1. Sollte ich pendeln der Liebe zuliebe?

    Hallo Zusammen,

    da ich mittlerweile mein eigenes Einschätzungsvermögen und meine Perspektive bzw. Sichtweise auf die Dinge anzweifle, habe ich beschlossen, trotz gewissen Bedenken, mir fremde, komplett neutrale Meinung in einem Forum wie diesem zu holen. Wer weiss, manchmal helfen einem ganz banale Lösungsansätze weiter. Nun zu meinem Problem:
    Ich bin seit nun knapp 7 Jahren in einer Beziehung. Seit meiner Jugend (Schulzeit), während meines Studiums und nun habe ich meinen Partner. Wir sind nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe zusammengezogen in der Stadt A. Seiner Heimatstadt, wo er aufgewachsen ist, seine Familie, seine Freunde und seinen Sportverein hat. In der Stadt in der wir uns kennengelernt haben. Mein Partner arbeitet jedoch in der Stadt B, die ca. 70km von unserer Heimatstadt A entfernt ist und pendelt täglich zu seiner Arbeitsstelle (Werksbus, oder Auto). Nun habe ich ebenfalls eine attraktive Arbeitsstelle in der Stadt B bekommen. Jedoch ist meine Arbeitsstelle in einem anderen Stadtteil und nicht so schnell über die Autobahn erreichbar, es fährt kein Werksbus, Zug und Bahn wäre sehr zeitaufwendig- sprich es wäre pendeln mit dem Auto angesagt. Ich müsste nun täglich ca 90km (einfache Strecke) zu meinem neuen Arbeitsplatz pendeln. Mein Partner pendelt ebenfalls täglich in die selbe Stadt B. Gemeinsames pendeln ist aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeiten und Orten nicht möglich. Zudem ist zu erwähnen, dass mein Partner die Möglichkeit hat 1-2x wtl. HomeOffice in Anspruch zu nehmen, was in meinem Fall nicht möglich ist. Mein Wunsch ist es nun, eine gemeinsame Wohnung an unserer beider Arbeitsort zu suchen. Diese Idee lehnt mein Partner jedoch gewiss ab, da wie bereits oben erwähnt sein Sport, seine Freunde und seine Familie in der Stadt A sind und er sich hier "wohl fühlt", seine Komfortzone nicht verlassen möchte.
    Mir stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, verlange ich zu viel von meinem Partner? Oder ist mein Wunsch nach einer gemeinsamen Wohung AM ARBEITSORT gerechtfertigt (Apsket: mehr Zeit füreinander etc.)
    Ich freue mich über ehrliche und konstruktive Antworten/Meinungen/Anregungen!

    Danke im Voraus für eure Hilfe!
     
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  3. Ist gerechtfertigt! Wenn ihr es euch leisten könnt´, eine sehr gute Idee! (Wobei das vielleicht sogar billiger kommt (Beihilfen?) als die ewige Pendelei).

    Ev. bleibt als Kompromiss Dein Partner nur drei Tage die Woche in der Arbeitswohnung (Stadt B). Zwei Tage seid ihr jeweils mit euch alleine. Du in Stadt B bzw. er bei seinen Tätigkeiten (die er dann ohne schlechtes Gewissen ausüben kann) und er pendelt 2x wie gehabt in Stadt B (oder home office, noch besser!). Und dann seid ihr wieder zwei Tage gemeinsam in der Stadt A. Hin und wieder ein kleiner Abstand macht ja auch wieder Lust auf mehr und belebt die Liebe. Schau mal, ob Du ihm das schmackhaft machen kannst.
    ErwinM, 50
     
    • # 2
    • 13.08.2019
    • void
    Ich würde sagen, das ist die falsche Frage.
    Um "Wunsch gerechtfertigt" oder nicht, geht es auch nicht, weil ja kein Richter sagen kann, was richtig ist. Man kann auch pendeln, man kann auch dort wohnen - WENN MAN WILL. Er sieht keinen Bedarf, er hat Home-Office-Möglichkeiten.
    Er will nicht umziehen, fertig. Du willst umziehen, fertig.

    Gibt es die Möglichkeit, sich eine kleine Bude dort zu suchen, dass Du da mal übernachten könntest, wenn es Dir zu viel wird mit dem Pendeln? Vielleicht bleibt er dann auch mal da.
    Aber wenn ich Dich richtig verstehe, willst Du ja auch mehr Zeit mit ihm, und er vermisst aber nicht, dass ihr weniger Zeit füreinander habt. Also wieder - was will der eine, was will der andere.

