1. Seit mehreren Jahren clean - wann davon erzählen?

    Hallo,

    ich habe früher viel Unsinn gemacht, Drogen genommen etc..Das ist nun schon > 5 Jahre her, ich bin clean und führe ein ganz normales Leben. Was meint ihr, wann ist der richtige Zeitpunkt, einer Parterin davon zu erzählen? Ehrlich sein möchte ich in jedem Fall, ich frage mich nur, wann der richtige Zeitpunkt ist. Gleich am Anfang, noch beim Daten, sobald man fest zusammen ist?

    Bin gespannt auf eure Antworten.
     
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  3. Normalerweise bin ich immer für absolute Ehrlichkeit. Wenn du wirklich clean bist musst du es nicht unbedingt erzählen. Gibt ja auch welche, die dann Schluss machen obwohl man absolut ehrlich war. Wenn du sowieso nichts mehr nimmst kommt es auch gar nicht raus.
     
  4. Ganz ehrlich, wenn du nicht Gefahr läufst, dass es irgendjemand aus deinem sozialen Umfeld deiner zukünftigen Partnerin erzählt, dann würde ich das überhaupt gar nicht erwähnen, weil es keinerlei Bedeutung mehr hat.

    Die Frage ist auch, wie stark du in das Drogenthema involviert warst. Bist du ein richtiger Suchtmensch, der durchaus rückfällig wird, sobald das Leben mal etwas holprig wird, oder bist du jemand, der einfach nur was ausprobiert hat und diese Zeit tatsächlich hinter dir gelassen hast.

    Im zweiten Fall spielt es echt keine Rolle, und ich würde das im Verlauf der Beziehung vielleicht mal als Anekdote fallen lassen.
     
  5. Lieber dowo0707.....ich denke zu Anfang einer Begegnung ist es wichtig offen, unvoreingenommen. respektvoll, neugierig, liebevoll sich kennen zu lernen,
    jedoch halte ich nichts davon, schon die ganze Lebensgeschichte samt Problemen in allen Facetten frühzeitig zu offenbaren. Für mich erwecken solche (verfrühten) Offenbarungen, eher den Eindruck einer dezent verpackten Warnung in dem Sinne.... ich sollte auf der Hut sein oder besondere Rücksicht nehmen.
    Vorausgesetzt Du bist tatsächlich clean und es gibt nicht noch Beeinträchtigungen oder Probleme aus dieser Zeit.
    Wenn es sich dann irgendwann wirklich so anfühlt dass es in eine Partnerschaft münden könnte und es darum geht Vertrauen aufzubauen, gibt es bestimmt eine richtige Gelegenheit das Thema zur Sprache zu bringen.
    Du musst Dich für Vergangenes nicht schämen oder gar rechtfertigen, sondern kannst stolz sein es offensichtlich gut gemeistert zu haben.
     
  6. Kommt drauf an. Warst du abhängig oder hast du lediglich konsumiert, das ist ein großer Unterschied. Einen Konsum würde ich evtl. gar nicht thematisieren, Abhängigkeit aber schon, aber erst wenn es ernst wird. Du wirst schon merken ob das für die neue Liebste ein Problem sein könnte, aber dann würde es auch nicht passen. Denk immer dran, Bill Clinton hat auch nicht inhaliert. Es hat trotzdem zum Präsidenten der USA gereicht. Es kommt auch ein wenig auf die Art der Droge an. Ich würde nicht mit der Tür ins Haus fallen.
     
  7. Also beim Daten würde ich nicht mit solchen Problemen anfangen.
    Eine solche Problematik ist keine, die sich Frauen wünschen würden.
    Es wirkt dann auch so, als hättest du mit der Sache noch nicht abgeschlossen. Das macht keinen guten Eindruck. Erstmal ganz normal Spass haben. Danach kannst du abschätzen, ob sich die Frau eventuell auf deine Problematik einlassen würde. Das sind ja sehr persönliche Dinge.
    Ich vermute, du suchst eine Verbündete und Eingeweihte in dieser Sache, die dich dann seelisch unterstützt? Das Thema ist noch nicht so richtig gegessen oder?
     
