1. Patchwork wird Patchwürg. Wo fängt die Liebe an und wo hört sie auf?

    Hallo in die Runde.
    Ich habe eine Beziehung, die mich auf diversen Ebenen sehr viel Kraft kostet und ich bin im Moment in der Phase des Aus-Lotens, bzw. mich beschäftigt gerade die Frage, wo Liebe anfängt und wo sie aufhört.
    Kurz zu mir: Ich bin w,44, seit 13 Jahren allein erziehend mit meiner Tochter (14) und führe ein sehr, sehr cooles Leben. Meine Tochter ist wohlgeraten, ich erzog sie liebevoll, aber sehr konsequent, trotz Pubertät ist sie fröhlich, umgänglich, höflich, ausgeglichen und überall beliebt.

    Seit letztem Jahr habe ich einen neuen Partner, und die Beziehung fordert mich auf diversen Ebenen, wie auch schon in einem anderen Post von mir beschrieben. Er hat eine Tochter, die ist kanpp 3 Jahre alt, und in meinen Augen "out of control". Die Eltern leben das Prinzip der "bedürfnisorientierten Erziehung". Das heißt: Kind darf und kriegt, was es will. Wenn nicht, geht das Geplärre los. Ich als glückliche AE stehe sprachlos daneben und frage mich immer, wie man so einen Kleinkindterror aushalten kann?! Am Samstag ist ein Besuch von Vater und Kind bei uns zuhause wieder mal eskaliert; ich habe der Kasperei Einhalt geboten - mein Freund kam damit nicht zurecht und daraus folgte zu später Stunde ein wieder mal ewiges Telefonat mit Problembequatschung.

    Ich muss mir eingestehen: Ich bin zwar ein Familienmensch - aber nicht um jeden Preis. Ich gestehe mir ein, dass ich solch einen Stress nicht mal bei meinem eigenen Kind geduldet hätte. Ich gestehe mir ein, dass ich unerzogene Kinder einfach nicht leiden kann - und dass ich keinen Respekt habe vor Eltern, die sich auf der Nase rumtanzen lassen.

    Und ja - jetzt kann wieder jeder altklug ums Eck kommen und sagen: "Wenn man einen Mann mit Kind nimmt, muss man das alles akzeptieren." In meinem Fall bin ich davon ausgegangen, dass auch andere Menschen ihre Erziehung im Griff haben, und weil ich erwarte, dass auch meine Tochter akzeptiert wird, habe ich mich auf die besagte Konstellation eingelassen. Aber das passt vorne und hinten nicht. Hinzu kommt eine überdominante Kindsmutter, die mit ihren Spielchen und Sanktionen auch die Beziehung stresst

    Ich habe eine wichtige Lektion gelernt: Ich kann nicht mehr jeden Stress ertragen. Schon gar nicht, wenn ich ihn nicht selbst verursacht habe. Und für ein schlecht erzogenes Kind meines Gegenübers kann ich nichts.
    Und: Es ist nicht nur die Liebe zum Partner ausschlaggebend, sondern auch die Liebe zu sich selbst und seinem eigenen Leben, das einem kräftig schwer gemacht werden kann von Menschen (in dem Fall das "Bonuskind), die man letztendlich nicht sonderlich mag.
    Zum Glück hat man heute die freie Entscheidung, das Gute für sich zu wählen.
     
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  3. Lucrecia, ich habe deinen anderen Thread gelesen. Deine Tochter ist mittlerweile 14 und aus dem gröbsten raus. Als AE hast du definitiv deine Ruhe verdient. Warum tust du dir so kleine Kinder an und vor allem mit einem Mann, der nicht mal sein Status geklärt hat??
     
    • # 2
    • 18.02.2019
    • frei
    Was willst du denn nun wissen ?
    Verabschiede dich, es paßt halt nicht.

    Übrigens kann ich schlecht erzogene Kinder auch nicht ausstehen.
    Wer kann das schon ?

    w 51
     
    • # 3
    • 18.02.2019
    • void
    Die Kinder haben es ja gelernt, sich so zu verhalten. In einer schwierigen Phase der Kindheit ist wichtig, dass liebevoll Grenzen gesetzt werden und man den Stress aushält, den das Kind dann macht. Ich würde das Alter 2 bis 4 oder mehr schon dazu zählen und hab auch schon mal von den "schrecklichen 2" in diesem Zusammenhang gelesen, meine ich.

