1. Zunächst einmal was du willst -> Du willst Beziehungen vermeiden.

    Daher wertest du Beziehungsvermeider zu Alphamännern auf und andere Männer zu Hündchen ab. Du bist hier nicht die einzige die nur auf Testosteronmacker steht und alles andere langweilig findet.

    Dummerweise sind die meisten dieser Frauen mit dem was sie an Beziehung auf diesen Weg erreichen unzufrieden. Wäre es anders gebe es überhaupt kein Problem.

    Ein anderer Aspekt ist, dass ein Verlangen nach Selbsabwertung bzw Selbstveletzung eine Rolle spielen kann.

    Ob es ein sinnvoller Lösungsansatz ist wenn du nach den Ursachen deiner Einstellung forschst kann dir allenfalls ein Therapeut sagen. Aus der Erkenntnis der Ursachen würden sich ggf. Lösungswege erschließen. Ein Beispiel vor so eine Ursache wäre ein nie erreichbarer distanzierter Vater. Erkennt man dies kann man vielleicht mit dem Thema abschließen und neue Wege gehen. Das ist z.B. meiner aktuellen Bekannten ;) halbwegs gelungen.

    Ein anderer möglicher Ansatz wäre, dass du einfach versuchst deine Auswahl und die Konsequenzen daraus zu akzeptieren und damit zufrieden zu sein. Dieser Weg ist ggf. einfacher als eine Reprogrammierung hinsichtlich deines Beuteschemas. Gerade Männer kommen mit diesem Ansatz gut klar. Diese Männer sind ja dein Beuteschema. Sie sehen überhaupt kein Problem ausser vielleicht der einen oder anderen zu komplizierten Frau, von der sie sich abwenden.
     
  2. Ich lese aktuell gerade das Buch "Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls" von Nathaniel Branden. Da finde ich sehr interessante Gedanken für mich, vielleicht bringt es dich ja auch weiter.
     
  3. Nun, du hast eine Chance.
    Ganz einfach - sei die Frau, die genau diese Männer fasziniert. Denn solche Frauen sind sehr selten, werden geschätzt .... und Mann hat ja schon mehr als genug andere "kennen gelernt" um bei dieser faszinierenden Frau zu bleiben. Dazu reicht es nicht, schön zu sein. Sind heute viele Frauen. Wenn du einen solchen Mann für dich gewinnen willst, musst du das täglich machen. Dann will er dich auch täglich neu erobern. Was ist faszinierend ? Persönlichkeit ... denn davon haben viele schöne Frauen viel zu wenig. Ich habe das Glück, solch eine Frau gefunden zu haben. Seit langer Zeit ist eine Frau nicht austauschbar. Was genau ihr Zauber ist ? Sie weiss genau, dass sie mir nicht hinterherlaufen darf. Stark und anmutig zugleich ... so beschreibe ich meine V. Du musst eben herausfinden, was der Mann, den du möchtest faszinierend findet.
    Gib dir keine Mühe. Du bekommst sie nicht. Siehe oben. Du bist fasziniert von einer solchen Frau. Sie nicht von dir. Freigeist - Alphamann ... so etwas sucht Brown. Keinen Angstkläffer, der sie nicht inspirieren kann.
     
    • # 33
    • 05.07.2019
    • void
    Das stimmt schon, aber ich finde, das muss man noch auseinander klamüsern. Ich mache z.B. nicht so viel Theater um mein Aussehen, aber ich würde auch nicht ohne Not ohne Mascara unter Leute gehen wollen und schon gar nicht mit doofen Haaren.

    Es ist nicht so, dass man das alles über Bord werfen kann. Eine Frau, die sich schick anzieht, sieht halt auch schicker aus als eine, die sich keinen Kopf macht und zu dunkelblauer Jeans auch noch ein dunkelblaues Männershirt trägt und damit vielleicht wie in einem Arbeitsanzug rüberkommt. Aber wenn sie mal so aussieht, weil es gerade nicht anders geht (wieso auch immer), kriegt sie mit Selbstwertgefühl keine Krise und fühlt sich nicht, als dürfte jemand anderes sie abwerten als PERSON. Er darf das unschick finden und denken, die Frau hätte keinen Geschmack, aber wen interessiert's.

    Ich denke, es ist leider so, dass es oft erst einer Krise bedarf, bevor man sich aufbäumt und denkt "obwohl ich dieses Attribut nicht mehr habe, will ich mit Respekt behandelt werden".
    Bsp.: Du findest, schlank sein sei "top" und würdest Dich unattraktiv fühlen, wenn Du es nicht wärst. Nun nimmst Du zu aus irgendwelchen Gründen.
    Es geht nicht beim Selbstwertgefühl NICHT darum, dass einen trotzdem alle schön finden müssen. Es geht darum zu begreifen, dass das erstens nie alle taten, auch nicht, als man noch schlank war. Nur: Da man so viel Aufwand reinsteckte, erzeugte es dann die Haltung "wer mich nicht schön findet, hat selbst die Macke". Während jetzt mit mehr Leibesfülle das Denken da ist: "Wer mich nicht schön findet, hat ja irgendwie recht". Und dann fehlt das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen nur, weil ein paar Kilos zu viel drauf sind. Aber wenn es aus irgendwelchen gesundheitlichen Gründen nicht mehr geht abzunehmen, kommt irgendwann das Denken "wer mich ALS MENSCH deswegen abwertet, hat selbst ein Problem". Denn Du kannst Dich ja dann nicht dauernd verstecken oder ab jetzt immer in geduckter und demütiger Haltung rumlaufen und bei jedem Tritt sagen "ich hab das ja verdient, ich bin ja nicht mehr schlank", nur wegen der Leibesfülle. Wie gesagt, er muss das nicht schön finden, aber ABWERTEN deswegen geht nicht. Damit hast Du ein Stück Selbstwertgefühl gewonnen, das nicht mehr ans Schlanksein gekoppelt ist. Das bedeutet nicht, dass es ohne Leid abgehen muss, denn es kann Dir ja einer begegnen, den Du toll findest, der eben auf "schlank" steht. Sowas ist ja nicht einfach nur oberflächlich, sondern eben auch ne Vorliebe. Aber den Selbstwert sollte es trotzdem nicht ankratzen, also dass Du Dich deswegen demütigen lässt und das richtig findest.
     
  4. Mmh. Ich hatte dich oben positiv erwähnt, quasi dein Verhalten als Lösung für @Brown

    "Ein anderer möglicher Ansatz wäre, dass du einfach versuchst deine Auswahl und die Konsequenzen daraus zu akzeptieren und damit zufrieden zu sein. Dieser Weg ist ggf. einfacher als eine Reprogrammierung hinsichtlich deines Beuteschemas. Gerade Männer kommen mit diesem Ansatz gut klar. Diese Männer sind ja dein Beuteschema."

    @Tom26 es nützt ihr nichts noch attraktiver für Männer zu werden die sich nicht binden wollen. Niemand kann egal mit welchen Mittel einen Beziehungsverweigerer umdrehen. Das klappt nur in Rosamunde Pilcher Filmen. Was du @Brown vorschlägst, dass sie in ihrem Hamsterrad noch mehr Gas geben soll. Das ist Unsinn.

