1. Seit der Geburt habe ich kein sexuelles Verlangen mehr - Liebe ich meinen Mann nicht mehr?

    Es sind inzwischen 5 Jahre her. Mit unserem Kind ist mir mein sexuelles Verlangen nach meinem Mann vergangen. Die ersten 4 Jahre hab ich noch probiert mit Hoffnung, das wir uns mit der Zeit finden. Ich hab mich zum Sex gezwungen, was sich mit der Zeit wie ein Vergewaltigung angefühlt hab. Mein Mann hatte da immer Spaß daran, und nur manchmal merkte er , dass ich eigentlich nicht wirklich dabei war. Ich musste oft danach weinen. Ich lies es immer nur in dunklen zu, damit er mein Gesicht dabei nicht sieht. Ich schäme mich inzwischen auch ihn mich nackt zu zeigen. Mittlerweile ertrage ich es nicht mehr und habe es ihn gesagt, dass er sich Sex auswärts holen kann. Und obwohl er dauernd versucht, kriegt er keinen Date! Immer wieder kommt es zu heftigen Streit und er wirft mir vor ich zeige ihn nicht mehr das ich ihn mag (sprich: keinen Sex). Ich kann das aber wirklich nicht ! Ich mag ihn als Mensch, aber jegliche Verlangen ist erlöscht.
    Ich kann es nicht mehr in Ordnung bringen und er glaubt schuld liegt auf meine Seite, weil er mich immer noch begehrt...
    Wo ist meine Liebe her ? Warum kann sich das so schnell so drastisch ändern?
    Ich weiß nicht weiter. Wer hat könnte mir dabei helfen? Was würdet ihr mir raten?
     
    Moderationsanmerkung: Bitte achten Sie künftig auf eine korrekte Rechtschreibung. Vielen Dank.
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  3. Interessiert dich nur dein Mann nicht mehr oder auch kein anderer Mann? Also hast du gar kein sexuelles Verlangen mehr? Könnte es sein, dass hormonell etwas nicht stimmt oder die Lust im Alltag mit Kind einfach verloren geht? Ich würde mit dem Frauenarzt und ggf. einem Sexualtherapeuten darüber sprechen. Und vielleicht könnt du und dein Mann bis dahin auch anders zärtlich zueinander sein, ohne gleich Sex zu haben, der sich für dich wie eine Vergewaltigung anfühlt.
     
  4. Hallo Cherryblossom,

    es ist schwierig in Deiner Situation "Hau-Ruck" Ratschläge zu geben,
    da viele Komponenten zusammenwirken können, bevor es zu einer statischen Lage in der Form kommt, wie Du sie beschrieben hast.
    Ich versuche dennoch ein wenig das Labyrinth zu entwirren, in das ihr beide geraten seid. Daher zunächst ein paar Fragen, die Du für Dich selbst beantworten kannst (oder auch öffentlich hier, wenn Dir daran liegt).
    1.
    Wie war Euer Verhältnis zueinander vor dem Kind? War alles okay oder hast Du dort schon etwas vermisst?
    2.
    Könnt Ihr miteinander reden, Euch Eure Bedürfnisse mitteilen, ohne dass "Pfeile" fliegen? Nehmt Ihr einander ernst, ohne gleich dem anderen in's Wort zu fallen und gegenseitige Vorwürfe zu generieren?
    3.
    Kann es sein, dass Du mehr der Mensch bist, der Wärme und Geborgenheit sucht und Sex nicht so wichtig ist? Dann wäre es möglich, dass Du diese
    Bedürfnisse primär in Deiner Mutterrolle lebst und Deine Rolle als Ehefrau keine solch hohe Priorität hat (Hat u.U. mit Herkunftsfamilie zu tun, in denen das "Versorgerprinzip" galt und über Gefühle kaum gesprochen wurde)
    4.
    Gibt es abstoßende Erlebnisse, die Du mit dem männlichen Geschlecht vor Deiner Ehe erlebt hast?
    5. Bist Du anfällig für Selbstmitleid?
    6. Konsumiert Dein Mann evtl. Pornos (ggf. siehe loveismore.de)
    7. Was wünscht Du Dir aktuell von Deinem Mann am meisten?

    Übrigens ist die Notbremse "dann such Dir Sex außerhalb" keine Lösung.
    Wenn das nämlich wirklich klappt, dann entsteht ein großes zusätzliches Problem. Das sagt sich so leicht daher, wenn man mit dem Rücken an der Wand steht. Aber in real hat so etwas eine unvorhersehbar zerstörerische Wirkung und ihr tragt nicht nur Verantwortung für Euch, sondern auch für das Kind.
     
