1. Ich hoffe das er jemanden anderen findet- damit Du deine Ruhe hast! Und nein, er behandelt dich nicht liebevoll. Er erniedrigt und verletzt dich. Und das noch absichtlich. Und das wird sich in Zukunft nicht ändern.
    Dem würde ich den Putzlappen sonst wo hinfeuern! In welcher Zeit leben wir denn? Lass Dir das nicht gefallen und setz die rosarote Brille ab.
     
  2. Mein Rat: Nicht heiraten. Nicht ihn.
    Heirate doch lieber jemanden, der Respekt, Achtsamkeit, Augenhöhe, Demut vor der Liebe praktiziert.
    Du bist, wie Du bist. Du darfst Dich natürlich gerne und oft reflektieren, aber auch vorbehaltlos akzeptieren, und solltest in jedem Moment zu Dir stehen. Stattdessen analysiert Du Dich und bewertest Dich als (zu?) sensibel (für ihn).

    Er ist, wie er ist. Und ich empfinde ihn aus Deiner Beschreibung als komplett seiner selbst un-bewusst. Er hat noch bei Weitem nicht begriffen, was Liebe ist. Deshalb trampelt er mit einem Dinosaurier-Ego durch Deine Welt.
    Mein Rat ist hart. Trennung. Werde Dir Deines Wertes und Deiner Selbst erstmal bewußt. Und dann such oder finde den Richtigen. Mit dem dann ein Leben in Liebe, Respekt und Achtung. Dann macht es Dir auch Freude. Ich glaube, Dein Freund hat was narzisstisches und Du bist das passende Gegenstück. Werde Dir erstmal klar über Deine Persönlichkeit, bevor Du über Heirat, Kinder und das ganze Konstrukt nachdenkst.
    Er ist der falsche Fisch.
     
  3. Heiraten und Kinder kriegen scheint mir auch keine gute Idee zu sein.

    Aber du könntest ihn als Übungsobjekt ansehen, um zu lernen, angemessen für dich einzustehen und dir andere Konfliktbewältigungsstrategien als beleidigt sein und Rückzug anzueignen. Dein Repertoire ist ausbaubar. Das wird dir für dein künftiges Leben einen grossen Nutzen bringen. Versuch, was passiert, wenn du dich anders verhältst als bisher. In der Regel verändern sich die Dynamiken in einer Beziehung, wenn einer einseitig sein Verhalten ändert. Einen Versuch könnte es wert sein. Es ist eine Art spannendes Spiel.

    Und: Hast du ihm je in einem ruhigen Gespräch gesagt, dass solche Äusserungen für dich untolerierbar sind, dass du sie schlichtweg nicht akzeptierst?

    Wie wünschst du dir euren Umgang miteinander? Versuch das mal positiv zu beschreiben. Und dann erzähl es ihm. Und frage ihn, wie er sich euren Umgang wünscht. Habt ihr ähnliche Vorstellungen, oder unterscheiden sie sich völlig? Da geht es auch um Werte, die Sachen, die einem echt wichtig sind. Könnt ihr euch auf einen Mindeststandard einigen?

    Beim streitanfälligen Thema Hausarbeit: Wie könntet ihr es so aufteilen, dass sich beide wohl fühlen und beide etwa gleich viel machen? Jobs verteilen? Oder zusammen putzen und kochen? Oder zusammen eine Putzfrau suchen?

    Frau 52
     
  4. Die Frage ist doch, ob Du dieses traditionelle Rollenbild in voller Konsequenz auf Dauer leben möchtest und kannst.
    Einige Frauen fliegen auf diesen Typ „Macker“ und wundern sich dann, wenn Sie als Putzfrau und Köchin enden. Grundsätzliche Probleme mit der Rolle scheinst Du nicht zu haben, vielleicht kannst Du Dich an den Ton gewöhnen?
    Die meisten Frauen wären wohl schon längst weg, aber es ist ja letztlich Deine Wahl...
     