    Dein Problem wäre mE nicht das Kind, sondern der Mann und die Frau, die er sich einst wählte, um mit ihr Eltern zu werden. Er steht auf Manipulation, wie es aussieht, und anscheinend hat er nicht erkannt, dass Du dieses Muster nicht bedienst. Mit anderen Worten: Passt nicht. Er kommt vermutlich besser mit einer Frau klar, die mit der Dreijährigen um seine Aufmerksamkeit konkurriert und bei ihm bleibt.

    Was ist Deine eigentliche Frage? Wo fängt die Liebe an, also wieviel müsstest Du aushalten, wenn Du liebtest? Du klingst so, als hättest Du es schon entschieden. Das ist nichts für Dich, und so seh ich das auch.
     
  4. Keine neue Erkenntnis. Liebe alleine reicht auf Dauer nicht. Lebensumstände und Werte müssen kompatibel sein. Sind sie bei euch nicht. Das führt dann zu Dauerkonflikten und zum Ende der Beziehung.
    Liebe fängt da an, wo Du einen Partner so akzeptieren kannst, wie er ist. Und sie hört da auf, wo er nur noch nervt.
     
  5. Yeaaaaaaaaah... Endlich mal jemand, der mir so was von aus der Seele spricht. Ich durchlebe soeben auch genauso diese Bonusprogrammfamiliengeschichte. Mittlerweile habe ich aber meine Linie strickt gezogen, da ich gemerkt habe, dass ich durch meine Toleranz der Erziehungsgrundsätze ( m.E.n. Verziehungsgrundsätze) ich mich gegenüber meinem Kind unglaubwürdig mache. Ergo es gibt selten bis gar keine gemeinsamen Kinderwochenenden mehr. Diesen Spagat hat sich mein Partner durch seine Inkonsequenz selbst auferlegt. Ich habe ihn damals meine vernünftige Meinung gesagt, dass wenn wir gemeinsam Pätchi sein wollen, es gewisse Grundsätze gibt, die jeder von und einzuhalten hat. Respekt und Anstand und Höflichkeit gehören schlichtweg meiner Meinung nach dazu. Solange das nicht klappt, bleibe ich bei der Distanz. Auf Dauer weiß ich, geht das nicht gut, Liebe allein zum Partner reicht nicht aus. So blöd wie es jetzt klingen mag, mein Gemüt mein Herz das Wohlbefinden als WIR und Team mit meinem Kind ist mir da wichtiger.
     
  6. Ich finde deine Einstellung sehr gesund, das würde ich an deiner Stelle alles irgendwie genauso machen und hinterfragen.

    Ich habe auch kein Verständnis für diese "bedürfnisorientierte" Erziehung. Ich denke Kinder brauchen Regeln und Konsequenzen, um ihre Grenzen zu kennen und sich bewegen zu können. Was auch dazu führt, dass sie später im Leben gut klarkommen und keine kleinen Egomanen werden.

    Ich habe das bei meiner Tochter genauso gehandhabt und ich denke ebenfalls, dass sie recht wohlgeraten und sehr umgänglich ist.

    Nee ich hätte an deiner Stelle auch keine Lust mich wegen des Kindes rumzuärgern.

    Ich denke diese Erziehungsfrage ist ebenso wie andere grundsätzliche Fragen ...wenn man da auf keinen gemeinsamen grünen Zweig kommt, dann passt es eben nicht. Nur Liebe reicht für eine Beziehung nicht.
     
  7. Ich kenne unzählig viele solche Beispiele, ich würde hier niemals mitmachen, nein lieber bleibe ich ohne Partner.
    Gar nix muss man akzeptieren und davon ausgehen, dass andere das auch im Griff haben ist absoluter Quatsch!
     
  8. Liebe FS,
    was ist Deine Fragestellung? Und "no", man muss nicht alles ertragen, wenn man sich für einen Mann mit Kind entscheidet. Man darf dem Ganzen ein Ende setzen, wenn es nur nervt.