  5. Das gibt es öfter als gedacht und ich fürchte, es lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Wahrscheinlich kannst du deinen Mann auch nicht mehr riechen - ich meine im Sinne von "fähig sein zu". Ich sehe da eher schwarz, ganz ehrlich. Es sei denn, dich interessiert sexuell gar nichts mehr, aber das halte ich für unwahrscheinlich.

    m
     
  6. Wie habt ihr vor deiner Schwangerschaft verhütet und wie verhütet ihr jetzt? Hormonelle Verhütungsmethoden können die Libido und angeblich sogar die Wahrnehmung des Partners beeinflussen
     
    • # 5
    • 06.02.2017
    • frei
    Falls dein Mann ehrlich zu den Frauen ist, ihnen also sagt, dass er dich hat, wenn er nicht unglaublich toll aussieht oder sehr viel Geld bereit ist auszugeben für Essengehen und dergleichen, wird dein Mann wohl kaum eine Frau für reinen Sex finden.
    So gesehen ist dein großzügiges Angebot kein wirkliches.

    Ehrlich gesagt finde ich es auch krass, dass er dein Angebot annimmt, wenn er auch erfolglos ist.
    Boah, er glaubt also ein natürliches Recht auf Sex zu haben ? Und du hast eheliche Pflichten ?
    Ich hätte ja nicht gedacht, dass es noch einen Mann gibt, der das wirklich glaubt, erst recht nicht, dass es eine Frau gibt, die das glaubt.

    Er hat fünf Jahre mit dir geschlafen, Spaß gehabt und nie gemerkt, dass du weinst ?
    Nicht zu fassen.
    Nun, auch ich habe viele Jahre Sex mit meinem jeweiligen Freund gehabt, ohne es jemals du wollen, aber ich habe mich danach nie mies gefühlt, wie vergewaltigt und auch nicht geweint.
    Mit war es eher egal, einmal die Woche schaffe ich viele lästige Pflichten, Hornhaut an den Füßen beraspeln oder so.

    Ok, zwei Themenkomplexe:

    1. woher kommt dein Problem ? Nun, nach einer Geburt scheint das nicht selten zu sein, dass die Frau kein Bedürfnis nach Sex hat, das beklagen hier oft die Männer, die nicht mehr ran dürfen und fragen dann hier nach einer Reparaturanleitung mit Gewährleistung.
    Kann sein, dass dein Mann und auch du selbst über diese Unlust einfach hinweggegangen seid und so nahm das Unheil seinen Lauf.

    2. wie geht es nun weiter mit euch ? Ich sehe da nicht mehr die geringste Chance, dass du deinen Mann jemals wieder begehren wirst, dazu ist viel zu viel vorgefallen. Ich tippe sogar, dass es lange dauern wird, bis du überhaupt wieder irgendeinen Mann begehrst.
    Dein Mann wird sich wohl nicht darauf einlassen, ein sexloses Leben zu führen ( Stichwort: natürliches Recht, das er zu haben glaubt ) und andere Frauen finden ihn nicht anziehend, jedenfalls nicht, wenn alles, was er bieten kann, Sex ist.
    Was bleibt ? Nun, außer einer Trennung sehe ich keine Möglichkeit, dass ihr wieder glücklich werdet. Jeder eben für sich.

    w 49
     
  7. Langfristig wirksames Hormonchaos durch Schwangerschaft und Geburt kommt in Einzelfällen vor.
    Dann wirken vielleicht noch ein paar Faktoren wie
    - chronischer Schlafmangel
    - Überforderung durch Mehrfachbelastung: Kind Haushalt, Arbeit
    - ggfs. Enttäuschung durch zuwenig Unterstützung des Partners, d.h. er versagt als Familienvater und damit für Dich als Mann und darum findest Du ihn sexuell nicht mehr attraktiv
    - Du hast alles selber kaputt gemacht, indem Du Dich so lange zum Sex gezwungen hast, bist Du nicht mehr konntest

    Geh' zu Deiner Frauenärztin, damit sie einen Hormonstatus macht. Sei offen und ehrlich zu ihr. Wenn sie das Thema als Luxusproblem abtut such Dir eine neue Ärztin.

    Getrennte Schlafzimmer um erstmal körperliche Nähe zu vermeiden. Vielleicht kommt die Lust von allein zurück, wenn Du nicht ständig bedrängt und angezankt wirst.
    Ich hatte vor der Scheidung auch so eine Phase, in der mein Mann sich redlich um mich bemühte, was ich aber bedrängend fand und was mcih regelrecht aggressiv gegen ihn machte. Ich habe sehr viel Energie gebraucht, um das zu unterdrücken.

