1. Selbstliebe und ihr Einfluss auf Beziehungen: Trennungsdrama zu vermeiden?

    Liebes Forum,

    nach meiner letzten Trennung befinde ich mich mitten in der Selbstreflexion.
    Ich (25) hatte bis jetzt 3 feste Beziehungen; Mittlerweile bin ich mir darüber bewusst, dass mein letzter Freund nicht der "Traumprinz" war und ich mir viele Respektlosigkeiten, Nähe-Distanz-Spielchen etc. habe gefallen lassen. In Beziehungen "kämpfe" ich für Liebe, tue alles für den Mann und stecke viel zurück. Mit großer Distanz bin ich zufrieden, lasse viele Freiräume, klammer nicht, bin nicht eifersüchtig. Anstatt dass die Männer das wertschätzen, verlieren sie den Respekt und verlassen mich. Alle 3 Ex-Freunde hatten wenige Tage später eine Neue.
    Meine Erklärung: fehlende/s Selbstliebe/Selbstwertgefühl, emotionale Abhängigkeit. Den Kampf um Liebe kenne ich aus meiner Kindheit. Was kann ich tun um das zu verbessern? Ich lebe (nach außen) ein sehr unabhängiges Leben, Ende des Monats geht es für vier Wochen nach Brasilien um Portugiesisch zu lernen, ich liebe meinen Job und auch sonst könnte man meinen, dass ich mein Leben in vollen Zügen genieße. In Wirklichkeit bin ich ungern Single und habe ein Date nach dem anderen und sogar Angst niemanden mehr zu finden (um eine Familie zu gründen). Wie schaffe ich es, dass ich auch von INNEN unabhängig und zufrieden bin um so hoffentlich das nächste Trennungsdrama zu vermeiden?
     
  2. Die Seite wird geladen...

  3. Dies ist eine absolut einseitige, negative und destruktive Einstellung und endet immer mit Herzschmerz.
    Ganz einfach du hast nicht gepasst für deine Ex Männer. Sehr wahrscheinlich hatten deine Exmänner vorher schon eine Neue, bevor es zur Trennung kam.
    Für die Liebe braucht man nicht kämpfen stell das bitte ab, dadurch ziehst du immer unfähige und unpassende Männer an.
    Wer nicht alleine leben kann, wer nicht gerne Single ist, wird immer die gleichen Probleme antreffen und immer wieder den falschen Partner treffen, lebe erst einmal mindestens ein Jahr alleine als glücklicher Single und gehe auf Abstand zu Dates und zu Männern, du kommst sonst aus diesem Teufelskreis nicht raus, mit 25 hast du jede Menge Zeit und mache dir bitte keinen Druck, der würde dir nur schaden!
     
  4. Du hast ja des Übels Ursache bereits erkannt.

    Dies gilt es nun noch umzusetzen, indem du deine Grenzen setzt und deine Vorstellungen vertrittst.

    Indem du verstehst, dass zuviel Angepasstheit nicht nur für den anderen angenehm ist, sondern du damit gleichzeitig auch alle Ecken und Kanten verlierst (was langweilig ist) und du wieder deine eigenen Bedürfnisse hinten anstellst.

    Versuch doch mal in dich hinein zu hören was deine echten Bedürfnisse sind was du willst und handle danach und unterscheidet die es von Bedürfnissen, die emotionaler Abhängigkeit entspringen.

    Nicht ZUUU bequem sein für den anderen.
     
  5. Liebe Sommerliebe. Respekt. Wäre ich mit 25 schon so gescheit gewesen wie Du, dann wäre mir viel erspart geblieben.

    Ja, Du hast das schon alles richtig erkannt. Du bist auf einem super Weg. Es ist wirklich die innerliche Unabhängigkeit, die uns Menschen frei macht. Und es ist die Abhängigkeit, die ins Verderben führt.

    Oberbegriff: Beziehungsstörungen.

    Ja, ich habe massiv an meinem Selbstwert gearbeitet und bei mir könnten Typen wie meine Exen nicht mehr landen. Ja, ich habe jetzt einen wunderbaren Partner. Und genau in dem Moment, in dem ich dachte, ich hätte meine Vergangenheit hinter mir gelassen, da wurde ich von übelsten Verlustängsten heimgesucht. Wohl auch eine Folge von Abhängigkeiten und Beziehungsstörungen.