    Für mich liest es sich so, dass Du ohne den Mann mit Deiner Tochter ein wirklich cooles Leben hast - alles easy going.
    Da stellt sich für mich die Frage, warum Du dieses Leben nicht einfach führst, statt Dich mit einem schwachen Mann, seiner tyrannischen Ex und einem verzogenen Kleinkind rumzuaergern.
    Tut mir Leid, aber ich kann absolut keinen Grund in Deinem Pist finden, diese Beziehung nur einen Tag fortzusetzen.

    Sollte dieser Mann eine erfreuliche Komponente haben, die Du niicht erwähnt hast, führ' es als LAT fort: Treffen nur noch ohne seine Tochter und Rumgejaule wegen der Ex - reine Honeymoonzeit für euch. Wenn er das nur selten hinbekommt, ja dann ist es eben nur selten.

    In Deinem Alter mit mittlerweile pflegeleichter Jugendlicher würde ich mir solche Erziehungsexperimente auch nicht antun.
    Das ist das hilflose Erziehungsgestuemper viel zu alter Eltern (40+) - wollen alles, können nichts undhaben keine Nerven.
    Was meinst Du, wie er am Rad dreht, wenn dieser Terrorzwerg in die Pubertät kommt. Das wird eine neverending Story für Dich, auch noch mit ü50 - sowas braucht doch kein Mensch als Beziehungsperspektive.
     
  9. Ich durfte unzählige Kinder und deren Eltern kennenlernen, und noch nie hat ein Elternteil gesagt, ihre Kinder seien nicht wohlgeraten....Auch wenn es fernab jeglicher Realität lag. Die eigenen Kinder sind natürlich immer die Besten, Altersunterschiede (3 Jahre /14 Jahre bleiben da gerne mal außer Betracht.

    Wie auch immer :

    Wo ist dann das Problem?
     
  10. Ist das der Mann, der immer noch nicht getrennt ist? Was das verzogene Kind betrifft, kann ich dich vollständig verstehen, auch ich würde so Was nicht ertragen. Da hört bei mir die Liebe auf und das Würgen fängt an. Ärger ist vorprogrammiert!
    Rechne mal damit, dass du hier zusammengefaltet wirst von den Übermüttern - und Vätern.
    Was habt ihr eigentlich für die Zukunft geplant?
    Eigentlich hast du dir die Frage schon selbst beantwortet, nämlich
     
  11. Liebe Lucrecia. Selten habe ich einen so wohlformulierten, ausgefeilten und reflektierten Beitrag gelesen und eigentlich brauchst Du gar keinen Rat mehr. Aber Dir geht es wohl um den Austausch.

    Dann lass Dir raten von einer, die gar keine Kinder hat. Von solchen wie mir bekommt man ja immer die besten Ratschläge: meine Erfahrung: Kinder und Tiere sind immer der Spiegel der Eltern bzw. Halter. Schau Dir die Kinder an, dann weisst Du, was es mit den Eltern auf sich hat.

    Wenn ich mir die Mutter meines Partners anschaue, dann weiß ich, warum aus ihm etwas geworden ist.

    Deine Einstellung zur Selbstliebe ist sehr gesund. Da machen manche jahrelang viele Therapien in denen man hofft, ihnen ansatzweise derartiges beizubringen.

    Als psychsich gesunder Mensch kann und will man es glaube ich gar nicht so lange mit schwierigen Personen und Konstellationen aushalten. Es ist ungesund und raubt die Lebensfreude. Eine meiner Faustformeln lautet: mit Beziehung sollte man zumindest nicht unglücklicher sein wie ohne Beziehung und: Single sein ist immerhin die zweitbeste Option im Leben und das kann nur durch eine gute Beziehung getoppt werden.

    In diesem Sinne brauchst Du gar keinen Rat mehr. Viel Glück.
     
  12. Liebe FS,
    Gratulation und alle Achtung! Behalte das unbedingt bei:
    Mir rollt's die Zehennägel:
    Damit sind wir schon zu zweit:
    Auch sonst kann ich dir nur beipflichten. Ich lebe ja auch in einer Patchworkkonstellation, allerdings sind unsere Kinder erwachsen und aus dem Haus. :) Alles andere wäre für mich gar nicht in Frage gekommen. Wenn man nämlich schon die eigene Brut großgezogen hat, mag man nicht wieder von vorne anfangen. Und mit verzogenen Rotzlöffeln schon gar nicht.