    Das ist für ihn natürlich bitter. Davon träumen die meisten Männer, dass ihre Frau ihnen einen Freifahrtschein gibt.
    Für mich wirft das natürlich die Frage auf, warum ihn keine Frau will - ist er so unattraktiv?

    Und das führt zu der nächsten Frage: wie war es vor der Geburt? War es für Dich eher Pflichtsex, weil Du generell eine geringe Libido hast oder weil Du ihn nicht anziehend fandest (Familienvater). Wie ist Dein Gefühl für andere Männer? Es ist wichtig ob Dein Desinteresse nur ihm gilt oder allen Männern.
     
  8. In Deinem Post fehlen ein paar entscheidende Hinweise:

    > Hat Dich Dein Mann VOR der Geburt sexuell interessiert? Dich erregen können? Dich befriedigen können?

    > Wolltest Du ein Kind, bzw. wolltet Ihr beide Euer Kind gleichermaßen?

    > Hast Du momentan GAR kein Interesse mehr an Sex (auch nicht an Selbstbefriedigung)? Oder ist es "nur" Dein Mann, der Dich kalt lässt?

    > Hast Du seit der Geburt noch dieselbe Lebensfreude wie vorher? Kannst Du Dein Leben gerade wertschätzen als Mutter und die Zeit mit kleinem Kind und als Familie genießen?

    > Gibt es (und wenn auch nur in Deinen Träumen) vielleicht insgeheim einen anderen Mann in Deinem Leben?
     
  9. Liebe FS,
    an diesem Satz von dir bin ich hängen geblieben. Ich denke, das spielt eine erhebliche Rolle. Warum schämst du dich, warum magst du deinen Körper nicht mehr? Frauen sind da leider sehr selbstkritisch, oft viel kritischer als Männer. Arbeite daran, wenn du dich wieder sexy und begehrenswert findest, hast du auch wieder mehr Spaß an Sex.
     
  10. Hattest du eine schwere Geburt? Zange? Saugglocke? Langwierig? großes Kind? Keine Rückenmarkbetäubung vertragen? Ich habe schon Kundinnen gesehen, die freudestrahlend durch die Schwangerschaft gingen ... und mit entsetztem Blick ein wenig von der Geburt berichteten 'ihre Mutter hätte ihnen nie gesagt, WIE brutal es wirklich wäre ...'
    Ich habe auch eine reifere Kundin erlebt, die gerade aus einer Frauenklinik kam, wo man ihr in 10 Tagen eine Operation machen wollte, um eine Gebärmutter-Senkung anzuheben. Als ich mir die Klinik-Unterlagen anschaute, stellten wir fest, dass die ihr an der Scheidenvorwand einen großen Teil des G-Punktes wegschneidern wollten ...Der G-Punkt ist ebenso sensitiv wie die Klitoris und mit ihr verbunden als Ausläufer. Die Klinik macht das serienmäßig jeden Tag dort ... also nicht nur in Afrika werden Frauen beschnitten, sondern mitten in unserem Land. Der Klinkchef war beleidigt, als sie sagte, sie würde die OP nicht machen lassen da ihr Ehemann und sie noch ein sehr glückliches Liebesleben haben ... er meinte etwas verächtlich: 'Nun denn, wenn IHREM Mann der G-Punkt so wichtig ist ... Es gibt auch noch eine andere Technik um Senkungen zu operieren ...' Sie hat dann gottseidank jenen Ort ganz gemieden ... aber andere gehen hin ... Möchte lieber nicht wissen, wieviele dumme moderne Frauen weltweit sich nach dem Kinderkriegen untenrum wieder enger schneidern lassen, und dann wundern warum es irgendwie anders sich anfühlt. So wie die Leute derzeit mit ihren Körpern umgehen - gepierct,gestanzt, mit Silikontüten aufgemöppst, falsche Kinnleisten, Jacketkronen obwohl die eigenen Zähne noch gut gewesen wären, künstliche Gelenke nach jahrzehntelangem Sportverschleiß und Stöckelschuhen, Nervengift zur Faltenglättung, falsche Haarfarben, Tinte in der Haut, jo mei kein Wunder wenn sie sich dummerweise auch noch den G-Punkt wegschneidern lassen, ... Hauptsache schaut scheeeeen aus auf dem Selfie!
    Ach ja die Assistenz-Ärztin war keine Deutsche und meinte ganz begeistert, zu meiner 58 Jährigen Kundin 'wir können Sie wieder eng machen wie eine 17 Jährige. Kein Problem. Wir machen das jeden Tag!'
    Aber ich hoffe, du hast nur ein kleines Hormontief. Und ein Frauenseminar und ein paar professionelle Yonimassagen von einem sehr rücksichtsvollen Tantra-Therapeuten empfehle ich dir auch noch.
    Außerdem dass die Regierung die Tantra-Massagen von nun an nicht mehr mit Rotlicht-Sex verwechselt. Denn es ist die beste Heilmassage die es gibt.
    Auch für Menschen die Gewalt oder Operationen erlebt haben.
    Und natürlich für Menschen die einfach wieder in ihre gesunden Gefühle kommen wollen.
     