    Es kommt auf die eigene Einstellung an. Entweder werde ich mit meinem bestehenden Beuteschema glücklich oder ich ändere es. Genau so eine Änderung scheinst du ja in den letzten Jahren vollzogen zu haben. Du jagst ja nicht mehr und bist jetzt noch glücklicher als zuvor.

    Für mich ist es kein Problem so eine Frau zu bekommen. Mein Problem ist eher, dass ich sie dann trotz besseren Wissens halten will, was nicht funktioniert und mich enttäuscht.

    Für dich ist es erst recht kein Problem solche Frauen zu bekommen. Keine serviert dich ab, denn bevor sie dazu eine Gelegenheit hat servierst du sie ab und greifst nach der nächsten.

    Jetzt nicht mehr. Du hast dein Beuteschema bzw. deinen Lebensstil selbst für dich geändert. Das war nicht deine Freundin, die kann wollen was sie will. Was @Tom26 selbst nicht will macht er nicht.
     
    • # 35
    • 05.07.2019
    • void
    Die Sache mit den Ansprüchen ... Welche sind denn das? Du hast geschrieben, dass Du Dich sehr um Dein Aussehen bemühst, schlank bleiben willst, ... Daran machst Du auch Deinen Selbstwert fest. Daraus würde ich schließen, dass Du einen Mann auch nur dann "was wert" findest, wenn er genauso drauf ist, auf sein Äußeres penibel achtet, schlank ist usw..
    Das wichtigste an einem attraktiven Menschen ist vielleicht auf den ersten Blick seine Hülle, aber wenn er dahinter unsicher, selbstvertrauenlos, selbstwertgefühllos ist, dann war es das ganz schnell mit der Attraktivität.

    Ich denke, Du hältst einfach nur Bindungsunfähige und Bindungsunwillige für Alphamänner und Freigeister, weil sie Dich reizen, sie für Dich zu gewinnen. Ich würde sagen, es sind für Dich Trophäen und Du machst Dich auch zu einer und willst gern deren sein. Das ist aber keine Basis für Liebe.
    Du hast geschrieben, dass Du keinen Mann willst, der Dir hinterherläuft. Kann es sein, dass Dir ein Mann nichts mehr wert erscheint, sobald er sich für Dich interessiert und selbst Bindung erzeugen will? Hast Du dann ein Einengungsgefühl?
    Kann es sein, dass Du Dir einen abmühen willst dafür, gemocht zu werden, wie es bei Leuten ist, die kein Selbstwertgefühl haben? Wenn man sich einen abmühen will dafür, gemocht zu werden, ist eine Leistung erbracht worden, die belohnt wird. Und man sucht sich dann die aus, die schon signalisieren, dass man es nicht schaffen KANN, weil die die größte Belohnung wären. Vielleicht hast Du auch wirklich Bindungsangst oder bist eine Jägerin, die, sobald die Beute erlegt ist, gelangweilt ist? Deswegen immer Männer, die Dich nicht wollen? Die solltest Du dann aber nicht auf einen Sockel stellen, weil Dich-nicht-zu-Wollen ja keine Leistung ist, sondern eine Geschmacksfrage.
     
    • # 36
    • 05.07.2019
    • void
    Und selbst nicht so bindungswütig zu sein, so dass der Mann sich der Tatsache, dass er die Frau verlieren kann und er kein Zentrum ihres Lebens ist, mehr bewusst ist, als dass sie Angst hätte, den Mann zu verlieren.
    Ich denke, @Brown spielt unbewusst dieses Nähe-Distanz-Ding. Wenn ein Mann Nähe will, ist er raus, aber sie will Nähe zu Männern, die selbst keine wollen. Und dann noch der Trophäenaspekt: Wer SO einen Mann rumkriegt, eine feste Beziehung einzugehen, muss eine besondere Frau sein.
     
  5. Ich habe mir diesen Text noch einmal durchgelesen und bin der Meinung, dass er eine Erklärung für einen Teil meiner Erlebnisse mit meiner Exbekannten ist.

    Zunächst hatten wir aus meiner Sicht wenig Sex. Als sie sich dann für mich entschieden hatte, hat sie sexuell Gas gegeben. Mir war es schon fast zuviel, zumal mir das alles irgendwie unecht vorkam. Als wenn sie eine Rolle spielt. Aber ich habe nicht nein gesagt sondern konsumiert.

    Das Ganze reduzierte sich erst nach dem sie die Notbremse gezogen hatte. Mit einer Trennung die sie nach unserer temporären Wiedervereinigung zur Folge prämenstrualer Störungen erklärte.

    Sie hat ihre mir vorweg gehenden Partner nur alle paar Wochen getroffen und dann immer Sex gehabt. Sie war wohl der Meinung wenn man sich mehrfach wöchentlich trifft muss das auch so sein und hat sich selbst damit überfordert. Sie war in einer Art Hamsterrad sexueller Leistung für Anerkennung.

    Gestern war im Deutschlandradio Kultur ein Feature über Töchter und ihre Väter. Töchter versuchen wohl ihren Vätern zu gefallen und kämpfen bei distanzierten Vätern um deren Zuneigung. Sie denken, dass sie für die Distanz verantwortlich sind und geraten so in ein Hamsterrad.

    Viele Frauen die (vergeblich) um die Vaterliebe gekämpft haben erwarten dies von ihrer Beziehung auch und kommen nicht klar damit, wenn sie tatsächlich Liebe bekommen und noch nicht einmal darum kämpfen müssen.

    Die dabei entstehenden Gefühle werden dabei z.T. als Langeweile interpretiert. Sie wollen nicht aus ihrem vom Vater mitgeprägten Hamsterrad. In dem kennen sie sich aus. Es bietet Ihnen eine gewisse Sicherheit.

    Jemand der dagegen sich ähnlich wie der Vater verhält wirkt dagegen inspirierend, denn er erfüllt genau die Erwartungen.
     
  6. Wahrscheinlich ist das nicht so verkehrt.
    V.a weil ich dieses Spiel mit einer Ex Affäre hatte und ich da knapp vorm Ziel war, aber knapp daneben ist eben auch vorbei.


    Ich kann am Handy nicht einzeln zitieren daher meine Antworten so, ich hoffe es ist nicht verwirrend.

    Danke erstmal für den Buchtipp! Ich versuche auch schon viele Podcasts in die Richtung zu hören.

    @Selbstwertgefühl und Aussehen:
    Ja, mein Problem ist wirklich dass mein Selbstwert eben an meinen Äußerlichkeiten hängt, es ist als ob ich das Gefühl hätte gut auszusehen wäre das Einzige was ich gut *kann*. Ich bekomme oft Komplimente und das schmeichelt natürlich, aber es ist so als wäre ich ohne dem nichts, es hängt alles daran. Das ist anstrengend.