  5. Liebe ana0408
    Ich bin auch ein sensibler Mensch. Letztes Jahr begann ich eine Beziehung mit jemandem, der bei weitem nicht so schlimm war, sozusagen die "Light" Version.
    Er wusste natürlich auch alles besser als ich, und wenn er es nicht besser wusste, behauptete er es trotzdem. Er fühlte sich persönlich dazu veranlagt, die Norm in einer Beziehung und im Leben festzulegen und mich - ganz "besorgt" und nett - zu coachen und mir die Welt zu erklären. Hierbei auch Dinge, die ich wusste oder lediglich etwas anders machte. Also z.B. die Art, wie ich Knoblauch klein hackte, Rührei kochte, meine Wäsche wusch, meinen Tee braute, meinen Hund fütterte usw.
    Zunächst fühlte ich micht quasi als total unnützer Mensch "entlarvt" und in der entschuldigenden Position, dass ein so fähiger Mann wie er jetzt so viel Geduld mit mir haben muss. Mein Selbstwert war damals gerade nicht der beste. Nach einigen Wochen durchschaute ich aber, dass ich in eine destruktive Beziehungsdynamik hinein gekommen war.
    Da ich natürlich an den positiven Qualitäten auch festhalten wollte, versuchte ich mit diskutieren und teilweise auch Auseinandersetzungen, diese Dynamik zu verändern. Ich war auch bereit, selber etwas dazu zu lernen. Mir schien jedoch, dass das eine sehr tief sitzende Gewohnheit war und ich stellte fest, nee, damit kann ich nicht.
    Daher beschloss ich, wieder Single zu sein und machte Schluss. Es geht mir jetzt deutlich besser.
     
  6. Die "Du bist ..." "Du musst..." "Du kannst das nicht..." Kommunikation ist aggressiv, übergriffig und gewalttätig.

    Und Du bist nicht sensibel, wenn Du darauf mit Abwehr reagierst sondern normal... Erst wenn Du Dir das unwidersprochen gefallen lässt, musst Du Dir Sorgen um Deine seelische Gesundheit machen.

    Mit dieser Art von Kommunikation wird auch Gehirnwäsche gemacht und der andere Partner klein gehalten.

    Die Wünsche an den Partner (und an andere Menschen) kann und sollte man aus der Ich-Perspektive formulieren.

    "Ich wünsche mir eine saubere Wohnung, denn ich fühle mich dann viel besser."

    Zudem ist eine Aussage: "Du musst eine bessere Hausfrau werden." nicht zielführend, weil niemand weiss, was er denn nun überhaupt von Dir will.

    Normalerweise würde man bei sowas eine konkrete Beobachtung benennen und dann den Wunsch nach Besserung formulieren:

    "Mir ist aufgefallen, dass bei den letzen beiden Malen als Du geputzt hat, immer die Spinnweben über den Fenstern im Wohnzimmer geblieben sind. Es würde mich sehr freuen in einer Wohnung ohne Spinnweben zu leben, weil ..."

    Falls Du fürs Putzen zuständig bist, dann weisst Du wenigstens, was er konkret will... Wobei er natürlich auch selber putzen könnte, wenn er extreme Ansprüche hat, denen Du nicht genügst.

    "Wir haben im letzten Monat 3x den Kühlschrank ausmisten müssen und abgelaufene Lebensmittel weggeworfen. Ich möchte, dass ..., weil wir unser Geld auch für x und y ausgeben könnten."

    Es gibt dazu viele Bücher, die das Thema aufgreifen. Das ist ein Klassiker der Kommunikation. Z.B.:

    Gewaltfreie Kommunikation von Marshal B. Rosenberg

    Würde einer von Euch jemals eine Therapie machen, zu einer Selbsthilfegruppe gehen oder ihr gemeinsam in eine Paarberatung gehen, dann wäre diese Art der Kommunikation das Allererste, was man üben würde zu ändern.

    Davon unbenommen hat er offenbar Vorstellungen wie Eure Paarbeziehung funktionieren soll, die er nicht anders formulieren kann. Du solltest halt überlegen, ob sich diese Vorstellungen (Du machst den Haushalt, usw - Er bringt hoffentlich das Geld ran) auch mit den Deinen decken.

    Falls nicht habt Ihr ständiges Konfliktpotential, bis ihr das grundsätzlich ausgehandelt habt.

    Denn wenn Du dann fürs Putzen oder Kochen zuständig sein solltest, dann hat er sich da rauszuhalten. Genauso wie Du ihm keine Vorgaben machst, wie er in seinem Job zu arbeiten hat.