    Wenn die Liebe so groß ist und es sonst gut passt, könnte ich mir allerhöchstens eine LAT-Konstellation. Würde jedoch wohl nicht lange halten, wenn ich es so recht überlege... Auf den "Bonus", dass mir ein verzogenes Kind die Wohnung einsäut, weil es im Zuge der eigenen Entfaltung "selbständig entschieden hat, kuchenmampfend auf meiner Couch herumzuhüpfen" kann ich nämlich verzichten. Von der Dauerpräsenz der Kindsmutter ganz zu Schweigen.

    Das Leben ist viel zu kurz und viel zu schade für hausgemachten Stress und Ärger. Wahre und kluge Worte:
    Alles Gute und weiterhin viel Freude mit deiner wohlgeratenen Tochter!
     
  13. Hallo, eine richtige Frage hast du ja nicht, oder?
    Ich würde aber sagen: Alles richtig gemacht.
    Den Eltern solltest du alle Bände von Winterhoffs "Warum unsere Kinder kleine Tyrannen werden" schenken. Solchen selbstgeschaffenen Terror musst du dir nicht geben.
    Wenn du richtig fies bist, schreibst du einen Antrag wg. Kindeswohlgefährdung ans Familiengericht.:) Vielleicht die einzige Rettung für das Kind.
     
  14. Ich bin so alt wie du, habe 2 Kinder 13, 9 Jahre und meiner Erfahrung nach sind Väter mit Kind meistens ein Ärgernis. Diese Trennungsväter genießen jede Milisekunde mit ihrem Kind und das Kind sitzt auf einem Thron. Auch die Mutter des Kindes wird irgendwie nicht ent-thront und so leben diese Väter weiterhin in einer Art Beziehung und man selbst als Frau ist dann dafür da, die Sparten auszufüllen, die die Ex nicht mehr bietet: Sex, Spaß und Umsorgen. Diese Väter wollen nichts in ihrem Leben verändern. Gar nichts. Du als Frau musst dich aber maximal anpassen. Sie tun immer so, als ob ihr Kind wichtiger wäre, die Ansichten ihrer Exfrau sind in Stein gemeißelt, besonders wenn es um die Kindererziehung geht. Und die Kinder werden in Watte gepackt.
    Das mit dem Mann wird bedauerlicherweise nichts werden.
    Du kannst ihm natürlich sagen, dass in deinem Haus deine Regeln gelten und in seinem Haus seine (Erziehung-)Regeln.
    Aber da wird er sich nicht darauf einlassen, denn wie gesagt wollen diese Trennungsväter nichts verändern. Obwohl ich AE bin, kommen mir Väter nicht mehr ins Haus.
     
  15. Hallo liebe FS, ich kann dich sehr,sehr gut verstehen, ich war ganz genau in der gleichen Situation wie du. Ich habe alles versucht,reden,sich raushalten,ignorieren......aus meiner Erfahrung,ich hätte mich gleich trennen sollen,mir wäre einiges erspart geblieben. Heute ist das Kind 18 und hat den Vater voll im Griff. Ich habe drei Kinder groß gezogen mit Liebe aber einer gewissen Strenge und konsequent. Heute sind meine „Kinder „ 40,32 und 31,ich bin sehr stolz,es sind tolle Kinder.
    Ich kann dir nur raten.....die Beine in die Hand zu nehmen,dass muss sich niemand antun.
     
