim, auch wenn ich es offensichtlich nicht „lebe“, weiss ich dass ich optisch und charakterlich sehr wohl einiges zu bieten habe und deswegen habe ich auch Ansprüche. Vielleicht sind die so hoch, dass ich damit schon 70% aussortiere. Und der Rest der bleibt, das sind dann diese Freigeister Alphamännchen die mich unglücklich machen.

    Ich bin ratlos.
     

  29. Ich hab mir deinen Post zu Herzen genommen, und bin selbst auch traurig über mein Verhaltensmuster und was das über mich aussagt.
    Ich weiss nicht, woher es kommt (Kann es mir nur wage vorstellen) und wie ich es wieder los werde. Ich versuche meinen Selbstwert von außen durch Anerkennung und Sex aufzuwerten, was wiederum ein Teufelskreis ist. Aber wie stärkt man den Selbstwert, ich habe das Gefühl von innen schaffe ich es nicht deshalb suche ich mir von Außen die Bestätigung.
    Ich bin bei mir selbst auch super penibel was mein Aussehen anbelangt, immer hübsch gekleidet, Haare schön gemacht, dünn und sportlich zu sein.. eine Wissenschaft über die Ernährung zu machen.. ich *brauche* das alles um mich gut zu fühlen.
    Eine selbstbewusste Person braucht das doch alles nicht? Manchmal beneide ich Menschen/Frauen die nicht so ein Theater um Ihr Äußeres machen, vl. paar Kilo mehr haben und nicht immer perfekt zu recht gemacht. Ich denke diese Menschen sind irgendwie glücklicher..
     

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