    @Alphatierchen: Das was mich reizt, sind nicht die Äußerlichkeiten. Schon aber andere - vielleicht oberflächliche -Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, ein selbstbewusstes Auftreten, Unabhängigkeit.
    Ich bin mir (auch wenn es der Null-Selbstwerttheorie widerspricht) grds. schon bewusst dass ich gut bei Männern ankomme nicht nur wegen meinem Aussehen (Geschmäcker sind ja verschieden) aber auch weil ich grds. ein total positiver fröhlicher Mensch bin der viel unternimmt, ich hab eine sehr lockere Art, bin humorvoll, und so garkeine Zicke.
    Vielleicht lasse ich mir nur manchmal zu viel gefallen und dann verliert das Gegenüber den Respekt. Das ist wahrscheinlich der mangelnde Selbstwert, der es mir nicht erlaubt jemandem klar und deutlich zu sagen „So nicht“. Da lasse ich Demütigungen einfach abprallen.

    Wenn ihr wüsstet, wie ich mich schon behandeln hab lassen von jemandem in den ich sehr verliebt war.. im Nachhinein schäme ich mich unendlich dafür.
     
  7. Ganz grosser Trugschluss .....
    Männer, die sich nicht binden wollen haben sehr oft gar nicht den Wunsch, sich nie auf eine Frau einzulassen. Sondern sie kennen keine Frau, die mit ihnen, ihrem Leben und ihrer Art auf Dauer zurecht kommen. Nicht im Hamsterrad Gas geben - den das machen fast alle. Das Hamsterrad verlassen - dann ist die Frau - oder auch der Mann - eine Persönlichkeit. Brown will keinen Mann aus dem Hamsterrad - also wird sie ihn da auch niemals finden. Ist sie stark genug für einen Freidenker, einen "Alpha" oder wie immer man das nennen will - dann kann sie ihn faszinieren.
    Eines hast du richtig erkannt
    Also ist die Lösung des gordischen Knotens - V ist die Frau die Tom nun mal will.
    Klar, weil diese Frauen sind wie Tom - sie machen nur, was sie wollen. Halten geht nicht - was geht : Sie kommt freiwillig jeden Tag zu dir.
    Es ist eine Welt jenseits der normalen Beziehungen. Sicherheiten gibt es nur in solchen Menschen selbst - niemals im Pendant. Das klingt brutal - ist aber gar nicht so schlimm. Denn es ist jeden Tag aufs Neue ein Erfolg, ein Hochgenuss, das süsse Gefühl des Sieges und eine Bestätigung der eigenen Persönlichkeit, wenn ein solcher Mensch nicht geht, sondern bleibt.
    Schafft @Brown es, ein solcher Mensch zu werden ? Denn mit Trophäe hat das nichts zu tun @void.
    Es ist eine Lebenseinstellung - die man hat oder nicht. Sehr wenige Menschen haben diese ... darum können nur sehr wenige Menschen damit glücklich sein. Diese innere Unabhängigkeit sorgt für einen gewissen Zynismus, für eine Verständnislosigkeit gegenüber Fragen wie "Brauchst du mich?" oder "Liebst du mich?". Und ich bin überzeugt - nicht die Autos oder die blauen Augen oder was auch immer sind das, was Anziehung wirklich auslöst - diese innere Unabhängigkeit ist das, was Menschen anzieht - und dann auch daran verzweifeln lässt.
    Kannst du ein wenig deine Persönlichkeit in meinen Worten wieder erkennen @Brown ?
     
  8. Hallo Brown,

    Ich bin etwas spät dran mit meiner Antwort, habe aber alles aufmerksam verfolgt. Ich könnte mir vorstellen, dass der Schlüssel Deines Problems hier drin steckt:
    Du sagst, Du stehst nur auf Alphamänner, andere sind "Hündchen". Was zeichnet einen Alphamann aus? - Er ist beruflich sehr erfolgreich, unabhängig auf allen Ebenen / braucht Dich weder finanziell (hat genug Geld), sexuell (kann aufgrund seiner attraktiven charismatischen Art 10 Frauen an einem Finger haben), emotional (ist - scheinbar - mit sich im Reinen und braucht keinen support), er ist Dir gegenüber nicht verbindlich, sondern unzuverlässig und freiheitsliebend. Tatsächlich wird Frau mit so einem nicht glücklich und wird keine echte Liebe, Intimität und Nähe erfahren und unglücklich werden.

    Du solltest Dir mal überlegen, ob Du offen für eine Beziehung mit einem Mann wärest, bei dem Du Dich nicht abstrampeln musst, dessen Liebe Dir im Grunde sicher ist (soweit das möglich ist). Was geschieht mit Dir, wenn Du Dir das ausmalst? Fühlst Du Dich in Panik und eingeengt?

    Wenn man immer nur auf Alphamänner des oben beschriebenen Typs steht oder aber immer nur auf verheiratete/vergebene also unerreichbare Männer (so war es bei mir) steht, könnte das Problem eine Bindungsstörung sein. Beachtest Du die lieben, bindungswilligen, zärtlichen, freundlichen Männer überhaupt und gibst ihnen eine reelle Chance? Mir ging es so, dass ich das ebenfalls nicht tat
    Und mich im Herzschmerz suhlte. ("Wieso ist er vergeben? Wieso hat er mir das verschwiegen? Vielleicht trennt er sich ja irgendwann und bis dahin kann ich mit ihm befreundet sein und warten...." - Anstatt zu sagen: "Was ist das für ein Mann, der seine Freundin verheimlicht, keinen Schneid hat und damit eine schlechte Partie ist? Soll ich jetzt Jahre auf ihn warten, wo es so viele liebe und bindungsfähige freie Männer gibt?").

    Sobald Du die Ursachen für Deine Bindungsstörung gefunden und Dich damit auseinander gesetzt hast, wirst Du, denke ich, gute beziehungstaugliche Männer anziehen und wahrnehmen. So war es bei mir.

    W31
     
  9. Entschuldige, dass ich etwas grob bin, aber wie kann man so "dumm" sein und alle Männer, die ernsthaftes Interesse an dir als Person(!) zeigen, als "nachlaufende Hündchen" abwerten, sich selbst aber offenbar genauso benehmen gegenüber den vermeintlich "interessanten"? Dann bist du doch zwangsläufig für diese genauso langweilig, wie die "Hündchen" für dich.

    Für mich ist ein Mann dann ein ganzer Mann, wenn er weiß, was er will. Beruflich und privat. Meiner wollte mich und hat mir das gezeigt. Nachgelaufen wäre er mir aber ganz sicher nicht, hätte ich abweisend reagiert, wäre die Sache gegessen gewesen.

    Was soll ich mit einem Mann, der mir deutlich zu verstehen gibt, dass er nur Sex will? Der mag genauso "alpha" sein, wie der, den ich beschrieben habe, aber ist eben kein Mann für mich.

    Ich glaube, du hast wirklich einen Knacks, wenn die ganzen beziehungswilligen dir zu langweilig sind. Offenbar findest du dich selbst nicht interessant genug, um als Mensch und Frau einem Mann einfach so wichtig sein zu können, dass er mit dir zusammensein möchte, ohne dass du ihm auf der Stelle Sex anbieten musst. DAS finde ich traurig und daran solltest du dringend arbeiten.
     
