1. Plötzliche Trennung, Fehlgeburt und Lügen, wie komme ich klar damit?

    Hallo
    Mein Ex und ich hatten uns vor einem Jahr kennengelernt und es hat gefunkt,es gab kein Drama,wir haben uns auf Händen getragen.Ich habe ihn in seiner Firma unterstützt und habe ihm geholfen wo es nur ging.In seinem Freundeskreis und Familie war ich komplett integriert und alle waren glücklich, dass wir einander gefunden haben.
    Vor 3 Monaten hat er sich plötzlich von mir getrennt,er sagte das werde ihm zu viel,er hat das Gefühl er kriege ohne mich nichts mehr auf die Reihe und er möchte eine eigene Wohnung und nicht zu mir ziehen.Er ist ein extremer Workaholic und hat immer wieder Depressionen.
    Nach 4 Wochen,wir hatten in dieser Zeit nur 2-3Mal Kontakt wegen seiner Firma,habe ich festgestellt,dass ich schwanger bin.Das hat mich aus den Socken gehauen,da ich die Kupferspirale hatte.
    Als ich ihm das sagte, war er ausser sich vor Freude,er meinte,es hätte nichts besseres passieren können,diese Tatsache hätte ihn endlich auf den Boden zurückgeholt, damit er mal wieder mit sich selber klar kommt.Er hat alles gegeben,um alles wieder gut zu machen.
    Leider hatte ich nach zwei Wochen eine Fehlgeburt,ich habe ihn dann angerufen,habe ihn gebeten,zu mir zu kommen.Er hat mich am Telefon abgewimmelt, da er mega im Stress sei und er meldet sich nach der Arbeit und hat aufgelegt.In den 20 Sekunden Telefonat habe ich es nicht über die Lippen gebracht,ihm das wegen der Fehlgeburt so schnell zu sagen und nach seiner Abweisung war ich zu all dem sauer auf ihn, da er so taktlos war.
    Zuhause war ich so am Ende,dass ich mit seinem Bruder telefoniert habe und ihm erzählte,was passiert ist,ich war froh,dass mir jemand zuhört.
    Mein Ex hat mich dann angerufen und mich zusammengemetzelt, was mir eigentlich einfällt, das seinem Bruder zu sagen und nicht ihm.Ich sei das Letzte,er will nie mehr etwas mit mir zu tun haben,die Fehlgeburt hat ihm jetzt gezeigt,dass das mit uns nicht richtig ist und das mit uns wäre aus.Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich es ihm sagen wollte, aber nach seiner Abweisung am Telefon war ich sauer,da ich gerade die Hölle durchmachte. Ich bat ihn darum jetzt zu kommen,da ich das nicht alleine schaffe.
    Er hat mir gesagt,er kommt ganz sicher nicht,ich soll das jetzt alleine machen,das hätte ich verdient,dann hat er aufgelegt.Also habe ich das die nächsten Tage alleine durchgestanden.
    3 Tage danach hat er mich angerufen mich wieder fertig gemacht und gesagt,ich wäre gar nie schwanger gewesen (Ultraschallbild hat er gesehen)und er erwartet von mir,dass ich ihn mit zum Arzt nehme,damit dieser ihm das bestätigen kann.
    Da mich das extrem erniedrigen würde,habe ich nein gesagt.Er meinte dann,gut,dann weiss er ja jetzt,dass ich gelogen habe und er wird dafür sorgen,dass das jeder erfährt.
    Das ist nun 3 Wochen her, niemand aus dem Freundeskreis oder seiner Familie, hat sich je bei mir gemeldet und ich gehe stark davon aus, dass sie es ihm demnach alle glauben.
    Es macht mich fertig,ich traue mich kaum noch aus dem Haus,da wir aus der selben Gegend sind.
     
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  3. Autsch. Erstmal Beileid zur Fehlgeburt. Sowas ist immer tragisch, egal zu welcher Zeit. Und seine Reaktion finde ich persönlich sehr überzogen und total ungerecht. Wenn er bei so etwas wichtigem tatsächlich so reagiert hat, dann sei vielleicht froh ihn los zu sein.

