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  1. Patriarchat gegen Matriarchat - getrennt oder zusammen?

    Was bringt eine patriarchale Gesellschaftsordnung, von Machismus bis Chauvinismus usw., den Männern?


    Umgekehrt meine ich, Männer ausschließender oder diese verachtender „hardcore“ Feminismus, Zicken-Tussi-Tum und generell eine männerfeindliche oder das Maskuline fürchtende Einstellung bringt Frauen genau nichts, selbst denen nichts, welche mit einem der genannten Gebaren, sich dem (Un-)Vermögen manch schwächerer Männer bemächtigen, sie dominieren. Weil haben weniger Glück bringt, als sein.


    Was bedeutet „Glück“ und echte (=aus Integrität selbstbewusste) Macht für den Mann? damals, heute, und in Zukunft?
     
  2. Macht, egal wie sie erlangt wurde, egal ob für Männer oder Frauen bedeutet doch immer, das man damit das Leben nach seinen Vorstellungen gestalten kann. Das widerum ist doch mit einem Glücksgefühl verbunden.

    Unglücklich ist man doch eher immer, wenn machtlos oder ohnmächtig etwas/jemandem ausgeliefert ist.

    Das war früher sicher nicht anders als heut und wird zukünftig nicht anders sein.

    Deswegen scheitern Gesellschaftsformen wie der Sozialismus in der Praxis am Egoismus und dem Machtwunsch des Einzelnen.

    (Sollen wir deine Hausarbeit übernehmen oder warum diese Frage? )
     
  3. Glück ist für mich Bewusstheit, Bewusstsein, Selbstwert, Gesundheit, ein selbstbestimmtes, glückliches Leben zu führen, in Aufrichtigkeit in Authentizität in Selbsttreue und in Selbstdisziplin, mit mir und bei mir zu sein! Das Bewusstsein zu haben, dass man einmalig ist und was ganz Besonderes, was es eben nur ein einziges Mal auf dieser Erde gibt! Ich mache mein Glück von keinem Menschen, von keiner Meinung, von keinem Wetter etc.pp. abhängig, das Glück liegt ausschließlich in mir selbst und macht mich glücklich, wenn ich mit mir im Einklang, in Balance bin, in Einheit mit der Natur und zufrieden bin, mit dem was ich lebe, was ich liebe und was ich habe! Sich genauso mögen und sich genauso zu lieben, wie ich bin. Punkt. Erst dann, wenn das alles stimmig ist, habe ich die große Chance, einen Menschen als Partner zu bekommen, der genau das zu schätzen, zu lieben und zu leben und zu mögen weiß! Wichtig ist, sich selbst zu akzeptieren, das Umfeld positiv und inspirativ konfrontieren, positive und konstruktive Beziehungen zu Mitmenschen führen, Zivilcourage zeigen, Mut haben, seine Meinung zu sagen, an sich arbeiten, positive persönliche Weiterentwicklung ständig umsetzen und einfach einen persönlichen Sinn im Leben sehen, unabhängig handeln! Einfach in Freude leben!
     
  4. Intelligente Frauen zeigen sich weiblich und feminin, halten aber im Hintergrund die Fäden in der Hand. Der Mann darf seine Rolle als Mann ganz ausfüllen, das macht ihn dann noch männlicher und natürlich glücklich. Viele Frauen, so habe ich den Eindruck ,spielen eine falsche Frauenrolle, geben sich anders als sie sind. Versuchen evtl. noch eine Alice Schwarzer zu imitieren ( die Frau ist zu gut um sie imitieren zu können) und das merken die Herren natürlich auch und damit ist in der Richtung auch schon Elend vorprogrammiert..... Als Frau habe ich meine Meinung, ich habe mein Geld und mein Auto.... aber ich muß doch um Himmelswillen kein halber Kerl sein, ein ich bin lieber ganz Frau und damit glücklich. Was ein Mann als absolutes Glück empfindet weiß ich nicht, bin mal gespannt wie die Männer sich dazu äußern.
     