  10. Du bist nicht die einzige die so da steht. Es stellt sich aber die Frage was du konkret als Demütigung empfindest?

    Werden dir real Versprechungen gemacht, die dann nicht eingehalten werden? Wirst du angelogen und getäuscht?

    Oder spielen dir deine Bedürfnisse bzw. Wünsche einen Streich? Liegen die Tatsachen auf dem Tisch, nur du blendest sie aus.

    Im ersten Fall ist und bleibt immer noch deine Auswahl dein Problem, denn es gibt ja auch Alfa Männer die nicht vortäuschen an einer Beziehung interessiert zu sein und dies auch klar sagen. Täuscher sortiert man umgehend aus. Aber nicht via Rebound Sex wenn man weiß, dass man sich über Sex emotional bindet.

    Im zweiten Fall hängst du vielleicht gerade an Alfas die klar sagen was sie wollen, blendest dies aber bis über deine Schmerzgrenze aus. Richtig wäre es tatsächlich und schnell zu hören, zu verstehen und mit Gleichmut zu akzeptieren was diese Männer sagen.

    Wenn du dir aber immer Illusionen machst kannst du nur Enttäuschung ernten.

    Sortier die Blender aus und akzeptiere die transparent Distanzierten so wie sie sind oder meide auch sie.

    In deinem Beuteschema brauchst du nicht auf die switschen die dich langweilen. Die lässt du weiterhin links liegen. Dies machst du aber auch mit denen die dir emotional schaden.

    Es wird ja sicher auch zielstrebige autonome freiheitsliebende erfolgreiche Männer geben die nicht emotional verletzen. Die erreichst aber nicht in dem du dich innerlich wie ein Hündchen (äußerlich bist du ja hoch attraktiv) verhältst. Der Lösungsschlüssel liegt ausschließlich in dir selbst.
     
    • # 43
    • 06.07.2019
    • void
    Wenn Du wütend darüber wirst und denkst, wie konnte ich das nur zulassen für irgendwas an Zuneigung von irgendjemandem, dann holt Dein Selbstwertgefühl auf. Das ist genau der SW-Punkt: Man wird geliebt oder eben nicht. Nicht: Man tut alles dafür und lässt sich auch schlecht behandeln oder ruiniert seine Finanzen oder sowas.
    Das halte ich für eine falsche Interpretation. Würde Dir der Mann kräftig in den Hintern treten, dass Du auf die Knie fällst, würdest Du es dann auch noch abprallen lassen? Ich will darauf hinaus, dass man sich seelische Verletzung schön wegdiskutieren kann mit einer neuen tollen Fähigkeit "was an sich abprallen zu lassen". Aber wenn es verletzt, ist es eben nicht abgeprallt, sondern erzeugt ein schlechtes Gefühl wie Scham oder am besten Ärger, denn dann entwickelt man die Kraft, so nicht noch mal mit sich umspringen zu lassen, selbst nicht, wenn der Alphamann der Alphamänner vor einem steht. Körperliche Verletzungen ertragen auch manche Frauen, aber da tut es "deutlicher", sichtbarer weh.
     
    • # 44
    • 06.07.2019
    • void
    Das, was Du beschreibst, nicht, aber das Problem von Brown hat mE damit zu tun. Ich denke, ihr meint unterschiedliche Definitionen von "Alphamann". Sie meint Männer, die nicht wollen (sie nicht oder Beziehung generell nicht), und zu denen sie aufschauen kann aufgrund verschiedener Eigenschaften. Und sie wird sicher auch was auf dem Kasten haben, also dahingehend schon wissen, was sie beeindruckt an einem Mann. Aber der Hauptpunkt ist, dass der Mann keine Beziehung mit ihr will, sonst wird er zum Hündchen, weil er die Distanz nicht aufrecht erhält, sondern die Frau emotional an sich ran lässt.
    Wenn man in allem eine Leistung sieht (sich abmühen für die Figur, sich damit beschäftigen, wie man top aussieht, ...), dann natürlich auch im Erreichen von Liebe eines Mannes. Aber dann wird das Geschenk "Liebe" nicht mehr geschätzt und es kann nur ein Geschenk sein. Einer, der liebt, will kein Groupie.

    Unnahbare Alphamänner, die ihr Alphamannsein zumindest ein bisschen für die Frau verändern, sind der Pokal schlechthin. Die anderen Frauen haben ihn ja nicht "einfangen" können, für die würde er seine Unabhängigkeit nicht aufgeben. Das ist das Trophäenthema. Die Frau will sich aufwerten, weil sie es schafft, ihn un-unabhängiger zu machen, aber da er dann zum Hündchen würde, ist der am attraktivsten, der am abweisendsten ist, was Bez. angeht. Sex natürlich gern, wenn er sich durch Sex verlieben sollte, noch viel besser. Dann hat sie sich im Bett bewiesen. Von einem Heini begehrt zu werden, der ne Freundin sucht, ist ja eine der leichtesten Übungen für eine Frau, die top aussieht. Da ist kein Bestätigungskick bei.

    Nö, bei mir jedenfalls nicht. Ich finde Zynismus auch schlecht für die eigene Seele. Ist was sehr Destruktives, wertet ja den anderen ab.
    Solche Fragen kommen, wenn ein Ungleichgewicht in der Beziehung ist. Sollte die Bez. schon lange andauern, geh ich davon aus, dass BEIDE was von dem Spiel haben, also der Unabhängige nicht wirklich unabhängig ist. Ansonsten müsste der ja genervt sein von der Anhänglichkeit und dem Versuch des anderen, seine Existenzberechtigung und die Liebe über Gebrauchtwerden zu definieren.
    Vielleicht steckt auch keine Unabhängigkeit dahinter, sondern der verzweifelte Versuch des einen, das kalte, gefühllose Wesen des anderen (scheinbar Unabhängigen) doch zu erreichen. Dann würde ich es unter "Probleme aus der Kindheit mit gefühlskalten Elternteilen" einordnen.
    Ich geb Dir recht darin, dass sie unabhängig werden müsste - Selbstwertgefühl. Dann ändert sich aber ihr Beuteschema, weil die Männer, die sie jetzt toll findet, mit so einer Frau nichts anfangen können und sie sich deren Verhalten gar nicht gefallen lässt.
     