    Sicher war es unklug es erst seinem Bruder zu erzählen, rechtfertigt aber noch nicht so eine Reaktion. Hast du keine Freundin mit der du dich privat darüber austauschen kannst? Lass seine Familie/ Freunde erstmal hinter dir. Wenn sie dich ansprechen dann hast du ja das Ultraschallbild. Und wer das dann so glaubt von ihm ohne dich zu fragen ist die Freundschaft eigentlich auch nicht wert.
    Versuche ihn hinter dir zu lassen, lass dich nicht einschüchtern, verarbeite den Verlust deines Sternchens und gehe neue eigene Wege! Im ein paar Wochen sieht deine Welt ganz anders aus
     
  4. Ein furchtbarer Mensch! Herzliches Beileid zu all dem. Vielleicht sollten Sie in der seltsamen Situation tatsächlich mit Ihrer Gynäkologin sprechen, sich einen Brief/ Attest ausstellen lassen, dass Sie schwanger waren von ... bis .... (Zeitraum), dann die Fehlgeburt erlitten haben. Kopien dieses Attests (evtl mit U-Bild) an seine gesamte Familie und alle Freunde schicken - und dann steht ER als der Ar... da, der er ist!
    Was für ein Vollidiot! Geliebt hat er Sie nie, das steht fest. Alles Gute Ihnen!
     
  5. gar keine so schlechte Idee.
    Es ist ein großes Glück, dass dich nicht ein Kind jahrelang an diesen instabilen und furchteinflößenden Stressmann bindet.
    Auch wenn Du das jetzt noch nicht sehen kannst.
    Warum wolltest Du mit ihm weiter zusammensein? HAst du dich das mal gefragt? Eine gesunde Beziehung kannst du doch mit ihm gar nicht leben
     
  6. Zunächst mein Beileid - an euch beide.
    Ja, auch er hat sich gefreut und ein Anrecht auf Trauer. Dass er vom Bruder erfahren hat .... nunja, äusserst unglücklich gelaufen. Ihn hat das wohl verletzt - und daraufhin hat er überreagiert. Ob er wirklich dich schlecht macht oder nur im Zorn und seiner Trauer so etwas dahingesagt hat .... ich kann es deiner Frage nicht entnehmen.

    In jedem Falle - nimm Angebote zur Betreuung von Frauen, die ihr Baby verloren haben zumindest informell wahr. Ich kann nur hoffen, dass es dir bald besser geht und du einen neuen Anfang wagen kannst.
     
  7. Erst einmal: es tut mir auch sehr leid, dass du eine Fehlgeburt hattest, das ist sicher eine schlimme Erfahrung, die ich niemandem wünsche.

    Was deine Fragen betrifft, sehe ich das alles etwas anders:
    1. Warum willst du mit einem Mann zusammen sein, der ein Workaholic ist und der immer wieder Depressionen hat? Macht dich das glücklich und erfüllt deine Vorstellungen von einer guten Beziehung? Wenn nein, warum hast du nicht entweder dafür gesorgt, dass die Situation sich ändert, oder - falls sich nichts ändert - warum bist du geblieben? Warum hast du ihm nicht klar gesagt, was du von ihm brauchst und was du von eurer Beziehung erwartest?
    2. Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass du dich so klein machst und versuchst, ihn durch Unwahrheiten zu manipulieren. Wieso hast du ihm nicht gleich gesagt, dass du eine Fehlgeburt hattest und ihn hintergangen mit seinem Bruder? Und wieso stehst du nicht einmal im Nachhinein zu dir und zur Wahrheit? Mein Eindruck ist, du hast immer versucht, diesen Mann mit seinen schwierigen Anteilen irgend wie zu "managen" und dein Leben so um ihn herum zu gestalten/anzupassen, dass es keine wirkliche Konfrontation mit ihm gibt und ihn doch gleichzeitig (durch Weinen, durch Leiden, durch Zetern, durch Ausweichen) dazu zu bringen, dass er tut, was du möchtest. Ich kann ein Stück weit verstehen, dass er ausgerastet ist, weil er genau merkt, dass du nicht aufrichtig bist und ihn manipulierst.

