1. Soll ich Schluss machen?

    Hallo!
    Mein Freund und ich sind seit 2,5 Jahren miteinander zusammen und auch noch relativ jung (u25). Bisher ist noch nie die Frage nach der Zukunft (Hochzeit, Kinder...) aufgekommen. Wenn ich jetzt aber darüber nachdenke, wird mir ziemlich schnell klar, dass ich mir eine Familie mit ihm nicht vorstellen kann und generell merke ich, dass ich momentan in der Beziehung auch nicht so glücklich bin, wie ich sein sollte. Es tut mir sehr weh, solche Gefühle zu haben, besonders da mein Partner sehr liebevoll und fürsorglich ist. Allerdings fühle ich mich auch oft ein wenig allein gelassen, da er sehr unselbstständig ist und kaum etwas von alleine auf die Reihe bekommt. Am Anfang der Beziehung dachte ich, das würde sich mit der Zeit ändern, was im Nachhinein wohl ein Fehler war.
    Außerdem hat er psychische Probleme, die er nur mit mir diskutieren kann. Den Vorschlag, zu einem Psychologen zu gehen, nimmt er zwar an, kümmert sich aber nicht um Termine und/oder verpasst sie. Das Leben mit ihm ist teilweise wie mit einem Kind, was natürlich auch an seiner Depression liegt, daran gebe ich ihm keine Schuld. Bei dem Gedanken an eine Trennung fühle ich mich schuldig, als würde ich ihn "links liegen lassen" und komme mir sehr egoistisch vor, habe das Gefühl ich würde ihm die Beziehung schulden, weil er ja auch nichts dafür kann.
    Aber trotzdem fühle ich mich so nicht glücklich und weiß, dass sich an der Situation nichts ändern wird. Ich denke nicht, dass man von meiner Seite aus noch wirklich von Liebe reden kann (kein Sex, der Wunsch nach Nähe, aber nicht spezifisch zu ihm). Von seiner Seite schon, er verlässt sich auch sehr auf mich. Eine Trennung würde ihm das Herz brechen und ihn wahrscheinlich total runterziehen. Er ist sonst ja auch wirklich sehr lieb. Deswegen habe ich Angst mich zu trennen und bin nun seit Tagen am verzweifeln. Ich habe Angst davor, überhaupt eine Entscheidung zu treffen. Kann mir jemand helfen?
     
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  3. dieses Gefühl kenne ich... hat mich nach einer Trennung richtig fertig gemacht. Es geht aber um dein Leben, deine Zukunft... und um den Vater deiner Kinder, die du haben wirst/möchtest d.h. du hast eine große Verantwortung. Ich würde ihn nach einer Auszeit fragen, und dann entscheidest du... und aufpassen, das Herz irrt sich ab und an, eine Trennung kann sehr sehr schmerzhaft sein, aber das bedeutet lange nicht dass dieser Schritt falsch ist/war.... Folge lieber deiner Intuition
     
  4. Viele Frauen glauben dies, es sind negative Konditionierungen meistens vom Elternhaus.
    In dieser Angelegenheit geht es mehr um dich und weniger um ihn, da solltest du keine Rücksicht nehmen, du bist unglücklich und unzufrieden, kannst dir ein Leben und eine Zukunft mit ihm nicht vorstellen, also habe Mut und trenne dich, alles andere wäre hinhalten und warmhalten, was sicherlich nicht gut ist.
    Auch wieder einmal eine typische Antwort einer Frau, er ist sonst ja auch wirklich sehr lieb. Hier nimmst du ihn in Schutz, und suchst den Fehler ausschließlich bei dir, dann kannst du ja bleiben, Das stimmt einfach nicht, wenn das so wäre, würdeest du dir keine Gedanken zur Trennung machen, es geht um die Liebe, die du für dich so nicht spüren und nicht fühlen kannst.
     
  5. Also ich fasse zusammen :
    Du kannst dir keine Zukunft mit ihm vorstellen.
    Du bist an ihm sexuell nicht mehr interessiert
    Du fühlst dich für ihn verantwortlich

    Das ist leider kein Grund eine Beziehung aufrecht zu erhalten.
    Wenn ihr seit Jahrzehnten zusammen wärt und es nun eine neue Phase wäre....dann würde ich dir zum Durchhalten raten.
    Aber ihr seit noch jung und habt im Prinzip keinerlei Verpflichtungen zu einander und auch leider keine Basis.
    Du schaust eben nicht auf Jahre zurück die mit ihm toll waren.