  11. Du machst ebenfalls einen riesigen Fehler. Du gehst von den Männern aus, die in deiner Umgebung sind.
    Ob das Ganze unbedingt ein Alphaproblem ist - kann sein. Da die Männer, zu denen sie irgendwo aufschaut eben die Unabhängigen sind. Menschen, die sich eben nicht komplett vereinnahmen lassen. Eine gewisse Distanz ist immer da - selbst dann, wenn man sein Pendant gefunden hat. Freiheit und Unabhängigkeit - sehr viele geben das auf, binden sich an jemanden. Genau das, was unser Freiheitsdrang nicht zulässt.
    Überleg doch mal - Tom hat endlich eine optimale Frau für sich gefunden. Das erste, was er macht, ist, seine Freiheit zu sichern. Für V ist das normal, weil sie ähnlich tickt. Und das ist es m.E. auch, was Brown anzieht. Weil viele Frauen darauf stehen und dann enttäuscht sind, wenn sie merken, dass sie die Spielregeln nicht kennen. Vielleicht kennt sie einen Teil aber doch ?
    Das ganze Gerede von Verbindlichkeit, Bindung, Beziehung, Heiraten ..... das brauchen wir Freidenker alles nicht. Darum habe ich auch Schwierigkeiten gehabt, den Apfeldieb zu verstehen. Frei ist auch jemand, die sehr unabhängig ist und Wert darauf legt. Darum hinterfragen wir so manche Aussage gegenseitig nicht.

    Brown müsste sich dazu äussern, ob sie zu den Freidenkern gehört oder nicht. Ansonsten wissen wir nicht, welchen Weg sie einschlagen möchte und wird.
     
  12. Ein Mann wie ich z.B., ist aber eben drin.
    Ich war zwar niemals Affärensucher, bin aber anderseits auch niemals mit konkreter Beziehungsabsicht (wie aus Frauensicht typisch) in eine Liasion gegangen.

    Ich wollte eigentlich nur mit Frauen zusammensein um mit ihnen Sex zu haben und in gewissen Zeiten zusammenzusein.
    Der Trieb war immer der eigentliche Antrieb, um überhaupt irgendwas mit Frauen anzufangen.

    Ansonsten blieben sie mir stets im Wesen fremd und für mich als Kopfmensch auch viel zu sentimental. (Selbstredend) emphatische Frauen haben sich an mir die Zähne ausgebissen, sie verstanden mich null.

    Mit Kindern konnte ich auch nie viel anfangen (aber völlig abgeneigt war ich aber auch nicht); Heiraten war mir immer schon als eigentlich nur von Frauen aus romantischen und praktischen Gründen gewollte Veranstaltung suspekt.
    Hier hat mir mein Vater zumindest in dieser Hinsicht einige Hinweise gegeben (ansonsten war er in praktsichen Dingen ein fantastischer Lehrmeister, ich könnte wenigstens drei praktische Berufe jederzeit ausüben).

    Trotzdem bin ich dann doch ein treu sorgender (und von den Kindern sehr geliebter) Vater und Partner geworden obwohl ich meine Parterin (zumindest am Amfang) nur nach oberflächlichen Kriterien ausgewählt habe.

    Ich glaube, ich werde am Ende meines Lebens, meiner Partnerin eine besserer Mann gewesen sein, als mancher Ehemann, den sie sich vorher ausgeguckt hatte (und mit dem es jeweils nicht wurde).

    Also liebe Damen, einfach pauschal Männer ohne konkrete Beziehungsabsicht abzuschiesen, kann auch bedeuten, sich selbst ins Knie zu schiessen.
    Pauschale Urteile helfen nicht, der Typ dahinter ist und bleibt maßgeblich.
     
    • # 47
    • 07.07.2019
    • void
    Nein, ich kenne die abstrakte Dynamik hinter solchem Verhalten und solcher Zielgruppe. Das Problem, das sie beschreibt, kenne ich aus meinen eigenen jungen Jahren, auch wenn ich es nicht haargenauso gelebt habe. Ich hab mich da selbst irgendwann durchschaut, und so konnte ich erkennen, welche Anzeichen da sind, die sich unterscheiden von anderen Problemen, die man in Sachen "Beziehung" so haben kann. Mangelndes Selbstwertgefühl hat bestimmten Verhalten zur Folge, wenn auch noch Trophäendenken dazu kommt, kommt ein weiterer Verhaltensaspekt dazu. Das sind psychologische Muster.

    Es sind die, die mit ihr ins Bett springen und keine Emotionen zeigen, vielleicht sogar sie demütigen und benutzen. Das hat doch alles mit Unabhängigkeit nichts zu tun.
    Ich denke nicht, dass sie den Typ Mann begehrt, den Du als "unabhängig" beschreibst, weil ich nicht denke, dass Du einen unverbindlichen ausnutzenden Gefühlshonk meinst, der Angst hat, Gefühle machten ihn zu einem Wackeldackel.
    Man kann "so" und "so" unabhängig wirken. Der eine ist es aus Angst vor seinen Gefühlen, der andere ist es, weil er weiß, dass es neben Gefühlen und Beziehung auch noch ihn UND SEINEN PARTNER als Individuum gibt (also er wird ermutigen zu eigenen Wegen). Gibt bestimmt auch noch wirklich Gefühlstote, warum auch immer sie so sind. Nie entwickelte Gehirnregionen, im Kleinkindstadium eingefrorene Gefühle. Der erste und der letzte Typ sind die Männer, auf die Frauen stehen, die Männer durch ihre (also die der Frau) Liebe "erlösen" wollen, weil sie daraus ihre Existenzberechtigung in einer Bez. und Selbstwertg. ziehen. Und gibt es geschlechtlich natürlich auch umgekehrt.

    Brown schreibt auch davon, dass sie Männer quasi einteilt in "Hündchen" und diese Bindungsunwilligen. Der unabhängige empathische Mann, der Liebe zeigt, wird, so glaube ich, schon als Hündchen wahrgenommen, macht ihr kalte Füße, denn ich denke, sie will sich auch nicht binden, projiziert das aber. Also sobald er sich verbindlich zeigen würde, was ja eigentlich ihr Ziel ist, wenn sie nicht immer Affären haben will, wäre er raus.

    Ich denke, ich verstehe, was Du meinst, das Aneinanderklammern, Bedürftigkeit. Aber eigentlich packst Du Dinge zusammen, die nicht zusammengehören. Freiheit zu leben, bedeutet für mich nicht, dass man unverbindlich bleiben muss usw..

    Dass Brown so nicht ist, wie Du meinst, sieht man doch daran, dass sie sich komplett verbogen zu haben scheint dafür, von so einem Mann beachtet zu werden. Sie schämt sich sogar dafür.
     