    Sorry, der Mann hat sicher viele schwierige Seiten, und auch Fehler gemacht, aber das klingt mir alles sehr nach "Opferhaltung" von deiner Seite. Hast ihn unterstützt und dich um seine Firma gekümmert, und was war mit deinem eigenen Leben? Deiner eigenen Karriere? Hat er von dir erwartet, dass du für ihn alles andere stehen und liegen lässt? Für Frauen, die sich zuerst von einem Mann freiwillig selbst abhängig machen, sich seinem Lebensstil komplett anpassen, dafür aber erwarten, dass er im Gegenzug alles tut, was sie will, habe ich wenig Verständnis. Das ist ein unzeitgemäßes Machtspiel, bei dem am Ende beide verlieren.
     
    • # 6
    • 26.06.2019
    • void
    Das ist wirklich übel. Es tut mir leid, dass das alles so gekommen ist.
    Ich finde sein Verhalten und seine Ansichten und Gefühlsempfindungen extrem.
    Finde ich richtig.
    Einfach nur schlimm.
    Ruf doch einfach mal die Person an, die Du als besten Freund/beste Freundin von denen betrachtest. Ich fänd es auch schäbig, wenn die ihm sofort glauben und sich deswegen nicht mehr melden würden, aber vielleicht liegt es gar nicht daran. Vielleicht sind die alle im Urlaub oder wissen nicht, was sie nun tun sollen, wie sie Dir gegenübertreten sollen. Vielleicht hat er auch gar nichts erzählt.

    Wenn sowas passiert, musst Du aktiv werden und den Kontakt suchen, sonst überlässt Du dem anderen das Feld und seine "Wahrheit" manifestiert sich.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, damit umzugehen, und Freunde, die wirklich Freunde sind. Und selbst wenn Du sowas nur behauptet hättest, ginge die das gar nichts an und hätten sie Dich dafür nicht zu verurteilen. Aber zumindest sollte man so weit sein, dass man auch der anderen Seite ne Chance gibt, statt sich aufs bloße Drama des einen hin sofort auf eine Seite zu schlagen.
     
  8. Das tut mir so leid für dich. Ich würde nichts machen. Du kannst dir die Schwangerschaft bestätigen lassen, klar, vielleicht ist das sogar gut für dich, falls du selber irgendwann daran Zweifel bekommst. Aber Menschen, und was die über dich denken, kannst du nicht kontrollieren. Er hat sein wahres, wenig empathisches Gesicht jetzt gezeigt und du kannst froh sein, dass du jetzt nicht die Elternschaft ausgerechnet mit ihm teilen musst. Ein schwacher Trost in deiner Trauer um das Kind, ich weiß. Es war ein Sternenkind und sein kurzes Dasein hat dir auch ein Geschenk gemacht, auch wenn es nur so kurz bei dir war.
    Die anderen Leute lass reden. Wenn sie lieber ihm glauben als dir, dann ist das so. Solltest du jetzt rumgehen und was beweisen wollen, sagst du damit nur, dass du etwas zu beweisen hast. Und das hast du nicht. Du weißt um deinen Schmerz. Steh souverän darüber, und wenn es niemanden gibt, mit dem du sprechen kannst und der dir glaubt, vielleicht suchst du dir jemanden, der dich professionell unterstützt in deiner Trauer.
    Du hast eine Trennung von einem aggressiven Mann zu verschmerzen und darüber hinaus den Tod eines Kindes. Mach das nicht mit dir alleine oder im Internet aus, such dir Hilfe. Alles Liebe dir.
     
  9. Was bringt es dir, wenn du nun auch noch Beweismaterial für deine tatsächliche Schwangerschaft herum schickst? Du beschäftigst dich weiterhin mit der ohnehin schmerzlichen Erfahrung und - mal ehrlich - möchtest du weiterhin Kontakt mit Menschen, die dich missachtet haben, weil dein Bekannter schlecht über dich geredet hat?