    Nun bin ich auf dem Weg. Die Ängste haben nachgelassen. Sehr sogar. Ich weiß um meine Problematik. Und mein Kopf weiß auch, wie man alles richtig macht, und meine Emotionen werden wohl hoffentlich nachziehen. Aber ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass ich dieses Thema jemals ganz hinter mir lassen kann. Ich lebe damit. Ich mißtraue meinen Emotionen und Impulsen, denn ich weiß, dass diese Problematik immer mal wieder durchbrechen kann, es ist ein Teil von mir, den ich am liebsten gar nicht hätte.

    Besser wurde es, als ich mich damit abgefunden habe. Ich habe einfach losgelassen und aufgehört, mich deshalb zu grämen. Andere Leute haben Krebs. Es ist alles so leicht, wenn man aufhört, sich dagegen zu streuben oder zu kämpfen. Genauso habe ich es gemacht, als ich eine unheilbare Krankheitsdiagnose bekommen habe. Erst habe ich geheult. Nun tue ich einfach mein bestes und ansonsten nehme ich es an und freue mich darüber, dass es nichts Schlimmeres ist. Viel Glück auf Deinem Weg.
     
  6. Wie äußert sich das, was meinst du genau mit du tust alles für den Mann? Hast du Beispiele? Und was meinst du mit du kämpfst um die Liebe? Auch hier wären Beispiele hilfreich.
     
  7. Liebe FS,

    ich habe das Gefühl, dass du zu wenig einforderst. Damit ist gemeint, dass du dich und deine Bedürfnisse zu sehr hinten anstellst. Du gibst mehr, als du bekommst.
    Das Nehmen will gelernt sein und ich arbeite noch an dieser Lektion in meinem Leben. Wie sieht es bei dir aus, kannst du nehmen und meinst du, mehr geben zu müssen.
    Lasse deinen Partner kommen, formuliere deine Vorstellung von einem WIR, wie es deiner entspricht und lasse dich nicht wie eine Schachfigur hin- und herschieben. Dann zeigst du Profil und bekommst den Respekt, der dir zusteht und der unabdingbar für eine Beziehung ist. Das Gelingen einer Beziehung hängt nicht von dir ab und schon gar nicht, dass du dich mundgerecht verhältst.

    Doch, du bekommst einen ab, einen, der deine Schätze zu sehen vermag und deine Seele lesen kann. Du musst nur deutlich zum Ausdruck bringen, wer du bist. Wattebäuschchen kann man schwer greifen, stell dich anders auf, sei dir deiner mehr bewusst und versuche nicht das Beziehungskonstrukt allein zu halten und zu festigen.
    Gib einem Mann den Raum, damit auch er sich zeigen kann.
    Lerne, in leeren Zügen zu genießen und fülle diese mit dir und deinen Wünschen und Vorstellungen aus. Lasse Männer zusteigen, die ähnliche Wünsche und Ziele haben wie du und du wirst sehen, der Zug wird schnurstracks geradeaus dort landen, wo du hingehörst. Hab Mut und viel Glück auf der Reise ins Glück!
     
  8. Ich spekuliere mal wie alle hier, nur so als Denkanstoß.
    Erst einmal kämpfe ich nicht zu Beginn einer Beziehung schon um Liebe.
    Wo soll das denn hinführen?
    Dann gibt es Menschen die zu Beginnn einer Beziehung solche Vorschußlorbeeren austeilen, wie du es beschreibst, nicht weil sie so ticken, sondern weil sie glauben sie könnten dann genau diese Eigenschaften später ebenfalls "einfordern", weil ja auch selbst gewährt.
    Ob du so bist kann ich nicht beurteilen, nur du selbst - und hier soll zur Selbstprüfung angeregt werden.
    Glaube mal, dass Männer schon ein Gespür dafür haben, ob diese wohl wollende Haltung die du auszeichnest aus deiner inneren Einstellung kommen, oder ob es nur ein Vorschuß ist.
    Wie gesagt ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber dies mal als eine Möglichkeit woran es liegen könnte.
    Da du selber diesen Kampf kennst, meinst du vielleicht gerade deshalb, dass du schon mal direkt zu Beginn einer Beziehung etwas geben müsstest, was du selbst früher vermisst hast. Aber dabei solltest du eben nicht aus den Augen verlieren das auch hier wieder jeder Jeck anders ist. Und es Menschen gibt, die dieses Gefühl nicht im Überfluss brauchen oder gar den Eindruck gewinnen das es nicht Echt ist.
    Natürlich kann es auch sein das es eben alles Vollpfeifen waren ......
    aber überdenken würde ich es einfach mal, kostet ja nichts.