    Du könntest nämlich auf die gleiche Tour anfangen seine Art zu arbeiten zu kritisieren:

    "Du wirst nie eine Gehaltserhöhung bekommen."
    "Du gehst immer unausgeschlafen zur Arbeit."
    "Du gehst immer wie ein Penner zur Arbeit. Kein Wunder, dass Du nicht befördert wirst."
    "Willst Du weiter so wenig Geld verdienen?"
    Usw...

    Überleg Dir mal, wie er auf sowas reagieren würde...
     
  7. Hallo nochmal in die Runde, vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Da noch einige Fragen kamen:
    Wir wohnen aktuell noch nicht zusammen, da wir eine Fernbeziehung führen. Er ist aber mehrmals im Monat für ein paar Tage bei mir und es ist geplant, dass wir zusammen in meine Wohnung ziehen, deshalb sieht er sie auch bereits als unsere an. Seine Wohnung ist sehr gepflegt, ich bin aber auch ein sehr ordentlicher Mensch.
    Anfangs habe ich ausschließlich enttäuscht und zurückgezogen reagierte, nach ein/zwei Jahren habe ich angefangen ihm die Stirn zu bieten, habe mit Sätzen reagiert wie „Ja richtig, ich bin auch keine Hausfrau, ich arbeite schließlich genauso viel wie du“. Daraufhin hat er mich als eine Zicke bezeichnet was mich irritierte, da mich in meinem sozialen Umfeld sonst niemand so bezeichnen würde. Zuletzt habe ich angefangen, ihn ebenfalls auf Dinge hinzuweisen, die er „nicht richtig“ macht, um ihm zu zeigen wie es sich anfühlt, ständig zurechtgewiesen zu werden. Er fand das aber garnicht schlimm. Ich hingegen schon, weil wir dadurch beide nur noch am Meckern waren und ich so einen Umgangston nicht miteinander pflegen möchte. In beiden Fällen kam es zu Diskussionen/kleinen Streits, aus denen ich mich geknickt zurückgezogen habe, woraufhin er sich schnell für sein Verhalten entschuldigt hat.
    Abgesehen davon behandelt er mich sehr gut. Er ist sehr fürsorglich (merkt z.B. wenn mir etwas fehlt, ohne dass ich es ansprechen muss). Wenn ich ein Probleme habe, hat er immer ein offenes Ohr und versucht mir zu helfen. Wenn mich jemand schlecht behandelt, wird er wütend und verteidigt mich. Wir haben den selben Humor, teilen die selben Werte, Ansichten und Ziele. Sowohl in seinem als auch in meinem Elternhaus gab es eine sehr klassische Rollenverteilung (Mann arbeitet und macht die Ansagen, Frau kümmert sich um Haushalt, Essen und Kinder).
     
  8. Genau genommen hast du klein beigegeben.
    Auch hier scheinst du dich als "kleine Maus" zu geben, die beschützt werden und der man helfen muss. Einer Maus kann mein scheuchen, einen Leopard weniger

    Daher vermutlich diese Rollenverteilung und die Abwertung, wenn du muckst. Nun musst du für dich entscheiden, was du möchtest, denn er kann ja nicht aus seiner Haut.
     
  9. das ist genau das was man in einer Beziehung nicht braucht. Diese ständigen Kämpfe und wenn du einmal aufmuckst, dann bezeichnet er dich als Zicke. Wow ich muss schon sagen. Richtig hell im Kopf der Typ. Der hat null Fähigkeiten zu reflektieren und sich in dich hineinzuversetzen. Was macht der Bursche beruflich? Etwas technisches? Mein Ex war Ingenieur...vielleicht hast du ihn jetzt an der Backe ;)
    Ne ganz ehrlich. Geh in dich und überlege dir, ob du mit einem unreifen Schuljungen irgendwann eine eigene Familie haben willst. Die Beziehung steht für mich auf wackligem Boden und lange wird das auch nicht mehr gut gehen bei euch...vermutlich wird es auch kein Zusammenziehen geben.
     
  10. Ich verstehe Dich.
    Ich möchte auch keine Streits bewusst provozieren.
    Wir beide wollen mehr Harmonie als das mit unseren Partnern möglich ist.
    Es ist und bleibt eine Gratwanderung.
    Im Nachhinein würde ich mir überlegen, ob ich mit einem straken Charakter wie meiner Parterin nochmal in eine lange Beziehung gehn wollte. Überlege bitte genau ob Du das willst. Denn diese Effekte und Konflikte werden nicht weniger sondern mehr.
     