    Verarbeite erst einmal deinen Schmerz um das verlorene Kind. Dann den um die Haltung deines »Freundes«. Gleich danach solltest du an deinem Selbstbewusstsein arbeiten, dich gedanklich davon befreien, dass du ihm und seinem Umfeld weiterhin »gefallen« musst.

    Sobald du deinen Kopf wieder ein bisschen aus dem Schlamassel heben kannst, solltest du anfangen, dich darüber zu freuen, dass nicht mehr aus eurer beginnenden Beziehung geworden ist: einen so lieblosen Mann braucht keine Frau. Das wäre dir früher oder später ganz sicher auf die Füße gefallen.
    Jetzt kannst du dich wieder auf dich und dein Leben konzentrieren. Nach einiger Zeit wirst du die Sonne wieder sehen - bestimmt!
     
    • # 9
    • 26.06.2019
    • frei
    Ich würde auf den Mann sch*** und auch auf seine Freunde.
    Was hast du von ihnen, falls es wirklich so ist, dass sie dich ablehnen, ohne deine Version der Geschichte zu hören ?
    Ich finde nicht, dass du dir das antun solltest, ihnen das jetzt ungefragt zu bieten.

    Vielleicht würde ich aber doch den Drang haben, den wahren Sachverhalt meinem Ex zu beweisen.
    Dazu musst du natürlich nicht mit ihm in die Frauenarztpraxis gehen, auf dass die Damen am Empfang deine Version bestätigen. Das ist in der Tat demütigend und darüberhinaus lächerlich.
    Die greifen sich dort alle an den Kopf und erzählen das am Abend ihren Männern unter 'rate mal, was heute in der Praxis passiert ist'.

    Nun, ich gebe zu, dass der zeitliche Ablauf nicht ganz ungeeignet ist, tatsächlich an Manipulation zu denken, und auch die Tatsache, dass du unter allen Menschen, die du kennst, ausgerechnet seinen Bruder angerufen hast, läßt dieses Wort nicht ganz unpassend erscheinen, und dann könnte man dem Mann auch noch zugestehen, dass er vielleicht nicht sehr geübt ist im Interpretieren von Ultraschallbildern. Bei mir ist das ja nun ein Vierteljahrhundert her, daher weiß ich nicht, ob da heute z.B. der Name der Frau und das Datum draufstehen und ob man als Unkundiger erkennen kann, dass das Bild einen Uterus mit Fötus zeigt.
    Aber das alles ist ja gar nicht nötig, denn du hast spätestens am Tag der Aufnahme des Bilds den Mutterpaß bekommen und dessen Inhalte versteht jeder Idiot.
    Also zeige deinem Idioten noch den Mutterpaß und danach ist es vorbei.

    Ich drücke dich und wünsche dir gute Besserung.

    Noch was Kleines: dränge dich lieber nicht mehr in das Leben eines anderen Menschen, jedenfalls nicht so wahnsinnsschnell wie bei diesem Mann. Was soll denn daraus werden ?
    Oder nur, wenn du sicher bist, dass der andere das ebenso toll findet wie du.
    Dieser fand es nicht toll und hat es dir gesagt.
    Du hast es nicht gehört.
    Und dann hat er die Reißleine gezogen.
    Nicht deine Schuld, nicht seine.
    Falls @Lionne69 noch still mitliest ( btw. ich vermisse dich ): wie immer eine Frage der ( hier fehlenden ) Passung.

    Noch was Klitzekleines:
    Boah, eine Frau starker Worte. Geht's auch eine Nummer kleiner ? Da steht nämlich auch nicht gerade jeder drauf.
    Vor allem das mit der Hölle. Dantes Inferno, wo die Gehilfen Luzifers die immer wieder nachwachsenden Gehirne der Verdammten unter deren unsäglichen Schmerzen essen ?