    m47
     
  9. Du bist mit Deinen jungen Jahren schon sehr selbstreflektiert und erkennst zumindest zum Teil Dein Problem und hast Leidensdruck. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Dir eine entsprechende professionelle Bezugsperson helfen könnte, aus diesem Muster relativ schnurstracks herauszufinden. Keine Psychotherapie (Du wirkst überhaupt nicht krank),etwas niederschwelligeres, vielleicht eine Art Coaching? Möglicherweise können Dir andere ForistInnen Tipps diesbezüglich geben. Ist nur ein Gefühl bei mir, dass Dir ein "Profi" gut tun könnte.
    ErwinM, 49
     
  10. Es gibt keine Wunderpille, es ist ein Lernprozess. Viele fragen, was ist Sinn des Lebens. DAS ist Sinn des Lebens. Zu erkennen, wer man tatsächlich ist und danach sein Leben zu gestalten. Um festzustellen, wer man ist, muss man oft zuerst erkennen, wer man NICHT ist. Dafür bekommen wir verschiedene Statisten in inser Leben, die uns bis zu Weissglut treiben. So erkennen wir, wo unsere Schmerzgrenze ist und was wir uns nicht mehr gefallen lassen wollen. Nachdem wir emotionale Entrümpelung betrieben haben, steht uns der Weg frei, sich auszuprobieren. Du wirst nie mit allen Aufgaben fertig, dafür haben wir zu kurzes Leben und oft zu viele Wunden.Aber wir lernen, manches zu akzeptieren, so wie es ist und trotzdem zufrieden zu sein. Wo du anfangen kannst? Lerne zuerst, Nein zu sagen, egal zu wem. Zu deiner Freundin, wenn du müde bist. Zu deiner Mutter, wenn sie sich einmischt. Zu deinem Chef, wenn er zu unverschämt wird. Nein zu Sex, wenn dir nicht danach ist, du aber trotzdem machst, weil der Partner sonst gekränkt werden könnte oder du Angst hast, dein Date geht zu anderer. Glaub mir, schon hier wirst du zeitlang beschäftigt sein.
     
  11. Hallo sommerliebe,

    Deinem Verhaltensmuster liegt ja letztlich nur eines zugrunde: Angst vor dem Alleinbleiben/ Angst davor, übrig zu bleiben/ Angst, keine Familie gründen zu können. Und mit dieser Angst stehst Du weiß Gott nicht allein da. In meinem Umfeld sind alle, wirklich alle davon geplagt. Nicht nur Singles, sondern auch Leute in Beziehungen mit ungeliebten Menschen, von denen sie sich nicht trennen können vor lauter Angst vor dem Singledasein. Auch ich kenne diese Angst seit ich 30 geworden bin und mich getrennt habe, zumal ich weiß, dass ich mich nur selten verliebe. Deswegen will ich Dir sagen, was mir hilft. 1. Ich habe klare Vorstellungen von einem Mann und einer Beziehung. Ich weiß, dass ich einen Mann nur bei Erfüllung dieser Vorstellungen auf Dauer respektieren kann. Daher mache ich davon keine Abstriche. Mach Dir auch klar, was essentiell für Dich ist und lass daran nicht rütteln, sonst unterwirft Du Dich am Ende wieder völlig. 2. Tue alles, um selbst lebensfähig zu sein bzw. zu bleiben. Damit meine ich Sport, Gesundheit, Ernährung, Gehalt, Job, soziales Umfeld. Mir hat es extrem geholfen, hier im Forum bestimmte Frauen zu lesen, die ihrem Leben auch ohne Mann einen Sinngehalt gegeben haben und zB auch Kinder allein groß gezogen haben.