  11. Als ich diesen Beitrag las, kam mir sofort das Gefühl hoch, dass es mit dieser Beziehung nicht mehr weiter gehen kann und auch nicht mehr weiter gehen wird.
    Alles nur noch eine Frage der Zeit, denn hier fehlt die Kompatibilität im sexuellen Bereich und da wird auch kein Therapeut was tun können!
    Sex sollte in der Beziehung gleich stark gewollt sein und das Bedürfnis danach ebenso entsprechend.
    Wäre ich dein Mann, so würde ich mich trennen, ich würde nicht darunter leiden wollen und dir empfehle ich es ebenso auch, nicht zu leiden!
    Dieser Fall gibt es häufig, dass es einfach nicht passt und warum sollte man da noch ausharren und bleiben wollen für mich ein Unverständnis!
     
  12. Dass du zur Zeit nicht normal tickst ist dir klar, oder? Und durch dein Verhalten deine Partnerschaft extrem gefährdest und Stress pur heraufbeschwörst ist auch so klar wie das Amen in der Kirche.

    Du hast ein Problem, niemand anders. Arbeite daran, bewege dich. Verhalte dich wie eine erwachsene Frau, suche professionelle Hilfe um die Ursache für dein Problem suchen.

    Dieser Vorschlag ist mehr als Müll. Glaubst du wirklich naiv, du hast die Sache damit vom Tisch? Du kommst mir vor wie ein großes Kind.

    Die alles entscheidende Frage ist doch: Liebst du deinen Mann noch? Wenn ja, komm in die Puschen!

    Man man man, auch hier kann ich über dieses naive Gehammer nur den Kopf schütteln!
     
  13. Warum nicht? Wir lesen doch hier ständig von Frauen, die sich mit verheirateten Männern einlassen! Oder von solchen, die einfach auch Spaß an Sex haben und sich den holen. Oder von Prostituierten.

    Hier sind sich beide klar einig, dass das so sein soll. Deine andere Sichtweise ist doch völlig unerheblich. Außerdem gibt es tatsächlich ein natürliches Recht auf Sexualität (von beiden). Kann der Mann irgendetwas dafür, dass seine Frau aus irgendwelchen Gründen (nicht: Schuld) keinen Sex mehr haben möchte?

    Davon unabhängig würde ich mich an Stelle der FS grundlegend um die Ursachen kümmern. Der Frauenarzt dürfte der erste Ansprechpartner sein. Das Forum kann da letztlich wenig helfen.
     
  14. Nun, schulde ich also paar Fakten mehr.
    Ja, wir hatten ein erfülltes sexuelles Leben vor dem Kind.
    Ich verhütte nicht hormonell.
    Das Kind war gewollt, wenn auch der Geburt und paar Monate danach für mich eine enorm grosse Herausforderung waren. Erschöpft und müde, so war es für mich.
    Ja, ich war früher glücklicher und erlaube mir manchmal etwas Selbstmitleid zu empfinden. Es ist wie eine schwarze Wolke aus Schuldgefühlen, nicht mehr genügen zu können, die auf mich immer wieder kommt.
    Ich bin bereits in Therapie und mein Mann mein auch, das Problem liegt an mir.
    Ich komme aber nicht aus dieser Situation raus!
    Und ja, er konsumiert Pornos und das erste was er am Morgen macht, ist sich seine dating Seiten anzuschauen, inclusive paar Nacktbildern von Frauen.
    Ich fühle mich verletzt und sehe nichts mehr wofür ich ihn noch lieben sollte. Er ist als Vater und Partner eigentlich ideal, nur körperlich wirkt er nicht mehr auf mich.
    Die Jahre durch hab ich versucht ihn zu zeigen, wie ich das anders (zärtlicher) haben möchte. Er ist aber diesbezüglich sehr lernressistent. Mit der Zeit hat es nur geheissen: du meckerst nur dauernd an mir rum. Dabei aus meiner Sicht, kann er sich da wirklich nicht weiterentwickeln. Über Fantasien zu reden hab ich aufgegeben, da entscheidet er was sich gehört und was nicht
    Ich bin körperlich fit und mag meinen Körper, nur seine Blicke auf mich geben mir keinen guten Gefühl. Hab öfteres das Gefühl, er sieht entweder Sexobjekt oder Mutter seines Kindes in mir. Ich wäre auch gerne als Mensch (Freund) wahrgenommen.