    Es ehrt dich, daß du dich um ihn sorgst aber du willst die Beziehung nicht mehr.
    Wann sollte es besser sein ihn zu verlassen?
    Je länger ihr zusammen seid desto schwerer wird es danach für euch beide.
    Er hat selbst Verantwortung für sich u d sein Seelenheil.
    Gerade wenn er jeng ist kann er es schaffen da raus zu kommen mit Hilfe von Therapeuten.
    Du bist aber nicht sein Therapeut.

    Mach Schluss mit ihm und suche dir eine tragfähige Beziehung die Zukunft hat.
    Alles andere quält euch nur beide.
    Denn das du ihn nicht begehrst und von ganzen Herzen liebst, wird er unterbewusst sicher spüren


    Alles Gute
     
  6. Die Trennungsentscheidung darfst du nicht davon abhängig machen, ob er mit seinem eigenen Leben allein klarkommt oder nicht. Er ist erwachsen, du bist nicht für ihn verantwortlich. Wann begreifen solche Frauen endlich, dass sie keine Mutter für den Partner sind? Da rollen sich mir die Fußnägel hoch.
    Betrachte die Beziehung bitte unabhängig davon. Wie ist der Alltag? Was brauchst du in einer Beziehung, und kann er dir das auf absehbare Zeit geben?
    Ich kenne einen Mann, der ewig nicht aus den Pötten kam mit dem Studium, aber jetzt mit Mitte dreißig hat er das langst abgeschlossen und einen Job gefunden, mit dem er seine Familie versorgen kann. Wenn dir Familie wichtig ist, dann ist das eben langfristig ein wichtiger Parameter. Natürlich solltest auch du deine Familie versorgen können, falls der Partner ausfällt, aber als Frau finde ich, dass man ruhig schauen darf, dass ein Partner sein Leben im Griff hat - scheint bei deinem nicht der Fall zu sein.
    Wäre dir Familie egal (du willst irgendwann laut Eigenaussage Kinder, aber ja erst später), dann wäre doch das Kriterium, ob er für dich eine tolle Ergänzung ist oder eher eine Art Beschäftigungstherapie - so jemanden kann man m.E. einfach nicht gebrauchen.
    Mir sind Gefühle zwar wichtig, aber einen Klotz würde ich mir trotzdem nicht ans Bein binden wollen. Ich persönlich finde Leute, die in den Tag hineinleben und/oder nur ständig selbstgemachte Probleme haben, sehr nervig, ich bin selbst eher der Macher-Typ und will meine Energie nicht für Probleme anderer aufwenden, die prokrastinieren und nicht den A*** hochkriegen. Du klingst auch eher wie eine Macherin - nutze deine Energie lieber, wo sie Mehrwert bringt. Das heißt nicht, dass du dadurch gleich egoistisch bist, sondern dir deines eigenen Wertes bewusst bist. Emotionen aufwenden, wo sie zielführend sind, und nicht unnötig in einen "Waschlappen" pumpen, finde ich völlig legitim.
    w35
     
  7. Das ist richtig, "von selbst" ändert sich ein Mensch überhaupt nicht, aber wenn man sich offen über die eigenen Bedürfnisse austauschen kann, gibt es die Chance auf ein gegenseitiges Eingehen auf den anderen. Deine Gefühle sind deutlich abgekühlt, in der Situation auch verständlich, vermutlich ist der größte Teil davon nur Mitleid, das ist natürlich keine gute Basis für eine Beziehung. Wichtig wäre, dass ihr auf Augenhöhe kommt. Dazu müsste aber dein Freund endlich anfangen, für seine Situation Verantwortung zu übernehmen. Es kann nicht angehen, dass du seine Privattherapeutin bist, dadurch ist ja erst das ungute Gefälle zwischen euch entstanden und du kannst ihn nicht mehr als begehrenswerten Partner wahrnehmen. Wenn ihr grundlegend von den Werten, Interessen und der Körperlichkeit harmoniert, würde ich der Beziehung zumindest noch eine Chance geben. Dazu aber müsste er bereit sein, sich professionelle Hilfe zu suchen und du dadurch den Respekt vor ihm zurückgewinnen. Viel Glück!
     
  8. ... Und wieder einmal wird so eine krasse Diagnose, diesmal ist es wieder einmal "Depression" so leichtfertig in den Raum gestellt. Erinnert mich an die zahlreich Laien-diagnostizierten Diagnosen "Borderline" oder "Narzissmus".