  8. Eine schwierige Frage. Auf der einer Seite möchte man von Anfang an wissen, auf wen man sich einlässt, auf der anderer Seite, wenn man verliebt ist und die Verbindung schon stärker ist, nimmt man vieles nicht mehr so dramatisch an und akzeptiert, dass der geliebte Partner so seine Demonen hat(te). Ich persönlich weiss nicht, wie ich reagieren würde. Wahrscheinlich kommt es sehr stark auf mein Gegenüber an. Ist man von dem Menschen sehr angetan, verzeiht man ihm auch mehr. Überlege, wie du selber handhaben würdest, wann würdest es erfahren wollen oder wann hast du selber das Bedürfnis, es zu erzählen und verhalte dich dementsprechend. In solchen unklaren Situationen habe ich immer eine imaginäre Situation mit anderen Personen erzählt und gefragt, wie die Menschen sich verhalten würden. Dann weiss man, was Person über bestimmtes Thema denkt und kann überlegen, was und wann man erzählt. Diese Taktik kann man auf beliebiges Thema anwenden, sei es sexuelle Vorlieben, schlimme Vergangenheit oder was harmloseres wie berufliche Veränderungen.
     
  9. @dowo0707
    Ich würde deine Drogen Vergangenheit in einer neuen Partnerschaft nicht thematisieren. Auch wenn es schwerfällt. Du belastest damit die neue Partnerschaft und rückst dich ins falsche Licht! Bleibe lieber im Hier und Jetzt. Was macht dich und dein Leben heute aus? Wo liegen deine Stärken? Was kannst du in eine Partnerschaft mit einbringen? Warum arbeitest du deine seelischen Probleme in Punkt Vergangenheit nicht mit einer Therapeutin zusammen auf? Der Partner ist hierfür der falsche Ansprechpartner. Ich finde es klasse, dass du clean bist. Super Sache!
     
  10. Ich würde das noch vor Beziehungsbeginn wissen wollen. Egal ob Du richtig süchtig warst oder nur probiert hast. Dann könnte ich immer noch entscheiden, ob ich trotzdem weiter machen will. Das wäre für mich nicht ausgeschlossen, mich in so jemanden zu verlieben. Nach Beziehungsbeginn finde ich's unfair, es erst dann zu erwähnen. Dann ist man schon verliebt und ich würde mich fühlen, als hätte man mir eine Falle gestellt. Lieber Offenheit von Anfang an. Wenn keine Rückfallgefahr besteht, wird die Frau das auch merken. Und das Dating deswegen nicht einstellen, wenn sonst alles stimmt.

    W31
     
  11. Natürlich gleich am Anfang, da ich unter keinen Umständen so jemand haben möchte.
     
  12. Lieber dowo0707

    Meine Einstellung ist, dass man das Kennenlernen gemeinsam vertieft. Manche Menschen gehen sehr schnell zu tiefgründigen, existentiellen Themen vor, sind einem in der Lebensgeschichte ähnlicher - da kann man schneller über Intimes sprechen. Bei anderen Menschen geht der Kennenlernprozess langsamer, stufenweise voran, da ist es auch klug, sich anzupassen.
    Daher kann es wohl keine pauschale Antwort hierauf geben. Grundsätzlich denke ich oft, ich sollte mein "Inneres" erst den Menschen offenbaren, die sich dafür qualifizieren. Es hinterlässt einen schalen Nachgeschmack, bei einem ersten Date schon sehr viel Persönliches zu offenbaren, wenn man dann doch merkt, dass es nicht passte.
    Ich würde warten, bis das Gespräch auf Jugendsünden, persönliche Krisen oder ähnliches kommt. Aber dies nicht forcieren. Und darauf achten, dass die andere Person auch Persönliches preis gibt und sich wohl fühlt mit dir. Also dass da schon ein Klima des Vertrauens herrscht. Wer weiss, was deine Liebste denn so getan hat, als sie jung war? Vielleicht wirst du ja am Ende überrascht mit einem Geständnis, darauf willst du auch mental vorbereitet sein.
     
  13. Nicht beim Kennenlernen, das ist Teil deiner Geschichte und die geht zunächst niemanden in allen Details etwas an, ich reibe auch nicht jedem sofort alle Einzelheiten unter die Nase.

    Wohl (fast) jeder von uns hat in seiner Jugend Dinge und Erfahrungen gemacht, die aus heutiger Sicht schwachsinnig und schädlich erscheinen.

    Wenn sich herauskristallisiert, dass sich aus dem Kennenlernen eine längere Sache entwickeln könnte, würde ich es erwähnen.

    Wenn es sich um Konsum und nicht um schwere Substanzabhängigkeit gehandelt hat, vielleicht gar nicht oder noch später.