  13. Das sehe ich als ihren ganz persönlichen Lernprozess an. Und sehe es auch so : Immerhin schämt sie sich schon.
    Unabhängig bedeutet eben auch, sich selbst genug zu sein. Mit mir selbst wird es mir nie langweilig. Und es bedeutet eben auch - bevor ich Menschen in meinem persönlichen Umfeld habe, die nicht zu mir passen habe ich lieber gar keine.
    Ein Freidenker geht keine "verbindliche Beziehung" ein, sondern sagt: "Du darfst mit mir gehen. Weil ich dich schätze, deine Persönlichkeit zu meiner passt."
    Es geht nicht darum, jemanden auszunutzen oder zu benutzen. Sondern darum starke und unabhängige Persönlichkeiten um sich herum zu haben. Jemanden, der stark genug ist, sich eben nicht zu verbiegen.
    Und genau da sehe ich die "Hündchen", von denen Brown spricht. Männer, die eine schöne Frau haben wollen, kontrollieren und sich dabei selbst verbiegen.
    DieMänner, die keine Symbiose mit "gemeinsamen Ressourcen" wollen, sondern individuelle Eigenverantwortung. Nicht WIR - sondern DU + ICH. zu solchen schaut sie auf.
    Ich schätze meine Freiheit und Unabhängigkeit - und freue mich, dass V ihre Freiheit und Unabhängigkeit ebenso schätzt. Wir verbiegen uns beide nicht - weil wir genau wissen: Würden wir uns verbiegen, wäre ein grosser Teil der jeweiligen Attraktivität beim Teufel. Treu sind wir uns selber. Und weil wir uns selbst treu sind, kann sich der jeweils andere darauf verlassen, nicht im Stich gelassen zu werden. Egal was passiert. Das wissen wir beide, weil wir beide so sind. Diese Sicherheit ist in uns - eben durch unsere Freiheit und Unabhängigkeit.
    Ja, ich sehe Ansätze dazu in Browns Fragestellung. Sie achtet für sich auf ihre Optik. Nicht für den Mann. Die Sicherheit aus sich selbst hat sie noch nicht. Immerhin weiss sie das. Falls ich recht habe, ist Brown auf dem Weg zum Juwel. Ganz selten und mehr als wertvoll. Für sich selbst.
     
  14. Meiner ist verbindlich und verbiegt sich trotzdem nicht. Ich ebenso. Das habe ich (zu) lange getan und war unglücklich damit.
    Hätten wir zu unterschiedliche Vorstellungen vom Leben zu zweit, hätte es eben nicht gepasst. DAS ist der Knackpunkt, nicht die völlige Unabhängigkeit voneinander.

    Für sich selbst sollte sie lieber mehr auf ihre Seele als auf ihre Optik achten. DIE sollte sie hegen und pflegen und ihr Gutes tun. Dann kommen die guten Männer von ganz allein. Die nicht nur nach der Optik schauen, sondern die Persönlichkeit achten.
     
  15. Genau da hast du es ..... 2 Menschen, denen diese Unabhängigkeit und Freiheit viel bedeutet, passen eben auch zu einander.
    Du nennst es Seele, ich Persönlichkeit. Ihre Persönlichkeit zu entwickeln - das geht nicht von heute auf morgen. Das ist ein langsamer Prozess, Umwege und Holzwege inbegriffen. Wenn ein Teil ihrer Persönlichkeit eben ist, dass sie sich gut fühlt, wenn sie sich selbst gefällt, dann ist das eben so. Ich finde es gut, dass Brown die ersten Schritte geht und sich weiterentwickeln will. Aktiv etwas zu machen, um sein Glück zu finden ist doch besser als sein Leben mit warten zu vergeuden. Sich da Hilfe und Tips zu holen, wo man es braucht ist auch eine Stärke. Ich bin gespannt, wo sie sich wieder findet.
     
  16. Das stimmt. Genau das sehe ich bei der FS aber gar nicht. Ich sehe eine schmerzende Seele, die gern Bindung hätte, aber nicht kann.

    Es ist offenbar Teil ihrer Persönlichkeit, ihr Aussehen so wichtig zu finden, weil sie glaubt, nichts anderes bieten zu können. Das finde ich nicht toll, sondern tieftraurig.

    Eine solche Einstellung zu sich selbst macht selbst die schönste Frau unattraktiv.

    Nach dem, was sie bisher geschrieben hat, ist sie wirklich eine schöne Frau. Trotzdem sollte sie ihr Aussehen nicht als ihr wichtigstes Attribut betrachten, sondern ihr vorrangiges Augenmerk auf andere Dinge lenken. Das heißt nicht, dass sie sich nicht mehr schön machen soll. Nur dass sie für sich entdecken soll, dass ihr Aussehen nur ein relativ kleiner Teil ihrer Eigenschaften ist. (Wahrscheinlich sind wir uns da sogar einig. ;) )
     
    • # 52
    • 07.07.2019
    • void
    Genau. Jetzt muss nur noch eine gewisse Wut drauf kommen, dass man das mit sich machen ließ, und sie entdeckt nach und nach ihren Selbstwert.
    Das ist Unabhängigkeit. Hat aber nichts mit Unverbindlichkeit zu tun.
    Das halte ich für einen Trugschluss. Er macht sich nicht abhängig von seinem Partner, so dass er emotional an den Strippen hängt, aber natürlich kann er auch verbindliche Beziehungen eingehen. Er ist bloß in der Lage, die Bez. auch wieder zu beenden, wenn sie nicht passt. Und das wird ganz sicher auch wehtun. Das was Du mE beschreibst, sind die Schmerzvermeider, die sich gar nicht richtig einlassen wollen und können, weil sie Angst vor Verletzung haben. Deswegen bleiben sie unverbindlich, kann ja jeden Tag vorbei sein und sollte es auch können, ohne dass es wehtut.
    Man braucht auch Mut dazu, sich verbindlich auf eine Beziehung einzulassen, denn es kann wirklich irgendwann richtig schmerzhaft sein, wenn man wieder auseinandergehen muss.
    Das soll nicht heißen, dass es nicht auch Leute gibt, die keine Lust auf so viel Bez. haben. Sie finden es wichtiger, keine Kompromisse machen zu müssen und suchen danach eine Beziehung aus. LAT z.B.. Aber auch da existiert Verbindlichkeit.

    Wenn es das Bez.vermeidungsding ist, ist JEDER Mann, egal wie unabhängig er vorher wirkte, wie erfolgreich er ist usw., der ihr zeigt, dass er eine Bez. mit ihr will (die sie sich wünscht), dann ein "Hündchen" und uninteressant. Deswegen werden am besten gleich Typen ausgewählt, die ganz offensichtlich desinteressiert sind an dem, was sie eigentlich will.
    Warum ziehen sich Frauen Schuhe an, die ihnen wehtun? Weil sie das Bein länger aussehen lassen. Warum sind lange Beine toll?
    Klar ist es auch immer für sich selbst, aber das eben wg. Selbstbestätigung, dh. Bestätigung von außen. Das ist normal, aber sollte kein Lebensinhalt sein.

    Ich denke, Brown ist selbst ein Mensch, der für sich selbst viel Unabhängigkeit braucht. Aber sie will eben auch eine verbindliche Bez., sonst hätten sie diese Affären ja nicht unglücklich gemacht. Sie muss aber dafür erstmal erkennen, was sie als Frau und Partnerin ausmacht (Das ist ganz sicher nicht das perfekte Aussehen und das Sexangebot) und dass sie bislang die falschen Männer anziehend findet. Anscheinend verwechselt sie eben Unverbindlichkeit mit Unabhängigkeit.
     