    Hat denn ein Psychiater diese Diagnose für Deinen Freund gestellt? Einer, der ihn schon längere Zeit in Behandlung hat? Falls er wirklich eine Depression haben sollte, finde ich es unglaublich, wie die FS damit umgeht! Eine Depression ist eine Hammer-schwere psychische Erkrankung. Sie gilt bei Berufsunfähigkeitsversicherungen beispielsweise als Krankheit, die akzeptiert wird, um den Betroffenen bis zur Rente den vollen Höchstbeitrag zu zahlen, weil man damit nicht mehr arbeiten gehen kann. Man kann sie auch selbst nicht steuern und noch viel weniger ist man "schuld" daran.

    Er sei "unselbständig", "bekomme nichts auf die Reihe", "nehme Termine nicht wahr"? Das sind ja unglaubliche Frechheiten, die er sich erlaubt, für jemanden, der eine ´"Depression" haben sollte? Ironie off!

    Falls Dein Freund wirklich eine Depression haben sollte, finde ich es unglaublich stark von ihm, auch noch für Dich, FS, "führsorglich" und "liebevoll" sein zu können!

    Ich halte seine von der FS vorgeschobene angebliche Depression für eine feige Ausrede von ihr, den eigenen Hintern nicht hoch zu bekommen und nicht den Mut zu haben, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
     
  9. Ja, sollst du.

    Ihr seid beide jung. Es gibt keine Kinder oder sonstige Verpflichtungen. Ich verstehe deine Bedenken bezüglich seiner eventuellen Depression. Aber du bist nicht für ihn und sein Lebensglück verantwortlich. Ja, vielleicht läßt er sich noch mehr hängen, wenn du gehst. Vielleicht wirkt es sich aber sogar positiv aus, weil er merkt, dass er sein Leben selbst in die Hand nehmen muss. Weiß man nicht.

    Du bist viel zu jung, um dein Leben an der Seite eines Mannes zu vergeuden, den du nicht mehr liebst.
     
  10. Auch wenn es Dir zunächst weh tut: trenne Dich konsequent und führe 100% Kontaktaabruch durch.

    -> Der wichtigste Mensch im Leben bist Du selber.
    Ein wichtiger Satz, den ich auch erst lernen musste...

    Du bist nicht für die Probleme anderer verantwortlich und kannst nicht die Welt retten.

    m, 39
     
  11. Nein, ich habe sicherlich gar keine Diagnose gestellt. Wir waren zu dem Zeitpunkt als seine Depressionen anfingen noch nicht zusammen. Er hat mir erzählt, seine Depressionen seien ärztlich festgestellt worden (was ich ihm glaube), nimmt Antidepressiva, macht aber keine Therapie. Soviel dazu.
    Ich habe die Situation geschildert. Zwei Sätze später habe ich sogar extra noch hinzugefügt, dass ich weiß, dass er nichts dafür kann. Genau deswegen fühle ich mich auch schuldig. Aber mich alleine um ihn zu kümmern schaffe ich nicht. Nach 4 abgebrochenen Therapieversuchen verliere ich langsam die Hoffnung. Mit anderen Leuten außer mir möchte/kann er nicht reden. Therapeuten findet er blöd. Die Kraft zu denen Terminen zu gehen findet er nicht. Am Ende wird mir vorgeworfen, dass ich auf Grund von Arbeit keine Zeit hatte, um mit ihm zusammen anzurufen und einen neuen Termin auszumachen. So sah bisher jeder Versuch sich Hilfe zu holen aus.
    Warum denn das? Weil Leute mit Depressionen o.Ä. nicht fürsorglich sein können oder was? Sein Hass richtet sich schließlich gegen sich selbst. Ist für mich ein völlig überflüssiger Punkt.
    Keine Ahnung, was ich überhaupt zu diesem Absatz sagen soll. Ich empfinde diesen ganzen Kommentar um ehrlich zu sein als eine bodenlose Frechheit und persönliche Beleidigung. Ich habe nie von einem auf den anderen Tag überlegt "Hmm es läuft nicht mehr, tu ich doch so, als hätte mein Freund eine Depression." Aus 5 Sätzen möchtest du wirklich etwas über mich, meinen Charakter oder meine Beziehung herleiten?

    Würde ein psychisch gesunder Mensch so ein Verhalten an den Tag legen, hätte ich in diesem Forum gar nicht erst posten müssen. Es geht darum, dass ich genau weiß, wie schwer ihn diese Depression belastet und, dass er nicht so sein möchte; Dass er eigentlich in seinem Leben aufräumen möchte, Hilfe haben möchte, Energie haben möchte, aber nicht KANN.

    Ich finde es erschreckend, wie aggressiv und beleidigend (und vor Allem urteilend!) manch eine Person in diesem Forum ist. Um ehrlich zu sein tut das auf persönlicher Ebene einfach nur weh, von dir, einer völlig fremden Person, als solch ein Monster dargestellt zu werden.
     