    Du hast ihn aber noch gar nicht gefragt, wenn Du schreibst, er würde das GEWISS ablehnen. Also das wäre das erste, was ich mal tun würde. Noch besser fänd ich den Vorschlag einer winzigen Zweitwohnung oder eines Zimmers zur Untermiete, um eben dieser stressigen Fahrerei entgehen zu können. Aber dann habt ihr nicht nur weniger Zeit füreinander, ihr seht euch auch an manchen Abenden nicht, falls er selbst in dieser Bude nicht übernachten will und gern pendelt. (Ich bin auch gern Auto gefahren, als ich noch musste. War aber nicht so weit wie bei Dir und nie Stau oder sowas. Aber war schön, Musik hören, mal laut mitsingen können, ...)

    Also ich würde nicht gern umziehen wegen der Arbeitsstelle meines Partners, wenn ich Freunde, Sport, schöne Wohnung usw. in meinem Ort habe und selbst pendele und das okay finde. Wer weiß, wie lange Du dort arbeitest. Und ich hab keine Probleme damit, wenn eine Beziehung so ist, dass man sich nicht jeden Tag sieht.

    Aber frag doch erstmal Deinen Mann. So "in der Luft" hier rumzudiskutieren, seh ich als fruchtlos. Man weiß weder, wie der wirkliche Stand ist, noch bringt die Diskussion was, ob Du das Recht hättest, irgendwas zu fordern, weil - was willst Du machen, wenn Dir hier alle sagen "ja, er muss mitziehen" und er macht es dann nicht? Zweifelst Du dann an seiner Liebe?

    Sollte ich pendeln der Liebe zuliebe
    - wie ist Deine Alternative? Schluss machen und allein dorthin ziehen?
    Sollte er umziehen der Liebe zuliebe, obwohl es ihm so gut geht (vielleicht - denn möglicherweise nervt ihn auch die Pendelei, aber das hast Du ja noch nicht erfragt)?
     
  4. Bis zum Augenblick gibt es zwei Antworten (@ErwinM und @void), denen ich beiden etwas abgewinnen kann: der Vorschlag, eine Art Arbeitswohnung in der Arbeitsstadt B anzumieten. So ein Tapetenwechsel im Alltag kann durchaus belebend für eine Beziehung sein, ihr könnt immer wieder entscheiden, wer bleibt und wer nach A fährt oder ihr bleibt eben beide bzw. fahrt bei Bedarf abends beide wieder mal in euer festes Zuhause. Am Wochenende sowieso.

    Ich kann deinen Partner verstehen, dass er euer Zuhause, die damit zusammenhängenden Freundschaften und Gewohnheiten nicht zugunsten eines kompletten Umzugs aufgeben möchte. Das könnte sogar eine Schieflage in eurer Beziehung nach sich ziehen, denn er würde dir das womöglich leise vorwerfen, wenn er in der Stadt B mal eben rüber zu einem Freund oder in seinen Sportverein wollte.

    Ich habe seit einigen Jahren eine Fernbeziehung mit erträglichen Km zwischen uns und wir genießen das sehr: denn jedes Aufeinandertreffen wird (fast wöchentlich) zum Fest. Ich wollte das nicht mehr missen, zumal ich - ist jede/r von uns bei sich zu Hause - in Ruhe arbeiten, faulenzen, lesen oder sonstwas machen kann, ohne ständig daran denken zu müssen, dass sich der Partner vielleicht vernachlässigt fühlen könnte. »Freunde zu Besuch« legen wir auf die gemeinsamen Tage bei ihm oder bei mir. Es kann also funktionieren!

    Anders sähe das für mich nur mit gemeinsamen Kindern aus.
     
  5. Hallo Zusammen, damit die Situation ein wenig klarer ist, da ich mich tatsächlich nicht passend ausgedrückt habe. Ich habe bereits mehrer Male mit meinem Partner über einen Wohungswechsel diskutiert. Dieses Thema wurde sehr oft angesprochen und seitens meines Partners aus den oben genannten Gründen abgelehnt.

    VG
     
  6. Für die Einschätzung halte ich es erst einmal für sehr wichtig, dass man sich klar macht, dass es kein richtig oder falsch gibt; also keiner einen Anspruch hat, dass jemand seine Meinung ändern müsse.

    Jeder kann gleichberechtigt seine Wünsche äußern und in einer guten Partnerschaft sollte man auch die Wünsche des jeweils Anderen stets als genauso legitim und gleichberechtigt anerkennen. Und auch, wenn man selber die Gründe der Gegenseite nicht versteht (z.B. rein nostaligische Gründe), so hat der Partner trotzdem das gleich gute Recht, seinen Wunsch beibehalten zu dürfen. Genauso wie man selber das gute Recht hat, andere Wünsche zu haben.