    Gratuliere, dass du den Ausstieg geschafft hast.
    Du scheinst sehr stark zu sein, darauf kannst du sehr stolz sein.

    w, 52
     
    • # 12
    • 07.07.2019
    • Frau
    Ich staune, dass hier bisher alle mehr oder weniger dazu raten, deinen ehemaligen Drogenkonsum zu verheimlichen.
    5 Jahre, die du erst clean bist, sind noch nicht viel. Die Info, wie alt du bist, wäre da natürlich für uns auch hilfreich.
    Die Erfahrung mit Sucht zeigt leider, dass die Rückfallquoten bei so ziemlich allen Süchten recht hoch sind. Ich würde es daher unbedingt wissen wollen und zwar so früh wie möglich, meinetwegen schon beim ersten Date, damit ich es in meine Überlegungen, ob du für mich ein geeigneter Partner wärst, einbeziehen kann.
    Wenn mir ein 55-Jähriger, also meine Altersklasse, erzählen würde, er habe als 25-Jähriger mal einige Jahre gekifft und auch gekokst, aber dann mit 30 war das dauerhaft zu Ende, aus für mich glaubhaften Gründen, dann wäre das für mich wohl ok, wobei mir klar wäre, dass der Mann einen Hang zur Sucht hat.
    Wenn mir aber mit 30 ein Mann erzählt hätte, er kiffte seit seinem 16. Lebensjahr, habe aber nun seit 5 Jahren nichts mehr konsumiert ... oh, das fände ich fragwürdig, in puncto, ob der wohl dauerhaft weg von jeglichem süchtigen Konsum (auch Alkohol oder Tabak) bleibt.

    Wie alt bist du denn?


    w54
     
  14. Bei den ersten Dates würde ich nichts sagen ..... du nimmst das Zeux ja nicht mehr.
    Und danach ?
    Ich würde vorsichtig anfangen ... so in dem Stil: In meiner wilden Zeit habe ich auch so einigen Mist gebaut. Allzu detailliert würde ich das auch nicht schildern, sondern wenn, dann die Eckdaten: Was, wie lange und wie viel, wie davon los gekommen und warum.
    Es interessiert heute nicht mehr, ob du im Rausch mal im Strassengraben übernachtet hast oder ähnliches ....
     
  15. Jeder hat schon mal in seiner Jugend irgendeinen Blödsinn gemacht. Bin auch Nichtraucher. Fast jeden wo ich kenne hat auch schon mal gekiff. Habe das in meinem Leben vielleicht 2 bis 3 mal gemacht. Bin jetzt 43.

    Würdest du dich also sofort trennen wenn deine Freundin in ihrer Jugend mal gekifft hat.

    Das hat zwar nicht direkt was mit dem Thema zu tun. Alkohol ist viel schlimmer.
     
  16. Ich hab gerade auch nochmal überlegt, nein, so jemand käme für mich nicht in Betracht. Man erlebt so schon genug menschliche Enttäuschungen, da wäre für mich Leid vorprogrammiert. Gerade deswegen sollte man es offen sagen und keinem Fallen stellen.
     
  17. Hat bisher keiner gemacht.
    Es wurde geraten nicht beim ersten Date mit der Tür ins Haus zu fallen. Da sollte man schon differenzieren können.

    Ja damit du dich womöglich dagegen entscheiden kannst. Es geht aber nicht um dich, sondern um einen Rat an den FS.
     
  18. Lieber FS, bleib doch einfach ganz bei dir.

    Wie würdest du es haben wollen? Würdest du Dinge, mit denen du vielleicht Probleme hättest bei einer potentiellen Partnerin gleich wissen wollen oder lieber später oder gar nicht?

    Wenn du der offene Typ bist, der Dinge gern gleich klärt, dann tu es. Wenn die Dame damit ein Problem hat, dann ist sie nicht die Richtige für dich. Eventuell ersparst du dir dann auch, dass etliche Zeit später irgendetwas aus ihrer Vergangenheit herauskommt, was du hättest wissen wollen, sie aber für unwichtig hielt bzw. dachte, dass es dicht nichts anginge.

    Wenn du eher der Typ bist "was ich nicht weiß, juckt mich nicht", dann behalte es so lang wie möglich für dich, achte aber auf die Signale der Dame. Wenn sie interessierte Fragen nach deiner Vergangenheit stellt, ist sie vielleicht eher der erste Typ und fühlt sich hintergangen, wenn sie erst davon erfährt, wenn es schon ernsthafter mit euch wird. Oder - noch schlimmer - per Zufall, wenn es dir irgendwann herausrutscht.
     