  5. Lach... Es gibt den Spruch "wie man spricht, so denkt man". Was bedeutet das auf den Text der FS angewendet?

    Wenn man nur Deine Beschreibungen von männlich oder weiblich dominierten Machtstrukturen anhand der Wortwahl anschaut:

    Die männlichen Machtstrukturen beschrieben durch wert-neutrale Fachtermini (kein Wort von Männern, die Frauen morden und vergewaltigen, Frauen verachten, anfeinden und fürchten, keine Tiervergleiche wie Gockel, kein negatives Adjektiv zum Männlichen o.ä.) :

    Dagegen umgekehrt die Beschreibung der weiblichen Machtstrukturen überwiegend durch ablehnenswerte, negative Gefühlsregungen der Frauen (verachtend, fürchtend, anfeindend, zickend), die nicht eigenständig stehen können, sondern sich immer auf den Mann beziehen, mit eigenen Frauen verächtlich machenden Wortneuschöpfungen (Zicken-Tussi-Tum)

    Erschreckend, dass Dir für weibliche Machtstrukturen keine wertneutralen Beschreibungen kennst.

    Dann die Vorstellung, dass Frauen nicht aus sich selbst potent sind, keine wirtschaftlichen Werte schöpfen können, sondern lediglich wie Parasiten von schwachen Männern Werte absaugen können.


    Ist das Deine Einstellung, liebe FS, zum Weiblichen und Frausein?

    Es ist jetzt die Frage, welches Bild vom "Weiblichen" oder "Frausein" Du hast.

    In der traditionellen Sicht der Weiblichkeit kann die Frau in ihrer Weiblichkeit nur ganz sein, wenn sie auch im Materiellen genug "hat". Nur unter dieser Voraussetzung kann sie ihr ganzes Frau- "sein" ausschöpfen.
    Frau braucht ausreichend (materielles) Vermögen, um nicht in der Ackerscholle nach essbaren Knollen wühlen zu müssen, sondern sich selbst mit Salben und verführerischen Düften pflegen und sich in feine Stoffe kleiden zu können.
    Erst wenn das Dach, die Heizung und das Brot bezahlt sind, kann die Frau ihre Zeit, ihre Arbeitskraft und das Geld zur Gestaltung eines gemütlichen Heimes, die Erziehung ihrer Kinder und Pflege ihrer Familie einsetzen.


    Philosophische Fragen können sich nur Personen ernsthaft stellen, die in der wirtschaftlich glücklichen Situation sind, dass die existenziellen notwendigen Bedürfnisse gedeckt sind.

    Liebe Fs, frage doch mal Eltern in einer Krisenregion, deren Kind verhungert... ja, das gibt es auch heute noch... ob "sein" oder "haben" mehr Glück bringt.
     
  6. Macht = Kontrolle + Lust
    Kontrolle = Sicherheit
    Egopush + Selbsterhöhung = Wichtig für jene mit fehlender Selbstliebe
    Den Männern = Den Mann gibt es nicht

    Vermutlich streben oft unglückliche und unzufriedene Menschen nach Macht und Kontrolle über andere Menschen. Strategien zur Gewinnung und Erhaltung von Macht können das Glück anderer Menschen schmälern. Das gilt besonders wenn es auf der Seite der Macht um Egopush und Selbsterhöhung geht.

    Glück hat nichts mit dem Patriarchat, Chauvinismus usw. zu tun. Glück liegt in jedem Menschen (egal ob Mann oder ...) selbst. Zufriedenheit und Sicherheit sind eine gute Basis für Glück. Glück ist quasi die temporäre Spitze von Zufriedenheit. Dauerhaftes Glück ist selten bis unmöglich.
     
  7. Ich halte nichts von der Genderlehre. Die derzeit im Schwange stehende Geschlechtersoziologie basiert auf unhinterfragten und zum Teil hahnebüchenen Unterstellungen. Ich habe Bourdieu gelesen. Sein betreffendes Buch ist ein Werk von hoher Trivialität. So erkennt er beispielsweise keinerlei weibliche Privilegien.

    Deine Fragen sind nicht sinnhaft zu beantworten.
     