    Fazit: Ich lebe heute mein Leben, genieße es, treffe unverbindlich Männer, verfolge meine Karriere, pflege meine Freundschaften und Beziehung zur Familie. Für den Fall, dass mir kein Knallermann, mit dem ich drei Kinder machen und alt werden will, begegnet, versuche ich jobtechnisch am Ende so da zu stehen, dass ich mit 36 aufwärts auch alleine für ein Kind sorgen könnte - Für den Fall, dass ich dann einen Kinderwunsch habe.

    W30
     
  12. Liebe sommerliebe,
    Du hast den Grund für dein Verhalten bereits erkannt.
    Es liegt an deinen Erfahrungen in der Kindheit, wenn du dir die Beziehung zu deinen Eltern genau anschaust und reflektierst hast du sehr viel gewonnen für dein zukünftiges Leben.
    Manche Menschen kommen nie soweit und drehen sich lebenslang im Kreis ohne zu wissen warum.
    Du kannst entweder gute Bücher dazu lesen zb C.G Jung, Alice Miller, oder ein Gespräch mit einem Psychologen suchen.
    Erst wenn du dann lernst mit dir alleine klarzukommen, wirst du niemanden mehr brauchen müssen. Dann wirst du einen Partner haben, der das Leben mit dir teilt und ihr euch gegenseitig gut tut.
    Clarissa
     
    • # 11
    • 06.08.2018
    • void
    Darin steckt viel widersprüchliches Verhalten. Du kämpfst, tust alles, nimmst alles hin - das wirkt so, als könnte man sich bei Dir alles erlauben. Das macht Dich "wertlos". Was einen Wert hat, muss selbst erkämpft werden. Wobei ich das bei Liebe sowieso unpassend finde. Aber eine Frau, die sich so anbietet, und wenn sie den Mann will, sich völlig aufreibt und alles akzeptiert, wirkt nicht begehrenswert. Dann kommt dazu auch noch, dass Du nicht klammerst, was ich gerade schwer in das "ich kämpfe"-Bild passen kann, weil die Kämpferinnen den Mann ja immer auch bearbeiten wollen, doch zu sehen, wie super die Beziehung sein könnte. Das ist schon Klammern, wenn auch ohne Einengen, wenn man alles erlauben will.
    Ich denke, ein Mann, der WILL, dass die Frau um ihn kämpft, will auch immer, dass sie eifersüchtig ist. Und einer, der eifersüchtige Frauen doof findet und die als Klammernde empfindet, kann mit einer Frau, die "kämpft", nichts anfangen. Das würde ihn ja bedrängen.
    Das kann man nicht "mit Rezept" machen. Wenn Du Angst hast, keinen Partner mehr zu kriegen, klappt das eh nicht. Unabhängig und zufrieden sind nur Menschen, die das, was sie nicht beeinflussen können, dem Schicksal auch überlassen und ohne das zufrieden sind, und das, was sie beeinflussen können, SO beinflussen, dass es ein Erfolg werden kann. Klar gibt es auch Rückschläge und Krisen, aber sie lassen sich nicht entmutigen und gehen vielleicht einen Umweg oder erkennen, dass das, was sie vorhaben, doch nicht so gut wäre oder eben so nicht funktioniert und deswegen vielleicht ganz zu verwerfen ist.

    Dass man einen passenden Partner findet oder auch "nur" eine beste Freundin oder einen besten Freund, ist ja nicht beeinflussbar. Du kannst die Zahl der Menschen, die Dir begegnen, erhöhen, und gewisse Auswahlkriterien entwickeln, dass Du Männer gleich erkennst, die nicht partnerschaftsgeeignet für Dich sind. Aber dass Dir der Richtige begegnet, kannst Du einfach nicht beeinflussen. Das einzige, was Du tun kannst, ist Deine Kriterien entwickeln, dass Du ihn erkennen kannst, also rausfinden, was wirklich zu Dir passt, und wie sich das in Verhaltensweisen äußert.
    Darüber reflektieren, was Du erwartest, was Du mitbringst, was Projektion ist und eigentlich in Dir selbst schlummert, was Dich sexuell anmacht und ob das wirklich lebbar ist in einer Beziehung, Eigenschaften bei sich zu erkennen, wie andere überrollen und nicht erkennen, dass das manche Menschen scheinbar zulassen, aber innerlich mit den Schultern zucken und ihr eigenes Ding machen, Dich Dir einen abstrampeln lassen und dann gehen, weil sie nie wirklich Interesse hatten an Deiner Bekanntschaft.
     