    Wenn Partner unterschiedliche Wünsche haben, dann sollte man sich diese Gleichberechtigung der Wünsche stets bewusst sein, bevor man zu argumentieren beginnt. Man hat somit freundschaftlich und auf Augenhöhe ohne Erwartungshaltungen zu diskutieren, wie man in einer guten Freundschaft einen Freund auch überzeugen wollen würde. Keiner ist verpflichtet, seine Wünsche aufzugeben und keiner ist verpflichtet, dem Gegenüber Wünsche zu erfüllen.

    In einer Beziehung gibt es bei unterschiedlichen Wünschen die folgenden Möglichkeiten:
    1. zuerst versucht man ohne Abwertungen freundschaftlich seinen eigenen Wunsch zu erläutern und warum das doch für beide Partner eine schöne Sache wäre bzw. dass man sich darüber sehr freuen würde. Die Gegenseite muss stets das Gefühl haben, dass es nur um einen Vorschlag ohne Erwartungshaltung geht und er vollkommen frei entscheiden darf, was er möchte. Solange es nämlich nicht als Selbstverständlichkeit erwartet wird, tut man gewöhnlich oft gerne etwas, worüber der Partner sich freut; umgekehrt aber sehr ungerne, wenn es als Selbstverständlichkeit erwartet wird.
    2. wenn der Partner trotz Überzeungsversuche (1) weiter andere Wünsche hat, dann kann man noch freundschaftlich gucken, ob vielleicht Kompromissmöglichkeiten denkbar sind (z.B. Wohnung zwischen den Orten). Aber auch das ohne Erwartungshaltungen, weil es auch keinen Anspruch darauf gibt, dass der Gegenüber kompromissbereit sein müsse.
    3. wenn der Partner trotz 1+2 nicht überzeugt werden kann, dann ist das sein gutes Recht. Dann muss man wie in jeder guten Freundschaft für sich selber gucken, wie wichtig einem seine Wünsche sind und ob man wirklich alles zusammen machen muss bzw. ob man die Wünsche dann eben jeweils alleine umsetzt (z.B. getrennte Wohnungen / WE-Beziehung). Wenn einem die Gemeinsamkeit wichtiger ist, dann gibt man seinen Wunsch halt auf. Und, wenn man seinen eigenen Wunsch nicht aufgeben will und auch getrennte Wohnungen nicht will, dann dann bliebe nur noch die Trennung, weil man keinen gemeinsamen Weg finden konnte, mit dem beide glücklich werden konnten.

    In keinem Fall hat man einen Anspruch darauf, dass der Partner etwas mitmachen müsste, was alleine nur ein Partner sich wünscht und zwar egal wie wenig nachvollziehbar die Wünsche sind.
     
  7. Ich würde nicht pendeln. 180 km pro Tag ist zu viel und wenn du Pech hast, verbringst du 4-5 Stunden täglich im Auto. Das finde ich sehr stressig.
    Suche dir entweder eine andere Arbeit, dort wo du jetzt wohnst oder suche dir eine Wohnung in der Nähe deiner Arbeit. Ab und zu kannst du pendeln aber du hast eben auch die Möglichkeit bei dir zu sein, wenn der Tag sehr stressig war und er kommt 1-2 mal die Woche zu dir, da er Home office machen kann.
     
  8. Wenn du es schon mehrfach versucht hast, sind die Würfel von seiner Seite aus schon gefallen.
    Was hältst DU von einer kleinen Zweitwohnung am Arbeitsplatz?
    Entweder das, oder du pendelst.
    Deinen Mann kann ich schon verstehen.
    Andersrum....würdest du deinem Mann hinterherziehen?
    Je nach Freundeskreis und Familien macht das sicher nicht jeder, darf man meiner Meinung nach auch nicht verlangen.
     
    • # 8
    • 13.08.2019
    • void
    Dann ist doch alles klar. Du musst jetzt überlegen, was Du machst.
    Ich seh folgende Möglichkeiten:

    - Du bist enttäuscht, dass er für eure Beziehung anscheinend nichts auf sich nehmen will, so hast Du Dir "Beziehung" nicht gedacht, Du willst die Beziehung nicht mehr.

    - Du ziehst einfach allein dorthin und ihr führt eine FB. Dann wirst Du sehen, ob Dein Partner sagt "auch gut" oder ob er sich Mühe gibt, dass ihr euch noch öfter sehen könnt.