  8. Sie haben diese Einstellung bzw. Überheblichkeit in meinen Augen wegen Minderwertigkeitsgefühlen.
    Bringen tut es ihnen Egopush. Wenn man andere als minderwertig ansieht, ist man selbst was besseres. Kurzfristig fühlt man sich besser, aber das fehlende Wohlfühlen durch die dahinterliegenden Minderwertigkeitsgefühle wird dadurch langfristig nicht besser. w, 33
     
    • # 8
    • 23.01.2020
    • void
    Macht.
    Schlussendlich gibt es immer Bereiche, wo man keinen Kompromiss mit anderen machen will und gern hat, wenn man seine Ansichten durchdrückt und die eigenen Bedürfnisse sofort erfüllt bekommt. Warum das nicht in allein Bereichen haben, weil man die Macht hat?
    Dass das kein inneres Wachstum bedeutet, wird sicher nicht bedauerlich gefunden, denn inneres Wachstum kommt meist durch Leid und Krisen, weil man was nicht bekommt, das man begehrt.
    Also das, was ich als Reife und soziale Kompetenz usw. ansehen würde, braucht ein Machthaber gar nicht.

    Stimmt, aber ich denke, das war erstmal der Schritt zu einem gesunden Feminismus und zu gesundem Emanzentum. Erst haben sie es den Männern einfach nachgemacht, also Machtmissbrauch versucht. Und die Wut mancher Männerhasserinnen kann ich durchaus verstehen, wenn sie sich ihr Leben lang von Männern unterdrückt, nicht gesehen und abgewertet gefühlt haben und nichts dagegen tun konnten, weil sie nunmal nicht die Macht hatten.
    Aber darin steckenzubleiben, das bringt nichts. Weder persönlich noch für die Gesellschaft.
    Ist das eine Seminararbeit oder schreibst Du ein Buch? :)
    Für "den Mann" kann ich als Frau ohne vom Beruf her kompetenten Hintergrund nichts antworten.
    Was bedeutet Glück ... allgemein überlegt: Bedeutet es, wenn man alle Wünsche erfüllt bekommt und nie darben muss, was die eigenen Bedürfnisse, Triebe, Sehnsüchte angeht (für Künstler z.B. doof, aber wäre ein Künstler nicht doch auch glücklicher, wenn er KEINE Kunst macht und stattdessen satt und befriedigt ist? Ist seine Kunst nur deswegen so bedeutsam, weil so viele andere Unbefriedigte ihre Sehnsüchte darin spiegeln können, und wären die auch satt und befriedigt, wären sie viel glücklicher dadurch als durch die Kunst, "die sie versteht"?).
    Oder bedeutet Glück, innerlich zu wachsen und zu reifen durch Krisen und Verzicht und alles Unbefriedigte?
     
  9. Freiheit und Unabhängigkeit ........
    ... fördern das persönliche Glück und Selbstbewusstsein....
    .... sind damit Bausteine der Macht, die souverän angewendet, wiederum zur Attraktivität führt.
    In der Politik zeigt sich, dass eine Frau, die souverän agiert, durchaus zu Erfolg und Macht kommen kann. Ja, Frau Dr. Merkel ist gemeint. Auf der anderen Seite zeigt sich da auch, dass Frauen, die durch Quoten gefördert wurden, niemals souverän agieren können. Roth oder von der Leyen als Beispiele.
    Natürlich können durch sozialistische (also die Freiheit des einzelnen negierende Konstruktionen) Modelle, so sie überhaupt durchgesetzt werden können, Quoten durchgesetzt werden. Qualität ist allerdings etwas anderes. Und beim Sozialismus ist es egal, was davor steht (nichts, National oder Öko))... das Scheitern ist vorprogrammiert. Ganz einfach, weil Menschen nur sehr begrenzt Rudeltiere sind.
     
  10. Strukturen brachten Macht, heute tun sie das zum Glück immer weniger. Will ich auf der anderen Seite einen vom Feminismus weichgespülten Mann? Nein. Ich will Gleichberechtigung, aber ich will einen "richtigen" Mann als Partner. Der darf sich dann auch seiner männlichen Rolle entsprechend verhalten und ich meiner weiblichen entsprechend. Geschlechterkampf ist Krampf.
     