  13. Deine Erklärung ist richtig. Es gibt sehr viel Literatur zu dem Thema.
    Generell könntest du darauf achten, dass das Geben und Nehmen im Einklang ist. Wenn du viel zurücksteckst und alles für den anderen tust, ist es definitiv nicht im Einklang.
    Jemand, der dich liebt, würde gar nicht wollen, dass du in diesem Ausmaß "gibst". Was "nimmst" du denn?
    Du bist diejenige, die in den 3 Beziehungen verlassen wurde, was dafür spricht, dass die Männer nicht glücklich waren. ABER: Du hast nicht wahrgenommen, dass du SELBST nicht glücklich bist. Wie auch, wenn du immer zurücksteckst?
    Es wäre also sinnvoll, dich in der nächsten Beziehung (besser noch beim Kennenlernen) zu fragen: Ist es das, was ich will? Erfüllt es meine Bedürfnisse? Die Bedürfnisse sind unterschiedlich von Mensch zu Mensch.
    So machst du dir nichts vor und bist ehrlich zu dir selbst.
    Ich denke nicht, dass du bisher ehrlich warst. Die Männer haben nur eher erkannt, dass die Beziehung nicht erfüllend ist und sie deshalb beendet.
     
  14. In meiner letzten Beziehung war es so, dass ich mich häufig nach ihm gerichtet habe, egal ob in der Freizeit- oder Urlaubsgestaltung. Ich habe zwar viel mit meinen Freundinnen unternommen, aber meist nur wenn er ohnehin verhindert war. Er war beruflich die Hälfte des Monats weg und hat viel Zeit mit Freunden und Familie verbringen wollen. Wenn er gesagt hat, dass er um 20 Uhr wieder da ist und ich sauer war, weil er um 2 Uhr nachts heim kam ohne eine WhatsApp o.ä. zu schicken, hat er gesagt ich würde ihn kontrollieren wollen, hätte 'ne Meise...
    Fortan habe ich meist meinen Mund gehalten, ihn machen und ziehen lassen und neben meinem Job den Haushalt komplett alleine geschmissen, Dinnerpartys mit Freunden oder für seine Familie geschmissen, ihn mit Kleinigkeiten überrascht und täglich verführt...weil ich ihn glücklich machen wollte und Bestätigung bekommen wollte. Sätze wie "Ich liebe dich" hat er alle paar Wochen in den Mund genommen. Als ich einmal spontan beruflich länger in China bleiben musste hat er nicht einmal nachgefragt wann ich nach Hause kommen würde und begründete das damit dass er "eben auch arbeiten müsse und nicht ständig WhatsApp schicken könne". Solche Beispiele gab es viele - anstatt zu gehen habe ich mich immer mehr angestrengt. Das hat meinen Selbstwert noch weiter heruntergezogen und nun sitze ich nach der Trennung "alleine" da und versuche diesen wieder aufzubauen. Während der Trennungsphase hat er mich mit seiner jetzigen Freundin betrogen und ich fühle mich, als ob ich versagt habe, da ich ihn nicht "halten" konnte.
     
    • # 14
    • 10.08.2018
    • void
    Puh, das klingt alles sehr übel.
    Du hast leider gar kein Selbstwertgefühl. Du versuchst es Dir durch Anerkennung von außen aufzubauen, aber das ist gerade das Ding am Selbstwertgefühl, dass man das immer noch hat, wenn alle anderen vermitteln, man sei nichts wert. Man entfernt die dann aus seinem Leben, weil sie den "Wert der Person" nicht erkennen und schätzen können.

    Selbstwert bedeutet nicht, sich das verdienen zu müssen. Du selbst gibst Dir das und musst Dir sagen "ich bin es mir wert, dass es mir mit Mensch X nicht schlecht geht. Und wenn er mir nicht guttut, bin ich es mir wert, den Kontakt zu beenden".
    Das ist eine Spiegelung, das eigene Unwertgefühl anderen Menschen in den Mund zu legen bzw. sich genau die zu suchen, die einem immer wieder die Bestätigung geben, unwert zu sein. Gerade die versucht man zu überzeugen, und geht ein dabei, wenn sie die Anerkennung nicht geben (was sie auch nicht tun), aber eigentlich sind die nur Stellvertreter für die eigene Meinung.