    Ich gebe zu, ich hab aufgegeben. Hab mich damit abgefunden, das ich mit beinah 40 das beste hinter mir habe. Möchte aus dieser Situation das beste machen, für uns als Familie. Er pocht aber dauernd darauf, dass wir wieder so gut sexuell haben wir vor dem Kind.
    Ich glaube das vor allem macht mein Gewissen kaputt.

    Und noch zuletzt, ja ich empfinde sonst Verlangen. Sobald ich mal wieder alleine Zeit für mich habe, da weckt sich was. Mein Mann wirkt dagegen sehr ablöschend auf mich, falls ich mal wieder Lust auf Sex empfinde.
     
    Moderationsanmerkung: Bitte achten Sie künftig auf eine korrekte Rechtschreibung. Vielen Dank.
  15. Ich glaube kaum, dass eine offene Beziehung Euer Problem lösen kann. Mir scheint, Du hast eine Abneigung gegen Deinen Mann. Ob das schon vor der Geburt der Fall war, kannst nur Du wissen. Die fehlende sexuelle Anziehung ist, meiner Meinung nach, nur ein Symptom. Da ist etwas Größeres im Argen. Hat er Dich schon mal in Eurer Beziehung betrogen? Wie geht er mit dem Kind um? War es für BEIDE ein Wunschkind?
     
  16. Liebe FS,
    ich habe mir das fast schon so gedacht.

    Kann es sein, das du (weil du so verliebt warst) dich ihm sexuell immer angepasst hast und er es lieber härter mag, wie in Pornos?
    Kann es sein, das er versucht dich zu befriedigen aber während dem Akt dann wieder seine Bedürfnisse in den Vordergrund stellt?
    Kann es sein, jetzt wo du dich auch um das Kind kümmerst, nicht mehr zurückstecken willst? Auch mal Entspannung, Glück, Befriedigung und Orgasmen im Bett haben möchtest und dich hier nicht auch noch länger anpassen willst?

    Es gibt hier gerade ein Nebenthread, in dem die Frau die Beziehung geöffnet hat. Der Unterschied ist, der Mann holt sich den harten Sex (somit SEINE Befriedigung) außerhalb und verschafft der Ehefrau IHRE Befriedigung mit Kuschelsex und Zärtlichkeiten.

    Du kannst zwar die Beziehung öffnen, es wird aber DIR nix bringen, selbst wenn dein Mann eine Affäre findet. Warum?
    Weil deine Befriedigung mit ihm auf der Strecke bleiben wird und sich deine Sexualität (wenn das Kind etwas größer ist) entfaltet, da alles dann etwas entspannter wird. Klar kannst dir dann eine Affäre suchen, aber was passiert, wenn du dich dann in den anderen Mann verliebst?

    Da Reden nicht hilft und du dich nicht wahrgenommen fühlst als Mensch, vielleicht auch weil deine Bedürfnisse nicht gestillt wurden, rate ich dir ganz ernsthaft zu einer Sexualtherapie.
    Achtung! eine Paartherapie ist was ganz anderes, kann aber nebenher laufen. Kaufe dir vielleicht sogar einen oder zwei softe Frauen-Pornos um ihm einfach mal zu zeigen, wie es auch anders gehen kann.
    Wenn sich dann aber nichts ändert, bleibt auf Dauer nur die Trennung.
     
  17. Dein zweiter sagt doch einiges. Es liegt nicht an Dir, es liegt an EUCH!
    Du findest vieles was er macht abtörnend, abstoßend und widerlich. Er schaut Pornos, befriedigt sich selbst, will Dates und mag es nur nach seiner Facon. Du kommst zu kurz. Ihr seid nicht auf einer Ebene, er scheint rel. empathielos. Das dürfte also das Problem sein. Die Frage stellt sich nur, warum es vor der Geburt anders war. War Euer Sex anders, oder warst du bereit mehr zu akzeptieren.
    Egal was zu dieser Veränderung geführt hat, du kannst und willst ihn so nicht akzeptieren, er geht Null auf Dich ein. Hier sehe ich keine Chance, insbesondere weil ihr bereits beide in Therapie seit. Sorry, dass ich hier keine Hoffnung machen kann. Ich denke die Ehe ist gescheitert.
     