    Moderationsanmerkung: Bitte achten Sie künftig auf eine korrekte Rechtschreibung. Vielen Dank.
  16. Bedürfnisorientierte Erziehung hat ja nichts damit zu tun, dem Kind alles zu geben, worauf es subjektiv grade Lust hat - aber das weißt du bestimmt, da du den Begriff schon in Anführungszeichen gesetzt hast. Das Kind deines Freundes ist wohl einfach verwöhnt, vielleicht weil die Eltern verunsichert sind und ein schlechtes Gewissen haben, dass sie die Beziehung nicht auf die Reihe kriegen, dem Kind also kein intaktes Elternhaus geben können (echtes Bedürfnis)? Wie dem auch sei - dir geht es darum, den Stress für dich möglichst gering zu halten. Da ist die direkte Konfrontation nicht empfehlenswert. Kannst du dich an den Tagen, wenn die Kleine da ist, nicht einfach fernhalten? Die beiden nicht zu dir einladen? Auf Nachfrage gibst du zu verstehen, dass es dir zu stressig ist mit der Kleinen. Wenn ihm wirklich was an dir liegt, wird ihn das zum Nachdenken anregen - es ist sicher nicht das erste Mal, dass er so ein Feedback bekommt. Ich denke, diese Vorgehensweise ist besser als die direkte Konfrontation, die ihn vermutlich nur in die Defensive treibt. Du mischst dich nicht in seine Angelegenheiten ein, sondern schützt nur deine eigene Ruhezone. Könnte natürlich sein, dass du dich in Wirklichkeit einmischen willst und den Streit suchst, weil du dich in dieser komplizierten Konstellation zu wenig beachtet fühlst? Verständlich, aber ziemlich destruktiv...
     
  17. Ob wohlgeraten oder nicht - das ist Nebensache.
    Aber mit den fremden Kindern muss es passen.

    Ich bin da sehr konsequent
    Ich möchte keinen Mann mit noch jüngeren Kindern, höchstens an der Grenze zum Erwachsenwerden. Meine sind es, ich bin aus dieser Lebensphase raus.
    Beim Kennenlernen achte ich darauf , ob ich auch mit seinen Kindern können könnte, und ob meine Söhne mit diesem Mann können.

    Familienunfrieden vernichtet auf Dauer jede Liebe.

    Aber bei Euch passt doch alles nicht?

    W,49
     
  18. Hallo, alle miteinander.
    Ich möchte mich herzlich für Eure Impulse danken. Einen Rat brauchte ich wohl wirklich nicht; mir dient das Niederschreiben meiner Wahrnehmung nochmal als eine Art Selbstreflektion, um ein komplettes Bild meiner Situation zu bekommen. Eure Hinweise waren/sind für mich sehr wertvoll. Danke allen, die sich die Zeit genommen haben, meinen Post zu lesen und mir zu antworten.

    Als Paar kommen wir sehr gut miteinander aus und es fühlt sich auch richtig an. Die offen stehenden Dinge, die ich jüngst kritisiert habe, (Anschrift noch bei der gemeinsamen Wohnung gemeldet usw.) geht er seit dem Wochenende an und erledigt sie; Termin beim Anwalt steht.
    Und ich habe beschlossen, dass ich mich aus der Kinderthematik raushalten werde, denn mich reibt das echt auf. Und gleichzeitig steht mir eine Erziehung ja auch nicht zu. Ich bin glücklich und zufrieden, dass ich meine Scheidung damals einigermaßen ruhig und friedlich durchgezogen habe und wir nie in der Verlegenheit waren, unsere Tochter als Waffe zu benutzen. Ich habe als Mama mein Ding gedreht, bin immer authentisch geblieben, und herzlich, aber sehr konsequent. Heute bin ich beruflich sehr erfolgreich (ohne Studium), und ich lebe mit meiner Tochter und unseren Tieren wirklich harmonisch und fröhlich. Mein Partner ist an sich ein wirklich guter Mann, beruflich ein Pokerface, daheim sehr weich. Wir sollten es wirklich so handhaben, dass wir uns nur ohne seine Tochter sehen, und er soll in Ruhe seinen Kram aufräumen und sein Kind alle paar Tage bespaßen - während ich dann mit meinem Oldtimer, meiner Tochter und unserem Hund schön gepflegt zu einer tollen Ausfahrt düse...Eigentlich ist ja alles gar nicht so kompliziert...
     
  19. Deinem Beitrag stimme ich zu 100% zu, was du hier schreibst habe ich mehrfach nur umgekehrt Erfahrungen mit alleinerziehenden Frauen (Kluckerverhalten und wo der Ex das Leben von Exfrau bestimmt!) mit den Väter ihrer Kinder gemacht, was für mich so nicht mehr in Frage käme, ich auch nicht empfehlen kann.
     