    Genau das ist es. Was hast Du für einen Wertekanon im Kopf und von wem stammt der? Sind Frauen, die lieblose Männer nicht halten können, Versagerinnen? Dreh die Betrachtung doch mal so, dass Deine Geschichte einer anderen Frau passiert sei. Was denkst Du neutral über sie? Dass sie eine Versagerin ist und sich nicht genügend angestrengt hat? Wenn Du das nicht denkst, warum dann über Dich?
     
  15. Liebe FS,
    Glückwunsch, dass Du in Deinen jungen Jahren schon so weit in der Selbsterkenntnis bist.
    Du weißt, was zu tun ist. Beim nächsten Mal erduldest Du nicht lange und strengst Dich noch mehr an, sondern gehst gleich, wenn jemand sich unpartnerschaftlich und unzuverlässig verhält, Dir aber den schwarzen Peter zuschieben will.

    Wenn Du Dich verhältst wie ein Escortgirl und noch selber das Geld mitbringst, dann brauchst Du Dich nicht wundern, dass er Dir mit keinerlei Respekt begegnet.
    Hör auf, Männer glücklich machen zu wollen, indem Du Konflikten ausweichst und Dich Ihnen komplett als Wunscherfuellerin unterordnest. Was dabei rauskommt, siehst Du ja.
    Such' Dir einen Mann, den Du nicht glücklich machen musst sondern einen, der mit Dir glücklich ist und daher auch gern mit Dir zusammen sein möchte, statt immer sonstwohin zu rennen.

    Erste Indikatoren, wann es nichts werden kann sind:
    - er sagt, Du kontrollierst und hast eine Meise, wenn Du Deine Belange thematisierst. Mit einem Mann, der Dich abwertet, wirst Du nie glücklich, weil er Dich nicht respektiert.
    - Wenn esnur miteinander läuft, wenn Du den "Mund hältst und ihn ziehen lässt", kannst Du es auch vergessen. Damit wirst Du auch nicht glücklich.

    Du gibst nach außen das Bild einer unabhängigen Frau - diese will der Mann. Dann verwandelst Du Dich in das devote Mäuschen und wirst für ihn unattraktiv und er fängt an Dich zu mobven, Du bemühst Dich noch mehr - ein unheilvoller Kreislauf.
    Auf den ersten Blick bist Du die Idealfrau für Männer, bei denen eine Beziehung eine Nebenrolle spielt. Diese musst Du erkennen und direkt aussortieren, denn Du willst, dass eine Beziehung eine zentrale Rolle in Deinem Leben spielt.

    Du kannst unabhängig sein und trotzdem eine gute Beziehung führen, in der man respektvoll miteinander umgeht. Du musst dafür nur den richtigen Mann finden und es direkt beenden, wenn Du merkst: er passt doch nicht.
     
  16. Ich bin überzeugt davon, dass es für die neue Beziehung nicht gut ist, wenn man sich gegenseitig den großen Schmerz aus der letzten Beziehung erzählt.

    Man therapiert sich ja gegenseitig und das ist zuviel negativer Balast für das gesunde Wachstum eine neuer Beziehung.

    Sicherlich kann man sachlich sagen, was man in Zukunft nicht mehr erleben will, aber mehr auch nicht.

    Ich habe auch keine Lust mehr, ständig als seelischer Mülleimer benutzt werden zu wollen
     
  17. Würde ihm schon sagen, dass deine letzte Beziehung auseinanderging weil du betrogen und angelogen wurdest. Das mit dem "offenen Buch sein" stimmt schon, aber diese Punkte werden dein Verhalten in der neuen Beziehung voraussichtlich maßgeblich beeinflussen und somit wird dein Freund auf jeden Fall merken, dass was ist.

    Wenn du es ihm nicht sagst, wird er evtl. Denken "kein Wunder das ihr letzter sie verlassen hat, so eifersüchtig und mißtrauisch sie ist...", weil du Angst davor hast das sich alles nochmal wiederholt.

    Deshalb mein Rat alles zu erzählen, was das eigene Verhalten gegenüber dem Partner erheblich beeinflußt. Alles was dies nicht tut, solltest du nicht erzählen.
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)