  11. Hallo FS,
    eventuell ist es eine Chance, wenn du ihn bei dir einziehen lässt.
    Heutzutage ist es schwer eine bezahlbare Wohnung zu finden, und deswegen sehr löblich, wenn du ihm erstmal ein Dach über den Kopf geben kannst. So gesehen ist nicht nur er fürsorglich, sondern auch du. Wobei noch herauszufinden wäre, ob seine Fürsorglichkeit darin besteht, dir eine Lektion in Sachen Haushalt zu erteilen, wenn es dir halt "fehlt". Oder was meinst du mit fehlt?
    Nach deinem letzten Beitrag kommt mir da noch mal die Idee, ob es nicht einfach besser wäre für euch zwei, wenn du mal daheim bleiben würdest, und dich ganz den Pflichten einer Hausfrau hingibst.
    Er wird ja dann arbeiten, und du kannst mal lernen eine wirklich gute Hausfrau zu sein, und nicht nur so husch, husch.
    Es gab doch früher mal das Lied "Das bisschen Haushalt, sagt mein Mann.." Dabei ist der Haushalt gar nicht wenig. Du musst gut einkaufen gehen, nimmt schon mächtig viel Zeit in Anspruch. Dann immer schön die Küche putzen, das Klo (war bei uns immer Streitthema) und der Garten (falls vorhanden) und der ganze Rest.
    Ich sag das deswegen, weil wenn ihr dann heiratet und Kinder habt, du ja auch daheim bleibst und er das Geld mit nach Hause bringt.
    Jetzt nimm dir mal ne Auszeit und lerne den Haushalt. Es gibt mittlerweile japanische Tutorials darüber. Das sieht man dann eine japanische Frau,wie sie Fenster putzt. Aber hallo.
    So. Dann geht es ja noch um die Aufteilung des Haushaltsgeldes.
    Das muss er dann schon rausrücken, weil du ja noch lernen musst mit dem Haushaltsgeld umzugehen. Nicht, dass es hinterher noch heisst, du kannst mit Geld nicht umgehen. Das wäre aber dann wirklich einer zuviel. Meinst du nicht? Von daher hast du jetzt die Chance, wenn er zum Beiwohnen kommt, daheim zu bleiben und nach dem Haushalt zu schauen. Meine ich jetzt voll im Ernst. Dann schaust du mal, ob der finanzielle Umgang dann hinhaut.
    w 46
     
    • # 41
    • 10.05.2019
    • void
    Das klingt alles lieb, aber eigentlich bist Du dann die Person, die Hilfe braucht, er ist derjenige, der Hilfe gibt. (Vielleicht bist Du sogar sein Besitz) Und deshalb wirst Du auch drauf hingewiesen, was Du sonst noch alles falsch machst, wo Du sonst noch falsch bist usw..

    Einer, der sich als Beschützer und Helfer sieht, sieht sein Mündel nie auf Augenhöhe und behandelt es daher auch nicht so, wenn es um interne Konflikte geht. Hast Du ja auch schon gesehen ("Zicke").
    Für mich klingt das so, als sei all das, was Du kannst, unwichtig bzw. er könnte das auch, wenn er wollte, oder Du kannst was eben nicht so gut wie er und das sagt er Dir. Du bist ständig in der Position der "Schülerin" und wenn Du auf Augenhöhe kommen kannst mit Argumenten, kriegst Du ne Beleidigung hingeschmissen. Lies Dir das hier tausendmal durch:
    Ich würde sagen, deswegen hast Du ihn Dir auch gewählt. Ich würde mich fragen, ob mein Lebensplan war, so zu leben wie Deine und insbes. seine Mutter. Wenn Du erstmal abhängig bist, also nicht arbeitest, wird sich sein Verhalten steigern, da bin ich mir sicher. Und dann werden auch die Entschuldigungen ausbleiben.

    Eigentlich wäre das ja gut. Aber es wird wohl SEINE Wohnung, wenn ihr zusammenwohnt, dh. ER macht in eigentlich Deiner Wohnung die Regeln.
    Es ging nur um Machterhalt bei seiner Beleidigung, weil Du was entgegnen konntest u er keine Argumente mehr hatte. Der Mann ist der Herr im Haus, das muss bleiben, egal wie.