  17. Wir sind uns sogar ziemlich einig - ausser, was die Beurteilung von Brown betrifft. Daher schreibe ich ja immer, sie möge sich doch bitte äussern, uns mitteilen, wo sie sich sieht.
    Richtig. Natürlich würde es mir wehtun, wenn V weg wäre. Und natürlich kann sie sich auf mich verlassen. Auch bei Krankheit o.ä - was hoffentlich nie eintritt.
    Dennoch - deine Erklärungsversuche taugen nicht für Menschen wie V oder mich. Und nach meiner Ansicht gehört auch Brown dazu. Das "WIR", das dir wichtig ist, wollen weder V noch ich. Auch den Alltag wollen weder sie noch ich. Ein komplett anderer Lebensentwurf - darum greift es auch nicht, wenn du oder so einige andere ihre Ansichten und "Erkenntnisse", die für ihr Leben sicher etwas haben, auf mich anwenden wollen. Die Gleichung geht nicht auf - du hast die falschen Variablen gewählt. Und den Fehler habe ich auch gemacht - in der Diskussion um frühen Sex. Was für mich ein Naturgesetz ist, ist es eben für andere Menschen nicht.
     
    • # 54
    • 08.07.2019
    • void
    Ich hab von mir persönlich zu dem Thema "Beziehung" und wie ein "Wir" bei mir aussieht, gar nichts geschrieben außer, dass ich auf "Unerreichbare" früher auch stand (weil ich selbst Bez.vermeiderin war).
    Es ging mir in meinen Beiträgen viel mehr um Menschentypen allgemein und um Verhaltensmuster, auf wen sie anziehend wirken und warum.

    Die einen machen sich vor, sie seien Freiheitsliebende und sind es gar nicht, sondern Beziehungsängstler, andere sind echte Freiheitsliebende und haben noch ein eigenes Leben in einer Beziehung. Die beiden sehen von außen ziemlich gleich aus und ich denke, Brown fällt auf den Vortäuscher, der gar keine Nähe geben oder zulassen kann, herein und hält ihn aber für einen echten Freigeist. Es kommt ja gar nicht erst zu einer liebevollen Beziehung, in der der Mann mehr Freiheiten haben will und nicht zu einer Verkammerung verschmelzen will, sondern nur zu Sex und Tschüss und Verbiegen ihrerseits.

    Siehe da - Verbindlichkeit :)
    Warum ist das so ein Reizwort für Dich, dass Du es gleich mit Einengung und Klammern in Verbindung bringst? Das, was Du als "WIR" zu sehen scheinst, ist Zusammen(k)leben, Zusammenalltag, Kompromisse bis zum Unkenntlichwerden, Anpassung ...
    Das ist aber mit Verbindlichkeit, Liebe und Beziehung gar nicht gemeint. Es geht um eine innere Haltung zu dem anderen, um Gefühle für ihn, nicht um die äußere Form der Beziehung und/oder emotionale Abhängigkeiten.
    Ich will gar nichts auf Dich anwenden und mein Beziehungs-Lebensentwurf gleicht eher Deinem oder @frei s. Ich bin echt verwundert, dass Du das nicht abstrakt sehen kannst, was ich geschrieben habe. Es gibt doch psychologische Muster, die immer nach gleichem Schema ablaufen.
    - Affäre mit dem Vergebenen, der sich nicht trennen will, und genau die gleichen Gründe für die Affäre hat wie das Gros der anderen Fremdgänger,
    - das Nähe-Distanz-Spiel,
    - das Ich-will-mich-mit-ner-Trophäe-Aufwerten-Spiel, wo man sich selbst auch als Trophäe sieht,
    - das Ich-leiste-für-Liebe-Ding
    usw..

    Das ist immer nach Schema, wenn auch mit leichten Abwandlungen, aber die zugrundeliegenden psychologischen Muster sind jeweils dieselben. Und genauso gibt es einen Grund, warum man auf Männer steht, die wie Freigeister wirken, aber nur emotional "Unerreichbare" sind.
     
  18. Als du hier angefangen hast zu schreiben, hast du Dinge von dir gegeben-wenn du dich mal wieder auf eine Frau einlässt, soll sie nicht traurig sein, wenn du wieder weg bist. Und, und und...

    Mit deiner Freundin machst du Dinge, die du vorher vehement abgelehnt hast- du bist ihr treu z. B. Weil du gar nicht das Bedürfnis hast, mit anderen Frauen zu schlafen usw. Weil sie ja so toll ist.
    Warum auch immer, das hast ziemlich viele Dinge über den Haufen geworfen, die dir am Anfang gar nicht hättest vorstellen können.-

    Was du nicht magst, ist Symbiose/Verschmelzung.

    Da ist ja in Ordnung. Deine Freundin wartet auf dich bei dir zu Hause, bist du von einer Besprechung da bist. Du stehst zu dir und stellst sie bei offiziellen Anlässen als deine Frau vor.
    Das ist doch alles ziemlich normal in einer Beziehung, oder nicht?
    Du möchtest nicht zusammenleben, hoffst aber, das sie im Falle einer Krankheit für dich da ist. Sicher würde es dir nicht gefallen, wenn sie mit dem nächstbesten um die Ecke verschwinden würde.

    Die Affärensammler hingegen scheuen Nähe und Verbindlichkeit.
    Das hat doch nichts mit Freiheitsliebe zu tun. Die wollen einfach unverbindlichen Spaß und keine Gefühle. Keine Bindung. Keine Verantwortung und Verprflichtung. Dann tuts auch nicht weh, wenn der andere weg ist.
     
  19. (Hatte gestern schon geantwortet aber scheint leider nicht geklappt zu haben)

    Danke für euren Input, da sind soviele interessante Denkweisen dabei, wenn auch tlw. unterschiedlich aber für mich sehr hilfreich um alles zu reflektieren und aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

    Ich würde mich tendenziell als Freigeist sehen.
    Ich möchte keine Beziehung haben in der man zu einer Symbiose verschmilzt, 24/7 zusammenklebt und es außerhalb dieser Blase nichts mehr gibt.
    Ich möchte eine Partnerschaft mit einem Mann den ich für seine Eigenschaften bewundere und Respekt habe und er mich im Gegenzug genauso. Dabei aber trotzdem ein eigenständiges Leben führen und eine gesunde “Distanz” bewahren die die Beziehungen (für mich) immer wieder zu etwas Besonderem macht.
    Dieser Alltagstrott ist das was mich wahnsinnig abschreckt.

    @Hündchen:
    Ich meine damit nicht normale, nette Männer die Interesse zeigen.
    Nur habe ich bisher wirklich oft auch Männer kennengelernt die sich nach einem Treffen dermaßen aufgedrängt haben, tlw. 8x tgl. eine Nachricht schicken ohne dass ich Antworten konnte, einfach alles zu viel. Da geht bei mir jegliches Interesse verloren, wenn ich das Gefühl habe der steht parat wenn ich nur mit dem Finger schnippse.
    Die netten, normalen Männer die ich bisher kennengelernt habe haben mich leider sehr schnell gelangweilt.
    Und dann bleiben eben nur die Alphas. Und damit meine ich NICHT Machos, die jeden Tag eine andere haben und komplett gefühlsgestört sind, nur angehimmelt werden wollen und nach dem Sex eine Bewertung für Ihre tolle Leistung brauchen. (Hatte ich auch schon und fand ich irgendwann total uninteressant wenn man offensichtlich so selbstverliebt ist)

    Die Alphas die ich meine haben nichts mit einem Macho zu tun, sind nicht laut oder wild sondern eher in sich ruhend, strahlen aber gleichzeitig eine derartige Selbstsicherheit aus die für mich so anziehend ist.
     