  18. Ich empfehle dir das Buch "Soul Sex" von Zurhorst. Du wirst dich vermutlich in vielen Stellen wiederfinden.
    Ob mit deinem Mann ein gemeinsamer Weg noch möglich ist, weiß ich nicht. Aber es könnte dir helfen, mehr auf dich zu hören.
    Eine Veränderung müssen beide Partner wollen.
    Um sich selber und den anderen wieder zu spüren, ist zb das Konsumieren von Pornos einzustellen. Nicht aus moralischen
    Gründen. Ein möglicher Ansatz.
     
  19. Liebe FS
    Ich habe den Eindruck, du drehst dich gerade in Schuldgefühlen und versuchst verzweifelt, eine familiäre Harmonie für das Kind herzustellen. Dabei übergehst du wieder deine Bedürfnisse. Du willst von uns Tipps, damit es mit dem Mann wieder klappt. Dabei hat das völlig nachvollziehbare Gründe, dass dein Körper ihm gegenüber blockiert.
    Es wird Zeit, dass du aufhörst, das alles zu deinem Problem zu machen, dich tausend Mal zu entschuldigen, hinzuhalten und still vor dich hin zu weinen. Du hilfst euch als Paar damit nicht, dass es besser wird! Ihr beide habt eine Chance zusammen, wenn die Liebe eine Chance hat. Und das hat sie nur wenn ihr es schafft, euch zu zu hören, statt zu ignorieren und eure Wünsche auszusprechen und euch ernst genommen zu fühlen. Ihr weicht den wichtigen Gesprächen aus, indem ihr euch darauf geeinigt habt, dass du die "Schuldige" bist, die in Therapie gehört, und er der "Arme" der nicht zum Schuss kommt.
     
  20. Liebe FS,
    das wundert mich absolut nicht, das von Dir zu lesen. Das haben viele Frauen erlebt. Startete er damit während Deiner Schwangerschaft oder direkt nach der Geburt aus Sexfrust?
    Natürlich bist Du schuld, wäre ja noch schlimmer, wenn er erkennen würde, dass sein Verhalten Dich abturnt.
    Für ihn ist die Schmerzgrenze hoch - er pusht sich morgens schon sexuell hoch, er darf fremdgehen, aber keine Frau will ihn - die eigene lehnt ihn als erste ab.

    Mein Exmann ging fremd, konsumierte Pornos und sah sich seine Bildchen an. Bei mir zeigten, als ich das mitbekam sich die gleichen Phänomene wie bei Dir. Ich wollte eine moderne Frau sein und es akzeptieren - hat aber nicht funktioniert:
    - ich wollte mich vor ihm nicht mehr nackt zeigen. Mit den retuschierten Bildchen kann eine normale Frau nicht mithalten, egal wie schlank sie ist
    - er wollte nachturnen, was er in den Pornos gesehen hat. das das alles nur gefakt ist und Frau dafür in Stimmung sein muss, soweit dachte er nicht. Er hat wirklich geglaubt, es geht wie im Porno (lernresistent, wie Du schreibst). Das war der Lustkiller schlechthin
    - ich habe sein Bedrängen sehr unangenehm gefunden, mich darin auch nicht als geliebte Frau, sondern wie eine Prostituierte, an der er sich von Filmchen heiß gemacht abreagieren wollte. Es hat bei mir auch zu totaler Respektlosigkeit ihm gegenüber geführt. Natürlich war ich schuld
    - schon bevor wir geheiratete hatten ging er fremd (erfuhr ich aber erst später). Nachdem ich wegen seiner Bedrängung aversiv auf ihn reagierte setzte durch das Fremdgehen totales Ekelgefühl ein. Da war dann der Punkt für die Scheidung gekommen, weil mich die Dauerüberforderung krank machte.

    Dann bleib' bei Deiner Ablehnung seiner Nähe, damit Du nicht gegen Dich selber aversiv wirst.

    Das kannst Du bei einem sexuell so getriebenen Mann vergessen. Er bräuchte eine Therapie, um mal runterzukommen und sein Verhalten besser steuern zu können.

    Ich kann Dir aus einener Erfahrung sagen, dass das nicht so ist. Ich war viel älter als Du, lange allein und habe mit weit über 50 den besten Mann meines Lebens gefunden mit dem ich wieder Spaß am Sex habe.
     