    • # 11
    • 23.01.2020
    • void
    Ui, das war mir so gar nicht aufgefallen, dass schon die Wortwahl viel offenbart.
    Ich bin hängengeblieben bei der ersten Frage, weil ich es offensichtlich finde, was Männern bringt, die Machthaberstellung zu behalten.
    Die letzte Frage mit dem Thema
    verstehe ich auch nicht so richtig, muss ich sagen. Aus Integrität selbstbewusste Macht - ja, ist vielleicht was anderes als die Macht, die man hat, obwohl man ein unentwickelter Honk-Charakter ist und aber sich niemand dem entgegenstellt oder -stellen kann.

    Diese zitierte Macht könnte man so verstehen, dass Männer nicht mehr abhängig sind von ihren eigenen Trieben, Schwächen und Bedürftigkeiten, so dass sie keine Verbindungen mit Frauen mehr eingehen, die ihnen ansonsten nicht guttun, keine Jobs mehr machen, die zwar Prestige bringen, sie aber nicht glücklich machen, und kein Zeug mehr kaufen müssen, mit dem sie sich aufwerten wollen, das sie aber in finanzielle Nöte bringt. Wie die FS schreibt: Sein bedeutet mehr Glück als Haben. (Was ich nicht verallgemeinern würde auf alle Bereiche.)

    Sich von dem verkorksten Anteil seiner eigenen Vergangenheit zu befreien und sein Potenzial voll leben zu können, alle Freiheiten zu haben, die man braucht, keine zu wollen, die man nicht braucht, niemandem hinterherzulaufen, der einem was erfüllen soll, das man in sich selbst erkennen muss, das ist Macht über sich selbst für mich. Das macht aber auch Frauen glücklich.

    Ich habe den Eindruck, in der Fragestellung werden gesellschaftliche Themen und private Themen gemischt. Das kann man aber mE erst ganz am Ende der Überlegungen. So in Richtung, wenn der Mann sein Glück im SEIN gefunden hat, muss er nicht mehr alles HABEN und dann ändert sich auch die Gesellschaft zum Guten. ... Hm.

    Neulich habe ich in irgendwelchen Nachrichten gehört, wieviele unbezahlte Arbeitsstunden Frauen auf der Welt pro Jahr leisten für Familie und Haushalt. Ist natürlich immer schwierig, wenn man die Stunden der Männer nicht dazu hört oder was sie sonst an erarbeitetem Geld abgeben. Aber es zeigt immerhin die Abhängigkeiten, denn unbezahlte Arbeit ist nunmal unbezahlte ARBEIT. In der Zeit könnte ne Frau eben auch einen bezahlte Arbeit machen und der Mann sich um Haushalt und Kinder kümmern und weniger bezahlte Arbeit haben. Würde die Abhängigkeitsanteile der Geschlechter in der Welt verändern.
     
  11. Patriarchat = Herrschaft der Väter
    Matriarchat = Herrschaft der Mütter

    Also "Freiheit und Unabhängigkeit" sind so ziemlich das letzte, was ich mit Vaterschaft/Mutterschaft/Elternschaft assoziiere. Um erfolgreich Kinder groß zu ziehen ist man auf die Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen: sei es innerfamiliäre Aufgabenteilung (Frau kümmert sich um die Kinder damit der Mann Zeit für Erwerbsarbeit hat), sei es staatlich organisiert (alle zahlen Steuern, mit den Steuern werden die Schulen und Kindergärten finanziert)

    In patriarchaischen Gesellschaften hat der Vater Macht über seine Kinder und damit auch indirekt über die Mutter seiner Kinder. Dadurch hat er aber auch große Verantwortung für seine Familie.
     
  12. Ich bin es noch einmal mit ein paar weiteren Gedanken zu diesem Thema. Die Hauptursache, das Hauptproblem dieser gestellten Frage, sehe ich in der eigenen Person, in der Unfähigkeit sich selbst zu lieben und genau deshalb entsteht die Unfähigkeit eine Beziehung zu führen. Wenn dies für zwei Personen der Fall ist, dann braucht man sich doch nicht wundern, was daraus entsteht. Die vielen unverarbeiteten, unreflektierten Egos erzeugen und steuern die großen Probleme als Wirkung!
    Wenn eine Beziehung nicht funktioniert, ist für meine Begriffe die Liebe einseitig und für Beide nicht groß genug, es mangelt an Verbindlichkeit und damit an Vertrauen, ohne Verbindlichkeit kein Vertrauen ohne Vertrauen keine Liebe!
     