    w 52
     
  10. Die FSin lebte in ihrer Partnerschaft die „große Leere“, deshalb hat sie sich auch so stark bei ihrem Ex eingebracht und ihn nicht nur mit seiner Firma unterstützt, sie hat ihn zum Inhalt ihres Lebens gemacht. So fühlte er sich von ihr vereinnahmt und bedrängt. Er machte Schluss. Unbewusst und in dem Fall zufällig, war sie schwanger, jedoch erhoffte sie sich, dass ein Baby die Beziehung wiederbelebt und die Liebe kittet, was anfangs scheinbar auch klappte. Er ist für 2 Wochen, wegen dem Nachwuchs zu ihr zurück gekommen. Jedoch hätte die Beziehung mMn keine dauerhafte Aussicht glücklich zu werden, weil er weiterhin ein Workoholic ist, an dessen erster Stelle seine Firma und Arbeit steht, und sie trotz Kind, weiterhin ausschließlich um ihn und seine Interessen kreiselt. Mit den Bedürfnissen eines Kindes und später nach der Geburt weitesgehend und weiterhin alleingelassen, wäre die FSin zunehmend und dauerhaft frustriert. Er ebenso, weil bevor es zur wiederholten Trennung kam, er auch wieder keine Zeit und Ohr für ihr Belange, Probleme hatte, und sie bewusst alleingelassen hat, da sie ihm zu anhänglich ist. Das hätte sich in der möglichen Zukunft mit einem Kind nur fortgesetzt und spätestens in 1-2 Jahren nochmals richtig geknallt.

    Die FSin passt in meinen Augen nicht mit dem Mann zusammen. Er, der maximale Distanz und Freiraum braucht und sie, die maximale Nähe. Ändern kann man beiderseits seine Muster nicht. Sie hätte weiter geklammert, sich angepasst und sich als Helferlein bei ihm nützlich gemacht; und er hätte sehr bald wieder darauf die Flucht ergriffen.

    Auch wenn ich das Schicksal so kurz hintereinander schrecklich empfinde, erst ist der Freund weg, dann die Hoffnung, auf ein Kind mit dem geliebten Menschen. Ich glaube jetzt nicht, dass er irgendwelche Lügen rumerzählt. Er hat einen starken Kinderwunsch, jedoch eher in Form von Status oder als Haken bei Dingen, die noch fehlen auf seiner Lebens-Liste. Ich schätze, der Mann ist sehr viel älter, Ende vierzig bis Ende fünfzig; einzig ein Stammhalter fehlt ihm zu seinem Glück, nicht die Frau; diese wird weggebügelt, an die Familie und Freunde abgeschoben und soll bittschön gefälligst ihre Dinge allein regeln. Ich weiß echt nicht, ob Frau wirklich sowas haben möchte, wenn man sich Zweisamkeit wünscht, eine starke Schulter zum Anlehnen, Trost will, whatever… und dies vom Partner einfach nicht bekommt.

    An den Mutterpass hatte ich auch gedacht, aber manche Arztpraxen geben diesen erst beim 2. oder 3. Termin, nach der zweiten Blutuntersuchung aus, mag sein, dass sie diesen noch nicht erhalten hat?!
     
  11. Hallo Zusammen

    Danke für eure Ratschläge.
    Um mal noch etwas klarzustellen, ich habe nie geklammert, ich bin ebenfalls eine Geschäftsfrau, viel am arbeiten und habe Freunde und Hobbys. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man in einer Beziehung einander helfen darf, wenn man sieht, das man sich so mit den Fähigkeiten des anderen unterstützen kann.

    Das Problem war, wenn wir Diskussionen hatten, dass war nur zweimal, dann war er in der depressiven Phase, ich habe da oft mit einer Bekannten gesprochen, die auch Depressionen hatte, um zu verstehen was denn in diesem Augenblick da los ist und was der andere empfindet. Und da es eine Krankheit ist, konnte und wollte ihn auch in seinen Depri-Kotz-Wochen nicht alleine lassen, auch wenn er mich dann schlecht behandelte, ich sagte mir immer wieder es ist eine Krankheit, nimm es nicht persönlich.

    Sein Bruder hat mir sehe nahe gestanden, mit ihm hatte ich auch immer Kontakt wenn mein Ex die Depressionen hatte, er war immer da.