  21. Solche Fragen werden hier öfter mal in eine Ecke gedrängt, die sicher auch nicht mal grundsätzlich falsch ist.

    Die FS schreibt, dass ihre Beziehung sexuell in Ordnung war bis zur Geburt. Sie wollte dann eigentlich keinen Sex mehr. Ich glaube nicht, dass es Männer gibt, die ab Geburt anfangen, intensiv Pornos zu konsumieren. Die Ursache für das Problem liegt also hier nicht dort. Dass sie es tun und sich Datingseiten anschauen, wenn die Frau dann jahrelang keinen Spaß mehr an Sex hat (und auch er merkt da garantiert den Unterschied!) und ihn sogar auffordert, sich den Sex außerhalb zu holen, erscheint mir schon eher logisch.
     
    • # 21
    • 08.02.2017
    • frei
    Bist du finanziell abhängig von deinem Mann ?
    Es gibt immer einen Weg, selbst wenn du keine gescheite Ausbildung hast.
    Ok, dein Kind ist klein und es wird nicht ganz leicht, berufstätig zu sein, aber alles ist besser, als in dieser trostlosen Ehe auszuharren.

    Du hast mit Ende 30 mitnichten das Beste hinter dir.
    Du hast noch die Hälfte deines Lebens vor dir.
    Willst du die allen Ernstes bei diesem Mann bleiben ?

    Trenne dich, bald wird alles besser.
    In einem Jahr wird Ruhe in dein und deines Kinds Leben eingekehrt sein und dann greifst du dir an Kopf, weil du keine Ahnung hast, warum du das fünf Jahre mitgemacht hast.

    w 49
     
  22. Ich wieder, die "Autorin".
    Diese Überlegung von Silencea finde ich nicht so ganz falsch. Meine sexuelle Bedürfnisse nach der Schwangerschaft waren anders, ich musste mich wieder neu finden. Nun mein Mann hat alles haben wollen wie bisher. Volle Programm mit blasen , mehrere Positionen, intensiv und lange. Ich könnte es nicht mal körperlich schaffen. Öfters musste ich einfach abbrechen, da ich erschöpft war und nur daran dachte wieder mal endlich schlafen zu dürfen. So ging mit als das Baby noch klein war.
    Mit der Zeit war ich mir selber zu schade und hab versucht ihm zu verstehen zu geben, das solche Sex zu heftig für mich ist. Worauf meinte er ich soll mich beim Frauenarzt untersuchen lassen. Da ist bestimmt was körperliches nicht in Ordnung.
    Jetzt merke ich wie wenig Rücksicht auf mich, auf meine Bedürfnisse er genommen hat all die Jahre.

    Hat eine Frau kein Recht nach der Schwangerschaft ihre sexuelle Bedürfnisse zu ändern?
     
  23. Die FS schreibt aber auch, das sie auf IHN keine Lust hat, generell aber schon Lust verspürt.
    Ich habe außerdem schon öfter von Frauen gelesen (auch hier) die von einem erfüllten Sexualleben sprechen, das aber darauf beruht die Wünsche des Mannes zu befriedigen. Sie schreibt ja selber, sie möchte es zärtlicher haben, er aber nicht darauf Rücksicht nimmt.
     
  24. Doch, natürlich. Das ist aber ein gemeinsam zu lösendes Problem. Dein Mann kann ja auch nichts dafür, wenn Du Deine Bedürfnisse änderst. Und er wird es als merkwürdig ansehen, wenn das genau mit der Geburt geschieht. War Sex vorher nur wichtig, um ein Kind zu bekommen, so dass Du seine Bedürfnisse hingenommen hast?
     
  25. Ähnliche Dinge kann man hier öfter lesen. Das Lebensziel der Frau ist mit Ehe & Kind erreicht, Sex somit eigentlich nicht mehr nötig. Natürlich darfst du deine Bedürfnisse ändern. In Folge allerdings zu erwarten, dass dein Partner das natürlich so akzeptieren muss, ist reichlich naiv. In diesem Fall gilt wie so oft, wenn ein Partner einseitig die Bedingungen ändert, sollte er sich nicht wundern, wenn der andere Partner seine Konsequenzen daraus zieht. Dein Partner hat Weg A gewählt, ich hätte an seiner Stelle Weg B gewählt und mich einfach zeitnah von dir getrennt. So kann dann jeder seiner Wege gehen und mit einem anderen Partner glücklich werden.
     