    - Du pendelst. Ich finde das ziemlich hart, die Entfernung ist kein Pappenstiel. Da ist man ja die halbe Arbeitszeit fast auch noch unterwegs zur Arbeit. Vom Tag hast Du dann nichts mehr und dass ihr mehr zusammen seid, wird wohl auch nicht passieren, wenn Du früh raus musst und spät wiederkommst.

    - Du nimmst Dir die kleine Bude und guckst mal, was passiert, also ob er das gut findet und auch mal dort mit Dir übernachtet und ihr nach der Arbeit mal in der Arbeitsstadt was unternehmt.
     
  9. Ich würde mir überlegen welche Tage wichtiger für mich sind: Montag bis Freitag mit dem kurzen Weg zur Arbeit oder FR Abend, Samstag und Sonntag in der vertrauten Umgebung.
    Bis vor ein paar Jahren war mir der kurze Arbeitsweg wichtig, dann habe ich mir ein Haus mit Garten im Umland gekauft und die Wochenenden dort kamen mir vor wie Kurzurlaub.
     
  10. Das wäre das Vernünftigste! Ich würde niemals soviel kostbare Lebenszeit täglich für tote Fahrten verlieren wollen!
    Man muss Prioritäten in der Beziehung und für die Beziehung setzen, wenn er nicht möchte kannst du diesbezüglich nichts machen, es gäbe schon andere Wege, z.B. was würde er tun, wenn du stur bleibst und du deine Wege gehen wirst, so wie er seine Wege geht?
    Was nützen dir andere Meinungen, wenn du sie nicht umsetzen kannst bzw. nicht umsetzen wirst?
     
  11. Meine Oma hatte so viele Sprüche, die ich heute viel besser verstehe und die Wahrheit, die in ihnen steckt.
    Einer davon: wart ens die Tid af. .
    Warte die Zeit ab!

    Und auch Dir rate ich es.
    Wenn ich es richtig lese, pendelst Du noch nicht, sondern müsstest es bald tun.
    Neuer Job und das heisst im Allgemeinen: Probezeit

    In der würde ich erstmal noch gar keine große gemeinsame Wohnung nehmen.
    Erstmal schauen, wie es Dir gefällt und ob Du diese Stadt magst und wie schwer Dir das Pendeln fällt.

    Vielleicht vermisst Du A auch
    Vielleicht vermisst Dein Freund Dich und die gemeinsame Zeit

    Vielleicht lebst Du auf einmal in der Stadt B auf.
    Willst tanzen, in Cafes sitzen, Abenteuer erleben und alles vorher, wie auch dein Freund wird Dir zu staubig

    Warte die Zeit ab
    Und lass es auf Dich zukommen
     
  12. Hört sich für mich sehr eingefahren an, als ob dein Partner komplett dicht macht und sich gar nicht um deine Bedürfnisse kümmert. Das finde ich sehr schade.

    Wie sähe denn eine Lösung ganz für dich aus? Ohne, dass du Rücksicht nehmen müsstest? Während du bemüht bist um eine Lösung für euch beide ist dein Parnter nur an seiner Lösung interessiert. Das ist destruktiv. Er lässt dich allein. Natürlich kannst du in der Woche ein WG-Zimmer nehmen, ich tat das auch übergangsweise an den stressigen rushhour-Tagen von Di. bis Do. in einer Arbeitnehmer-WG. Hat prima geklappt und die Kosten dafür waren viel geringer als die tägliche Pendelei. Zeit gab es dann auch ohne Ende und statt Nerverei entspannte Stunden, natürlich ohne "IHN". Das stimmt. Wenn die Sehnsucht zu groß war, fuhr er zu mir oder pendelte nicht zurück und ich fuhr dann auch in der Woche, auch, wenn es besondere Anlässe wie Geburtstage in der Woche oder, oder gab. Irgendwann ergab sich dann eine andere Lösung, die auch auf dem Tablett serviert wurde, weil sich der Job änderte oder etwas anderes. Also ich fände es super, wenn du die eingefahrenen Bahnen verlassen könntest und nach deinen Bedürfnissen Ausschau hältst und die auch befriedigst. Mal sehen, wie dein Angetrauter darauf reagiert. Ein Mann, der nur seine Komfortzone betrachtet und dafür kämpft, käme für mich nicht infrage. Bin gespannt, wie sich deine / eure Beziehung nach deiner Entscheidung weiterentwickelt, good luck!
     