  19. Du musst das unbedingt am Anfang, und zwar ganz am Anfang, sagen. Du darfst damit auf keinen Fall damit warten, bis Du mit Deinem Gegenüber intim warst! Denn wenn Du das erst nach dem Intimwerden erzählst, dann hast Du das Vertrauen Deines Gegenübers übel missbraucht! Ein Süchtiger, der clean ist, ist wie ein trockener Alkoholiker! Du bist und bleibst süchtig und musst Dich Dein Leben lang dahingehend beherrschen. Es ist wirklich wichtig, dass Du Dir ein Herz fasst und es gleich erzählst, denn nur so hat Dein Gegenüber die freie Wahl.
     
  20. Die Suchtstrukturen bleiben für immer. So ist es ja auch zu erklären, warum es haufenweise Rückfälle beim Konsum von stofflichen Drogen gibt oder sich die Sucht auf andere Bereiche überträgt, Arbeitssucht z. B., die gerne als Arbeitswut schöngeredet wird. Mein Ex hat nach 15 Jahren Drogenkonsum wieder begonnen und davor, in unserer Zeit war er clean, hatte aber die Suchstrukturen durch andere Süchte, s.o. "bedient".

    Von "es kommt raus" kann ja wohl auch keine Rede sein. Was ist das für eine Sprache? Ich wäre ehrlich, wer sich ein ganz wenig auskennt und gut zuhört, kann unglaublich viel über die meistens sehr sensitiven und auch intelligenten Menschen erfahren. Wenn man das verheimlichen würde, wäre es ein Jammer. Eine Sucht kompensiert ja bzw. bedient eine "Sehn-Sucht" nach Liebe, Zuneigung, Anerkennung ... es lohnt sich in jedem Fall, damit zu befassen. Für den Threadstarter meine ich auch, dass es sehr sehr schade wäre, wenn dieser starke Bereich der eigenen Personen verheimlicht wird. Ich glaube auch, dass es nicht zu verheimlichen ist auf längere Sicht.
     
    • # 20
    • 07.07.2019
    • Frau
    Doch, etliche haben auch empfohlen, gar nichts davon zu erzählen, da sein Konsum ja vorbei sei.
    Viele haben empfohlen, nicht in der Anfangsphase des Kennenlernens, sondern erst, wenn man sich ineinander verliebt hat - das empfinde ich, wie verheimlichen, denn dann hätte ich mich verliebt, ohne für mich wichtige Eigenschaften des neuen Partners zu wissen. Das empfinde ich fast wie Betrug.
    Akzeptiere doch einfach, dass es für andere sehr entscheidend ist, ehemaligen Drogenkonsum zu wissen, weil so ein Mensch für andere als Partner nicht in Frage kommt.


    w54
     
  21. Ja, und schlimmer wäre es nur noch, wenn du auf explizite Frage deines Dates die Unwahrheit sagen würdest.

    Es wäre für mich nicht ausgeschlossen gewesen, in der Zeit meiner Partnersuche mich auch in jemanden zu verlieben, der eine solche Suchtvergangenheit hatte. Aber ich wäre massiv vergrätzt gewesen, wenn mir die Unwahrheit gesagt worden wäre oder auch nur die Wahrheit geschönt worden wäre.
    Irgendwann lässt es sich sowieso nicht mehr verheimlichen.

    Passe dein Geständnis trotzdem dem Tempo eures Kennenlernens an, so, wie @annie83 es beschreibt: Sag es dann, wenn ihr euch schon im Gespräch näher gekommen seid, wenn die Stimmung vertraut genug ist, über ganz Privates zu reden.
     
    • # 22
    • 07.07.2019
    • void
    Ich hab keinerlei Erfahrung mit Drogen (außer Alkohol) und kenne höchstens ein paar Leute, die Erfahrungen mit Hanfprodukten haben. Also ich weiß nicht, inwieweit man ein ganz anderer Mensch ist, wenn man früher mal Drogen genommen hat, als wenn man nie welche nahm, und das ganz schon 5 Jahre her ist.
    Eigentlich ist ja der Mensch, den man kennenlernt, das Wichtige, und nicht, wie er früher war. Es ist halt nur dann ein Problem, wenn es Restverhalten von damals gibt. Soll nicht heißen, dass man alles mögliche gar nicht zu erzählen braucht. Aber bei manchen Dingen sind es vielleicht auch nur Vorurteile? Wie gesagt, ich hab keine Erfahrung mit Drogen und Drogennehmen ist noch anders als drogensüchtig und auf ewig gefährdet zu sein.