  20. Interessant. Dann bin ich tendenziell auch ein Freigeist. Und ich kenne auch sonst kein einziges Paar, das diese beschriebene Art Symbiose so lebt. Noch nicht einmal meine Eltern, obwohl meine Mutter eine echte Klette ist. Sogar sie hat irgendwann akzeptiert, dass mein Vater auch noch andere Dinge tun möchte, als mit ihr zusammenzuglucken.
    Wahrscheinlich verstehe ich deswegen diese übergroße Angst vor verbindlicher Beziehung nicht ;).

    Wiederum: Das ist etwas, was sich so ungefähr jede/r wünscht, der tatsächlich eine Beziehung führen möchte.
    Was den Alltagstrott angeht: Das ist etwas, was du selbst in der Hand hast. Dann muss man sich eben aufraffen, wenn man merkt, dass der Schlendrian einkehrt und immer wieder füreinander interessant werden. Tja, was soll ich sagen? Beziehung ist manchmal auch Arbeit ... Wenn du deinen Partner ständig neu "erobern" musst, weil er sehr unabhängig ist, ist das ja auch Arbeit. Wo genau ist da für dich der Unterschied?

    Und denen bist du derzeit (noch) nicht interessant genug, um dich dauerhaft als Partnerin in Betracht zu ziehen. Eine schöne Frau findet so einer an jeder Ecke. Aber eine schöne Frau mit Persönlichkeit nicht so einfach. Also werde die Frau, die du sein solltest. Trau dich, du selbst zu sein. (Ich habe leicht reden, ich hab das erst mit knapp 50 geschafft, aber das war dann ein durchschlagender Erfolg - ich wünsche dir, dass du das früher schaffst.)

    Und geh nicht mehr mit einem Mann ins Bett, solange nicht absolut klar ist,
    a) dass es dir entweder völlig egal ist, ob das nun was festeres wird oder nicht oder
    b) dass er an dir als Person Interesse hat und nicht nur eine schnelle Nummer mit einer schönen Frau will
     
  21. Spannend. Wenn du auf Alfas stehst die in sich ruhen und keine gefühlsgestörten Machos sind hast du keine Probleme mit Beziehungen sondern allenfalls das Problem keine Beziehung zu haben weil du eventuell den Ansprüchen dieser Männer nicht genügst und sie dich ignorieren.

    Du meidest ja dann die Gestörten und kommst nur nicht an die wirklich coolen heran. Wie du an diese heran kommst hat ja @Tom26 beschrieben. Du musst dich nur noch mehr anstrengen selbst cool zu werden. Die Messlatte ob du cool genug bist liegt allerdings in den Händen dieser Coolen. Ggf. schaffst du es also nie.

    Allerdings verstehe ich dann dein ursprüngliches Problem nicht. Wenn du die Sexmachos meidest solltest du keinen Kummer mit Sex haben. irgendetwas stimmt nicht.

    Interessant ist auch die Meinung, dass Freidenker nicht verbindlich sind bei gleichzeitigen Wunsch nach Verbindlichkeit im Krankheitsfall ist. Ein Widerspruch in sich. Letztlich drückt das nur die Angst vor dem Verlust der eigenen Autonomie bzw. Identität bei gleichzeitigen Wunsch nach Sicherheit und Wärme aus.

    Am ehesten würde dir wahrscheinlich helfen, dass du das Thema Männer insgesamt abschreibst, denn für dich gibt es nur Hündchen, Langweiler, Arschlöcher und Unerreichbare. Oder lass deine Beziehungsunfähigkeit behandeln.
     
    • # 59
    • 10.07.2019
    • void
    Das behalte im Hinterkopf. Denn wenn Du anlehnungsbedürftig bist (Du schriebst in einem Beitrag, dass Du viel Körperkontakt brauchst), lässt Du schnell einen Mann die Regeln bestimmen, damit Du überhaupt Zuwendung bekommst, weil er so beschäftigt ist und sich nicht so sehr der Beziehung widmen will.
    Frauen setzen ihre Prioritäten ja meist so, dass Mann und Beziehung das Wichtigste sind für sie. Selbst, wenn sie keine Kinder wollen. Sie akzeptieren alles mögliche und passen sich an, damit sie Zeit abkriegen.
    Wenn Du keine Symbiose willst, heißt das auch, dass Du Deine eigenen Regeln machen kannst und DANN auch noch Beziehung stattfindet, weil der Mann genauso auf Dich eingeht wie Du auf ihn. Ansonsten wirst Du doch eine Frau, die symbiotisch wird, weil sie sich so anpassen muss für ihre Liebe, also auch anpassen muss, wenn er wenig Zeit hat. Wenn die Frau die Führung des eigenen Lebens aus der Hand gibt, damit sie eine Bez. leben kann, dh. wenn sie dem Partner alles an Führung überlässt und sich einordnet in sein Leben, statt dass 2 Leben zusammen passen, wird sie nicht mehr IHR Leben leben.

    Hast Du Dir mal Beziehungen von Männern angesehen, die Du als "Alphas" siehst? Wenn ich Dich richtig verstehe, sind das erfolgreiche Männer, die vorankommen im Leben und Ziele haben.
    Wie ich das kenne, ist es so: WENN sie eine Beziehung haben, dann ist die Frau ihr Satellit. Da die nun in meinem Alter waren/sind, also Ü40, haben sie Kinder. Manche sind für die Karriere umgezogen und die Frau hat keinen Job gefunden oder wollte keinen wegen der Kinder dort, wo der Mann seine Karriere fortsetzt. Er lebt für seine Arbeit und wenn er nach Hause kommt, braucht er seine Zeit für sich. Einige Männer klagten darüber, dass die Frau sich beklagt, dass sie zu wenig Zeit miteinander verbringen oder sich nicht auch mal um die Kinder kümmern. Dienstreisen sind immer willkommen.

    Also ich würde sagen, guck Dir gut an, was Du an dem Mann bewunderst und ob das, was sie geben können, kompatibel ist mit dem, was Du Dir in der Beziehung wünschst. Was bewundern, ist das eine. Das andere ist, ob diese Eigenschaften wirklich passen.
    Bei mir war es so, dass das, was ich an Männern toll fand, eigentlich für mich selbst wollte und dadurch, dass ich es mir aneignete, den Mann von dieser Erwartung befreien konnte.

    Vielleicht meinst Du was anderes mit "Alpha" als ich. Falls Du schon mal die Beziehung gesehen hast von so einem: Hatte er eine Frau wie Dich, also eine, die ihre Unabhängigkeit leben will?

    Wie sieht die perfekte Beziehung für Dich aus?
     

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