  13. Jetzt werde ich mal böse:
    Du hast dir eine Arbeitsstätte in B gesucht damit du mit ihm nach B ziehen kannst. Wahrscheinlich nervt es dich das er viel Zeit mit anderen Menschen verbringst. Du schreibst nichts über deine Freunde , die du nach dem Umzug ja auch weniger sehen kannst. Hast du keine Freunde in A?Also du willst ihn nur für dich. Blöd, dass dein Spiel nicht aufgegangen ist.
    Irgendwie hoffe ich, dass mein Gedankenspiel nicht stimmt.
    Lösung: Du kündigst sofort und suchst dir eine Arbeit in A.
     
  14. Dies ist eine sehr kluge Betrachtungsweise.
    Es ergibt sich das Problem, dass beides seine Berechtigung hat: Dass der Freund dort wohnen möchte, wo er sich zuhause fühlt. Und dass die FS nicht auf Dauer so weit pendeln mag.
    Was noch dazu kommt ist, dass die FS am Ort A nicht so richtig verwurzelt ist. Es klingt bei ihr vielleicht auch Enttäuschung an, dass ihr Freund nicht nach B ziehen mag. Wo sie selbst doch bereits von ihrem Heimatort weg in seine Stadt gezogen ist (Vermutung)? Zudem hätte bei ihrem Plan das Paar mehr Zeit miteinander. Nun. Es braucht weitere Gespräche, so abgeschlossen ist es noch nicht.
     
  15. Liebe Fs,
    warum suchst Du Dir einen Job so fern der Heimat, wenn ihr dort so gut integriert seid? Ich finde das Schwachsinn. Niemals wäre ich an einen Ort gezogen, an dem ich nicht leben will, egal wie gut der Job ist.

    Dein Partner macht alles richtig: er wohnt da, wo er Leben will und hat seinen Job mit der HomeOffice-Regelung dem angepasst. Was Du machst, ist absurd: dorthin ziehen, wo man nicht leben will. Ich würde Dir auch den Vogel zeigen. Such Dir einen guten Job vor Ort, wenn Dir die Fahrerei zum neuen Job zuviel wird.
     
  16. Arbeit oder Zuhause mit Freunden, Familie, sozialem Umfeld.

    Für ihn ist es sein Zuhause.
    Du kennst ihn so. Für ihn hat sein Umfeld Priorität. Mit Recht, sein Umfeld sind seine Wurzeln, sein Halt. Manch einer verlässt das problemlos, sehen es als beengend, andere sehen die Vorteile. Andere sehen diese Vorteile erst, wenn sie xmal umgezogen sind, und nie Anschluss finden. Dann ist es zu spät.

    In Ort B wärst Du, das Einzige für ihn wichtige.

    Du kannst für Dich entscheiden.
    Du akzeptierst, wie er leben will. In A.
    Suchst Dir einen interessanten Job in A, und bleibst mit ihm.
    Oder machst Fernbeziehung / LAT und suchst Dir eine kleine Wohnung in B.
    Möchte Dein Partner LAT?

    Oder Du trennt Dich, nimmst Deinen Job in B, ziehst dort hin, bleibst dort, oder ziehst weiter um.

    Ihr seid in dem Alter, wo man sich entscheidet. Sesshaft in einem stabilem Umfeld, oder flexibel entsprechend den Arbeitsstellen. Die immer wieder wechseln. Flexibel dann auch mit Sozialkontakten, mit Freunden.

    Ihn vor die Wahl zu stellen, mich oder Freunde / Heimat ist unfair.
    Er möchte dort mit Dir leben.
    Er konnte genauso sagen, warum behälst Du nicht ihm zuliebe den Job oder suchst Dir was anderes in A. Ist der Job für Dich wichtiger als er?

    M, 54
     
  17. Ich bin Team Arbeitswohnung! Reicht doch eine kleine Einraumwohnung mit Bett, Schrank, Tisch und Kühlschrank, und schon bist du den Stress los.

    Was mir immer wieder ein Rätsel ist: wie kommt es, dass man eine Arbeitsstelle annimmt, ohne vorher die logistische Machbarkeit geprüft zu haben?

    Ich komme aus einer Region in Deutschland, da würden die wenigsten Leute überhaupt nur drüber nachdenken, eine Arbeitsstelle anzunehmen, die mehr als nur eine halbe Stunde Fahrtweg entfernt ist.

    Mal vom Fahrtgeld abgesehen, aber das Pendeln in diesen Größenordnungen nimmt doch einen Haufen Freizeit weg?! Man lebt doch nicht bloß, um zu arbeiten oder sinnlos unproduktiv Zeit auf der Straße zu verbringen und Schmutz in die Luft zu pusten? Aber sowas weiß man doch vorher.