    Ich überlege gerade, was so an Infos in die Anfangsdatezeit gehören sollte, woran sich hier schon Leute störten und es gern vorher gewusst hätten.

    - Drogenvergangenheit
    - Kriminalität in vergangenen Zeiten
    - chronische Krankheiten (die würden einen ja auch noch weiter betreffen und sind nicht abgeschlossen in der Vergangenheit)
    - Puffbesuche in der Vergangenheit
    - Unfruchtbarkeit (natürlich auch nicht abgeschlossen in der Vergangenheit)
    - pflegebedürftige Angehörige
    - wenig Einkommen
    - erfolgreich therapierte Krankheiten wie Krebs (mit Wiederkehrwahrscheinlichkeit) oder Psychisches
    - Untreue

    Wenn es nach einem Mann geht, den ich mal kannte, sollte eine Frau sich auch gleich möglichst unbekleidet zeigen, weil er schlaffe Haut wie z.B. nach Gewichtsabnahme oder genetisch bedingt besonders schlaff gruselig findet.

    Es gibt auch einiges, wo ich meine Vorurteile hätte, also ich will hier nichts kritisieren. Mir ist auch klar, dass einer für manches gar nichts kann.
    Ich frage mich nur, ab wann nicht mehr der Mensch, den man vor sich hat, interessiert, sondern man was aus seiner Vergangenheit ableitet, vor dem man Angst hat, was die Zukunft in einer Beziehung betrifft. Und was generell Ausschlusskriterien sind, die man hat und am liebsten gleich wüsste, weil sie die Beziehung garantiert betreffen werden. Aber die eben nicht mal eben so locker erzählbar sind, wenn man sich gerade ein-, zweimal gesehen hat.
     
  22. Das sehe ich ein wenig anders.
    Vor dem ersten Sex sollte man vor allem das klären, was dem anderen unmittelbar schaden könnte. Dazu gehört meines Erachtens, die Verhütung zu klären und ob man sexuell übertragbare Krankheiten hat.
    Ich sehe keinen Grund, gleich beim ersten oder zweiten Date die früheren Drogenexzesse offen zu legen, wenn man bereits über fünf Jahre clean ist.
    Ja, genau das Gefühl hätte ich auch. Und es verdirbt mir so sehr die Stimmung, wenn ich an einem ersten Date sitze, einen schönen Mann vor mir habe.. und dann erzählt er über seine Psychotherapie, die Scheidung, die Verdauungsprobleme (alles schon erlebt). Ich empfinde das nicht als "ehrlich", sondern als Ausdruck, dass jemand so sehr von seinen Problemen eingenommen ist, dass ihm nichts anderes zum Reden einfällt.
     
    • # 24
    • 07.07.2019
    • Anju
    Zunächst einmal einen herzlichen Glückwunsch!

    Eine Ideallösung gibt es nicht. Jede Entscheidung birgt positive, wie negative Aspekte. Aber ich meine der geringste Gesichtsverlust geht mit einer zeitnahen (max. 2. Treffen) und gänzlich offenen Kommunikation einher. Absenz bedeutet eben auch einen cleanen Umgang damit voranzutreiben – mental, physisch, verbal..

    Auch Du hast das Anrecht auf eine Partnerin, die damit ernsthaft umgehen kann und will. Das geht nur mit deutlicher Offenheit.

    Alles Gute!
     
  23. Ich persönlich finde: Heikle Dinge aus der Vergangenheit dann erzählen, wenn man die Anfangszeit überstanden hat und es so aussieht, dass ein längerfristiges Zusammenbleiben möglich sein könnte. Dauert bei mir ein bis zwei Jahre. Die meisten Beziehungsanbahnungen überdauern die ersten paar Monate nicht. Ich würde nicht wollen, dass Krethi und Plethi meine gesammelten Peinlichkeiten kennt.

    Frau 52
     
  24. Mich würde vor allem das "etc" interessieren.

    Wenn da mehr war als Kiffen oder Partydrogen (fände ich jetzt nicht so schlimm), zb harte Drogen wie Heroin oder Kokain womöglich inklusive Vorstrafen, finde ich schon, das du das zeitig ansprechen musst.