    • # 20
    • 19.02.2019
    • void
    Das denke ich auch, aber mir missfällt immer der Ausdruck "verwöhnt", als sei das Kind überhäuft mit Liebe, Zuwendung und Geschenken. Es wird gerade darauf geeicht, dass es später "nette" Probleme bekommen wird. Du hast es ja auch geschrieben, dass die Eltern den Mist verzapfen, also das geht nicht gegen Dich, ich meine nur das Wort, das was Falsches suggeriert.

    Hier würde ich aber dagegen reden. Der MANN ist es, der das Problem darstellt, nicht das Kleinkind, das nur reagiert auf das, was man ihm aufprägt und keine Chance hat, gegen unreife Erwachsene, die es in seiner Macht haben, so zu reagieren, dass es weise wäre. Ergo ist der Mann schon nicht der Richtige und die Tage auszublenden, an denen er das zeigt, verschiebt das Problem vielleicht nur. Denke ich. Vielleicht hat auch er ne Chance verdient, weil es sich bald ändert. Aber ich glaube, dazu bräuchte die FS einen langen Atem, und sie scheint das alles schon abgehakt zu haben, da keine Frage von ihr kam.
     
  20. Liebe FS, Man hat für die eigene Kinder andere Wahrnehmung und eine andere Toleranzgrenze. Ich habe in der letzten Jahrzehnten wirklich sehr viel mit den Kindern zu tun gehabt. Ich hatte auch viel Kontakt zu anderen Familien mit Kindern. Auf dem Spielplatz oder Schwimmbad, bei Geburtstagsfeier und ähnlichen Orten. Ich habe kaum ein 3jähriges Kind gesehen, das sich immer und überall gut benimmt. 2-3 Jahre alt bedeutet Trotzphase. Natürlich vergisst man es, wenn das Kind älter ist.
    Du hast keine Lust auf Kleinkinder und möchtest deine Ruhe haben. Ich kann dich voll verstehen und die Lösung finde ich auch ganz vernünftig.
     
  21. Stimmt.
    Die Mär von der bösen Stiefmutter hat wohl ihre reale Berechtigung. Die Frauen hier bestätigen dies großteils. Die eigene Brut ist natürlich wohlerzogen. Schon seltsam, dass die eigenen Kinder immer so viel weniger anstrengend sind als die anderen Kinder. Aber wenn der eigene Horizont nicht über den Tellerrand hinausreicht ..
     
  22. Meine Jungs haben sich erst mit 17Jahren entschieden, nochmal alles pupertär mitzunehmen, wo ich manchmal denke: wofür hab ich eigentlich erzogen.
    Lieb sind sie allerdings immer noch aber in unsere Chaos WG muss jetzt auch keiner einziehen.
    Seit Spätsommer, bin ich mit einem Witwer zusammen, dessen jüngere Tochter gerade viele Sorgen macht und ich glaube nicht, dass das an der Erziehung liegt.

    Heisst, es geht noch nicht mal gegen meine Toleranz und dennoch haben wir uns bis auf weiteres auf: Nichtpatchwork entschieden.

    Denn auch gute Ehen mit gemeinsamen Kindern, werden in bestimmten Phasen enorm belastet.
    Und dort hatte man erstmal länger Zeit, gemeinsam den Akku positiv zu füllen.

    Als jahrelange AE mit nur 10min Entfernung, komme ich aber damit zurecht, dass es selten komplette Wochenende gibt.
    Bis jetzt!

    Das es irgendwann irgendwie über die Grenzen gehen kann, steht doch immer im Raum: von Hobbys, Verhalten etc.
    Und dann gibt's ca 3 Versuche es zu klären. Scheitern die, ist man unpassend.

    Bei Dir, wenn es noch so ist:
    Ist seine Wohnsituation unpassend, seine Ex unpassend präsent, sein Kleinkind nervend unpassend und vorallem seine Einstellung in Konflikten mit Dir unpassend.
    In Summe: er passt nicht!