    Das ist das, was Dich erwartet. Du wirst noch viele, viele Kämpfe ausfechten müssen, vielleicht ändert er sich nie.
     
  12. Du hast dir keinen dominanten Macher geangelt.
    Du lässt dich von einem mickrigen Oberlehrer schikanieren.
    Du bist auch nicht sensibel. Sondern kannst dich nicht wehren.

    Bin gespannt, welche Schlüsse du aus den klaren Fakten ziehst. Denn eins ist klar - bleibst du bei deinem Oberlehrer darfst du dich weiterhin um "Fleisspunkte" bemühen.
     
  13. Liebe Fragestellerin,

    darf man wissen, warum du hier deine Beziehung in Frage stellst, wenn abgesehen von dieser "kleinen" Problematik er dein Traummann ist?Wenn Liebe für dich bedeutet, ständig kleine Kämpfe auszuführen, vom Partner Sätze wie "Werde eine bessere Hausfrau" zu hören und nicht auf gleicher Augenhöhe betrachtet zu werden, dann ist doch alles im Butter.

    W (26)

    PS: Bildet er allein den Mittelpunkt deiner Welt oder gibt es in deinem Leben auch andere Menschen (z.B. sehr gute Freunde)?
     
  14. Hm, @ana0408,
    es wundert mich, dass du dieses Gehabe bereits 4 Jahre über dich ergehen lässt und trotzdem an der Beziehung festhältst.
    Ist er vielleicht Lehrer von Beruf und handelt nach dem Motto: "Morgens bin ich Lehrer und mittags habe ich auch immer Recht"?

    Nun ja, wenn er "dich ansonsten sehr gut behandelt" (Ironie off)

    Respektvoll geht anders und ohne Respekt würde ich keine Beziehung führen. Du musst dir kein dickeres Fell zulegen, sondern er müsste sich dir gegenüber anders verhalten und das würde er auch, wenn er dich wirklich liebte.

    Natürlich kann man sich mit einer solchen Situation arrangieren und du tust das ja bereits seit 4 Jahren, doch glücklich wird man dabei sicher nicht.

    Im Grunde bist du für ihn ein Opfer, das sich sein schlechtes Benehmen gefallen lässt und froh darüber ist, ansonsten ja gut behandelt zu werden und deshalb hat er dich ausgesucht.

    Mach einmal den Test: Lass dir seine Unverschämtheiten nicht mehr gefallen und setze ihm Grenzen. Du wirst sehen, wie schnell er eure Beziehung überdenken wird, denn er sucht keine Partnerin auf Augenhöhe, sondern jemand, den er klein machen kann..

    Ich würde bei diesem Mann von einer Ehe absehen.
    Nicht nur du, sondern auch eure Kinder wären zu bedauern …
     
  15. Natürlich kann sie jetzt einfach Schluss machen. Da dahinter aber offenbar familiäre Muster stecken, wird sie den nächsten "Anschaffer" finden. Nicht bewusst. Ich denke nicht, dass sie bewusst das 50er Jahre Modell möchte-vorallendingen in der Kombination Vollzeit arbeiten und Hausfrau und sich dafür noch anschnauzen lassen.
     
  16. FS

    Du wirst kleiner werden, Dich immer mehr zum Kind degradieren lassen, als Mensch verschwinden.
    Der Kerl hat das perfekte Opfer in Dir.
    Das, was er mit Dir macht, geht in Richtung Manipulation und psychische Gewalt.
    Die "Fürsorglichkeit" verstärkt seine Macht.

    Du entschuldigt Dich, erklärst, rechtfertigst auch hier.
    Du wirst noch lange leiden, bis Du aufwachst und Deine künftigen Kinder dazu.

    Ich arbeite in diesem sozialen Bereich, als Psychologe, zu mir kommen Frauen, wie Du, die Jahre später, nach einer "Karriere" wie die die Dir bevorsteht, gebrochen wieder zu einem Leben zurück finden müssen. Manchen gelingt es.
    Die Kinder aus solchen Ehen meist geschädigt, einige grundlegend traumatisiert.

    Suche Dir professionellen Rat, mein dringender Tipp.
    Du entscheidest Dich gerade, ob Du Opfer sein möchtest.