    Um was für "Unsinn" geht es denn konkret?
     
  25. Ich finde auch, dass es auf das Suchtmittel, Dauer und die Intensität des Konsums sowie Deines Entzugs ankommt.

    Sobald der Konsum Dein Leben massiv beeinträchtigte, oder für den Entzug ein Bruch entstand, musst Du sowieso irgendwann die Lücken erklären, also warum Du Deinen Freundeskreis noch nicht lange hast, warum Du mit der damaligen Freundin nicht mehr zusammen bist, warum die Ausbildung bei Dir länger dauerte, warum Du länger in Klinken und TWGs warst usw.

    Beim Kennenlernen solltest Du ihr auf keinen Fall einen falschen erlogenen Lebensweg erzählen.

    Wenn keine Brüche im Leben entstanden, erzähle es ihr später.

    Wenn Brüche entstanden, sage ihr relativ früh (ca. 4-5 Date), dass Du gesundheitlich Probleme hattest, durch die eben Umbrüche entstanden. Du kannst dann weiter beim Kennenlernen entscheiden, wieviel Du ihr von Deinem Leben erzählen willst und Du wirst sehen, ob sie das Thema interessiert.

    Auf keinen Fall beim Kennenlernen zum Lebensweg lügen
     
  26. Naja, ich kann da nur sagen - Hätte eine Frau genug Zeit, sich alles anzuhören, was ich ich seit der Jugendzeit so getrieben habe ?
    Ist es wirklich interessant, dass ich mein Mofa frisiert habe (war damals normal) - bei einem Auto den Kat ausgebaut habe, 1 oder 2 mal im Jahr was durch die Nase gezogen habe, bereits mit 13 geraucht habe, 1 x mal wegen Beleidigung und einmal wegen Körperverletzung vor Gericht gestanden habe (jeweils Freispruch dank hervorragendem Anwalt) , einmal wegen Kidnapping und Vergewaltigung gegen mich ermittelt wurde (erwiesene Unschuld, ein anderer wars - der hatte nur das fast identische Auto wie ich) ......

    Was soll das denn ? Alles längst vorbei, verjährt oder es war sowieso nichts dran . Ich will doch auch nicht wissen, ob sie vor 5 Jahren mal falsch geparkt hat.
    Chronische Krankheiten, Bewährungsauflagen o.ä. - ja, das muss man ziemlich am Anfang erzählen. Aber versetzen wir uns in die Lage eines chronisch Kranken - der will doch nicht mit einem Schild herumlaufen: Ich habe Rheuma.
    Und Geld - wer will schon vor Wildfremden seine Finanzen offenbaren? Zumal man ja gar nicht so genau weiss, was man hat - Aktienkurse schwanken, jeden Tag Zinsen ausrechnen macht auch so gut wie keiner und die meisten Immobilien wurden gar nicht bewertet oder begutachtet ....
    Man sollte sich immer fragen, ob man selbst nicht auch das eine oder andere "Geheimnis" hat, das man nicht offenlegen mag. Und schon gar nicht, wenn man sein Gegenüber erst eine Stunde kennt.
     
  27. Leute, kriegt euch doch mal wieder ein, das ufert hier wirklich in eine Richtung aus, mit der der FS wirklich nichts anfangen kann. Und ich auch nicht. Er hat lediglich gesagt, dass er Drogen genommen hat. So what? Er hat nicht von einer Sucht erzählt, nichts von einer Haftstrafe, nichts von welchem man auf eine schwere Drogensucht schließen könnte. Und hier kocht das Forum. Das finde ich merkwürdig und ich denke, da wurde so mancher getriggert. Ein jeder hat No-Go LIsten, aber man kann es auch übertreiben. So kommt man nie in Beziehung. Und so würde ich auch keinem eine solche Vergangenheit erzählen wollen, da werden Sachen unterstellt, die der FS nicht erwähnt hat und die möglicherweise gar nicht stimmen. Das ist schade. Lieber FS, ich hoffe, du nimmst dir das hier nicht so zu Herzen, das Forum ist extrem konservativ und altersmäßig vermutlich eher deinen Eltern entsprechend. Vielleicht stellst du die Frage woanders. Only my 5 cents. By the way: ich bin 58 und sehe das nicht so eng.
     

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