  26. Liebe Fs, wie du siehst würden sich hier gleich einige trennen, wenn die Frau nicht mehr ihre Wünsche erfüllt und zur Abwechslung auf die eigenen besteht… soviel zum Thema Kompromisse.

    Dein Fehler war, dich zu sehr und zu lange für ihn zu verbiegen.
    Wenn er (wenigstens manchmal) nicht auf deine Wünsche eingehen möchte bleibt nur eine Trennung oder eben die Öffnung der Beziehung, was aber u.U. kompliziert werden könnte, wenn du schneller eine Affäre findest als er (Ego wird verletzt sein) oder sich einer verliebt.
     
  27. Ich finde das überhaupt nicht komisch wenn das mit der Geburt geschieht. Es geht doch nicht drum dass der Sex vorher nur Mittel zum Zweck war. Sondern dass der Körper sich massiv verändert hat! Diese paranoide Unterstellung, die Frau habe Sex nur benutzt, ist genau ein Grund warum sich das Paar missverstehen könnte. Ich glaube, viele Männer verstehen die körperlichen Beschwerden, Bedürfnisse und Empfindlichkeiten von Frauen wirklich nicht. Sie können nicht nachvollziehen, was es auf psychologischer und körperlicher Ebene bedeutet, während des Sex penetriert zu werden. Und dass man nicht immer körperlich und seelisch gleich gut in der Lage ist, diesen Vorgang zu geniessen oder zuzulassen. Dass es manchmal eben etwas Zärtlichkeit braucht, wenn man sich fragil fühlt. Wenn ein Kind erst gerade durch die vaginale Öffnung gepresst wurde bedeutet das eben unter Umständen mehr Verletzlichkeit in diesem Bereich. Wie auch im Bereich der Brust, der durch das Stillen strapaziert wird und sich anders anfühlt.
     
  28. Liebe FS,
    das hört sich für mich so an, als wäre das nicht das, was du beim Sex magst, sondern es ist ein Opfer für dich, welches du nun mit Kind nicht mehr erbringen möchtest.
    Nun, dann passt ihr meines Erachtens sexuell einfach nicht zusammen. Dein Mann hat völlig normale sexuelle Wünsche, diese decken sich zum Beispiel mit meinen. Mit bewegungsarmem Blümchensex kann ich nichts anfangen und ich liebe Oralverkehr und Stellungswechsel etc. Mit anderen Worten: Ich turne gerne Pornosex nach und finde das scharf. Das war schon so, als ich noch nie einen Porno gesehen hatte, ich mag das einfach so.
    Worauf ich hinaus will: Es stimmt nicht, dass es Männersex (= seelenloses Pornonachgeturne) und Frauensex (= zärtliches Liebemachen) gibt, sondern es gibt lediglich unterschiedliche Typen bei beiden Geschlechtern. Ich denke, du hast deine Sexualität noch gar nicht wirklich entdeckt und lebst noch in dem Glauben, der leider von vielen Frauen nach wie vor befeuert wird, dass Frauen Sex nicht körperlich und geil finden dürfen, dass Frauen nur zärtlichen Kuschelsex mögen und den niedrigen animalischen unwürdigen Trieben der Männer nicht nachgeben oder diese teilen dürfen.
    Arbeite bitte an dir, meines Erachtens liegt das Problem (mehr) bei dir: Du magst deinen Körper nicht mehr, bist überfordert mit einem Kind, musst nach dem Sex weinen etc. Bitte nicht übel nehmen, aber du scheinst wenig belastbar zu sein und dann ins Jammern zu verfallen.
     
  29. Das mag sein. Es ist aber wenig hilfreich, dann von Frauenseite nach Pornokonsum etc. zu fragen. Wenn eine Frau generell ihre Einstellung zu Sex mit der Geburt ändert, egal aufgrund welcher Ursache, ist das verständlich und in Ordnung. Wenn dann nach der Geburt Vorlieben oder Verhaltensweisen beklagt werden, die vorher nicht gestört haben, finde ich das seltsam. Und wenn die Frau, wie hier ja von der FS formuliert, vor der Geburt mit dem Sexualleben zufrieden war und nachher nicht mehr, dann kann nur beschränkt der Mann etwas dafür.

    Und nicht in Ordnung finde ich dann:
    Das klingt nämlich für mich sehr nach "Ziel erreicht, endlich Sex eingestellt". Wenn einer Frau etwas nicht gefällt, sollte sie das vorher sagen. Alles andere sind Verhaltensweisen, die in den Kindergarten gehören oder in Richtung Betrug gehen.
     

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