    Aktuell wäre es für Dich sehr einfach, es ist eine Fernbeziehung , es ist Deine Wohnung. Kontaktabbruch problemlos. Den würde ich Dir dringend nahelegen.
    Lass ihn zumindest nicht einziehen, bis Du für Dich bewusst entschieden hast, was Du willst.

    M, 54
     
  17. @Cressida den Vorschlag finde ich total am Kern der Sache vorbei. Jemand, der immer nörgelt und alles besser weiß, wird nicht nur damit aufhören, weil der andere „Haushalt lernt“. Spätestens bei Kindern gehts dann wieder los, denn da kann man sich noch so gut vorbereiten, das lernt man erst wenn Kinder da sind und jeder hat zur Erziehung andere Meinungen. Da knallt es schon bei ausgeglichenen Paaren. Ich kann mir vorstellen, wie belehrend dieser Mann dann ständig auftreten wird. Außerdem ist der Wunsch, Hausfrau zu sein, nicht unbedingt bei jeder Frau ausgeprägt und ich lese davon gar nichts bei der FS. Alle meine Freundinnen arbeiten auch mit Kindern weiter und der Mann bringt nicht alleinig das Geld nach Hause... und ich würde mich nie in so eine Abhängigkeit bringen zu einem Mann, der ständig alles besser weiß. Gruselig. Ist das wirklich ein ernstgemeinter Vorschlag?
     
  18. Hallo ,
    ja das meine ich schon so, wie ich es geschrieben habe.
    Die FS sollte sich ganz auf den Haushalt konzentrieren, weil ihr Freund, der bei ihr einzieht, ja nicht zufrieden mit ihrer Leistung ist.
    Wer weiß, vielleicht ist sie ja auch echt ne miserable Köchin und sieht einfach nicht wo der Dreck sitzt. Ja, das gibts. Gilt auch für Männer, wenn sie daheim bleiben sollen. Da erwartet Frau auch Einsatz. Da will ich als Frau auch nicht nach Hause kommen, und nichts ist geregelt.
    Ich kenne viele verheiratete Frauen, die sich ganz dem Haushalt widmen, und der Mann geht arbeiten. Wenn du bei denen in die Wohnung gehst, ist es blitzblank und lecker Essen steht auch immer bereit, wenn der Mann kommt. Und abends sind sie dann auch ausgeruht, um für die lustvollen Genüsse zu sorgen und den Mann zu verwöhnen. Diese Frauen kochen und backen den ganzen Tag, und verwöhnen den Mann abends mit leckeren Häppchen. Ja, ist jetzt auch kein Film sondern Realität.
    Sie sind natürlich verheiratet, ist klar. Also in wilder Ehe lebt das keine.
    Deswegen finde ich es auch echt nicht so supi, wenn der Typ einfach so einzieht. Normalerweise heiratet man auch, bevor man zusammenzieht, damit alles seine Ordnung hat.
    So genießt der Freund der FS alle Vorzüge ohne irgendeine Verpflichtung einzugehen. Ihm wird alles hingetragen, er kann sich ins gemachte Nest setzen, die FS geht arbeiten, und er ist dann in der Wohnung nur noch am Mosern und mimt den Divo. Hoffentlich muss die FS ihm nicht noch auch noch einen Job besorgen.
    Von daher, wenn schon dieses traditionell klassische Modell gepflegt werden soll, dann muss klar sein, was jeder zu tun hat. Alles andere ist irgendwie abtörnend. Ich mein, ist das jetzt sexy, wenn ich mich ständig darum streiten muss, wer den Müll runterträgt und wer das Klo putzt?
    Heutzutage sollten Frauen sich mal Gedanken über die Dreifachbelastung machen (Superjob, Kinder, Küche) und dann noch die Erotik mit dem Mann. Schafft kein Mensch.
    w 46
     
  19. Aus welchem Jahrhundert stammt denn diese Vorstellung??
    Würde @ana0408 ihr folgen, hätte ihr Freund erst wirklich Oberwasser. Es steht doch nicht im Raum, dass die FS nicht ordentlich putzt - Monsieur findet immer und überall Gründe, sie klein zu halten. Er will der »Bestimmer« sein, basta!
    Sobald ana sich auf ein Hausfrauendasein beschränkt, ist die Abhängigkeit zum Partner voll da. Er wird ihr zugestehen, was in seinem Ermessen liegt, mehr nicht - und sie muss darlegen, warum sie die eine oder andere Entscheidung (ohne ihn) getroffen hat. Dieses Verhalten wurde nicht einmal meiner Großmutter vor knapp 100 Jahren abverlangt.