    Also. Kleines Zimmer da nehmen, kann man als Zweitwohnsitz von der Steuer absetzen. Dann seht ihr euch halt nicht jeden Tag, aber du würdest ihn auch nicht sehen, wenn er in eurer Heimatstadt abends Freunde trifft oder Sport macht.
     
  18. Ich denke, du reitest dich aus Unerfahrenheit in was rein, das du irgendwann bald bereuen wirst.
    Dein Partner kann 1-2 mal pro Woche daheim arbeiten, du dagegen nicht! Übernimm also Verantwortung dafür, dass dir das bald auf den Pelz gehen wird!

    Deinem Partner macht es nichts aus, über Jahre 70 km zu fahren. Du weißt aber nicht, wie du darauf reagieren wirst. Aus Erfahrung: Das geht bald auf die Nerven, zumal du ja jetzt schon zweifelst.

    Ja! Das verstehe ich wiederum auch nicht.

    1.) Warum sollte er umziehen, wenn es ihm nichts ausmachst, seine tägliche Strecke unkompliziert zu fahren?

    2.) Warum sollte ER umziehen, weil es dir für DEINEN Job dorthin zu weit ist? Warum sollte ER sich ändern, damit es DIR besser passt?
    Warum sollte ER machen, wenn DU das Problem hast?

    3.)Warum suchst du dir nicht von Anfang an einen Job in der jetztigen Stadt, sondern gezielt 70 km weiter weg?

    Geht halt nicht! Er will nicht, und warum soll er etwas tun, was er nicht will? Finde eine andere Lösung:
    - nochmal neu in deiner Stadt bewerben
    - gar nicht arbeiten gehen und jetzt allmählich Kinder kriegen. 7 Jahre Beziehung sind schon enorm lang für eine Kinderlosigkeit. Ihr seid doch keine alten Rentner!
    - du ziehst vor und wenn es ihm gefällt, zieht er nach.

    Nochmal an den Anfang: Ich verstehe immer noch nicht, warum du dir überhaupt das Problem des Jobes so weit weg geschaffen hast. Ich würde das jetzt schon ablehnen und am besten völlig neu suchen. Du musst doch nicht in so einer weit entfernten Stadt arbeiten, nur weil er das für sich so richtig empfindet.
     
  19. Liebe TE

    Für mich Ruhrgebietskind spielt die Entfernung eine Rolle sondern die durchschnittliche Zeit, die Du zur Arbeit brauchst. Das kennt jeder, der auf ähnliche lustigen Autobahnen wie der A40 unterwegs ist. Daher bin ich auch immer lieber mit dem Zug gefahren. Da hab ich die Hände frei, kann lesen, Musik hören oder einfach nur da sitzen und atmen. An manchen Tagen habe ich trotzdem fast 3 Stunden für meinen Arbeitsweg gebraucht(hin und zurück). Fand ich jetzt aber nicht ungewöhnlich bei einer VZ, blieben mir pro Tag immer noch 4 Stunden Freizeit.

    Wie die Anbindung und der Verkehr bei Dir sind, wissen wir ja nicht. Aber im Moment kannst Du Dir nicht vorstellen zu pendeln, während die bisherige Pendelei für Deinen Freund kein Problem war.

    Er ist da ganz anders als Du und will nicht aus seinem gewohntem Umfeld. Er braucht das.

    An Deiner Stelle würde ich ganz genau in mich reinhorchen, ob Du wirklich nicht pendeln willst. Oder bist Du enttäuscht weil Du das Gefühl hast, dass Deine Bedürfnisse für ihn keine Rolle spielen?

    w/36
     
  20. Ich finde es grundsätzlich sinnvoller, dort zu wohnen, wo man arbeitet.
    Auf Arbeit muss man täglich, Freunde und Familie trifft man gewöhnlich seltener.
    Also würde ich meine Freizeit nicht mit Pendeln verbringen, bei der Entfernung sind ja auch die Kosten dafür nicht unerheblich.

    Die Idee mit der zweiten Wohnung in Stadt B finde ich gut. Ich denk dein Freund wird langfristig auch lieber den kurzen als den langen Weg aus Bequemlichkeit wählen.

    Aber dennoch würde ich das Ganze erst nach Ablauf der Probezeit angehen.
     
  21. Natürlich ist dein Wunsch gerechtfertigt, ebenso wie sein Wunsch, in der Stadt, in der er sein soziales Netz hat, zu bleiben.