  13. oh weh oh weh... Kann jeder gut selbst beurteilen, wie "souverän" Frau Merkel Anfang der 90er "agierte". Tatsächlich wurde sie als Quoten-Frau und Quoten-Ost-Deutsche als Kohls "Mädchen" ins Kabinett geholt...

    Lustigerweise haben sich Männer noch nie über die vielen Quoten beschwert, durch die sie selbst bevorteilt werden... in der Politik genannt "Proporz".
    Ja, beim Proporz sind Männer plötzlich ganz kleinlaut.
     
  14. Liebe Junia-88

    Das Patriarchat war in erster Linie eine Gesellschaftsordnung. Ebenso wie die Monarchie, der Kirchenstaat, die Zünfte und Stände, das Gutsherrentum, der Kommunismus etc. Gesellschaftsordnungen darstellten. Es wurde Macht und Verantwortung verteilt. Da sie immer irgendwie verteilt sind auf der Welt. Im Patriarchat wurden Land und Boden unter den Männern aufgeteilt und vererbt, wie auch der Name der Väter weitergegeben. Daraus erwuchsen den Männern jedoch auch Pflichten innerhalb der patriarchalen Männer-Hierarchie, potentielle Misserfolge und mögliche Schande. Ob der durchschnittliche Mann im Patriarchat glücklicher war als heute, wäre eine interessante Frage. Und ob das Patriarchat überall gleich ausgesehen hat etc. wäre auch interessant, aber mir fehlt das historische Wissen.
    Wir bevorzugen aktuell die Demokratie und den Kapitalismus als Ordnungen in der Gesellschaft. Macht und Verantwortung erhält also, wer gewählt wird, beruflich qualifiziert ist (im besten Fall), oder Geld hat. Feminismus vertritt nicht das Matriarchat - Frauen über Männer - sondern die Gleichstellung innerhalb unserer kapitalistischen, demokratischen Gesellschaftsordnung: Alle (m/f/d) verdienen, arbeiten, erben und konsumieren - im abstrakten Idealmodell - in etwa gleich viel, haben gleiche Chancen auf Bildung und ihre Stimmen zählen gleich viel an der Urne.
    Es kann sicher sein, dass einige Frauen (wie auch Männer) der Fantasie nachhängen, die Welt wäre besser, wenn sie das Sagen hätten. So was mag ich gar nicht diskutieren, das ist kindisch. Die Welt würde besser durch Dialog und sachliche, weitsichtige Entscheide.
     
  15. Mir ist es egal ob der KapitalistIn, der/die den Mehrwert den ich erarbeite, einsteckt eine Frau oder ein Mann ist.
    So lange Patriarchat und Matriarchat eine Ehe mit dem Kapitalismus eingehen eingehen, ist es auch egal welches *chat gerade Oberwasser hat.
    Ansonsten freue ich mich auch bei theoretischen Fragen auf eine klare Fragestellung. Diese Frage ist es nicht.
     
  16. Intelligente Frauen würden sich nie mit der Rolle im Hintergund begnügen, dass ist der Platz für die Dummen und die Schwachen!

    Intelligente Frauen würden aber auch nie Feminismus mit Männerhass in Verbindung bringen!

    Was macht die Fragestellerin in einem Forum für AkademikerInnen?!
     
    • # 18
    • 24.01.2020
    • Roby
    Ich glaube, die Antwort oder das Problem liegt schon in der Frage: "
    Patriarchat gegen Matriarchat".
    Warum muss es denn das eine oder das andere geben? Die beste Person am richtigen Platz - egal welches Geschlecht, Rasse, Aussehen, ...
    Dahin, denke ich, ist auch die Gesellschaft langsam auf dem Weg - es kann sein, dass Konzerne immer noch von Männern dominiert werden, aber über kurz oder lang kann sich das keine Firma mehr erlauben, den besten Bewerber als CEO abzulehnen, nur weil das eine Frau ist. Genauso in der Politik, Kultur, ...