  12. Was du dich fragen solltest:
    Es antworten dir 8 Leute positiv und zusprechend. Eine fährt dir voll an den Karren und nur darauf reagierst du.
    Es ist nicht deine Aufgabe dich zu rechtfertigen.
    Dein Partner tut dir nicht gut .
    Yellow bee Tut dir nicht gut.
    Statt ihnen Aufmerksamkeit zu schenken Schütze dich vor ihnen und schmeiß sie aus deinem Leben.
     
  13. Na dann tippe doch einfach nichts mehr im Internet. Niemand zwingt Dich dazu.
    Solche Typen gibt es leider massenweise, die den Arsch nie hochkriegen und alles von MAMA besorgt bekommen wollen.
    Überleg doch mal: er will mit Dir ZUSAMMEN anrufen....ha ha..was soll denn das, man?
    Was stimmt nicht mit Dir, daß Du mit solch einem Windbeutel zu tun hast oder sogar noch zusammen wohnst?

    Hast Du noch nie daran gedacht, mal Deine Dir auferlegten Doktrinen durch Dein Elternhaus abzuschütteln? Denn nur daher kannst Du ja diese kranken überholten Rollenverständnisse herhaben.

    Mimi....der arme Depressive....mimimi....ich muß alles für ihn tun, damit ich nicht alleine wohnen muss...mimimi...etc..etc...und der Riesen-TV läuft garantiert auch den ganzen Tag da....Grundgütiger, was für Verhältnisse.
     
  14. Ja, stell dir vor, es gibt sehr viele Menschen mit Depressionen, die genau mit sowas massive Probleme haben. Sie sollen also ihre Probleme lösen, indem sie erst einmal etwas tun müssen, wozu sie mit ihren Problemen gar nicht in der Lage sind. DAS ist lächerlich.

    Dass die FS nicht dazu herangezogen werden kann, ist allerdings auch wahr. Es ist eben immer gut, wenn man außer einem Partner auch noch Freunde hat, die einem vielleicht nicht das Händchen halten, aber einen immer wieder ermutigen und den Rücken stärken, bis man es vielleicht doch packt.
     
  15. Liebe HoneyBee,

    Es ist von außen sehr schwierig.
    Ich würde mir an Deiner Stelle selbst Rat suchen - Selbsthilfegruppe, sozialpsychiatrische Beratungsstelle, oder auch bei einem Psychologen.
    Inzwischen bekommt man zumindest einen Termin relativ zeitnah.
    Ich denke, dass dieses Forum der falsche Platz für die Frage ist, wobei ich auch gerade Undines Post, wie viele andere von ihr, unsäglich finde. Es gibt speziellere Foren, da bekommst Du auch als Partnerin gute und stärkende Hinweise, und da wissen die User, wovon Du schreibst.
    Es ist eine schwierige Situation, Du weißt , fühlst, dass die Partnerschaft nicht mehr existent ist, aber einem kranken Menschen einen Tritt verpassen - denn so fühlt es sich für Dich wohl an?
    Du wirst den Weg hinaus finden müssen, es tut Dir nicht gut, aber lass Dir dabei helfen. Du bist nicht für ihn verantwortlich.

    Es ist sicher richtig, dass es für viele Menschen mit Depressionen sehr schwierig ist, den notwendigen Antrieb zu mobilisieren. Allerdings ist er ja, wenn er Antidepressiva bekommt, in Behandlung, und dadurch sollte auch sein Antrieb besser werden.
    Trotzdem - es gelingt genügend, die Therapieangebote zu suchen, und erst recht, wenn man diese schon hat, sie wahrzunehmen.
    Dieses Wollen zumindest muss auch der Patient selbst finden, man kann von außen einen Menschen nicht zu einer erfolgreichen Therapie tragen.
    Der Wille ist unabdingbare Voraussetzung, so bitter es für Außenstehende ist, dies auszuhalten. Er wird nicht gegen seinen Willen gesund werden, egal welche Handstände Du machst.

    Aus der Erfahrung, vielleicht sind Depressionen nicht restlos heilbar, und es wird immer eine Tendenz bleiben, aber man kann mit geeignetem Umgang die Dimensionen deutlich reduzieren und mit dem Rest adäquat umgehen. Dann braucht man halt mal ein paar Stunden oder einen Tag, wo man den Schwarzen Hund ein bisschen krault, und dann geht er wieder. Und diese Momente werden auch seltener.

    Dir viel Kraft, und pass auf Dich auf.

    W, 49
     

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