    Um was genau geht es dir? Wirklich nur darum, dass ihr mehr Zeit füreinander habt? Hat man nach sieben Jahren wirklich das Bedürfnis, jede Minute mit dem Liebsten zu verbringen? Geht es dir nicht in erster Linie darum, dass dir die Pendelei zu doof ist (mir wären 90 km auf Dauer eindeutig viel zu viel)? Falls ja, glaube ich, dass es besser wäre, deinem Freund deinen wahren Grund zu sagen. Frau darf egoistisch sein, du musst nicht etwas, was dir schlichtweg stinkt, mit partnerschaftlichen Begründungen verbrämen. Hat auch etwas Manipulatives, wenn dein Partner sich deiner Argumentation nicht anschliesst, hat er die A...karte und verhält sich beziehungsfeindlich und muss ein schlechtes Gewissen haben.

    Ihr scheint noch ziemlich jung zu sein, da wechselt man die Arbeitsstelle alle paar Jahre. Ich finde die Idee einer zweiten Wohnung (Wohnung, ich würde nicht in ein Kämmerchen ziehen wollen) an deinem Arbeitsort gut. Es wird eure Beziehung verändern, was aber gar nicht schlecht sein muss. Auch das kann ein Verlassen der Komfortzone sein. Ich denke, Beziehungen müssen sich an die sich verändernden Lebensumstände anpassen und nicht umgekehrt.

    Frau 52
     
  22. Du kannst doch nicht ernsthaft verlangen, dass er seine ganze Freunde, seine Familie und seinen Sportverein aufgibt. Das würde ich auch nicht machen. Du hättest dir doch auch in seinem Heimatstadt oder zumindest in näherem Umkreis einen Job suchen können.

    Ich hätte auch keine Lust meinen ganzen Bekanntenkreis aufzugeben. Hast du in seiner Heimatstadt keine Freunde? Oder hast du keinen Kontakt zu deiner Familie?

    Außerdem stelle ich es mir auch mit seinem Sportverein schwierig vor. Er muss vielleicht einen Mitgliedsbeitrag bezahlen und ist an seinen Vertrag gebunden. Da kann man nur zu einem gewissen Zeitpunkt kündigen.
     
  23. Ich verstehe immer noch nicht, warum du dir an Ort B überhaupt eine Arbeit gesucht hast?
    Die Entfernung war dir doch schon bei der Bewerbung bewusst!
    Hast du das VORHER mit deinem Mann besprochen oder erwartest du einfach von ihm, dass er mitzieht?
    Man kann den Spieß auch umdrehen....wenn er dir so wichtig wäre, hättest du dich entweder nicht so weit vom Wohnort beworben oder du hättest es zumindest vorher mit ihm besprochen.
    Sorry, aber ich kann das Ganze nicht wirklich nachvollziehen.
     
  24. Hallo FS

    Als erstes würde ich mit dem Partner darüber reden und als zweites die Probezeit abwarten!
    Am Anfang würde ich das Pendeln in Kauf nehmen aber dann muss eine Lösung her.
    Meine Frage ist: ist seine Arbeitsstelle in diesselbe Richtung oder woanders? Wenn du 90km pendelst und er 70, müsste er dann 160 pendeln oder nur 20?

    Ich würde an Eurer Stelle umziehen, so oder so.
    Versteheich das richtig? Ihr habt nie jemanden anderen gehabt, nie woanders gewohnt und seid immer in Eurem Umfeld gewesen?
    Es wird höchste Zeit dass Ihr da rauskommt!
    Ansonsten seid Ihr ein typisches Paar, jung gehreiratet, gebaut, Schulden und Kinder - und mit 40 bekommt Ihr die Krise.
    Du wirst esotherisch und verbittert weil dein Leben keinen Sinn mehr macht sobald die Kinder aus dem Haus sind.
    Er nimmt sich eine junge Geliebte weil ihr beide das Gefühl habt, etwas verpasst zu haben. Das Internet ist voll von genau diesem Typ Mann und ich wurde oft vollgeschrieben mit "Noch etwas erleben, mir endlich mal Wünsche für mich erfüllen, bin nur der Geldbeschaffer usw."
    Was ich übrigens verstehe - es ist doch furchtbar immer daheim zu hocken.
    Ich würde mich irgendwann fragen ob die Beziehung noch Gewohnheit oder Liebe ist?
    Raus mit Euch, wenn die Beziehung den Umzug nicht überlebt, hätte sie auch sonst nciht gehalten. Dann war es nämlich nur Gewohnheit und bequem....
     