    Was Glück ist ? - ich denke, das ist das Gefühl das entsteht, wenn alle Räder plötzlich (vielleicht unerwartet) ineinander greifen und die Sache läuft. Der eigene Fußballverein gewinnt, der Oltimer startet auf einmal, die Angebetete erhört das Flehen, das Leben ergibt plötzlich Sinn durch die Geburt des eigenen Kindes...
    Manchmal bleibt das Glücksgefühl nur kurzfristig, manchmal wird es zu einer (lebens-)langen Zufriedenheit.

    Sind so meine Gedanken zu diesem Thema.
    M/47
     
  17. Für mich haben dieses #metoos, der Feminismus oder auch das Patriachat, den es heute viel weniger als z.B. in den 80er-Jahren oder davor gab in meinem persönlichen Leben keine große Relevanz. Es liegt an einem selber, was man in seinem Leben lässt. Du bist ein selbstbestimmtes Wesen und je nachdem, wie viel Du dich beeinflussen lässt, wirst Du dein Leben so gestalten wie Du möchtest.

    Gerade in der Presse und in den Medien allgemein wird doch vieles bis ins unendliche aufgebauscht. Aber wer schreibt hier z.B. Wörter mit Sternchen, um möglichst geschlechtsneutral zu sein? Wie vielen Frauen begegnet man im echten Leben, die den Hardcore-Feminismus vertreten? Und wie viele übergriffige Personen begegnet man, wobei die tatsächlich häufiger sind als die sog. Kampfemanzen. Ich habe leider auch übergriffige Frauen erlebt, es ist keine einseitige Domäne der Männer wie gerne dargestellt wird.

    Wir haben heute in Deutschland eine recht freie Gesellschaft, wo jeder tun und werden kann, was er will. Ich rede nicht von perfekter Gesellschaft, aber die werden wir nirgendwo auf der Welt bekommen. Weil es immer Menschen gibt, die ein bisschen mehr herrschen und Macht ausüben wollen. Wenn wir muslimische Länder anschauen, ist die Sache häufig sowohl für Männer als auch Frauen von teilweise eingeschränkt bis unerträglich (Saudi-Arabien z.B.). So sehen dann diese Gesellschaften aus: In diesen Räumen wird quasi nichts neues erfunden und es findet wenig Entwicklung statt.

    Man muss als Mann und Frau seinen Weg im Leben selber finden. Ja, viele sind verunsichert und lassen sich durch laute Personen beeinflussen. Auch die Rollen als Mann und Frau sind fließend, aber es ist meine verdammte Pflicht als Mensch zumindest die Rolle in meinem Leben zu suchen, die zu mir passt. Da ist niemand anderer für verantwortlich, auch wenn es genug Leute gibt, die das meinen und anderen vorschreiben wollen wie sie zu leben und zu denken haben. Nur das schöne: Wenn ich selber suche, kann mich keiner hindern. Kein Patriach und keine Alice Schwarzer.

    Von daher lassen mich die meisten Diskussionen in dieser Richtung kalt. Ich habe wichtigeres in meinem Leben zu tun als die Gehirnfürze einzelner zu folgen.
     
  18. Diese Statistiken berücksichtigen die typisch männlichen Formen häuslicher Arbeit nicht: alle möglichen Handwerkerarbeiten, Chaffeurdienste für die Kinder, Zeit für Geldgeschäfte etc. pp

    Des Weiteren ist in den Statistiken implizit enthalten, dass die Frau das Niveau der häuslichen Ordnung und Sauberkeit definiert. Sein Maßstab wäre idR niedriger. Sie macht sich also die Arbeitslast selbst.

    Ich habe auch schon wiederholt das weibliche Streben nach maximaler Kontrolle über den Haushalt in der Frühphase der Beziehung beobachtet. Sie will alles an sich ziehen. Ich sehe darin den Versuch, (vermeintliche) Abhängigkeiten zu schaffen.
     