    Nun ja ich habe mich nun entschieden, dass ich mich weder rechtfertigen muss, noch etwas beweisen und das ich auf all diese Leute sch****, die so von mir denken. Mein Umfeld, meine Freunde, meine Kollegen, die mich seit Jahren kennen, wissen was Sache ist. Ich habe erfahren, dass er eine neue hat. Und jetzt die letzten Tage hat es einen riesigen Klick bei mir gemacht, und ich sehe wieder klar und ich bin verdammt froh, dass dieser Mensch und seine ganze Sippe aus meinem Leben gestrichen sind.
    Liebe Frauen, irgendwann kommt der Zeitpunkt bei dem es euch wieder gut geht nach so einem kranken Kerl, wartet und dann geniesst den Moment! Es gibt nichts Besseres als einfach drüber zu stehen!
     
    • # 12
    • 27.06.2019
    • Gini
    Genau. Sehr gute Einstellung, darüber zu stehen. Erstens kann es dir doch völlig egal sein, was seine Familie und Freunde denken werden. Zweitens, wird er sich wahrscheinlich gar nicht trauen Dreck zu verzählen, weil sein Bruder die Wahrheit kennt. Drittens - der Typ leidet an einer Psychopathie, wieso zum Teufel willst du dich ihm also nach gerade mal einem Jahr ans Bein binden?

    Flugzeuge stoßen auf der selben Höhe zusammen! Soll er doch erzählen was er möchte. Wen es kümmert, der soll sich eben dran erfreuen. Dir kann nach so einem Streich völlig egal sein, was diesen Vogel bewegt.

    Viele Grüße und alles Gute!
     
  12. Da auch Depressionen und die Auswirkungen dieser so vielfältig sind, wie die Menschen verschieden, kannst Du die Situation Deiner Freundin nicht mit der Deines Freundes vergleichen.

    Jeder Depressive geht anders damit um.

    Weisst Du, liebe @Maybe_32, ich habe auch Depressionen, eine ganz miese Kindheit, kein schönes Erwachsenenleben und bin dazu noch körperlich schwer krank, habe chronische Schmerzen etc...

    Und all das ist für mich dennoch kein Grund, andere schlecht zu behandeln, auf ihnen herumzutrampeln oder meine Launen an ihnen auszulassen!

    Bei einem Partner würde ich das weder hinnehmen, noch damit entschuldigen, dass er ja krank sei.

    Was ich respektiere ist, dass er z.B. sagt, dass es ihm gerade nicht so gut geht und er für sich sein möchte, oder er gerade heute mal mehr Nähe und Zuwendung braucht.
    Damit kann ich umgehen.

    Natürlich ist es traurig, was Dir passiert ist und ich möchte Deinen Verlust auch nicht bagetellisieren, wenn ich Dir nun folgendes sage:

    Du scheinst einen Hang zum Drama zu haben, was sich beim Lesen Deiner Beiträge so herauskristalisiert, desweiteren sehe ich Deine Bereitschaft, viel in einer Beziehung hinzunehmen, ebenfalls kritisch.

    Auch wenn Du behauptest, selber gut dazustehen, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass Du Dich eben zu sehr anpasst, unterordnest und nicht hinterfragst!

    Überlege Dir bitte, wie die Partnerschaft und Familie Deiner Zukunft aussehen soll und welche Werte für Dich so wichtig sind, dass ein zukünftiger Partner sie mit Dir teilen soll.

    Partnerschaft ist Arbeit und Beständigkeit, da kann man niemanden für gebrauchen, bei dem man nie weiss, wie er im nächsten Augenblick reagiert und noch weniger, wenn ein Kinderwunsch vorhanden ist.

    Auch das Nachtreten in Deinem letzten Beitrag in Richtung seiner Familie finde ich nicht so toll.
    DU hast Dir diese Menschen schliesslich mal in Dein Leben geholt, WOLLTEST Teil von ihnen sein.

    Darüber würde ich heute auch mal nachdenken.
     
  13. Hi Maybe,
    soso, ein Workerholic mit Depressionen.
    Vielleicht passt da das Stichwort bipolar manisch-depressiv.
    Die manische Phase wird in unserer Gesellschaft hoch geachtet. Da wird noch stolz erzählt, dass man täglich nur 4 h Schlaf braucht.

    Gut, dass diese Beziehung beendet ist.
     

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