    Jeder Deiner Punkte ist legitim und es ist Deine Grenze, ab wann es sich schlecht anfühlt.
    Also genug Punkte für eine Konsequenz, Deine denn er wird sich nicht ändern.
     
  23. Ja, viele führen einfach eine Art Parallelbeziehung weiter. Sie richten sich zu 100% nach dem/der Ex - immer unter dem Deckmäntelchen, dass es nur ums Kind geht.
    Da ich aber selber AE bin, weiß ich, dass man sich nicht ständig nach dem Expartner richten muss, dass Kinder nicht dauernd an 1. Stelle stehen müssen, dass man umorganisieren KANN, wenn man es denn WILL. Ich kann nur von Vätern sprechen, weil die Mütter in meinem Bekanntenkreis eigentlich ganz flexibel sind und alles so organisieren, dass sie genug Freiräume haben. Es gibt da aber sicher auch Ausnahmen, aber die Väter haben die Kinder eben oft nur alle 2 Wochen und sind eine grundsätzliche Organisation deshalb gar nicht gewohnt - und im Gegensatz zum Neupartner hat ja der Vater, der das Kind ja sowieso wenig sieht, ja gar nichts dagegen, wenn er es umgeplant bekommt. Diese Väter verstehen auch nicht, dass man selbst keine Lust auf Kinder hat, wenn ein kinderfreies WE geplant war - und wenn der Ehefrau ein Pups quersitzt, freuen sie sich drauf, wenn sie das Kind am WE bekommen, selbst wenn es nicht geplant war.
    Lustig fand ich auch immer, dass die Bedürfnisse meiner Kinder eigentlich grundsätzlich sekundär waren, weil meine Kinder ja so selbständig sind. Meine Bedürfnisse waren auch egal, es geht ja schließlich um das Wohl SEINES Kindes. Schlimm! Nie wieder. Ich habs 3x probiert. 3 verschiedene Väter - jeder auf seine Weise eine Katastrophe.
     
  24. Ich stimme auch diesem Beitrag voll zu, auch ich habe es dreimal versucht mit drei verschiedenen alleinerziehenden Frauen, nie wieder, es gab jeweils für diese Frauen nur die Kinder, und der Ex, mich gab es nicht, für mich absolutes Fehlverhalten, was den Kindern garantiert auch nicht gut tut, auch sie werden später mal die gleichen Beziehungsprobleme haben! In einer Beziehung dürfen die Kinder nicht an die erste Stelle gestellt werden, auch die Kinder müssen wissen und lernen, dass es einen Partner gibt, der für Mutter/Vater wichtig und zu akzeptieren ist, ansonsten geht eine solche Beziehung irgendwann auseinander! Die allerwenigsten Frauen und auch nur wenige Männer verstehen das!
     
  25. Du schreibst von "Kasperei", aber du gibst nicht genau an, was das Kind konkret gemacht hat. Dass ein aufgewecktes dreijähriges Kind auch mal herumkaspert, würde ich als gar nicht so unnormal ansehen. Was hat es denn getan? Herumgerannt? Etwas kaputt geschlagen?

    Du hast dann geschrieben, dass ihr euch am besten nur ohne seine Tochter seht und ich denke, das ist die ideale Lösung. Ich würde weder versuchen, sein Kind mitzuerziehen, noch ihm da hineinzureden. Lasst es einfach bei getrennten Wohnungen und jeder kümmert sich nur um sein Kind und gut. Seine Kleine wird ja vermutlich auch mehrheitlich bei der Kindesmutter leben.
     