  19. Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, ich hab ALLE aufmerksam gelesen, und denke weiter darüber nach. Aber Buch/Arbeit schreibe ich nicht ;)

    Ich sehe es für mich wie @INSPIRATIONMASTER und habe in meinem Alltag den Eindruck, dass mich diese Einstellung in der (hin und wieder unvermeidbaren) Kommunikation/Verhandlung mit „Macht-affinen“ Männern (tw auch Frauen, jedoch seltenst) angreifbar macht. Will dabei aber auch kein „halber Kerl“ sein, wie @Madita8 beschreibt, obwohl mir bewusst ist, dass so ein „absoluter“ (?) Kerl wie @void beschreibt, wenn mit seiner „Macht“ zufrieden, keine Sozialkompetenz (...) für sich (!) braucht.

    Erstaunlich, es scheint tatsächlich kein weibliches Pendant zu Macho und Chauvinist zu geben, oder kennst Du Begriffe, @Tomyi ? Deinen Beitrag kann ich zwar nicht eindeutig einordnen, jedenfalls gefällt mir, dass Du mit dem was Du am Schluss sagst, den ersten Teil (Gewalt) erklärst: Warum die mittellose Mutter im Krisengebiet denn überhaupt in diese Situation kam... ?!

    Der Hinweis zum Scheitern des Sozialismus bringt mich zum um die Ecke Denken. @Tom26 mir fällt dazu Cleopatra und das Matriarchat im alten Ägypten ein...

    Ich für mich hab kein Bedürfnis nach (oppressiver) Macht, freu mich immer wenn es allen gut geht und jede(r) sich entfalten kann. Es gibt mir nichts, wenn jemand tut was ich will, weil ich ihn/sie zwingen könnte. Unreflektiertes, automatisches Handeln - womöglich noch aus Angst oder Panik - langweilt mich...

    Vielleicht muss ich die Frage anders stellen... dann in einem neuen Thread. Inzwischen bin ich gespannt auf weitere Denkanstöße.
     
  20. Klar! Du weißt das! Ich weiß das! Viele, die hier mitdiskutieren, wissen das! Aber wie gehe ich (als Frau) mit einem Mann um, der das nicht weiss, der aber zB mehr Money, mehr Mukkies, und vielleicht noch ein lauteres Sprechorgan hat, als ich? Stelle mir gerade vor, ich träfe auf Donald (T. nicht D.). Oft ist es aber bloß ein durchschnittlicher CEO in Midlife... (gar nicht in Bezug auf romantische Liebe, sondern gutes zwischenmenschliches Auskommem, jedenfalls von meiner Seite)
     
  21. Habe mich auch gefragt wie einerseits Macht und andererseits Freiheit und Unabhängigkeit vereinbar sein sollen (?).

    Macht, selbst feudale von Gottesgnaden oder willkürliche, benötigt zu ihrem Erhalt organisatorische Strukturen und Hierarchie (im Patriarchat väterlich dominiert, im Matriarchat anders herum).

    Solche Strukturen schränken immer individuelle Freiheiten und Souveränität ein. Je größer die Macht einzelner in so einem System umso größer die Beschränkung für die Mehrheit ganz egal ob es um Staaten, Nationen, Stämme, Familien, Unternehmen oder Vereine geht. Daher haben fortgeschrittene Organisationsformen Gesetze, Regeln, Taboos, Justiz, freie Presse um Machtmissbrauch zu begrenzen.

    Eine Familie z.B. kann ein Patriarch oder eine Matriarchin beherrschen in dem er z.B. Ressourcen zugeteilt oder es gibt einen fairen Konsens über das einbringen und teilen gemeinsamer Ressourcen. Eine Gemeindchaft Freier die das Ausüben von Macht vermeidet. Jemand das faire teilen von Ressourcen als sozialistisch empfindet beachtet das Wort fair nicht und ist im Grunde seines Herzens ein Patriarch.
     