    Leider gruselt's mich aber auch bei allem, was du selbst schreibst, liebe FS: dein Partner schlägt dich zwar nicht (um sich anschließend zu entschuldigen), aber er quält dich mit seiner verachtenden Kritik - und dass er sich anschließend entschuldigt, macht es nicht besser. Er lernt ja nichts dabei ... und sein Verhalten wird sich eher noch verstärken, als einer anhaltenden (und vor allem von ihm verinnerlichten) Haltung zu weichen. Seelische Gewalt steht der körperlichen in nichts nach.

    Da du, liebe @ana0408, dennoch an seinen guten Seiten festhältst, meinst, alles sei fast perfekt, musst du am Ende alleine für dich entscheiden, ob du sehenden Auges auf eine schwierige Ehe zusteuerst. Wohnt ihr erst einmal zusammen, wird es schwieriger für dich werden, eigene Wege zu gehen, dich gegen seine verbalen Übergriffe zu wehren. Das schaffst du ja jetzt schon nicht. Aber es ist DEIN Leben.
     
  20. Ich sehe auch eine schwierige Ehe, weil sie sich in 4 Jahren mit seinem Verhalten nich arrangiert hat. Man muss mit einem Besserwisser und Rechthaber einfach können und sie streiten schon über die selben Punkte seit Anfang an:

    Es bringt nichts, er wird immer recht behalten und es besser wissen. Du knickst immer ein und weg. Für ihn der Sieg. Und keine Einsicht.

    Meine Freundin, hatte auch so einen als Freund später Ehemann und Vater ihres Kindes, sie hat gleich zu Beginn resigniert und ihm seinen Willen gelassen, weil sie sah gleichgültig was sie tut oder sagt, ihm Kontra gibt, letztlich es nur zu sinnlosem Streit führt. Sie hat ihm nur zugestimmt und gleich gemacht, was er gesagt hat. Da war dann schönste Harmonie. Als das Kind da war, gab es Dinge, die sie besser konnte und wusste als er. Das Kind hat sich nicht so verhalten, wie er es rechthaberisch vorhergesagt hat. Auch sein Besserwissen scheiterten an dem Wissen und Erfahrungen der Mutter. Da knallte es nur noch zwischen Beiden, sie konnte das Kind besser Händeln und wusste über ihr Kind besser Bescheid. Da wurde er richtig fies. Er suchte sich andere Themen, wo er mit seinem Wissen und Rechthaberei glänzen wollte, gerade seine Schwiegereltern und ihre Familie. Sie brauchte diese zu Betreuung und Unterstützung des Kindes, nur er sabotierte den Kontakt, sprach Verbote aus, die sie nicht einhalten konnte. Die Familie zog sich nach seiner maßlosen Kritik zurück, täten es gern für sie und für das Kind, aber ließen sich sein Verhalten nicht dauerhaft gefallen. Rechtfertigen oder auf Verständnis hoffen, no-way. Wenn er meine Freundin persönlich maßregelte, war es ihr egal, aber die Belastung mit Kind, Haushalt, Haus und Job, waren dann zuviel; sie brauchte ihre Familie, um alles unter einen Hut zu bekommen. Das Ende: Scheidung nachdem das Kind 2 Jahre alt war.

    Wohnt erstmal ein 1 Jahr zusammen, bevor ihr an Hochzeit und Kinderplanung denkt. Jeden Tag das Theater und Du wirst sehen, ob Du Dich noch gut von ihm behandelt fühlst und seine Stärken, diese Macke, die er hat, aufwiegen.
     
  21. Liebe FS,
    weder bist Du sensibel, noch ist Dein Partner dominant. Lies bitte diese Fremdworte nach und Du wirst es erkennen.
    Wenn Du so einen Holzkopf mit veralteten Werten als Partner hast der einfach schlecht erzogen ist, wäre sinnvoll, wenn Du es aufgibst, Deine Sensiblilitaet zu kultivieren sondern lernst, ihm Grenzen zu setzen und ihm beizubringen, was seine Mutter versäumt hat: Respekt vor Frauen.