  25. Ich würde jeder jungen Frau mit einem bitzeli beruflichem Ehrgeiz raten, sich nicht für die praktischste, sondern für die beste Stelle zu entscheiden. Jetzt stellen sich die Weichen, ob die FS Karriere machen wird oder einfach so gemütlich rumtümpelt. Spitzenmedizin oder Regionalkrankenhaus, Forschung oder Laborjob, Bankdirektorin oder Schalterbeamtin, um es plakativ auszudrücken. Den hier häufig gegebenen Rat, sich eine Stelle in ihrer Stadt zu suchen, kann ich nicht nachvollziehen. Die Jugend ist die Zeit des beruflichen Aufbaus. Was sie jetzt verpasst, kann sie nie mehr nachholen.
    Super Idee. Der Traum einer jeder Frau nach einem Studium. Sich keine lästigen Gedanken über Arbeitswege und Wohnorte machen müssen. Da fällt mir mal wieder Kästner ein: „...bis schliesslich sie ein Mann mit Geld in seine gute Stube stellt. Das nennt man dann die Ehe“.

    Frau 52
     
  26. Zu deiner Frage: ich habe vorgeschlagen, dass wir uns in der Stadt B, eine Wohnung suchen, die sich gleich weit weg von unserer Arbeitsstelle befindet sprich, dass jeder vll. einen Arbeitsweg von ca. 10-15km hat, oder mit der S/U-Bahn fahren kann. Treffpunkt in der Mitte. Mein Partner müsste nicht mehr fahren als ich. Ich habe wie bereits erwähnt, schon mehrere Male unterschiedliche Vorschläge gebracht (z.B. nur eine Zeit lang es in dieser Stadt ausprobieren, wenn mal Kinder im Spiel sind wieder in die kleinere, provinziellere Stadt A zurückziehen etc.).
     
  27. Ich habe mir nicht absichtlich eine Arbeit in einer entfernteren Stadt gesucht. Es ist jedoch so, dass man in kleineren, provinzielleren Städten, als Berufseinsteiger nicht große Karrierechancen hat, sogar ist es nicht ganz leicht einen passenden Job zu finden der zu 80-90% zumindest auf das gelernte/studiere passt. Da ist man heilfroh, wenn man was findet, auch wenn es 90km entfernt liegt. Zudem arbeitet wie bereits erwähnt mein Partner in dieser genannten Stadt B, wo ich mir einen Job gesucht habe. Es wurde sehr oft über Karrierechancen gesprochen, genau aus diesem Grund arbeitet ja auch mein Partner nicht in seiner Heimatstadt, sondern in der größeren Stadt B!
     
  28. Weil Beziehung auch Kompromisse bedeutet? Diese Fragen stellt sich auch die FS, aber ER ändert sich nicht, also muß SIE sich ändern? Warum soll SIE pendeln wenn sie nicht mag oder kann? Und wenn es einem von zwei nicht passt, dann ist das ein GEMEINSAMes Problem.

    Liebe FS, wenn leistbar würde ich mir eine Wohnung suchen, kann natürlich bedeuten dass die Beziehung dann nicht mehr das ist was es einmal war, was dir auch bewußt ist.
    Mögliche Erklärung - nachdem auch der Freund in dieser Stadt einen Job hat, wird es so viele in der Nähe nicht geben, sonst wären beide wohl nicht dort beschäftigt?!

    Aber hör auf dein Bauchgefühl - besteht vielleicht die Möglichkeit dass du mit ihm mitfährst und dann einen Teil noch mit der Bahn?
     
    • # 29
    • 15.08.2019 um 14:05 Uhr
    • Frau43
    b

    Danke für die Rückmeldung, ich habe es wohl überlesen....
    Also wenn Ihr beide in derselben Stadt arbeitet, ist es doch völlig Banane immer zu pendeln.
    Selbstverständlich sucht man sich eine Wohnung dort in der Nähe.
    Wenn er so tolle Freunde hat dann kann er ja zu seinem Vereinsgedöns abends heimfahren, da bei Freunden oder Familie oder so übernachten und dann dort homeoffice machen.
    Kein Mann kann erwarten dass du hintenan stehst weil er sich nciht bewegt.
    Falls er nicht mitzieht, such dir eine kleine Wohnung für dich, richte sie dir nett ein und bleibe dort.
    Entweder er zieht dann mit und wenn nicht, dann weisst du Bescheid.
    Wenn du noch mehr im Leben ausser Kuhdorf erleebn willst, mach den Schritt jetzt, Gründe siehe in meinem vorherigen Post.
     

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