  22. Ja genau so - in diese Richtung - darauf wollte ich hinaus. Voraussetzung: materielle Grundbedürfnisse des Lebens sind gedeckt.

    und zu „gesellschaftliche und private Themen werden vermischt...“
    natürlich! und immer! Man lebt zwar als Individum aber innerhalb eines sozialen Umfeldes, außer man ist Höhlenmensch. Dann aber greift der animalische Machttrieb erst recht. :-D
     
  23. Falls du Akademiker/in bist, sollte dir aufgefallen sein das dies ein Forum von Elitepartner ist. Lediglich eine Verknüpfung an die Partnersuchseite.
    Und da , wenn man nun jetzt diesen Zusammenhang ziehen möchte, wird geworben, dass Elitepartner für Akademiker und Singles mit Niveau gemacht wurde.
    Sollen jetzt die ganzen verpartnerten hier abdanken?
    Zur Frage der FS, micgh wundert es auch.
    m49
     
  24. Ganz einfach! Ich muss nicht mit allen Menschen klar kommen, ich muss nicht alle Menschen verstehen und mögen, ich bezweifle das hier dieses Thema viele verstehen, ich komme mit Menschen zusammen, die mir Freude machen, mit denen ich in Leichtigkeit gut kann und sonst nicht, im Berufsleben sieht es etwas anders aus, da kann ich mir die Leute nicht ausschließlich selbst auswählen, aber im Privatleben entscheide ich zu 100% wemich meine kostbare Zeit schenke und da bin ich sehr wählerisch und sehr kritisch!
     
  25. Cleopatra war definitiv keine Matriarchin. Sie hat wie viele andere Herrscherinnen in einem patriarchalischen System geherrscht. Primäre Mittel ihrer Macht waren römische Warlords, Julius Cäsar und Marcus Antonius. Mit Marcus Antonius zusammen hat sie Macht und Leben verloren.

    In Ägypten herrschten ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. überwiegend Männer. Für ein matriarchalisches Ägypten zuvor oder ein matriarchalisches Neolitikum (vereinfacht Phase der Sesshaftwerdung bis zum Beginn erster Geschichtsschreibung) gibt es keine Nachweise sondern nur Spekulationen auf Basis von bildlichen Darstellungen von Göttinnen.

    Was nachgewiesen wurde sind allerdings Kriege (z.B. Schlacht im Tollensetal) und Menschenopfer im Neolitikum. Die gibt es ja im Matriarchat gemäß Matriarchatsforschung nicht.

    Es gab und gibt in der Tat einzelne matriarchalische Kleingesellschaften. Allerdings handelt es sich bis jetzt um Marginalitäten. Das liegt vielleicht in der geringeren Gewaltbereitschaft solcher Kulturen.
     
  26. Besonderen Dank an diese beiden Beiträge.

    Daran lässt sich gut für mich erkennen, wie unterschiedlich Freiheit und Macht definiert und empfunden werden, und dass es dabei kein schwarz/weiß gibt.
     
  27. Exzellentes Beispiel, Danke!

    Mir hat sich gezeigt, und das ungeachtet Deiner Vorstellung von Intelligenz, dass es Frauen gibt, die unter dem Label Feminismus Männerbashing betreiben, genauso wie es Herren gibt, die Feminismus per se als Angriff auf ihre Männlichkeit sehen, was er nicht ist bzw nicht sein sollte.
    Du scheinst zu einer speziellen Fraktion zu gehören, nämlich jener, welche jeden kleinsten Zweifel an der ihrer Meinung nach kritikerhabenen Herrlichkeit des Feminismus ächtet und das mit einer Wortwahl, dass es einem nicht nur wegen einem s mehr oder weniger säuerlich entgegenweht.

    Gleichwohl ist Feminismus nicht das Gegenstück von Humanismus, eher eine Weiterentwicklung fortschrittlichster Strömungen desselben mit Betonung auf der Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit beider Geschlechter sowie deren weniger eindeutig definierbare und unterschiedlich ausgeprägte Mischformen. Unter Berücksichtigung und genauerer Betrachtung letzerer ergeben sich neue Probleme, Lösungsantsätze und Zukunftswege, die auch in akademischem Umfeld selten versiert diskutiert werden, allerdings in diesbezüglich elitären Gesprächsrunden bereits im Sinne der Gleichberechtigung gedanklich gelöst sind.
    Wissen alleine bringt jedoch weder Macht noch Glück. ...zurück zum Thema...
     
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