  26. Ich habe als Kind zwei Erlebnisse gehabt, die mich sehr geprägt haben. Als ich klein war, hat sich mein Onkel (nicht mein leiblicher Onkel) von seiner Frau getrennt. Er hat sich scheiden lassen, die Frau aus dem Haus geworfen, Kontaktabgebrochen, einige Zeit gewartet und dann hat er eine Alleinerziehende Mutter kennengelernt. Sie haben sich verliebt und haben geheiratet. Vom Außen betrachtet, haben sie immer einen sehr glücklichen Eindruck gemacht und wir waren alle froh, dass unser Onkel wieder glücklich war. Eines Abends haben wir mit ihm und seiner neuen Familie einen kleinen Ausflug gemacht. Wir waren mit zwei Autos unterwegs und ich saß aufgrund des Platzmangels (wir waren viele) in seinem Auto neben seinem Stiefsohn. Seine neue Frau saß vorne. Während der Fahrt fuhren wir an einer Eisdiele vorbei. Mein Onkel hielt an und sie (seine neue Frau) stieg aus, um für uns Kinder Eis zu kaufen. Wir warteten im Auto und waren auch alle ganz lieb, es war eine sehr schöne Stimmung im Auto. Der Stiefsohn sagte meinem Onkel: Papa kaufst du mir auch Zuckerwatte? Mein Onkel drehte sich um und haute ihm mit voller Wucht eine ins Gesicht. Der Junge wurde ganz still und weinte nicht einmal. Als seine Frau wieder zurückkam, tat er so, als ob nichts passiert wäre und der Stiefsohn hat auch nichts gesagt. Das ist einer der schlimmsten Erlebnisse meines Lebens und ich muss immer daran denken auch heute noch ist dieses Bild von diesem Abend so Präsent in meinem Kopf, dass ich auch immer Angst hatte meinen Kindern einen fremden Mann vorzusetzen. Seien wir mal ehrlich, es klappt nicht mit Patchwork. Es ist genetisch bedingt, dass man seine eigene Kinder bevorzugen möchte und fremde Kinder nicht akzeptieren kann. Es mag auch Ausnahmen geben aber im Großen und Ganzen wollen Männer keine Kinder von anderen Männern um sich haben.
    Bei der zweiten Geschichte ging es um unsere Katze, die jedes Jahr Schwanger wurde und viele Babykatze zur Welt brachte. Die waren alle so niedlich. Die Katze musste immer ihre Babys von dem Kater schützen. Der Kater kam immer und war eifersüchtig.....
    Auch ich habe für mich beschlossen, dass ich keine Patchworkfamilie möchte und zwar in keiner Form.
     
  27. Mich erschreckt Deine sehr kühlwirkende, über-organisierte und besserwisserische Art! Das Kind ist 3! Drei! Drei Jahre alt! Jeder weiß, Trotzphasen-Alter!

    Wenn Deine Erziehung wirklich so toll ist, wird sie sich auch im Hinblick auf Deinen "Auserwählten" und seine Kinder durchsetzen. Und seine Kinder werden Dich als Ersatz-Mutter liebend gerne annehmen!

    Aber bestimmst bist DU als "strenge Stief-Mutter in spe" für das Kind schwer zu "ertragen"! Kinder, und sind sie noch so klein, spüren SEHR genau, wenn es irgendwo zwickt!

    Ich habe das Gefühl, Du projizierst Deinen Frust, den Du mit Deinem Freund verspürst (weil er mit Exfrau nicht ordentlich abschließt, etc.) auf das Kind.

    Ich würde schon an der Stelle des Mannes die Reißleine ziehen! Es wäre mir ein harmonisches, verständnisvollen und vor allem liebesvolles Familienleben nämlich SEHR wichtig. Aber dass der Mann keine klare Linie ziehen kann, beweist er ja schon mit seinem ewigen Rumgetue mit seiner Exfrau.
     
  28. Ich finde man kann da nicht pauschalisieren, es gibt sicher Männer mit Kindern wo Patchwork funktioniert, wo man auf gleicher Wellenlänge ist mit der Erziehung, aber wenn man halt den Mann so gar nicht loslassen möchte wie in diesem Fall, liebe FS, dann würde ich es so handhaben wie Du jetzt, einfach nicht dabei zu sein, wenn die Tochter da ist, es kann sich mit den Jahren sicher auch verändern, und eure Töchter werden beste Freundinnen, gibt es alles!

    @Lavieestbelle Der arme Junge tut mir sehr leid, was wurde denn aus ihm, konnte er sich dennoch gut ent-wickeln?
    Dieser Mann hatte wohl von der Frau keinen großen Respekt, sonst würde er so ein Verhalten niemals wagen, und der Junge hatte leider keinen guten Bezug zur Mutter, die hätte ihn nicht verteidigt wenn er weinend zu ihr gerannt wäre, war wohl auch abhängig von diesem Mann. Traurig...
     

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