    Offensichtlich steckst Du wie so viele Frauen dieser Zeit in einem Rollenkonflikt: Du willst selbstständig sein, Dich neben dem Job nicht im Haushalt aufraspeln und Dich nicht von einem Man mit Schwachsinn terrorisieren lassen, andererseits willst Du von ihm prinzessinnenlike gepampert werden und machst einen auf hilfloses Mäuschen.
    Das funktioniert nicht. Entweder bist Du selbstständig und brauchst von ihm weder Dauerunterstuetzung noch Anweisungen oder Du bekommst nichts auf die Reihe und er übernimmt zu Recht das Kommando.

    Mir scheint, er sucht sich wie so viele Männer aus allem das Beste raus. Wenn Du nicht selber die Beziehung etwas aktiver steuerst, wirst Du auf Dauer nicht glücklich werden.

    - Er hängt mehrmals im Monat jeweils mehrere Tage bei Dir rum. Ihr seid beide berufstätig und er weiß, wie er seine Wohnung putzt und in Ordnung hält. Das ist ja auch nicht svhwer, wenn er kaum da ist, aber bei Dir rummuellt.
    Wenn er meckert, dass es ihm nicht ordentlich genug ist, dann wirf ihm einen Lappen an den Kopf und sag " nicht labern, machen. Du weißt wie es geht".
    - Rede mit ihm genauso respektlos/ruede, wie er mit Dir. Nur so wird er etwas ändern, sofern es ihn überhaupt stört.
    Wenn er kein Bedürfnis in die Richtung hat, dann solltest Du Dir sehr genau überlegen, ob Du auf Dauer mit dem Ergebnis seiner schlechten Erziehung leben kannst und vor allen Dingen damit, dass er vor euren Kindern mit Dir so redet. Die werden Dich dann genauso behandeln, weil sie lernen, dass das die richtige Ansage für Dich ist.

    Ich würde ihn nicht bei mir einziehen lassen, sondern erstmal gucken,wie sich die Dinge entwickeln, wenn Du Dich etwas klarer aufstellst, ob wr sich ändert und ob Du Dich dann besser mit ihm fühlst.

    An heiraten und Kinderkriegen solltest Du nicht denken, weil Du meinst, im richtigen Alter zu sein sondern wenn Du glaubst, den richtigen Partner dafür an Deiner Seite zu sein. Das kann ich nicht erkennen.
     
  22. Dazu ist sie mit Sicherheit nicht der Typ, selbst wenn sie es versuchen wollte.

    Er baut dich auf, um dich dann wieder klein zu machen. Das ist ein ganz perfides Spiel, das massive Abhängigkeit erzeugt, dein Selbstbewusstsein scheibchenweise ausradiert. Weder ihm noch dir muss diese Manipulation bewusst sein- das funktioniert bei ihm intuitiv.

    Liebe Ana, ich schließe mich vollumfänglich Aries an.
    Du steckst in einer Beziehung, die ganz schlecht für dich ist, in der Kinder aus dieser Beziehung massiv leiden und dauerhaft geschädigt werden würden.
    Trenn dich deinen künftigen Kindern zuliebe jetzt.

    Abschiedsbrief schreiben, Schloss austauschen, neue Handynummer geben lassen, danach allein in den Urlaub fahren.

    Du bist diesem Mann nichts schuldig.
    Aber du bist künftigen Kindern schuldig, dich nicht schlecht behandeln zu lassen. Mit mehr Selbstbewusstsein würdest du sogar erkennen, dass du das dir selbst schuldig bist.

    Suche dir einen guten Therapeuten, wenn du die Trennung allein nicht schaffst. Dein Bauchgefühl hat dich zurecht hierher geführt, jetzt lass dir weiter helfen.
     
  23. Naja, wenn du diese Rollenverteilung gut findest und ihr beide so leben wollt wie deine und seine Eltern, dann sehe ich dein Problem nicht. Dann ist es ja in der Tat dein Job, eine tolle Hausfrau zu sein (oder zu lernen, eine zu werden), für ein behagliches Heim zu sorgen und ihn täglich mit einer liebevoll zubereiteten Mahlzeit zu empfangen. Er meckert zu Recht. Dafür hast du einen Mann, der dir erklärt, wie die Welt funktioniert und der dich beschützt, zu dem du aufschauen und dich an seiner starken Schulter anlehnen kannst. Er erfüllt seinen Part.

    Frau 52
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)